Autor Thema: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?  (Gelesen 63675 mal)

Offline Peiaskopp

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #180 am: 20.11.2022, 19:31:52 »
Als erstes sollte mal die Sicherheit stimmen.
Ein fairer und sicherer Wettkampf ist Entertainment genug.

Offline pace setter

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #181 am: 21.11.2022, 16:58:11 »
Hallo,

Im Grunde genommen ist es ja ein fairer Wettkampf. Für alle teams ist die Bahn gleich gut oder gleich schlecht. Kein Mini team wird gezwungen zu starten oder volle Pulle drauf zu halten.
Im Gegenteil, so hat auch mal ein team mit weniger Leistung oder weniger Raddrehzahl mal Chancen weiter nach vorne zu kommen.

Es gibt sicherlich Mini teams die trotz der für sie miesen Bahnbedingungen in Füchtorf gerne starten würden.

Gruß Gordon

Offline Dirty

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #182 am: 21.11.2022, 17:40:13 »
Gordon mir erschließt sich nicht , was du unter miesen Bahnbedingungen verstehst?
Die meisten Teams haben sich zu Anfang ihre Züge selber versaut, bis alle mal
Verstanden haben, dass man beim Mini auch mal das Zugpendel niedriger stellen kann.
Im Prinzip ist es eh immer gleich. Wer gut fährt meckert nicht und der Rest nörgelt rum.
Gilt gleichermaßen für Bahn oder Bremswagen. :D

Offline Dj Nafets

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #183 am: 22.11.2022, 09:17:00 »
Frank, sowas kommt wenn ein Keyboardpuller seine Informationen über YouTube Videos zusammen sammelt und versucht sich einen Reim draus zu machen ;) ;)

Gruß

Stefan

Offline pace setter

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #184 am: 22.11.2022, 09:22:24 »
Hallo,

Wenn alles immer gleich ist gibt es ja auch keinen trifftigen Grund, die Minipuller nicht zu buchen.  ;)
Die sind doch viel spektakulärer als eine beliebige Farmpulling Klasse.

Ob "mies" die richtige Bezeichnung ist? Andere sagen "unfahrbar".
Wir können uns ja auf unfahrbare Bahnbedingungen einigen...

Gruß  Gordon

Offline Dj Nafets

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #185 am: 22.11.2022, 11:11:37 »
Ich habe es schon öfter gesagt und werde es wohl auch noch öfter sagen: Die Minis mit ihrer Leistungsdichte fahren auf einem sehr schmalen Grat. Da ist die Spanne von "richtig gut" über "geht so" bis "unfahrbar" sehr klein. Das betrifft aber das Gesamtkonzept aus Setup (Luftdruck, Pendelhöhe, Fahrweise), Bahn und Bremswagen.

Für uns war die Bahn dieses Jahr in Sonsbeck am Sonntag auch "unfahrbar", ganz einfach weil soviel Grip da war das wir die Räder nicht am drehen gehalten haben. Das Problem war dennoch nicht die Bahn sondern unsere Leistung und unser Setup. Punkt.

Auch schon öfter gesagt: Die Minis sind die einzige Klasse für die extra ein Bremswagen geordert werden muss. Für eine einzige Klasse. Und die muss man dann noch mit (teuren) Gaststartern auffüllen um eine gute Show zu bekommen.

Gruß

Stefan

Offline Peiaskopp

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #186 am: 22.11.2022, 15:24:02 »
Thema Mini-Bremse:
Bekommen den FK600 und CD600 eventuell auch in Bewegung?

Offline Dj Nafets

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #187 am: 23.11.2022, 06:50:09 »
Kann ich ganz schlecht einschätzen. Aber ich denke das wird schon nicht so einfach werden. Hängt halt davon ab in welcher Bandbreite man die Minibremse verstellen kann.

Gruß

Stefan

Offline Lehmkuhl98

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #188 am: 24.11.2022, 16:33:34 »
Kann ich ganz schlecht einschätzen. Aber ich denke das wird schon nicht so einfach werden. Hängt halt davon ab in welcher Bandbreite man die Minibremse verstellen kann.

Bei der NL Bremse geht das so lange gut, bis die Back nach vorne geht. Kriegst du die Kufe nicht für die ersten 10 m ausgehoben, stehst du rechtzeitig (siehe die DK Minis beim Brande Eurocup 2022)

Für die deutsche Bremse wäre es mal interessant. Mit deinem GP wäre das sicherlich mal interessant, Stefan. Sagen wir, der Verlierer gibt die erste Runde?  ;D
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Offline Marvin

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #189 am: 24.11.2022, 20:47:01 »
Moin.
Es haben sich nen paar Compact Diesel mal vor der Mini Bremse versucht. Ging soweit ich mich entsinnen kann nie akzeptabel vorwärts.
Gruß, Marvin.

