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Interessengemeinschaften => Pferdejugend, Reitbeteiligungen uvm. => Thema gestartet von: {Epona} am 03.01.09, 23:36

Titel: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: {Epona} am 03.01.09, 23:36
Hey ihr...

Ich bin am überlegen, ob ich mein Pferd als Pflegepferd vergebe...

Er ist zur Zeit recht unausgelastet. Ich mache zwar einmal am Tag was mit ihm, das reicht ihm aber nicht.

Die Person dürfte alles machen, außer reiten... (bin grad am einreiten, daher)

Ich denke grundsätzlich ist es keine schlechte Idee, ich weiß nur nicht ob ich es ertragen kann, wenn jemand anderes mit meinem Pferd etwas macht...

Ich habe halt auch sehr genaue Vorstellungen im Umgang mit dem Pferd... Da muss es schon wirklich passen, damit ich da beruhigt sein kann...

Außerdem würde eine kleine Finanzspritze mir im Moment echt gut tun Obwohl ich da einfach gucke, je nachdem obs passt, ob ich dann was verlang oder nicht...

Was meint ihr?
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Jezabel76 am 04.01.09, 00:24
Hallo Epona,

ich meine, du solltest dir klar werden, was DU eigentlich willst - vorher kann dir keiner einen vernünftigen Rat geben.
Wie alt ist dein Pferd? Du bist es am einreiten und machst jeden Tag was mit dem Pferd? Was soll denn die "Pflegerin" noch machen?
Ich finde es schon ganz schön viel, wenn du jeden Tag was mit dem Pferd machst. Willst du das Pferd zum Unterhaltungsjunkie machen *g?

Ich wollte - obwohl ich selbst lange Reitbeteilgung war- keine RB haben, denn ich stehe auf dem Standpunkt, dass ich wenn, dann mein Pferd doch lieber selber versaue *g.
Außerdem habe ich nicht das Gefühl, dass ich eine RB brauche. Mein Pferd hat den ganzen Tag genug Auslauf und Unterhaltung, da kann sie es verkraften, wenn ich mal nicht da bin.
Hat Dein Pferd genug Auslauf und Kontakt zu Pferdegesellschaft?

...und gerade beim Einreiten kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Pferd NICHT ausgelastet ist, wenn es jeden Tag was schaffen muss.

Glaubst du denn- darüber hinaus -  ernsthaft, dass du eine Person findest, der du vertrauen kannst, und die sich "nur" um dein Pferd kümmert, ohne es reiten zu wollen?
Da melden sich doch allerhöchstens irgendwelche Teenies, denen ich nie und nimmer mein Pferd anvertrauen würde.

Davon abgesehen, die Sache mit der Finanzspritze - ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt - aber für mich klingt das schon so, als hättest du die Finanzspritze nötig, stimmts?
Denn für so eine Tüddelbeteiligung wie du sie suchst, würde ich ganz sicher kein Geld zahlen.
Auch verstehe ich den letzten Satz in deinem Posting nicht -  Je nachdem obs passt oder nicht verlangst du Geld oder nicht????
Wenns nicht passt, dann nimmst du Geld?????????????????

Wenns nicht passen würde, dann würde ich die Person einfach heimschicken. Sorry, aber das versteh ich nun gar nicht.

LG Isa


Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Carlotta67 am 04.01.09, 00:35

Ich hätte eigentlich sehr gern eine RB, es gibt aber hier keine.  :(

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß jemand Geld dafür bezahlt ein Pferd zu "pflegen" sprich für vielleicht spazierengehen und ein bißchen putzen?  ??? ::)
So pferdenarrisch, daß man nur fürs anfassen und tüddeln bezahlt ist wohl kaum einer.
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: {Epona} am 04.01.09, 00:36
Danke für deine Antwort!

Der letzte Satz war so gemeint, das ich nicht wirklich sicher bin, ob ich Geld nehmen will. Wenn ich eine Person finde, bei der es passt, würde ich auch auf Geld verzichten, wenn diese es sich z B nicht leisten könnte oder es nicht einsieht, wie auch immer...

Und nein, ich habe das Geld nicht wirklich nötig. Ich denke auch nur an ca 20 Euro pro Monat für vielleicht 4 mal die Woche was machen...

Und er wird im Moment nicht so anstrengend gearbeitet, da wir ungünstige Platzverhältnisse haben auf Grund der Witterung. Weshalb auch das mit dem Einreiten nur sehr zäh voran geht...

Daher denke ich, wäre es nicht verkehrt, wenn er vielleich 3-4 mal die Woche 2 Mal am Tag leicht gearbeitet wird. Früher konnte ich das Selbst machen und habe einfach gemerkt, das mein Pferd zu dieser Zeit viel besser drauf war. Und auch Ausgeglichener.

Und ich suche keine Tüddelpflegerin, sondern jemanden der ernsthaft was mit meinem Pferd macht. Z.B. auch Arbeit am langen Zügel und solche Sachen. Mein Pferd kann diese Dinge...

Das Pferd ist übrigens auch kein Jungspund sondern schon 7 Jahre. Also nicht das du jetzt denkst, ich will ein Jungpferd von 3-4 Jahren mit Arbeit überfordern...
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Jezabel76 am 04.01.09, 00:42
Huhu Epona,

naja, wenn du das Geld nicht nötig hast, dann kannst du ja auf die 20 Euro auch noch verzichten *g
Aber auf der anderen Seite sagtest du ja, dir würde eine Finanzspritze gut tun...

Andererseits- wo sind die Bodenverhältnisse gerade keine Katastrophe? Bei uns ist alles bockelhart gefroren. Ausritte findet nur im Schritt statt, alles andere ist indiskutabel.
Der Auslauf ist eh gefroren und sogar die Halle ist zum Teil eingefroren!!!
Von daher... der nächste Frühling kommt bestimmt.
Was macht das Pferd denn, dass es dir so unausgelastet vorkommt?

