Pferdeforum

Das kranke Pferd => Lahmheiten und Beinprobleme aller Art => Thema gestartet von: Ingrid am 19.12.11, 13:49

Titel: Karpalgelenkentzündung, hat jemand Erfahrung?
Beitrag von: Ingrid am 19.12.11, 13:49
Es handelt sich um einen Freiberger, 17 Jahre, kein Leistungssportler. Seit acht Wochen lahm. Mittlerweile tierärztl. durchgecheckt und der Karpus als Übeltäter entlarvt.
Laut Röbi sind Knochen- und Gelenkstrukturen okay. Gelenkinjektion mit Hyaluron und Cortison wurde im Abstand von vier Wochen zweimal gemacht. Pferd bekommt zusätzlich Muschelextract und trägt eine Polsterung unter den Vordereisen.
 Wie lange kann sich diese (mittlerweile nur noch geringe) Lahmheit hinziehen? Hat jemand Erfahrung in Sachen Lahmheit wegen Karpalgelenkentzündung?
Titel: Re: Karpalgelenkentzündung, hat jemand Erfahrung?
Beitrag von: carola am 19.12.11, 14:18
Bei uns hat es rund 6 Monate gedauert. Und zum Schluss habe ich einfach nicht mehr hingeguckt. Ob der ganze Spritzenkram geholfen hat (also dem Pferd, nicht dem TA ;)), bezweifle ich inzwischen sehr. Es wurde wirklich besser, als Pferd auf Wiese kam und ich einfach weggeschaut habe.
Die Mutter meiner Stute ist wegen so einer Gelenksinjektion gestorben. :-[ Da kamen irgendwelche ganz bösartigen Keime mit rein, die das Gelenk zerfressen haben. :-[
Titel: Re: Karpalgelenkentzündung, hat jemand Erfahrung?
Beitrag von: GilianCo am 19.12.11, 21:44
Wenn die Injektion sorgfältig vorgenommen wird, beinhaltet eine chirurgische Vorbereitung der Injektionsstelle. Ich habe bei dem Pferd einer Freundin durchaus gute Erfahrungen mit dieser Injektion gemacht, aber das Pferd kam nach einigen Tagen Boxenruhe auch wieder raus. So gesehen kann man natürlich nicht sagen ob es nur die Injektion war, die geholfen hat. Bei dem Pferd meiner Freundin war es aber nach rund einer Woche schon deutlich besser.


via Tapatalk
Titel: Re: Karpalgelenkentzündung, hat jemand Erfahrung?
Beitrag von: Ingrid am 20.12.11, 07:11
Klar, eine Gelenkinjekjtion bedarf immer äußerst penibler Sauberkeit. Deshalb wurden sie auch im sauberen Klinikbereich gemacht. Ich habe auch keine Angst vor einer behandlungsbedingten Infektion. Die Tä sind alle sehr erfahren. Und wenn trotzdem was passiert, ist das halt so. 100% risikofrei kann kein TA arbeiten. Und ich finde die Rehegefahr nach einer Cortisonbehandlung viel erschreckender ::) Mir geht es einfach darum, zu wissen, wie lang ein behandeltes Karpalgelenk braucht, bis es wieder gesund ist. Wie gesagt, an den Gelenkflächen sind keinerlei Veränderungen zu sehen. Die Entzündung kann also noch nicht so alt bzw. nicht sonderlich aggressiv sein. Leider kann ich keinerlei Ursache dieser Entzündung ausmachen, aber ich sitz auch keine 24 Stunden neben dem Pferd auf dem Paddock ;)
Carola, sechs Monate :o Lag Dein Falll ähnlich wie meiner?  
Titel: Re: Karpalgelenkentzündung, hat jemand Erfahrung?
Beitrag von: carola am 20.12.11, 08:17
Nein, ich denke mal nicht. Gesehen hat man absolut NICHTS auf den Röntgen- und US-Bildern, aber sie hatte einen kräftigen Tritt kassiert. So im Nachhinein denke ich eher an eine Art Knochenhautentzündung, und das tut ja verdammt lange weh.
Titel: Re: Karpalgelenkentzündung, hat jemand Erfahrung?
Beitrag von: pizzafan am 30.01.20, 15:58
Ingwer müsste eigentlich sehr helfen. Nach einer so langen Krankengeschichte mit vielen betroffenen Bereichen dürfte die Dosierung vermutlich recht hoch sein, zwischen 10 und 15 Gramm pro 100 Kilo Körpergewicht. Vielleicht reicht aber auch weniger. Oft kann man auch eine hohe Dosis nach einiger Zeit wieder reduzieren. Eine geschädigte Knorpelzelle wird eine verminderte Proteoglykan-Produktion nach sich ziehen. Das heißt weniger Glucosamin und weniger Hyaluronsäure [Werbung gelöscht] für das Gelenk.
Titel: Re: Karpalgelenkentzündung, hat jemand Erfahrung?
Beitrag von: GilianCo am 08.06.20, 22:46
pizzafan, hattest Du gesehen, das das Thema neun Jahre alt ist?