Autor Thema: Hunting Star aus DK, wer weiß was? Sternmotoren bei den Minis?  (Gelesen 5379 mal)

Offline Ty-RexTopic starter

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 806
  • Geschlecht: Männlich
  • Ich liebe dieses Forum!
Hallo,


weiß eigentlich Jemand , was mit dem blaue Minipuller  Hunting Star aus DK geworden ist?
Der war echt hübsch anzuschauen und hatte damals gut Leistung. Weiß jemand, was du für ein Motor drauf war, bzw. noch ist?

Ist zwar schon länger her, würde mich trotzdem interessieren.

Da gab es noch einen weiterer Stern-Mini in Dänemark, war gelb/rot lackiert. Auch den habe ich nie wieder gesehen,

Hat jemand eine Theorie, warum Sternmotoren bei den Minis so wenig vertreten sind?

Also bei Diablo sind es familiäre Gründe, und Shooting Star läuft ja immer besser, was mich sehr freut.

Sind das schon alle in Europa existierenden Minis mit Sternmotor?

Danke!


Offline Sascha Mecking

  • Global Moderator
  • *
  • Beiträge: 5625
  • Geschlecht: Männlich
  • Webmaster
Ich glaube, so ziemlich alles, was an Sternen in Dk gelaufen ist, ist bis auf einen beim Shooting Star Team gelandet...

Offline Jens Nieting

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 1658
Der Däne heißt Starwars und John Carlsen arbeitet immer noch daran, das Teil wieder auf die Bahn zu bekommen. Frag mich nur bitte keiner, wann das klappt. Technisch mit dem Shooting Star identisch, auch mit den gleichen Problemen bei der Ölversorgung.... Guckt sich wohl alles in Ruhe bei den Langenbergern ab und baut es dann nach.

Offline Ty-RexTopic starter

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 806
  • Geschlecht: Männlich
  • Ich liebe dieses Forum!
Danke für die Hinweise,

bin kurz danach unter http://www.chez.com/pullinghue/rdstart.html fündig geworden.

Außerdem gab es eine email aus DK dazu.

Starwars Team hat eine schöne, interessante Seite:  www.team-starwars.dk
Kurzgeschichten sind echt lesenswert ;-)

Bitte um eure Meinung:

Warum haben die Teams Probleme mit der Schmierung, bzw. festgelaufene Lager? Wenn mal alles im original Zustand beläßt müßte der Motor doch betriebsfähig sein. Oder liegt es an der Einbauposition?

Wenn man sich die Rahmen usw der Shooting Star Vorgänger und Star Wars ansieht, dann wundert man sich, warum die Langenberger diese Gewichtsprobleme hatten.  Der Rahmen von Shooting Star dürfte nen Bruchteil vom Star wars wiegen.

Gründe?




Offline Sascha Mecking

  • Global Moderator
  • *
  • Beiträge: 5625
  • Geschlecht: Männlich
  • Webmaster
Ich kann mich entsinnen, dass der Stern von Reyers im Originalbetrieb irgendwelche 30 - 40 min vorher im Stand tuckern muss, bevor man Gas geben darf...
Dann kommen Lastwechsel im Tractor Pulling vor, die man im Flieger nicht hat.

Offline Jens Nieting

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 1658
Das Problem bei den Langenbergern (und auch dem Dänen) waren doch aber festgelaufene Lager beim Starten....? Daher verwenden die Südhoffs jetzt doch auch beim Starten eine zweite externe Ölpumpe, die danach abgeklemmt wird. Von daher würde mir nur die Einbaulage als Ursache in den Sinn kommen. Oder irgendetwas wegrationalisiert aus Gewichtsgründen.....

Offline Ty-RexTopic starter

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 806
  • Geschlecht: Männlich
  • Ich liebe dieses Forum!
Danke für eure Denkanstöße.

Stimmt, die Motoren müssen Betriebstemperatur haben. Geht natürlich beim TPfixer, weil der Luftstrom des Propellers nicht kühlt.
Wichtig ist, das der Motor dann gut durchwärmt.