LG Isa

Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Eva am 04.01.09, 00:44
Entschuldige, aber wie kommst Du auf die Idee, dass jemand dafür zahlt, Dein Pferd zu pflegen? Sicher gibt es da Mädels, die das gern machen - nur haben die wohl eher 20 Euro im Monat Taschengeld und können nix zahlen.

Gut, Arbeit am langen Zügel dürfte man auch machen ... trotzdem, ich seh irgendwie niemanden, der mit einem fremden Pferd arbeitet, dafür zahlt und irgendwie trotzdem nicht zum reiten kommt. :-\
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: {Epona} am 04.01.09, 00:53
Ich verstehe immer nicht, warum man nur fürs Reiten zahlen soll... Alles andere ist genauso Umgang mit dem Lebewesen und so viel wichtiger... Aber gut, das ist ein anderes Thema... Davon mal ganz abgesehen habe ich früher auch nur dafür bezahlt, Bodenarbeit machen zu dürfen und das gerne, wenn ich dabei was lernen konnte. Und bei meinem Pferd kann man denke ich was lernen...

Sicher wären paar Euro nicht schlecht um zum Beispiel das Futter mit abzudecken. Aber es ist jetzt nicht so, das ich es dringend bräuchte...

Ich kann nicht wirklich beschreiben, woran ich merke das er unausgelastet ist... Zum einen ist es, das er die anderen Pferde disst, was er immer macht wenn er unausgeglichen ist und zum anderen hat er einfach wahnsinnig viel nicht kompensierte Energie...
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: terra am 04.01.09, 18:23
Geld, ein heisses Ding. Ganz ehrlich? Wenn ich an einem fremden Pferd nur tüddeln dürfte und sinnvoll l! Bodenarbeit machen, würde ich Geld verlangen.
Und noch mal ganz ehrlich? Gerade zur Bodenarbeit würde ich mein eigenes Pferd nur sehr ungern aus der Hand geben...
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Dominachen am 04.01.09, 18:32
Also ich würde nicht dafür zahlen dürfen, weil ich dem Besi eines Pferdes unter die Arme greife, vielleicht sogar ein paar seiner Aufgaben und Pflichten übernehme.

Ohnehin bin ich der Meinung, dass man mit Reitbeteiligungen oder Pflegemädchen vorsichtig sein sollte, wenn man Wert auf die Ausbildung und Benehmens seines Pferdes legt. Ich habe dazu schon genug negative Beispiele gesehen.  ;)
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: ahpe am 04.01.09, 18:47
Ich sag nur: Viel Spass bei der Suche  ;D
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Grittlly am 04.01.09, 21:18
So etwas findet man oft nur, wenn es nichts kostet, oder man vorher die RB war und das Pferd wenn es krank ist nicht im Stich lassen will oder auf eine RB spekuliert. Ich würde auch mit einem Pferd Bodenarbeit machen um etwas zu lernen, aber nicht dafür zahlen wollen. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass beide Parteien einen Vorteil davon haben. Ich weil ich etwas lerne und der Pferdebesitzer, weil ich dann mit dem Pferd in seinem Sinne arbeiten würde.

Wenn ich mir ein unausgebildetes Pferd kaufen sollte, bin ich froh, wenn ich jemand habe auf den ich mich verlassen kann und der mit mir das Pferd so ausbildet wie ich es mir vorstelle. Verlangen würde ich da nichts. Würde ich es in Beritt geben, würde ich einiges zahlen müssen. Da empfinde ich eine RB die nichts bezahlt und mit mir das Pferd ausbildet als Geschenk  ::)
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: {Epona} am 11.01.09, 18:27
Na ja, werde das Geld erstmal außen vor lassen...

Ich denke ich werde einfach mal einen Außhang machen und dann gucken. Entweder meldet sich jemand, bei dem es einfach passt, oder eben nicht...

War jetzt jedenfalls die Woche 2x tägl. draußen und habe so jeden 2 Tag zusätzlich zum normalen Programm noch etwas entspannendes gemacht und siehe da, Pferdi ist viel besser drauf... Also vielleicht wäre es doch von Vorteil...
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Mönchen am 12.01.09, 09:13
Vielleicht kannst Du etwas an den Haltungsbedingungen ändern damit Dein Pferd sich nicht so langweilt. Viel  Auslauf, Knabberholz , andere Kumpels, e.t.c.

Ein paar mal kam mir der Gedanke mit der RB auch schon aber das hab ich schnell verworfen, ich habe meine Stute seid dem sie 1.5 ist, alles hab ich ihr alllein beigebracht und investiere seid 2 Jahren in richtig guten teuren Unterricht. Ich seh es mittlerweile so wie Branderup es mal sagt "der Reiter ist der Bildhauer seines Pferdes" und ich möchte mein Kunstwerk selber bearbeiten um irgendwann mal stolz auf das zu blicken was ich erreicht habe.
Es sind so viele kleine Bewegungen bei denen wir uns verstehen, da ich sie schon so lange habe, dass die Verständigung bei einer 2. Person echt hacken könnte.
Da will ich mir nicht´s kaputt machen lassen, mein Pferd soll so fein bleiben.

Ich könnte es auch nicht ertagen wenn jemand was in meinen Augen falsch machen würde mit ihr, damit muß man ja erstmal rechnen  und  erst recht nicht wenn dann mal was passieren würde, ich würd wohl immer denken mir wäre das nicht passiert, warscheinlich zu unrecht.
Wenn man das dann so abwägt lohnt sich das Risiko in meinen Augen nicht.

Ich sehe es auch kritisch Überhaupt jemanden zu finden, du müßtest erstmal mehr Zeit investieren zur Einweisung, denn Dein Pferd kann einer RB kaum allein viel beibringen und auch wenn es Dein Pferd jetzt kann, wenn die RB es nicht kann, kann es Dein Pferd vielleicht nachher auch nicht mehr. Jemand der Bodenarbeitsmäßig  erfahren ist der zahlt nicht, der wird bezahlt oder möchte auch reiten .

