Pferdeforum

Rund ums Reiten => andere Reitweisen ... => Thema gestartet von: Schnett am 29.07.04, 09:42

Titel: Monty Roberts
Beitrag von: Schnett am 29.07.04, 09:42
Hallo,
hat gestern jemand die kleine Reportage über Monty auf ZDF gesehen?
Ich habs gesehen. Ich stehe dem mit gemischten Gefühlen gegenüber.
Sicherlich ist das total beeindruckend wie die Hafis auf das Join Up reagierten und der eine sich gleich wieder am Ohr anfassen lies. (aber braucht man dafür ein Join Up?)
Das Reiten des anderen Hafis fand ich auch gut. Nach dem Join Up hat er zwar noch gebockt wie wild aber den Reiter hinterher geduldet. Sicher kenne ich die Vorgeschichte nicht, es wäre interessant zu wissen ob sie geschildert wurde, ob vorher schon alles andere probiert wurde. Der Hafi wurde glaube ich vorher schon geritten, woher kommt also sein Problem Ein Pferd auf diese Weise anreiten halte ich nicht für Sinnig...
Dann das Verladen von dem Norweger. Find das gut... Aber ich weiß, dass es bei meinem z. B. ums Prinzip geht... Zu Hause geht er so lange auf den Anhänger bis er einmal wo anders wieder raus kommt. Er will definitiv nicht von zu Hause weg... Ist er dann wo anders und möchte Heim geht er auf jeden Anhänger der offen steht... ::) Ob das aber von einem Monty oder einem seiner ausgebildeten Fachleuten behoben werden kann?
Ich möcht hier gerne eine neue Diskussion eröffnen. Diese soll bitte friedlich ablaufen und wenn das hier die falsche Box ist möchte ich die Moderatoren bitten das Thema zu verschieben!  ;)
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Freya am 31.07.04, 16:55
Hallo
Also ich habe es gesehen und wenn ich mal ehrlich bin, würden wir Menschen nicht so faul sein hätten wir viele Probleme nicht und könnten Probleme lösen und würden nicht Gurus damit beauftragen!

1. Haflinger liess sich nicht am Ohr anfassen. Naja das hatte meines als Fohlen auch. Und ich habe begonnen mit ihr TTouches zu machen, sie zu putzen usw. bis sie das Anfassen von mir als was tolles empfand. Unterdessen 2 Jahre später kann man sie ganz normal an den Ohren anfassen, kann ihr ein Halfter an und ausziehen usw.

2. Haflinger der bockte. Nun gut das hat mir also gar nicht gefallen. Weil ehrlich, würde diese Dame einen wirklichen guten Reiter angagieren wie dieser Rodeoreiter der so geschmeidig auf dem Hafi geritten ist, würde man Schritt für Schritt das Pferd an den Reiter gewöhnen. Denn mal ehrlich, die Besitzerin wird kaum so gut reiten können wie dieser Rodeoreiter. Die Probleme werden zu Hause weitergehen!

3. Pferd der Fjord. Würde man mit logischem Menschenverstand auch hinbringen ohne Monty Roberts, wobei hier wurde wirklich gute Arbeit geleistet.
LG
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 31.07.04, 17:07
Habe leider (?) nur das Ende gesehen. Was mich bei diesen Sachen immer brennend interessiert: Wie sieht es in 1, 2 3, Wochen aus??! Das lassen die meisten Reportagen leider aus...
SONJA
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Horselady am 05.08.04, 11:52
Hallo,

ich hab´s nicht gesehen, aber andere Reportagen über MR bereits vorher...

Ich bin mal gespannt, denn die RB meiner Freundin fährt jetzt grad in den Sommerferien zu Andrea Kutsch und macht dort ein Praktikum. Angeblich sollen diese Praktika ja totale Ausbeuterei sein, aber wer weiß, wenn man sich gut anstellt, darf man sicher bei den Pferden mithelfen und nicht bloß misten und Zäune reparieren....
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: carola am 06.08.04, 10:54
Nein, es gibt sie tatsächlich? Die Leute, die auf diese Anzeige reagieren? Sagenhaft!
Berichte mal bitte, wenn die RB wieder zurück ist, was die so von sich gibt.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 06.08.04, 10:59
Ich hätte auch nicht gedacht, dass sich da Leute drauf melden... :o
Unbedingt erzählen wies war!
SONJA
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 06.08.04, 22:20
Sorry,
wer glaubt denn, dass man wo auch immer, erwartet wird um sofort mit allen Erkenntnissen vollgestopft zu weden.
Ehrlich..das ist weltfremd.
Wenn man ein Praktikum macht, wird man am Anfang eben schuften müssen..so ist das eben.
Wem das nicht gefällt oder für durchgeknallt hält...der braucht es ja nicht zu machen.
Gängige Praktik..lest euch mal den Werdegang von einigen bekannten Trainern durch.
Zuerst wird gebraselt...dann..vieleicht wenn man es wert ist..bekommt man was man sucht.

Respekt wer sich die Arbeit macht!
Geschenkt bekommt man nichts.

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 06.08.04, 22:46
Nee, is schon klar, aber hast Du Dir mal die Beschrebung durchgelesen? Also, es wird nicht ausdrücklich versprochen, dass man wirklich selber mit den Pferden arbeiten kann, bzw. wirklich in Ruhe zugucken kann. Das sollte meiner Meinung bei einem Praktikum schon mit drin sein. Misten lernen brauche ich nicht mehr und perfektionieren kann ich es auch zuhause, da muss ich nicht zu AK fahren... Bei meinem damaligen Praktikum in einem Stall habe ich gefüttert, gemistet, Pferde umgestellt etc., aber dafür bekam ich auch täglich Einzelunterricht. Es sollte schon ein Geben und Nehmen und nicht nur ein Nehmen sein. ;)
SONJA
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 08.08.04, 10:15
Das ist ein ganz normales Denken.
Kann man nix gegen sagen.

Aber wer sagt denn, das es interessiert?
Versteh mich nicht falsch aber dieses Denken : Geben und Nehmen....das kann man sich sonst wohin stecken.

Diese Leute haben ein Wissen, wo wir gerne dran teilhaben würden. Nun...sie haben aber sowas wie eine Monopolstellung...versuch jetzt mal was zu erzwingen oder Ansprüche zu stellen....oder mit Vorstellungen unserer Zeit was auszurichten.
Da läuft man gegen eine Wand.
Zudem haben SIE es teuer bezahlt.
EIn paar Schubkarren werden das nicht aufwiegen.

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 08.08.04, 10:25
Tja, die Sache ist nur wenn ich an dem Wissen der Leute teilnehmen möchte, muss ich ihnen doch auch bei ihrer Arbeit zusehen dürfen, oder?! Ich finde, sich ruhig an den Rand zu stellen und zuzugucken hat nicht extrem viel mit "Nehmen" zu tun, sondern sollte schon möglich sein... Ich sage ja nicht, dass es nach dem Motto ablaufen solll: "Also, ich habe fünf Boxen gemiistet, dafür darf ich eine halbe Stunde zugucken!" Aber es sollte jedenfalls die Möglichkeit zum Lernen geben!
 
Was wäre denn Deiner Meinung nach der Sinn des Praktikums so wie es von AK beschrieben wird? Sorry, aber für mich ist das totales Ausnutzen.

Ich kann an Geben und Nehmen nichts schlechtes finden, wenn beide profitieren. Einseitig wäre es ausnutzen. Eine gute Freundin von mir macht momentan Praktikum bei Marc de Brossia (übrigens auf dem Hof wo AK früher war).Sie muss gar nicht misten, kriegt jeden Tag Unterricht, reitet ein paar Pferde mit, bereitet sie vor etc. Die hat es allerdings wirklich gut getroffen. ;)

Aber warum bieten die dann die Praktika an? Um ihr Wissen an junge Leute weiterzugeben oder weil sie billige Arbeitskräfte haben wollen?? Hmm, wer handelt dann wohl eigennützig?
SONJA
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 08.08.04, 11:36
Hi Hexenkind17

Zitat
Um ihr Wissen an junge Leute weiterzugeben oder weil sie billige Arbeitskräfte haben wollen??

Wir kommen der Sache schon näher  ;D

Zitat
Hmm, wer handelt dann wohl eigennützig?

Wer hat die stärkere Triebfeder ? Wer kann sich seine MA aussuchen ? Wer vermittelt das begehrte Wissen ?

Ok, ich möchte das nicht auf die Spritze treiben. Es liegt auch am Ausbilder, ob er bereitwillig Auskunft gibt oder seinen Praktikanten als Freiwild betrachtet.
Diese Praktikanten...... sie würden alles tun um ihrem Idol über die Schulter zuschauen.
Stell dir einen Ausbilder vor, der einer junge Frau in seine Geheimnisse Einblick gewährt. Ein Ausbilder der auch in der Öffentlichkeit steht.
Einer der ständig neue Prak. hat.
Glaubst du, das jede Einblick erhält, das es jede verkraften würde.

Es gibt viele Gründe für "Pferdeflüsterer" nicht alles zu zeigen, denn viele haben schon ein komisches Gefühl wenn ein Pferd schwitzt  ;)
Dazu kommt auch noch...die Pferde haben ein Problem. Das kann für den Menschen gefährlich werden.
Ist ne Zwickmühle.

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: perdita am 08.08.04, 12:16
monty roberts ist für mich nicht das non plus ultra manche dinge die er macht sind auf wildpferde zugeschnitten die noch nie einen menschen gesehen haben, deshalb finde ich join up für ein deutsches reitpferd das schon sein leben lang menschen kennt unsinnig. ich epfehle man sollte unfähige reiter up joinen. leuten die eine lightversion im reitenlernen und im umgang mit pferden wollen, um eine lange und kostspielige ausbildung zu sparen, die eigentlich für reiter und pferd unumgänglich ist, gehören keine pferde "basta"

andere dinge von mr finde ich gut, er beobachtet die wilden und gibt teilweise gute tips für den umgang mit den zahmen, denn leider vergessen wir immer wieder das viel wildes noch in unseren haustierpferden steckt.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 08.08.04, 15:35
<Stell dir einen Ausbilder vor, der einer junge Frau in seine Geheimnisse Einblick gewährt. Ein Ausbilder der auch in der <Öffentlichkeit steht.
<Einer der ständig neue Prak. hat.
Glaubst du, das jede Einblick erhält, das es jede verkraften würde.
Lass es mich mal so ausdrücken, ich kenne einen Ausbilder, der eine Zeitlang sehr agesagt war, der hat den Praktikanten nicht nur Nachhilfe über Pferde gegeben...
Dieses ganze Guru Angehimmel ist einfach sehr, sehr anstrengend....

<Es gibt viele Gründe für "Pferdeflüsterer" nicht alles zu zeigen, denn viele haben schon ein komisches Gefühl wenn ein Pferd <schwitzt  ;)
<*g* Das stimmt allerdings...
Allerdings sollte ein Ausbilder auch nichts zu verbergen haben.

<Dazu kommt auch noch...die Pferde haben ein Problem. Das kann für den Menschen gefährlich werden.
Also ich glaube beim Zugucken läiuft keiner Gefahr verletzt zu werden.;-)

Jetzt interessiert mich aber wirklich der Live-Bericht der hoffentlich hier noch kommt...
SONJA
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: sway am 09.08.04, 15:32
Hallo!
Also dem Monty Roberts stehe ich sehr zwiegespalten gegenüber.

Er betont immer dass er ohne jegliche Gewalt arbeitet: Aber was ist denn der Bucklestopper??? Hat sich einer von euch das Ding einmal angeschaut?

