Pferdeforum

Das kranke Pferd => Lahmheiten und Beinprobleme aller Art => Thema gestartet von: Christine am 14.11.15, 07:36

Titel: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 14.11.15, 07:36
Grüß Euch,
wir holen heute unser Pferd aus der TK mit einem Befund, den ich hier gerne schildern würde und dann auf Eure Vorschläge hoffe, was wir tun und lassen können um die Behandlung, die nun weiter erfolgt zu unterstützen.
Unser 16-jhrg. Fuchswallach zeigt seit über drei Jahren eine immer wiederkehrende Lahmheit, die anfangs nicht mal einem bestimmten Bein zuzuordnen war und auch immer wieder verschwand. Die Intensität dieser Lahmheit war auch nie die Gleiche. Mal tickte er nur - mal war er im Schritt stocklahm. Mal dauerte es nicht mal einen Tag - mal 1-2 Wochen. Erst ab dem dritten Jahr konnte man sie ganz sicher dem linken Vorderbein zuschreiben und richtig aktiv werden was die Suche angeht.
Nach einer relativ kurzen TA und Klinik Odyssee (seit Mitte August diese Jahres) haben wir nun eine Diagnose.
Er hat eine Zyste innen am/im Ellenbogen.
Keaton hat eine Fifty/Fifty Cance. Das hört sich jetzt vielleicht nicht prickelnd an - aber für mich ist es wirklich eine Chance - gemessen an dem, was vorher war.
Bei dem ersten Besuch des TA, der ihn nun auch weiterbetreut, haben wir das wahrscheinliche "Aus" für ihn bekommen. Wortwörtlich sagte er: "Ich weiß nicht, ob ich dieses Pferd noch repariert kriege." Dann könnt ihr euch nun sicher vorstellen wie er unterwegs war. So schlimm sah das allerdings in der Vergangenheit nie aus, wie in den Tagen vor seinem ersten Besuch und eben an diesem Tag.
Das sagte er auch deshalb, da es ja einen "chronizitiven" Verlauf gab (über drei Jahre), während dem es auch immer häufiger und auch intensiver wurde.
Dr. Adolphsen hat ihn nun in seiner Klinik untersucht (der war auch bei uns im Stall) und mir mitgeteilt, dass Keaton eine Zyste innen im oder am Ellenbogen hat.
So genau kann ich das leider nicht mehr sagen, da ich bei dem Gespräch - gelinde gesagt - etwas durch den Wind war.  :-[
Ziemlich groß und leider innen. Leider innen deshalb, weil es außen überhaupt kein Ding gewesen wäre. Deswegen auch "nur" die Fifty/Fifty Chance.
Außen hätte er sie "angebohrt" (was immer das auch ist) und gut wäre es gewesen. Innen geht das nicht. Er hat ihn nun gespritzt, er darf erst mal nur Schritt gehen, kriegt ein von der Klinik mitgegebenes Zusatzfutter und wahrscheinlich kein Paddock - da er da nur rumtobt.
In zwei bis drei Wochen kommt Dr. Adolphsen zu uns und guckt sich das wieder an. Wenn die Spritze anschlägt - also die Zyste kleiner wird - dann machen wir so weiter. Das wären dann die guten 50%.
Schlägt das Mittel nicht an und bleibt die Zyste so wie sie ist müssen wir gucken wie er damit weiter läuft.
Wächst sie aber sogar noch und er wird dauerhaft schrittlahm, was er in der Vergangenheit ja nie war (er ist zwischen den Lahmheiten immer wieder wochenlang ohne Probleme in allen Gangarten gelaufen) muss er doch eingeschläfert werden.
Als ich das erfahren hatte war ich nach einer Stunde wieder Mensch. Solange hat es gedauert, bis der graue Vorhang, der vor meiner Seele war, sich wieder gehoben hatte. Ich habe nicht viel fragen können, weil ich während des Gesprächs total neben der Spur war. Habe nur das Wesentliche wiederholt und mir bestätigen lassen um wenigstens das zu behalten und wiedergeben zu können. Aber es kommt ein Arztbericht mit und den lese ich mir erst durch - vielleicht beantwortet der schon die ein oder andere Frage. Ausserdem werde ich alles, was ich fragen will notieren und ihn in zwei oder drei Wochen, wenn er sowieso kommt fragen. Auch da kann mir der Austausch mit euch helfen. Ihr habt vielleicht noch viele andere Ideen was wichtig ist zu fragen. Dinge an die ich auch in den 14 Tagen nicht denke.
Habe natürlich „Zyste,Pferd,Ellenbogen“ gegoogelt und überall gelesen, dass es sich um so eine Art „Loch“ im Knochen handelt. Das ist jetzt natürlich sehr vereinfacht ausgedrückt.
Das wird dann „aufgefüllt“ – in einer OP.
Da muss es aber noch eine andere Form von Zysten geben. Die, an die ich auch denke, wenn ich Zyste höre: mit Flüssigkeit gefüllte. So eine hatte/habe ich an der Niere. Aber über eine solche (gefüllte) Zystenart in Verbindung mit  Knochen gibt es keine Hinweise im Internet. Weder in Foren, noch in anderen Quellen. Dort geht es in Verbindung mit Knochen immer um diese "Dellen" oder "Löcher", die eben aufgefüllt werden. Es gibt wohl auch die "gefüllten" "weichen" Zysten - aber die befinden sich nie an den Knochen.
Ich schreibe das auch deshalb, weil der TA definitiv von „anbohren“ und „anstechen“ gesprochen hat und das passt nicht auf eine Zyste, die eine Vertiefung/Loch im Knochen darstellt.
Vielleicht gibt es hier ja Menschen. die mich in dieser Sache schon mal aufklären können. Das wäre auch deshalb wichtig, da es ein "homöopathisches Messer" gibt, das man in diesem Fall unterstützend geben kann. Wir haben eine sehr gute Apotheke, was Homöopathie angeht. Die beraten da richtig gut und kompetent. Aber ich kann ihm natürlich nichts geben - und schon gar kein "Messer", wenn das nicht geöffnet werden kann oder soll, weil es gar keine "Blase" ist.
Außerdem gibt es ja vielleicht noch andere Dinge, die machbar sind - sollte die Spritze eben nicht anschlagen. Das hoffe ich natürlich nicht, dass das eintritt. Denn eine andere Option scheint der TA nicht zu haben. Ich würde mich einfach gerne im Vorfeld mit den Möglichkeiten beschäftigen, die ich dann habe.
Vielen Dank für Euer Interesse
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 17.11.15, 07:29
Hallo,
konnte in der Zwischenzeit einiges in eigener Recherche abklären.
Keaton hat eine Knochenzyste, die eigentlich ausgeschabt wird (Küretage) und dann aufgefüllt.
Das Ausschaben und Auffüllen wird auch als Anbohren bezeichnet. Das war es, was mich irritiert hat.
Bei ihm geht das nicht, da die Zyste im Gelenk sitzt - und da kommt man nicht ran. Also wird konservativ behandelt - mit leider schlechteren Erfolgschancen.
Dazu kommt noch sein  Alter von 16 Jahren. Bei jüngeren Pferden, bei denen noch alles im Aufbau ist, sind beide Methoden erfolgversprechender als bei Älteren.
Umso wichtiger wäre für mich jetzt einen guten THP, der jetzt schon unterstützend tätig werden kann, an meiner Seite zu haben.
Für den Fall, dass die schulmedizinische Behandlung gar nicht greift wäre das noch eine weitere Chance für Keaton. Weil er dann faktisch austherapiert wäre.
Wir könnten dann nur warten bis er dauerhaft schrittlahm ist und dann bleibt uns nur das einschläfern.
Bitte helft mir mit Kontakten zu guten, fähigen, bewährten THP. Möglichst solchen, die in Bayern tätig sind bzw. auch Bayern anfahren.
Abwartende und hoffende Grüße
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 05.12.15, 14:22
Hallo alle miteinander,

am Donnerstag Abend war der TA da.
Keaton läuft erstaunlich gut – so sein Fazit. Damit hatte er nach der Ausgangsdiagnose nicht gerechnet - das hat man ihm angesehen.
Aber das war ja schon immer so – von Ticken über ein bisschen lahm bis hin zu stocklahm. Für einen Tag und am nächsten war es wieder gut.
In diesem letzten Fall war es schlimmer und es hat länger gedauert als sonst – war aber gut so, denn es hat die Suche und das Finden der Ursache erleichtert.
Auch im Trab war er auf beiden Händen sauber.
Es besteht in Keatons Fall auch keine Gefahr, dass der Knochen in sich zusammenbricht – das war eine große Sorge, die ich hatte.