Simone   
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: {Epona} am 12.01.09, 11:54
Danke für deine Gedanken Mönchen!

Na ja, was soll ich an den Haltungsbedingungen ändern? Er hat zwei etwa gleichaltrige Pferde um sich, mit denen er viel spielt, richtig viel. Platz haben sie auch super viel. Zur Zeit, solange es gefroren ist, sind sie auch 24 Std auf Koppel mit freiem Zugang zum Offenstall, also auch sau viel Platz.

Ich habe halt einfach gemerkt, jetzt wo ich ca jeden 2. Tag noch was zusätzlich mit ihm gemacht habe, z B spazieren bummeln oder so, war er viel besser drauf. Energie zum Spielen und so hat er trotzdem noch genug!
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Schnett am 16.01.09, 20:42
Vielleicht wäre ein Haflinger dankbarer?

*dug*

Das war jetzt nicht bös gemeint, aber was möchtest du?

Du reitest ein erwachsenes Pferd jetzt ein. Er kann sicherlich schon unheimlich viel, was dir das Einreiten auch leichter macht und nun ist er dir zu pfeffrig?

Meine Jungs sind man grad 3,5 Jahre alt. Haflinger. Sie werden von mir 2 mal die Woche bewegt und ja ich habe auch ein Pflegemädchen das einmal die Woche kommt und longiert, frei arbeitet oder spazieren geht.

Sie muss nichts dafür zahlen, denn ich bin dankbar sie gefunden zu haben. Sie arbeitet die Pferde genau wie ich und wenn ich am WE mit ihr zusammen in den Stall fahre, dann darf sie auch mal reiten oder ich zeige ihr wie sie mit dem Reifen den Platz abschleppt.

Sicher sind meine 2 bei dem Wetter auch extrem knackig zumal der 24 Stunden Paddock zugefroren ist. Sie knacken aber nicht los, sobald sie auf besseren Boden kommen. Sie reissen sich so lange zusammen bis ich ihnen die Erlaubnis zum Spacken gebe.

Ich verstehe nicht, warum dich dein Pferd überfordert und wo das Problem ist... Sorry
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Jezabel76 am 16.01.09, 20:55
Also ganz ehrlich, ich finde man kann ein Pferd auch zum Unterhaltungsjunkie machen. Man ist doch nicht nur auf der Welt, um sein Pferd zu bespaßen.

Meine junge Stute (5) ist grad auch ganz schön knackig unterwegs. Aber damit muss man halt leben zu der Jahreszeit. Sie steht den ganzen Tag draussen mit ihren Kumpels, hat Unterhaltung und Platz. Ich kann sie trotzdem gut handeln, manchmal bemerkt man halt die überschüssige Energie - aber damit kann ich leben.

Je mehr du mit deinem Pferd machst, desto mehr wird es doch fordern!!!

Wenn das Tier dann noch mehr Ausdauer hat und noch mehr Muskeln aufgebaut hat, wenn es noch fitter ist - willst du dann dreimal am Tag hingehen und es bespaßen?


Ich habe nicht jeden Tag zeit für mein Pferd. Mal hab ich mehr Zeit, mal weniger. Grade diese Woche bin ich ziemlich erkältet und ich konnte mir schöneres vorstellen als bei der Kälte draußen zu sein. Da muss sie dann eben mal zurückstecken. Ich bin ja halt doch nicht die Sklavin von meinem Pferd.

LG Isa
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: carienchen am 11.03.09, 09:45
Hallo!
Ich bin (wieder) eine Reitbeteiligung und ich finde, dass eine RB nur dann sinnvoll ist wenn
a) ein Pferd vorhanden ist, dass von seinem Besitzer nicht bzw. nicht mehr geritten wird (war bei mir aus unterschiedlichen Gründen bisher immer so, z. B. Beisteller, Pferd eines TA der es gerettet hatte, z. Zt. Zweitpferd für das der Besitzerin die Zeit nicht reicht, dass sie aber nicht weggeben will weil sie ihn von Geburt an hat).

b) wenn es wirklich passt und ein Besi das Pferd zwar reitet aber zu wenig Zeit hat, damit meine ich jetzt nicht 3 x die Woche!

Ich hätte als RB keine Lust, mich zu 100% auf den Besi einstellen zu müssen! Wenn dieser die Reiterei so ernst nimmt wie ihr das hier beschreibt (ich kann das grundsätzlich verstehen, ich hatte auch ein eigenes Pferd und hätte da nur zwei Personen drauf gelassen, von denen ich wirklich überzeugt war, dass sie weit mehr davon verstehen als ich - in den meisten Fällen bezahlt man dann jedoch Geld und es nennt sich dann Beritt und nicht RB  ;) dann soll er sich auch selber darum kümmern! Jeder reitet nunmal anders und 100% Übereinstimmung wird man m. E. nicht erreichen! Natürlich spreche ich mich mit der Besi ab, wie was zu machen ist. Wiir haben da auch keine Probleme weil wir ziemlich auf einer Wellenlänge liegen, trotzdem möchte ich als RB (bin 27, reite auch schon ein paar Jahre... die meiste Zeit als RB) auch mal etwas so ausprobieren dürfen, wie ich es für richtig halte! Bei einem Pferd, das täglich von der Besi gearbeitet wird und vielleicht auch Turniere gehen soll, halte ich das wirklich für schwierig. Mir ist schon klar, dass das bedeutet dass die Besi mir vertrauen, aber ich hatte da bisher auch noch nie Probleme, da ich immer Pferde geritten bin, die eben nicht noch zusätlich von den Besitzern geritten wurden. Was anderes käme für mich auch nie in Frage, denn auch von diesen gibt es, warum auch immer genug. Meine jetzige RB ist übrigens "trotzdem" ganz gut ausgebildet, geht eine schöne A-Dressur, ist A-VS gegangen und reagiert wunderschön! Die Besi reitet ihr VS-Turnierpferd (M) und alle sind glücklich! Das heisst aber auch nicht, dass er "nur mir" gehör, manchmal kommt die Mutter oder die Schwester der Besi und reitet auch mit ihm aus. Das ist aber auch total OK, wenn ich an dem Tag eh nicht kann. Wenn ich ein Problem hab ist sie da und hilft mir und zum Unterricht nimmt sie mich auch mit, da sieht sie mich dann auch mal reiten... DAFÜR zahle ich dann ehrlich gerne meine fünfzig Euro und helfe, wenn Not am Mann ist auch mal im Stall (reinstellen, rausbringen, Füttern)... für nur betüddeln würde ich nicht zahlen, ebenso nicht für Reiten + tägliche Arbeit im Stall!