Hinzu kommt das ich mittlerweile aus Sicherer Quelle weiß (von einem der TA dir während einer Show dienst hatten)
dass alle Pferde (zum. auf dieser Show 2003 in Hannover) mit denen er arbreitet sediert werden.

Dann er ist ja so stolz darauf dass er mit seiner methode einen Mustang der noch nie was mit Menschen zu tuen hatte gezähmt hat.

Tolle Leistung ein 2 Jähriges Pferd über Tage zu scheuchen es nicht zum schlafen kommen zu lassen (selbst natürlich immer wieder frische Pferde) es dann wenn es auf gibt solange es müde ist mit sattel und Halfter und co. zu Beladen und dann auch noch einen guten Reiter draufzusetzten und zu sagen der ist jetzt eingeritten............... :-[ :-[

Sorry in meinen Augen ist das Tierquälerei.

Auf der anderen Seite hat er natürlich auch viele Erfolge gerade mit Rennpferde etc. nachzuweisen. bzw. die methode schwierige Pferde an den Hänger zu gewöhnen ist natürlich auch nicht gerade verkehrt.

Ich könnte will jetzt aber keinen Roman zu diesem Thema schreiben, ich will nur anregen mal etwas genauer hinzu gucken, denn nicht alles was ein erfolgreicher Entertainer mit den Pferden tut ist auch wirklich gut für das Tier.

Liebe Grüße sway
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: carola am 09.08.04, 18:02
Ich habe mal zufällig einen Kurs beim Geitner gemacht - damit will ich keine Diskussion anzetteln, ob der gut oder nicht gut ist. Ich fand nur seinen Bericht über MR interessant. Obwohl er sich inzwischen ja schon distanziert hat, hat er berichtet, dass er mit MR schon diskutiert hat, dass die Einstellung der Leute in Europa eine andere ist als die in USA. Nicht zum Thema Pferd, sondern zum Thema Show. In den USA wollen die Leute eine Show geboten bekommen, und das ist das, was sie bei MR zu sehen kriegen. Das, was er zu Hause mit Korrekturpferden macht, ist eine ganz andere Sache. Die Zuschauer hier wollen keine Show, sondern was lernen, und das versteht er laut Geitner nicht so richtig. Es geht wohl weniger darum, zu zeigen WIE er etwas macht, sondern DASS er es macht und das Pferd gehorcht. Sedierung hin, Auslese der fiesen Exemplare (die nimmt er in der Show nicht) her.
Ganz abgesehen davon, dass die Hotties hier in der Regel anders groß werden, nämlich mit Früherziehung und "Familienanschluss". Ich hätte immer mal gerne sehen mögen, wie er so ein Schmusepferd wie meines (typisch Kaltblut) mit einem Seil nicht nur verscheuchen sondern noch in Panik kriegen will  ;)
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: carola am 10.08.04, 12:27
Er hatte auch ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert zum Thema Showeffekte. Das klang so realistisch, dass ich schon denke, dass er recht hat. Er hat es nicht verurteilt, sagte aber, es sei eben nicht das, was die Leute sehen wollen.
So berichtet er zum Beispiel, dass, wenn das Pferd zu lange außen rumkreist und es den Zuschauer langweilen könnte, MR einen Witz reißt. Nun sitzen die Zuschauer außen rum im Dunkeln und sind still, MR und Pferd sind in der beleuchteten Arena in der Mitte, und wenn nun MR einen Witz macht und die Leute im Dunkeln plötzlich lachen, rennt das Pferd vor Schreck in die Mitte. So, und nun sagt MR, siehste, es klappt doch. Das ist eben Show. Zu Hause funktioniert das SO nicht, aber das weiß MR auch. Darum geht es nicht. ist halt wirklich die Frage, wer das sehen will. Das Fernsehen zum Beispiel und ein Haufen Zuschauer, die von Pferden keine Ahnung haben, aber so beeindruckt sind, dass man spätestens zwei Tage nach Sendetermin von allen Seiten gefragt wird "hast Du das gesehen? War das nicht toll, was der kann?". Naja.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: angi am 10.08.04, 12:40
Mir ist damals bei der Show auch aufgefallen, daß er bei dem Buckler, der halt so garnicht bucklen wollte, getrickst hat. Da hat er das Pferd wie zufällig auf der am Boden liegenden Longe halten lassen und die dann mit einem Ruck zwischen den Beinen rausgezogen, hat aber auch nix geholfen, das gute Tier wollte einfach nicht buckeln ;) Das Hafitier, daß auch nach 3-4 Witzen nicht reinkommen wollte, hat er gleich am Halfter reingezogen und gemeint, ja manchmal muß man das halt so machen, ist eh so gewaltfrei mit dem gewaltfreien Halfter. Also ich hab die Show lustig gefunden und die Karten hab ich ja geschenkt bekommen ;D
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 10.08.04, 12:52
Ich werde nie vergessen, wie die "Freizeit im Sattel" MR als er das erste Mal in Deutschland war fertig gemacht hat: "Tierquälererei, Cowboymentalität" etc. Ist doch sehr interessant wie man so die Meinung ändern kann.... ;D
SONJA
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 10.08.04, 14:10
@zaino: Stimmt, war wirklich eine uralte fs, war MR. Sollte man mal wieder rauskramen und die fs dran erinnern. ;D
SONJA 
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 10.08.04, 14:56
Ich habe es gelesen als ich bei einer Stelle für ein FSJ war, dort hatten die fs von anno dazumal. War sehr lustig!
Jetzt lese ich die fs auch nicht mehr, hat sich meiner Meinung nach sehr zum Nachteil verändert. Schade.
bei uns hatte früher die Bücherhalle (!) die fs, das war klasse!
SONJA
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 12.08.04, 16:12
@zaino: Da kann ich Dir nur zustimmern... Zusätzlich sind sie auch noch sehr in die Esoterik-Ecke abgeglitten. Sehr schade, denn eine wirklich gute Alternative gibt es meiner Meinung nach momentan auf dem Markt nicht.
SONJA
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: sway am 16.08.04, 14:34
Hallo!
Mal eine kleine Frage was ist die "fs"??

Übrigens bei der pferdezeitung.com gibt es einen sehr interessanten bericht/ meinung über MR muss man sich nur durchklicken..... (im Archiv wenn ich mich recht entsinne, leider komplett absturz gehabt ::)

Liebe GRüße sway
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hexenkind17 am 16.08.04, 22:21
Ach Immenhof, seufz... ;D
SONJA
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SmokysTouch am 18.03.05, 10:32
Hi Leute !

Hab da nur mal ne frage zu diesem Thema Monty Roberts.
Habt ihr eigentlich die Bücher von ihm gelesen ? Oder sich näher mit seiner Biografie und den Pferden mit denen er gearbeitet hat beschäftigt  ?
Hab das gefühl das dem nicht der fall ist.Vielleicht bekehrt sich ja der ein oder andere und tut das mal.Auch wenn ihr keinen wilden Mustang zu hause habt, hilft es bei vielen kleinen teilweise für uns unwichtige und übersehbare probleme,die unser Pferd aber stark belasten.
Will hier niemanden zurecht weisen,aber ihr redet alle immer nur von den reportagen oder berichten in irgendwelchen zeitschriften. Aber wirklich dahinter gucken und sehen was alles so damit zusammen hängt will keiner.
Schade eigentlich, dieser Mann hat etwas geschafft das nie einem Menschen vor ihm gelungen ist und bis jetzt auch nicht einem nach ihm. Ich meine nicht nur die dinge mit den Pferden oder dem Mustang "Shy Boy", sondern auch was er zum Teil für Menschen ob Pferdebesitzer oder nicht getan hat.Die Queen von England zb. ehrt seine Arbeit und sein Lebenswerk. Naja gut nicht jeder mag die Queen oder hält was auf das was sie sagt. Aber sollte auch nur ein beispiel sein , zu den tausenden Pferdebesitzern die inzwischen von Monty Unterstützung im umgang mit ihrem pferd bekommen haben.
Naja bleibt jedem selbst überlassen wie er mit seinem Pferd umgeht, nur denkt dran ihr seit nur Freunde keine besitzer. Oder habt ihr einen Besitzer ??? ???
Und das er es nur noch des geldes wegen tut ist blödsinn wenn man mal drüber nachdenkt. Der Mann ist inzwischen so alt das er sich darüber in keinster weise mehr sorgen machen muss und er hat genug geld als das er sich sorge um seine kinder machen müsste, die inzwischen eh alt genug sind und selbst arbeiten.
Ich möchte hier niemanden belehren oder sowas und auch nicht M Roberts in den schutz nehmen, das hat der nicht nötig. Aber ich glaube das es nicht ganzt fair ist ihn so zu verurteilen nur weil eine seiner methoden nicht human aussieht und vielleicht auch im gegensatz zu dem steht was er sonst verkörpert.Auch er ist nur ein Mensch und wer sich näher mit ihm beschäftigt und so der wird sehen das er für viele Pferden ein Lebensretter war und vieles mehr noch !!!

Lg Smoky
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Wild_Horse am 18.03.05, 15:31
@SmokysTouch:

Schalte mich jetzt in die Diskussion ein muss zugeben ich hab nicht alles gelesen aber das letze Statement schon....

Monty Roberts hat in meinen Augen den Fehler gemacht alles teuer zu vermarkten. Wem hilft es wenn es dem Pferd und Reiter zwar helfen würde, es sich aber niemand leisten kann/will - ganz zu schweigen von den teuren Lehrgängen bei AK...
Buch hin oder her, ein Pferd zu verladen wenn Pannels ein entweichen verunmöglichen oder gar noch ärgere Hilfsmittel verwendet werden, die der Laie im Fernsehbericht nicht sieht, heisst nicht, dass sie nicht verwendet werden. Bei Monty Roberts habe ich den Eindruck dass er Wasser predigt und Wein trinkt, mehr als bei jedem anderen "Pferdeflüsterer". Für mich ist er nicht mehr ehrlich und das ist auch das, was mich von MR abschreckt.

NH ist eine tolle Sache. Auch ich mache mit meinem Pferd im Roundpen J-Ups (Trau mich den Begriff nicht auszuschreiben, ist ja ein MR geschützer Begriff ;)), nur frage ich mich - muss ich das Geld Monty Roberts und wie sie alle heissen nachwerfen, nur weil sie bekannt sind? Es gibt viele, zumindest gleich gute (wenn nicht bessere) Trainer, die das selbe auf etwas andere Art vermitteln und für mich auch greifbar sind, wenn das Problem auftaucht. In einem Buch zu einem expliziten Problem eine Hilfestellung zu finden ist sehr schwierig, denn viele Hintergründe warum etwas so ist, kann das Buch nicht beschreiben (ist auch nicht der Sinn eines Buches). Ein Ansprechpartner der da ist und greifbar ist - ist in meinen Augen wichtiger...

LG WH
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: horsmän am 18.03.05, 16:05
Hallöchen,

ich habs Monty-Roberts 2. Buch abrupt zugeklappt und nie wieder geöffnet,
als in irgendwo in der Mitte auf das Bild gestoßen bin, was auch vorne als
Titelbild abgebildet ist (Shy Boy).
Auf dem Foro in der Buchmitte allerdings hat das Pferd ein lasso um den Hals und
steigt, weil es sich anscheinend ängstlich dem Lasso entrinnen will.
Auf demselben Foto auf dem Buchdeckel ist das Lasso anscheinend wegretouchiert.

Das war für mich ein Aha-Eerlebnis, dass nämlich der ach so ehrliche und alles verstehende MR
Foto verfälscht um einen guten Buchtitel aufzumachen. Da war die Ehrlichkeit für mich passé.

