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Pferdezucht, Aufzucht => Züchter => Stuten => Thema gestartet von: Elchnase am 01.08.07, 17:52

Titel: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 01.08.07, 17:52
Liebe Agrarler, nächstes Jahr möchte ich gerne meine Stute decken lassen und habe leider zugegebenermaßen keine Ahnung vom Züchten  ???. Wer kann mir die dümmsten Anfängerfragen beantworten? Gibt es gute Literatur für Grünschnäbel wie mich? Wäre toll, wenn sich jemand erbarmen würde...  ;)
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 01.08.07, 20:56
Hallöchen...  was möchtes du denn wissen? Hast du spezielle Fragen oder Sorgen?? Habe mir vor vier Jahren auch meinen eigenen Nachwuchs gezogen  :) Es gibt nix schöneres als alles von A-Z mit zu erleben!!
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: brini am 02.08.07, 10:09
Wenn du zugegebener Maßen gar keine Ahnung hast wäre es sinnvoll, die Stute vom TA untersuchen zu lassen. Weiterhin würde ich mich an den zuständigen Zuchtverband wenden, die können dir sinnvoll weiterhelfen, auch mit der Wahl des Hengstes usw.

Wenn du allerdings nur "vermehren" willst, solltest du dich mit reichlich guter Literatur eindecken (gibt es auch im Versandhandel) und dich auch an deinen TA wenden.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Coyana am 02.08.07, 11:05
Gib uns doch mal mehr Infos. Z.B. zu Deiner stute und was Du mit dem Fohlen vorhast. ;)
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 02.08.07, 12:48
Super dass ihr euch gemeldet habt  ;D ;D ;D

Ich habe eine 14-jährige Württemberger Stute (V: Wettruf, M. v. Grandios v. Grande). Sie ist ein tolles Pferd, sehr korrekt gebaut und wäre auf dem Stuttgarter Pferdemarkt fast Siegerstute geworden – wenn sie nicht nach der langen Warterei etwas abgedreht hätte (statt Schritt und Trab hat sie dann in der entscheidenden Runde Kapriolen und Levaden gezeigt  ;D). Sie hat super Gelenke, Sehnen usw., genetisch ist also alles o.k.
Das Fohlen soll für den Eigenbedarf sein. Ich bin Freizeitreiterin und kann mit ihr alles machen (Springgymnastik, Klass. Dressur, Langer Zügel, Halsringreiten, Gelände etc.pp).

Nun wünsche ich mir einfach einen Nachkommen, der natürlich möglichst ähnlich wird  8) Einen Hengst habe ich mir auch schon ausgeguckt: Gardez aus Marbach.

Natürlich werde ich das ganze Programm mit dem TA durchziehen und alles genauestens untersuchen lassen, klar  ;) Da kommen schon die ersten Fragen: Was muss ich unbedingt untersuchen lassen (Herpes etc.), damit auch nichts vergessen wird... Und noch eine dumme Frage: Muss ich sie in ein Stutbuch eintragen lassen *keineahnunghab*, wie läuft das am besten mit der Besamung ab? Wann sollte ich besamen? Soll ich jetzt schon die Rosse-Abstände beobachten? Was gibt es sonst noch zu bedenken? Hach, und ich hab noch viel mehr dumme Fragen auf Lager.

Bin sehr gespannt auf Eure Antworten...

Hallöchen...  was möchtes du denn wissen? Hast du spezielle Fragen oder Sorgen?? Habe mir vor vier Jahren auch meinen eigenen Nachwuchs gezogen  :) Es gibt nix schöneres als alles von A-Z mit zu erleben!!
Genau Kampfhühnchen, das ist ein großer Traum  ;D Was hast Du denn für Pferdchen? Die Frage geht natürlich an alle  ;)
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 02.08.07, 22:56
Hallo Elchnase  :)
Mein Stütchen "Schneewittchen" ist ein deutsches Reitpferd (Pinto) Vater Siox v. Samber. Ihr Sohnemann "Giant Sharour" jetzt 3J4M ist von Giant Step (aus dem Münsterland). Habe es noch nicht geschafft hier Fotos rein zu bekommen  >:( WIE GEHT DAS?? HILFE ??  ???
Kannte auch mal eine Stute von Grande. War sehr Ausdrucksstark in der Dressur. Kennst du den Hengst nur aus dem  Prospekt oder hast du ihn live gesehen. Ich finde gute Papiere alleine sagen nicht viel über den Charakter und der ist sehr wichtig  Ist der Hengst klar im Kopf, Nervenstark, gutmütig,usw... ?
Ich bin damals zu dem Züchter (privat) hingefahren. Habe mir alles angeschaut. Wie er gehalten wird, wie er im Umgang ist, unterm Sattel (vorreiten) durfte auch selber reiten. Das alles fand ich sehr wichig und für meine Entscheidung ausschlagebend.
Der Hengst hat im Natursprung gedeckt. Ist eine schöne Natürliche Sache  ;) die soll`n ja auch ihren Spaß haben. Allerdings hat es, wie so vieles Vor- und Nachteile. Verletzungsgefahr für beide. Kann passieren wenn die Stute doch nicht willig ist oder der Hengst zu grob ist. Schneewittchen Liebhaber war sehr zärtlich  :-* Und eine gründliche Untersuchung für Stute und Hengst (Herpes) Ist erforderich, aber das sagt dir wohl alles der Tierarzt.
Du kannst jetzt schon mal den Zyklus deiner Stute beobachten wie lange sie anhält und wann sie auf den Höhepunkt ist. Ich hatte den Vorteil das wir einen Hengst am Hof hatten. Seine Anwesenheit sorgte schon dafür das die Stuten regelmäßig aus dem Häuschen waren  ;) Falls du auch einen in der Nähe hast und der Besitzer es duldet, kannst du damit sehr genau die Empfängnisbereitschaft testen. Auch sehr hilfreich wenn du Frischsamen benutzt. Schneewittchen hatte ich eine Woche beim Hengst stehen und sie wurde 3 o 4x gedeckt.
Bist du in einem Reitstall, privat beim Bauer oder alleine? Ich fand es eine riesen Hilfe  das ich Schneewittchen bei einem erfahrenen Bauern im Umgang mit Pferden untergestellt hatte. So hatte ich unterstützung als es los ging. Und immer ein wachsames Auge von der Bäuerin die mich sofort benachrichtigt hat als es los ging. Der Bauer (übrigens Heinrich bester Bauer von Welt! Hab 1000 Dank  :-*) mein Freund und ich haben Giant auf die Welt geholfen. War nämlich etwas schwierig. Giant war ein ganz schöner Brocken und die beiden Männer mußten ziehen und ich habe ihren Kopf gehalten und die Ohren gekrault. Boah war das ein Gefühl! Unbeschreiblich! Wunderschön anzusehen wie er sich hingestellt hat und die Zitze gesucht hat. Dauerte aber etwas. Habe mir sagen lassen, Hengste wären dafür bekannt.  ??? Und dann wollte Schneewittchen ihn nicht ran lassen weil es zu unruhig war. (andere Reiter kamen mit ihren Pferden in den Stall  :() Also ein Tipp: alles was nicht wichtig ist an Mensch und Tier RAUS. Das haben wir dann auch gemacht und siehe da... er trank  :) Noch eine wichtige Sache: Falls du den Tierarzt nicht von Anfang an dabei hast, ist es jetzt wichtig das er kommt und das Fohlen untersucht Atmung, Herz usw. Und das er gegen Fohlenlähme impft sowie den Nabel desinfiziert. Besonders wichtig wenn die Geburt im Stall stattfindet. Auf der Wiese besteht weniger Gefahr. Aber dennoch von Nöten
Nochwas zur Fütterung: Fütter sie nicht zu fett! Und erschreck nicht wenn die Stute in den letzten Mon. dünner werden sollte. Sie gibt dann fast alles dem Fohlen, wenn du dann noch mehr Futter gibst dann freut sich vielleicht das Fohlen aber es kann sein das es sehr an Gewicht zulegt. und es bei der Geburt schwierig werden könnte.
Wichig ist ein gutes Mineralfutter, ausgewogenes Kraftfutter und viel viel gutes Heu. Für besondere Zusätze frage deinen TA. Giant hat eine besondere Mineralpaste bekommen wo alles drin ist was der kleine Kerl so braucht und nicht ausreichend in der Milch steckt. (Unsere Böden sind nämlich etwas Selen arm).
Thema Wurmkur: Lass dich von deinem TA ausführlich beraten wann du ihr in der Tragzeit eine geben mußt. Ist nämlich sehr wichtig!! In der Regel vorm decken und ca einen Mon. vor Termin.
Es gibt natürlich noch tausend Sachen die man beachten kann oder sollte. Aber lass dich nicht verrückt machen. Suche dir eine Person die was davon versteht und der du vertraust!! Ansonsten beobachte deine Stute und ihr Wohlbefinden und vertrau auf dein Bauchgefühl  ;D!! Vermeide ungesunden und unnötigen Stress. Biete ihr viel Weide und Auslauf. Und angemessene Bewegung. Den Rest schaukelt dein Stütchen schon. ;D
So, ich hoffe du kannst ein paar Tips davon gebrauchen.                                       
 Man hab ich viel geschrieben -FINGERLAHMSIND-

Grüße vom Kampfhühnchen 8)
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Coyana am 03.08.07, 09:58
Wenn Dein Fohlen Papiere bekommen soll (ist empfehlenswert), mußt Du Dein Stütchen eintragen lassen und selbst Mitglied im verband werden. Der Hengst muß dann auch für den Verband und die Rasse zugelassen sein!
Rosse beobachten ist nicht schädlich, aber das kann sich bis zum nächsten Frühjahr noch ganz schön ändern. Im Winter rossen sie schwächer oder gar nicht.
Etliche Fragen werden Dir die Hengsthalter beantworten. Nämlich die, welche Untersuchungen, Impfungen, etc Deine Stute braucht. Tupferprobe ist klar, manche wollen noch mehr. Besonders natürlich, wenn Du die Stute dort auf Station gibtst. Dazu würde ich auch bei Besamung raten. Gibt meist ein besseres Ergebnis. Ich persönlich bevorzuge aber für meine Damen den Natursprung.
Zum Thema Wurmkuren: Da gibt es verschiedene Auffassungen. Die meisten Züchter entwurmen wohl ganz normal. Ich hol mir meine Mittel immer vom Tierarzt, der weiß, wann die Damen trächtig sind und sucht die Mittel aus.