Nun weiss ich auch deutlich mehr über Zysten – ich hab ihm ein oder auch zwei Löcher in den Bauch gefragt.
Zysten sind flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Knochen, in denen sich nekröses (abgestorbenes) Gewebe befindet. Dadurch hat der Knochen auch ein Problem mit dem Stoffwechsel. Die Zyste selber ist in der Regel nicht das Problem, sondern die immer wieder auftretenden Entzündungen. Das sind die Schmerzen und damit das Lahmen. Zumindest hab ich das so verstanden.
Wenn möglich nimmt man das nekröse Material heraus. Das geht bei Keaton nicht, da die Zyste (sehr groß – ich hab nicht nach dem Durchmesser gefragt, ich will es nicht wissen) im Gelenk sitzt.
Früher hat man das durch die Zyste und das Ausschaben entstandene „Loch“ mit Stammzellen oder einem medizinischen „Kleber“ aufgefüllt. Davon kommt man wieder ab. Ich weiß aber nicht warum. Man belässt es dann einfach so wie es ist.
Über die Entstehung weiss man auch nicht unbedingt alles. Kann durch ein Trauma (Schlag) passieren, durch frühe Überlastung usw.
Definitiv ist eine Störung der Diffusion (Austausch) des Knochens mit seiner Umgebung (damit ist auch die Ernährung des Knochen gemeint) schuld dran. Alles was diese Störung des Austausches (Knochenstoffwechsel) bewirkt kann zu einer Zyste führen.

Fakt ist: es wird durch nichts erreicht, dass sich der Knochen wieder regeneriert und aufbaut. Das Loch bleibt wie es ist – mit der Option noch größer zu werden.
Die einzige Methode, mit der man einen Knochenaufbau erreicht ist, den betroffenen Knochen bzw. die Zyste mit einem Metallstück/Schraube zu stabilisieren. Da wir dann wieder Knochen gebildet. Ich denke entlang/um die Schraube rum.
Aber auch das geht bei Keaton nicht, da sich die Zyste eingeschlossen im Gelenk befindet. Man kommt nicht ran ohne das Gelenk zu eröffnen und da ist der Schaden viel größer als der Nutzen.
Sogar das Spritzen in dieses Gelenk geht nur unter Röntgenkontrolle, da ein großer Nerv davor liegt, den man tunlichst nicht anstechen darf.
Und selbst mit der Röntgenkontrolle ist das heikel, denn man hat nur ein eindimensionales Bild – bräuchte aber für diese Arbeit ein Dreidimensionales.
Was passiert, wenn der Nerv getroffen wird weiß ich nicht. Aber es hat sich so angehört, als wäre das mehr als nur unangenehm.

Es bleibt uns also nichts als abzuwarten wie er weiter läuft. Wir haben nun einen genauen Plan für den Bewegungsaufbau für die nächsten 8 Wochen. Solange darf er auch nicht raus – die Bewegung wird zwar mehr, auch wieder in allen Gangarten aber nur unter Kontrolle.
Aus diesem Grund darf er auch nicht longiert werden.
Geritten darf er auf alle Fälle werden – der Zyste ist das egal.Die wird durch Reiten oder nicht Reiten in keinster Weise tangiert oder beeinflusst.
Im Gegenteil – die Kontrolle der Bewegung ist wichtig. Rumtoben = große Belastung kann eher zu Entzündungen führen als langsame, maßvolle Bewegung.
Also kann er, solange er lahmfrei ist, seiner „Arbeit“ als Freizeitpferd ohne Probleme nachkommen.

Der TA kommt nun nicht mehr – solange er nicht wieder lahm geht. Wir füttern die Hyarulonsäure zu Ende und bekommen noch eine Dose.
Danach nichts mehr. Dann als Kur 1x jährlich.
Sollte er wieder lahmen kann er nur wieder ins Gelenk gespritzt werden. In der Regel wird das mit Cortison gemacht um die Entzündung einzudämmen.

Ich werde auf alle Fälle weiter versuchen eine(n) gute(n) THP zu finden. Der Stoffwechsel muss sicher unterstützt werden um die Gefahr der Entzündungen zu minimieren. Ansonsten können wir nur hoffen, dass es nun erst mal eine Weile gut geht.
Wenn es wieder kommt, dann muss ich sehen, in welchen Intervallen das passiert und wie heftig es ist.
Sollte es zu oft und die Verläufe zu schlimm sein, dann lasse ich ihn einschläfern.
Denn ein Koppelpferd, das gemütlich sein Gnadenbrot kriegen kann, wird er mit dieser Diagnose leider nicht. Das Lahmen und die  Schmerzen sind nicht abhängig vom Reiten.
Glücklich bin ich da drüber nicht. Jetzt schauen wir mal nicht nach vorne, sondern nehmen einfach jeden guten Tag als Geschenk an und freuen uns drüber.

Damit seid ihr auf dem Laufenden. Ich habe das jetzt abschließend absichtlich nochmal ganz ausführlich geschrieben, da es vielleicht den ein oder anderen doch interessiert und es eine Info ist, die ich so bei keiner meiner ausführlichen Internetrecherchen gefunden habe.
Leider habe ich keine Tipps bezüglich eins guten THP bekommen - ich würde jetzt noch dringender als vorher darauf warten. Werde auch immer wieder mal meinen Beitrag nachsehen. Vielleicht krieg ich ja doch noch einen Hinweis.
Eine schöne Adventszeit
Traurige Grüße
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 22.02.16, 16:51
Hallo alle miteinander,
auch wenn`s vielleicht keiner oder nur noch wenige lesen, schreib ich mal wie`s inzwischen bei uns ausschaut mit unserem Patienten.
Kann ja sein, dass irgendjemand mal im Archiv Zysten betreffend stöbert und den interessiert es dann.
Keaton geht es im Moment hervorragend.
Er darf seit einer guten Woche wieder auf sein Paddock und muss nicht mehr in der Box stehen, bis auf die Zeit, in der er geritten wird.
Zur Erinnerung - die Boxenhaft ging seit Mitte November bis eben jetzt vor einer guten Woche.
Geritten wird er auch wieder wie vor der Diagnose - nur regelmäßiger, ohne die früher üblichen langen Pausen, die teilweise auch durch seine immer wiederkehrenden Lahmheiten verursacht wurden.
Inzwischen waren wir auch schon wieder im Gelände - ohne irgendwelchen Probleme.
Ich habe eine Heilpraktikerin gefunden - ohne Empfehlung - einfach über`s Internet. Sie hat nach einer Vollblutprobe 2 verschiedene Globule und einen Heilpilz verordnet, die er jetzt noch bis Mitte März bekommt. Dann wird wieder nachgeschaut.
Ausserdem habe ich eine richtige Berühmtheit bei uns im Stall gehabt. Einen französischen TA, der "der Stern am Osteopathenhimmel ist".
Orginalton meiner Physio/Osteopathin über ihn.
Er unterrichtet unter anderem auch an tiermedizinischen Hochschulen und Universitäten schon bald auf der ganzen Welt, gibt Kurse für Osteopathie, Physiotherapie, Akkupunktur.....und was weiß ich noch alles. Und nebenher behandelt er auch noch.
Dieser TA hat klassisch Tiermedizin studiert und ist aber nun alternativ unterwegs. Unter anderem "moxt" er die Pferde und macht anschliessend eine osteopathische Behandlung. Könnt ihr googeln was das ist - wen es interessiert.
Ich hatte ein halbes Jahr Internet und SMS Kontakt mit ihm. Normalerweise kommt er für ein Pferd nicht in den Stall aber letzte Woche war er einfach in der Nähe. Wir hatten über die Monate eine sehr nette Kommunikation im Vorfeld und so hat er mich per SMS angeschrieben und angeboten zu kommen.
Er hat Keaton 2,5 Stunden behandelt und ich weiß nun, wo er in der Umgebung (sind auch noch 80 km) regelmäßig alle vier Wochen anzutreffen ist um zu behandeln. Auch den Kontakt zur Terminvereinbarung habe ich. Dort werden wir Keaton weiter osteopathisch betreuen lassen.
Dann habe ich eine augenscheinlich sehr fähige Pysiotherapeutin/Osteopathin gefunden, die ein sehr ansehnliches Repertoire an Können und Behandlungsmöglichkeiten bis hin zu Blutegeln hat.
Sie war vergangenen Samstag das erste Mal im Stall und am Pferd und macht einen sehr professionellen, engagierten und erfahrenen Eindruck.
Das war eine Empfehlung im Wartezimmer meines Klein - TA (Hund und Katzen sind bei ihm in Behandlung).
Sie behandelt Keaton jetzt physiotherapeutisch und leitet uns in Equikinetic zum Muskelaufbau an. Keaton ist stellenweise brutal verspannt und wir bleiben da jetzt solange dran, bis diese Baustellen geschlossen sind. Sie versichert mir, dass wir diese muskuläre Geschichte auf alle Fälle hinbekommen - allerdings braucht es da schon einige Zeit. Die haben wir.
Parallel dazu arbeiten wir 2x die Woche konsequent am Aufbau von Muskulatur.
Meine Hoffnung ist, wenn sein Körper von allen Altlasten, die wir tilgen können befreit ist, dann hat er die Kapazität um mit dieser Zyste gut leben zu können. Er kann sie dann sozusagen kompensieren. Außerdem hilft eine starke Skelettmuskulatur mit, die Belastung durch Gewicht und Bewegung effizient mitzutragen.
Auch der "Stern am Osteopathenhimmel" hat das bestätigt.
Ich denke, das wir aus den 50%, die Keaton im November hatte, bisher das Maximum rausgeholt haben - und ich habe vor das weiter zu tun.
Grüße
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Hexle am 22.02.16, 19:47
Huhu Christine