Offline pace setter

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #190 am: 25.11.2022, 09:24:33 »
Hallo,

Dann hängt doch den Gardenpuller Bremswgen hinter die Minipuller. Der ist doch auf jeder Veranstaltung vor Ort. Da geht´s dann auch mal voran.  ;D

Was ich nicht verstehe. Der Minibremswagen kann doch problemlos durch ein team transportiert werden, dass sowieso auf allen Veranstaltungen mit Traktor dabei ist. Dann zahlt man diesem team eben doppelten oder dreifachen TKZ und gut ist.
Oder stellt den Minibremswagen in Edewecht hin. Dann kann das Bremswagenteam den Minibremswagen mit transportieren. Ihr macht immer Probleme wo gar keine sind.

Gruß  Gordon


Offline Lehmkuhl98

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #191 am: 25.11.2022, 22:22:11 »
Hallo Gordon,

ohne einem Bremswagen-Team anzugehören: Die Jungs haben berge Arbeit. In der Werkstatt, aber vor allem auf den Veranstaltungen. Du benötigst - wie überall beim Pulling - ein funktionierendes Team. Die Edewechter haben zwei große Bremsen. Das geht nur, weil 3-5 Leute sich in der Saison täglich den "Arsch aufreißen" und ihre gesamte Freizeit opfern.

Die Bremse durch ein X-beliebiges Team transportieren zu lassen, haut niemals hin. Wir sind den Bremswagen-Teams absolut dankbar für alles was die Jungs tun. Deren Job ist quasi wichtiger wie unserer. Ohne die Mini-Bremsen, keine Minis!
Ich würde mir persönlich wünschen, dass die DTTO hier aktiver wird. In NL bestimmt die NTTO durchaus mit, welche Klassen auf einer Veranstaltung fahren. Für viele der großen Veranstaltungen ist es aus monetärer Sicht kein Problem, die Minis zu buchen. Es wäre durchaus im Sinne des Sports, dass die großen Veranstaltungen die "vergessenen Klassen" unterstützen sollten. Erst dann gibt es wieder den Anreiz für genau diese Klassen zu bauen oder in diese Traktoren zu investieren.

Das ist zumindest meine Meinung.. Mögen die Kommentare mich vernichten  ;)

Gruß,
Jonas
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Offline Sascha Mecking

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #192 am: 27.11.2022, 06:07:36 »
Meine Meinung:
Wenn die DTTO wieder anfängt, den Veranstaltern vorzuschreiben welche Klassen sie zu fahren haben, dann hat die DTTO ganz bald keine Veranstaltungen mehr.
Wenn man mal im Kalender guckt, welche Veranstaltungen da noch sind, die sich nicht langsam aus Farm Pulling mit dem Dazubuchen von Klassen "hochgearbeitet" haben (also keine "große" Veranstaltung gemacht hätten, wenn man ihnen sämtliche Klassen auf's Auge gedrückt hätte) - ich glaube dann hätten wir noch 3 oder 4 Läufe.
Nun will ich nicht sagen, dass die DTTO keinen Einfluss darauf nehmen könnte, welche Klassen gebucht werden sollten.
ABER:
Der Veranstalter muss die Klassen verkaufen. Der weiß meistens am besten, was sich für ihn (und somit für den Sport) lohnt.
Für das, was sich für die Veranstalter (und den Sport) lohnt, müssen Puller gebaut werden.
Wenn die Veranstalter nicht buchen, dann muss man sich auf Seiten der Teams mal Gedanken machen, wie man das hin bekommt.

Den Teams in der DTTO kann es völlig egal sein, wie ihre Klasse aufgestellt ist und ob Leute das sehen wollen und ob sie für Veranstalter tragbar ist. Deren Einnahmen sind geregelt und der Veranstalter kann sehen, wie er das "an den Mann" bringt.
Da spielen ja viele Faktoren eine Rolle: Wieviele Teilnehmer, wie gut ist der Wettkampf, welchen Bremswagen brauchen sie, wie schnell ist der Ablauf, ...
Eigentlich Dinge, um die sich die Teams auch Gedanken machen MÜSSEN.

