Autor Thema: Continental AV1790  (Gelesen 7684 mal)

Offline Dj Nafets

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Re: Continental AV1790
« Antwort #15 am: 23.04.2021, 07:57:53 »
Mein Wunderconti hat garantiert mehr Leistung als das, was die Flying Hawks da zusammen gebastelt hatten...

Große Worte...allein der Beweis bleibt uns vorenthalten..... Generell diskreditierst Du da Leute die seit Jahrzehnten laufende Traktoren auf die Bahn stellen. Finde ich absolut nicht gut.

Gruß

Stefan

Offline Icebear1983

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Re: Continental AV1790
« Antwort #16 am: 23.04.2021, 08:23:31 »
Ich bin da ganz bei Stefan.

Ich bin ja jetzt auch schon einige Jährchen hier angemeldet und verfolge das Forum regelmässig. Von Gordon kommt eigentlich viel "warme Luft", über die man sich als langjähriges Mitglied hier eher amüsiert, als das noch ernst zu nehmen. Aber solche Aussagen, und diese fällt angesichts der vielen Arbeit und dem was die Hawks schon alles probiert und auf die Bahn gestellt haben, definitif in die Kategorie einer übelsten Beleidigung, ohne auch nur den geringsten Ansatz eines Beweises, dass man es selber besser kann. Da fehlen einem die Worte, bzw. ich konnte mich nicht zurückhalten das jetzt auch zu kommentieren.

... ich verbleibe in der frohen Erwartung weiterer mich amüsierender Kommentare.

Ich denke aber auch, dass der Ludwig hier mit seinem Projekt genau richtig aufgehoben ist und genau die Hilfe kriegt wo er braucht, auch ohne dass ihm aus verschollengeglaubten und im Verborgenen aufbewarten, heiligen Schriften die nötigen Informationen als Handyfoto über PN zugespielt werden.

MbG,
Frank
« Letzte Änderung: 23.04.2021, 08:25:16 von Icebear1983 »

Offline pace setter

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Re: Continental AV1790
« Antwort #17 am: 23.04.2021, 08:41:34 »
Hallo,

Ja, ich finde auch so Vieles nicht gut. Deshalb bleibt es dennoch leider die Wahrheit. ;)

Ich suche die gewünschten Dinge mal raus.

Gruß  Gordon


Offline Sascha Mecking

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Re: Continental AV1790
« Antwort #18 am: 23.04.2021, 08:49:58 »
Ich soll von Gerd Wagner, der hier wohl mitliest, aber nicht schreibt, schöne Grüße bestellen.
Er hat Contihandbücher und die können gerne mal ausgeliehen werden.
Die liegen zur Zeit beim Silberfuchs Team: https://www.facebook.com/groups/1646219945653744 den Harald Pohl einfach anschreiben. Sehr netter Mensch, der Ludwig sicherlich weiterhelfen kann.

Ach ja - Gordon: Guck dir mal das Video vom Hawk beim Test & Tune in Krumbach an. Das lief schon sehr anständig!
Du verkennst auch, wie wenig der Conti original im Ärmel hat. Da fährt jeder halbwegs gescheite Sportklasse dran vorbei.

Offline pace setter

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Re: Continental AV1790
« Antwort #19 am: 23.04.2021, 09:02:55 »
Hallo,

Ja, Gerd Wagner, den hatte ich noch vergessen. Der Schlepper lief ja auch nie richtig.  Hätte er mal den Deutz- Diesel drauf gelassen.
 ;)

Gruß  Gordon

Offline miky

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Re: Continental AV1790
« Antwort #20 am: 23.04.2021, 09:19:11 »
Hallo,

Ja, Gerd Wagner, den hatte ich noch vergessen. Der Schlepper lief ja auch nie richtig.  Hätte er mal den Deutz- Diesel drauf gelassen.
 ;)

Gruß  Gordon
Der hat es zumindest versucht den Conti auf die Bahn zu bringen.