Das freut mich sehr dass Keazom auf so einem guten Weg ist  :D
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 23.02.16, 15:04
Jetzt ist er auf einem guten Weg. Ich hoffe, dass bleibt so.
Wir habe ihn über 3 Monate ganz langsam aufgebaut. Begonnen haben wir mit 10 min. Schritt führen und das 3x täglich. Frag nicht nach dem Aufwand an Leuten, die mitgeholfen haben das überhaupt zu stemmen. Alleine kriegt man das gar nicht gebacken. Neben der Arbeit und den anderen Verpflichtungen die man so hat im etwas fortgeschrittenerem Leben. :P
Dann, nach einigen Wochen, haben wir mit 2 Runden Trab begonnen und täglich 2 Runden dazugenommen.
Als das 3-4 Wochen gut ging haben wir mit dem Galopp genauso begonnen und täglich wieder 2 Runden dazugenommen.
Das musste auch erst 3-4 Wochen gut gehen und dann durfte er erst wieder auf`s Paddock.
Da haben wir auch erst angefangen ihn frei in der Halle zu lassen während die anderen auf dem Paddock waren. Wir wollten ihn erst langsam und in relativ geschützter Umgebung an die "Freiheit" gewöhnen.
Ohne meine unbeschreiblich kompetenten, hilfsbereiten, netten, liebevollen und verantwortungsbewussten Stallbetreiber undenkbar.
Und diese ganzen Monate musste er in der Box verbringen. Bis auf die wenigen - am Anfang ja nur Minuten - Augenblicke des Tages, die er raus durfte.
Und da auch nur mit dem Menschen am Strick und laaaaaaaangsam.
Und dieses Pferd war so brav, so anständig.......so unglaublich......
Hätte er das alles nicht mitgemacht, wäre ausgeflippt oder hätte irgendeinen Scheiss getrieben - es wäre nicht machbar gewesen. Ich hätte die Verantwortung für das Wohl der insgesamt (ohne mich und meine Tochter) 5 Personen, die regelmäßig täglich mit ihm umgingen nicht übernehmen wollen und können.
Der war sogar brav und ruhig, wenn die anderen in der Halle abgespackt sind. Egal ob am Anfang noch am Strick oder später dann unter dem Sattel. Das wenn man nicht gesehen, erlebt hat, dann kann man es nicht glauben. Sogar meine SB, die ja schon einiges in den 25 Jahren, in denen sie Pferde einstellen (reiten tun sie noch länger) haben sich nicht genug wundern können ob seiner Bravheit.
Ich meine ja, er wusste/weiß dass es um sein Leben geht. Das hört sich weit hergeholt an - aber es für mich ist es so.
Jetzt arbeiten wir konsequent an den Dingen aus meinem vorangegangenem Posting und dann kann ich vielleicht in einigen Jahren anderen, deren Pferde eine ähnliche Geschichte wie Keaton erleben, Mut machen und von einem guten Ausgang berichten. Aber dazu ist es jetzt noch zu früh. Erst muss ein lahmfreies Jahr vergehen, dass ich mir erlaube anzufangen an ein happy end zu glauben.
Grüße
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 18.04.16, 17:04
Servus an alle, an Keatons Geschichte Interessierten,

inzwischen sind nochmal einige Wochen vergangen und Keaton geht es weiter hervorragend. Er zeigt so schöne Bewegungen wie er sie noch nie hatte.
Traumhaft zu Reiten und lebenslustig wie immer.
Er bekommt weiter physiotherapeutische Behandlungen. Die Abstände werden immer länger. Inzwischen sind wir bei 6 Wochen zwischen den einzelnen Behandlungen.
Dann arbeiten wir weiter 2x wöchentlich mittels Equkinetic am Aufbau der Skelettmuskulatur. Da hat sich auch schon sichtbar was getan. Unglaublich wie effizient das ist. Vorausgesetzt man macht es konsequent. Die Physio war begeistert als sie ihn nach 4 Wochen wieder gesehen hat. Sogar meine Tochter, die ihn beruflich bedingt auch nur alle 2-3 Wochen sieht meinte, er ist irgendwie mehr geworden.

Und ich habe bei einer klassischen Reitlehrerin angefangen an deren Lipizzanern Handarbeit zu lernen. Die Pferde sind bis zur Piaffe ausgebildet an der Hand und unter dem Sattel. Ich möchte die nächsten Monate/Jahre die Handarbeit mit dem Pferd lernen - auch um Keaton zu unterstützen.
Habe es auch schon mit meinen Beiden gemacht.
Viel kann ich ja noch nicht. Aber Schulter vor und Schulter herein geht schon für ein paar Tritte an der langen Seite. Und eine ganz ordentliche Vorhandwendung kriegen wir auch schon hin. Ist gar nicht so einfach das alles unter Kontrolle zu haben und das Pferd am Zaum/Gebiss und dem äußeren Zügel über den Widerrist zu führen/biegen/stellen. Aber das wird - es wird von mal zu mal besser und ich werde sicherer.
Einmal die Woche schaffe ich es immer, manchmal auch 2x die Woche mit beiden Pferden zu arbeiten.
Ist ganz spannend. Mache ich es richtig, dann können es auch meine Beiden, die noch nie an der Hand gearbeitet wurden.
Mach ich was falsch kommt auch der Handarbeitsprofi (Lipizzaner) meiner RL nicht klar.
Und es macht echt Spaß. Irgendwie sogar mehr als Reiten. Zumindest das Reiten in der Halle. Da ist mir Handarbeit lieber.
Ich werde das Ganze dann auch irgendwann am langen Zügel machen - aber das ist noch Zukunftsmusik. Noch sind wir bei den Basics.

Außerdem bekommt er zweierlei Heilpilze (Reishi und Coriolus) und Elektro. Das sind Tropfen aus der australischen Buschblüte.
Das Ganze für insgesamt drei Monate, dann wird wieder nachgeschaut. Die Tropfen bekommt er um die Strahlenbelastung von der Szinti (es wurde radioaktives Material in den Körper eingebracht) auszuleiten. Die Heilpilze um gegen die Entstehung von Entzündungen gewappnet zu sein.

Im Gelände waren wir auch schon öfter und dehnen unsere Runden vorsichtig aus. Immer eine viertel Stunde dazu, kurze Sequenzen im Trab.
Wenn das noch ein paar Wochen, in denen wir die Trabsequenzen langsam länger werden lassen, gut geht, dann kommt allmählich der Galopp dazu.
In diesem Jahr werden wir nur ebene und bergauf Strecken reiten. Wenn Keaton lahmfrei bleibt, dann trauen wir uns ab nächstem Jahr auch mal wieder (länger und deutlicher) bergab zu gehen.
Er ist viel lockerer und seine gefürchteten Buckelattacken im Gelände aus seinen Verspannungen heraus sind bisher ausgeblieben.
Einmal hat er zwar gebuckelt - meine Tochter ist abgesprungen, weil sie sonst gefallen wäre. Allerdings ist da eine Miteinstellerin nach einem kurzen gemeinsamen Wegstück (wir haben sie auf dem Heimweg getroffen) auf einem Parallelweg angetrabt und dann auch angaloppiert. Das haben unsere beiden natürlich gesehen und wollten auch mit. Es ging allerdings bergab und wir wollten das unter allen Umständen verhindern. Durch das Festhalten hat Keaton sich verspannt und hat sich diese Spannung rausgebuckelt.
Anna hat ihn dann noch auf dem Platz ablongiert, da er trotz ruhigem Heimführen angespannt war und total unter Strom stand.
Der ging ab - mir war schlecht. Ich habe mir gedacht am nächsten Tag ist er stocklahm.
Aber scheinbar war es genau richtig. Das scheint er gebraucht zu haben. Er war am nächsten/übernächsten Tag nicht lahm sondern locker und zufrieden.

Ab Mai kommen wir in eine schwierige Zeit. Ab diesem Monat hat Keaton in den letzten Jahren immer seine "Unsauberheiten" im Gangbild bis hin zur richtigen Lahmheit gezeigt. Von ein paar Tagen bis hin zu ein paar Wochen. Wenn er diesen Sommer lahmfrei bleibt mache ich im Oktober/November eine Flasche auf. Drückt uns die Daumen.

