Pferdeforum

Haltung, Stallbau, Weidewirtschaft, Futter und Fütterung => Weide und Zaun => Was wächst denn da? Fragen rund ums Grünzeug => Thema gestartet von: Rubylein am 06.05.05, 23:51

Titel: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: Rubylein am 06.05.05, 23:51
Auf unserer Wiese hat sich der Kriechende Hahnenfuss rasant ausgebreitet, er soll ja schwach giftig sein. Jetzt würden wir das Zeug ganz gerne wieder loswerden!! Hat jemand einen Tip was man da am besten machen kann?
Titel: Re: Kriechender Hahnenfuss!!
Beitrag von: lunalinchen am 07.05.05, 22:51
Hallo, also wir haben dagegen gespritzt, war ein ziemlich unangenehmes Zeug in recht hoher Dosierung, Wartezeit waren 30 Tage. Allerdings hat's geholfen. Durch die langen Wurzeln wirst du sicher nicht viele andere Möglicheiten haben.
Titel: Re: Kriechender Hahnenfuss!!
Beitrag von: Rubylein am 08.05.05, 12:37
Hallo Lunalinchen,

sag mal, was habt ihr denn gespritzt? Und wo hattet ihr das Zeug her? Aus dem Raiffeisenmarkt?

Also ihr habt das aufgespritzt und mußtet dann 30 Tage warten, ehe ihr die Pferde wieder auf die Wiese gelassen habt? Mußtet ihr den Hahnenfuss anschließend abharken?

Na dann werd ich morgen mal losgehen...

Danke
Titel: Re: Kriechender Hahnenfuss!!
Beitrag von: lunalinchen am 08.05.05, 15:42
Wir haben uns beim Raiffeisenmarkt beraten lassen und unser Bauer hat das dann per Trecker/Spritze gespritzt. Für 1 ha brauchten wir fast einen großen Kanister davon. Wir haben damals im August gespritzt und sind erst im Frühjahr wieder auf die Weide gegangen, die offizielle Wartezeit betrug jedenfalls 30 Tage. Zumindest war's sehr erfolgreich.
Titel: Re: Kriechender Hahnenfuss!!
Beitrag von: ginsche am 09.05.05, 15:39
Bei mir läuft auch gerade eine große Antihahnenfußaktion. Ich habe mir bei Raiffeisen Banwel M (Tipp von hier) besorgt. Sonntag habe ich gespritzt und das Zeug läßt schon die Köpfe hängen. Scheint also zu funktionieren. Allerdings habe ich eine Sprühflasche benutzt und wirklich nur die befallenen Stellen auf der Wiese gespritzt. Wartezeit ist 28 Tage, steht auf der Flasche. Ich werde sie aber länger ruhen lassen.
Titel: Re: Kriechender Hahnenfuss!!
Beitrag von: Waddington am 09.05.05, 15:55
Einmalig sind solche Aktionen sicher O.K., allerdings muss man sich auch fragen WARUM der Hahnenfuß so überhand genommen hat.

- Hahnenfuß hat ein ausgesprochen gutes Regenerationsvermögen. Dauerhafter tiefer Verbiss fördert diese Pflanze gegenüber Gräsern und anderen Kräutern. ---> rechtzeitig Umweiden, die Pferde nicht so lange auf einem Stück lassen. Wenn kleine Weideflächen, dann Portionieren und dafür sorgen, dass sich das Gras erholen kann.

- Hahnenfuß liebt schwere, verdichtete Böden. Wenn keine Pflegemaßnahmen vorgenommen werden, wird er sich in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder ausbreiten. ---> Im Frühjahr die Wiesen mulchen, also die obersten zwei cm aufreißen, abschleppen, evtl. kalken. Auch hier auf Regenerierung achten, also die Regenwürmer ihre Arbeit machen lassen, ohne dass die Pferde ständig drauf rumtrampeln.
Nicht zu tief mähen, falls Heuwiesen.

