Autor Thema: Erfahrung mit Blasensteinen?  (Gelesen 25797 mal)

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Offline FridaTopic starter

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Erfahrung mit Blasensteinen?
« am: 23.03.07, 10:20 »
Hallo!
Habe die Tage festgestellt, dass mein Wallach beim pinkeln manchmal kleine Blutströpfchen verliert. Habe Urinprobe abgenommen und festgestellt, dass Oxalatablagerungen im Urin vorhanden sind.
Der Tierarzt hat mir etwas mitgegeben, was das saufen und pinkeln anregen sollen. Außerdem hat er Zugang zum Salzleckstein. Wir hoffen, dass schon eventuell vorhandene Steinchen mit dem Urin rausgespült werden und wir so eine Blasenspülung vermeiden können.

Habe zu diesem Thema mal gegoogelt aber nicht viel brauchbares gefunden. Hätte jemand von euch mal ein paar Tips und Erfahrungsberichte für mich?


Offline lola²

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #1 am: 23.03.07, 10:28 »
Ich kenne es so, dass größere Harnsteine mit Stoßwellen zertrümmert werden und dann ausgespült werden.

Dann gibt es noch alkalisierende Medikamente, die die Harnsteine auflösen (Urolitholyse oder so ähnlich)

Offline Jada

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #2 am: 30.03.07, 02:10 »
Hallo,

habe einen Wallach der Calcium-Oxalat-Griess in der Blase hatte. Hatte in der TA-Box dazu eine Box aufgemacht. Ist mittlerweile auf der 3. Seite. War im Sommer letztes Jahr. Ich hatte damals ein Kräuter-Ergänzungsfutter von der Klinik mitbekommen, dass die Nierenfunktion unterstützt und somit den Griess rausspült. Zeitgleich musste ich wegen einer Blasentzündung noch Antibiotika geben.

Bin auch ständig auf der Suche für Ursachen etc. Werde meine "Stichwortsammlung" morgen mal raussuchen und meine "neueren Erkenntnisse" berichten.
Wie hast Du denn das mit den Oxalatablagerungen festgestellt? Hast Du das selber gemacht? Mit Teststreifen?

Liebe Grüße Jada

Offline FridaTopic starter

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #3 am: 30.03.07, 07:06 »
Der Tierarzt hatte mich beauftragt, eine Urinprobe zu bringen. Nachdem das Pipi im Becher war, hat man schon sehr schnell gesehen, dass sich das Zeugs absetzt. Eine weitere Untersuchung wurde bisher allerdings noch nicht vorgenommen. Ich bin mit einem Fläschchen Phytorenal entlassen worden.
Seither habe ich schon festgestellt, dass er deutlich mehr säuft und Blut habe ich auch keins mehr an den Beinen gesehen. Ich will die nächsten Tage nochmal ein bißchen Urin abnehmen, mir anschauen und mit dem Doc besprechen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es alles gewesen sein soll aber er macht insgesamt schon einen munteren Eindruck. Allerdings kommt es ja oft vor, dass man es den Tieren nicht unbedingt ansieht.  :-\
Weißt du noch, wie dieses Futter hieß? Und die Blasenentzündung wurde wie festgestellt? Was macht er jetzt?

Gruß Julia

Offline Marion7

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #4 am: 30.03.07, 09:22 »
Hallo,
mein Wallach wurde letztes Jahr wegen einem Blasenstein operiert.
Festgestellt hatte ich erst dass er beim Reiten den Rücken nicht mehr richtig loslässt und sich häufig verklempt. Bis ich auch mal gesehen habe was er Pinkelt - so oft guckt man das ja nicht an :). Insbesonderst nach dem Reiten richtig trüb mit deutlicher Rötlichfärbung. Durch die Bewegung scheuert der Stein an der Blasenwand - dadurch kommt das Blut und die Trübung. Wenn er nur über die Weide rumschlappte war der Urin klar - weil durch das rumschlappen nicht gerade die Bewegung ist um den Stein scheuern zu lassen.
Per Ultraschall in der Klinik hat man dann den Stein gesehen. War zu groß um den Medikamentös oder so zu behandeln. Also wurde er operiert. Bei einem Wallach ist das ähnlich einer Kolik-OP. Bei Stuten - so hat es man mir erklärt ist es einfach - da kommt man von hinten besser an die Blase dran.
Leider hat der die OP nicht so gut vertragen und eine schwere Hufrehe bekamen wir noch dazu.