... wollte hier mal meinen Senf dazu geben.... die Besi's meiner letzten RB Pferde sagen auch, dass es schwer ist jemanden zu finden, Moritz hat auch fast zwei Jahre gestanden.... aber ich denke auch eine RB kann was erwarten dürfen, für ihr Geld!

LG Carienchen
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Gismo am 23.03.09, 11:17
Ich finde wer ein Pferd hat, MUSS Zeit und Geld dafür haben um sich allein darum zu kümmern.
Egal ob das Pferd im Offenstall lebt, den ganzen Tag draußen ist oder in der Box steht, es braucht regelmäßige Ansprache und Bewegung.
Eine RB für X-Tage ist dann ein Schmankerl, etwas das schön ist zu haben aber nicht notwendig um zu überleben.

Ich kenne eine die BRAUCHT Betrag X und Y RB, sonst könnte sie sich ihr Pferd nicht leisten. Dementsprechend mau ist es bei Sonderausgaben wie TA, Physio, Zubehör :-X

Ich hatte an meinem früheren Pferd eine RB (Teenie) die 1 - 2 mal die Woche geritten ist und dafür nix gezahlt hat, dafür war sie aber zum Schluß hin auch nicht mehr so zuverlässig. Und trotzdem war ich an diesen Tagen im Stall, obwohl es nicht zwingend notwendig gewesen wäre.




Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: tara am 27.03.09, 13:23
Meine Meinung:
sollte ich je wieder als RB auftreten müssen, dann nur ohne daß ich was dafür zahle.
Ich halte mich für mittlerweile so weit fortgeschritten, daß Pferd und Besi davon profitieren könnten.
Beritt kostet. Ich würde es umsonst machen.
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: terra am 27.03.09, 14:08
na ja, Tara, es gibt auch RB-Pferde denen man eigentlich nix mehr beibringen muss - auf denen also ein guter Reiter schlicht und einfach Spass haben und sich ohne grosse Anstrengung selbst noch weiterentwickeln kann :D. Dafür kann man dann auch vom guten Reiter wiederum Geld verlangen :D

Beim gemeinen Feld,-Wald- und Wiesen-Durchgehrasbuckelsteiger gebe ich Dir allerdings recht, da würde ich sogar Geld verlangen, dass ich mich draufsetzte....
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Schnett am 03.07.09, 12:41
Meine Meinung:
sollte ich je wieder als RB auftreten müssen, dann nur ohne daß ich was dafür zahle.
Ich halte mich für mittlerweile so weit fortgeschritten, daß Pferd und Besi davon profitieren könnten.
Beritt kostet. Ich würde es umsonst machen.

Das ist eine gute Einstellung.

Ich sehe das auch so.

Ich habe mir vor 4 Jahren einen Absetzer gekauft, welcher vor 2 Jahren mit Kumpel zu uns zog.
Als wir den Stall verließen um Selbstversorger zu werden haben wir ein zweites Pony gesucht.
Warum nach den Sternen greifen, wenn das Ziel so nah?

Wir haben den Kumpel gekauft.

Nun sind sie 4. Mein Dicker wird seit August geritten und seit Oktober gefahren, Kumpel braucht länger aufgrund diverser Wehwehchen.
Kumpel wird diesen Sommer angeritten und gefahren.

Ich habe 1 mal die Woche meine RL und einmal die Woche meinen FL (Fahrlehrer) da.
Sie unterstützen mich, sie helfen, sie arbeiten die Pferde selber, sofern ich mal im Urlaub bin, sie sind teuer. Je Unterrichtseinheit 25 Euro. Manchmal bekomme ich an Tagen wo beide gearbeitet werden eine Einheit geschenkt.

Aber ich selber habe zu den Unterrichten nicht die Zeit, dass jedes Pony 2-3 mal die Woche bewegt wird.
Darunter ist mir zu wenig weil a lernen sie noch und b vertrete ich die Meinung, dass weniger der Kondition schadet und den Pferden nicht gut tut da sie von Muskelkater zu Muskelkater schleichen, mit Pech.

Ich habe eine Wackelkandidatin als RB. Sie reitet sehr gut, mit und ohne Sattel. Sie reitet besser als ich und hat null Angstschwelle.
Aber sie meldet sich auch schonmal 2-4 Wochen gar nicht und kommt auch gar nicht.
Ich versuche die Regel 1-2 mal die Woche aufzustellen aber sie ignoriert diese.

