Autor Thema: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21  (Gelesen 20746 mal)

Offline Frederic

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #285 am: 22.02.2021, 19:46:54 »
https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2419742714816843&id=794734750650989&__tn__=%
2As%2As-R


Nicht mehr ganz frisch die Info, aber in der deutschen
Super Stock Klasse soll es wohl irgendwann auch
wieder einen IH geben  :) .

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #286 am: 22.02.2021, 20:08:58 »
Hatte das Rowdy Team nicht vor einigen Jahren schon mal auf ein neues Chassis umgebaut?
Warum jetzt wieder?

Offline Badga

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #287 am: 22.02.2021, 21:53:14 »
Als absoluter Rowdy Fan seit ich denken kann sage ich "Danke" für die Info!

Ich fand die Kombi aus kurzer 1086 Haube und dem eher seltenen Ami-Hinterteil zwar schicker als den aktuellen Aufbau,
aber die Ballastierungsprobleme ließen wohl nichts anderes mehr zu.
Bin dann mal gespannt ob sie sich auch vom Diesel verabschieden. Ganz nach vorne gehts wohl nur als Alki.
Werde die, sich immer höher schraubende Diesel-Fahne und den Sound eines mehrstufig aufgeladenen Diesel trotzdem vemissen  :'(

MfG Oli

Offline peppi

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #288 am: 22.02.2021, 22:43:00 »
Hallo !
OK , ich vermute mal das der Green Spirit 6 für die neue Gewichts Reduzierung umgebaut werden muss damit er
leichter wird . Also mehr Leichtbau . Dafür sind die beiden Griffons aber denke ich zu Brutal . Da könnte dann wohl
mehr aus dem Leim gehen als nur die Lader . Die Lader Gehäuse können doch eigentlich auch Nachgegossen werden .
Die sollten dann auch besser sein als die alten aus dem Krieg .
Gut , mit 4 Rover auf einem Traktor könnte schon was gehen . Gab ja früher den Terminator aus Belgien mit 3  ich
meine Turbo Meteor Motoren . Der hat aber nicht besonders gut gelaufen weil zu Schwach auf der Brust . Ich traue
dem Green Spirit Team aber durchaus zu das die das mit den 4 Motoren vernünftig ans laufen kriegen . Aber lassen
wir sie erst einmal Erfahrungen mit dem Doppelmeteor in der Light Modified sammeln und hoffen das dann wirklich
der 4 Motorige für die Unlimited kommt .  :)

Offline peppi

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #289 am: 22.02.2021, 22:57:59 »
Hallo !
Ich bin sofort dabei wenn wieder ein IHC in die Deutsche Superstock kommt . Das wird aber auch höchste Zeit .
Ich persönlich finde die alten eckigen Hauben ala " Rowdy " oder " Rocky " auch am schönsten . Ob das noch mal
ein Diesel Superstock wird wäre schön weil wie Badga schon schrieb : Die Abgas Wolken und der Sound wären
schon toll ! Am besten wären ja 2 davon , ein Alky und einen Diesel ! Aber ich vermute das es wohl ein Traum
bleiben wird .Ein schöner Vergleich IHC gegen John Deere hätte sicher auch seinen Reiz wenn es denn 2 Fanlager
gibt oder besser geben würde . Aber das wird wohl nicht so schnell geben . Leider .

Gruß Peter !

Offline Dj Nafets

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #290 am: 23.02.2021, 07:45:37 »
Hallo !
OK , ich vermute mal das der Green Spirit 6 für die neue Gewichts Reduzierung umgebaut werden muss damit er
leichter wird . Also mehr Leichtbau . Dafür sind die beiden Griffons aber denke ich zu Brutal . Da könnte dann wohl
mehr aus dem Leim gehen als nur die Lader . Die Lader Gehäuse können doch eigentlich auch Nachgegossen werden .
Die sollten dann auch besser sein als die alten aus dem Krieg.

Ohne es genau zu wissen glaube ich nicht das das Gewicht ein Problemfall ist. Ein Einfachgriffon passt in die 2,5t. Sprich bei der 4 Tonnenklasse hat man noch 1,5 Tonnen für einen zweiten Motor, Crossbox, stärkeres Getriebe und stärkere Achse.

