Autor Thema: Rätselhaftes Syndrom bei Wallach - Fieber, Ausschlag, Appetitveelust...  (Gelesen 11829 mal)

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Offline Karotte

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Dabei wär es ja doch recht logisch, dass der Ausschlag als Symptom durch das AB unterdrückt wird, die Ursache (=viral) aber nicht.
Seufz.
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Offline charona

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Oh jee, die arme Besitzerin!

Nee, die Symptome passen gar nicht zum Roos! Beim Roos sind es ja nur fieberschübe, die sie aus heiterem Himmel ereilen. Besserung tritt mit und auch ohne AB auf, sobald sie Entzündunghemmer bekommt, zumeist für 1-2 Tage.  Einschuss/oedeme hat sie, zum Glück, in diesem Jahr nicht gehabt.

Gute Besserung dem Patienten!

Offline MettieTopic starter

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Gibt Neuigkeiten...

Der Wallach war zwischenzeitlich daheim (seit etwa Mitte Dezember) und hat noch über Wochen Antibiotika bekommen, die Besitzerin musste zweimal täglich bei Eiseskälte die Beine, den Unterbauch und die Schlauchtasche mit einer Lösung waschen (war ja alles voller fetter, nässender Krusten, die Hinterbeine waren in der ganzen Haut völlig verdickt und fest), außerdem bekam der Wallach Cortison.
Anfang Januar war sie zur Kontrolle in der Klinik, die Schrunden waren fast völlig abgeheilt, nur an einigen Stellen fühlte es sich unter dem Fell knubbelig an. Aber eventuell sind das auch schon Vernarbungen...
Dann sollte sie das Antibiotikum absetzen und das Cortison etwas herunterfahren. Eine Woche nach dem Absetzen der ABs war der nächste Kontrolltermin.

Leider waren beim nächsten Kontrolltermin vor etwa 10 Tagen wieder diese Quaddeln an der Schlauchtasche zu sehen. Bei einer Probe stellte sich heraus, dass da auch wieder die Bakterien drin sitzen. Die von der Klinik haben dann vermutet, dass die Bakterien vielleicht nur von außen in die Pusteln gekommen sind (also sekundär)... jaaa klar  :P

Trotz erster wieder auftauchender Pusteln blieben die ABs abgesetzt und der Wallach kam wieder mit nach Hause, Besitzerin gab weiterhin nur Cortison.
Seitdem ist das mit den Quaddeln wieder zusehends schlechter geworden, und die Besitzerin ist heute in die Klinik gefahren.

Es sieht sehr schlecht aus. Die Klinik tippt auf Autoimmunerkrankung und dass der Wallach - wenn überhaupt - nur mit dauerhafter Cortison-Gabe leben kann (was ich jetzt nicht ganz verstehe, denn er bekommt ja derzeit noch Cortison und die Quaddeln sind trotzdem aufgetaucht). Sie haben gefragt, ob sie es aufgeben sollen oder noch ein letztes Mal versuchen, die Besitzerin entschied sich für einen letzten Versuch, der Wallach ist in der Klinik geblieben.

Ich halte nix von dieser Klinik. Die haben so viel aus meiner Sicht unsinniges Zeug gemacht - zB beim ersten Klinikbesuch nur für weniger als 10 Tage ABs zu geben, außerdem haben die immer ewig gebraucht um Blutwerte und Hautstanzen auszuwerten, da hab ich von meinem Haus-TA schneller die Ergebnisse  >:( und jetzt auch noch das Versäumnis, nach ersten Anzeichen für die Quaddeln nicht sofort wieder AB Therapie zu starten (mein erster Gedanke war, das kommt zurück, weil seit einer Woche die ABs abgesetzt sind)... und auf die Vermutungen aus dem Forum, die ich damals der Besitzerin weitergeleitet habe, und die sie bei Ankunft in der Klinik erwähnt hat, ist auch nie jemand eingegangen.

Ich habe der Besitzerin mehrfach empfohlen, eine Zweitmeinung einzuholen, sie sagt immer, sie wüsste nicht, wohin, denn es gäbe keine Kliniken die auf Dermatologie spezialisiert sind. Wäre es mein Pferd, ich hätte IRGENDWO in einer rennomierten Klinik angerufen und den Fall geschildert, selbst wenn die auch keine Idee gehabt hätten, vielleicht hätten sie aber eine Idee, wer sich noch damit auskennen könnte.

Ich bezweifle, dass eine weitere AB-Kur etwas bringt, wenn es weiterhin die gleichen ABs sind. die wurden jetzt schon zweimal abgesetzt, einmal nach 6 Tagen, einmal nach fast 4 Wochen, und beide Male ging es kurz danach von vorne los. Ergo, unterdrücken die ABs die Erreger nur aber töten sie nicht ab...
Hat jetzt halt keine Signatur mehr um Schleichwerbung für THM Strahlbalsam zu machen.