Hoffnungsvolle Grüße
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 28.08.16, 09:29
Servus @all,
hier die versprochene Fortsetzung von Keatons Zysten-Geschichte:
Es gibt ihn noch, die Entwicklung ist beruhigend und sehr positiv. Bisher. Ich bin immer noch vorsichtig, auch wenn wir nun bald das erste Jahr nach Diagnose vollendet haben.
Heuer war er 3x lahm. Immer links vorne, auf der Seite, auf der die Zyste sitzt. Jeweils für einen Tag. Das war`s.
Wir haben zwar jedesmal einen Riesenschreck gehabt und gezittert und gebangt. Aber eben nur ganz kurz.
Ansonsten lief er tadellos, voller Energie und mit einem Gangbild so schön wie noch nie, seit wie ihn haben.
Die Jahre davor war er zu diesem Zeitpunkt den ganzen Sommer eigentlich nicht reitbar gewesen, da er ständig lahmte oder unsauber lief.
Was wir beobachtet haben:
Immer wenn er sich verspannt (auch bei Aufregung durch was auch immer) fängt er an zu ticken. Wenn die Situation bereinigt ist, dann läuft er wieder sauber.
Wenn die Wege beim Ausreiten über lange Strecken sehr uneben sind(durch viel Wurzelwerk, sehr ausgefahrene Waldwege usw.), dann läuft er auch unsauber bis lahm. Natürlich gehen wir so was nur im Schritt.
Wird der Weg wieder eben und leicht begehbar dauert es nicht lange und er läuft wieder sauber/lahmfrei. Während der unebenen Strecke wird er allerdings auch irgendwann spannig - ich denke durch die Anstrengung.
Außerdem muss Keaton sehr korrekt und gekonnt geritten werden um nicht zu verspannen. Unter anderem mit guter Anlehnung - die braucht er mehr als manch anderes Pferd. Wir haben das Glück, das wir ein Team von Reitern um ihn haben, die das gewährleisten.
Er wird immer noch behandelt:
Dr. Gaudron moxt ihn und behandelt ihn im Anschluss osteopathisch. Geplant ist dauerhaft (bis auf weiteres) 3-4x jährlich. Heuer waren wir schon 3x, ein viertes Mal wird noch folgen.
Nun haben wir einen festen Stützpunkt auf einer Reitanlage in Landshut für diese Behandlung, was die Sache sehr erleichtert. Dr. Gaudron ist dort mehrmals im Jahr und behandelt (nach Voranmeldung) Pferde, die man dorthin bringt.
Er ist der Meinung, dass es nicht unbedingt die Zyste ist, die ihn immer wieder lahmen ließ und lässt.
Ist logisch und nachvollziehbar. Denn eine Entzündung - und das war es letztes Jahr - verschwindet nicht nach einem Tag.
Er spürt beim Behandeln viel, was er mir auch immer wieder mal erklärt, was ich aber nicht wirklich behalten kann.
Zum einen ist er Franzose, spricht zwar ein sehr gutes Deutsch, dem ich aber nicht immer folgen kann, vor allem, wenn es um medizinische Inhalte geht. Und manches rutscht mir dann durch - trotz Nachfragen und mehrmaliger Erklärung.
Er ist sich sicher, dass diese alten Geschichten (so nennt er es) mit der Zeit alle verschwinden. Ich bin kein leichtgläubiger Mensch und sehr kritisch - aber die Entwicklung zeigt mir, dass es im Bereich des Möglichen liegt, dass Keaton (auch mit Zyste) irgendwann beschwerdefrei wird.
Unsere sehr gute Physio kommt in Abständen von ca. 4-5 Wochen zu ihm behandelt ihn u. a. mit Magnetfelddecke.
Und dann habe ich endlich, nach langer Suche einen TA gefunden, der auf Naturheilkunde umgestellt hat. Sein Vater hat schon so behandelt - war auch ein promovierter TA.
Der meinte, es wäre durchaus möglich die Stammzellen im Knochen zu reaktivieren und dazu zu bringen wieder Knochensubstanz zu bilden um das Loch aufzufüllen. Einmal hatte er ein Pferd mit dieser Diagnose in Behandlung und innerhalb eines Jahres ist es gelungen.
Einen Röntgenbeweis gibt es - durch die gleiche Klinik in der auch die Zyste röngtologisch nachgewiesen wurde.
Da bin ich skeptisch, da ich ja die Info durch den sehr kompetenten, diagnostizierenden TA der TK von Dr. Brehms habe, dass Zysten sich nicht mehr "von alleine" schließen. Einzig durch eine in die Zyste eingebrachte Schraube kann sich Knochenmasse wieder nach oben, an der Schraube entlang, bilden.
Keaton bekommt nun die entsprechenden Tropfen verabreicht. Zu verlieren haben wir nichts.
Im November wird es ein Jahr, das wir die Diagnose bekommen haben. Wenn ich die Situation, in der wir vor genau einem Jahr mit dem, was heute ist vergleiche, dann haben wir sehr viel erreicht.
Ein Pferd, was seit 6 Jahren den ersten Sommer praktisch dauernd reitbar ist und sich viel freier und schöner bewegt. Sein Gesichtsausdruck ist ein ganz anderer als er es über all die Jahre war. Viel entspannter und zufriedener.
Es ist ganz offensichtlich, dass er viele Unpässlickeiten, Unwohlsein und Schmerzen nicht mehr hat.
Eigentlich mehr, als man sich erhoffen konnte und durfte.
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: petra am 29.08.16, 09:26
Hallo Christine,

das freut mich sehr für euch.
Ich finde es super, dass du hier immer wieder berichtest! Oft fragt man sich nach Monaten "was wurde eigentlich aus....?", selbst wenn man nur HML eines Threads war. 
Ich drücke euch weiter die Daumen.  :)
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 29.08.16, 18:01
Danke Petra...
....für deinen Zuspruch.
Irgendwie komme ich mir schon ein bisschen "doof" vor, wenn ich immer wieder mal von Keaton`s Werdegang berichte und so gar nix zurückkommt. Dann frag ich mich, ob nicht so mancher sich denkt: "Wichtigtuerin" oder was Ähnliches  8)
Aber ich kann mich noch zu gut erinnern, wie ich nach Erhalt der Diagnose verzweifelt im Netz nach Knochenzysten (was ist das überhaupt), nach Möglichkeiten der Behandlung, nach Erfahrungen und Geschichten von Pferden und ihren Besitzern gesucht habe. Ich habe nur sehr wenig Gehaltvolles gefunden.
Mir ging es so wie du es beschreibst. Es wurde in der ersten Not von betroffenen Besitzern nach der Diagnose wohl um Hilfe nachgesucht - aber dann kam nix mehr. Oft nicht mal mehr auf die ersten Antworten.
Deshalb ist es für mich wichtig, Keatons Geschichte, die bisher sehr aussichtsreich weiterverlaufen ist, fortzusetzen.
Vor allem auch deshalb, da Knochenzysten als schwer behandelbar bis unbehandelbar gelten und nicht leicht zu diagnostizieren sind. Meist sind es Zufallsbefunde. Gezielt gesucht wird selten danach. Bei Lahmheiten aller Art denkt man - wenn überhaupt - zu allerletzt an die Möglichkeit einer Zyste als Auslöser.
Man kann doch was tun - wie man an unserem Beispiel sieht und es geht für Keaton sogar besser weiter, als es die Jahre vor der Diagnose war.
Ich sehe dieses Forum auch als Archiv für alle möglichen Krankheitsbilder und -geschichten - egal, wie die letztendlich ausgehen. Wie froh wäre ich letztes Jahr gewesen, wenn ich sowas irgendwo gefunden hätte. Auch, wenn mir auf evtl. Nachfragen niemand mehr hätte antworten können, da das Thema schon lange zurück liegt/lag.
Selbst wenn ich das Tier einschläfern lasse, weil es keine Aussicht auf Besserung/Hilfe gibt, finde ich es wichtig den Menschen, die mir helfen wollten, diese Nachricht zukommen zu lassen.
Irgendwie ein Akt der Höflichkeit und des Respekts. Ich weiß, ich bin altmodisch - in dieser Beziehung ;).
Meine Kinder sagen mir dann: Mama nicht schon wieder Neunzehnhundertfeuerzeug! ;D 
Christine

Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Hexle am 29.08.16, 21:50
huhu Christine zumindest ICH lese jedes Mal wieder mit und freue mich für euch  :D

dass ihr es so gut in Griff bekommen habt.

Außerdem denke ich sehr wohl dass auch andere Leser da nicht nur mitlesen sondern sich auch den einen oder anderen Behandlungsansatz oder Gedankenanstoß mitnehmen :) und sei es, dass sie in ein paar Jahren über Google oder wie auch immer irgendwann auf deine Geschichte und deren Behandlungsmöglichkeiten stoßen und ihrem Pferd dann auch geholfen werden kann :)



Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: petra am 30.08.16, 10:35
Ja, das denke ich auch.

In einem anderen Fall (anderes Forum) hat ein Bericht einer Userin, die ihren Hund leider verloren hat, meinen Hund zumindest vorübergehend gerettet, weil ich - bei den zunächst für mich eher unklaren Symptomen-  mich an die Story erinnerte, die ich auch nur gehmlt hatte. So "da war doch mal was"-mäßig.
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Maxima am 30.08.16, 11:10
Hallo Christine,

Du hast weitaus mehr treue Mitleser als Du denkst, und es ist wirklich sehr, sehr wertvoll daß Du hier so detailliert weiterberichtest.

Eine Bekannte hatte vor Jahren auch ein Pferd mit einer Zyste im Hüftgelenk, obwohl sie selber Ärztin ist stand sie auch so völlig hilflos da und wußte nie was richtig oder falsch ist - Bewegen oder Schonen. Die Tierärzte haben sie damals auch alleine gelassen und konnten ihr nichts weiter zur Prognose sagen. Leider habe ich nach einigen Jahren den Kontakt verloren, ich weiß nicht wie der Fall ausging, über mehrere Jahre hinweg ging aber alles gut.
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 30.08.16, 16:15
So, jetzt habt ihr mir Mut gemacht und ich werde jetzt mal schildern, was es mit dem "Moxen" von Pferden auf sich hat.
Diesen Begriff habe ich übrigens im Zusammenhang mit Pferden über Google nicht finden können. Nur gekoppelt mit Humanmedizin.
Das ist also so speziell, dass es nicht mal Google (und das kennt eigentlich alles) mit Pferden zusammen kennt.