- Weiden alternativ beweiden / zum Heuen stehen lassen. Im Heu ist Hahnenfuß ungefährlich. Durch gezielte Düngung Wiesengräser unterstützen (stickstoffbetont)

Das wären die ersten Maßnahmen nach erfolgreicher Behandlung. Bitte, bitte nicht nur spritzen sondern auch Vorsorge treffen.

:-)

Danke!




Titel: Re: Kriechender Hahnenfuss!!
Beitrag von: lunalinchen am 10.05.05, 13:01
Bei uns war es auch Banwel M, hat auf jeden Fall super gewirkt, wir haben die Weide aber auch länger als 28 Tage ruhen lassen.
Allerdings muß ich sagen, dass trotz Weidepflege der Hahnenfuß langsam wiederkommt, aber natürlich nicht in dem damaligen Ausmaß. Wir haben die Weide vor einigen Jahren in einem ungepflegten Zustand übernommen, düngen aber nun regelmäßig, die abgeteilten Stücke haben genug Zeit zum nachwachsen, überständiges wird ausgemäht, abgeschleppt wird auch regelmäßig. Als Heuweide ist sie nur bedingt geeignet, durch Hanglage und viel Schatten, außerdem brauchen wir sie ja auch im Sommer für die Pferde.
Titel: Re: Kriechender Hahnenfuss!!
Beitrag von: Aske am 06.06.05, 10:07
Ein Pferd bei uns im Stall hat sogar eine Allergie gegen Hahnenfuß-Pollen. Die Besitzerin muss sich jeden Tag mehrere Stunden Mühe machen dem Übel entgegenzuwirken...
Kamen bisher nur auf den Nenner: eine Motorsense muss her!
Titel: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: Martinaxx am 17.05.06, 10:39
Hallöle, was unternimmt man am besten gegen Ampfer? Überall auf unserer (neu übernommenen Weide) steht der nämlich fein säuberlich verteilt, und nicht zu knapp. Abmähen nützt ja eigentlich nicht allzu viel ... die Weide hat ab Juni 3 Monate Pause, da könnte man also alles Mögliche unternehmen ... Ich hoffe, jemand hat gute Tips für mich
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: MoonShadowStable am 17.05.06, 10:52
Hallo,

zur wirkungsvollen Ampferbekämpfung hilft nur:


Mir gehts ähnlich ... habe auch in diesem Jahr eine verkommene "Weide" übernommen, die einem Ampfer-Gewächshaus gleicht.  >:(
Habe mich fürs Ausstechen entschieden und eine Hälfte jetzt fertig - 1 (Trecker-)Anhänger voll.  ::)
Der Rest muss ich "hegen & pflegen" bis die Pferde das Weidegras drum herum abgefressen haben und kann dann erst hinterherstechen, sonst würde ich das jetzt schon hoch stehende Gras nur mit platt machen.

Kleiner Tipp: Wenn Du nicht mit dem Ausstechen hinterher kommst, dann knipse/schneide rechtzeitig die Blüten ab, bevor sich sich verbreiten.

So habe ich vor einigen Jahren schon eine Weide saniert ... nebst vernünftigen Weidemanagement mit kalken/düngen.

Es kommen zwar immer mal ein paar Pflanzen wieder, deren Wurzeln ggf. gekappt wurden, allerdings hält der Aufwand bei regelmässiger Pflege wirklich in Grenzen.