Übrigens: Mag sein, dass man seine Methoden in USA braucht, im kultivierteren Europa kamm
man allerdings auch seit Jahrhunderten ohne "Join-up"  aus und es wird auch sowieso wesentlich
schonender angeritten.
Auch für alle anderen Probleme wie Kopfscheu, Buckeln, usw. gibts schon immer "europäische" Lösungen.

Spätetens beim ersten Reiten hilfts euch MR sowieso nicht mehr weiter.


Gruß
horsmän
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: kiwi2004 am 19.03.05, 01:46
MR hat weltweit einen recht grossen Markt und das zeit fuer mich schon, dass dieletzte Aussage Bloedsinn ist. Die Leute zahlen fuer das, was sie haben wollen. Man kann die beste Idee der Welt haben. Ohne gutes Marketing ist sie wertlos. MR kennt sich natuerlich extrem gut mit Pferden aus und das - zusammen mit seinem Erfolg - erzeugt natuerlich Neid.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: perdita am 19.03.05, 07:59
neid ? nicht wirklich, ich denke das problem liegt woanders manche menschen verstehen pferde und können mit ihnen umgehen, nicht nur mr, andere wiederum nicht und diese gruppe erhofft sich mit geld kaufen zu können was anderen in die wiege gelegt wurde (wie mein großvater immer sagte : talent kann man nicht kaufen) und genau da setzt für mr das geldverdienen ein.
vor jahren hab ich mal einen bericht über mr gelesen, in dem er auch das verhalten von pferden erläutert hat, waren richtig gute tipps dabei nur irgendwann ist alles ins kommerzielle abgedriftet und letztentlich liegt nun der haupttenor im geldverdienen, schade eigentlich.
klar gibt es glühende verteidiger der mr methode aber die sollten sich mal in eine ecke setzten und einfach mal nachdenken warum sie ihn verteidigen müssen wenn sie doch so von ihm überzeugt sind und die andere gruppe sollte auch mal nachdenken und zwar darüber warum sie auf angriff geht und den sch.. nicht einfach ignoriert.
joint up hab ich nie wirklich verstanden, meine pferde auch nicht warum soll ich jemanden verjagen der alles dransetzt bei mir zu sein und versuch mir alles rech zu machen?
ich hatte meinen eigenen guru in form eines alten pferdemanns und die meisten dinge die mr als seins preist hatte dieser mir schon vermittelt als noch niemand nur ansatzweise von mr gehört hatte. fazit einfach mal umschaun pferdemenschen gibt es mehr als man denkt und die stillen, ruhigen sind die die man fragen muß, das schöne daran sie verlangen keine großes honorar sondern sind mit einem danke zufrieden, das sind für mich die wahren pferdeflüsterer.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Mondi am 19.03.05, 12:04
Ich denke, das nicht die Pferde das eigentliche Problem sind, sondern die Menschen. Die Meißten, die sich hilfesuchend an Leute wie MR oder AK wenden, sind mit ihren Pferden total überfordert und sehen nun dort ihre letzte Chance den "ungezogenen Bock" (Sorry, wenn es etwas übertrieben ist) wieder "gerade" zu biegen. Gerade wenn ich an den kürzlich im Fernsehen gesendeten Bericht über AK denke, rollen sich mir die Fußnägel hoch, beim Anblick dieser völlig überforderten Besitzer. Bei AK klappt es dann plötzlich, was m. M. nach aber nichts mit JU oder ähnlichem zu tun hat, sondern einfach einem konsequenten Umgang mit dem Pferd. Pferde sind schlau und wissen genau, wen sie verar...... können und wen nicht, und sie sind auch froh, wenn sie bei einer Person Schutz und Vertrauen bekommen und nicht ständig Angst und Unsicherheit spüren. Mich würde mal interessieren, wie es den dort gezeigten "Problempferden und-Besitzern" jetzt geht. Natürlich gibt es auch "echte" Problemfälle", aber auch die können m. M. nach von einem Menschen mit Pferdeverstand und Wissen ohne JU wieder zu normalen Pferden werden.
Viele Menschen schaffen sich Pferde an, obwohl sie mit einem Hamster besser bedient wären und das kann nur in einer Katastrophe enden.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: kiwi2004 am 19.03.05, 23:23
Ein unseriöser echter Guru nutzt die dann aus, verblödet sie weiterhin u. saugt viel Geld ab.
Ein seriöser Ausbilder trennt irgendwann mal die Böcke von den Schafen, obwohl - wieso sollte er zahlende Kunden wegschicken?
Kurzum, es gibt keinen Guru ohne die entsprechenden Mitläuferfiguren.
Was der MR in letzter Zeit so als Marketing-gags auswirft, finde ich schon etwas grenzwertig... etwas über-geschäftstüchtig. Aber man muss es ihm ja nicht abkaufen. Das steht jedem frei.
MR macht wirtschaftlich das beste aus seinem Talent. Daran ist aus meiner Sicht nichts verwerflich. Sein Seminar in Westaustralien war sehr gut besucht. Auch von Leuten, die sich sehr gut mit Pferden auskennen. Auch denen hat er noch etwas geboten.

Die Equitana ist eine grosse Verbrauchermesse und da kann man nur ein gute Show sehen. Das wurde auch vom Veranstalter so erwartet. Wichtig ist, dass viele Leute zur Messe gehen und moeglichst viel Geld dort lassen.

Den Begriff "über-geschäftstüchtig" gibt es als Negativum nur in Deutsch. Was denkst Du denn warum immer mehr Jobs aus deutschsprachigen Laendern abwandern und keine neuen Jobs geschaffen werden? Vielleicht weil dort jeder fuerchtet "über-geschäftstüchtig" zu sein.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: perdita am 20.03.05, 07:13
westaustralien ist nich mit d-land zu vergleichen die haben andere probleme. nur hir in unserem land gibt es einfach zu viele die eine light version in reiten und pferdeumgang suchen. klar kommt was anderes raus wenn experten sich unterhalten ist ein völlig anderes level. mr hat schon fundiertes wissen aber wie soll er einem ein pferd erklären der es eigentlich nicht verstehen, sondern nach seinen wünschen formen will ? und anstatt zu sagen kauf die lieber ein fahhrad wird rumgewurschtelt. haupsache es bringt geld.

außerdem vergleicht du gerade äpfel mit birnen kiwi arbeitslosigkeit hat nix mit übergeschäftstüchtig zu tun wenn dem so wäre wäre d-land leer, außerdem wandern firmen ab weche billiglohn, nur mal so am rande.


reiten ist einfach kein breitensport  :P  wer mal ein bischen reiten will soll sich ein schaukelpferd kaufen *basta*
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 20.03.05, 20:00
Hi,
ich finde es gut, dass man seine Methoden auf Herz und Nieren prüft.
Hat man doch....oder?

Oder sagt man nur "das geht nicht, das klappt nicht, das ist nichts für mein Pferd, ich hab keine Probleme" ?

Meiner Meinung nach haben Pferdeleute ein starkes Ego.
Manchmal verbaut man sich auch seinen Weg.

Eine light Version Reiten ? Oder reiten mit Verstand, mit Gefühl ?
Es gibt soviele Pferdeleute die den Ausspruch gemacht haben "Man lernt nie aus" und ihr Leben damit verbringen die richtigen Knöpfe zu finden.
Wer mag wohl die meisten gesammelt haben?

Ähmm, das viele Pferdebesitzer die mit ihrem Latein am Ende sind zu AK usw. gehen ist doch verständlich.
Wer von all den begnadeten Stallgenossen hat den helfen können.....oder wollen ?
Natürlich gibts noch die, die sich nicht helfen lassen wollen. Die, die meinen mein Pferdchen ist ja ach so lieb und möchte dies und das nicht, weil Heute nicht der richtige Tag dafür ist.
Die werden es leider nie lernen.....selbst dann nicht, wenn man ihnen einen Chip einpflanzt  ;D

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: perdita am 20.03.05, 20:45
ich bin schwer dafür die besitzer zu therapieren und nicht die pferde.

ist das vielleicht eine marktlücke ?
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: mittagssonne am 21.03.05, 09:18
Hi,
ich finde es gut, dass man seine Methoden auf Herz und Nieren prüft.
Hat man doch....oder?

Oder sagt man nur "das geht nicht, das klappt nicht, das ist nichts für mein Pferd, ich hab keine Probleme" ?

silver, dass ist eine komische forderung.

dann müßte ich ja jeden guru erstmal genauestens ausprobieren, bovor ich mit fug und recht sagten könnte, "das was mir meine reitlehrer beigebracht haben ist für mich das beste." allein bei der anzahl der aktuellen gurus würde ein pferdeleben dafürnicht ausreichen.

damit wird deine forderung ad absurdum geführt.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 21.03.05, 13:58
Hi  @mittagssonne

Du hast Recht.
Es war ein wenig hoch aufgehangen  ;D
Aber man bildet sich schnell ein Urteil und hat garkeinen Grund dazu. Da steckt im Kopf einfach nur Ablehnung und kein Interesse.
Es sollte Ironie sein, die aus dem Satz....."auf Herz und Nieren"...blickt.

Ich freue mich jedesmal darüber feststellen zu dürfen, dass Pferde keine Probleme mit Menschen haben.

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: horsmän am 22.03.05, 10:39
Also bei mir war schon Interesse und keine Ablehnung.
Mich interessiert alles, was einen im Umgang mit dem Pferd ein Stück weiter bringt.
Und grundsätzlich bin ich da offen für alles. Aber ich versuche auch quer zu denken
und überlege, ob das Neue so Neu ist und wie man es in das bisherige ev. schon einordnen kann.

Hab MR 1. Buch gelesen, den Join-Up Video gekauft. Habs dann mit meinen Pferden ausprobiert
(obwohl die schon 1-2 Jahre unterm Sattel waren. Follow up usw. hat auch finktioniert - aber was nun?

Fürs Reiten hats mich natürlich kein Stück weiter gebracht. Und die allermeisten Probleme entstehen ja
durch Fehler beim Reiten (Schiefe, Hand, Verspannungen ... usw.).
Auch das Anreiten ging vorher ohne MR-Kenntnisse natürlich auch. Ging ja auch schon hunderte von Jahren ohne.

Und wie gesagt, als ich im 2. Buch gemerkt habe, wie es mit der Ehrlichkeit bei MR so steht (verfälschte Fotos auf Buchtitel)
und ich keinen echten Nutzen für mich erkennen konnte, war das Interesse dann auch gestorben.

Aber es mag vereinzelt Probleme geben, für die auch MR Lösungen bietet, aber mir sind schon lange keine mehr untergekommen.

Gruß
hosmän
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 23.03.05, 08:13
Hi @Horsemän

Ich bin nicht der Verfechter für "Rettet Monty R." bestimmt nicht, aber auch du hast festgestellt, dass seine Methoden nicht neu sind.
Damit meine ich die Bodenarbeit.
Die Elemente im RoundPen sind Bestandteil der Grundausbildung vieler Trainer.
Schau dir mal Dysli oder Kreinberg an.
Es ist das Pferd was den Anschluß sucht, das hat Monty gut und verständlich rübergebracht.

Im Prinzip mache ich es genauso wie du....ich glaub nicht alles und nehm auch nicht alles an...nur weil einer Promi ist  ;D
Aber weil ich mit dem JoinUp schon sehr erfolgreich war...also den Zugang zu einem Pferd bekommen hab, denke ich...laßt ihn Leben.


Was Monty da beim ersten Satteln und Reiten macht ist nicht mein Ding, da steh ich nicht hinter.
Man muß nicht alles mögen  ;D
Leider hab ich schon Trainer erlebt die bedeutend schlimmer und schneller gesattelt haben.
Komisch das die keiner aufhängt.
Die haben auch noch regen Zulauf  ???