Mittlerweile geht es ihm aber wieder gut und kann wieder geritten werden. Die Rückenverspannung sind auch verschwunden, kamen wohl von dem scheuerten Blasenstein. Und ich habe ihn damals einrenken lassen und so (wusste es da noch nicht mit dem Stein) - und das hat (aus heutiger Sicht) logischerweise garnicht geholfen. Später ist man immer klüger...

Mit füttern achte ich dass er kein bzw. nur sehr wenig Mineralfutter bekommt - das hat mir auch der TA sehr empfohlen. Die meistens Fertigfuttermittel sind leider vollgepumpt mit Mineralstoffe :-X.
Mein Wallach hat sehr wahrscheinlich (laut TA) auch die Veranlagung bei zuviel an Calcium, Magnesium (aus dem besteht der Blasenstein hauptsächlich) es so anzulagern. Zudem bekommt er seit her "Ammoniumsulfat" (vom TA verordnet als Dauergabe) um ein nachmaliges Entstehen zu verhindern. Hin und wieder mache ich auch eine Kur mit getrockneten Brennnessel und Birkenblätter. Ich hoffe das kommt nie nie wieder.

Liebe Grüße
Marion

Offline Jada

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #5 am: 30.03.07, 11:45 »
Hallo,

das Zusatzfutter war das Nephrosal:
http://www.navalis-nutraceuticals.de/cms/index.php?id=45&type=2

Er hat damit gepinkelt wie ein Weltmeister, das Futter hatte wirklich eine sehr durchspülende Funktion. Dass der Griess damit raus ist, konnte ich mir gut vorstellen.

Hier habe ich mal den Anfangstext aus meiner Box aus der TA-Box reinkopiert. So begann alles:

Hallo,
vielleicht weiß hier jemand Rat oder hat änliche Erfahrungen gemacht?

Habe einen 13 jährigen QH-Wallach mit Blasenentzündung und Calcium-Oxalat-Grieß in der Blase.

Angefangen, denke ich hat es letzten Herbst. Wir waren gerade 6 wochen in unserem jetzigen Stall, da fiel mir auf, daß mein Wallach immer so eine verdreckte Schlauchtasche hatte. Es kam ungewöhnlich viel Smegma, hat auch komisch gerochen und war rot-braun(mit Blut?) Anders als sonst halt. Er sonderte sonst nie viel Smegma ab. Schlauchtasche wurde auch immer wieder regelmäßig von mir gereinigt.

Habe verschiedene TAs da gehabt: Blut und Urin wurde getestet. Schlauchtasche untersucht etc. Es wurde nichts gefunden. Im Dezember dann komische Kolik mit starken Schmerzen. Pferd hat wie blöd ausgeschlagen gegen alles mögliche, sich apathisch auf den boden geschmissen, dann wieder rumgerannt. Ging 10 min lang so. Ta kam sofort, konnte aber keine richtige Darmkolik festellen, aber Dehydration. Das Wasser war meinem Pferd wahrscheinlich zu kalt gewesen. Er trank auch noch nie gern aus Selbstränken. Wir hatten deshalb auch immer wieder in Zeiten wo er keine Tränken so richtig annahm Mörtelkübel mit Wasser mit hingestellt. Seit der Dehydration machen wir das jetzt immer und haben den ganzen Winter warmes Wasser in den Stall gefahren. (Wir haben nen O-Stall ohne Strom und Wasseranschluß).

Dem Pferd gings dann eigentlich den Winter über ganz gut, auch von seinen anderen "handicaps" her. Hat leider auch Spat und Hufrolle und andere diverse Arthrosen, hierfür ist die Ursache leider auch unbekannt. Habe ihn nie überbelastet oder total falsch gefüttert oder so.

Das mit dem roten Smegma hielt an. Gegen Frühjahr/Sommer kamen Probleme mit Wasserlassen dazu. Er blieb nach dem Pinkeln öfters noch länger in dieser gestreckten Haltung stehen. Die TÄ war laufend da. Wir beschlossen ihn dann in der Klinik untersuchen zu lassen, da man sonst ja noch ewig im dunkeln tappte.

