Autor Thema: Lubersac-Bericht Teil 1  (Gelesen 2173 mal)

arne325

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Lubersac-Bericht Teil 1
« am: 07.09.2006, 10:46:54 »
07.09.2006, Donnerstag morgen, der erste Kaffe ist im Gesicht. Noch ein bischen Zeit bis zur „Spätschicht“, die Gelegenheit mal die Erlebnisse des EM-Wochenendes aufzuschreiben. Viel über Tractor-Pulling wird sich wohl nicht finden, wohl aber über das Drumherum.

Planung
Das die EM dieses Jahr in Frankreich sein würde und das natürlich der Wunsch besteht dabei zu sein ist ja nun schon lange klar. Aber wie das bei solchen Projekten eben ist ergeben sich ständig Änderungen, unvorhergesehene Ereignisse, etc. Schnell war klar, wenn ich jemanden finde der mitkommt werden wir Selbstfahrer, alleine würde ich bei den Dithmarschern mitfahren. Helge, mein Bruder, musste leider Absagen, aber Stefan war dabei.
Für eben solche Touren hatte ich in diesem Jahr gerade einen alten Mercedes 200D (W123, 60 PS, Automatik, grün, Bj. 83) erstanden, das sollte seine Bewährungsprobe werden. Wir waren damit zwar schon in Herning zum Eurocup, aber jetzt stand uns auch noch ein Wohnwägelchen ('79) zur Verfügung, musste nur noch eben frischer TÜV dran. 3 Dekra-Prüfer um das Teil versammelt, in der Halle war es nebelig und roch nach alten Pommes (komisch...). Man wünchte mir viel Spaß und ich sollte vorsichtig fahren. Die Generalprobe mit diesem Gepann habe ich dann am Wochenende vor der EM beim Tonder Festival (http://www.tf.dk) in Dänemark gemacht – keine Probleme.
Folgender Ablauf zeichnete sich ab: Die Dithmarscher würden am Mittwoch ins Rheinland fahren, dort übernachten und mit den beiden Rheinländern ;) im Konvoi am Donnerstag nach Luberac fahren. Wir wollten die Tour komplett am Donnerstag schaffen, erstens um dann im nachhinein damit angeben zu können und zweitens weil Stefan für die EM so schon extra früher aus seinem Urlaub zurückkommt.

Dienstag/Mittwoch
Einkaufen, Einkaufen,... Metro, Getränkemarkt, etc., was man halt so braucht. Vieles schon mal im Daimler verstaut. Außerdem Wohnwagen unter der Dreckschicht suchen, also Waschen. Der stand schließlich ca. 1 Jahr draußen halb unter einem Baum, hatte ja nun schon ein Festival über sich ergehen lassen und außer etwas Regen noch kein Wasser gesehen.
Irgendwann wiederwillig den Wecker gestellt und versucht etwas Schlaf zu kriegen...

Donnerstag
02:00   Naja, wie man sich halt so fühlt, wenn um diese Zeit irgendwas fiept.
02:45   Stefan ist tatsächlich da, bei diesem Punkt hatte ich ja ernsthafte Bedenken.
03:15   Abfahrt aus Hamburg