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: horsmän am 23.03.05, 09:53
Jau,
ich denk mal laut einen Schritt weiter:

wenn man nun den "Round-Pen" mal Longierzirkel nennt (ok englisch ist moderner),
und dem Pferd auf seinen Runden in dem Zirkel noch eine Leine an den Kopf (Kappzaum) bindet
könnte man das auch mit "Longieren" umschreiben.

So, nun treibe ich das Pferd mit "bösem" Blick und der Longierpeitsche eine Weile von mir weg.
Nach einer Weile hör ich auf damit und senke meinen Blick, drehe vielleicht noch meine Schulter
längs zum Pferd. Und siehe da: das Pferd kommt von allein zu mir herein. Ich lobe es und geb ihm
auch ein Leckerli.

Dieses "Phänomen" sehe ich täglich mit unseren Pferden, wenn wir sie an der Longe arbeiten.

Früher hieß es eben Longe, heute heißt es Round-Pen und Join-Up.

Gruß
horsmän
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Wild_Horse am 23.03.05, 14:58
naja.. zwischen Longieren und Roundpen arbeit ist für mich noch ein himmelweiter unterschied... Mal ganz zu schweigen von den Leckerlis* einige im Forum kennen meine Meinung. Im Roundpen lässt sich Pferdesprache (nicht MR-Sprache) sehr viel feiner und dezenter testen und mit dem Pferd spielen, was auf einem offenen Longierzirkel oder an der Longe nun mal nicht möglich ist ;)




Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: horsmän am 23.03.05, 15:36
ok,
wollte damit auch nur andeuten, das der join-up-effekt nicht nur nach MR erzeilt werden kann.
Der effekt scheint mir übrigens der gleiche zu sein, geht auch ohne Leckerli.

Ich finde einen Leckeli unmittelbar nach einer Übung, die erfolgreich ausgeführt wurde, als
positive Verstärkung=Lob übrigens nicht verwerflich!

Übrigens: kenne einen Ausbilder klass. Dressurpferde. Der hat mit MR nix am Hut.
Wenn der fertig ist mit Reiten, steigt er ab und läuft ohne das Pferd am Zügel zu nehmen
Richtung Tür. Die Pferde folgen ihm. Auch woanders hin,nicht nur zum Ausgang.
=> Perpekter Follow-up.

Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: perdita am 23.03.05, 16:40
mein hengst läuft mir auch nach wie ein hund ohne mr, nur spielen mit ihm wollte ich nicht greade, er ist mir dazu zu groß, ich habe einige zeit gebraucht ihm klar zu machen das ich zwar sein boss bin aber in keinem falle ein pferd, seid er das kapiert hat versucht er auch meine stellung nicht anzutasten und geht sehr vorsichtig mit dem in seinen augen zerbrechichen frauchen um. ich finde pferdeerziehung ist immer eine gradwanderung man versucht mit einer anderen spezies zu kommunizieren ohne einen anspruch darauf zu erheben dieser spezies anzugehören. ich jedenfals möchte von meinem hü nicht als pferd angesehen werden sondern als mensch, das macht für mich die sache einfacher und sicherer.
vertrauen, disziplin, harmonie und konsequenz bringen einen meisten weiter als alles andere.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 23.03.05, 20:45
Hi @horsmän

Das mit dem Longieren in einem Longierzirkel  ;D hab ich auch so beobachtet, wie du es beschrieben hast.
Und auch mein Pferd läuft mir nach dem Absteigen hinterher.

Als sie aber noch 3 Jährig war, sah es anders aus.

Über die Arbeit im RoundPen hab ich erstmal Zugang aufgebaut.
Ich mag es nicht, Pferde an der Longe um mich rumrennen zu lassen...also junge Pferde.
Meine Idee ist mehr eine "freie Minute"  ;D
Sie sollen alles selber rausfinden.

Aber ich schweife ab.
Der Gag beim JouinUp ist das Erkennen, das Verstehen und das Reden.....natürlich Körpersprache  ;)
Wenn man gut ist, kann man das Pferd sogar lenken...aber das wäre schon etwas später.

Einem jungen, grünen Pferd einen Kappzaum anzulegen..ich weiß nich.
Viele Pferde verhalten sich erstaunlicherweise ohne Zaum ganz anders. Sie rennen, buckeln, kürzen den Zirkel ab usw.
Das hast du bestimmt auch schon gesehen.
Deshalb fange ich lieber im RoundPen oder der Gleichen an.

Der Sinn des JoinUp's / FollowUp liegt auch nicht nur im hinterher laufen. Es ist vielleicht das Ziel, aber der Weg dort hin enthält Verständigung.
Die kann wieder genutzt werden....siehe Kreinberg...Lyons....usw.
Alles gestandene Pferdeleute.
Es ist halt nichts Neues was MR da vermarktet. Er muß nur darauf achten, das es ihm nicht aus dem Ruder läuft.

Silver

Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: horsmän am 24.03.05, 09:01
Vielleicht kann man aus MR Mission folgendes herausziehen,
was dann auch wieder den Kreis schließt zur klass. Dressur schließt:

Wenn man es schafft, dass nicht der Reiter das Pferd um eine
Lektion bitten muß, sondern, das das Pferd den Reiter bittet,
eine Lektion jetzt ausühren zu dürfen, dann wird Reiten zum echten
Vergnügen. Das Pferd fargt z.B. soll ich jetzt angaloppieren, und der
Reierter braucht nur kurz jau zu sagen (im übertragenen Sinn, natürlich
mit dem "richtigen" Knopf und das angalo. klappt wunderbar. Genauso mit
Piaff, usw.

Insofern ist die Vorbereitung alles, die Ausführung überläßt man dem Pferd dann
allein. Diese Philosophie hat ja z.B. auch Nuno Oliveira gelehrt.

Die Kunst ist nun, das Pferd dazu zu bringen, dass es fragt.

Gruß
horsmän
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 24.03.05, 09:56
Jepp,

ich schließe mich voll deiner Meinung an.

Ein kleiner Satz noch von meiner Seite.
In der heutigen, sehr schnelllebigen Zeit, wird ständig nach Erfolgen gefragt und verlangt.
Es wird sogar eine Zeit festgelegt, in der ein Pferd bestimmte Lektionen erlernen "muß".
So entbrennt ein ständiger Wettkampf.
Leider paßt nicht alles in diese Schablone und Mißverständnisse häufen sich.
Ein weiter Punkt ist die Blauäugigkeit die einige zum Pferd bringt.
Und wieder tauchen Probleme auf, wenn auch anderer Natur.

Pferde sind verschieden und das akzeptiert noch lange nicht jeder Besitzer...oder er versteht es nicht.
Die Zeit, wo Pferde für ihr Brot hart gearbeitet haben, es mit Hafer vollgestopft wurde um seinen Job erledigen zu können sind vorbei.
Es ist ein Sportgerät geworden...ob es das verstanden hat?

Der Nährboden für Flüsterer jeder Art ist gelegt.

Alles Gute

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: horsmän am 24.03.05, 14:10
Wie wahr.

In anderen Foren gibt es Leute, die meinen Reiten würde ohne Turniersport gar nicht gehen,
da die Pferde ohne Turniere nicht glücklich wären und man ja gar kein Ziel hätte.

Fragt man sich manchmal wer schwerer von Begriff ist, das Pferd oder der Mensch. ;)

in diesem Sinne, Tschö
horsmän
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Gina am 26.03.05, 17:50
Hallo,

ich hab mich ja an anderer Stelle auch schon mal zu MR und A. Kutsch geäußert. Und zwar eher kritisch. Allerdings bin ich nicht gegen die Methode im Allgemeinen, sondern hauptsächlich gegen die extreme Komerzialisierung und die damit verbundenen negativen Auswirkungen.

Im Moment mache ich gerade selbst positive Erlebnisse mit der Methode und es ist schon erstaunlich, wie es bei jedem Pferd funktioniert.
Ich fange gerade an, mit dem Hafi unserer SB zu arbeiten. Er ist 15, wurde jetzt 1 1/4 Jahre wegen Krankheit nicht geritten und hatte noch nie eine besondere Ausbildung erhalten. Die SB haben ihn mit ca. 6 Monaten bekommen und können selbst nicht reiten. Er wurde nur kurz angeritten und seither haben Kinder und Jugendliche ihn geritten. Leider ohne korrekte Anleitung.
Jetzt soll ich ihn etwas dressurmäßig arbeiten.
Gestern habe ich dann mal probiert zu longieren. :-X Die ersten Minuten ging alles super, bis er urplötzlich beim dritten antraben stehen blieb und blitzschnell auf mich zugerannt kam. Ich war so überrumpelt, dass ich echte Probleme bekam. Er stand frontal zu mir und ließ mich nicht mehr seitlich zum treiben kommen. Das Ergebnis war dann, dass er nach einem Gertenhieb von mir so losschoß, dass es ihm die Füsse wegzog und er auf der Seite lag. Aber auch danach war an longieren nicht mehr zu denken. Er fing sofort wieder damit an, mich abzudrängen und mich umzurempeln. Ein typisches Dominanzproblem.
Die SB sagte mir dann, dass er dass immer bei neuen Leuten macht und longieren mag er sowieso nicht. :-X Super. Das habe ich dann auch gewußt.
Also habe ich die Longe abgemacht und habe ein Join-UP probiert. Und es hat geklappt. Hat zwar etwas gedauert, aber zum Schluß lief er ganz entspannt hinter mir her.
Heute das gleiche Spiel nochmal, allerdings ohne Longe. Als ich ihn in der Mitte der Halle loslies, drehte er sich sofort wieder frontal zu mir und wollte mich nicht an die Seite kommen lassen. Nach einer halben Minute aber drehte er ab und wir konnten mit dem Join-Up beginnen. Es war schon viel entspannter als gestern.

Es ist schon ein schöner Moment, wenn das Pferd seinen Widerstand aufgibt und einem vertrauensvoll folgt. :D

Ich werde das Ganze jetzt noch ein paar mal machen, bis er jegliche Ablehnung aufgibt.
In der Vorgeschichte hat er bis jetzt wohl einige Prügel bezogen (das höre ich jetzt so nach und nach) und es hat sich noch keiner wirklich mit dem Kleinen befasst.
Ich denke, ich muß nur erstmal sein Vertrauen bekommen und erst dann werde ich mit dem Reiten beginnen.

Also die Methode von MR ist sicher sehr gut, um den ersten Kontakt zu einem Pferd mit Problemen aufzubauen.

Es ersetzt aber sicher nie die korrekte Reitausbildung.

MR hat im Laufe der Zeit leider sein ursprüngliches Ziel etwas aus den Augen verloren. Das, was er eigentlich mal wollte, eine bessere Welt für die Pferde, kann man den Menschen einfach nicht auf Tourneen und Veranstaltungen in großen Hallen näher bringen. Dort ensteht leider der Eindruck, dass Probleme mal eben in einer halben Stunde beseitigt werden können. Und das ist sicher nicht der Fall. Aber durch den enormen Erfolgsdruck unter den die Massen MR stellen, hat er sich so abstruse Dinge wie z.B. den "Buckelstopper" einfallen lassen, der nun mit Sicherheit alles andere als gut für Pferde ist und für mich schon den Tatbestand der Tierquälerei darstellt.

Das meine ich damit, wenn ich sage, dass sich MR selbst untreu geworden ist. Er missbraucht das Vertrauen der Pferde, das sie ihm geschenkt haben.