Ganz wichtig: Ein Fohlen sollte nicht mitten im Winter zur Welt kommen! Und es braucht andere Fohlen zur Gesellschaft. Das gilt für den weiteren Weg vom Absetzen bis zur Ausbildung auch. Gleichaltrige (und später gleichgeschlechtliche) Artgenossen sind wichtig für die soziale Entwicklung. Einen Junghengst kannst Du auch nicht mit Stuten zusammenstellen!
Natürlich wird nicht aus jedem Einzelfohlen ein gestörtes Pferd, aber wenn man einmal mehrere Fohlen zusammen hatte und dann ein Einzelkind beobachtet, wird man nie wieder ein Fohlen allein stellen wollen. Da fehlt einfach zuviel, was auch kein älters Pferd ausgleichen kann.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: elena am 03.08.07, 10:28
Hallo Elchnase,
als ich gerade gelesen habe, daß Du eine Wettruf-Stute hast, habe ich mir spontan gedacht, zu der würde ich Gardez dazu nehmen, das passt. Und dann lese ich, Du hast dieselben Gedanken ;) Ich kenne Wettstreit/Wettruf und auch Gardez, schöne Linien ;) Ich bin auch aus der Gegend, züchte inzwischen allerdings Vollblutaraber, aber Gardez war früher für mich die 1. Wahl unter den Marbacher Hengsten gewesen.
Gardez ist bestimmt in der künstlichen Besamung? Dann hast Du 2 Möglichkeiten: entweder Du kannst deinen TA besamen lassen, der bestellt das Sperma (Frischsperma) in Marbach und Du bekommst es direkt ins Haus geliefert oder wenn Du in der Nähe eine der vielen Deckstationen von Marbach bist, dann kannst Du deine Stute dorthin bringen und dort besamen lassen. Die meisten TA's hier sind angemeldet für die Besamung, aber sicherheitshalber würde ich ihn fragen.
Du brauchst natürlich eine Tupferprobe, die dein TA dann nächstes Jahr entnimmt und das Ergebnis dann Marbach gibt. Du bekommst dann die Rechnung von Marbach. Den Termin kannst Du dir ja raussuchen. Und Du solltest bis zur Geburt des Fohlen Mitglied beim Württemberger Zuchtverband sein, ( das reicht im Geburtsjahr des Fohlens) mit der Abstammung deiner Stute gibt es überhaupt keine Probleme.
Und wenn Du sonst noch Fragen hast, immer her damit ;) Ich habe früher auch schon mit Marbacher Hengsten gezüchtet.
Eleni
Ach, so ein Fohlen von Gardez *träum*
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 03.08.07, 12:46
Mensch, ihr seid ja lieb mit all den Tipps!

Und Kampfhühnchen, deine Finger sind bestimmt immer noch ganz lahm... ;) Ich bin leider auch zu doof Bilder reinzuladen, da haben mir einige hier aus dem Forum geholfen. Sprich von meiner Stute gibts ein paar Bildle in der Stuttgarter Box. Hoffenlich können wir auch bald die Pferdchen von Kampfhühnchen bewundern...

Am wichtigsten ist mir im Augenblick, ob ich mit meiner Stute überhaupt züchten kann, sie hat eine leichte chronische Bronchitis die wir aber im Normalfall durch viel Bewegung und wachsame Augen sehr gut im Griff haben! Aber damit ist ja bekanntlich nicht zu spaßen und ich weiß nicht, ob es da ein Risiko gibt? Dann hatte sie im März durch einen Sturz eine Beckenfissur (Ta hat mir erklärt, dass das keine Fraktur sondern ein Haarriss ist, der normalerweise auch nach 8 Wochen gut verheilt). Es lief auch ganz planmäßig, sie war jetzt 2 Monate auf der Koppel und läuft ganz normal, als wäre nix gewesen. Aber natürlich muss ich ihn noch mal genauestens interviewen ob diese Geschichte irgendwie bei der Geburt hinderlich sein könnte. Gibt es bei Fissuren auch eine Kallusbildung  ??? ??? ??? Ich will auf keinen Fall zusätzliche Risiken eingehen bei meiner Stute... Ist sie mit jetzt 14 Jahren vielleicht auch zu alt für die 1. Geburt, hoffentlich nicht?

Coyana: Natürlich käme das Fohlen nach dem Absetzen auf die Fohlenkoppel, möglichst nach Marbach. Bei privaten Fohlenkoppeln bin ich eher skeptisch... man weiß nie... Den ganzen Papierkram würd ich rechtzeitig machen. Muss ich da irgendwo hinfahren und sie begutachten lassen?

Elena, super dass Du die Linien kennst  ;D Sie sind ja nicht wirklich weit verbreitet und schon damals als ich mein Stütle mit 5 gekauft hab gab es nur noch wenige Stuten, die von Wettruf gedeckt wurden. Die Birkhof-Leute haben sich darübe sehr gewundert, da die Linie ja sehr gut ist. Leider hat Wettruf, zumindest meiner Stute, schlechte Hufe vererbt... Sprich, keine Chance auf Barfußgänger. Und deswegen ist es natürlich für mich sehr wichtig, dass der Hengst – sprich Gardez – nicht auch noch schlechte Hufe vererbt. Hast Du da mal was gehört? Gardez habe ich damals als 3-jährigen in Marbach zum ersten Mal gesehen (und seitdem auch sehr oft) und er hat mir gleich super gefallen. Hast Du selber Gardez-Fohlen gezogen?

Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 03.08.07, 22:21
Hallo Elchnase

Habe auch schon einen guten Ratschlag bekommen. Werde mich morgen mal ransetzen und mich da durchwühlen :-\
Und dann kommen auch die Bilder -FreuundLuftsprungichdannmach- ;)

 Kallusbildung?? Was ist das?
Gruß vom Kampfhühnchen
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 06.08.07, 15:36
Kampfhühnchen, Kallus bildet sich immer dann, wenn was gebrochen ist oder die Knochenhaut verletzt ist. Dann produziert der Körper quasi enen Ersatzknochen um die verletzte Stelle herum und stärkt den Bereich. Der Kallus geht wieder zurück, wenn die Verletzung abgeheilt ist. Und es wär halt blöd, wenn im Becken ein Knochenzuwachs vorhanden ist bei der Geburt...

Sag Bescheid, wenn die Bilder drin sind.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 06.08.07, 15:44
Inzwischen habe ich übrigens jede Menge Horrorgeschichten über schwierige Trächtigkeiten, Geburten und kranke Fohlen gehört... Muss zugeben, dass mich das was den Fohlenwunsch betrifft sehr verunsichert hat. Ich möchte ja auf keinen Fall, dass meinem Pferdchen was passiert. Ich werde es also nicht wagen und meinen Traum begraben...
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Paulista am 07.08.07, 12:32
Hallo Elchnase,

hab gerade alles gelesen.

Ich würde mich nicht so schnell verunsichern lassen. Es gibt sicherlich auch genug Horrorgeschichten über Unfälle beim Reiten und Fahren, nicht?
z.B. in Loch treten-Bein brechen, überschlagen-Kreuz brechen, durchgehen-in Laster rennen, im See ertrinken ......

Deswegen hörst Du doch auch nicht auf zu reiten, oder?

Und betrachte mal die (menschlichen) Schwangerschaften. Da kannst Du auch Horrorgeschichten sammeln in Null komma nix. Da hat auch plötzlich jeder 2. was schreckliches erlebt. Klar,aber Schwangerschaften, die normal verlaufen, sind ja auch weder interessant noch sensationsträchtig  ::)

Passieren kann immer und überall was. Und wenn die Chancen einer normalen Geburt soo schlecht wären, wären die Züchter schon pleite und Pferdenachwuchs Mangelare.

Garantie kann Dir keiner nirgends geben, aber wenn man alle Vorsicht walten läßt, hat man das best mögliche getan.

Ich selbst habe nun schon *nachzählt* 7 eigene Fohlen gezogen und 2 Fohlen von Einstellern 'geholt'. Mein (damaliger) Hengst hatte noch 'auswärts' 6 Fohlen gezeugt.

ALLE sind gut und gesund auf die Welt gekommen, auch heute noch quitschvergnügt und pumperlgesund und teilweise auch schon wieder Mama.

Und ich werde meine 2 Hübschen auch wieder decken lassen, jawoll.
Auch MIT dem Wissen, daß was passieren kann. Dann hat Gott es so gewollt. Was nicht heißen soll, daß mir alles schnuppe ist.

Natürlich lasse ich nur decken, wenn die Stutis gesund sind und beachte auch während der Schwangerschaft alles, was man tun kann.

Bei EINEM Fohlen hatte ich das Problem, daß die Stute nach 4 Monaten Euterentzündung bekam, aber da hab ich Fohlenmilchpulver geholt und dem Fohlen solange zugefüttert, bis es ausgeheilt war. Beim nächsten Fohlen dieser Sute (hatte laaange gezögert deswegen und wollte schon auch nicht mehr) war alles wieder bestens und das Fohlen (mittlerweile 8 Jahre) ist einfach spitzenmäßig!

So, jetzt sind meine Finger auch wund.

Liebe, aufmunternde Grüße
Paulista
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Coyana am 07.08.07, 14:51
Horrorgeschichten gibts immer - und sie können auch Dir passieren. Leider. Ich habe schon 13 Fohlen selbst gezogen und eines mit 4 Wochen bekommen. Im großen und ganzen lief immer alles glatt.
Ob eine 14jährige Stute das erste mal gedeckt werden sollte (decken in Deinem Fall wohl mit 15?), darum streiten sich die Gelehrten. Die einen sagen niemals, die anderen ja, wenn sie fit ist.
Ich gehöre zu denen, die eine über 10jährige nicht mehr in die Zucht nimmt, wenn sie vorher keine Fohlen hatte. Es kann auch sein, daß sie gar nicht aufnimmt.
Die Beckenfissur see ich jetzt nicht als das Problem, die schlechten Hufe dann schon eher.

Grundsätzlich mußt Du mit Problemen beim Aufnehmen rechnen. Trächtigkeiten an sich laufen meist problemlos ab. Bei der Geburt besteht ein natürliches risiko, aber Pferde sind bis heute nicht ausgestorben ;)
Danach kann so ziemlich alles passieren oder nix.
Fohlen sind wie Kinder, probieren alles aus, bringen sich in fürchterliche situationen und kommen doch meist heil aus allem raus ;D

Übrigends meinte ich auch, daß das Fohlen auch bei Fuß der Mutter Fohlengesellschaft braucht! Erst als absetzer ist zwar besser als nix, aber optimal ist das auch nicht.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Karin 55 am 07.08.07, 15:55
Hallo Elchnase  ;)

Wir hatten letztes Jahr auch unser erstes eigenes Fohlen - da ich von den durchwachten Nächten nicht genug bekommen kann werden wir es wieder tun  ;D
Letztes Jahr war es toll hier im Forum, wir hatten eine ziemlich große Gruppe an "Wartenden" und haben uns gegenseitig die Zeit vertrieben, getröstet , geweckt, ;) beruhig ( besonders mich ) und wir haben als Anfänger viele gute Ratschläge bekommen  :D

Wir haben eine Quarter Horse Stute die auch durch einen blöden Unfall und Dispostion beider allergischer Elterntiere immer mal wieder Probleme mit der Lunge hat.
Wir haben es aber auch gut im Griff mit täglicher Bewegung, Haltungsumstellung usw.
Nach erneuter Rücksprache dieses Jahr mit 3 Tierärzten werden wir sie nächstes Jahr wieder decken lassen.
Du solltest auf jeden Fall vorher darüber mit Deinem Tierarzt sprechen und eine genaue Diagnose über den Zustand der Lunge haben.
Für das Immunsystem ist so eine Trächtigkeit bestimmt gut , nur sollte die Stute von den Blutgaswerten so sein das sie problemlos sich und die Plazenta mitversorgen kann.
Auch nimmt die Furcht ja in der Endphase der Trächtigkeit einen großen Teil des Bauch/ Brustraumes ein.
Unsere Tari ging es selten so gut wie in der Trächtigkeit und besonders der Säugephase - sie hat sogar auf Stroh abgefohlt.
In der Veterinärmedizin geht man immer gesichterter davon aus das die Dispostion zur COPD / ROA genetisch bedingt ist.
Unsere ( alte ) Stute stammt auch noch aus einer Verpaarung bei der beide Elternteile COPD hatten.
Die Mutter von unserer Stute hat bis 26 Jahre einige tolle Fohlen gebracht ( komplette Weidehaltung ) und keins davon hat Probleme mit der Lunge.
Taris Vater hatte auch einige Nachkommen - auch keiner mit Lungenproblemen - nur halt unsere  :-\

Bei der Aufzucht von der Kleinen ( Lhizzy ) achte ich hysterisch auf staubfreie Haltung mit viel Auslauf.