Etwas schmunzeln muss ich bei der Aussage das man so ein Ladergehäuse einfach nachgießen kann. Alleine der notwendige Formen-/Modellbau wird mehrere 10kEuro kosten. Dann haste aber immer noch keine Teile. Die werden durch die Kleinserie auch nochmal richtig teuer. Und selbst dann sind die noch nicht bearbeitet.
Besser als aus dem Krieg sind sie auch nicht unbedingt. Die wussten damals schon was sie da machen, auch wenn Alu noch ein junger Werkstoff war. Ihr seid immer lustig ;)

Gruß

Stefan

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #291 am: 23.02.2021, 09:23:28 »
Und derweil ist Sascha ja hoffentlich aufm Weg nach Hamburg.  ;D

Der Jugde passt ja auch in die 3,5t  ;)

Offline Sascha Mecking

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #292 am: 23.02.2021, 09:59:02 »
Hallo,

Ich habe das nie so recht verstanden, warum die bei den Allisons immer noch an den Radialladern doktorn. Ein ausgeklügeltes Turbo Paket bringt da nochmal richtig Schwung rein. Nur die Fahrbarkeit leidet etwas. Und wenn man nicht mehr genug Gewichtreserve hat, um was vorne dran zu hängen, ist natürlich auch doof...
Da hilft dann nur, Motor weiter nach vorne. Wenn das nicht reicht, Fahrer noch dazu.  ;D

Gruß Gordon

Turbos lagen schon in der Werkstatt. Aber mit Schutz und allem PiPaPo sind die einfach viel schwerer als so ein Radiallader und die 2,5t Nummer wäre viel schwieriger wenn nicht unmöglich geworden.
Da man nicht mit 2 verschiedenen Konzepten rumdoktoren will, wird mit den Radialladern gearbeitet (die werden auch ständig weiter entwickelt - das ist ja nun auch schon Version 4 oder 5 - ist auch nicht alles auf der Wettkampfbahn gewesen).
 
Aufgrund der Tatsache, dass die Allisons auch einigermassen Hubraum haben, sind sie auch nicht mit so gewaltigem Drehmomentmangel ohne Ladedruck geplagt wie kleinere Motoren mit mehr Ladedruck, also auch mit Radiallader
 gut fahrbar.

Sprich - im Prinzip geht's ja um die Luftmenge (um Leistung zu machen) und bei dem Hubraum braucht's für die nötige Menge nicht arg viel Ladedruck.
Turbos, die die Menge machen, die da gebraucht wird, sind aber schon ganz schön teuer , auch sau träge und man braucht dann auch pro Motor gleich zwei Stück.
Die Radiallader kann man selber bauen, Turbos sind da schon schwieriger.

Offline Sascha Mecking

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #293 am: 23.02.2021, 10:11:45 »
Hinzu kommt auch immer noch das Thema "Spritversorgung".
Ein Radiallader hat eine feste Verbindung zur Kurbelwelle. Also sind Luft- (und damit auch die Spritmenge) fest an die Motordrehzahl gekoppelt.
Heißt bei Drehzahl x ist die Luftmenge (und die dann benötigte Spritmenge) immer X mal Faktor Y^2+Kühlung.
Bei Turbos ist keine feste Verbindung und die Dinger können quasi "alles" machen. Das muss man dann auch alles im Kennfeld abbilden, wenn es dann mehr als nur "Vollgas" können soll. Sprich auch Drehmoment untenrum haben
und die Motoren bei Drehzahlabfall nicht einfach einbrechen sollen - also ein nur wenig nutzbares Drehzahlband haben, was einen dann in langsame Übersetzungen zwingt und man dann trotz viel PS nicht hinter den V8
Kompressormotoren hinterher kommt, weil die ab "Klappen auf" voll schieben und auch einen schnellen Gang am Drehen halten. Siehe Veldhuizen in der FK.
Mit den EFIs heutzutage ist das alles schon viel einfacher geworden, aber immer noch ganz schön viel Abstimmungsarbeit.
Die kostet Zeit - und Zeit ist knapp.
« Letzte Änderung: 23.02.2021, 10:14:19 von Sascha Mecking »

Offline peppi

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #294 am: 23.02.2021, 13:11:47 »
Moin  !
@ Stefan . Warum musst Du schmunzeln ? Eine gute Gießerei mit Modellbau sollte so etwas drauf haben . Und wenn
Du erst mal ein Modell hast kannst das Millionenfach nachgießen . Es gibt Gießereien die sich auf so etwas spezialisiert
haben zb. für Oldtimer Autos LKW und ganz sicher auch Landmaschinen . Und Bearbeiten , haben wir hier doch schon
gesehen wie flott und einfach das heutzutage funktioniert . Siehe V8 Motoren . Wie Teuer das alles ist kann ich natürlich
nicht sagen ist aber billiger als nix zu haben .  ;D

Gruß Peter !

Offline AndreasR

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #295 am: 23.02.2021, 20:49:08 »
Weil Stefan ne gute Alu Gießerei hat wahrscheinlich

Offline berti

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #296 am: 24.02.2021, 06:54:47 »
Zitat
Der Jugde passt ja auch in die 3,5t  ;)

Der Snoopy 4 aus England mit Doppelgriffonund Einspritzanlage würde sogar in die 3,5 t passen , darf dort allerdings wegen der Limits nicht anhängen...
Tippspiel Sieger 2015,2018

Gruß Berti

Offline Dj Nafets

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #297 am: 24.02.2021, 07:17:03 »
@ Stefan . Warum musst Du schmunzeln?