Frau Kutsch dagegen ist einfach eine intelligente, sehr geschäftstüchtige Frau, die gemerkt hat, dass man hier mit einer einfachen Methode viel Geld machen kann.
Erst heute habe ich sie in einer Nebenrolle in einem Fernsehfilm gesehen, als sie als DIE Pferdeflüsterin wieder ein Pferd gerettet hat.
Ob sie bei soviel Medienpräsenz allerdings noch Zeit für ihre eigentliche Arbeit mit Pferden hat, bleibt zu bezweifeln.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: mittagssonne am 29.03.05, 09:53

Die SB sagte mir dann, dass er dass immer bei neuen Leuten macht und longieren mag er sowieso nicht. :-X Super. Das habe ich dann auch gewußt.
Also habe ich die Longe abgemacht und habe ein Join-UP probiert. Und es hat geklappt. Hat zwar etwas gedauert, aber zum Schluß lief er ganz entspannt hinter mir her.
Heute das gleiche Spiel nochmal, allerdings ohne Longe. Als ich ihn in der Mitte der Halle loslies, drehte er sich sofort wieder frontal zu mir und wollte mich nicht an die Seite kommen lassen. Nach einer halben Minute aber drehte er ab und wir konnten mit dem Join-Up beginnen. Es war schon viel entspannter als gestern.


gina,
ich würde mal sagen, beim ersten versuch (longieren) bist du zu unaufmerksam gewesen und hast dich vom pferd überrumpeln lassen, beim zweiten versuch ("join up") hast du aufmerksam auf das pferd geachtet und warst vorbereitet.
wenn du genauso aufmerksam longiert hättest, wäre das ergebnis das gleiche gewesen, bzw. besser, denn du hättest gleich noch die möglichkeit gehabt, etwas an der gymnastizierung zu arbeiten.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 29.03.05, 10:08
Hi,

es gibt ein schönes Buch von "Alfonso Aguilar...Wie Pferde lernen möchten"

Hier wird auch die Arbeit im RoundPen beschrieben...wo der Sinn liegt, was man machen sollte.

Schauts euch an.

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Gina am 29.03.05, 11:09
@mittagssonne: das kann gut sein. Ich hatte hald damit überhaupt nicht gerechnet, weil ich beim Longieren noch nie Probleme mit einem Pferd hatte. Aber für mich war das schon eine echte Mißachtung meiner Person. Er hatte auch vor der Gerte null Respekt. :-X Aber mit Gewalt kommt man da eh nicht weiter. Da muß erstmal die Basis stimmen.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: horsmän am 29.03.05, 11:51
Ich bin kein Freund von Gewalt.

Aber wenn ein Pferd die Longierpeitsche nicht respektiert, muß man ihm m.M. nach einmal
unmißverständlich damit Respekt einflößen. Er muß schon wissen, dass die Longierpeitsche kein
Spielzeug des Longernführers ist. Ein kräftiger Schlag und die Fronten sind geklärt.

Gruß
horsmän
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: diana m. am 29.03.05, 21:57
horsmän, ich finde, Du hast ganz recht.

Ein 15 j. Haflinger, der einen beim Longieren umrennen möchte, dem fehlt es nicht an Vertrauen sondern an Respekt.
Und einmal kurz und riguros durchgegriffen bringt einen ganz schnell auf eine vernünftige Arbeitsbasis.
Und wenn der gute Bursche schon früher Ärger bekommen hat, dann sicher deshalb, weil er es schon früher an Respekt hat mangeln lassen.
MR hat sein Programm für eingefangene Wildpferde, die ängstlich und verschreckt waren und den Menschen aus der Nähe nicht kannten sondern fürchteten, konzipiert.
Freche, sture Haflinger waren ursprünglich ja auch nicht gemeint.

Also Gina, setze Dich durch und longiere ihn.
Gruß
Diana


 
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Herzi am 29.03.05, 22:29
Vielleicht hat es der Sturre Haflinger ja nie gelernt 8) ausserdem kann man das "Dominanzproblem" auch anders lösen als Pferdi oder Hafi im Kreis zu scheuchen (nicht steinigen)

Ich würde die Longenarbeit wie mit einem Youngster aufbauen, und im Vorfeld Führ- und Bodenarbeit machen. So lernt er dich zu respekrieren, und lernt von Grund auf wie an der Longe gearbeitet wird.

Ich würde aufpassen mit der Join-up Methode kann man die Verständigung an der Longe auch erschweren. An der Longe wird gearbeitet und im Kreis herumdüsen dabei noch bocken bis die Luft raus ist liegt nicht drin. ;).

Ach was die Longierbeitsche betrifft, die ist nicht zum Hauen da sondern zur Verständigung. Mein Pferd spielt mit der Peitsche schleppt sie herum, kapiert aber sehr wohl was es beteutet wenn sie mal hinter ihm schnippt. Respekt vor Peitschen und alles andere kann auch übertrieben werden.

Übrigens spreche ich auch der Longe Pferdisch, mein Hotti versteht mich mit kleinsten signalen, läuft mir alles nach und das ohne einmal gejoint zu haben.

Nicht das wir keine problemchen hätten (keinen falschen Eindruck)

Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: fay am 30.03.05, 23:28
Vor einiger Zeit habe ich als Zuschauerin an einem Join up - Kurs teilgenommen.
Die Leute schauten voller Bewunderung zu, wie der sog. horse gentler, ein teures, 4-jähriges Springpferd ( " Will nicht länger als eine halbe Stunde longiert werden" ) auf einem steinigen Platz herumjagte. Gelegentlich wurde "Monty sagt..." oder "bei Monty steht" geflüstert, ansonsten der für mich nicht sichtbare Fortschritt kommentiert .  ( Mir hatte das Pferd vorher viel besser gefallen, als es friedlich aus dem Hänger stieg und gesittet über den Hof ging. )
Dann kam das gestresst wirkende Tier am Knotenhalfter an die Longe. Sollte es vielleicht nun gezeigt bekommen, wie es ruhig und ohne Schaden zu nehmen die Kreisbahn bewältigen, und seiner Besitzerin damit eine Freude machen könnte?
Keineswegs ! Es wurde zentrifugiert. Innenstellung per Reissen, sonst nach aussen schleudernd.
Der Versuch des Trainers, die Besitzerin einzubeziehen ging schief. Er konnte ihr trotz Mithilfe der Veranstalterin nicht einmal Ansatzweise die nötige Technik und Körpersprache vermitteln. Ich weiss nicht, wie es mit den Beiden weiterging und hoffe, dass Niemand verletzt worden ist.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Gina am 31.03.05, 07:32
@herzi: na klar ist die Longiergerte nicht zum Hauen da, aber wenn mich ein Pferd umrennen will, dann muß ich mich ja irgendwie verteidigen. Hufe zum Schlagen habe ich leider noch nicht. :-X ;)

Ich wollte den Hafi ja auch nur ein-zwei mal anfangs longieren, so zum kennenlernen. Ich bin nicht so ein Fan von einfach gleich draufsetzen.

Jetzt kenn ich ihn ja besser. 8)

Außerdem ist Longiern für mich eine tolle Möglichkeit, das Pferd ohne Reitergewicht zu arbeiten.

Ich fand jedenfalls, dass der Hafi auf das Join-Up gut reagiert hat. Mal sehen, wie es weiter geht. Denn das ist sicherlich die Kunst dabei. Es soll ja nicht beim Join-UP bleiben, sondern dauerhaft eine ordentliche Basis für eine gemeinsame Arbeit geschaffen werden.
Ob ich das alles so richtig mache, werde ich ja noch sehen. ::)
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 31.03.05, 22:32
Hi

Schwierig da ne Antwort zu finden.

Für mich ist der RoundPen ein Ort, wo ich mich dem Pferd bekannt machen kann.
Wo ich die Aufmerksamkeit des Pferdes bekomme, obwohl es "frei" ist.
Wo ich ihm erkläre, in welche Richtung und wie schnell es laufen soll.
Wo eine Art der Verständigung - Kontakt erfolgt.

Ich lehne es ab, dort ein Pferd zu scheuchen..total am Sinn vorbei.
Es ist kein Wunder, wenn dann Leute die Welt nicht mehr verstehen und nur noch den Kopf schütteln.

Wenn man die Verständigung sucht, kann man ein Pferd im RoundPen wie an Schnüren ziehen.
Die Chance sollte man ihm geben oder es lassen.

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: fay am 01.04.05, 22:56
@ Silver Roper, das mit dem Schnüre ziehen hast Du schön gesagt!  Das ist dann nämlich eine positive Arbeit, die wirklich Spass macht und vom herumjagen (lassen) meilenweit entfernt ist.

@zaino, es wird anscheinend gegen so Manches roundgepennt.....
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Fortuna-Diamant am 22.04.05, 15:55
Also als mein Problem mit meinem ersten Pferd auftauchte (habe dies schon in ner anderen Box erleutert), habe ich mir auch ein Buch über Join up gekauft, ich muss sagen es hat mir mit Midnight damals sehr geholfen, da es uns beide näher gebracht hat. Aber mir fällt auf das es immer mehr gibt die dem Roberts-Hype nacheifern und es FALSCH machen! Eine Bekannte meiner besten Freundin macht auch einen auf Roberts-Jünger. Die hat sich ein mal meinen Midnight geschnappt -OHNE mein Wissen! und hat ihn fast ne Stunde im Longierzirkel rumgescheucht! Zum Glück kam ich an diesem Tag früher in den Stall und konnte weiteres verhindern, Midnight stand klatschnass! (sogar im Gesicht lief ihm der Schweiss runter) und total verängstigt im Zirkel. Das einzige was sie dazu sagte war : "Hätte der Gaul den Kopf runtergenommen hätte es auch nicht solang gedauert!" Ja Hallo gehts noch! Danach brauchte ich erst mal ne Zeit bis er wieder so war wie vor dem tollen Training!

Meine Meinung ist, dass all diese Gurus irgendwo den richtigen Weg machen, aber man sollte für sich und sein Pferd SEINEN eigenen Weg wählen.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: MrMurphy am 25.04.05, 18:11
Ich hab mir hier nur sporadisch Beiträge durchgelesen und bemerkt, das die meißten nicht so viel von Monty Roberts halten.

Ich habe ein Buch von ihm gelesen, "Die Sprache der Pferde" und finde seine Methoden gut. Beim Join-up geht es ja nicht darum, das das Pferd wer-weiß-wie gehetzt wird, bis es keinen Bock mehr hat, sondern es soll ihm nur gezeigt werden, und zwar ohne Gewalt, dass es mit dem Menschen besser dran ist, als ohne. Ihm wird das zum-Menschen-zuwenden nicht aufgezwungen, sondern es sucht es sich aus. Ihc weiß nicht, wie Pferde sonst eigneritten werden, aber ich hab gehört, das sie da ab und zu mit Gewalt den Willen gebrochen bekommen.

Und wenn er Leuten zeigt, wie sie ihr Pfed auf den Hänger bekommen, dann macht er es auch ohne Gewalt, und bei einer Dokumentation die ich mal gesehen habe, da ist das Pferd nacher total freiwillig draufgegangen und hatte Spaß daran. Als seine Besitzerin es nachher vercuht hat, ging es nicht, weil sie es falsch gemacht hat, also hat er es ihr nochmal gezeigt.
Ich habe Freitag au dem Hof auf dem mein Pflegepferd steht gesehen, wie ein Pferd verladen wurde. Sie heitß Ruth, ist drei Jahre alt und stand seit einige Zeit auf dem Hof, seit sechs Monaten hab ich sie zwei mal die Woche geputzt. Nun, Ruth wollte nicht in den Hänger, sie stand mit den Vorderbeinen auf der Rame und riss die ganze Zeit den Kopf hoch. Was macht jetzt der zukünftige Pferdebesitzer und die Noch-besitzerin? Einen Resigbesen nehmen und mit der Fege-seite immer rauf auf den Hintern! Nach ne Zeit sind sie dann drauf gekommen, ein Pony mit in den Hänger zusteelen und dann sogar auf die brillante Idee, mit Futter zu locken. Es ging.
Ich denke, es ist besser, einem Pferd mit Join-up und ähnlichen Methoden beizubringen, etwas zu tun, wovor es Angst hat, als draufzuhauen.