Offline pace setter

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Re: Continental AV1790
« Antwort #21 am: 23.04.2021, 09:26:43 »
Hallo,

Stimmt. Und angesprungen ist der Conti eigentlich auch immer.

Gruß  Gordon

Offline Da BastlaTopic starter

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Re: Continental AV1790
« Antwort #22 am: 23.04.2021, 22:04:58 »
Welche Motor von wem besser oder schlechter läuft und warum ist hier grad nicht so das Thema. Von sowas lass ich mich gern vor Ort überzeugen.

Schonmal Danke für die Infos bis jetzt :) Hab schon mehrer (aber noch nicht alle) erwähnten Leute bei FB angeschrieben, mal abwarten. Der Eintopf von Jan Patrik
ist ja schonmal sehr fein. Das mit dem Rund laufen kann viele Ursache haben. Man erkennt leider auf dem Video nicht viel, ausser das das Ding ziemlich hüpft und
mehr Rüttelplatte als Motor ist, aber das kann viele Ursachen haben, und sollte sich deutlich reduzieren lassen durch eine bessere Kurbelwelle. Ich hab ihn mal angeschrieben.
Gruß Ludwig

Offline pace setter

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Re: Continental AV1790
« Antwort #23 am: 23.04.2021, 23:29:43 »
Hallo,

Ist doch praktisch. Vorderräder abbauen, Stahlplatte drunter, "Aufsitz-Rüttelplatte zu vermieten"... ;D

Gruß  Gordon

Offline Da BastlaTopic starter

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Re: Continental AV1790
« Antwort #24 am: 24.04.2021, 01:09:08 »
Ja ne... Mir schwebt eher sowas vor... Nur als Einzylinder, und nicht ganz soviel richtung Vorkrieg. Der Eigenbau erinnert ein wenig an die legendäre Flying Merkel
( https://www.youtube.com/watch?v=6HxzHoAoA5E
der Motor ist bis auf die beiden Zylinder von nem Sternmotor kpl selber gebaut. Incl Pleul, Kurbelwelle usw. sogar die Vergaser sind selbstgebaut. Der Typ hat noch
viele weitere Motorräder bzw Motoren dafür selbst gebaut, mit V12, oder 6 Zylindern aus Serinemotoren.
https://www.youtube.com/watch?v=ND4EA0dnAM8
https://www.youtube.com/watch?v=I-Xr1bmbZ_s&t=7s
https://www.youtube.com/watch?v=XUYC0zWhNio&t=12s

Hab mit Jan geschrieben seit dem letzten Post und ein paar Infos bekommen was er gemacht hat usw. Er hat es ähnlich wie ich es geplant habe angegangen,
nur das er ein Stück Serien KW genommen hat. Die ist von den Gegengewichten halt für 2 Zylinder ausgelegt, da müsste massiv vom Gegengewicht abgenommen
werden, das der halbwegs ruhig läuft. Denke es könnte bei mir sogar auf ein Eigenbau Pleul rauslaufen, da das original scheinbar ca 4 kg wiegt. Das der Motor kein
Fliegengewicht werden kann, ist vollkommen klar, Kolben (geschätzt) 2kg, Pleul angeblich ca 4kg, heisst das übern Daumen das Gegengewicht an der KW geschätzt
5 kg haben müsste, zzgl Material für den kpl Kurbeltrieb der Welle selber. Das macht nicht nur massiv Gewicht, sondern auch Volumen... der Motor soll ja auch, im
Rahmen des möglichen, kleinstmöglich sein. Genaues kann man erst sagen wenn das Pleul da ist, und ausgewogen ist. Der V2 aus den Videos oben hat selbstgefertigte
Pleul aus hochfestem Alu. Würde viel sparen. evtl kann man ja Serien Kolben/Pleul sinnvol erleichtern. Mal die Tage mit unserem Motorenbauer reden, was er da für
Ideen hat.Abgesehen davon, je kleiner die Masse der Ausgleichsgewichte an der KW, desto niedriger die Vibrationen. Die Masse (und damit Vibrationen) in der
Senkrechten (bzw in Kolbenhubrichtung) lassen sich durch die Gegengewichte an der KW ausgleichen, aber Vibrationen in seitlicher Richtung
nur durch Ausgleichswelle (die ich nicht haben will). Je größer die notwenigen Gewichte an der KW (durch schwere Pleul/Kolben), desto stärker vibrierts seitlich.
Gruß Ludwig