Na vielleicht treffen wir uns ja dann 2009 hier wieder  :D :D

LG Karin
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 07.08.07, 17:23
Danke für die aufmunternden Worte  ;D Ich werde demnächst auf jeden Fall noch mal ausführlichst mit dem TA und der THP sprechen und dann ganz genau die Risiken bedenken. Im Augenblick bin ich sehr skeptisch, da mein Pferdchen ja als Erstgebärende "alt" und nicht ganz gesund ist. Sie ist halt ein ganz toller Kumpel und wie ich finde echt ein Traumpferd. Zumindest mein Traumpferd.

Die Zeit bis zum Absetzen würde ich meine Stute auf jeden Fall schon zu einem erfahrenen Züchter stellen.

Was die Lunge betrifft, so habe ich immer genau dann Probleme, wenn sie wegen irgendwas stehen muss. Auch die Influenza- und Herpesimpfung verträgt sie gar nicht. Wenn sie gesund ist, hat sie den ganzen Tag gaaaaanz viel frische Luft und bewegt sich von sich aus untentwegt. Wir reiten auch immer so, dass die Lunge echt durchlüftet wird (Berg hoch und runter). Normalerweise ist sie sehr robust, was Infekte betrifft und das Immunsystem funktioniert sehr gut. Die letzte Blutuntersuchung war perfekt bis auf einen leichten Selenmangel. Sie hatte auch noch nie Probleme mit anderen Organen (Leber, Niere etc.)...

Karin 55, Coynana, vielen Dank für Eure Berichte  ;D Es ist toll zu wissen, dass ihr meine Angst und Bedenken versteht. Danke an alle, die mich bisher hier beraten haben.

Falls ihr mal sehen möchtet, wie meine Stute aussieht und wohnt: Manu stellt grad Bilder in die Stuttgarter Fotobox. Da sind auch noch mehr Koppelbilder, ich hatte sie nach der Fissur auf der Alb  ;D
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Manu am 07.08.07, 17:36
Auch die Influenza- und Herpesimpfung verträgt sie gar nicht.
Das ist jetzt allerdings nicht so gut  :-\ Kein Züchter wird sie bei sich unterbringen, wenn sie nicht wenigstens korrekt Herpes geimpft ist. Das ist die wichtigste Impfung für tragende Stuten und ist in jedem Zuchtstall absolut Pflicht. Wenn nur ein einziges Pferd dort nicht korrekt geimpft ist, kann es so ausgehen wie bei meinem Fohlen. Die beiden tragenden Stuten (meine und die vom SB) waren geimpft und wurden von einem ungeimpften Pferd angesteckt. Die Impfung sorgt nämlich leider nur dafür, daß ein erkranktes Pferd die anderen nicht anstecken kann, wenn es selbst geimpft ist. Und sie mindert die Schwere der Symptome. Eine Ansteckung verhindert sie leider nicht zuverlässig.
Deine Fotos sind in der Fotobox.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 07.08.07, 20:46
Hallo an alle  ;)
So, bin auch mal wieder im Netz. Urlaub muß man auch genießen 8)
Elchnase Danke für die Erklärung von Kallusbildung, ja man lernt nie aus! Das mit den Fotos scheint noch zu dauern   :-[ Die empfohlene photpbucked Seit ist auf Englisch. Ganz toll für so´n olles Schulenglisch wie meins  :( Kann man da irgendwas anklicken das die auf Deutsch ist??
Deine Skepsis im Punkto decken kann ich nachvollziehen. Für ein erstes Fohlen ist sie wirklich nicht die jüngste und das mit den Impfungen stellt auch ein Problem dar. Ich würde ebenfalls das Gespräch mit einem TA suchen dem du vertrauen kannst und dessen Meinung ehrlich und korrekt ist.

Ich werde mir jetzt mal deine Fotos anschauen  :D Ich hoffe das ich das auch bald mal hinkriege...

Gruß vom Kampfhühnchen
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 08.08.07, 12:39
Manu, huhu! Wenn ich sie Influenza und Herpes impfe kriegt sie jedesmal Husten und ist seeeeeeeehhhhhhhr schlapp. Also gehen tuts schon aber wie gesagt sie verträgt es echt nicht gut... Schnüff, meinen Traum begrab   :(

Kampfhühnchen, bin ja wie gesagt nicht der Held im Fotoreinladen, da gibt es hier aber glaube ich genug Spezialisten. Ich hab halt nen Mac und der spricht eine andere Sprache als ein PC  :( Sag Bescheid, wenns mit den Bildern geklappt hat...
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Karin 55 am 08.08.07, 15:49
Zitat
Schnüff, meinen Traum begrab   

garnicht ...... rede mit Deinem Tierarzt oder einem Heilpraktiker ( am besten ein TA der sich auf Homeopathie speziallisiert hat ), Imfungen kann man homöopatisch begleiten.
Tari hatte ihre Influenza-Impfung und in der Trächtigkeit haben wir sie mit Prevaccinol ( Virusabort ) geimpft. Das hat sie sehr gut vertragen.

Willst Du besamen lassen oder Natursprung ?
Da musst Du nämlich noch drauf achten was der Hengsthalter an Deckbedingungen haben will ( Impfungen usw. )

Bilder hochladen : geht ganz einfach - bei www.bild-hooster.de anmelden - Bilder hochladen und dann hier über "Bild einfügen" einfügen  ;)
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 08.08.07, 16:21
Hallo Karin  ;D
Wenn dann würde ich sie besamen lassen denke ich. Aber ich werde die ganzen Infos die ich bekommen habe erst mal sacken lassen und meine THP und den TA genauestens interviewen. Demnächst inst Tollwut-Impftermin, dann muss der TA gleich mal Rede und Antwort stehen. Wahrscheinlich sollte ich auf jeden Fall mal testen lassen, ob sie ein Herpes-Träger ist, nicht?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Lucie am 09.08.07, 08:04
Du kannst dich auch einfach mal umgucken ob es nicht doch einen Stall gibt, der auf die Impfung keinen bzw. nicht so viel Wert legt. Da hat sich auch viel getan in den letzten Jahren. In richtig großen Zuchtbetrieben vielleicht nicht, aber bei kleinen Hobbyzüchtern vielleicht.

Wenn deine Stute mit homöopathischer Begleitung die Impfung verträgt, würde ich sie aber impfen lassen. Allerdings würde ich Influenza und Herpes nicht gleichzeitg, sondern Zeitversetzt impfen lassen. Dann ist es nicht ganz so der Hammer.
Meine Stute verträgt die Herpes / Virusabortimpfung nicht. Influenza Impfung geht. Wir hatten noch mal einen Versuch gemacht sie gegen Herpes impfen zu lassen als ich sie decken lassen wollte, aber da ist sie auch sofort wieder krank geworden. Der TA (eigentlich ein Impffetischist) war dann der Meinung das bei ihr und der Haltung (kaum Fluktuation und keine Turnierreiter, die viel unterwegs sind) das Risiko der Impfung das Risiko einer Herpesinfektion überwiegt. Gott sei Dank war der Impfstatus den anderen Einstellern egal.

Zitat
Wenn nur ein einziges Pferd dort nicht korrekt geimpft ist, kann es so ausgehen wie bei meinem Fohlen. Die beiden tragenden Stuten (meine und die vom SB) waren geimpft und wurden von einem ungeimpften Pferd angesteckt. Die Impfung sorgt nämlich leider nur dafür, daß ein erkranktes Pferd die anderen nicht anstecken kann, wenn es selbst geimpft ist. Und sie mindert die Schwere der Symptome. Eine Ansteckung verhindert sie leider nicht zuverlässig.
Hast du Quellen dafür das ein geimpftes Pferd die anderen nicht anstecken kann? Macht meiner Meinung nach keinen Sinn, da ein geimpftes Tier genauso Träger des Virus sein kann und ihn damit weiter geben kann. Im Besten Fall ist ja nur das Immunsystem stark genug, dass die Krankheit nicht ausbricht, aber weiter geben kann es die Krankheit dann doch.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 09.08.07, 11:05
hi Lucie  ;D

Das ist ein guter Tipp mit der zeitversetzten Impfung Herpes/Influenza  ;D Ich kenne bisher nur die Kombipräparate, wobei sie seit langem schon kein Resequin (Teufelszeug finde ich) sondern Cavallon gekriegt hat. Und seit einem Jahr habe ich sie nur noch Tollwut + Tetanus impfen lassen. Wie heißen denn diese Einzelpräparate? Das sage ich dem TA lieber bevor er kommt, damit er sie auch dabei hat.

Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Herpes-postitives aber geimpftes Pferd (Träger) andere anstecken kann. Gell, das läuft über Tröpfcheninfektion, oder? Soweit ich weiß erkranken ungeimpfte Pferde schwerer als geimpfte??? Die ungeimpften scheiden deshalb wahrscheinlich mehr Viren aus...
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 09.08.07, 19:06
Hallo Elchnase
Es hat endlich geklappt mit den Fotos  ;D Ist zwar nur eines, die anderen funktionieren noch nicht weil die Dateigröße meiner Bilder zu groß ist. Aber besser wie gar keines.
Guck mal Foto Box Niedersachsen ..  ;)
Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung für deinen Traum! Ich drück die die Daumen. :)

Gruß vom Kampfhühnchen
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 10.08.07, 12:42
Möööönsch, Kampfhühnchen, der ist aber "viel Pferd" für sein Alter, Respekt! Mein Hüh hat mit fast sechs noch ausgesehen wie zwei, sie hat erst mit 7 bis 8 richtig ausgelegt. Und ein Fuchs ist es ja auch noch, sehr schön. Das ist doch ein guter Zuchterfolg  ;) ;D Ich liebe Füchse...
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 10.08.07, 20:02
Hallo Elchnase
Habe gestern eine Box von dir überflogen, wollte später dazu antworten aber ich  find sie nicht mehr wieder  :-\ Thema war glaub ich "einrollen". Help  ::)

Kampfhühnchen
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: sahen am 12.08.07, 04:22
@Lucie: Das mit den Impfungen sieht man als Züchter nicht mehr so entspannt, wenn man einmal erlebt oder zumindestens aus nächster Nähe gesehen hat, wie wegen eines ungeimpften Pferdes mit akuter Infektion am nächsten Morgen vier tote Fohlen (Frühgeburten wegen Virusabort) im Stroh liegen. So geschehen bei einem Nachbarn. Deswegen kommen mir nur noch völlig durchgeimpfte Pferde in den Stall. Denn ich habe aktuell vier Stuten tragend und in diesem Jahr insgesamt 5.800 Euro für Deckgeld / Tupferproben / Besamung ausgegeben. Und das bei einem sehr fähigen TA, jede Stute war spätestens im zweiten Zyklus tragend, Deckgeld alleine waren 3.600 Euro. wenn da was schief geht, geht mir neben dem wirklich schlimmen Verlust auch noch viel Geld flöten.

@Elchnase: Mal ein Tipp: Berechne, was Dich Dein eigenes Fohlen kostet, bis es drei ist. Und dann geh lieber los und suche Dir Dein Traumpferd in "fertig", denn auch bei gut überlegter Anpaarung, perfekter Aufzucht etc. muss noch immer nicht Dein neues Traumpferd das Ergebnis sein... Züchten ist Zocken, Du hast Dein Pferd, wenn ich das richtig verstanden habe, eh nicht zu Hause und somit musst Du sehr viele Entscheidungen und den täglichen Umgang aus der Hand geben. Würde ich nicht tun.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Lucie am 13.08.07, 08:09
@sahen - und warum ist ein ungeimpftes Pferd ein grösserer Risikofaktor als ein geimpftes? Dass die Herpesinfektion gerade für tragende Stuten gefährlich ist, sehe ich vollkommen ein udn bestreite es auch gar nicht. Nur warum steckt ein ungeimpftes Pferd eher an als ein geimpftes? Wie oben schon gesagt, macht das für mich keinen Sinn und deshalb hätte ich gerne Quellen für diese Behauptung.

Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 13.08.07, 12:20
@sahen - und warum ist ein ungeimpftes Pferd ein grösserer Risikofaktor als ein geimpftes? Dass die Herpesinfektion gerade für tragende Stuten gefährlich ist, sehe ich vollkommen ein udn bestreite es auch gar nicht. Nur warum steckt ein ungeimpftes Pferd eher an als ein geimpftes? Wie oben schon gesagt, macht das für mich keinen Sinn und deshalb hätte ich gerne Quellen für diese Behauptung.

Ich hatte mal nen Beitrag geschrieben dazu, aber irgendwie ist der abhanden gekommen?
Nun, ich kann mir das auch ganz und gar nicht vorstellen, dass ein ungeimpftes PFerd ein grösserer Risikofaktor ist. Sonst müsste man sich doch grundsätzlich fragen, nützen, schützen Impfungen denn überhaupt, wenn das Pferd dann trotz Impfung angesteckt werden und erkranken kann? Ich würd da nicht die Schuld bei einem ungeimpften Pferd suchen, sondern mich fragen, was diese Impfungen denn überhaupt nützen?

http://www.gesundetiere.de/GesundeTiere/Background/Pferdeimpfungen.htm
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 13.08.07, 12:54
@Kampfhühnchen: Das war nich meine Box sondern da hab ich irgendnen Kommentar zu furchtbaren Hufen reingeschrieben. Das Einrollen bezog sich auf die Trachten... hihi

@sahen: Das ist ja furchtbar mit den Virusaborten!
Der Kostenfaktor beim Züchten ist natürlich riesig. Zumal ich mein Pferd ja in einem Pensionsstall stehen habe. Klar. Und natürlich muss ich mich was einen Teil der Pflege betrifft auf andere verlassen. Grübel...

Was Impfungen etc. betrifft: Es heißt ja z.B. dass 80% aller Pferde in D den Herpes-Virus in sich tragen. Was meint ihr dazu? Und dass viele Pferde durch die Lebend-Vaccine (z.B. Resequin) angesteckt wurden? Oder sind das nur die Antikörper durch die Impfung, die bei einem Hepes-Test erscheinen? Verwirrtbin
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Lucie am 14.08.07, 07:57
@Elchnase  - hab endlich mal die Namen von den Einzelimpfungen (hab halt nen Gedächtnis wie ein Sieb und zu Hause kein Internet). Also das war Duvaxyn IE = Influenza und Duvaxyn EHV = Herpes. Wird es sicherlich aber auch von anderen Herstellern geben.

Rein von der wirtschaftlichen Seite ist es fast immer sinnvoller sich ein Pferd zu kaufen, statt zu züchten. Vor allem weisst du dann genau was du kriegst. Bei deinem Zuchtprodukt ist es eben nicht sicher, das es die und die Eigenschaften der Mutter und die und die vom Vater hat. Da gibt es schon negative Überraschungen. Trotzdem möchte ich eigentlich das Erlebnis nicht missen. Ob ich es noch mal machen würde, weiss ich allerdings auch nicht.
Für das Geld was ich bisher in meinen Jährling gesteckt hab, hätte ich mir schon jetzt ein 3-jähriges Pferd mit vergleichbarer Abstammung kaufen können. Trotzdem ist meine Kleine einfach mehr mein Pferd...
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 14.08.07, 13:00
Lucie, dachte immer dass Duvaxyn ein Kombipräparat ist? Vielleicht gibt es ja ein Kombip. und zwei Einzelp. Werd mich mal schlau machen. Duvxyn war bisher das einzige P. was sie manchmal vertragen hat.

Das private Züchten ist ja auch eine rein emotionale Sache. Rational und wirtschaftlich gesehen ist es eher ein Supergau  :-X Für mich zählt an erster Stelle meine Stute und deren Gesundheit. Werde bald einen Impf-TA-Termin haben und meinen TA dann ganz arg löchern. Da muss er echt Zeit mitbringen  ;D Und dann will ich mal alle Risiken hören und dann genau abwägen.

Gibt es denn irgendwo Bilder von Deinen Pferdle, Lucie?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Lucie am 14.08.07, 15:19
Was die Fotos angeht, schließe ich mich hier Kampfhühnchen an - ich habe keine Ahnung wie das hier geht. Aktuelle Fotos muss ich sowieso mal machen. Wenn du magst, kannst du mir deine Email Addi per PN mitteilen und ich schick dir welche.

Duvaxyn gibt es wohl in verschiedenen Typen. Ich kenne die Kombi von Influenza und Tetanus. Das heißt dann Duvaxyn IE T.

Du hattest Anfangs mal nach guten Büchern gefragt. Gut ist natürlich immer relativ. Empfehlen kann ich das Buch von Christiane Gohl (Ein Fohlen aus unserer Stute oder so), da das so richtig auf die Laien und Hobbyzüchter zugeschnitten ist. Als erste Basisinformation ist das echt ok. Dann hatte ich noch ein Buch von Burmann-Paul (ich glaube das hieß Zucht und Haltung oder so? - war auch nur geliehen, von daher kann ich leider auch nicht mehr nachschauen). Dieses Buch war wirklich super und hatte (obwohl die Ausgabe, die ich hatte, fast so alt war wie ich) eigentlich auf jede Frage eine Antwort.
Die anderen Bücher, die ich hatte, fand ich alle nicht so hilfreich.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 14.08.07, 17:57
danke Lucie für die Buchtipps. Werde bei Amazon mal nach Burmann-Paul suchen. Wegen Bildern schicke ich Dir PN  ;D Wie gesagt, in der Stuttgarter Fotobox sind die neuesten Bilder von meinem Hüh und seiner tollen Behausung zu sehen  ;) aber ich werde demnächst wieder welche machen.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Manu am 14.08.07, 18:05
Ich hab eins von den Fohlenbüchern, ich glaube, das von von Gohl. Könnte ich Dir leihen. Ich finde es nicht so ausführlich, aber wenn man einfach mal so eine grobe Zusammenfassung will...
Ja, Duvaxyn ist dieser getrennte Impfstoff. Duvaxyn IE ist Influenza, Duvaxyn IE-T ist Influenza/Tetanus und Duvaxyn EHV1,4 ist Herpes. Duvaxyn T (also nur Tetanus) gibt's glaub auch noch, aber das ist ja jetzt nicht so von Belang. Tetanus alleine gibt's ja von mehreren Herstellern.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 14.08.07, 18:11
Hach klar, Du bist halt die Fachfrau, freu! Muss ich denn da beim Terminemachen vorher sagen was ich will oder hat der TA alle Impfstoffe sowieso immer dabei? Was meinst Du Manu, sollte ich mal wieder versuchen gegen Influenza und getrennt später gegen Herpes zu impfen? S'Pferdle ist halt bei diesem Sauwetter die ganze Zeit draußen gestanden und hat auch 1 x gehustet  ???

Wo bitte krieg ich denn so ein tolles TA-Stethoskop her und wer kann mir beibringen wie eine gesunde / kranke Lunge sich anhört? Dann könnte ich den TA-Termin machen wenn es sich gesund anhört... Irgendwie krieg ich grad Lust auch Tiermedizin zu studieren, das macht echt Sinn. Aber leider bin ich ja eine alte Schachtel...
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: nob am 15.08.07, 10:18
elchnase,

ich schreib mal eben was mir dazu einfällt.

ich würde schon sagen worum es sich bei einem termin drehen soll. warum auch nicht?
impfstoffe sind zwar üblicherweise dabei, wenn sich aber mal an einem tag bestimmte impfungen häufen und noch ein paar ungeplante dazukommen kann es sinnvoll sein man nimmt gleich von impfstoff X mal einige mehr mit.

stethoskop: gängig wäre littmann. gibt aber auch andere gute, an sich muß es ja nicht sonstwas sein zum gelegentlich mal abhören. http://www.eickemeyer.de/shop/index.php?lang=D&content=artview&gru2=215&artnr=310035 falls der link tut. würde ich eher gebraucht nehmen. kann man auch über seinen TA bestellen wenn man das mit ihm bespricht das man eins will, denke ich mal. es gibt verschiedene arten. für kleintiere nimmt man eher kinder/säuglingsvarianten.
ist aber auch verschieden wer mit was besser zurecht kommt.

braucht dein pferd influenza wegen veranstaltungen oder pflicht im stall? duvaxyn gibts jeweils einzeln, influenza fiele mir noch proteq flu ein, wird auch von schwierigen impfkandidaten wohl gut vertragen. aber wenn das pferd akut hustet ist das halt schlecht. wird bei ihr aber schlecht zu sagen sein vermute ich(ob aktuell infekt oder ob die schleim hochhustet). insofern würde ich erstmal den husten angehen und dann ans impfen gehen. wäre aber ja nur mein persönlicher weg.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Manu am 15.08.07, 10:27
Ich habe ein Littmann Classic II S.E., bei ebay gebraucht ersteigert. Damit bin ich sehr zufrieden, aber das mit dem Abhören krieg ich auch noch nicht so gut hin. Brauch da selber noch etwas Hilfe.
Bei einem chronisch lungenkranken Pferd würde ich eventuell auf die Influenza-Impfung ganz verzichten und nur in dem Fall, daß Du decken lassen willst, Herpes impfen. Mein TA sagt auch, daß Herpes eigentlich wichtiger ist, als Influenza. O-Ton: "An Influenza hab ich noch kein Pferd sterben gesehen, an Herpes schon." Ich seh das, nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe, genauso.
Alte Schachtel bin ich übrigens auch  ;) Baujahr '72  :-X
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 15.08.07, 15:01
@Lucie,
... ich habe es endlich geschafft mit den Fotos  :)(Fotobox Niedersachen ...). Hat aber lange gedauert mittlerweile habe ich drei angemeldete Alben  :-\. Jetzt kann ich sagen, das es nicht so schwer ist. Hab's aber nur durch die Hilfe von all den lieben Experten geschafft die sehr geduldig mit mir waren  :) An der Stelle noch mal ein " Danke schöööön ;D"
Was klappt denn nicht? Vielleicht können die anderen ( :-X oder sogar ich) dir ja helfen?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 15.08.07, 15:34
Manu, das denk ich mir, dass es gar nicht einfach ist ein Pferd korrekt abzuhören  :)

Was Impfungen etc. betrifft: Es heißt ja z.B. dass 80% aller Pferde in D den Herpes-Virus in sich tragen. Was meint ihr dazu? Und dass viele Pferde durch die Lebend-Vaccine (z.B. Resequin) angesteckt wurden? Oder sind das nur die Antikörper durch die Impfung, die bei einem Hepes-Test erscheinen? Verwirrtbin
Wie wär es denn wenn z.B. mein Pferd den Virus wie 80% aller anderen in sich trägt und dann geimpft wird? Was passiert dann? Hach, das Thema Herpes ist ziemlich kompliziert finde ich...