Ich muss schmunzeln weil sich das immer alles so einfach anhört. Geh mit nem Teil zur Gießerei und schon hat man auf wundersame Weise unendlich viele Teile und keine Sorgen mehr....überspitzt gesagt.

Wenn man so einen Aufwand betreibt, dann kann man auch einen neuen, gescheiten Lader bauen. Siehe Monsters. Das ist zwar beileibe nicht einfach, eher ziemlich kompliziert, das Ergebnis am Ende aber auch viel besser als ein Original Höhenlader aus dem 2. Weltkrieg. Die Green Spirits haben auf den CAD-Renderings auch einen Eigenbaulader drauf. Das interessiert mich richtig was die da treiben.

Sascha hat auch schon beschrieben warum die frühen Turbo V12 nicht funktioniert haben. Die mechanischen Spritanlagen müssen darauf genau passend gemacht werden. Schaut euch mal an wie komplex so eine mechanische Anlage ist. Erst recht bei mehreren Stufen.
Solange Drehzahl des Motors und Luftmenge direkt korrelieren ist das noch recht human. Kommt da eine Komponente ins Spiel die frei agieren kann (Turbo), muss man der Anlage ziemlich aufwändig mitteilen was diese Komponente gerade so treibt.
Das das funktioniert zeigen nicht zuletzt die Superstocks. BIS das allerdings so funktioniert wie es heute ist war es ein weeeeiiiiiter Weg. Daher gibt es auch Adressen -vornehmlich in den Niederlanden- wo man hingehen kann, ne Menge Geld auf den Tisch legt, dafür aber ein definitiv funktionierendes System bekommt.

Genau da setzen die EFI´s an. Die machen einen Turbomotor beherrschbar. Jeder Luftdichte vor den Einlassventilen wird bei jeder Drehzahl die richtige Menge Sprit zu dosiert und beim richtigen Kurbelwinkel gezündet. Ich sage bewusst Luftdichte da das die relevante Größe ist.

Eine weitere wichtige Sache hat Sascha auch genannt: Je mehr Hubraum, desto geringer ist der Druck -genauer die Luftdichte- die ich brauche um eine bestimmte Leistung zu erzielen. Die üblichen Verdächtigen (Allison, Griffon, Meteor, Transmash.....) kommen da mit Werten zurecht die ein einstufiger Radialverdichter effizient(!) zur Verfügung stellen kann.

Gruß

Stefan

Offline Dj Nafets

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #298 am: 24.02.2021, 08:29:19 »
Weil ich´s so "geil" finde hier mal ganz grob erklärt wo die Probleme bei einem Turbomotor mit mechanischer Anlage liegen:

Wir haben eine vom Motor angetriebene Pumpe, sprich proportional, die Sprit zum "Barrel Valve" fördert. Immer deutlich(!) mehr als der Motor gerade braucht. In diesem "Barrel Valve" passieren allerhand Dinge.
Zum einen ist da ein Rotor drin der mit der Drosselklappe verbunden ist. Über die Ausgestaltung der Steuerkanten wird ganz grob vorgegeben ab wann der Sprit zu den weiteren Kreisen gelangt. Gleichzeitig wird der Rücklauf immer weiter zugemacht.
Das ist wichtig zu wissen. Es wird nicht(!) die Spritmenge gedrosselt die von der Pumpe zu den Düsen geht. Es wird bei steigendem Spritbedarf des Motors die Menge gedrosselt die zum Tank zurück geht.
Neben dem Rotor gibt es einen Leerlaufkreis. Hier sitzt ein Druckbegrenzungsventil das im Leerlauf den Druck vorgibt mit der das Methanol in den ersten Kreis reingeht. Bei Blowermotoren sind diese Düsen in der Regel im Scoop, fast immer aber über den Rotoren.
Die weiteren Kreise werden entweder über den Rotor im Barrel Valve freigegeben oder aber öffnen durch den steigenden Druck im Kraftstoff. Da gibt es einige verschiedene Spielarten. Das geht dann so: Der Fahrer gibt Gas, die Drosselklappen öffnen sich, das Barrel Valve verschließt immer weiter den Rücklauf, der Druck im System steigt, der Hauptkreis macht offen.
Dieser (erste) Hauptkreis hat die Düsen direkt in den Ansaugkanälen. Die Düsengröße regelt über den Druck im Spritsystem die Menge die zu den einzelnen Zylindern geht. Hier kann man einer Ungleichheit der Luftverteilung entgegenwirken.
Ein Zylinder der weniger Luft bekommt kriegt auch eine kleinere Düse. Nur mache ich Düsen kleiner, steigt der Druck im System und die anderen Düsen lassen mehr durch.
Die Spritmenge bei Vollgas wird durch den "Highspeedbypass" eingestellt. Das ist ein Abzweig vom Hauptkreis in dem ein Drosselventil sitzt. In diesem Drosselventil sitzen die sagenumwobenen "Pills". Kleine Messingstücke mit Bohrung. Je größer die Bohrung desto mehr Sprit wird durch diese in den Tank zurück geleitet, desto magerer läuft der Motor.