Offline Dj Nafets

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Re: Continental AV1790
« Antwort #25 am: 24.04.2021, 11:50:08 »
Gerade für die Wuchtung würde ich mir die realen Bauteile auswiegen und mal sehen wo die Fuhre hin geht. Da beim V12 nach außen keine freien Massenkräfte und Moment auftreten ist nie gesagt das die Konstrukteure die einzelnen Zylindergarnituren auf einem Hubzapfen auch nur annähernd ausgeglichen haben.
Ich erinnere da an einen russischen V12 der gar keinen Massenausgleich hat.

Etwas widersprechen muss ich bei den Richtungen der Vibrationen. So einfach ist das nicht. Die rotierenden Massen lassen sich komplett durch Gegengewichte ausgleichen. Bedarf keiner weiteren Betrachtung. Mit dem so viel beschworenen Auswuchtgrad bestimmt man wieviel von dem translatorischen Gerappel in eine andere Richtung umgelenkt wird.
Ohne translatorischen Ausgleich hat man die Vibrationen in Kolbenlaufrichtung, mit 100%tigem Ausgleich quer dazu. Ungenauigkeiten durch die Kinematik lasse ich hier mal bewusst unbeachtet. Die oft angenommenen 50% sind halt ein Kompromiss, mehr nicht.

In meinen Augen macht es durchaus Sinn mal zu gucken den Ausgleich so zu gestalten, dass die Belastung auf das Hauptlager minimal wird. Mathematisch ist das recht einfach. Den Ort der Massenschwerpunkte nach der Zeit zweimal ableiten macht die Beschleunigung. Das mit den Massen multipliziert ergibt die Kräfte. Macht man das jeweils in X und Y Richtung und addiert vektoriell hat man die Massenkräfte auf den Hauptlagerzapfen über die Zeit.
Dann braucht man nur noch die Gaskräfte auf den Kolben in die Rechnung einfließen lassen und schon kann man bei steigenden Drehzahlen ganz gewaltig staunen bei welchen Kurbelwinkeln die höchsten Kräfte auftreten. Über eine parametrische Änderung des Wuchtgrades kann dieser dann optimiert werden.
Und noch mal: Ich glaube nicht das für den Volllastpunkt 50% der beste Wert sind.

Gruß

Stefan

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Re: Continental AV1790
« Antwort #26 am: 24.04.2021, 18:14:57 »
Hattest du versucht mir Sascha Hoffmann-Gill in Kontakt zu treten?
http://www.pullingpics.de
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Offline Sascha Mecking

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Re: Continental AV1790
« Antwort #27 am: 24.04.2021, 20:04:54 »
Gerade für die Wuchtung würde ich mir die realen Bauteile auswiegen und mal sehen wo die Fuhre hin geht. Da beim V12 nach außen keine freien Massenkräfte und Moment auftreten ist nie gesagt das die Konstrukteure die einzelnen Zylindergarnituren auf einem Hubzapfen auch nur annähernd ausgeglichen haben.
Ich erinnere da an einen russischen V12 der gar keinen Massenausgleich hat.

Etwas widersprechen muss ich bei den Richtungen der Vibrationen. So einfach ist das nicht. Die rotierenden Massen lassen sich komplett durch Gegengewichte ausgleichen. Bedarf keiner weiteren Betrachtung. Mit dem so viel beschworenen Auswuchtgrad bestimmt man wieviel von dem translatorischen Gerappel in eine andere Richtung umgelenkt wird.
Ohne translatorischen Ausgleich hat man die Vibrationen in Kolbenlaufrichtung, mit 100%tigem Ausgleich quer dazu. Ungenauigkeiten durch die Kinematik lasse ich hier mal bewusst unbeachtet. Die oft angenommenen 50% sind halt ein Kompromiss, mehr nicht.