Dort wurde eine Blasenentzündung festgestellt und Calcium-Oxalat-Grieß in der Blase. Pferdi hat Antibiotika bekommen, wovon er leider übel Blähungen, Durchfall und Kotwasser bekam. Haben das Antibiotika dann nur 9 Tage statt 14 geben können. Außerdem bekommt er momentan noch Neprhosal, dann wird nochmal der Urin überprüft. Er pinkelt jetzt meistens gut, ab uns zu kommen noch diese Probleme, daß er danach länger gestreckt stehen bleibt.

Über die Ernährung bei Nierensachen konnte ich noch nicht allzuviel erfahren. Pferd hat Offenstall mit ständigem Weidezugang. Ich reduziere den Weidegang aber im Frühjahr wenn das Gras sehr gehaltvoll ist. Heu steht ständig zur Verfügung. Nephrosal füttere ich in ein bissl eingeweichten Heucobs. Mineralfutter gibts keines gerade, da er das vom Stoffwechsel in normaler Dosierung wohl nicht verträgt. Er lief immer schlechter bei Hafer/MIneralfutter-Fütterung.Habe dann immer ein bissl Müsli sonst gefüttert, da er damit besser klar kam. Hat ihm wohl gereicht. KF gerade nicht,da er momentan nicht gearbeitet werden kann( Beistellpferd lahmt gerade und kann nicht mit und auch nicht allein gelassen werden).

Wir haben wohl selenarmen Boden, da er schon zweimal dieses Jahr Zink-Selenmangel hatte, trotz mineralisiertem Futter damals. Mangel wurde mit speziellem Zink-Selen-Ergänzungsfutter ausgelichen, aber bin mir noch nicht sicher was für ein Mneralfutter weiterhin, daß die Nieren nicht so sehr belastet.
Was das rote Smegma anbelangt, weiß da jemand Rat? Kann wohl auch ernährunsbeding sein. Wir haben sehr viel Ampfer auf den Koppeln, den die Pferde aber eigentlich sehr selten fressen. Kann der Ampfer sich aufs Gras auswirken? Wir sind aber an der Ampferbekämpfung dran.
Pferd schleckt übrigens auch Erde, hatte er aber auch mit Mineralfutter gemacht. Salzleckstein hat er und nimmt er gerne.
Als es sehr heiß war, hat er abartig viel geschwitzt, abends war er ganz weiß vom Salz. Bei der Beistellstute war das Schwitzen dagegen fast gar nicht zu bemerken.

Weiß jemand Rat?

Grüße Jada

Offline Jada

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #6 am: 30.03.07, 12:47 »
So weiter gehts:
Der jetzige Stand:

Das rote Smegma (manchmal mit kleinen Klümpchen) ist immer noch. Muss ca. 2 x pro Woche die Schlauchtasche reinigen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Schlauchtasche dick wird. Ich werde allerdings demnächst wieder in die Klinik fahren und das nochmal untersuchen lassen, da sowas auch auf einen Tumor hindeuten könnte. Im letzten Sommer hatte man aber bei den Untersuchungen nichts gesehen.

Pinkeln tut er ordentlich, trinken sehe ich ihn leider nicht so oft. Wenn ich sehe, dass er irgendwie Probs haben könnte (z.B. dass er nach dem Pinkeln länger in dieser gestreckten Stellung verhaart), mache ich auch ähnlich wie Marion eine kleine Kräuterkur. Das funktioniert so ganz gut. Wenn natürlich wieder schlimmeres ist, muss der TA kommen, klaro.
Ein großer Trinker ist er allerdings nicht. Mache immer wieder diesen Hautfaltentest am Hals, damit ich so ungefähr sehe wie es mit dem Flüssigkeitshaushalt seht.

Damals in der Klinik haben sie Blase/Niere (man kann nur die eine Niere beim Pferd gut per U-Schall erkennen, die andere sitzt glaube ich zu weit weg) mit Ultraschall untersucht und Blut und Urin untersucht. Die Blasenentzündung haben sie über die Urinprobe festgestellt, denke ich.

Nach der Nephrosalgabe hat diese Vielpinkelei noch eine ganz Weile angedauert. Hatte schon den Verdacht auf Polyurie. Das Pinkeln ist aber wieder einigermassen im Rahmen.