Kampfhühnchen, die Bilder sind echt schön, besonders das mit dem Besen. Dein Jüngling ist ja wie geschaffen für Clickertraining finde ich: Apportieren etc.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 15.08.07, 17:53
@Elchnase, ja er beißt überall rein und hantiert damit  ;) Das mit dem Clicker Training wäre ne Überlegung wert. Aber er ist so verfressen mit Leckerlis ... nicht das er mir zu lästig wird  ;)

Habe mich ja bislang aus der Herpes Geschichte rausgehalten, weil es ja Hauptsächlich um Stuten u Fohlen ging. Aber meiner hat auch Herpes  :(. Durch Zufall festgestellt, ich war mit ihm bei einer Bronchius Kopie weil er seit Fohlen Alter am schnarchen ist  ??? wenn er liegt u schläft. (1.x richtig erschrocken, hab gedacht mein Pfred muß von der Welt. Wann hört man auch schon mal ein schnarchendes Pferd ??? ) Na ja u da wurde festgestellt das sein Gaumen Segel zu lang ist u das er ausgeprägte Bläschen im Kehlkopf Berreich hat  :( Sprich Herpes. Nun ja mein TA sagt das man in so fern nicht viel machen kann, so lange keine Beschwerden wie Husten etc. dazukommen. Irgendwie ist mir die Aussage zu ungenügend  :-\. Habe Angst wegen Folgeschäden oder so... Jemand Erfahrung damit?
Bis auf Bläschen am Zahnfleisch gehts im gut!
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 15.08.07, 18:03
Da finde ich jetzt aber interessant, mit welchem Wirkstoff Du ihn bis dahin geimpft hast? Vielleicht Resequin? Das ist ein Lebendimpfstoff und ich hab gehört, dass sich Pferde, die nicht ganz gesund sind beim Impfen (harmloser versteckter Infekt) durch diese Impfung richtig mit Herpes anstecken können... Hast Du den Herpes-Titer (Blutbild) bestimmen lassen? Wo war Dein Kleiner vorher, in einer Jungspundgruppe? Evtl. hat er sich da angesteckt.

Irgendjemand hat mir gesagt, dass Resequin sogar in den USA verboten ist  ???

So, bin dann erst mal  weg bis Montag, machts alle gut und bespaßt die Hottels schön  ;D
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 15.08.07, 18:17
Oh wegen der Impfung das ich weiß jetzt gar nicht. Muß ich mal in den Papieren schauen.
Ja er war In Emden mit ca: 15 anderen Hottis.
So muß auch weg, restliches Stroh rein räumen.
Fährst du in Urlaub? Wenn ja viel Spaß und wenn nicht ? Dann auch  :)
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Manu am 15.08.07, 19:23
Kampfhühnchen, mein Pferd hat auch Bläschen am Kehlkopf, hustet auch, aber es ist definitiv kein Herpes. Das dachte ich nämlich immer. Aber ein Herpestest war eindeutig negativ. Meine Stute hatte ja Herpes (hat deswegen verfohlt). Beide Pferde lasse ich trotzdem Herpes impfen, da auch Pferde, die das Virus latent in sich tragen, weniger heftig erkranken, wenn sie geimpft sind.
Elchnase, es ist nicht möglich, sich mit einer Impfung an Herpes anzustecken. Aber was natürlich möglich ist, ist daß eine schlummernde Erkrankung ausbricht. Viele Pferde tragen das Herpes-Virus latent in sich und wenn dann das Immunsystem aus irgendeinem Grund schlapp macht (Streß, Turnier, Impfung, ...) kann es aktiv werden. Das sind aber immer Pferde, die schon vorher immunsystemtechnisch angekratzt waren. So wie eben auch andere Erkrankungen durch eine Impfung aktiv werden können. Das versucht man mit vorherigem gründlichem Abhören und Fieber messen zu verhindern und meistens gelingt das ja auch.
Bei Resequin ist halt das Problem, daß es ein Kombiimpfstoff ist und daher alles in einen Einstich gespritzt wird. Das ist vor allem der Grund, warum es nicht so gut vertragen wird wie beispielsweise Duvaxyn. Auch wenn man Duvaxyn beides an einem Tag impft, reicht es wohl schon aus, daß je eine Spritze links und rechts am Hals gesetzt wird, um es besser verträglich zu machen. Meine Stute ist etwas empfindlich auf Impfungen und bei ihr lasse ich 1-2 Wochen zwischen den beiden Impfungen und impfe auch nur Herpes halbjährlich, Influenza jährlich. Sie geht ja nicht mehr auf Turnier.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 15.08.07, 19:34
Manu, husten tut meiner nicht. Er schnarcht nur wenn er liegt. Das liegt wahrscheinlich an dem zu langem Gaumensegel. Hab grad mal nachgeschaut, meine beiden sind gar nicht Hrpes geimpft  ??? :-\ Nur Tetanus u. Influrenza. Ist das jetzt schlimm das beide nicht Herpes geimpft sind. Und ist das Pflicht wenn man nicht auf Turniere geht oder in anderen Ställen sich aufhält?
Wie aufwendig ist denn ein Herpestest. Wenn ich meinen TA richtig verstanden habe, muß man nach dem 1. noch einen 2. machen und selbst dann hätte man noch keine Sicherheit welches Herpes es ist ???
Welcher Impfstoff ist den der geeignetste?

Und was sind das für Bläschen bei deinem? Ich mein woher kommen die und was für Konsequenzen hat das für dein Pferd? Stehen sie denn in einem Zusammenhang zum husten ?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: nob am 15.08.07, 23:51
auf die gefahr hin wieder ignoriert zu werden, aber prevaccinol ist eigentlich der einzige lebendimpfstoff bzgl herpes fürs pferd den man hierzulande so landläufig nimmt. die anderen, seien es kombis oder nicht, sind mit inaktivierten erregern bestückt.

Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 16.08.07, 00:03
auf die gefahr hin wieder ignoriert zu werden, aber prevaccinol ist eigentlich der einzige lebendimpfstoff bzgl herpes fürs pferd den man hierzulande so landläufig nimmt. die anderen, seien es kombis oder nicht, sind mit inaktivierten erregern bestückt.

Welches ist denn besser? Wenn man das so ausdrücken kann?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: nob am 16.08.07, 00:59
das würde ich am pferd mit dem TA besprechen.
prevaccinol ist eigentlich nicht so üblich(im sinne von meistverwendet). ist als "notimpfung" wenn es aktuelle fälle gibt für ungeimpfte pferde empfohlen worden(die noch nicht aktuell infiziert sind- was aber so ne sache ist). mit lebendimpfstoff wird die immunität schneller ausgebildet als mit inaktiviertem. ansonsten hat es ein etwas längeres intervall(9 monate), bietet aber (lt mancher literatur) eine nicht so berühmte immunität(nur ehv 1). insofern würde ich wenns um zucht ginge bei einem eigenen pferd auf duvaxyn ehv 1/4 zurückgreifen.

die herpesimpfung will eigentlich bewirken, dass gerade latente träger bei stress(klima/infektionsdruck...) nicht vermehrt erreger ausscheiden. darum geht es dann bei dem thema dass eben alle pferde eines bestandes geimpft sein müssen. wenn das dann nicht der fall ist kann mans sozusagen auch lassen....insb beim thema virusabort.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 16.08.07, 08:29
@ nob, kennst du dich näher mit dem Thema Herpes aus? Habe in der Herpes Box auch eine Frage gestellt. Wenn du mal schauen willst?  ;)
Ansonsten, danke für deine Erklärung  :)
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: donau am 16.08.07, 17:23
auch auf die gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: auf einen bestehenden herpestiter, der kein impftiter ist (für gewöhnlich ist ein impftiter wesentlich niedriger angesetzt, grenzwerte gibt das labor an), drauf zu impfen, ist öl ins feuer gießen. und ein pferd, dass deutliche impfreaktionen auf herpesimpfung zeigt, würde ich erst mal testen lassen, bevor ich frisch fröhlich weiterimpfe, und mir damit einen hochgradigen virenausscheider heranziehe.

es ist nicht das latente virus, dass die aborte auslöst, sondern die aktivierung desselben durch alles, was das immunsystem stresst, speziell erhöhter virendruck (mit einem aktiven ausscheider im stall), impfungen oder eben stallwechsel. im falle der sache mit dem virusabort durch ein ungeimpftes pferd waren die 4 verfohlenden stuten wohl vorher schon infiziert, nur war das virus nicht aktiv. virenausscheider können geimpfte und ungeimpfte pferde sein, angeblich scheiden geimpfte weniger viren aus, aber das ist meines wissen nicht wirklich belegt (weil es keine möglichkeit gibt, exakt nachzuweisen, wieviele viren ein pferd tatsächlich ausscheidet), bzw. weiss man nicht, wieviel weniger. darüber, ob das einen unterschied macht, wird noch gestritten, da positive pferde auch auf die virenausscheidungen geimpfter pferde mit schüben (= gefahr des verfohlens) reagieren.

man kann jetzt davon halten was man will, meine stute ist definitiv herpes positiv, war auch mal geimpft (wegen zuchtplänen), hat aber nix genutzt. züchten möchte ich trotzdem mit ihr, auch auf das risiko hin, dass sie verfohlt. allerdings verzichte ich im wissen auf die infektion auf natursprung, und es gibt  tg-sperma, ausserdem bleibt sie im stall, wechselt nicht (1. stressfaktor und 2. will ich auch andere nicht gefährden). wird hier  in ö eingetragen (hat bayrische papiere), damit das fohlen ebenfalls volle papiere bekommt, das ganze soll nächstes oder übernächstes jahr statt finden, ist eine kostenfrage auch.
bei einer herpes-positiven stute ist das fohlen dann wohl ebenfalls positiv, ich bin mir nicht sicher, ob eine impfung da  jetzt wirklich so unbedingt schützt/hilft, oder das pferd eher stresst, vorallem weil mind. eine impfung dann in der trächtigkeit stattfindet.

bei kb, und ohne stallwechsel kann ich für mich verantworten, mein pferd nicht mehr herpes zu impfen. lieber bekommt sie immunpräparate, die helfen, den virus unter kontrolle zu behalten. ich würde aber auch nicht verlangen, dass mich ein zuchtstall aufnimmt bzw. ein hengst im natursprung deckt, egal ob mit oder ohne impfung, eben weil ich weiss, pferd hat aktives herpes.

ich hoffe ich habe jetzt alle hinreichend verwirrt ;D

ps.- ich bin kein impfgegner, aber der meinung, eine schutzimpfung, die nicht schützt, muss nicht unbedingt zusätzlich zu einer chronischen infektion sein. influenza und tetanus wird ohnehin geimpft.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 16.08.07, 17:36
Ich kann mich in den Aussagen von "donau" grundsätzlich anschliessen.

Zitat
Herpesviren werden für Atemwegserkrankungen, Aborte und Lähmungserscheinungen verantwortlich gemacht. Jedoch hat sich ein hoher Prozentsatz der Pferde in Deutschland bereits im Alter von 3 Jahren mit Herpesviren auseinandergesetzt, ohne zu erkranken.