So gingen die ersten Stunden dahin, mit diesen praktischen Navis braucht man ja auch kaum noch denken beim Fahren – selbst wenn es ausgefallen währe hätten wir noch Ersatz dabei gehabt. Da vorne brummte und nagelte unaufhöhrlich die gute alte Mercedes Diesel Technik vor sich hin. Hier mal einen LKW überholen, an der nächsten Steigung mal wieder von einem anderen kassiert werden. Manche winken, manche hupen, ich fasse das immer als freundlichen Gruß auf. Hin und wieder auch mal Tanken. Leider recht teuer, PÖL ist ja im Angebot des internationalen Tankstellennetzes leider nicht sehr verbreitet. Der Verbrauch bewegt sich im großen und ganzen im erwarteten Rahmen (mit den Faktoren Alt, Vollgas, Automatik, Anhänger). http://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/151838.html
Zwischendurch ab und zu SMS und Anrufe von dem Dithmarschen-Rheinland-Konvoi mit aktuellem Standort usw. Irgendwann müssten die ca. ein halbes Belgien Vorspung gehabt haben, der hat sich dann mit der Zeit etwas vergrößert.
Interessantester und spannenster Streckenabschnitt war wie erwartet Paris. Trotz Abraten eines ortskundigen Arbeitskollegen und eigenen Bedenken sind wir einfach dem Navi gefolgt und „quer durch“. Zeitlich lagen wir inzwischen bei 15:00, also langsam Beginn der Rush Hour. Das hat sich schon ziemlich irre angefühlt mit diesem Gespann.
Nach Paris liefen die Stunden dann wieder in der gewohnten Geschwindigkeit dahin. Irgendwann kommen dann die ersten Limoges-Schilder in Sicht, Der Endspurt.
Dann ein Anruf von den Vorausfahrenden:“Ihr könnt den weißen Schildern zum Tracorpulling folgen, die stimmen. Wir stehen ganz oben auf dem Campingplatz, ihr müsstet uns finden.“ Uns war nicht ganz klar, was wir nun mit diesen Informationen anfagen sollten, bis wir nach der Autobahnabfahrt die ersten gefühlten 43 Tractorpulling-Schilder passiert hatten und kein Ende in Sicht war. Hier musste der Benz noch mal alles geben. Dann, Campingplatz, wir hatten ja mit vielem gerechnet. Aber das die da nun alleine standen..aber ganz oben stimmte. Kleine Ehrenrunde und der endgültige Standort war schnell eingenommen. Auch dank Hermann, der einen hervorragenden Platzwart abgegeben hat. 21:00, 1350 km, fast 18 Stunden. Die Hinfahrt hätte nicht besser laufen können, sämtliches Tageslicht genutzt, nicht das kleinste Problem an Auto oder Anhänger, nicht verfahren, einfach alles bestens. Das konnte nur noch ein großartiges TP-Wochenende werden.
Begrüßung, Im Catering-Zelt der Dithmarscher schnell noch 2 Dosen Ravioli über die Gasflamme gehalten, die erste Flasche Rotwein (wenn schon Frankreich,...) plattgemacht und irgendwann nach ein Paar lustigen Stunden ab in den Wohnwagen.

Fortsetzung folgt...
« Letzte Änderung: 07.09.2006, 22:34:43 von arne325 »

Offline Matthes427

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Re: Luberac-Bericht Teil 1
« Antwort #1 am: 07.09.2006, 14:22:42 »
Diese Autos ( W115 / W123 ) beweisen immer wieder, daß sie im Prinzip unzerstörbar sind. Sowas gibt´s heute gar nicht mehr.
Beim Sprint an der Ampel mit Automatik und Hänger hat man aber gegen einen Radfahrer unter 80 Jahren kaum eine Chance, oder ? ;D

Gruß
Matthias

Offline Matthes427

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Re: Luberac-Bericht Teil 1
« Antwort #2 am: 07.09.2006, 14:49:28 »
Vor dem nächsten Ausflug sprichst Du vielleicht mal mit
Anders Envall aus Göteborg. ( Anlage )
Die Fahrleistungen sind bei Ihm auch mit Hänger durchaus befriedigend
dank Twin Turbo V8 mit 1000 PS ( Chevrolet Impala )
Allerdings würden die Fahrten dann geringfügig teurer.
 ;D


arne325

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Re: Luberac-Bericht Teil 1
« Antwort #3 am: 07.09.2006, 20:59:46 »
Beim Sprint an der Ampel mit Automatik und Hänger hat man aber gegen einen Radfahrer unter 80 Jahren kaum eine Chance, oder ? ;D

"Sprint" und "Mercedes 200D Automatik" passen irgendwie nicht so recht zusammen. Fahrt aufnehmen passt hier schon besser. 8)

Offline Hermann

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Re: Lubersac-Bericht Teil 1
« Antwort #4 am: 07.09.2006, 23:19:53 »
Den Bericht kann man nur bestätigen .
Die gesamte Veranstaltung war rundum gelungen .
Nur die Entsorgung der Toiletten-Reste ist gewöhnungsbedürftig .
Tiefes Loch graben (3m) ,Toilettencontainer drüberstellen und fertig .
Zum Abschluss wieder dichtschieben !


Gruß
Hermann

Offline Matthes427

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Re: Lubersac-Bericht Teil 1
« Antwort #5 am: 08.09.2006, 15:26:36 »
 ;D