Sie war anfangs total euphorisch, super glücklich und 3-4 mal die Woche am Stall - wennauch nur zum Füttern oder kuscheln -.
Ich verstehe es nicht. Ich  möchte nichts haben, ich "brauche" nur die Leistung, kann aber nichts bezahlen. Sie bekommt ebenfalls Unterricht, hat aber anscheind mehr Spaß auf Feten und Feiern im Stall und überall (sie ist 22)
Wir haben uns einmal morgends um 7 zum Verladen verabredet weil ich auf ein Seminar wollte. Sie konnte nicht mit aber wollte morgends helfen.
Abends um 9 rufe ich sie an, ob es bei morgen bleibt. "Wie nee? Ich nicht? Ja ich hatte zwar zugesagt, aber ich habe jetzt schon 3 Bier getrunken und ich kann dir jetzt sagen: Morgen kann ich nicht zu dir fahren wg. Restalkohol"

Ich leide so darunter, dass ich niemanden zuverlässiges finde, der mir hilft und Spaß dran hat, dass ich überlege den Kumpel abzugeben.
Ein älteres Pferd oder ein Beisteller würde wesentlich besser mit Arbeitspausen klar kommen als ein Jungspund
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: carienchen am 03.07.09, 13:56
@ Schnett: Das ist wirklich schade für Dich! Willst Du denn nicht nochmal versuchen, jemand anderes zu finden? Klar ist es schwierig für ein junges Pferd jemanden zu finden, der auch längerfristig dabei bleibt und sich auch darum bemüht, dass das Pferdi weiter kommt. Ich bin ja seit 1 Woche auch selbst wieder Pferde- Besitzer. Seit dem steht meine letzte RB auch nur noch rum.... Der war 12, als die Besi auf ein Großpferd umgestiegen ist, damals ging er A-VS! Dann stand er ein Jahr, damm kam für 2 Jahre eine RB, dann stand er 2 Jahre, dann kam ich ein dreiviertel Jahr.... jetzt steht er wieder. Ist dick und rund und eigentlich hat er sich über jeden Ausritt oder Springunterricht usw. gefreut. Da hab ich auch schon mal gedacht, hätt sie sich von ihm getrennt als er 12 und voll im Saft war, dann hätte er vieleicht noch eine liebe Person gefunden die sich länger um ihn gekümmert und  noch viel mit ihm gemacht hätte. Es bestünde aber auch die Gefahr, dass er dann immer für Turnierbegeisterte Kids hätte herhalten müssen, die ihn 3 Jahre genutzt und dann weiterverkauft hätten, weil sie ebenfalls auf ein Pferd umgestiegen wären.... Es ist echt eine schwere Entscheidung! Ich wünsch Dir viel Glück dabei!
Verkaufen ist echt schwierig, man kann den Leuten halt nur vor den Kopf gucken und nicht hinein! Dass sie nur das Beste für den Knirps wollen erzählen sie Dir alle. Wenn es dann mal anfängt Geld zu kosten, z. B. weil man Pony bei viel zu viel Gras auf der Koppel hält und dann der TA kommen muss und die Haltung unbequem wird weils Pferdi nicht mehr auf die Wiese darf..... Da gibts dann leider auch echt Gruselgeschichten  :'(
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Schnett am 03.07.09, 14:18
Ich finds halt nur ungerecht, dass ich ihm nicht gerecht werden kann.
Hab mir das um einiges leichter vorgestellt.

Seit einem Jahr ist er immer mal wieder ausfällig und konnte von meinen Lehrern auch nicht so mit ausgebildet werden wie der andere. Nun hängt er hintendran.

Sicher hätte er ein schönes Leben bei mir auf Weide, mit gelegentlichem Longieren und mal etwas Unterricht, aber es ist in meinen Augen nicht ok.
Ich hab es damals nicht bedacht.

Ich möchte halt auch nicht jeden drauf setzen. Die Beste Freundin von der RB hatte früher mal mein Pferd in Pflege. Sie macht das toll aber sie hat Angst. Sie longiert und reitet nur in meinem Beisein, das ist ihr lieber. Ist auch ok. Damit entlastet sie mich insofern, dass ich mich den Tag um das andere Pony kümmern.

Ich setze halt auch voraus, dass derjenige mit der Reitweise meiner RL und mir klar kommt (viel CenteredRiding etc. wir fangen bei A an und nicht beim Galopp in der Bahn)
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: dusty am 06.07.09, 22:17
Ich hab seit ner Weile mitgelesen... und ich als Pferdebesitzerin muss sagen: warum soll ich wen umsonst reiten lassen? Ich zahle für den Stall, den Beschlag, das Futter, die Ausrüstung. Und das soll ich wem anderes dann völlig kostenlos zur Verfügung stellen? Wenn man im Verein reitet, kostet es auch, oder? Meine RB's haben sich immer am Beschlag beteiligen und auch die Box misten müssen am Tag, wo sie im Stall waren. Damit ist längst nicht jeder klar gekommen und ich habe einige kommen und gehen sehen. Inzwischen ist das Pferd nicht mehr reitbar. Die letzte RB ist noch als Fahrbeteiligung für mein Shetty bei mir - dafür zahlt sie nichts mehr, weil ich froh bin, sie zu haben. Aber das sollte man doch mal in einer ruhigen Minute überlegen, bevor man auf alle Pferdebesitzer schimpft, die einem die Pferde nicht umsonst geben. Und nicht jeder Besitzer "saniert" sich auf Kosten von RB's. Es kommt auch immer drauf an, was ich haben will. Ein Turnierpferd wird halt mehr kosten - auch für die RB - als ein Freizeitkumpel. Bei uns waren alle 6-8 Wochen 20 Euro fällig. Mich selber regen die Anzeigen auf, wo Pferde für RB angeboten werden und als Kostenbeteiligung dann Beträge jenseits der 50 Euro stehen. Dafür kann man sich wirklich auch ein eigenes Pferd anschaffen. Ich bitte nur, nicht alles und jeden über einen Kamm zu scheren. Ich war nie von der RB abhängig, wollte nur ab und an auch mal einen freien Tag haben und jemandem schöne Ritte mit einem netten Freizeitkumpel, der weder stieg, noch buckelte noch durchging, ermöglichen. Zudem kann sich bei JEDEM im Beruf von heute auf morgen mal was ändern und man hat vielleicht auf einmal nicht mehr so die Zeit, wie beim Kauf des Pferdes. Da kann eine RB doch eine gute Lösung sein. Ich hatte selber vor den eigenen Pferden jahrelange RB's und beide Seiten haben voneinander profitiert. Ich von den Pferden und die Besitzer, wenn sie beruflich keine Zeit hatten, sich selber um die Pferde zu kümmern.
So Sprüche wie "Pferd UND BESI können noch von mir profitieren" finde ich dagegen ziemlich überheblich in einem Forum. Niemand kennt sich und kann das nun beurteilen, ob das wirklich so ist. Ging bei mir völlig schief, solche Überheblichkeit... Das Ende vom Lied: ein totes Pferd. Ich möchte niemanden persönlich angreifen! Aber mir kommen solche Sprüche wirklich bitter hoch.