Das ist in ganz groben(!) Zügen ein einfaches mechanisches Spritsystem für einen Blowermotor. Wichtig ist zu verstehen das es sich um ein System handelt, bei dem die tatsächliche Menge Sprit von den Druckverhältnissen abhängt. Sprich alles wird von allem beeinflusst. Drehe ich irgendwo Sprit zu, wird der Druck steigen und andere Kreise/Düsen bekommen mehr.

Jetzt kommt der Turbo ins Spiel der seinen Ladedruck unabhängig von der Motordrehzahl und der Drosselklappenstellung aufbauen kann. Damit müssen wir das System um eine Komponente erweitern. Dem "Sensor Valve". Das ist vom Prinzip das gleiche wie ein klassischer Spritdruckregler nur ohne Feder.
Zwei Kammern, eine wo der Sprit drin ist, eine die mit Ladedruck beaufschlagt wird. Dieses Sensor Valve sitzt im Rücklauf für den Sprit. Vereinfacht gesagt drückt der steigende Ladedruck diesen Rücklauf immer weiter zu.
Oben genanntes, einfaches System funktioniert im Leerlauf einigermaßen und kann bei Vollgas über die Pills und die Düsengrößen in den einzelnen Zylindern abgestimmt werden. Und jetzt wird es kompliziert. Das Sensorvalve ist jetzt DIE Stellgröße die bestimmt was im Motor passiert.
Denn der Sprit muss nicht proportional zum Ladedruck, sondern stark überproportional zu dosiert werden. Das wird maßgeblich über die Flächenverhältnisse im Ventil bestimmt.

Exkursion zu den Spritdruckreglern im Auto: Die haben immer ein Flächenverhältnis von 1:1. Damit wird der Druck im Spritsystem immer konstant(!) über dem Druck in der Ansaugbrücke gehalten. Normalerweise sind das 3Bar.

Jetzt ist es so, das der Durchfluss einer (Methanoldüse) in guter Näherung mit der Quadratwurzel des Drucks steigt. Doppelter Spritdruck, 1,41 facher Durchfluss. Für unser Sensor Valve heißt das nun das der Rücklauf sehr stark zugequetscht werden muss. Das Flächenverhältnis muss also stark zugunsten des Ladedrucks verschoben sein.
Das haben die Pioniere der Methanolsysteme aber schon alles ganz gut herausgefunden. Um jetzt überhaupt eine Einflussmöglichkeit zu haben, wird in der Zuleitung des Ladedrucks ein weiteres Ventil verbaut. Hier kann man festlegen ab welchem Ladedruck die Luft zum Sensorvalve weitergeleitet wird und dieses anfängt den Rücklauf zu zu machen.

Immer im Hinterkopf behalten: In dem System hängt alles von allem ab. Sobald das Sensorvalve anfängt zu werkeln steigt der Druck im System und damit auch der Durchfluss aller Düsen. Als wenn dieser Albtraum nicht schon kompliziert genug wäre, gibt es Systeme mit 4 oder mehr Kreisen die druckabhängig öffnen. Es ist einfach geil....
Ein Guru der all die Zusammenhänge versteht und so ein System einzustellen vermag hat alle Trümpfe in der Hand. Jemand der das nicht versteht ist auf Gedeih und Verderb auf die Hilfe der Experten angewiesen.

Wenn das System dann einmal richtig läuft und man nur noch das Gemisch über die Pills einstellen muss....ja dann ist das eine zuverlässige Sache.

Gruß

Stefan

Offline Dirty

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Re: Gerüchteküche langer Winter 2019/20/21
« Antwort #299 am: 24.02.2021, 08:51:51 »
Mit der EFI wären Turbomotoren dann gut fahrbar, auch bei brachialer Leistungsentfaltung.
Mit dem passenden Wastegate Ansteuerung und der Möglichkeit in der EFI verschiedenen „Gänge“
Zu programmieren würde das gut laufen. Problem ist dann, wenn du damit weit vorne fährst, unterstellt
Dir jemand, dass du ja quasi mit einer Art traktionskontrolle fährst. Und die ist verboten.
Aus diesem Grund gibt’s auch immer wieder Leute , die eine EFI aus diesem Grund nicht mögen😉