Insofern ist es vielleicht ein ganz interessantes Thema - nicht nur in Verbindung mit Knochenzysten sondern allgemein für Pferde mit Auffälligkeiten/Störungen im Bewegungssystem. Vor allem solchen, deren Ursache nicht klar und somit eindeutig behandelbar ist.
Das ist ja bei Keaton im Prinzip auch so.
Er hat zwar die bewiesene Diagnose " große Knochenzyste im linken Ellenbogengelenk" aber diese kurzen Lahmheiten und oft nur Unsauberheiten im Gangbild kommen sicher nicht von einer Entzündung in selbiger Zyste. Das wäre ein längerer Zeitraum, in dem es zu Problemen kommt und eben nicht nur 1-2 Tage. In dem Fall Gott sei Dank.
Eine richtige Entzündung, die immer wieder kehrt wäre wohl über kurz oder lang sein Ende.

Gemoxt wird mittels einer etwa15-20cm langen Nadel (etwas dünner als eine Stricknadel) auf deren oberes Ende ein gerollter Beifußkegel gespießt wird. Die Nadel mit dem Beifuß oben drauf wird dann (in der Regel) in den hinteren Teil der Kruppe gedreht. Und zwar so weit, dass nur noch in etwa die oberen 5cm mit dem Kegel drauf aus der Kruppe schauen. Es gibt auch andere Körperstellen und teilweise nicht nur eine, sondern mehrere auf einmal, in die die Nadeln gedreht werden. Je nach Problem und damit Bedarf. Bei uns war es bisher nur die Kruppe. Und eine.
Die Pferde stehen dabei erstaunlich ruhig und unaufgeregt da. Es sei denn, sie sind so verspannt, wie Keaton es beim ersten Mal einfach war. Nicht aus Angst, sondern weil er einfach muskulär brutalst verspannt war.
Dr. Gaudron macht das so souverän und selbstverständlich - das muss man gesehen haben.
Beim ersten Mal hatte ich allerdings Angst um sein Leben. Keaton lief in der Box rum und war wie von Hummeln und Taranteln gleichzeitig gestochen. Er hat sogar angedeutet nach dem TA  treten zu wollen. Das hat er im Leben noch nie bei jemanden getan - egal was war.
Aber dieser Mann wich keinen Zentimeter von seiner Seite und klebte förmlich an ihm, auch wenn er zeitweise keine Chance hatte, die Nadel auch nur eine halbe Umdrehung weiter ins Pferd schieben zu können.
Er lässt übrigens auch nie ein Halfter am Pferd und öffnet sogar die Box. Als wenn er den Tieren zeigen wollte, sie können gehen - jederzeit. Keaton hätte also aus der Box raus können - er hat es nicht getan - nicht einmal versucht.
Wenn die Nadel dann tief genug drin ist, wird der Beifußkegel angezündet und brennt langsam ab. Das duftet dann eben nach dem Gewürz - beinahe wie ein Räucherstäbchen. Da wurde dann Keaton ganz ruhig und zwar sehr zeitnah mit dem Anzünden, entspannte er total - ihm fielen richtiggehend die Augen zu. Und das so unmittelbar nachdem er fast nach dem TA getreten hatte.
Dr. Gaudron steht in der Zeit des Abbrennens ganz nahe beim Pferd mit den Händen auf seinem Rücken und folgt mit den Fingern ganz langsam der Wirbelsäule Richtung Mitte.
Der Beifuß bzw. die Wärme, die durch die Metallnadel in den Körper kommt wirkt auf die Nerven und die Flüssigkeit im Rückenmark und macht so die folgende osteopathische Behandlung viel effizienter als eben ohne diese Vorbereitung. Das ist aber glaub ich nur ein Effekt.
Dieses Abbrennen dauert sicher seine guten 10 Minuten, vielleicht auch ein bisschen länger. Keaton brauchte bei der ersten Behandlung noch einen zweiten Kegel weil er so verspannt war, dass Dr. Gaudron nach dem Ersten noch nicht anfangen konnte zu arbeiten. Dieser zweite Kegel wurde aber nur auf die bereits eingedrehte Nadel draufgesteckt.
Die Nadel bleibt solange im Pferd, bis es die nötige "was auch immer" hat um es osteopathisch behandeln zu können.
Bevor er anfängt mit dem Pferd zu arbeiten nimmt er sie aber raus.
Dann folgt die Behandlung. Schaut aber bei weitem nicht so "Hau-Ruck" aus, wie bei dem Ostfriesen  ;).
Bei Keaton macht er immer das ganze Pferd - aber das variiert - je nach Problem.
Auch da wird das Pferd nicht festgehalten. Er will das nicht, da das Tier die Möglichkeit haben muss sich entsprechend angepasst an Dr. Gaudrons Griffe frei bewegen zu können und damit die Behandlung noch zu unterstützen.
Als er übrigens die Nadel das zweite Mal reingedreht bekam waren wir nicht mal im heimischen Stall, sondern in der Anlage, auf der Dr. Gaudron gastweise behandelt. Und ich war total aufgeregt, da ich ja das Bild vom ersten Mal im Kopf und vor Augen hatte. Und das war kein Schönes  :-X.
Aber es war ein ganz Anderes. Das Pferd stand und ließ sich dieses Teil in seinen Rücken schrauben als wäre das gar nix. Auf meine Frage was denn nun los wäre meinte Dr. Gaudron: Er ist viel lockerer - das ist der Grund.

Gaucho (mein anderes Pferd) hat er auch schon behandelt.
Dem konnte der TA leider nicht helfen. Der hob von jetzt auf gleich den linken Hinterfuss nicht mehr.
Kein Lahmen und in allen Gangarten vollkommen normal reitbar. Das war die gute Nachricht.
Natürlich hatte ich erst einen TA meines Vertrauens bei ihm. Nur vage Vermutungen und ein Entzündungshemmer/Schmerzmittel. Half natürlich nix. Ich blieb also zurück mit der Aussicht das Pferd in die Klinik zu stellen um zu röntgen und evtl. eine Szinti zu machen bzw. abspritzen zu lassen. Der TA sagte gleich, dass er vor Ort nicht mehr machen könne als Beugeprobe links und die war ohne Auffälligkeiten. Wenn es auch ein Mordszirkus war bis man sie überhaupt machen konnte, da er den Fuß ja nicht geben wollte. Es hat drei Leute gebraucht bis das bewerkstelligt war. :P
Hufschmid wäre fällig gewesen - vergiss es. Der hat den Fuß nicht mal mehr zum Auskratzen gegeben. Ganz toll! Kannst nix mehr rauspulen und nachschauen ob und was er drin hat. Da geht`s ja nicht nur um`s Prinzip sondern auch um seine Gesundheit.
Man hatte das Gefühl er hat Angst zu fallen. Und zwar in die Richtung des aufhaltenden Menschen!
Physio war bei Keaton hat sich Gaucho auch angesehen und war ebenfalls ratlos.
Also fiel das linke Eisen irgendwann von alleine ab und das Rechte zog dann der Schmid runter.
Gut, dass der Gaul so gutes Hufmaterial hat - es ging nix kaputt und er läuft im Moment  hinten noch barfuß. Bis zum nächsten Beschlagtermin - vorne wurde er ja ganz normal beschlagen.
Wenn ich nicht den Kontakt zu Dr. Gaudron gehabt hätte, dann wäre ich jetzt voller Angst und Sorge um das Pferd gewesen.
Aber so bin ich relativ entspannt und voller Vertrauen mit Pferd im Hänger hingefahren.
Der hat ihn angesehen und abgefühlt und dann ganz schnell die Diagnose gehabt. Da hatten sich der letzte Lendenwirbel und das Kreuzdarmbeingelenk miteinander verklebt (ein gar nicht so seltenes Übel bei Springpferde und ein solches war meiner mal) und dann kam noch ein kleines Bisschen was anderes dazu (weiß jetzt nicht mehr was) und ein Nerv war geklemmt und Gaucho hatte das Gefühl eines eingeschlafenen rechten Beins. Jeder kennt das von sich. Da hat man dann echt Probleme mit der Standfestigkeit - je nachdem wie schlimm das eingeschlafen ist. Das Problem war also nicht Links sondern Rechts. Diese Diagnose hat keine 5 Minuten gebraucht.
Er wurde insgesamt 2x im Abstand von 6 Wochen gemoxt und nur hinten behandelt. Einmal wrude er übrigens an zwei Stellen gleichzeitig gemoxt. Vor und hinter dem Problem wurde eine Nadel eingedreht. Aber Gaucho war jedesmal total relaxt beim Reindrehen. Der ist auch durch und durch locker.
2 Wochen nach der zweiten Behandlung hat er den Fuß wieder ohne Zicken gegeben. Zwar nicht einfach so - wenn er den Menschen ein bisschen tratzen kann, dann tut er das auch. Aber ich wußte von Dr. Gaudron, es ist gut und habe ihn ohne Wenn und Aber energisch angepackt. Und wenn er nicht auskommt.....dann....macht er es halt  ;D

So, ich hoffe, ihr könnt euch jetzt was unter "moxen" vorstellen. Und Dr. Gaudron könnt ihr googeln. Für Bayern weiß ich, wo man ihn findet und wie man an Termine kommt.
Liebe Grüße
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: petra am 31.08.16, 11:51
Mir war das moxen ein Begriff im Zusammenhang mit Akupunkturbehandlung, daher hatte ich gar nicht gefragt.  ;)
Super, dass das so durchschlagend geholfen hat.  :D

Und - fast schon lustig, beim Lesen der Geschichte des anderen Pferdes dachte ich gleich "der hat bestimmt was "verklemmt" "