Viel Spass

LG MSS

Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 17.05.06, 10:54
Hallo,
meine zuvor völlig mit Sauerampfer und Bennesseln übersäte Wiese (ca. 50%) habe ich im letzten Frühsommer mit Starane Ranger (Dow Agro Sciences) gespritzt. Wirkung 100%. Die Wiese ist komplett frei. Nach dem Spritzen habe ich dem Unkraut 4 Wochen beim Sterben zugeschaut  ;) und konnte dann wieder beweiden. Ca. 60,-€ kostet das Mittel pro ha zzgl. Lohn für Spritze.
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Viki am 17.05.06, 21:20
Beni, wann und wie hast du die kahlen Stellen nachgesät?
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 18.05.06, 08:25
Ich habe sie gar nicht nachgesät. Da der Ampfer ja gleichmäßig die ganze Weide befallen hatte, waren keine großen kahlen Stellen entstanden, sondern der gesamte Grasbestand gewissermaßen nun eher locker verteilt. Also noch gleichmäßiger Bewuchs mit viel Platz gewissermaßen...übers Jahr haben wir das Gras 2x nachgemäht und zu Herbstbeginn nochmal leicht gedüngt. So ist der Bestand auch ohne Nachsaat durch selbständiges Bestocken der Pflanzen wieder dichter geworden.
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Viki am 18.05.06, 09:58
Das wäre evtl. eine Methode für meinen "Reitwiesenplatz" - da hab ich am Rand unter dem Zaun einen breiten Streifen Labkraut - könnte man mit der Rückenspritze machen...Ich konnte mich bisher nicht durchringen zur Spritzerei (Ampfer hab ich so im Griff) - aber vielleicht wär das mal einen Versuch wert...
Du hast also das ganze Stück abgespritzt, oder? Was geht dabei alles drauf und was bleibt stehen? Wie ist es mit Hahnenfuß (mein Problem)?
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 18.05.06, 10:16
Ja, die komplette Weide wurde behandelt. Starane Ranger wirkt ausschließlich gegen Ampfer, Löwenzahn und Brennessel. Anderes Unkraut stand da auch zum Glück nicht. D. h., die Wiese besteht jetzt wirklich nur noch aus unkrautfreiem Grasbestand. Gegen Klettenlabkraut und Hahnenfuß wirkt Starane nicht. Klettenlabkraut kann man mit anderen Spritzmittel bekämpfen, die dann jedoch gegen eine Vielzahl von anderen Pflanzen auch wirken, die auf der Wiese erwünscht sind. Das sind dann Spritzmittel für Getreide. Mir ist kein Spritzmittel zu Bekämpfung von Labkraut oder Hahnenfuß auf Grünland bekannt.
Für eine Weide-Spritzung ist mir echt nur Starane bzw. gleichwirkende Produkte anderer Hersteller bekannt.
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Viki am 18.05.06, 22:36
Das Labkraut wächst nur unter dem Zaun - da kann ruhig alles weg.

Den Hahnenfuß hab ich heute händisch gerupft - einen Schubkarren voll - kam mir ziemlich lächerlich vor  ::)
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 19.05.06, 08:32
Unter den Zäunen, wo alles weg soll, gibt`s ne ganz einfache, sehr wirksame Methode - "Round up" in die Spritze, einmal lang - Ruhe bis zum Herbst!!!! So halte ich die Ränder von meinem Sand-Reitplatz, die immer wieder begrünen wollen, sauber. Round up ist sehr einfach zu kaufen, im Gegensatz zu anderen speziellen Spritzmitteln.

Interessierts Martinaxx überhaupt noch? ;)
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Halifax am 19.05.06, 10:38
Wie sieht es denn damit an Weiderändern aus, an denen regelmäßig Hunde ausgeführt werden?
Kann man da auch round-up verwenden?
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 19.05.06, 11:22
Also wo ich mit dem Entfernen des Bewuchses, der immer in den unteren Draht hineinwächst, nicht hinterherkam, habe ich schon im späten Frühjahr eine Runde rum Round up gespritzt. Da ist dann vorläufig jeglicher Bewuchs abgetötet. Man hat dann gewissermaßen unter dem Zaun lang einen braunen Streifen um die Koppel. Im Herbst dann nochmal und man hat immer richtig Strom auf dem Zaun.