Generell zu den Blasen- und Nierensteinen und Ablagerungen:
Es ist wichtig zu wissen um welche Art es sich handelt und auch (hängt ja damit zusammen) welchen ph-Wert der Urin hat.
Sonst kann nicht richtig therapiert werden und vor allem auch die Ursache nicht rausgefunden werden.

Habe mich wegen meinem Pferd eigentlich ausschliesslich auf Ca-Oxalatsteine konzentriert. Die Oxalsäure ist wohl dafür der Hauptgrund.
Habe rausgefunden, dass die vermehrte Aufnahme von Oxalaten aus Pflanzen (z. B. Klee, Ampfer) häufig zu Oxalatsteinen führen kann. Kritisch soll ein niedriges Ca-Oxalat-Verhältnis sein (kleiner als 2:1). Durch Ca-Gaben (empfohlen wird vor allem Ca-citrat) soll das Auftreten von Ca-Oxalatsteinen reduziert werden können.

Das war jetzt mal so ne Kurzform. Würde bei meinem Pferd halt passen. An der Ampferbekämpfung sind wir ja sowieso dran. Klee ist demnächst dran. Auf der einen Koppel haben wir halt beides massig.

Mit Ca-Zufütterung muss ich bei meinem halt aufpassen, dass ich den Stoffwechsel nicht ducheinander bringe. Er reagiert ja schon bei einigen Mineralfuttern in normaler Dosierung recht empfindlcih. Hohe Ca-Gaben sollten eh nur kurweise erfolgen. Vit. B 6 und Magnesium sollen auch gut sein. Aber wie gesagt es kommt auf die Art der Steine an, bei Marions Pferd ist es ja wieder anders.

Julia: Wenn Dein Pferd einen recht munteren Eindruck macht, ist das ja poitiv. Aber man sieht es den Pferden halt wirklich nich immer an. Wenn sie nur reden könnten......

Grüße Jada






Offline FridaTopic starter

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #7 am: 30.03.07, 14:41 »
Vielen Dank für eure Antworten!
Mensch, da habt ihr ja schon ganz schön was mitgemacht. Ich hatte nämlich auch ein bißchen ein ungutes Gefühl so halbwegs uninformiert dazustehen. Vielleicht besteht ja momentan auch wirklich kein Grund zur Sorge aber da aich im November erst meine Stute eingeschläfern lassen musste möchte ich da jetzt nicht am falschen Ende sparen. Da werde ich den Herrn doch nochmal eingehender interviewen. Wenn das mit der Urinprobe nicht so schwierig wäre....

@Marion: welcher Zeitraum ist denn zwischen Diagnose, OP und wieder reitbar vergangen? Ich hoffe ja wirklich das mir das nicht bevorsteht. Aber wie du dich anhörst ist es ja Gott sei Dank gut ausgegangen!

@Jada, deine Gerschichte liest sich aber auch kaum besser. Bei meinem ist mir kein Smegma aufgefallen, allerdings sieht sein Schlauch schon sehr ekelhaft aus. Lauter kleine Hautfetzchen, pfui. Wollte das neulich mal sauber machen, hab mich allerdings sehr schwer getan den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Bin nicht geübt in der Intempflege von  Wallachen... ??? Von wegen Schlauchtasche wird dick: produziert der da so viel Sekret oder wie muss ich mir das vorstellen? Und weshalb ist es nicht gut, dass er viel gepinkelt hat? Zu mir hat der Doc gesagt, es sei gut, wenn er viel pinkelt, weil dann die Ablagerungen eventuell mit raus gespült werden und sich erst gar kein großer Stein bildet? Deshalb sollte es doch eher erfreulich sein?

Fragen über Fragen...!

Viele Grüße Julia

Offline Jada

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #8 am: 31.03.07, 02:21 »
Hallo Julia,

das Waschen der Schlauchtasche klappt nach ein paar mal üben recht schnell. Mache ich mit warmem Wasser, ein paar Spritzer Babybad da rein, nehme Einmalhandschuhe und diese Babytücher aus dem Drogeriemarkt und los gehts. Ich muss aber richtig rein in die Schlauchtasche und habe den Arm dann da drin bis fast zum Ellbogen. Denn seinen Schniedel rückt er beim waschen nicht raus.

Die Schlauchtasche war angeschwollen, da wahrscheinlich entzündet. Entweder durch das viele Smegma oder Stiche von Mücken oder beides zusammen.