Toll, dass ihr diesen guten Behandler gefunden habt.
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Morena3 am 30.09.16, 10:52
Hallo Christine,
da hast Du einen super guten Ta/Behandler gefunden. Ihc habe mir Deine Berichte alle durchgelesen und finde es toll, daß du auch weiterhin berichtet hast, obwohl die antworten von den interessierten Lesern ja sehr zäh kamen, bis auf einige wenige ;-)

Lieben Gruß
Sabine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 20.04.17, 16:17
Servus,
neues von unserem Patienten.
Er stand vor ca. 3 Wochen wieder in Zorneding in der dortigen Pferdefachklinik um eine Spritze des gleichen Typs zu bekommen, wie er sie 2015 im Winter bereits einmal bekam. Es handelt sich dabei um Hyarulon in Verbindung mit einem Kurzzeitcortison gegen den entzündlichen Prozess, der in der Zyste abläuft und die Schmerzen und dadurch die Lahmheit verursacht.
Und ja, er war wieder lahm aufgrund der Zyste. Wir haben drei Wochen gewartet um sicher zu gehen, dass es nicht wieder von alleine weggeht. Das hatten wir ja in der Vergangenheit bei kleinen Unsauberkeiten im Gangbild - und oft war es gar nicht mehr in diesen drei Wochen - auch schon.
Es war während dieser Zeit mal besser und mal schlechter. Aber zu keiner Zeit so schlimm, wie vor beinahe 2 Jahren, als wir ihn fast verloren geglaubt haben. Und da wir nun wissen woran es (wahrscheinlich) liegt konnten wir ganz entspannt sein.
Inzwischen ist der Schrittaufbau abgeschlossen und die Nachuntersuchung steht an. Er wird nun seit gestern auch wieder einige wenige Runden im Trab gearbeitet, einfach, weil er es braucht, wieder was zu tun und wir es verhindern wollen, dass er unkontrolliert abspackt. Das würde sicher mehr schaden als ihn jetzt bis zur Nachuntersuchung 3 Runden im Trab gehen zu lassen.
Ich habe ihn in der Klinik auch nachröntgen lassen, wie sich die Zyste entwickelt hat. Dort wurde zu unserer großen Erleichterung festgestellt, dass sie sich überhaupt nicht verändert hat. Dies hat den behandelnden TA offensichtlich sehr überrascht - er hatte mit einem anderen Ergebnis gerechnet - nämlich mit einer weiteren Größenzunahme, was letztendlich irgendwann Keatons Ende bedeuten würde.
Diese Zyste ist über einen so langen Zeitraum (unbemerkt) immer größer geworden - warum sollte sie das also nicht weiter tun? Insofern ist diese Annahme nachvollziehbar und verständlich.
Allerdings haben wir, seitdem wir die Ursache für seine jahrelange Odyssee kennen die Hände nicht in den Schoss gelegt.
Ich habe einen hervorragenden TA, der ein erfahrener Homöopath und Heilpraktiker ist, an der Hand. Ein Zufallsfund - allerdings auch nur, weil ich die Suche nie aufgegeben habe.
Er hat auch die jahrelangen Allergien meines Labradors nach nunmehr einem Jahr Behandlung erträglich für Tier und Mensch werden lassen. Der Hund ist nun bald 11 Jahre alt und hat seit seinem 2.ten Lebensjahr laufend Ohrenentzündungen und Probleme mit der Haut - in Form eines unerträglichen Juckreizes. Macht wirklich keinen Spaß. Das arme Tier lief ganze Nächte durch, da es sich vor Schmerzen und Jucken nicht mehr zu helfen wusste. Die herkömmliche Medizin scheiterte kläglich. Und eine Ernährungsumstellung auf Rohfütterung kam (wahrscheinlich) zu spät und hatte auch nur noch sehr spärlichen Erfolg.
Der hat mir für Keaton Tropfen hergestellt, die er seit bald einem Jahr durchgängig bekommt und die auf die Zyste wirken. Im besten Falle, der noch nicht eingetreten ist, wird sie dadurch sogar kleiner. Muss nicht, mir reicht es vollkommen, wenn sie nicht größer wird.
Aber die Option ist da - in einem anderen Fall ist eine Zyste verschwunden, es hat sich wieder Knochen gebildet und die Zyste vollkommen geschlossen. Es handelte sich zwar um eine Zyste, die man auch anders hätte behandeln können - aber die Besitzerin wollte keinen operativen Eingriff - warum auch immer. Es existieren Röntgenbilder von einer und der gleichen Klinik, die die Zyste auch diagnostiziert hat.

Mein weiterer Plan ist nun, Keaton 2x jährlich moxen und 2-3x jährlich zusätzlich osteopathisch behandeln zu lassen um seinen Körper im Gleichgewicht zu halten und die schlimmen Muskelverspannungen gar nicht mehr aufkommen zu lassen. Dann bekommt er seine Tropfen weiter und wird viel und gymnastisch sinnvoll bewegt.
Und dann schauen wir, wie lange die Wirkung der Spritze diesmal hält. Beim letzten Mal waren es nun 15 Monate, die wir totale Ruhe hatten und Keaton ununterbrochen reitbar war.
Auch die Kosten sind überschaubar. Die Behandlung mit 2 Nächten in der Klinik, Untersuchung (ob es wirklich von der Zyste kommt), Röntgenbild zur Kontrolle der Zyste und Spritzen mit Röntgenkontrolle waren keine 400 Euro.
Von der Hoffnung, dass wir dieses Pferd ohne TK durch bringen habe ich mich verabschiedet. Aber ohne Wehmut, denn so, wie es sich entwickelt ist es für Tier und Mensch ein guter Weg - und nicht nur ein erträglicher.
Gerne berichte ich weiter, wie es sich entwickelt. Ich denke, es ist für den ein oder anderen interessant. Zysten sind nicht so geläufig - aber wenn sie einen betreffen ist es schwierig an Infos zu kommen. So ging es zumindest mir - heute bin ich enspannt.
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Hexle am 20.04.17, 21:23
Christine ich kann dir gar nicht sagen wie sehr mich das freut dass deine Hartnäckigkeit und Sucherei zu so einem guten und lebbaren Ergebnis für dich und das Pferd geführt haben  :D
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 22.04.17, 14:01
Servus Hexle,

danke für deine Anteilnahme und die netten Worte.
Ich freue mich nicht nur über Keatons Allgemeinzustand, sondern auch sehr über die Entspannung, die stattgefunden hat. Das war emotional hochbelastend als es sich so zuspitzte, als wir nicht wussten, ob es das Pferd überleben wird. Da weiß man es hinterher umso mehr zu schätzen, wenn man diese Sorge und diese Angst nicht mehr mit sich rumschleppt.
Das Entscheidende ist letztendlich wirklich, die richtigen Menschen zu finden, die Pferd und Besítzer auf einem solchen Weg kompetent und sich ergänzend begleiten.
Leider hatten wir das nicht von Anbeginn an - deshalb konnte das überhaupt so schlimm eskalieren.
Da erfährt man dann am eigenen Leib bzw. am Leib des Tieres, dass nicht alle Tierärzte gleich gut und auch bereit sind die Dinge bis zum Ende zu erforschen - entgegen ihrer ersten Vermutungen/Diagnose.
Die TK, in die wir Keaton zur Szintigrafie brachten, erfreute uns mit einer ganz harmlosen Diagnose.
Trauma des Brustbeins infolge eines Schlags. Das las der TA aus den Szinti-Bildern und beruhigte mich damit ungemein. Wir sollten nur den Sattelgurt weglassen. Reiten dürften wir ihn ohne Einschränkungen - ohne Sattel und in 4-6 Wochen wäre der Spuk vorbei.
Ich fragte dann noch, ob er das dann schon 5 Jahre hätte. Die Antwort lautete "Nein, das ist erst einige Wochen so" Und anstatt zu reagieren und zu sagen, das könne es dann nicht sein, da das Pferd schon seit 5 Jahren immer wieder lahm geht - habe ich Riesendepp mich gefreut und die Zweifel, die ich spürte weggewischt. Mensch eben! ::)
Allerdings war der TA bereits seit Anfang in die Lahmheitsgeschichte des Pferdes involviert und hatte ihn auch schon in der Vergangenheit am Stall geröntgt und untersucht. Immer ohne relevantes Ergebnis.
Mehr als Schmerzmittel bekamen wir nie.
Im Sommer 2015 hatte ich die Faxen dann dicke und fragte in der TK bei unserem TA, der die Klinik leitet, an, was wir für diagnostische Möglichkeiten hätten, der Sache endlich auf den Grund zu gehen.
Der empfahl eine Szintigrafie des ganzen Pferdes. Da würde man die Ursache 100%ig finden - eine Fehlinformation wie sich dann rausstellte. Allerdings eine teure!!!
Gesagt, getan......mit der harmlosen Diagnose. Die Szinti fand im Juni statt und das Pferd kam im Juni wieder in den heimischen Stall zurück - wieder mit Schmerzmittel und Entzündungshemmer. Er wurde ohne Sattel geritten - wie es erlaubt und sogar empfohlen worden war. Nachdem der letzte Beutel Equipalazone verbraucht war ging er wieder unsauber. TA geholt, der ihn am Stall im unteren Bereich des Beins röntgte und nichts relevantes feststellte - wieder Equipalazone. Wieder nach Beendigung der Medikation - eine unsauber gehendes Pferd. Wieder TA - diesmal Lokalanästhesie - wieder nur unten. Obwohl das Pferd trotz Lokalanästhesie nicht sauber lief wurde nicht weiter am Bein nach oben gespritzt.
Die Überlegung eine Spritze mit Hyarulon ins unterste Gelenk zu verabreichen war da. Warum weiß ich bis heute nicht. Und natürlich wieder Equipalazone.
So ging das dann bis Oktober - auch die Lokalanästhesie. Aber diese sehr konsequent immer nur ins Hufgelenk - nie weiter nach oben. Für diesen TA saß das Problem einfach im Hufgelenk. Offensichtlich.
Ende Oktober lief Keaton mit Equipalazone nicht mehr sauber und als das Medikament zu Ende war, war er von einem Tag auf den anderen stocklahm.
Dann habe ich den TA gewechselt - mit dem endlich die richtige Diagnose kam.
Kommentiert hat er das Vorgehen seines Kollegen mit keinem Wort. Ich habe die Bilder besorgt und sie ihm gezeigt. Er meinte nur, teure, bildgebende Maßnahmen bräuchte es nicht mehr - das wäre ja sehr umfänglich und hinreichend gemacht worden. Er würde ganz klassisch das komplette Bein bis nach oben abspritzen, bis er die Stelle gefunden hätte und das Pferd läuft. Und dann ein einfaches Röntgenbild machen.
Und so hat er das auch gemacht - jetzt frage ich mich, warum sein Kollege nicht auf diese einfache Idee gekommen ist?
Das was Keaton letztendlich geholfen hat, kostete nicht mal ein Drittel von der Szinti, die uns nur Equipalazone in rauhen Mengen einbrachte.
Ich habe in dieser Geschichte Lehrgeld im bildlichen und wörtlichen Sinn bezahlt - und draus gelernt.
Und dem Pferd hätte es das Leben kosten können, wenn wir nicht grade noch rechtzeitig den Absprung geschafft hätten.
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: carola am 22.04.17, 21:09
Krass. :o
Ich finde es gut, dass du das hier postest und damit andere vor einer ähnlichen Diagnose und vielleicht schlimmeren Verläufen bewahrst. Alles Gute für Keaton.  :)
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 27.04.17, 17:40
Hallo Carola,
leider werde ich mit meinem Posting niemanden vor ähnlichen Dingen bewahren können. Zumindest befürchte ich das.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass man dem TA, dem man sein Pferd anvertraut bzw. dessen Problem, vertraut und ihm auch glaubt.
Das habe ich auch getan.