Ich habe Hochachtung vor Schnett, wenn sie das zweite Pony doch eher verkaufen will. Es ist eben nicht einfach, jemanden zuverlässiges zu finden, dem man gerade so einen Jungspund ohne Magenschmerzen anvertrauen kann oder will. Je länger man sucht, umso länger steht das Tier herum. Hatten wir gerade im Stall, wo eine sich von ihrem Pony getrennt hat, weil es nicht paßte - entgegen aller Zureden - und seit gestern ist ein anderes Pony da. Ich selber könnte das nicht, aber ich habe Hochachtung vor jedem, der diesen Schlußstrich zieht.
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: silvana am 26.12.10, 19:15
hallo wollte mich hier auch mal zu wort melden.habe auch erfahrungen auf beiden seiten gemacht.
erst war ich selber besi und habs mit RB versucht.leider hab ich damit nur schlechte erfahrungen gemacht.
die leute wollen sich nicht auf eine einheitliche behandlung des pferdes einigen, unterricht brauchen
sie grundsätzlich nicht, denn sie können und wissen ALLES.am ende ist das pferd platt und der BESI
hat die kosten. vielen dank dafür. dann war ich ne zeit reitbeteiligung. na toll , hab das pferd aufgepäppelt.
wieder antrainiert nach einem dreifachen sehneschaden.futter hab ich auf meine kosten besorgt.
als es wieder wie ein pferd aussah und gut zu reiten war, kam die freundin der BESI und hat sie so lange in tiefem boden
geritten bis die sehne wieder hin war. kommentar zu mir: die ist aber schlecht gymnastiziert!
als ich dann meinen unmut über die lahmheit geäussert habe war ich das pferd los.erstmal stand sie wochenlang rum
ohne das die besitzerin sich kümmerte und dann wurde sie verscherbelt und bei nacht und nebel weggeholt.
keiner hat gefragt ob ich sie vielleicht kaufen möchte, da ich mich ja vorher komplett alleine um sie gekümmert hatte
9 monate lang. danke dafür.
seit drei jahren hab ich jetzt wieder ein pony und hab noch mal vor kurzem anlauf genommen eine RB zu finden.
eine annonce im heiseen draht ergab 600 klicks aber es war nicht einer dabei ,dem ich mein pferd anvertraut hätte.
wussten alle nix , brauchten aber keinen unterricht, weil kostet ja geld. was glauben die lewute denn?
es geht immerhin um ein lebewesen und nicht um eine ware .ne danke ich verzichte.dann steht sie eben mal wenn ich arbeite.
was geht bloss in den leuten vor?wie schon gesagt wurde: dann versau ich mein pferd lieber selbst.

Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: carienchen am 29.12.10, 17:39
Silvana, seit ich mein eigenes Pony hab geb ich Dir vollkommen Recht! Da will ich einfach niemand anderen drauf haben! Die sind so schnell versaut!!

Als RB hab ich das natürlich völlig anders gesehen  ;D Wobei ich mich, ähnlich wie Du, um die Pferde gekümmert und bemüht hab als wenn es die eigenen wären! Von den anderen Besis weiss ich aber auch, dass das die Ausnahme zu sein scheint. Eine RB die zuverlässig ist, einigermassen Reiten kann und sich darum bemüht mit dem Pferd weiter zu kommen scheint beinahe seltener als ein 6er im Lotto!

Nun bin ich glücklicher 2-Pony Besi, hab meinen eigenen Offenstall und das erste Mal das Gefühl, meinen Ponys geht es so richtig gut! Ich kann sie füttern wie ICH es für richtig halte, wenn das Wetter es zulässt können sie auf die Weide, der Paddock ist genau so groß wie ICH es für richtig halte usw! Nie würde ich mir da jemanden dazu holen!

Einzige Ausnahme: Jemand, den man WIRKLICH gut kennt und auch schätzt und wo man weiss das man zumindest grundsätzlich die gleiche Meinung über Fütterung, Auslauf und so weiter hat wie er! Den könnt ich mir dann sowohl als RB als auch als Einsteller vorstellen  ;)
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Hexenkind17 am 29.12.10, 18:27
Hallo,
zum eigentlichen Beitrag von Epona wurde schon alles gesagt.

Ich bin aber doch sehr überrascht, wie vehement hier manche Leute niemanden auf ihrem Pferd haben wollen.
Ich habe meinen Norweger inzw. seit 15 Jahren und war als Teenie als ich ih bekam. Für mich war es zeitlich also notwendig eine RB zu haben. Ich hatte am Anfang ein Mädels, die Anfängerin war und etwas Unterricht auf meinem Dicken nahm oder halt so rumzuckelte. War für alle Beteiligten absolut harmlos und nett.

Und das obwohl ich dabei war, das dicke Fjord dressurmäßig vernünftig auszubilden, hat das super geklappt. Er war froh mal 2x die Woche nur so durch die Gegend zu schludern und das Mädchen liebte ihn. Natürlich musste einiges erfüllt sein, dass Mädel musste vorsichtig mit den Händen sein und durfte sich am Boden (da war er anfangs ein Aas) nicht total die Butter vom Brot nehmen  lassen.
So clever sind Pferde doch, dass sie die Menschen unterscheiden können.  ;)

Danach hatte ich eine Stallkollegin in meinem Alter als RB. Sie war defintiv eine bessere Reiterin als ich und davon profitierte das Pony. Außerdem ritt sie auch schön viel mit ihm aus, was ich mich damals noch nicht so recht traute. Auch wieder Gewinn fürs Pony.
Wir hatten eine Stallkollegin die bitterböse war, weil alle RBs besser mit ihrem Pferd klarkamen als sie.  ::) Ich habe mich immer gefreut, wenn meiner was gelernt hat.