Ähnlich der Influenza-Schutzimpfung lassen sich Erfolge einer Herpes-Schutzimpfung in der Praxis nicht erkennen. Im Gegenteil, es gibt sogar Untersuchungen, die eine Zunahme von Stutenaborten nach Einführung der Schutzimpfung nachweisen. Auch schwere neurologische Verlaufsformen werden durch die Impfung nicht verhindert

http://www.gesundetiere.de/GesundeTiere/Background/Pferdeimpfungen.htm

Viele, vorallem TAs, verbreiten immer wieder, dass eine Impfung, so sie denn nicht ganz schützt, den Verlauf der Krankheit zumindest mildert. Das halte ich für ein Gerücht . . .
Ich weiss z.B., dass letztes (oder bereits vorletztes?) Jahr sehr viele Hunde an Staupe/Parvo gestorben sind, obwohl sie vorschriftsmässig geimpft waren. Solche Beispiele gibt es auch bei anderen Tierarten genug. Man ist natürlich peinlichst darauf bedacht, dass diese nicht publik werden, weil sonst noch mehr Leute den Impfschutz anzweifeln würden. . .
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 17.08.07, 11:27
stethoskop: gängig wäre littmann. gibt aber auch andere gute, an sich muß es ja nicht sonstwas sein zum gelegentlich mal abhören. http://www.eickemeyer.de/shop/index.php?lang=D&content=artview&gru2=215&artnr=310035 falls der link tut. würde ich eher gebraucht nehmen. kann man auch über seinen TA bestellen wenn man das mit ihm bespricht das man eins will, denke ich mal. es gibt verschiedene arten. für kleintiere nimmt man eher kinder/säuglingsvarianten.
ist aber auch verschieden wer mit was besser zurecht kommt.

braucht dein pferd influenza wegen veranstaltungen oder pflicht im stall? duvaxyn gibts jeweils einzeln, influenza fiele mir noch proteq flu ein, wird auch von schwierigen impfkandidaten wohl gut vertragen. aber wenn das pferd akut hustet ist das halt schlecht. wird bei ihr aber schlecht zu sagen sein vermute ich(ob aktuell infekt oder ob die schleim hochhustet). insofern würde ich erstmal den husten angehen und dann ans impfen gehen. wäre aber ja nur mein persönlicher weg.
Hi Nob, dank Dir für die vielen Infos  ;) Dann werd ich mal sehen, mit was ich mich ausstatte. Natürlich weiß ich nicht wie es grad in Mrs. Horsies Lunge aussieht. Aber ich habe das normalerweise ja sehr gut im Griff und sie macht auch keinen kranken Eindruck. Ist fit wie ein Turnschuh grad, freu! Sorry wenn ich Deinen Beitrag irgendwie überlesen hatte, kommt nicht wieder vor...

Marmay und Donau: Die Dinge, die ihr anführt hab ich eben auch alle schon gehört. Deshalb bin ich beim Thema Impfen auch sehr verunsichert. Mein Pferdchen steht in einem Pensionsstall (Gruppenauslaufhaltung) mit z.Zt. leider sehr viel Fluktuation. Ich bin ziemlich sicher, dass viele Pferde hier nicht Herpes-geimpft sind. Es ist ein reiner Freizeitreiter-Stall ohne Turnierpferde. Ich bin bereits seit sechs Jahren da und auffällig ist, dass rumgehende Infektionen immer nur sehr wenige Pferde befallen und immer glimpflich ablaufen. Das wird an der Haltung liegen und dass die Pferde bei uns weder eingedeckt, noch bandagiert noch geschoren sind. Sie sind einfach gesünder.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: donau am 17.08.07, 12:16
elchnase, nicht unbedingt gesünder, das ist ja immer relativ ;)
aber ein pferd, dass viel draussen ist, sich mit wind, wetter und temperaturschwankungen auseinandersetzen muss, bekommt einfach genug aussenanreize, um sein immunsystem ausreichend zu trainieren. dieses ist dann so fit, dass es mit infektionen gut klar kommt, unabhänging von einer impfung. abgesehn davon haben die pferde, die nicht auf turnieren sind, wohl einen wesentlich niedrigeren infektionsdruck. trotzdem achtung bei hoher fluktuation (beobachte mal, ob ein pferd in ihrer gruppe tränende augen oder eine rinnende nase hat, und sich dann der husten verschlechtert? ).

übrigens: mein pferd war noch nie geschoren, steht ganztags draussen, und trägt decke nur, wenn sie friert, und am ganzen körper zittert. damit konnte das immunsystem wohl den herpesvirus im griff behalten, aber eine infektion nicht verhindern, auch geimpft nicht (eher hat die impfung die infektion noch verstärkt). und mit einem stallwechsel kam dann der ausbruch (stressfaktor).
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 17.08.07, 13:34
Donau, mein Pferdle steht inzwischen in einer Riesenpaddockbox, leider gerade noch alleine (da sind Bilder in der Stuttgarter Fotobox drin). Sie hat also nicht mehr den ganz engen Kontakt zu den anderen Pferden. Musste sie leider nach vier schrecklichen Unfällen innerhalb von 6 Jahren aus der Gruppe nehmen. Sie ist durch die Unfälle gesundheitlich beeinträchtigt, so dass ich einen weiteren Sturz nicht mehr riskieren kann.

Gut, werde mal die Gruppies die in der Nähe stehen beobachten. Wie deins war meins auch noch nie geschoren  ;D Ist Deine gerade mitten in einem akuten Herpesschub? Was machst Du dagegen? Baypamun geben? Hast Du einen/eine THP?

Kampfhühnchen, hier gibt es auch eine Herpesbox? Interessant! Geh gleich mal gucken...
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 17.08.07, 16:50
Elchnase, achon endeckt u eingeklinkt  :)
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 20.08.07, 11:15
Nun denn, wenn ich diesen Thread mal kurz missbrauchen darf? Überraschenderweise hat sich der grosse Weidebauch meiner Shettystute in ein Hengstfohlen verwandelt.

Charlotte bei ihrer Ankunft am 20. Mai 07 im Winterfell
(http://snap35.photobox.co.uk/90614353d51b1215c6fcdd5e93bb5b82b09a71fce96039626f5dc7e9.jpg)

Lotti im Sommerfell mit "Weidebauch"
(http://snap29.photobox.co.uk/20598124351f9cfd1c44ce5ed35266583283e59429d52ca5292b1480.jpg)

Die Ankunft des "Weidebauchs"
(http://snap32.photobox.co.uk/94835210fcbfc8020b00baf2fa2dd04eed14aa10be00390d981fd900.jpg)

Die ersten Gehversuche
(http://snap34.photobox.co.uk/633426826dac84227af052aa7fd2726a47c193ad68e0e26b836d74c3.jpg)

Und hier schon ganz frech auf Erkundungstour. Das Mädchen rechts im Bild hat heute Geburtstag. Die Überraschung kam 1 1/2 Std. zu früh, um 22:30
(http://snap28.photobox.co.uk/25779985841d9c50a6e1ac10278daf608df27132722337bd7a91fcef.jpg)

Hat jemand Tipps, wie weiter?

Die Shetties (Meine Stute und ein Wallach und nun das Fohlen) stehen bei einem Bergrestaurant im Alpgebiet. Sie haben ne kleinere Weide zur Verfügung und die ganze Alp, die sie aber mit dem Vieh, das nächste Woche von den höheren Alpen runterkommt, teilen müssen. Bisher haben sich die zwei frei bewegen können. Momentan ist die Stute mit dem Fohlen im Stall. Ab wann soll man sie wieder zum Wallach rauslassen? Soll man sie jeweils abends wieder in den Stall bringen oder auch draussen lassen wie bisher? Die kleine Weide ist nur mit Elektrozaun eingezäunt, soll man da nen Holzzaun aufstellen? Fragen über Fragen . . .
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 20.08.07, 12:40
Hi Marmay, das ist ja klasse mit dem kleinen Wicht  ;D Seit wann hast Du denn die Charlotte? Ohoh, ob da der E-Zaun reicht für den kleinen Racker? Da ich ja noch nie ein Fohlen gezogen habe kann ich Dir leider bei Deinen Fragen nicht weiterhelfen... Aber hier kommen bestimmt einige "vorbei", die Dich beraten können. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH  ;D ;D ;D
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 20.08.07, 12:52
Hi Marmay, das ist ja klasse mit dem kleinen Wicht  ;D Seit wann hast Du denn die Charlotte?

Seit 20. Mai 2007  ;D
Wir haben uns immer gewundert, wie ein so junges Pony (5 Jahre) so langsam watschelig sein kann. Ich glaube, die Erklärung bekamen wir gestern geliefert.

Ohoh, ob da der E-Zaun reicht für den kleinen Racker? Da ich ja noch nie ein Fohlen gezogen habe kann ich Dir leider bei Deinen Fragen nicht weiterhelfen... Aber hier kommen bestimmt einige "vorbei", die Dich beraten können. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH  ;D ;D ;D

Danke! Da schaun wir mal, ob sich jemand schon mit so kleinen Frechdachsen rumgeschlagen hat.  :P ;D
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 20.08.07, 13:46
@marmay: Na das ist ja mal ein süßer Weidebauch  ;)
Wenn ihr die Möglichkeit habt würde ich die beiden schon raustellen, aber erst noch eben getrennt vom Wallach. Wenn ihr das Gefühl habt die beiden würden sich vertragen, dann auch zusammen. Steht die Stute weit unten in der Rangordnung? Ich habe es mal erleb,t da hat allerdings eine Stute, die andere mit ihrem Fohlen durch den Zaun gejagt  :o. Appropo Zaun, den würde ich auf jeden Fall Shetty u Fohlen tauglich machen. Stabiles Holz ist eine gute Idee, davor ruhig ne breite Strom Litze.
Wenn ziemlich viele Pferde dazu kommen muss die Wiese groß genug sein das Mutter u Kind sich auch zurück ziehen können.
Wenn alles sicher ist (Zaun, andere Pferde,etc) spricht nix dagegen sie nachts auch draußen zu lassen.

LG Mareen
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 20.08.07, 15:37
Wenn ihr die Möglichkeit habt würde ich die beiden schon raustellen, aber erst noch eben getrennt vom Wallach.

Ok, mal schauen, wie sich das bewerkstelligen lässt in der kurzen Zeit.

Wenn ihr das Gefühl habt die beiden würden sich vertragen, dann auch zusammen. Steht die Stute weit unten in der Rangordnung?

Nein, ich denk, sie ist höher. Sie gibt dem Wallach auf jeden Fall den Tarif durch, wenn ihr was nicht passt.

Appropo Zaun, den würde ich auf jeden Fall Shetty u Fohlen tauglich machen. Stabiles Holz ist eine gute Idee, davor ruhig ne breite Strom Litze.

Nun, ich bin mir da irgendwie nicht schlüssig. Wie gesagt, bisher konnten die 2 Shetties das ganze Alpgebiet beanspruchen. Irgendwie widerstrebt es mir, sie nun mit dem Fohlen einzuschränken, andererseits gibt es eben auch viele Gefahren wie Weideroste, später dann auch das Vieh . . .


Wenn ziemlich viele Pferde dazu kommen muss die Wiese groß genug sein das Mutter u Kind sich auch zurück ziehen können.

Es ist nur noch der Wallach da, keine weiteren Pferde/Ponies.

Wenn alles sicher ist (Zaun, andere Pferde,etc) spricht nix dagegen sie nachts auch draußen zu lassen.

Ok, ich würd dann wohl auch denken, dass sie vorläufig abends noch in den Stall gehen.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Lucie am 20.08.07, 16:25
Was für eine niedliche Überraschung - auch wenn es für euch jetzt erst mal stressig ist.

Wie ist denn das Wetter bei euch im Moment? Wenn es viel regnet, würde ich dem Kleinen noch die Zuflucht zum Stall gönnen. Die Kleinen müssen einfach auch mal im Trockenen liegen können. Gibt es vielleicht die Möglichkeit, dass sie das selber entscheiden können?

Wegen dem Zaun ist ein fester Zaun natürlich toll, aber eben auch aufwendig und teuer. Bei uns war damals nur der Paddock noch zusätzlich mit Beoband eingezäunt. Die Weiden waren auch  nur mit E - Zaun. Aus optischen Gründen hab ich zusätzlcih zur Litze noch rot weisses Flatterband gespannt. Das hat auch wunderbar geklappt und die Kleine ist nie durch den Zaun geflutscht. Oft ist bei den dünnen Litzen wohl das Problem, dass die Fohlen das zu spät / gar nicht sehen und da deswegen durch rennen.