Nur hatten wir bis auf die Jahre mit dem unsauberen Gangbild - und oft war es ja nicht mehr - nie wirklich schlimme Dinge mit unseren Pferden.
TA war eigentlich nur zum Impfen da. Und 1-2 mal gab`s in den vielen Jahren, die ich Pferde habe, eine krampflösende Spritze wegen einer leichten Kolik, die nicht (so bald) vergehen wollte.
Mehr war nie - Gott sei Dank. Und da kam eben immer ein TA - meist der Klinikleiter - von dieser TK. Und alles war gut.
Selbst die Jahre, in denen Keaton eben nicht so wirklich lief waren nicht dramatisch. Es war ja nie so wirklich schlimm -meist konnte man es mit "er geht unsauber" beschreiben - keinesfalls lahm und schon gar nicht schrittlahm.
Dazu kam, dass die Probleme nur über den Sommer da waren - was an sich schon eigenartig war.
Im Sommer ist es zwar besonders blöd, weil das die Zeit des Jahres ist, in der man raus könnte - aber was hilft`s
Wir haben nach Gründen gesucht:
Lange dachten wir er vertritt sich auf der Koppel. Rumgetobt hat er hinreichend - das war also durchaus vorstellbar.
Er ging auch aufgrund hervorragender Hufqualität eine Zeit barfuß. Dann wurde er beschlagen, weil der Schmied meinte, es gibt immer wieder Pferde, die zwar eine sehr gute Hornqualität aber eine empfindliche Hufsohle haben. Daraufhin war`s wieder (scheinbar) eine Zeitlang besser.
Dann hat er sich immer wieder (wechselnd Beine) Steinchen, Tannenzapfen und was weiß ich noch alles in die Hufe eingetreten. Wir dachten, er hat vielleicht dadurch immer wieder Blutergüsse in der Sohle.
Der besagte TA diagnostizierte - korrekterweise - mittels Röntgen eine leichte Arthrose.
Außerdem hat er ihm mal - ich weiß heute nicht mehr warum - einen Spezialbeschlag verpassen lassen. Natürlich ohne Verbesserung.
Wobei alles, was unternommen wurde immer anfänglich scheinbar half. Aber das haben wir uns vielleicht auch nur eingebildet weil wir hofften es hilft. Ziemlich bald mussten wir uns allerdings eingestehen, dass es nicht wirklich hilft.
Im Winter war er nie lahm. Warum auch immer. Da konnte er ohne Einschränkungen drinnen und, wenn das Wetter es zuließ, draußen geritten werden.
Ich war einfach auch im Sommer 2015 soweit, dass ich der Wahrheit ins Gesicht schauen wollte. Wenn man ein Pferd, das chronisch immer wieder(wenn auch nicht durchgehend) unsauber bis lahm ist - auch, wenn es nie schlimm war - richtig nachschauen lässt, dann muss man damit rechnen, dass man Dinge erfährt, die man eigentlich nicht wissen will.
Und an den Punkt musst du erst mal kommen. Der Leidensdruck nimmt halt über die Jahre zu und dann ist man bereit den Dingen, wie sie auch kommen werden, in die Augen zu schauen.
Das Ergebnis kann so ausfallen, dass man vielleicht nicht wirklich damit umgehen kann - und das macht einem schon Angst.
Sei`s wegen der Kosten, die auf einen zukommen oder auch wegen der Entscheidung, die man treffen muss.
Deswegen war ich ja auch um diese harmlose Diagnose so froh - erstmal. Und habe meine Vernunft, die sich durchaus gemeldet hat, weggedrückt.
Als dann im November der andere TA bei uns im Stall war und mir nach der Untersuchung knallhart gesagt hat was Sache ist, hat mich das richtiggehend erleichtert. Wörtlich weiß ich es nicht mehr - aber sinngemäß war es: "Dieses Pferd geht in diesem Zustand nicht mal mehr auf die Koppel" und " Ich weiß nicht, ob ich ihn noch repariert kriege".
Da war das raus, was ich die Wochen vorher selber gesehen und akzeptiert hatte: Das ist was Schlimmes und nichts harmloses, das kann ihn das Leben kosten.
Und ich war ihm nicht böse, ich war nicht empört über dieses Urteil - es hat mich maßlos erleichtert - weil ich selber schon eine geraume Weile so dachte und bestätigt bekam, dass ich meinen Augen durchaus trauen durfte.
Und dann habe ich eine wundersame Wandlung erlebt:
Für mich war es immer unvorstellbar meine Pferde auf ihrem letzten Weg zu begleiten - soweit man ihn halt als Mensch mitgehen kann. Dafür meinte ich, mir jemanden suchen zu müssen. Weil ich es nicht schaffen würde.
Als wir nicht wussten, ob Keaton überhaupt noch geholfen werden kann war mir sonnenklar, dass ich in diese Klinik fahren und bei ihm sein würde, wenn er eingeschläfert wird. Da waren plötzlich keine Zweifel mehr oder gar das Gefühl - das kann ich nicht.
Christine



Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 10.09.17, 14:24
Hallo alle miteinander,

hier ein kleines Update einer - bisher - wunderbaren Geschichte:
Keaton läuft seit diesem Jahr besser, als er es seit wir ihn haben (7 Jahre) je getan hat.
Er war in der Vergangenheit immer sehr langsam in den Gangarten Trab und Galopp unterwegs.
Hielt sich fest, drückte den Rücken durch und lief mit hoch erhobenem Kopf. Verspannter geht es nicht  :P
Er war auch sehr ungehalten, wenn man ihn in die nächste Gangart bringen wollte. Ohren zurück, wildes Schweifschlagen ohne Ende. In der Halle brauchte man oft zwei Runden mit diesem Verhalten bis er antrabte.
Im Gelände kam noch die Problematik dazu, dass er immer vorne gehen musst und das Tempo für die anderen machte. War er hinten, dann hatte sein Reiter das Problem, das er den anderen Pferden in den schnelleren Gangarten nicht folgen konnte und aus diesem Grund buckelte.
Er kam einfach nicht mit - auch bei moderatem Tempo. Nicht sehr angenehm und teilweise sogar gefährlich - war mit diversen Stürzen verbunden. Sogar abgesprungen ist seine Reiterin diverse Male.
Aus diesem Grund vermieden wir es auch mit anderen auszureiten. Das ist eine Spaßbremse für alle Beteiligten  :-\.
Allerdings kam das auch vor, wenn wir alleine mit ihm unterwegs waren und angetrabt oder angaloppiert sind. Wenn er sehr fest war, dann buckelte er auch ohne Begleitpferde.