Problem ist, daß (soweit ich weiß) ein solcher Einsatz von Round up wegen der Umwelt eigentlich nicht genehmigt ich. Glaube ich jedenfalls! Weil man dabei ja rel. große Mengen austeilt.......
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: MoonShadowStable am 15.06.06, 08:43
Hallo,

um die Box wieder zu beleben:

Hab meine besagte Parzelle jetzt doch mit Herbizid (Round up, vom Landwirt zusammen gemischt 1:3) bekämpft.

Konnte einfach kein Ende sehen und der lieber Mann meinte "... Mensch Mädchen, machs Dir doch nicht so schwer ... es bringt doch nichts ..."  :-\  ::)

Begründet hat er das, weil sobald der Ampferstecher die Pflanze beschädigt, diese sofort mit der Photosynthese beginnt und damit nachfolgenden Aufbau von Bau- und Reservestoffen, um sich zu erhalten. Wenn sie dann nicht wirklich komplett entfernt wird, was bei mehrjährigen Pflanzen und deren Wurzelkonstrukt zwangsläufig passiert, ist es ein Fass ohne Boden.  >:(

Also hab ich mir einen Unkrauttuper oder auch -streicher genannt besorgt und habe bei jeder Pflanze min. 1 Blatt mit der Round up-Mischung abgeschrichen. Nach bereits 5 Tagen wurden die Spitzen gelblich-grün und nach 14 Tagen zerfallen die braunen Reste in sich zusammen.
Die jetzt doch noch grünen Pflanzen, die anscheinend nicht genug abgekommen haben, werden noch einmal behandelt.

Fazit: Der Arbeitsaufwand von max. 3 Stunden hat sich schon jetzt gelohnt, die Kosten sind gering und der Anblick ..... ein Traum.  ;D

Übrigens hab ich mir sagen lassen, dass das Bestreichen/Betupfen mit Round up auch in gewässernähe und von non-pro Landwirten erlaubt ist, weil nur geringen Mengen gezielt eingesetzt werden können.

LG MSS
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Martinaxx am 22.06.06, 09:34
Hallo Ihr Lieben,
danke für Eure ganzen Tips!
Ich habe jetzt vor drei Wochen mit Round-up gespritzt (Blumenspritze) ... war nicht so der Brüller, scheinbar viel Abdrift und nicht nur der Ampfer sondern auch ca. 20 cm drumherum mußte dran glauben ... und scheinbar hat's auch nicht überall gewirkt.
Habe dann letzten Sonntag eine weitere Runde mit Pinsel getupft, in der Nacht hat's dann kräftig geschüttet, hoffentlich hat's da überhaupt Wirkung gehabt. Zu sehen ist jedenfalls noch nichts. Na, ja, 'ne gute Woche sollte man dem "Coctail" ja auch Zeit geben, nicht?
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 22.06.06, 09:58
....da hast du aber echt willensstarken Ampfer ;)  Bei uns hat wirklich noch nie ne Pflanze Round-up überlebt. Allerdings muß es wirklich windstill sein. Hätte man vielleicht schreiben sollen, bin aber davon ausgegangen, daß das klar ist....

Ja, nach ca. 5 Tagen sieht man die Wirkung von Round-up. Spätestens. Hast du vielleicht zu stark verdünnt? Wenn du tagsüber spritzt und es nachts erst regnet, müßte es trotzdem sicher Ansterben.

Hatte meine Reitplatz ebenfalls mit Blumenspritze abgetötet. Nach 5 Tagen waren alle Pflanzen gelblich.
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: MoonShadowStable am 22.06.06, 10:30
Hallo,

mir wurde gesagt, dass es min. 5-6 Stunden regenfrei sein muss, damit das Herbizid eindringen & wirken kann.

Habe nun festgestellt, dass die Pflanzen, die noch stehen geblieben sind, der "krause Ampfer" ist mit wesentlich kleineren, spitzeren Blättern als der grossblättrige Sauerampfer.
Vermutlich braucht der mehr von der Streichlösung, um kaputt zu gehen.