Ich habe mit meinem Pferd schon oft Join-up gemacht, am Anfang hat es noch nicht so gut geklappt, aber jetzt läuft er mir hinterher u.s.w.

Auch Dinge, wei das man einem Pferd immer die Wahl lassen sollte, damit es sich nicht zu etwas gezwungen fühlt, helfen. Mein Pferd hat sich früher oft geweigert, vom Stall, ca. 100 meter vom eigentlichen Hof entfernt, auf den Hof mitzukommen.
Als ich dann nach Monty Roberts Prinzipien handelte, kam er gerne mit.
Ich habe den Strick ganz locker gelassen und schon trottete er brav neben mi9r her.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: arisco am 25.04.05, 22:36
ich verwend das roundpen zum laufen lassen (ned pferd hetzen), zur freiarbeit oder zum frei longieren ...
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: MrMurphy am 03.05.05, 18:37
Ich habe grade die Dokumentation 'Shy Boy' gesehen und mich daran erinnert, wie hier jemand schrieb, dass er das Buch kaufte, auf dem Umschlag war der steigende 'Shy Boy', der ohne Lasso um den Hals, im Buch allerdings mit.
Im Prinzip war das kein Lasso, sie haben es dem Pferd nicht umgeworfen, sondern ganz vorsichtig umgeleget, nachdem sie ihn einen Tag lang verfolgt hatten, und ihm gezeigt haben, das íhm keine Gefahr droht. Dann wurde ihm das Lasso umgelegt, und ein Halfter. Am nächsten Tag brachte Monty Roberts ihm bei, einen Gurt zu tragen, natürlich war 'Shy Boy' nicht so begeistert, und wenn er vesuchte ein paar Schritte wegzugehen, dann wurde er darfür nicht geschlagen.
Als dann der Sattel draufkam und nach und nach der Reiter, hat 'Shy Boy' sich erschrocken, wegen dem Gewicht, und stieg. Die Longe (Lasso) war noch um seinem Hals, aber es wurde nicht daran herumgezerrt. Dieser Mustang wurde an den Menschen gewöhnt, ohne, das ihm der Wille gebrochen wurde. Er konnte sich alles frei aussuchen, wurde nicht verletzt und nicht angeschrien, sondern es wurde mit ihm in seiner Sprache gesprochen.


Und dann dazu:
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Von sway


Dann er ist ja so stolz darauf dass er mit seiner methode einen Mustang der noch nie was mit Menschen zu tuen hatte gezähmt hat.

Tolle Leistung ein 2 Jähriges Pferd über Tage zu scheuchen es nicht zum schlafen kommen zu lassen (selbst natürlich immer wieder frische Pferde) es dann wenn es auf gibt solange es müde ist mit sattel und Halfter und co. zu Beladen und dann auch noch einen guten Reiter draufzusetzten und zu sagen der ist jetzt eingeritten............... 

Sorry in meinen Augen ist das Tierquälerei.

Auf der anderen Seite hat er natürlich auch viele Erfolge gerade mit Rennpferde etc. nachzuweisen. bzw. die methode schwierige Pferde an den Hänger zu gewöhnen ist natürlich auch nicht gerade verkehrt.

Ich könnte will jetzt aber keinen Roman zu diesem Thema schreiben, ich will nur anregen mal etwas genauer hinzu gucken, denn nicht alles was ein erfolgreicher Entertainer mit den Pferden tut ist auch wirklich gut für das Tier.

Liebe Grüße sway



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Das Pferd wurde einen Tag gejagt, ja. Es hätte das ganze auch abkürzen können. Als sie es dann hatten, wurde es erst am nächsten Tag an Gurt, dann an einen kleinen Sattel und danach an einen Westernsattel oder so, gewöhnt. Wenn das Pferd gewollt hätte, wirklich gewollt hätte, hätte es Monty Roberts und seine Helfer mit wenigen Schlägen töten können.
Das Pferd wurde nicht dazu gezwungen, und wie werden Pferde sonst eingeritten? Ihr Wille wird gebrochen, sie werden geschlagen, verletzt. Monty Rpberts Strafe ist die Isolation, und das, ist die Sprache, die Erziehung, der Pferde. Wie kann es Tierqälerei sein, wenn die Tiere es selbst so machen?
Guck dir die Dokumentation an, und sieh, wie Monty Roberts Vater seine Pferde an den Sattel gewöhnte. Wenn Monty Roberts Methoden Tierqälerei seinen, dann weiß ich nicht, was die des Vaters wären. Als Monty Roberts seinem Vater zeigte, wie er Pferde dazu brachte, ihm zu vertrauen, wurde er von ihm mit einer Eisenkette geschlagen, bis er ins Krankenhaus musste.


Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: fay am 03.05.05, 21:13
Es gibt meiner Meinung nach Heute viele gute  Alternativen zum "Einbrechen". Mit oder ohne roundpen. Wichtig ist doch einfach, dass die Technik zu uns und unseren Pferden/Ponys passt und von uns erlernt werden kann. 
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Ipanema am 04.05.05, 08:15
und wie werden Pferde sonst eingeritten? Ihr Wille wird gebrochen, sie werden geschlagen, verletzt. Monty Rpberts Strafe ist die Isolation, und das, ist die Sprache, die Erziehung, der Pferde. Wie kann es Tierqälerei sein, wenn die Tiere es selbst so machen?
Guck dir die Dokumentation an, und sieh, wie Monty Roberts Vater seine Pferde an den Sattel gewöhnte. Wenn Monty Roberts Methoden Tierqälerei seinen, dann weiß ich nicht, was die des Vaters wären.

Hab die Doku nicht gesehen, glaube aber gerne (habe davon gelesen), dass die Methoden von Monty Roberts' Vater Tierquälerei waren. Aber ich möchte dich darauf hinweisen, dass in der Regel - jedenfalls bei mitteleuropäischen Pferden - weder der Wille des Pferdes noch sonstwas beim Einreiten gebrochen wird. Viele "Freizis" gehen monatelang mit ihren Pferden spazieren und setzen sich dann halt mal "einfach drauf". Oder gewöhnen es unter der Longe schonend an der Reiter und die Hilfen. Meiner Erfahrung nach ist Buckeln und ähnliches beim vom ERFAHRENEN Reiter angerittenen Pferd eher die absolute Ausnahme. Zum Thema Anreiten durch Profis lies dir mal bei A.Podhajsky durch, wie schonend die Pferde in der Wiener Hofreitschule angeritten werden.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Liese am 23.07.05, 11:50
Hallöchen

der letzte Beitrag ist zwar schon eine weile her, aber egal.
Habe diese Box mal überflogen.

Vorübergehend ans Haus gefesselt, surfe ich mich durch diverse Foren.

Reiteweise hier, Reitweise dort. Ist interessant was da alles geschrieben wird.
Ganz genau genommen, wird überall an jeder Reitweise und Arbeit kritisiert. Das heißt den idealen Leher,
die ideale Reitweise, den idealen Guru bzw. Flüsterer gibt es nicht.  Alle werden irgendwann und irgendwo
mehr oder weniger kritisiert.

Einen sehr guten Satz habe ich bei meinen Rundgängen durch die Foren gefunden,  der mich positiv beeindruckt hat
und der eigentlich wert ist ernst genommen zu werden.

Er heißt:   :D  Prüfe alles und behalte das Beste . :D
Soll wohl von Peter Pfister sein ?

Man muß ja nicht unbedingt  MR Fan werden um mit seiner Hilfe oder nach seiner Methode, sein bis dahin  Hänger verweigernden Pferd
endlich in selbigen zu bekommen und diesen Weg weiter arbeitet bis das Pferd kein Hänger Problem mehr hat.
Das würde mir dann mal reichen und ich müßte ja eigentlich nicht kritisieren ob ein Bild retuchiert  wurde, oder ein Seil zwischen den Beinen, warum auch immer, gezerrt wurde. Wobei das für den Betrachter meist nur Momente sind,  die zu einer objektiven Beurteilung nicht mal ausreichen

Prüfe alles und behalte das Beste,   sagt sehr viel aus und ist,  wie ich meine, eine gute Aussage.

Nun bin ich wieder weg  ;D
Grüsse an alle pro und contra

Liese  ;D
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 24.07.05, 12:08
Aha, und woher weiss man, was das "Beste" aus einer Reitweise ist?
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: marie am 24.07.05, 13:55
Ist doch klar: Das Beste ist, was problemlos ins selbstgestrickte Konzept passt, sich bequem anwenden lässt (man kann dann auch prima alles weglassen, was Lernen, Arbeiten und Schwitzen voraussetzt). und schick aussieht.  ;D

Deswegen gibt es so viele
- Grobmotoriker die einhändig auf Kandare reiten,
- schrecklich sitzende, sporenbohrende die Hände in Augenhöhe (die eigene nicht die des Pferdes) haltende Legeretisten,
- ziehende und stechende Turnierreiter usw.

Sie alle habe das System nicht verstanden, sondern es sich leicht gemacht und sich das "Beste" rausgesucht.

Mit dem Raussuchen sollte man erst dann beginnen, wenn man ein System (egal welches) mal im Ganzen ausprobiert hat. Dann weiß man vielleicht genug über Zusammenhänge, um später kein "Rosinenpicken" zu betreiben.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 24.07.05, 15:51
@marie:  :-*
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Liese am 24.07.05, 16:16
hi marie

oohhaaa, da haste es aber gesagt.

Vorweg und damit auch eine Antwort für Rübe,
selbstverständlich ist ein gutes Grundwissen und Kenntnisse die Voraussetzung dafür das man überhaupt daran denken könnte auch mal woanders zu schauen.  So würde ich diesen satz in jedem Fall verstehen.  Er stammt übrigens tatsächlich von Pfister.
Oder wollen wir gleich jetzt mir der Kritik an ihm weitermachen ?  :'(
Sicherlich hat Pfister das nicht so gemeint das sich jeder irgendwas zurecht strickt.

Und ich meinte damit nur das man grundsätzlich vielleicht nicht jeden Lehrer oder Flüsterer  gesamt in Grund und Boden kritisieren sollte, wenn in seinem Programm oder seiner Methode irgendwas ist was vielleicht Kritik verdient.

So ist es sicherlich auch bei MR.  Er hat ja nun nicht nur "Schei......"  gemacht,  denn dann müßte man auch die vielen, vielen tausende von Menschen weltweit und auch die ganz reichen Pferdehalter, ebenfalls weltweit,  bei denen er seid vielen Jahren jährlich arbeitet,  als komplette und unwissende Pferde-Idioten  hinstellten.

Deiner nachstehende Aussage_______
- Grobmotoriker die einhändig auf Kandare reiten,
- schrecklich sitzende, sporenbohrende die Hände in Augenhöhe (die eigene nicht die des Pferdes) haltende Legeretisten,
- ziehende und stechende Turnierreiter usw.  
Stimme ich aber richtig dolle zu !
Ehrlicherweise muß man aber sagen das für solche Auswüchse weder MR noch ein anderer Lehrer oder Flüsterer die Schild trägt,  sondern der jeweilige  >:(Grobmotoriker  >:( selbst.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 24.07.05, 22:54
Hmm

Das "Beste rauspicken"....die Aussage beinhaltet doch schon, das man ein Grundwissen haben muß.
Es ist eine Beurteilung.