Wichtig ist auch die Nachbereitung, ähnlich wie es beim Dragon Fire ist

Das bei so einem Motor vorher Druck auf die Lager gegeben wird finde ich selbstversändlich.

Ich habe die letzten Tage einige Fotos von Sternmotoren gesehen. Die Einbaulage ist sicher entscheidend, manche Motoren werden  ja auch mit vertikaler Kurbelwelle eingebaut.

Das beim TP mehr Stöße entstehen ist sicher sehr entscheidend, scheint den Turbinen z.B. aber nicht sonderlich zu schaden.


Offline Sascha Mecking

  • Global Moderator
  • *
  • Beiträge: 5625
  • Geschlecht: Männlich
  • Webmaster
Wenn du mal eine Dataloggeraufzeichnung siehst, wie die Drehzahlen schwanken - das ist schon krass. Das geht direkt von Freilauf auf Vollast.. da geht schon ganz schön was auf die Kurbelwelle und die Lager. Auf Asphalt oder Luft sieht das schon anders aus...

Offline diesel

  • Puller
  • ***
  • Beiträge: 51
das ölproblem ist dass 10 bar ausreichen aber dass öl muss auch die lager wieder verlassen können (zum kühlen)druck ohne ende aber keine menge ;)

Offline Ty-RexTopic starter

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 806
  • Geschlecht: Männlich
  • Ich liebe dieses Forum!
Hi,


bin für jede Meinung dankbar.

- klar springen die Drehzahlen und die resultierenden Lagerkärfte durch Beschleunigung sind enorm, doch viele kann man dagegen sicher nicht machen, oder?
Wahrscheinlich ist das beim Sternmotor besonders problematisch, weil ej a nur 2, bzw 3 Hauptlager hat.

Schwungmasser erhöhrt die Lagerkäfte, schluckt aber Schläge vom Antriebstrang. Elastische Antriebselemente könnten was bringen.


- diesel, interessanter Aspekt. Wie kommst du auf 10 bar?  Ist soviel  normal? Verstehe was du meinst, aber das Problem müßte im Originalbetrieb genauso auftreten. Und die Flugmotoren sollten ja als zuverlässig gelten.

Oder was meinst Du genau?

Offline pace setter

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 2016
Re: Hunting Star aus DK, wer weiß was? Sternmotoren bei den Minis?
« Antwort #10 am: 31.05.2008, 20:11:56 »
Hallo,

10 bar Öldruck? Glaube ich nicht. Das Öl kann man den Lagern fast drucklos zuführen. Der eigentliche Öldruck entsteht in den Lagern selbst sobald sie drehen. Der Ölfilm wirkt dann wie ein Keil, den man zwischen die Lagerflächen treibt. Die Sternmotoren haben das Problem das bei längerer Standzeit das nicht zurückgepumpte Öl in die unteren Zylinder und von da aus in die Verbrennungsräume läuft. Wird das Öl vor dem Starten nicht abgelassen kann es dazu kommen das man sich beim Starten die Nebenpleuel dieser Zylinder krumm haut, weil sich Flüssigkeit nun mal nicht verdichten läßt. Ein verbogenes Pleuel hat zur Folge das das Kurbelwellenlager beim Motorlauf nicht mehr gleichmässig belastet wird, es verkantet, das Öl im Kurbelwellenlager wird zu einer Seite rausgedrückt und es entsteht Mangelschmierung, besser Lagerfresser.

Die Amis haben quasie vor jedem Start die Zündkerzen aus den nach unten ragenden Zylindern geschraubt, damit das angesammelte Öl ablaufen konnte. Die Russen waren da etwas pfiffiger und haben Ölablaßhähne an die unteren Zylinder geschraubt die mit einer Handbewegung geöffnet und geschlossen werden konnten.

Das Öl selbst muß beim Sternmotor vorgepumpt werden. Dazu wird zum Beispiel eine Handvorpumpkurbel auf einen Stutzen an der Ölpumpe gesteckt. Dann dreht man beispielsweise 200 Umdrehungen. Erst danach kann der Motor gestartet werden.