@Beni: Sind Deine Pflanzen komplett zerfallen? Einiger meiner sehen aus als wenn sie kaputt seien, jedoch ist der Stengel teilweise noch grün. >:(

LG MSS
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 22.06.06, 10:54
Die Riesen-Ampfer-Bekämpfung erfolgte bei mir mit Starane.
Also alle großen Ampferpflanzen sind wirklich komplett abgestorben und zerfallen. Bei dem von dir beschriebenen ganz kleinen, spitzen Ampfer (keine Ahnung, was das ist), sind die Blütenansätze sofort abgestorben und bei einigen Pflanzen sind teilweise Blätter erhalten geblieben. Diese Pflanzen kamen aber nicht mehr zur Blüte und haben sich auch nicht ausgebreitet.

Ich vermute mal, daß diese Mini-Ampfer nicht die Ampferpflanzen sind, für die Starane (hatte ich genommen) eigentlich gedacht ist.
Beim Reitplatz und unterm Zaun ist mit Round-Up wirklich alles braun geworden. Auch der Mini-Ampfer. Ich spritze aber regelmäßig nach und es kann sein, daß gerade der zähe Mini-Ampfer sonst widerkäme.
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Martinaxx am 22.06.06, 11:04
Hei Beni,
windstill war es schon ... ich habe nur wohl etwas temperamentvoll gesprüht ...
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 22.06.06, 11:10
....hast ja auch `n xx im Namen ;)   ...da kann man etwas Temperament schon erwarten.....
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Martinaxx am 22.06.06, 11:11
... hi-hi ... das Temperament sollten aber eigentlich nur unsere Pferde haben ;-)
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 22.06.06, 11:27
...aber wie heißt`s so schön: wie der Herr so das Gescherr (schreibt man das so ???)   ;)

...wobei wir jetzt mal davon ausgehen, daß das Pferd der Herr ist.... ;D
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Jada am 03.04.07, 13:46
Hallo Beni,

wir haben auch ein Ampferproblem auf unseren 2 Weiden. Auf der einen ist er nur vereinzelt, auf der anderen in richtigen Feldern. Da wo wenig ist, will ich mit dem Ampferstecker dem Zeugs zu Leibe rücken, da wo viel ist mit Starane spritzen.
Jetzt Frage: Wo kriegt man Starane denn her, und wie hast Du das auf die Weiden aufgebracht? Ich meine mit Rückenspritze oder mit nem Traktor?

Vielen Dank!

Grüße Jada
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 04.04.07, 08:57
Hallo Jada,
ich habe Starane mit Traktor/Anhängespritze ausbringen lassen. Es wurde ja flächendeckend gespritzt und nicht nur eine Einzelpflanzenbekämpfung durchgeführt. Da hätte ich ja sonst Tage bebraucht.

Starane konnte ich im Landhandel bestellen. Gibts bei euch bestimmt auch. Raiffeisen etc. Viel Erfolg!
(Bekämpfung erfolgt aber noch nicht jetzt, sondern erst, wenn der Ampfer gut entwickelt mit geschobener Blüte ist.)
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Jada am 04.04.07, 15:14
Vielen Dank!
Ja mit dem Traktor werde ich das dann auch machen, denke ich. Verstehe ich das richtig, dass der Ampfer schon blühen muss, also die Blüten müssen schon richtig ausgeprägt sein bevor wir spritzen?

Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Beni am 05.04.07, 08:48
Hallo,
nein, der Ampfer darf noch nicht blühen. Die Pflanze muß sich im Wachstum befinden und der Blütenstengel muß "schieben". Das heißt, der Blütenstengel ist aus der Pflanze herausgekommen und deutlich sichtbar. Das steht aber nochmal genauestens in der Packungsbeilage. Ich weiß nicht mehr genau, aber ich glaube, ich habe erst im Juni gespritzt. Hängt ja vom jeweiligen Wetter ab.