Offline tara

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unbedingt 2. Meinung einholen. (Dr. Google Fragen)
ist Giessen nicht in eurer Nähe? die haben doch eine Vet-Fakultät, oder?
sind die Erreger eigentlich mal bestimmt worden? Und daraus ein Antibiogramm erstellt? Wenn man konventionell nicht weiter kommt, muß man es mal alternativ versuchen. Autovaccine z. B.
aber ich bin ja kein Mediziner...
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Offline Olli

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ist zwar aus HH
http://www.heilpraxis-pferd-hund.de/Pferdepraxis.html

die dame hilft grade einem austherapiertem quater bei uns
imunsystm hinüber und den bauen sie nun wieder auf.
sowas in der art??
Wir dürfen das Pferd nicht vermenschlichen,
wir müssen uns verpferdlichen.“

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tara, ich sag jetzt nix zu giessen *hust*  ::)

alternativer ansatz mit einer super HP war ja eigentlich angedacht, termin stand schon, aber dann wurde es so schlimm dass sie in die klinik sind. weiß nicht genau was das weitere vorgehen ist, aber heute abend wollte ich mal mit ihr sprechen.
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Offline Kraehe

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mettie,
also giessen wäre da jetzt auch nicht meine erste wahl, öhm, hust.
zur not kommt zu euch bestimmt auch sabine kasitz, die ist tä und homöopathie. hatte ich früher und finde sie echt super, denn sie kennt die grenzen der homöopathie und sagt ganz klar wann man auch mal die keule auspacken muß. sie sitzt in offenbach  ;)
macht übrigens auch bioresonanz.
armes hottie ich drücke die daumen  :-[
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Mit der Kasitz war der Termin ausgemacht  aber jetzt steht der arme Bub ja wieder in der Klinik...  :-\
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Habe mit der Besitzerin gerade noch einmal geschrieben. Die Klinik hat jetzt eine Diagnose, die leider sehr sehr passend erscheint: pemphigus foliaceus

http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=3471 Da nach Absetzen des Cortison die Hautveränderungen sofort wiederkommen, wäre wohl nur eine Dauergabe eine Möglichkeit. Die Klinik hat aber durchscheinen lassen, dass das nicht unbedingt eine Option ist und fraglich bleibt, wie lange man so hochdosiert Cortison geben kann... Sie haben der Besitzerin jetzt schon die Option angeboten das Pferd einzuschläfern.
http://www.immun-pfer.de/blog/?cat=1 Der 2. Patientenbericht macht Hoffnung, dass es doch noch was wird.
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Offline tara

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Offline peppels24

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Hallo,

ich würde auch auf jeden Fall 2. Meinung einholen! Fr. Dr. Kasitz kann ich da auch nur empfehlen, vor allem ist sie eben auch Tierärztin also nicht "nur" Heilpraktikerin. (Das soll keine Abwertung von HPs sein!)

Drück euch die Daumen

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Hallo peppels,

danke dir auch nochmal.

Heute haben sie ihn eingeschläfert  :'(

Ich kann die Besitzerin verstehen. Sicher hätte man noch was probieren können. Aber der war jetzt seit September in tierärztlicher Behandlung, ständig in der Klinik und unter Antibiotika. Diese Diagnose, die sie jetzt hatten, passt perfekt (bei allen anderen möglichen Diagnosen waren noch andere Symptome beschrieben die überhaupt nicht gepasst haben). Eine Heilungsaussicht gab es nicht, nur die Möglichkeit, dass er unter Dauergabe von Cortison irgendwie leben kann.
Aber nachdem sich sein Zustand in der Klinik noch einmal verschlechtert hatte obwohl sie die Dosis wieder hoch gesetzt haben, war dann auch glaub ich Schluss. Irgendwann will man einfach nicht mehr, nicht noch einmal hoffen und nicht noch einmal verlieren.

Der arme Bub wurde nur sechs Jahre alt. Vielleicht stößt irgendwann nochmal jemand auf dieses Thema, der ein Pferd mit solchen Symptomen hat. Dem würde ich empfehlen, direkt in dieser Immun-Klinik anzurufen, vielleicht haben die ja echt eine Therapie gefunden.
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Offline Binesdiva

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Eine sicherlich schwere, aber dennoch gute Entscheidung im Sinne des Tieres.
Reitet ein Cowboy zum Friseur.
Kommt wieder raus:
Pony weg...

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Das denke ich auch. Der hatte furchtbare Schmerzen auf der gesamten Haut. Trotzdem hat er immer tapfer ruhig gehalten beim Waschen der Krusten, hat nur in seiner Verzweiflung das Bein immer weiter weg gezogen bis er fast umgefallen wäre, aber hat niemals auch nur angedeutet, einen Menschen zu treten. So ein liebenswürdiger, tapferer Bub. Der hat es nicht verdient, noch länger zu leiden.
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Offline tara

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Armer Kerl.  :'(
Schön daß er nicht mehr leiden muß.
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