Zur Zuverlässigkeit kann ich sagen, dass die großen Passagierflugzeuge die über den Antlantik geflogen sind öfters mal mit nur noch drei laufenden Motoren gelandet sind. Das war nichts Außergewöhnliches.

Apropops Flugzeuge: War schon mal jemand auf einer Flugshow? Ich war da mal vor etwa 10 Jahren bei uns in Kassel. Da war ein Flugzeug aus dem ersten Weltkrieg mit Umlaufsternmotor. Bei diesem war die Kurbelwelle fest, der Propeller war an den Zylindern festgeschraubt und Zylinder und Propeller rotierten um die stehende Kurbelwelle! Lief richtig gut der Motor! Dann haben sich unter anderem noch eine Spitfire und eine Me 109 "bekriegt". Beide hintereinander im Sturzflug Richtung Boden und kurz vorher Maschinen hochgezogen, bei der Geschwindigkeit sieht Schumi mit seinem Rennwagen ziemlich alt aus :o Zum Schluß hat dann nochmal ein B- 25 Bomber (2 Sternmotoren)  eine Platzrunde gedreht und ist dann in geringer Höhe über die Zuschauer drüber geflogen. Unheimlich! Der Sound aus zwei Sternmotoren, haut echt rein....

Gruß  Gordon


Offline Ty-RexTopic starter

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 806
  • Geschlecht: Männlich
  • Ich liebe dieses Forum!
Re: Hunting Star aus DK, wer weiß was? Sternmotoren bei den Minis?
« Antwort #11 am: 31.05.2008, 20:36:56 »
Danke Gordon für die Ausführungen.

Gut erklärt mit dem Ölproblem.

Das meinte ich unter anderen mit den Nachbereitungen am Dragon Fire.. Das du Öl reinfließ liegt auf der Hand und was die Folge ist eigentlich auch. Denke auch das daher manche ein Lagerschaden herrührt.

Da wo andere Motor die Ölwanne haben ist bei Stern ja ein, bzw 2 Zylinder. Das bedeutet doch aber auch, das die Kolben dieses Zylinder mit jedem Hob eine gewisse Menge Öl mit der Kolbenunterseite zurück in das Kurbelgehäuse geschleudert wird, oder?

Warum kennst Du Dich mit den Motoren so gut aus?

Zuverlässigkeit... der von mir gewählte Sternmotoren gehört mal zu den Zuverlässigsten überhaupt.
Mein Ziel ist es, den zunächst möglchst original zu betreiben und dann zu schauen was noch geht.


Flugshow würdde ich gerne mal sehen... leider wird der Originalsound im TP oft verfälscht.
Aber ich habe meinen Motor schon laufen hören.. geiler Sound! ;-)


Danke für deine Worte!

Gruß
Raphael

Offline Jens Nieting

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 1658
Re: Schutz Radiallader bei Sternmotoren??
« Antwort #12 am: 08.05.2009, 12:36:26 »
Gehen vielleicht die originalen Gehäuse, die ja alles andere als dünn sind, schon als "Schutz" durch?
Gesehen habe ich auch nichts anderes, außer dem Schutz über den Turbo Compounds, solange sie noch im Einsatz waren (fährt die überhaupt noch einer?)

Offline pace setter

  • Bewohner
  • *****
  • Beiträge: 2016
Re: Hunting Star aus DK, wer weiß was? Sternmotoren bei den Minis?
« Antwort #13 am: 11.05.2009, 19:39:46 »
Hallo Raphael,

Wollte eben mal ein Bild hochladen von meinem Conti mit Radiallader, aber die Dateigröße war zu groß. Ich werd´s Dir mal per e-mail schicken.

Aber so ganz verstehe ich Dein Problem ehrlich gesagt nicht. Beim Sternmotor läuft der Radiallader doch mit Kurbelwellendrehzahl. Was soll da auseinanderfliegen? Bei meinem Conti drehen die mit 21.000 Touren, solange der Motor mit Standardrehzahl von 2800 1/min betrieben wird.  Da sieht die Sache schon anders aus...

Gruß  Gordon