Dann gab es erstmal keine RB, aber eher weil Pony weiter weg sand und es dort schwieriger war eine zu finden und ich auch nun mehr Zeit hatte. (Studium)  ;D
Daraufhin stand ich in einem ganz tollen, aber recht teuren Stall. Ich hatte eine junge Widereinsteigerin als RB, die auch bei meiner RB Unterricht nahm (das probiere ich immer, machten die meisten auch), alles super.

Nachdem das Pony älter wurde und auch tw. stehen musste, gab es erstmal keine RB. Schnell wurde aber klar, dass Pony was tun WOLLTE. Er ging also bei einer guten Freundin 1-2 Tage im Kinderunterricht mit, was er klasse fand. Durch Spondylose im Rücken sollen nur noch leichtere Leute auf ihm reiten und er liebt es wenn die Gören auf/an ihm rumpusseln-  :D

Nach meinem und seinem Umzug geht er 1x die Woche mit einem Mädchen im Unterricht mit, 3x die Woche reiten ihn zwei Schwestern abwechselnd. Einmal davon ist Unterricht. Diesmal habe ich Rücken und kann leider kaum noch reiten.  :-[ :-[ Aber die Mädels vergöttern ihn und die Reitlehrer sind immer total begeistert, weil er soviel kann und so artig ist.
Und wenn ich mich mal wieder draufsetze und teste, kann er noch ALLES, nix von wg. hartes Maul und Durchlässigkeitsprobleme.
Für mich eine optimale Lösung, Pony wird bespaßt, ich bekomme etwas Geld und die Kinder lernen etwas.

Einfach zu sagen "auf mein Pferd kommt niemand anders" finde ich etwas kurzsichtig, klar, es gibt einige sehr spezielle Pferde, aber es können (!) alle davon etwas haben.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich am Anfang sehr, sehr kleinlich war. Es gab einige Regeln, die eingehalten werden mussten (gerade was Führen und Gelände betraf), beim Reiten weniger. Außer dieser paar Regeln ließ ich den RBs ziemlich freie Hand, was ich auch wichtig finde. Denn auch ich war vorher RB (auf diesem Pony) und weiß wie das sein kann.  ;D
Inzwischen bin ich aber auch deutlich lockerer.  ;D

Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Bonsai2 am 30.12.10, 12:59
Pflegekind geht bei meinem nicht, der geht mit denen spazieren. Aber ich habe seit Sommer ne prima RB, die ihn zu nehmen weiß, Spaß und sogar Tuniererfolge mit ihm hat. Allerdings kannte ich sie schon und konnte sie dann irgendwann für mich gewinnen. Mein Glück jetzt, weil ich seit 4 Monaten nicht reiten kann. Geld muß sie aber nicht zahlen. Ich kann ihr blind vertrauen.

Was ich allerdings schwierig finde, eine zuverlässige RB aus dem Internet zu finden. Die überschätzen sich fast alle.
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Wieselchen am 30.12.10, 19:25
Pflegekind geht bei meinem nicht, der geht mit denen spazieren.

Wenns wirklich um ein Kind geht, ok, Kinder sollte man nicht allein mit Pferden hantieren lassen. Aber ansonsten ist das Pferd schlecht erzogen, wenn es sich bei anderen Personen nicht zu benehmen weiß.
Das Pferd sollte von jedem händelbar sein, der grundsätzlich weiß wie man mit Pferden umgeht. Ansonsten ist das auch für jede RB oder Pflegerin zu gefährlich.

Ich verstehe auch nicht ganz warum auf das eigene Pferd niemand anders reiten können soll. Ich habe auf dem Wiesel immer nur RBs, die zwar nicht so super reiten können, aber sehr ruhig und besonnen sind, nicht auf Krampf was erreichen wollen und gerne Unterricht nehmen. Perfekt. Ich bin mit meiner RB zur Zeit super glücklich, das Wiesel lernt nix bei ihr, aber sie ist sooo zufrieden wenn sie reitet, das ist schön. Sie wird halt bewegt, darf mehr oder weniger so laufen wie sie will, wird nicht wirklich hart gearbeitet, bekommt genug Möhren.... für sie perfekt. Und ich hab ein motiviertes Pferd wenn ich Dressurarbeit machen will, denn ausgeruht hat sie sich ja.  ;D
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Hexenkind17 am 30.12.10, 21:33

Ich verstehe auch nicht ganz warum auf das eigene Pferd niemand anders reiten können soll. Ich habe auf dem Wiesel immer nur RBs, die zwar nicht so super reiten können, aber sehr ruhig und besonnen sind, nicht auf Krampf was erreichen wollen und gerne Unterricht nehmen. Perfekt. Ich bin mit meiner RB zur Zeit super glücklich, das Wiesel lernt nix bei ihr, aber sie ist sooo zufrieden wenn sie reitet, das ist schön. Sie wird halt bewegt, darf mehr oder weniger so laufen wie sie will, wird nicht wirklich hart gearbeitet, bekommt genug Möhren.... für sie perfekt. Und ich hab ein motiviertes Pferd wenn ich Dressurarbeit machen will, denn ausgeruht hat sie sich ja.  ;D
Genau so war/ist das bei mir auch.  ;D

UNd das einzige "Pflegekind" hatte immer die Mama dabei (auch Reiterin). Ich war auch noch minderjährig und die RBs meist in meinem Alter, das ging. Ich hatte aber immer einen Vetrag.
Die Mädels jetzt sind um die 16, entweder ist die RL dabei oder sie reiten (in der Halle/auf Platz) alleine, finde ich absolut ok.
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: carienchen am 04.01.11, 20:37
Wieselchen, ich denke man muss einfach die Verantwortung dafür übernehmen können. Das könnte ich für meinen Ecki momentan nur, wenn ich sehe das ich einen wirklich guten Reiter habe! Eine Freundin, die begeisterte Ponybändigerin ist und alles reitet und sich auch durch Hüpfer usw. nicht aus der Fassung bringen lässt, würde ich mein Pony blind in die Hand geben! Jemanden, den ich nicht wirklich gut kenne... schwierig! Wenn der ne RB abbuckelt oder abwirft und die verletzt sich, dann heisst es hinterher ich hätte irgendwas verschwiegen oder soo schlimm hätte man sich das ja nicht vorgestellt....Und es hat schon viele gegeben die angeblich M reiten und dann nichtmal wissen wie man die Zügel richtig hält...