Und das "Beste rauspicken" sollte man schon.
Wer sich einfach nur anschließt und blind hinterher läuft..jepp...der hat meinen Respekt  ;D

Die Aussage beinhaltet aber noch mehr.
Sie sagt auch aus, das man eine Trainigsmethode objektiv betrachtet. So ist man da angelangt, wo sich die Geister trennen.
Der Spruch "Wat de Bur nit kennt, dat fritt de nit" ist da zutreffend.

Es ist aber zugestanden, das nicht jede Methode für jeden Menschen paßt.
Der ist es aber, der es umsetzen soll...wenn er es aber nicht versteht?...Was dann?
Dann ist es schlecht.
Man findet nur Negatives und tritt mit erstaunlichem Ergeiz drauf rum.
 
Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: mittagssonne am 25.07.05, 08:43
welche zeitspanne setzt ihr 'das-beste-herauspicker' denn an, um die grundlagen der jeweiligen reitweise gut genug zu beherrschen?
bevor ich mir 'das beste' aus der klassischen reitweise herauspicken kann, muss ich mindestens 10 jahre klassisch reiten gelernt haben, meine ich. fürs westernreiten dann nochmal 3 jahre, 1 jahr gangpferdereiten dazu, 1 jahr für grundlegende zirkuslektionen. nochmal drei jahre um die heute angewandten methoden der fn zu beherrschen; wieweit muss man parelli durchschaut haben? bis level 2 oder 3? das dauert bestimmt noch mal mindestens zwei jahre.
dann braucht man nur noch zehn jahre zur entwicklung der eigenen reitweise, die konsistent das beste aus allem verbindet.
wer es schneller kann, darf sich mit fug und recht 'reitgenie' nennen.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Liese am 25.07.05, 10:27
hi mittagssonne

gute Aussage  ;D
Da haben die Jungen ja Glück gehabt  ;D
Und was ist mit den Alten, sage besser, den Späteinsteigern ? :-\
Da gibt es ja eine ganze Menge Menschen, die erst mit über 50 angefangen haben zu reiten.
Und nicht jeder kann davon ausgehen das er das dann noch bis ins hohe Alter machen kann.
Die dürfen eigentlich dann garnicht aufs Pferd,  weil sie die 10 Jahre klassisch nicht mal hin kriegen  :'(
Ich weiß von einigen späteingestiegenen älteren Damen, die sehr wohl gute Reiterinnen sind und
die Natur mit ihren Pferden  bei herrlichen Ausritten, Wanderritten usw.  geniessen und das ohne das sie
die 10 Jahre klassisch plus noch andere z.B. 3 Jahre western usw.  hinter sich haben.
Ich denke wenn man Deinen Maßstab anlegt, müsste mindestens die halbe reitende Nation vom Pferd runter.

Übrigens, habe ich diesen Satz in einem anderen Forum gelesen,  er ist nicht von mir und es entzieht sich meiner Kenntnis wie Pfister ihn verstanden haben möchte.
 ;)
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Liese am 25.07.05, 13:23
 ;) ;) ;) ;) ;) ;)  usw.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: mittagssonne am 25.07.05, 15:34
hi mittagssonne

gute Aussage  ;D
Da haben die Jungen ja Glück gehabt  ;D
Und was ist mit den Alten, sage besser, den Späteinsteigern ? :-\
Da gibt es ja eine ganze Menge Menschen, die erst mit über 50 angefangen haben zu reiten.
Und nicht jeder kann davon ausgehen das er das dann noch bis ins hohe Alter machen kann.
Die dürfen eigentlich dann garnicht aufs Pferd,  weil sie die 10 Jahre klassisch nicht mal hin kriegen  :'(


sicher dürfen die aufs pferd, warum nicht?
solange sie sich nciht einbilden, es besser als die reitmeister zu wissen.
und deren lehren alle in einen topf werfen, gut umrühren und sich dann das leichte, was oben schwimmt abschöpfen mit dem gewissenberuhigenden gedanken, dass sie sich ja 'das beste' herauspicken.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Liese am 25.07.05, 16:29
da schau ich nach langer Zeit mal rein,  lese und sag mal was.  Und garnix schlimmes !
Zitirere etwas, was ich woanders gelesen habe und was auch noch von einem an sich geachteten Menschen stammt.
Wie immer dieser das dann gemeint haben mag stand nicht dabei.
Sicher ist es ermunternd wenn eventuell ältere Einsteiger hier nachlesen können wann sie denn noch aufs Pferd dürfen !

Mensch, ich gehe mal davon aus das z.B. ältere Einsteiger nicht blöd sind und wissen was sie tun.
Ich habe mir halt nur mal die von Dir aufgezählten Jahre vorgestellt, bei einem Reitanfänger der längst über das Knirps-Alter hinaus ist.
Und überhaupt nicht habe ich die Vorstellung das man::

lehren alle in einen topf werfen, gut umrühren und sich dann das leichte, was oben schwimmt abschöpfen mit dem gewissenberuhigenden gedanken, dass sie sich ja 'das beste' herauspicken

Aber nett habt  Ihr´s  hier  ;D
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 25.07.05, 18:57
Ach Liese,
der Hintergrund ist, daß man diesen Spruch hier im Forum schon 1.000 mal gelesen hat! Es macht ihn nicht wahrer und einfach jemand anderen zitieren, ohne daß man hinter der Aussage steht oder überhaupt weiß, was er damit gemeint hat, spricht nicht gerade für deine Serosität, meinst du nicht auch?  ;)

Es gibt so viele dieser Phrasen, noch mehr als Gurus, aber jeder Guru hat ein paar "eigene", wie z.B. "Das Gebiss ist nur so scharf, wie die Hand, die es führt", "Der Weg ist das Ziel", "Dein Pferd ist der Spiegel deiner Seele", etc. Ein paar von uns (und es werden immer mehr) lieben es, diese gut gemeinten, aber teilweise irreführenden Aussagen zu hinterfragen. Glaub mir, es macht wirklich Spaß und hat mir schon eine Menge Hausaufgaben zum Nachdenken eingebracht.  8)
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: SilverRoper am 26.07.05, 08:55
Hi

Ob man Phrasen schmiedet, die "Lehren eines großen Reitmeisters" verfolgt oder ob man Späteinsteiger ist...jeder hat seine eigene Meinung dazu.

Sehe ich, was sich so auf dem Rücken der Pferde abspielt....jepp...alles Weltmeister.
Oder sitzen die hier an der Tastatur?

Mittlerweile glaube ich, es gibt in der Reiterei zuviele Leute, die sich ihre Denkzentrale angeknuppst haben.

Jede Meinung kann man zerfledern, man kann nichts Gutes dran lassen.
Dabei ist es garnicht so schlimm, denn jeder sucht seinen Weg.
Der ist nunmal abhängig von seiner Begabung und seiner möglichen Zeit.
Laßt es gelten und rennt nicht dem Wahn hinterher, die Besten werden zu müssen.

Silver
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: marie am 26.07.05, 10:27
@ Liese, ich weiß, dass mein Beitrag etwas harsch klingt. Ich habe aber in den letzten Jahren so viele Reiter getroffen, die sich „das Beste rausgepickt“ haben und die sich ihre eigene Suppe zusammengekocht haben – den Pferden hat das häufig nicht geschmeckt.

Das Problem liegt vielleicht einfach darin, dass sich Leute ohne viel Erfahrung Pferde kaufen – es gibt Probleme und sie erkennen den wahren Grund nicht – mangelnde Erfahrung und reiterliches Unvermögen. Oft steht kein seriöser Ausbilder zur Verfügung oder der Pferdebesitzer weiß selber viel genauer, wie es funktioniert. Dann wird endlos an den Symptomen rumgedoktort und alle Reitweisen werden nach der „richtigen Medizin“ durchsucht. Für die Pferde ist das ziemlich schlimm.

Frag mal Leute, die beruflich mit Pferden zu tun haben, was sich in den letzten zwanzig Jahren geändert hat. Eine Erfahrung, die die meisten gemacht haben, ist, dass es noch nie so viele katastrophal schlecht ausgebildete Pferde gab, weil jeder Dussel meint, er müsse sein Pferd selber ausbilden. Die ersten Schritte funktionieren meist noch, aber wenn es dann an die tatsächliche Grundausbildung geht, reicht das reiterliche Können einfach nicht. Wenn es dann nicht klappt, werden alle Gurus abgeklappert und dann landet das Tier zuguterletzt bei irgend einer armen Person, die es „mal ordentlich reiten“ soll. Da sitzt du dann auf einem zehnjährigen Pferd, das noch nie in seinem Leben taktmäßig und locker geradeaus geritten wurde, aber es wurde schon geflext, dualaktiviert, gebisslos, mit Tellington Gebiss, mit Myler Gebiss, mit Tie-down, mit hoher Hand, ohne Hand, ohne Bein, nach leichter Reitweise, barocker Reitweise und weiß der Teufel was noch „geritten“. Du fängst bei diesen Pferden nicht bei Null an, sondern bei minus Hundert. Für den Umgang mit Pferden gilt das gleiche, anstatt sie einfach und konsequent zu erziehen und sich an der Hand freundlich und zielgerichtet mit ihnen zu beschäftigen, werden Sie mit allen möglichen Methoden "bearbeitet" und "dominiert".
Diesen Frust hast du abbekommen und hast ihn sicherlich nicht verdient – sorry.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: marie am 26.07.05, 11:06
Gegen Leute die andere Reitweisen betreiben als ich, habe ich überhaupt nichts (warum auch), mir gehts nur um Stümper, die keine ordentlichen reiterlichen Grundlagen (in welchem System auch immer) haben und ihr Pferd als Versuchskaninchen benutzen, um mit allen möglichen Methoden zu experimentieren.
Da ist mir jemand, der mit seinem Pferd friedlich in den Busch reitet, tausendmal lieber, das ist dann im schlimmsten Fall ein bisschen steif (und meist noch nicht mal das) und hat wenigstens kein "Guru-Trauma".
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Liese am 26.07.05, 17:19
hi zaino

ich weiß nicht wer hier perfekt ist.
Ich bin es in keinem Fall  ::)
Aber ganz locker ,  das bin ich !  ;)
Ich hatte doch geschrieben:    ::) in irgendwelchen Foren  ::)

Also bitte,   selbst ganz locker bleiben   ;D  Siehst Du, hallo  :D 
Und wenn wir alle locker bleiben  ;)  dann klappts auch mit der Verständigung  ;D
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Liese am 27.07.05, 10:16
na dann ist doch alles perfekt  8) ;D
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: horsmän am 01.08.05, 14:54
"Prüfe alles und behalte das Beste "