Was das andere Pferd betrifft hilft vermutlich nur ausprobieren. Meine Stute war die ersten Tage so hysterisch wegen ihrem Fohlen, dass sie sogar fast nen Nervenzusammenbruch bekam, wenn ihre beste Freundin nur über die Boxenwand guckte. Mit einem anderen Pferd auf die Weide wäre gar nicht gegangen. Die Stute einer Freundin hat allerdings sogar auf der Weide abgefohlt und stand vom ersten Tag an mit dem Fohlen mit noch einer Stute zusammen. Ich würde vielleicht erst mal gucken wie der Wallach reagiert und dann ausprobieren.

Wenn das Fohlen älter ist, spricht, denke ich, nichts dagegen sie wieder "frei" zu lassen. Wegen dem Vieh würde ich mir da nicht so die Gedanken machen. Sie können sich ja aus dem Weg gehen und wenn die erwachsenen Pferde das kennen, gibt es da sicherlich keine Probleme. Die sonstigen Gefahrenquellen kann ich nicht einschätzen.

@kampfhühnchen - mein Problem mit den Bildern ist eigentlich ein Zeitproblem. Ich hab zu Hause momentan kein Internet und im Büro kann ich zwar zwischendurch gut schreiben, aber mich nicht allzu intensiv mit "anderen" Dingen beschäftigen.

@elchnase- Bilder angekommen? Dein Pferd hat eine sehr schöne Box - in einer ähnlichen wurde mein Fohlen übrigens geboren. Auch ne Weidehütte mit Paddock davor. Warum hatte deine Stute denn so viele Unfälle?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 20.08.07, 16:36
Wie ist denn das Wetter bei euch im Moment? Wenn es viel regnet, würde ich dem Kleinen noch die Zuflucht zum Stall gönnen. Die Kleinen müssen einfach auch mal im Trockenen liegen können. Gibt es vielleicht die Möglichkeit, dass sie das selber entscheiden können?

Ja, sie können eigentlich selbst entscheiden. Es gibt die Weide, wo es auch nen Unterstand mit erhöhtem Holzboden gibt. Und eine Hütte (da wo das Fohlen zur Welt kam), wo sie jeweils Schatten suchen. Wenn sie in der Weide sind und der Zaun geschlossen ist, können sie aber nicht zur Hütte, nur zum Unterstand.

Wegen dem Zaun ist ein fester Zaun natürlich toll, aber eben auch aufwendig und teuer. Bei uns war damals nur der Paddock noch zusätzlich mit Beoband eingezäunt. Die Weiden waren auch  nur mit E - Zaun. Aus optischen Gründen hab ich zusätzlcih zur Litze noch rot weisses Flatterband gespannt. Das hat auch wunderbar geklappt und die Kleine ist nie durch den Zaun geflutscht. Oft ist bei den dünnen Litzen wohl das Problem, dass die Fohlen das zu spät / gar nicht sehen und da deswegen durch rennen.

Hier im Hintergrund sieht man den E-Zaun, es sind zwei weisse Bänder. Denkst Du, das reicht?
(http://snap30.photobox.co.uk/3289983170f09cbd39da63aeb6f0996fccf408234ea5dd86f14b9872.jpg)

Wenn das Fohlen älter ist, spricht, denke ich, nichts dagegen sie wieder "frei" zu lassen. Wegen dem Vieh würde ich mir da nicht so die Gedanken machen. Sie können sich ja aus dem Weg gehen und wenn die erwachsenen Pferde das kennen, gibt es da sicherlich keine Probleme. Die sonstigen Gefahrenquellen kann ich nicht einschätzen.

Wie alt denkst Du ungefähr mit älter?

Danke Lucie für Deine Ratschläge!  :)
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 20.08.07, 17:11
Hi Lucie, danke, ja Bilder sind angekommen  ;D Deine Pferdchen sehen wirklich sehr gut aus, v.a. bin ich neidisch auf die Hälse...

Tja, warum so viele Unfälle? Das frag ich mich auch. Sie muss schon als Fohlen einen Salto mortale gemacht haben: Sie hat am Ansatz des Nackenbandes (also am Atlas) golfballgroße Kalkablagerungen. Und dann hatte sie verteilt auf 6 Jahre nochmals 4 schwere Unfälle in den Großgruppen. Die drei letzten waren die schlimmsten so dass ich es auf keinen Fall mehr riskiere, sie in eine so große Gruppe zu stellen:

Vor ca. 5 Jahren ist sie aus dem Stand aus der Gruppe über ein hohes Tor gesprungen und hat sich überschlagen. Landung auf dem re. Vorderbein und dem Hals. Sie hatte ein sehr schlimmes Gasödem im Hals und die Muskulatur ist durch den Aufprall abgestorben und mit der Haut vernarbt. Daran werde ich ihr Leben lang laborieren...  :'( Der Hals ist oft verspannt wie Beton und ich behandle sie mit Magnetfeld und homöopathisch.

Vor ca. 3 Jahren ist sie gestürzt (Beton), auf die linke Seite geknallt und der li. Hinterhuf hat sich in ca. 80 cm Höhe in einer schmalen Ritze zwischen Brettern verkantet. Sie hat daran gezogen, der Ischiasnerv war übel entzündet.

Dieses Jahr ist sie wieder gestürzt, natürlich wieder auf das linke Hinterbein. Ergebnis: Riesenbluterguß und Beckenfissur. Das war im März. Inzwischen läuft sie wieder. Ist nix zurückgeblieben hoffe ich.

Sorgen habe ich halt immer mit dem kaputten Hals  :'(
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 20.08.07, 20:31
Oh jemine  :o Elchnase. Dein armes Pferdchen hat ja schon ne Menge mitgemacht.
Wenn sie in der Weide sind und der Zaun geschlossen ist, können sie aber nicht zur Hütte, nur zum Unterstand.
Hier im Hintergrund sieht man den E-Zaun, es sind zwei weisse Bänder. Denkst Du, das reicht?

-Ein Unterstand ist völlig ausreichend für diese robuste Rasse, wenn das Babe mal trocken schlafen kann ...  :)
-Wenn der Zaun gut isoliert ist, äh ich meine immer genug Power hat, wird das wohl reichen. Die haben sehr langes dichtes Fell, bevor die den Strom merken sind die schon untendurch  ;)

Wegen den vermeintlich anderen Pferden, ich habe bei 'Vieh' dummerweise an Pferde gedacht  :o (sorry an allen edelen Pferderassen :))
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Lucie am 21.08.07, 07:54
@elchnase - das hört sich echt übel an. Gibt es denn Gründe für die Unfälle oder einfach nur Pech? Für ein Fohlen wäre eine grössere Gruppe mit Spielkameraden natürlich schöner, aber das ist dann ja die Frage ob deine Stute klar kommt.

Neidisch auf die Hälse bist du aber nur, weil die heil sind, oder ;) Ich find die auch völlig ok so und "normale" Pferde kommen mir langsam wie Giraffen vor, aber zumindest bei meiner "Alten" ist der Hals selbst aus meiner subjektiven Sicht betrachtet recht kurz geraten.

@maramy - ich würde auch sagen das der Unterstand erst mal reicht - sofern der Wallach die eben auch drunter lässt. Aber das wird die Stute schon regeln. Vielleicht kannst du beim Zaun unten für die ersten Tage noch zusätzlich Flatterband sozusagen als unterste Begrenzung spannen, damit das Fohlen das besser sieht. Aber es wird schon reichen, denke ich.
Tja älter ist auch immer relativ. Meine Kleine war 6 Wochen alt, als wir sie auf der Fohlenweide "ausgesetzt" haben. Da waren sie dann auch Tag und Nacht draussen. Ich denke es kommt aber auch immer ein bisschen auf das Wetter an. Wenn es trocken und warm ist, können die sicherlich auch früher draussen bleiben. Meine Freundin hatte vor Jahren auch ein Überraschungsfohlen. Die Kleine ist auf der Weide zur Welt gekommmen - im Juni - und dann gleich bis zum Herbst dort auch geblieben.

Willst du das Fohlen eigentlich behalten? Und was ist es eigentlich geworden?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 21.08.07, 12:41
Tja, mein Hottel ist echt schon gebeutelt. Aber Gott-sei-Dank hat sie super "Heilfleisch" und klasse Sehnen und Gelenke! Ansonsten gäb es sie wohl trotz all meiner Bemühungen nicht mehr  :-X Gründe, tja: Sie ist eigentlich ein gutes Gruppenpferd. Meistens unteres Drittel in der Rangordnung. Aber manchmal legt sie sich mit deutlich Ranghöheren an und dann passierts. Deshalb werde ich sie nur noch bis max. zu viert in eine Gruppe stellen. Lucie, klar ich finde heile Hälse toll  ;) Denn unserer wird halt leider nicht mehr werden... V.a. allem nach Zwangspausen ist es sehr frustrierend, diesen Betonhals zu gymnastizieren. Aber da muss man durch.

Marmay, grad fänd ich das Wetter zu kalt  und nass um den kleinen auf die Koppel zu stellen. Aber weiß ja nicht wie das Wetter bei euch ist. Den Tipp mit dem tiefen Flatterband find ich super. Das zerreißt doch hoffentlich falls der Kleine sich darin verheddern würde?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 21.08.07, 15:59
Danke für Eure Tipps und Ratschläge!  :-*

Willst du das Fohlen eigentlich behalten? Und was ist es eigentlich geworden?

Ich weiss noch nicht genau, was mit dem Fohlen geschehen soll. Müsste es auch auf eine Fohlenweide oder reicht es, wenn es mit Mutter und Wallach aufwächst?
Da es ein Hengstfohlen ist, müsste ich es dann auch zeitig kastrieren lassen, falls ich die Mutter auch da lasse. Ich habe mir noch überlegt, die Stute zu meinem Tinkerwallach runterzunehmen (ins Dorf) und das Hengstfohlen mit dem Wallach auf der Alp zusammenlassen.
Es ist momentan noch alles in der Schwebe, es hängt auch davon ab, ob der Bauer, wo mein Tinkerwallach steht, nen Reitplatz macht oder nicht. Meiner, den ich ca. 1 km entfernt bei meinem Elternhaus letztes Jahr erstellt hatte, wurde durch das Unwetter "abtransportiert".

@Elchnase: Mensch, das ist ja echt happig mit Deinem Pferd!  :-\
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 21.08.07, 16:49
Meiner, den ich ca. 1 km entfernt bei meinem Elternhaus letztes Jahr erstellt hatte, wurde durch das Unwetter "abtransportiert".

@Elchnase: Mensch, das ist ja echt happig mit Deinem Pferd!  :-\

Abtransportiert  ??? Das klingt ja irgendwie lustig war es aber bestimmt nicht, gell? War da ein Erdrutsch oder so?

Was mein Hüh betrifft: Angst hab ich immer vor dem Winter, da ist der Hals dann "eingefroren" und sie hat echt Probleme...
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 21.08.07, 17:03
Abtransportiert  ??? Das klingt ja irgendwie lustig war es aber bestimmt nicht, gell? War da ein Erdrutsch oder so?

Na ja, ne Art Flutwelle. Die ganze Umgebung bei meinem Elternhaus sieht nun ziemlich lädiert aus.