Mal nebenbei: meine Wiese ist umgeben von Wiesen anderer Pferdehalter, die den z.T. ca. 50%igen Ampferanteil auf ihren Wiesen hinnehmen. So ist es ja nur eine Frage der Zeit, wann meine Wiese auch wieder so aussieht..... :-[

Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: Jada am 05.04.07, 14:48
Danke! :)

Jetzt habe ich das verstanden, ist ja auch besser so, denn wenn der Ampfer blüht, ist er ja schon wieder "gefährlich" (vermehrt sich ja wie blöd dadurch).

Werde aber jetzt doch wahrscheinlich mit so einer Rückenspritze arbeiten, habe mir das nochmal genau angeschaut: Hauptsächlich ist der Ampfer auf 2 Stellen/Felder auf der betroffenen Koppel und auch noch an der Rückwand am Offestall. Am Offenstall direkt komme ich eh besser mit einer Rückenspritze oder ähnlichem hin.

Habe allerdings das Problem, das meine Pferde den Ampfer teilweise abfressen! Einige Ampfer sind jetzt schon recht hoch, andere eben abgefressen. Die abgefressenen sind im Wachstum ja dann hinterher und wahrscheinlich noch gar nicht weit genug, wenn ich die hohen Spritzen müsste.
Ich werde die Koppel nach Ostern sperren, vielleicht "reicht" es den abgefressenen Ampferpflanzen dann noch zum nachwachsen. Meine andere Koppel ist halt erst vor 3,5 Wochen gedüngt worden, und das Gras noch nicht allzu hoch. Da will ich dann schon mind. 4 Wochen warten bis ich die Pferde drauf lasse.

Die Koppel mit dem vielen Ampfer soll allerdings auch noch mit Volldünger gedüngt werden (macht SB) und nachgesät werden (mache ich). Wie ich das zeitlich alles mit dem Starane und so hinkriegen soll, weiss ich allerdings auch noch nicht. Man kann ja nicht alles auf einmal machen.

Vielleicht werde ich die Ampferstellen auch nochmal jetzt mulchen, die Pflanzen am Stall mit der Motorsense niedemachen und erst im Herbst mit Starane bekämpfen. Dann kann jetzt im Frühjahr gesät und gedüngt werden.

Grüße Jada
Titel: Re: Wie am besten gegen Ampfer vorgehen?
Beitrag von: silva am 08.04.07, 23:47
HAllo Ihr Alle,

hihi, ich muss ja schon grinsen ;)

Als ich vor einiger Zeit... ich glaub das ist jetzt 2 oder 3 Jahre her hier schrieb, dass ich meinen Ampfer und die Brennesselfelder fies mit Starane bekämpfe, da wurde ich doch fast ausgebuht.

"Falsche Weidewirtschaft" "Die Brennesseln kann man doch mähen, fressen die Pferde doch gern", " Dagleich mit der Chemiekeule zuzuhauen.. IGITT"

Ich kann nur sagen, wenn man eine Ampfer- und Brennnesselkultur von knapp 2,5 ha übernimmt, dann bringts das Absensen auch nicht mehr.

Es ist doch ein unaussprechliches Vergnügen, wenn man diesen widerlichen Pflanzen-- ich hab immer noch keine Vermarktung für Ampfer gefunden-- beim SICHEINKRINGELN zusieht.

Im letzten Herbst waren dann tatsächlich nur noch einsame Pflanzen zu sehen, die, ihrer Blütenstände beraubt, schmollend auf meiner Weide stumm vor sich hinlitten.
Gemein ist an dem Zeug ja eigentlich das Saatgut, das bis zu 60 Jahre aktiv bleibt.

Und da kann man tatsächlich mit Nachsaat und gut gepflegter Grasnarbe vorbauen, denn Ampfer ist nun mal ein Lichtkeimer.

In diesem Jahr, am nächsten oder übernächsten Wochenende gehts den letzten manifestierten Pflanzen an den Kragen. Dann wird wieder gewalzt und Ruhe ist.