In meinen Augen macht es durchaus Sinn mal zu gucken den Ausgleich so zu gestalten, dass die Belastung auf das Hauptlager minimal wird. Mathematisch ist das recht einfach. Den Ort der Massenschwerpunkte nach der Zeit zweimal ableiten macht die Beschleunigung. Das mit den Massen multipliziert ergibt die Kräfte. Macht man das jeweils in X und Y Richtung und addiert vektoriell hat man die Massenkräfte auf den Hauptlagerzapfen über die Zeit.
Dann braucht man nur noch die Gaskräfte auf den Kolben in die Rechnung einfließen lassen und schon kann man bei steigenden Drehzahlen ganz gewaltig staunen bei welchen Kurbelwinkeln die höchsten Kräfte auftreten. Über eine parametrische Änderung des Wuchtgrades kann dieser dann optimiert werden.
Und noch mal: Ich glaube nicht das für den Volllastpunkt 50% der beste Wert sind.

Gruß

Stefan

Soll noch mal einer Sagen, das Forum hat kein Niveau....lol

Offline Da BastlaTopic starter

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Re: Continental AV1790
« Antwort #28 am: 24.04.2021, 23:11:07 »
@ DJ Nafets
Danke für die ausführliche Schilderung. Ich kenns von V2-V8 Motoren nur mit Gegengewicht. Das ist üblicherweise auf 2 Kolben/Pleul ausgelegt. V12 ist teilweise ne
eigene Nummer in der Hinsicht. Ich les mich grad in die Auswuchtthematik rein und fahr wenn ichs schaff demnächst mal zu 2 verschiedenen Motorenbauern und
befrag die mal zu der Thematik. Das die 50% auswuchtung der oszyllierenden Massen nur ein Kompromiss darstellt, ist mir bewusst. Wenn ich höher geh, ist zwar
die Vibration in Kolbenrichtung weniger, dafür die seitliche quer zu Kw stärker. Kenn Vibrierende Einzylinder von meiner alten KTM und div 500er Hondas aus den 80ern.
50-60% Ist bei Einzylindern im Motorrad ohne Ausgleichswellen eine oft verwendete Auswuchtung. Hab bis jetzt noch kein Bild oder Daten der original Kurbelwelle
auftreiben können. Daher wäre meine Idee, damit anzufangen. Das mit der Kraftberechnung, wann welche Kräfte wie stark auf die Lager wirken muss ich mir mal
genauer anschauen. Fest steht, der original Kolben wiegt ordentlich was, genauso wie das Pleul. Hab mich oben vielleicht n bisschen unglücklich ausgedrückt, je
kleiner die notwendige Masse der Ausgleichsgewichte ist, desto besser. Wie groß die wirklich sein müssen wird sich zeigen -  wie gesagt, mit den beiden Motorenbauern
mal reden, was die für Ideen haben die sich auf dem mir zur verfügung stehenden Maschinen (bis auf die Feinarbeiten wie Lagersitze auf Maß drehen/reiben) realisieren
lassen...

@ Pullingpics
nein, noch nicht.
Gruß Ludwig

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Re: Continental AV1790
« Antwort #29 am: 24.04.2021, 23:39:28 »
Hallo,

Nur mal kurz als Anmerkung, falls es noch Niemandem aufgefallen ist und bevor man sich in theoretische Unwuchten und Ausgleichsmassen verstrickt: Die Typbezeichnung der Motoren lautet AVI-1790 -8 und AVSI- 1790-6.

Unter AV verstehe ich etwas anderes. Und das dann zum Thema "Niveau", Ihr Pappnasen  ;)

Gruß Gordon