Seit diesem Frühjahr läuft er im Trab und Galopp ein ganz anderes Tempo als jemals. Der ist richtig flott unterwegs - da haben die Begleitpferde Probleme ihm zu folgen  ;D. Das kannten wir gar nicht.
Die ersten Male hielten wir es für einen Zufall. Aber inzwischen wissen wir, dass es nun so ist. Er hat eine unglaubliche Freude an seinen neugewonnenen Möglichkeiten sich (wieder) zu bewegen. Buckeln draußen gehört seit diesem Jahr der Vergangenheit an. Auch keine der üblichen Unmutsanzeichen wie Ohren anlegen, Kopfschlagen und Schweifschlagen zeigt er mehr bei den Hilfen in die nächsthöhere Gangart.
Auch das konnten wir erst gar nicht glauben. Ganz lange hatten wir Sorge, dass es eben nur dieser Ausritt war, der ohne Buckeln vorm Angaloppieren blieb.
Außerdem geht er viel flüssiger von der einen in die nächste Gangart.

Ich glaube, dass ihm die osteopathischen Behandlungen unseres TA unglaublich helfen.
Er wurde letztes Jahr 4x gemoxt und anschließend komplett durchbehandelt und dieses Jahr versuchen wir es mit "nur" 2x.
Einmal war er im Frühjahr dran und die Behandlung im Herbst steht noch aus.
Ich denke, das sein Körper jetzt allmählich die großen Schief- und Fehlstellungen/-haltungen, die durch die Schonhaltung bei Schmerzen durch die Zyste entstanden, korrigiert hat. Das sind nun in der Summe bald zwei Jahre, die wir das so durchziehen.
Im ersten Jahr hatten wir auch noch eine Physiotherapeutin zusätzlich da, so dass er im Wechsel alle 8 Wochen in irgendeiner Weise behandelt wurde.
Diese war heuer noch nicht einmal da. Ist einfach nicht nötig  ;D.

Wir hatten eigentlich gar nicht gerechnet, dass er all die bekannten Verhaltensweisen eines Tages einmal ganz ablegen würde. Wir dachten, die sind ihm nun schon so eigen geworden in den Jahren, dass er sie nie mehr lassen würde.
Aber das stimmt nicht - er ist beschwerdefrei und er zeigt das auch.
Das bestätigt eigentlich die Menschen, die sagen Pferde machen nichts, was nicht begründet ist und man muss eben solange suchen und probieren bis man ein Mittel gefunden hat.

Dankbare Grüße
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Maxima am 10.09.17, 17:17
Zitat
Das bestätigt eigentlich die Menschen, die sagen Pferde machen nichts, was nicht begründet ist und man muss eben solange suchen und probieren bis man ein Mittel gefunden hat.

Genau der Gedanke kam mir auch während ich Deinen Bericht gelesen habe. Wie toll daß ihr so zäh durchgehalten habt!
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: schaller am 07.02.18, 20:41
Hallo Christine,,können wir mal telefonieren. WÄRE SUPER, LG PETRA SCHALLER 016094683858
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Sonne am 10.03.18, 10:16
Hallo Christine,
DANKE DANKE DANKE für Deine Beiträge.
Bei meinem Pferd habe ich eine ähnliche Symptomatik wie von Dir beschrieben.

Er nach einem harmlosen Hüpfer auf der Koppel Stocklahm im Schritt - und 2 Tage später sieht man nichts mehr. Aber seit dieses Lahmen das erste Mal aufgetreten ist an Weihnachten hatte er das gestern nun zu dritten Mal.
Kurze heftige Bewegung und dann stocklahm im Schritt - man kann kaum hinsehen.
Erste Vermutung letztes Mal war Sehne (er hatte schonmal einen Sehneschaden an diesem Bein) - aber da war nichts.
Gestern hat mein TA die Vermutung geäussert Knochenzyste -->  :(

Am Montag gehen wir mit dem Röntgengerät auf Suche - ob seine Vermutung richtig ist. Nachdem ich deinen Bericht gelesen habe, finde ich uns wieder. - leider-  Mein Großer ist schon 22 und ich mache mir große Sorgen.

Ich bin auch im Münchner Raum, und Christian Gaudron war im September mal bei uns (wegen meines anderen Pferdes) Ihn habe ich gestern gleich angeschrieben.. ob er bald in der Nähe ist und ihn behandeln kann.

Was hast Du homöopathisch gegeben?
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 16.03.18, 18:53
Hallo Sonne,

ich bin nur noch sporadisch hier ab und an unterwegs und war einigermaßen überrascht, dass ich nochmal was unter meinen Beiträgen fand.
Ich freue mich, dass es offensichtlich doch hilft das Ganze hier in so epischer Breite zu erzählen.
Das furchtbare Gefühl nicht zu wissen was es ist, die Hilflosigkeit und die Odyssee der Suche hat mich dazu gebracht. Vielleicht kann es anderen helfen - und es scheint so zu sein.

Nun zu deiner Frage:
Ich habe einen TA in Hengersberg bei Deggendorf (Dr. Manneck) zur Hand, bei dem ich Tropfen beziehe, die er regelmäßig kriegt. Das steht aber auch in einem meiner Beiträge unter diesem Thema.
Diese Tropfen sollen bestenfalls den Knochen bzw. die Zellen dazu anregen das Loch wieder zu schließen.
Bei uns ist es immerhin nicht noch größer geworden. Das hat zumindest der behandelnde TA aus der TK in Zorneding, der ihn erfolgreich wieder auf die Beine gestellt hat, festgestellt.
Und der hat eigentlich damit gerechnet, dass sie weiter wächst. :-\
Insofern ist es ein Erfolg.
Er kriegt sie nun weiter und dann werden wir sehen - sofern er wieder in die Klinik müßte zum Spritzen.
Dann lass ich ihn auf alle Fälle wieder zur Kontrolle röntgen.

Bisher allerdings:  Toi. toi, toi  - alles paletti!
Keine Ausfälle, kein Lahmen, alles gut. Wir toppen das Ergebnis vom letzten Mal, wo er nach 1,5 Jahren wieder gespritzt werden musste. Unser TA meinte bei der Abholung, vielleicht müßte er sogar nie wieder zu ihm kommen...... Da glaub ich jetzt zwar nicht dran aber solange es hilft.... Er war im März 19 Jahre und es schaut gut aus, besser als es mit 12 Jahren aussah....
Demnächst geht er wieder zu Gaudron zur Behandlung. Und dann erst wieder im Herbst.

Liebe Grüße
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Christine am 27.06.19, 14:33
Servus an alle Interessierten,

Keaton war im Mai wieder in Wolfesing und hat sich "seine" Spritze abgeholt.
Davor ging er ungefähr 1-2 Wochen etwas lahm - wie immer vorne links.
Wir haben nicht lange gewartet und ihn, als klar war, dass es nicht besser wird, in der Klinik angemeldet.
4 Tage danach war er dort und nach weiteren 3 Tagen kam er wieder heim.
In Wolfesing hat man eine Lahmheitsuntersuchung gemacht, sichergestellt, dass es wirklich links ist und von der Zyste kommt.
Danach wurde die Größe der Zyste kontrolliert - immer noch gleich, nicht größer geworden.
Und dann wurde er mit Cortison und Hyarolonsäure in das betroffene Gelenk/die Zyste gespritzt.

Inzwischen ist der 4-wöchige Schrittaufbau (mit 10 Minuten beginnend und innerhalb 4 Wochen auf eine Stunde gesteigert) abgeschlossen und wir haben mit dem Trab begonnen.
Keaton läuft wieder absolut sauber und schwungvoll. Gott sei Dank!

2017 im April war er das letzte Mal beim Spritzen. Man kann also sagen, dass es (bisher) im Schnitt um die 2 Jahre gut geht.

Er bekommt aber zusätzlich immer noch 2x jährlich die osteopathische Behandlung mit dem vorherigen Moxen.
Das ist seit der Diagnose unser "Standard" und ich bin überzeugt, dass es ihm hilft, solange "durchzuhalten".

Keaton ist heuer 20 Jahre alt geworden und hat diese Zyste wahrscheinlich schon bei weitem länger als wir ihn haben.
In unserem Besitz ist er seit nun 8,5 Jahren.
Und er ist fitter und sieht bei weitem besser aus, als er es war und als er aussah als wir ihn bekamen - trotz Zyste  ;D

Allerdings muss man der tatsache ins Auge sehen, dass die Zyste nie "verschwinden" wird und er damit leben muss.
Seit wir die Diagnose haben und Bescheid wissen (2015) geht das sehr gut.
Das er in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen behandelt werden muss ist dabei unabdingbar.

Ich möchte mit diesem Berichten nach wie vor allen betroffenen Besitzern Mut machen, dass eine Zyste - soweit erkannt und behandelt absolut nicht das Ende eines Pferdelebens oder der Reitbarbkeit bedeuten muss!

Grüße
Christine
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Hexle am 27.06.19, 15:03
hi Christine das freut mich so sehr für euch, dass Keaton doch mit einem überschaubaren Aufwand so fit zu halten ist  :D :D
Titel: Re: Zyste am Ellenbogen
Beitrag von: Sonne am 22.07.19, 09:09
Danke für Dein Update Christine...und schön dass es so gut ist bei Euch.

Was bei uns der finale Grund der Lahmheit ist/war -kann ich gar nicht sagen.. aber auf jeden Fall geht es meinem Burschen auch gut.. und er läuft gerade mit seinen 23 wirklich gut - ein bisschen besser als früher sogar :)