Es gibt auch in diesem Jahr keinen Kunstdünger denn der N-Gehalt im Boden ist immer noch relativ hoch.

Das Starane hab ich damals beim Kiebitzmarkt gekauft.

LG
Silva


Titel: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: Zuckerle am 29.04.08, 14:29
Hallo, wir sind vor kurzen Umgezogen.
Die Pferdeweiden sind hier über und über mit riesigen Hahnenfuß und Ampfer überseht.
Was aber als wir hergezogen sind, leider nicht Sichtbar war.
Nun möchte ich das Beste draus machen.

Was kann ich tun, damit ich die Weiden dieses Jahr trotzdem noch benutzen kann?

Die Weiden sollen als Pferdeweiden genutzt werden.
Also ist da nix mit Heu machen,-)
Ich möchte das Beikraut so schnell es geht bekämpfen,
egal mit was auch immer.
Mir ist nur wichtig das die Pferde innerhalb von 2-3 Wochen,
die Weiden wieder Problemlos nutzen können.
Haltet mich nicht für verrückt*g

Den mit Raus Stechen ist da nix zu machen, das wäre eine Lebensaufgabe ,-(
Die  Weiden haben einen Lehmboden und sind recht feucht.

Sollte ich mit Perlka Kalkstickstoff düngen?
Wird mir wohl bloß nix bei diesen Beikräutern helfen oder?


Gruß und schon mal Danke im Voraus ,-)
Titel: Re: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: KingGeorge am 29.04.08, 14:41
schau dir mal simplex an......... wartezeit 7 tage
Titel: Re: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: Zuckerle am 29.04.08, 14:47
Habe es mir grade angeschaut.
Wenn es das hält was drauf steht, wäre ja genial.
Kannte ich bis dato noch nicht,
vielen Herzlichen Dank, King George ;)
Rufe gleich mal die Baywa an,  ob die es vorrätig haben,-)

Titel: Re: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: KingGeorge am 29.04.08, 14:52
es geht wunderar, es ist zwar nicht alles weg aber bestimmt sind es dieses jahr 2/3 weniger als das jahr davor.
 
es geht auch noch garlon 4.......
Titel: Re: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: Zuckerle am 29.04.08, 15:11
was das Jahr zuvor war, weiß ich nicht.
Ich hätte da so kein Pferd mehr rauf stellen wollen.
Das sind voll die dicken Büschel Hahnenfuß und Ampfer
2/3 ist doch schon mal was ;)
Dann zupfe ich halt doch noch zusätzlich!

Sollte ich danach noch die Weiden düngen?(Kalkstickstoff)

Danke und einen schönen Tag dir noch

Titel: Re: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: KingGeorge am 29.04.08, 15:15
ich habe dann nicht mehr gedüngt, da mir dann die wartezeit wieder zu lang war ::)

alles was nicht tot war nach dem spritzen habe ich abgesennst, gebe es ja zu, bin zu faul um es raus zu stechen......  :-[

werden das dieses jahr noch mal machen und dann bin ich wohl alles los, zumindest erst mal  ::)
Titel: Re: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: Zuckerle am 29.04.08, 15:24
Grade beim Abmähen mit Hahnenfuß bin ich sehr vorsichtig.
Mir sagte man, das Mähen vom Hahnenfuß und auch vom Jakobs Greiskraut,
der falsche Weg wäre die Pflanzen einzudämmen,
denn durch das Mähen treiben sie wieder junge Triebe aus,
die für 6 - 7 Wochen noch keine Bitterstoffe,
aber die Giftstoffe enthalten und somit von Pferden gefressen werden können.

Bin ein großer Angsthase was meine Pferde betrifft ::)

Lg
Titel: Re: Hahnenfuß und Ampfer in rauen Mengen ,-(
Beitrag von: KingGeorge am 29.04.08, 15:30
bei solchen sachen bin ich auch vorsichtig, aber nicht beim ampfer 8)