Ich bin ja gerade in den USA und war gerade bei einem Dragrace. Geschätzt über 400 Fahrzeuge.
Da nageln über Stunden alle 40 Sekunden 2 Fahrzeuge die Bahn runter - du kommst kaum zum Luft holen.
Zuschauer übrigens keine 100. Die fahren stumpf für sich selber.

Trotzdem macht der Veranstalter das Rennen, Teams kommen aus dem ganzen Land (mit Transportern, dann verschlägt es dem normalen EU Puller den Atem) und die Gewinner gehen mit 10.000 $ nach Hause.
Wie machen sie das?
Die Teams zahlen Startgeld und wer die erste Runde nicht übersteht, zahlt drauf.

Wieso können sie das?

Jetzt kommt das ABER:
Die Autos sind "billig" (ich sage mal max 1200 PS "aus dem Katalog" - habe mit einem gesprochen, der einen Pro Charger V8 fuhr - 467 Läufe ohne die Ölwanne abzunehmen).
Die machen hier unten in Florida im Winter eine Serie wo man quasi 5 Rennen in einer Woche fahren kann  EINMAL Anfahrt (also auch da Geld gespart).
Rennen im Stream live auf Youtube
Teams haben Sponsoren
Und dann sitzen da welche zwischen, die das machen um Geld zu verdienen (meisten von denen, die keine Ahnung haben und sich was zum Spielen gekauft haben).

In zwei Monaten kommen dann die "großen" Jungs, wo die Tribüne voll ist. Da sitzen dann genau diese (ex-) Hobbyfahrer und deren Schrauber auf der Tribüne und verstehen GENAU was sie da gucken.

Was hat das jetzt mit den Minis zu tun?
Diese Hobbyfahrer sorgen dafür, dass sich die Infrastruktur lohnt. In deren Fall die Strecken.
Im Pulling wäre das dann z.B. der Betrieb eines Bremswagens und richtige Hardcorefans.
Wir haben das im Farm Pulling. Man fasst sich an die Birne, was wir inzwischen an "Hobbysport" in Deutschland haben, die aber nicht mal DTTO fahren. Die zahlen um zu fahren, fahren aber nicht weit.
Die sorgen auf den Bauernveranstaltungen für die Show / Zuschauer - und diese kleinen Veranstaltungen finanzieren in Deutschland einige Bremswagen.
Nebenbei kaufen sie den "top Teams" die gebrauchten Tuningteile ab, besuchen als "Fans vom Fach" DTTO Veranstaltungen und einige kommen auch in die DTTO. Das ist unser Nachwuchs.

Das fehlt bei den Minis und den FKs in Deutschland komplett, bzw. sind auch überhaupt nicht gewollt.
Deswegen verwundert mich die Entwicklung in Deutschland in letzter Zeit überhaupt nicht.
Man erntet halt was man sät.

Offline Lehmkuhl98

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #193 am: 27.11.2022, 13:16:11 »
Ich denke, dass ein gesunder Kompromiss gut tun würde:
Wenn jeder Veranstalter sein Wunsch-Programm vorlegt und alle Klassen gleichmäßig oft gebucht werden - alles schick.
Wird eine der TP-Klassen weniger als 4-mal gebucht (Beispiel!), dann geh auf die Veranstaltungen zu, die mehr als drei TP-Klassen gebucht haben.

Ich habe dieses Jahr in Sonsbeck mit Christian Keisers gesprochen, ob Minis nicht bei denen ein Thema wäre. Er war überhaupt nicht abgeneigt und ich würde mal vorsichtig schätzen, dass Sonsbeck das finanziell stemmen könnte. Warum nicht in den offenen Dialog gehen? Das würde nicht nur den Minis helfen, sondern auch den Pro Stocks!

In 2022 sind vier neue Traktoren in die deutsche Mini Klasse gestoßen. Green Scare baut und mir sind noch weitere Namen bekannt, die für diese Klasse bauen wollen oder wieder einsteigen wollen. Das wirst du aber nicht erreichen, wenn du vier Veranstaltungen hast, wovon dann leider eine noch Rainout war. Vom Thema Streichnote mal ganz zu schweigen. Die Meisterschaft war dieses Jahr trotzdem bis zum letzten Rennen offen. Ich würde mal behaupten, dass es momentan nicht an den Teams liegt..
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Offline Sascha Mecking

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Re: Neuzugang für die Mini - Klasse in Deutschland?
« Antwort #194 am: 28.11.2022, 00:03:18 »
Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Trotzdem würde es gewaltig helfen, wenn es sowas wie eine regionale Miniklasse gäbe. Nachwuchs, Bremswagenbetreiber, heranwachsende Veranstalter, …