Um den grossen Baum im Hintergrund befand sich mal mein Reitplatz. Hinter dem Haus auf dem Bildvordergrund wär mein Elternhaus.
(http://www.foehn.ch/unwetter/PICT1680.jpg)

Hier sieht man auch nochmal, wie tief da der Untergrund weggerissen wurde. Links in der Verlängerung wäre mein Elternhaus.
(http://www.foehn.ch/unwetter/PICT1695.jpg)

Hier sieht man es aus einer anderen Perspektive. Das weisse ist mein Elternhaus und rund um den Baum war mein Reitplatz. Die Autos wurden angeschwemmt. Reste vom Zaun des Reitplatzes sieht man da noch rechts im Bild. All meine Dualstangen und Pylonen sind weg, Halfter und Longiermaterial sind weg, auch die Beleuchtung des Platzes, Zaunmaterial in Kisten, alles weg, futsch und nicht versichert.  :-\
(http://www.foehn.ch/unwetter/PICT1701.jpg)

Aber ich sollt hier keine Fotos einstellen, oder wie sieht das aus? Geht leichter zum Erklären mit Fotos manchmal.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 22.08.07, 12:43
Hey Marmay, das sieht ja furchtbar aus  :-X Sind in der Gegend schon mehr solche Flutwellen aufgetreten? Du Arme, da hast Du aber echt ein Riesenproblem... Hättest Du das ganze versichern können? Willst und kannst Du alles wieder aufbauen? Da waren ja echt Urgewalten am Werk, mein lieber Mann  :-\
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 22.08.07, 12:54
Hey Marmay, das sieht ja furchtbar aus  :-X Sind in der Gegend schon mehr solche Flutwellen aufgetreten?

Nein, bisher sind noch nie solche Flutwellen aufgetreten.

Du Arme, da hast Du aber echt ein Riesenproblem... Hättest Du das ganze versichern können?

Ich bin naiverweise davon ausgegangen, dass es versichert ist in der Gebäudeversicherung meiner Mutter. Leider stellt man erst bei einem Schaden fest, dass dies nicht der Fall war.

Willst und kannst Du alles wieder aufbauen?

Im Moment fehlt mir die Kraft und das Geld. Ev. gibt es eine Lösung, dass mein SB einen kleinen Reitplatz auf dem Hof macht, das ist aber noch nicht sicher. Ich warte jetzt erstmal ab. Falls er definitiv keinen macht, werd ich mir doch nochmal überlegen müssen, ob ich meinen nochmal erstelle.
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Lucie am 22.08.07, 16:13
Zitat
Müsste es auch auf eine Fohlenweide oder reicht es, wenn es mit Mutter und Wallach aufwächst?
Da es ein Hengstfohlen ist, müsste ich es dann auch zeitig kastrieren lassen, falls ich die Mutter auch da lasse

Na ja eine Fohlenweide bzw. Altersgenossen nach dem Absetzen sind schon nicht schlecht. Aber zur Not geht es auch so. Genug Auslauf dürfte er auf der Alp ja haben (das geht ja kaum besser) und wenn der Wallach noch recht verspielt ist, geht es wohl. Allerdings ist es schon besser, wenn die Kleinen sich mal mit verschiedenen Pferde auseinandersetzen müssen. Das schult das Sozialverhalten.
Über den Winter könntest du die Mutter auch noch dabei lassen, da wird noch nichts passieren. Im Frühjahr bzw. nächsten Sommer, würd ich sie dann aber spätestens trennen oder den Kleinen legen lassen. Das Problem, wenn die Mutter dabei bleibt, ist eher, dass er dann nicht aufhören wird zu trinken. Für ein knappes Jahr ist das sicher auch noch in Ordnung, aber dann müsste er doch abgesetzt werden.

Hammer mit dem Reitplatz bzw. der Flutwelle überhaupt. Aber es gab doch hoffentlich "nur" Sachschäden, oder?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 22.08.07, 16:54
Na ja eine Fohlenweide bzw. Altersgenossen nach dem Absetzen sind schon nicht schlecht. Aber zur Not geht es auch so. Genug Auslauf dürfte er auf der Alp ja haben (das geht ja kaum besser) und wenn der Wallach noch recht verspielt ist, geht es wohl. Allerdings ist es schon besser, wenn die Kleinen sich mal mit verschiedenen Pferde auseinandersetzen müssen. Das schult das Sozialverhalten.

Also Auslauf kann er wohl kaum mehr haben.  ;D
Der Wallach ist noch sehr verspielt, ja. Wäre es allenfalls auch möglich, den Kleinen zu meinem "grossen" (148cm) Tinker und der Freibergerstute zu stellen? Die wird im Frühjahr auch wieder ein Fohlen haben. Oder aber ich nehm die Mutter von der Alp runter zu meinem Tinker und lass das Hengstfohlen und den Wallach zusammen auf der Alp. Ich möchte ihn eigentlich nicht allzu früh legen lassen, wenn es nicht sein muss.

Hammer mit dem Reitplatz bzw. der Flutwelle überhaupt. Aber es gab doch hoffentlich "nur" Sachschäden, oder?

Sach- und Seelenschäden, körperliche Schäden gabs keine. Meine Mutter hatte einen Riesenschock, sie sah die Welle kommen und war sozusagen gefangen im Haus. Sie war sich ja nicht sicher, ob das Haus standhalten würde.  :-\
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Kampfhühnchen am 22.08.07, 21:37
Also Auslauf kann er wohl kaum mehr haben.  ;D
Der Wallach ist noch sehr verspielt, ja. Wäre es allenfalls auch möglich, den Kleinen zu meinem "grossen" (148cm) Tinker und der Freibergerstute zu stellen? Die wird im Frühjahr auch wieder ein Fohlen haben. Oder aber ich nehm die Mutter von der Alp runter zu meinem Tinker und lass das Hengstfohlen und den Wallach zusammen auf der Alp. Ich möchte ihn eigentlich nicht allzu früh legen lassen, wenn es nicht sein muss.
Die erste Möglichkeit wäre doch nicht schlecht. So hat das Hengstfohlen zwar einen Alters Vorsprung, aber immerhin etwas. Und der Tinker bringt ihm ein wenig Benehmen bei  ;)

Sach- und Seelenschäden, körperliche Schäden gabs keine. Meine Mutter hatte einen Riesenschock, sie sah die Welle kommen und war sozusagen gefangen im Haus. Sie war sich ja nicht sicher, ob das Haus standhalten würde.  :-\

Oh mein Gott! Das stelle ich mir grausam vor. Da sieht man doch sein Leben in Sekunden an einem vorbeirauschen. :-\
Zum Glück ist keinem Menschen was passiert!!!
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 23.08.07, 12:53
Gott sei Dank sind Mensch und Tier nicht verletzt worden!

Sagt mal, habt ihr nen Tipp, was ich meinem Pferdchen zum Muskelaufbau und -entspannung geben kann? Sie ist seit Februar untrainiert (Februar: Hufgeschwür, gleich anschließend Beckenfissur und Koppel). Der Hals ist wie Beton und auch sonst fühlt sie sich wie ein Brett an  :'( :'( :'( Die  letzten Tage hätt ich schon anfangen können, wenn nicht die Eisen überfällig wären und der Schmied heut erst kommt. Ich mach natürlich Doppellonge aber der Galopp ist unter dem Reiter viel besser als mit DL, da hält sie sich fest  :( *verzweifeltbin*
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 23.08.07, 15:13
Sagt mal, habt ihr nen Tipp, was ich meinem Pferdchen zum Muskelaufbau und -entspannung geben kann? Sie ist seit Februar untrainiert (Februar: Hufgeschwür, gleich anschließend Beckenfissur und Koppel). Der Hals ist wie Beton und auch sonst fühlt sie sich wie ein Brett an  :'( :'( :'( Die  letzten Tage hätt ich schon anfangen können, wenn nicht die Eisen überfällig wären und der Schmied heut erst kommt. Ich mach natürlich Doppellonge aber der Galopp ist unter dem Reiter viel besser als mit DL, da hält sie sich fest  :( *verzweifeltbin*

Was mir dazu einfällt:
- Hast Du schon mal nen Osteopathen oder Dorntherapeuten da gehabt?
- Käme Umstellung auf Barhuf infrage?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 23.08.07, 15:45
Das letzte Mal hatte ich den Osteopathen kurz VOR der Beckenfissur da! Das war dann natürlich umsonst.  :'( :'( :'( Wahrscheinlich sollte ich ihn mal wieder ran lassen. Praktischerweise hat mein langjähriger Super-TA eine zusätzliche Ausbildung als Osteopath  ;D Und er kennt mein Kamikaze-Pferdchen seit ich sie hab  :D

Barfuß geht leider, leider überhaupt nicht. Die schlechten Hufe sind das einzig negative was Frau Pferd geerbt hat: Einee weiße Linie, die dünn ist wie Papier, null Wachstum und alles bricht und bröselt weg. Ich hätt mir eigentlich Gedanken darüber machen sollen als ich sie gekauft hab: Sie war 5-jährig, angeritten, stand nur auf der Koppel und hatte vier Eisen  ??? Jetzt bin ich auch schlauer...

Übrigens: Mit "Schmied überfällig" meine ich, dass das letzte Beschlagen acht Wochen her ist. Aber alles bricht weg und normalerweise halten die Eisen max. sieben Wochen!
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: marmay am 23.08.07, 16:47
Das letzte Mal hatte ich den Osteopathen kurz VOR der Beckenfissur da! Das war dann natürlich umsonst.  :'( :'( :'( Wahrscheinlich sollte ich ihn mal wieder ran lassen. Praktischerweise hat mein langjähriger Super-TA eine zusätzliche Ausbildung als Osteopath  ;D Und er kennt mein Kamikaze-Pferdchen seit ich sie hab  :D

Dann würd ich den mal ranlassen, ev. lösen sich durch die Behandlung auch einige Verspannungen.
Dann ev. statt Eisen Kunststoffbeschläge? Ich mach mir einfach Gedanken bei einem so angeschlagenen Pferd, ob die Schläge durch das harte Eisen unter den Hufen nicht zusätzlich belastet?
Titel: Re: Erstes Fohlen: Hilfe!
Beitrag von: Elchnase am 23.08.07, 18:09
Sie hatte jetzt 6 Jahre lang hinten und ab und zu auch vorne Easywalker drauf. Zwischendrin hatte ich einen Schmied, der es mit der Stellung nicht gut hingekriegt hat hinten, so dass der Huf an der Zehe vertikal hoch gerissen ist (Die Kunststoffis drücken ja die Wände auseinander und haben Spannung). Dann kam Gott-sei-Dank mein alter Schmied wieder: Der musste dann beide Hinterhufe bis kurz vor das Hufbein öffnen (operieren), da da anaerobe Bakterien drin waren.  :'( Hat es dann mit Kunsthorn gefüllt, ist ganz problemlose verheilt. Aber auch so drücken die Kuststoffis halt die dünnen Wände auseinander und es entstehen hohle Wände. Habe eigentlich keine Bedenken wegen den Eisen, sie hat ja die weiche Liegehalle und den Erdauslauf.

Knochen- und sehnentechnisch ist bei ihr alles gut glaub ich. Zumindest hatte ich bisher noch auf keinem einzigen Röntgenbild auch nur einen Hauch von Arthrosen.  ;D ;D ;D Gute Gene  ;D ;D ;D Und glaub mir, ich könnte mit meinen Röntgenbildern ein lebensgroßes Pferdeabbild basteln.  ;) Aber mit mindestens 16 Beinen  ;D

TA kommt eh demnächst wegen Impfung, dann lass ich sie mal komplett durchchecken. Vielleicht kann ich dann bald zwei Röntgenpferde basteln... Stelle mir das grad so vor als beleuchteten Raumteiler oder so: Das Röntgenpferd in 3D  :D