Wegen viel pinkeln: Klar sollen die Pferde bei Griess oder Steinen viel Pinkeln, aber wenn die harntreibenden Mittel abgesetzt sind, sollte das irgendwann mal wieder normal werden. Meiner pinkelte aber ewig weiter wie ein Wasserfall, so dass ich mir halt echt Sorgen machte, da er auch nicht so viel trinkt.

Grüßle Jada

Offline Marion7

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #9 am: 31.03.07, 10:02 »

@Marion: welcher Zeitraum ist denn zwischen Diagnose, OP und wieder reitbar vergangen? Ich hoffe ja wirklich das mir das nicht bevorsteht. Aber wie du dich anhörst ist es ja Gott sei Dank gut ausgegangen!

Theoretisch hätte ich nach Anleitung von der Klinik nach 9Wochen wieder vorsichtig angefangen können zu reiten und das dann langsam steigern. Nach 12Wochen hätte er wieder auf die Koppel gekonnte, man wollte damit die Gefahr umgehen dass er vor lauter Freude übermässige Bocksprünge macht - die Bauchnaht sollte erst sicher zu sein. Also quasi 12 Wochen nach der OP - wäre alles vergessen.
Leider war es bei mir nicht so - er hatte die OP (Medikamente oder so) nicht vertragen (Stoffwechselstörung) und bekam eine schwere Hufrehe. Das hatte uns dann 9Monate gekostet - wo er nur im Stall stand. War eine lange schwere Zeit - aber irgendwie haben wir das auch überstanden - mein Wallach ist zwar als schon eine Mimose aber unter dem Strich doch ziemlich zäh. Seit Oktober reite ich ihn wieder und er ist heute wieder topfit.
Der Blasenstein - ich habe ihn von der Klinik damals bekommen hatte einen Durchmesser von ca. 6cm.

Liebe Grüße
Marion



Offline FridaTopic starter

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #10 am: 04.04.07, 07:50 »
So, mittlerweile gibt es Neuigkeiten...
Ende letzter Woche war das Phytorenal aufgebraucht. Und Montag haben wir wieder Blutspritzer an den Beinen entdeckt. Sind dann gestern in die Klinik zum Ultraschall. Einen Stein hat er glücklicherweise noch keinen, es schwomm aber jede Menge Gries umher. Die Nieren sind auch unauffällig. Die Blase wurde gespült, eine Urinprobe zur weiteren Untersuchung abgenommen. Der Tierarzt hatte ziemliche Probleme, den Katheter einzuführen, wahrscheinlich war der Harnleiter durch ein Bröckchen verstopft.
Alles in Allem bin ich froh, dass ich die Blutspritzer so schnell erkannt habe. Gott sei Dank haben Haflinger helle Beine... ;), ich glaube bei schwarzen Beinen fällt das überhaupt nicht auf.

Fütterungstechnisch habe ich allerdings keine Hinweise bekommen. Sie meinten, das hätte keinen so großen Einfluss. Trotzdem werde ich jetzt auf den Ca- Gehalt achten.

Danke nochmal für eure Tipps und viel Erfolg bei euren Krankheitsgeschichten!

Offline Jada

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #11 am: 05.04.07, 15:08 »
Super, dass das geklärt ist bei Deinem und der Griess auch gleich beseitigt werden konnte. Haben die in der Klinik irgendwas zur Ursache gesagt und/oder wegen weiterer Nachbehandlung und/oder Vorsorgemassnahmen?

Grüße und alles Gute für Deinen Hafi!

Offline FridaTopic starter

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #12 am: 10.04.07, 06:59 »
So wie ich das bisher verstanden habe ist ein gewisser Gries- Gehalt nicht ungewöhnlich. Weil aber der Harnleiter teilweise "verstopft" war, konnte er wohl nicht richtig abfließen. Weitere Behandlungen stehen eventuell an, wenn das Ergebnis der Urinprobe da ist. Will da morgen deshalb anrufen.
Jedenfalls sieht der Urin jetzt richtig gut aus. Schön klar und flüssig. Kein Vergleich zu vorher!

Offline Jada

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Re: Erfahrung mit Blasensteinen?
« Antwort #13 am: 12.11.07, 13:05 »
Hallo Fridolin,

wie gehts Deinem Pferd inzwischen? Hoffe das mit den Blasenproblemen hat sich wieder gegeben.

Viele Grüße Jada