Wenn man ne Halle hat und die RB Unterricht nehmen kann und wirklich schon sicher reitet, womit ich keine Lektionen meine sondern einfach auch bei kleinen Hüpfern besonnen bleibt, ist es wesentlich einfacher!

Daher kann ich es verstehen das es viele Leute gibt die meinen, mein Pferd kann keine RB reiten, auch wenn es sicher anders wäre- es gibt sicher etliche (RB's) die meine Pferd besser reiten könnten als ich - aber das muss ich doch nicht wollen, oder  8) ß
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Wieselchen am 04.01.11, 20:45
Ok klar, wenn das Pferd zu unberechenbar und schlecht erzogen ist oder aus anderen Gründen nicht gut händelbar hätte ich auch Bedenken mit einer RB. Nun ist mein Pferd brav und lieb, so daß ich mir über Buckler o.ä. keine Gedanken machen muss. Ok, ausreiten dürfen sie nicht ohne Übung, da ist das Wiesel zwar brav, aber sie erschreckt sich ja gerne mal und für ungeübte Reiter wäre das vielleicht etwas gefährlich.
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Hexenkind17 am 04.01.11, 22:10

Daher kann ich es verstehen das es viele Leute gibt die meinen, mein Pferd kann keine RB reiten, auch wenn es sicher anders wäre- es gibt sicher etliche (RB's) die meine Pferd besser reiten könnten als ich - aber das muss ich doch nicht wollen, oder  8) ß
Wieso nicht... *schulterzuck* Verstehe das Problem nicht ganz, wenn Pferd (und wohl auch Reiter) dadurch profitieren.  ???

Muss dem Wieselchen zustimmen, meiner war beim Reiten auch schon immer pottenbrav, ins Gelände durften aber auch nie alle RBs mit ihm, sondern nur die wirklich Sattelfesten mit Erfahrung. Mit den Mädels bin ich ab und an, wenn ich Zeit hatte, mit dem Rad oder zu Fuß ins Gelände gegangen, das fanden die toll. Alleine wäre es mir auch zu gefährlich gewesen.
Bei dem Dicken gab es eher im Umgang ganz feste Regeln, ihn nicht drängeln lassen, nicht aus der Hand füttern, da er sonst anfängt zu knapsen (das HASSE ich!) etc.
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: Bonsai2 am 05.01.11, 09:13
Wenns wirklich um ein Kind geht, ok, Kinder sollte man nicht allein mit Pferden hantieren lassen. Aber ansonsten ist das Pferd schlecht erzogen, wenn es sich bei anderen Personen nicht zu benehmen weiß.
Das Pferd sollte von jedem händelbar sein, der grundsätzlich weiß wie man mit Pferden umgeht. Ansonsten ist das auch für jede RB oder Pflegerin zu gefährlich.

Das bezog sich nur auf Kinder. Ich hätte ein Putzmädchen übernehmen können, aber bei der hatte ich nicht das Gefühl, daß ich sie alleine mit dem Pferd hantieren lassen könnte. Damit meine ich, von der Box zum Anbindeplatz und zurück. Sie hatte vorher ein Pferd täglich alleine aus der Box holen und putzen dürfen.

Er ist eigentlich sehr brav und umgänglich, hatte aber vor einem Jahr verletzungs- und umszugsbedingt kein so gutes Benehmen gezeigt. Wenn ich merke, daß nicht der Mensch am Strick das Kommando hat, sondern das Pferd, dann geht das eben nicht. Der merkt schon, wenn da einer nicht so sicher ist. Frei nach dem Motto, ich weiß wo das Gras wächst, kannst mich ruhig loslassen    ;D

Bei RB`s kommt es mir schon drauf an, daß Pferdi dadurch keine Verschlechterung beim Reiten zeigt. Dafür ging er zu lange durch zu viele Hände, daß ich das Erlernte und den Trainingszustand wieder herstellen konnte. Knoten kann ich da schon alleine reinreiten    ;)
Titel: Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
Beitrag von: carienchen am 10.01.11, 07:40
Mein Pony hat meine Freundin mal getreten- in Bauch und an den Arm. Nicht aus bösartigkeit sondern weil sie nach einem sehr anstrengenden Ritt in der Heide zu dicht hinter ihm von ihrem Pferd abgesessen ist. Sowas hat er auch noch nie gemacht, da hätte ich auch im leben nicht mit gerechnet! Normalerweise kann ich hinter ihm alles machen! Das war aber so eine Situation wo ich einfach sagen muss Pferde sind unberechenbar und für meines übernehme ich die Verantwortung für fremde Reiter nicht- auch wenn er vermutlich in zwei oder drei Jahren ein grottenbraves Anfängerpony sein wird *schulterzuck*

Und das es mein Ego angreift, wenn da regelmässig ein besserer Reiter als ich draufsitz, dazu steh ich einfach. Ich finds toll wenn ich jetzt sehte wie weit wir uns in 1,5 Jahren entwickelt haben- und das ganz alleine auf meine Kappe (und die meiner RL) nehmen kann. Dafür hab ich halt ein eigenes Pferd...
Sicher würde er sich unter einem besseren Reiter vlt. schneller entwickeln- und mit einem schwächeren würde er spazieren gehen...So bewegen wir uns halt im Rahmen der Möglichkeiten und dank wirkich gutem RU auch stetig voran  ;)