Guter Ansatz

Ich habe geprüft, und von M.R. nichts behalten  :-*
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 02.08.05, 08:07
Noch nicht mal die Non-Profit-Longe? *breitmachendesentsetzen*
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: felis am 03.08.05, 14:54
Was NON - Profit longe?!
 Und ich dfachte immer, MR gehts NUR um profit  ::)
@Marie kann Dich leider nur bestätigen. Während es früher vergleichsweise einfach war, ein trensensaures Pferd mit Hilfe eines Gebisswechsels wieder hinzu bekommen, sind die, die man heutzutage kreigt miest nicht nur Trensen- sondern gleich noch Kandaren. LTJ - Gebiss- usw. sauer, da wirds echt schwierig dem Pferd überhaupt noch was zu verpassen, mit dem es keine schlechten Erfahrungen gemacht hat.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: marie am 07.08.05, 13:57
Ja man könnte fast sagen, dass sich in den letzten Jahren mit den verschiedenen Reitweisen auch die Möglichkeiten, ein Pferd zu verreiten, ziemlich erweitert haben  :-\
Was mich immer fasziniert, ist das Selbstbewusstsein vieler Leute, die sich einfach mal so ein Pferd kaufen, obwohl sie mit ihrem Können noch nicht einmal eine Reitbeteiligung kriegen (oder kaufen sie es vielleicht, weil sie mit ihrem Können keine kriegen?). Oft wird auch so ein armes Tier gekauft, um gemeinsam mit ihm zu lernen - das ist ein bisschen so, als wolle ein Analphabet einem Kind das Lesen und Schreiben beibringen.
Auch die Aussage "Als ich ihn gekauft habe, hatte ich nicht viel Ahnung, aber wir haben uns zusammengerauft", bringt mich inzwischen auf die Palme - denn gerauft hat hier ja wohl nur der Besitzer und das Pferd hats ertragen.  :(  Ok ich hör jetzt auf zu motzen und arbeite noch ein bisschen was.
Schönen Sonntag noch
Marie
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Cinnamon am 07.08.05, 16:42
oder sie sind als rb der meinung, den gaul unbedingt joinen oder führspielchen aussetzen zu müssen, weil der immer einen auf dominant + alphatier macht  und die besitzerfraktion viel zu konservativ + uneinsichtig ist, einen wachelmenschen zu konsultieren...  ::)
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Hela am 15.11.05, 21:27
 ;D

sehr erstaunt, hier eine eigentlich recht sachliche Diskussion zu M.R. zu finden, möchte ich meinen Senf auch noch dazu geben  ;)

Was ist denn eigentlich zu den ganz, ganz bösen Anschuldigen (siehe Cavallo)  geworden ?
Es ging doch ein Aufschrei durch einige Foren und man hätte Andrea Kutsch und mit ihr M.R. am liebsten gleich gesteinigt  :-[
Anscheinend mal wieder viel Wind um nichts, oder weiß jemand etwas genaues  ???  Bitte Fakten keine Erzählungen  :D

Aber so ist es wenn man im Rampenlicht steht und auch noch Geld verdient.
M.R. ist nicht nur ein Pferde Mann sondern auch ein typischer Amerikanischer SHow Mann.  Außerhalb Deutschlands regt sich kein Mensch über sein Talent zum Geldverdienen auf.

Wie hier auch zu lesen,  regt sich auch kein Mensch über all die vielen anderen "Gurus" auf die den Round Pen  und JoinUp in ihrem Ausbildungsprogramm haben. Warum also bei M.R.

Ja, ich oute mich, ich habe seine Bücher gelesen und ich habe einige seiner Shows gesehen und ich habe seine Verlade-Methode mit einem aussichtslosen Fall erfolgreich ausprobiert und nachgemacht.
Fehler, ja,  ich denke die wird er auch schon gemacht haben.
Menschen die keine Fehler machen,  die tun ja auch nichts,  oder  ???

Schlimm finde ich nur das es Leute gibt die erst bei ihm lernten, sich dann distanzierten und später auf dem Gelernten aufbauend ihr eigenes Ding machten um dann natürlich selbt in diesen sehr lukrativen Markt einzusteigen und über ihren Lehrer nur noch negativ reden.

Cavalla läßt nach eigenen Spielregeln, "Gurus - Meister - Flüsterer"  entstehen oder  fallen.  Nach welchen Kriterien sie in Ungnade fallen,
wer weiß das schon. Wer heute hochgejubelt wurde kann morgen schon "Cavallo"tief fallen.  So ist das nun mal.
Und jeder glaubt dann doch das was er glauben möchte.
Fans glauben so ein Geschreibe sowieso nicht und Gegner haben wieder Futter ihre NegativÄußerungen.
Ich denke mal man sollte das alles nicht überbewerten.

Das was M.R. weltweit Pferdefreunden vermittelt hat, hat sehr, sehr vielen Menschen und Pferden geholfen und das können noch so viele Gegner nicht wegreden.
Und ob Andrea Kutsch  Menschen die sie sowieso ablehnen,  nun sympatisch ist oder nicht, wird ihr und kann ihr wohl egal sein.
Sie macht jedenfalls ihre Arbeit sehr gut und ich habe noch keinen Film,  keine TalkShow,  kein Interview mit ihr gesehen wo sie nicht kompetend, verständlich und  fachlich sehr gut rübergekommen ist.

Sind wir doch mal ganz ehrlich.  Wenn Pferdebesitzer ihr Pferd vergurken oder fertig machen das es ein Problem hat,  wird es verkauft.
Wenn bei einem Trainer, egal wer,  mal mit so einem Problembelasteten Pferd etwas schief läuft, wird der Trainer in der Luft zerrissen.
Dabei wird ganz vergessen das kein Pferd mit all den später vorkommenden Problemen geboren wird.  Die Probleme kriegt es doch alle vom Menschen aufgedrückt.
Und ehrlich ist der,  der das auch zugibt.

Reitweisen und Methoden werden geliebt oder gehaßt (siehe auch Hemmpfling).  So ist das nun mal.
Und Geld verdienen tut doch nicht nur M.R.
Alle bringen sie Bücher und Videos raus, machen Kurse,  verkaufen irgendwelches wichtiges Zubehör usw. Na und  ???
So gibt es seid einem Jahr eine Methode, die in der Cavallo vorgestellt wurde. Dann kauften die Leute das sehr teure Arbeitszubehör und mußten sich auf der HP des Trainers auch noch kostenpflichtig !!! für das Forum anmelden. Inzwischen gibt es noch mehr Zubehör, Kurse, Bücher usw.
Ist doch vollkommen ok!  Nur bitte nicht über M.R. schimpfen,  andere machen es genauso.

Schönes Forum hier und erstaunlich sachlich. Finde ich echt  klasse  ;D

LG Hela  ;)

Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: winston am 07.01.06, 10:43
Bin noch neu in diesem Forum hier.  Möchte mal meine persönlich gemachten Erfahrungen mit MR kurz berichten. Durch eine uns sehr gut bekannte Pferdezüchterin in England hatten wir Gelegenheit, MR mal persönlich zu erleben. Ein von ihr gezogenes Pony sollte von Herrn Roberts gearbeitet werden. Das Pony hatte bis zu dem Zeitpunkt nur wenig Kontakt mit Menschen. Innerhalb von knapp 10 Minuten war das Pony völlig fertig mit den Nerven, versuchte sogar, über die Umzäunung des Roundpens zu springen! MR war nicht in der Lage ,auf das Tier einzugehen. Irgfendwann stand der kleine Wallach völlig verängstigt, zitternd, schweissgebadet und auch noch leitcht verletzt herum. Wenn unsere Züchterin da nicht eingegriffen hätte, wer weiß, was nicht noch alles passiert wäre. Herr Roberts verliess den Roundpen mit den Worten:"Für den hat sich das join-up halt nicht geeignet." Um das Tier kümmerte er sich nicht mehr.Wir hatten hinterher noch eine angeregte Diskussion mit anderern Pferdebesitzern und  Zuschauern, die vorher alle sehr angetan, aber nach dieser eindringlichen Demonstration von MR s "horsemanship" regelrecht geschockt waren!
Der Wallach lebt gottseidank wieder in Frieden auf seinem Heimatgestüt, um Menschen macht er jedoch einen Riesenbogen.
Wenn man sich die Behauptung von MR vor Augen hält, er hätte seine "sanfte und streßfreie" Methode aufgrund von Beobachtungen an Wildpferden entwickelt, dann finde ich das von uns Beobachtete echt des kritischen Nachdenkens wert.
Christina
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Quarter2oo6 am 24.02.06, 16:50
ich war von anfang an von MR fasziniert. Kaum kam der Pferdeflüsterer raus bin ich total drauf eingestiegen, hab die bücher vom "wahren Pferdeflüsterer" gewälzt und war auch auf einer schau in münchen. Es ist faszinierend was er den pferden alles entlocken kann und wie schnell sie trotz so viel stress ausenherum auf ihn einsteigen.

Das Problem was sich daraus jedoch entwickelt ist, das es jeder nachmachen möchte. Jeder will mit seinem pferd "flüstern" können und seid her werden arme total "harmlose" pferde durch den Round Pen gescheucht und aus bloßer Theorie will man Praxis machen.
Das ist jedoch genau der Fehler. MR hat wirklich ahnung davon, was er tut. Er hat es jahrelang studiert und damit experementiert, kein 13 mädchen wird das an einem Tag mit seinem pferd erreichen.
Er wollte die sache populär machen um dem menschen zu zeigen das es durchaus andere methoden als die gewalt gibt. Jedoch vergessen die meisten das nach dem Join up die arbeit noch lange nicht aufhört.
Ich persönlich rate durchaus davon ab sich mit seinem pferd in den Round Pen zu stellen und zu sagen so jetz lauf und fang an mir zu vertrauen. Das kann man nicht erwarten besonders weil durch falsche körpersprache viel größere probleme entstehen.
Manche pferde reagieren sofort darauf und verzeihen so manche körperfehler des menschen. Andere jedoch nicht, durch falsche aussagen "unserers" körpers kommen sie durcheinander und verstehen die welt nicht mehr warum auf einmal "ihr mensch" sie verbannt und ihnen dann auch noch wie eine raubkatze droht.

Ein mensch der noch nie geritten ist schwingt sich auch nicht einfach aufs pferd. Meiner meinung nach sollte man lieber langsam mit dem pferd anfangen bodenarbeit zu machen, es reicht schon wenn man leichtes dominaztraining wie rückwärtsrichten und stehen bleiben wenn der mensch stehen bleibt macht. Langsame kleine schritte führen oft zum größeren erfolg als gleich das volle Join up programm zu durchlaufen.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: winston am 09.03.06, 11:08
Ich sehe Mrs Art als durchaus nicht gewaltfrei an. Gewalt kann man auch in psychischer Hinsicht ausüben, diese ist nur nicht so leicht zu erkennen. Wenn man sich die Mimik der von MR "gearbeiteten " Pferde genauer ansieht, kann man ihnen den enormen Druck und auch die Angst ansehen. Zudem -was bleibt den Pferden denn anderes übrig da im Roundpen, als sich irgendwie mit MR zu beschäftigen? Die in der freien Natur gegebenen Ausweichmöglichkeit haben sie da nicht. MR Thesen wird so kritiklos GLauben geschenkt, da sich die meisten Pferdefreunde mit der von MR so oft zitierten "natrülichen Verhaltensweise" nicht auskennen. Da ich mit echten Wildpferden arbeite, glaube ich, kann ich mir ein Urteil erlauben.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: sway am 09.03.06, 11:30
HI!

Wo wohnst du denn das du die Möglichkeit hast mit echten Wildpferden zu arbeiten?

Liebe Grüße sway
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: winston am 09.03.06, 13:17
Wohnen tu ich am lieblichen und derzeit ziemlich feuchten Niederrhein, also nahe zur niederländischen Grenze. Mit Wildpferden habe ich insofern zu tun, als wir wilde Exmoorponys aus England im Laufe der Jahre importiert und auch ausgebildet haben. Dazu haben wir auch längere Zeit auf dem Exmoor die dort freilebenen Herden beobachten können. Sehr lehrreich, bringt mehr als das Lesen von Büchern, das Betrachten von videos. Obwohl sowas einen natürlich auch weiterbringt. Unser letzter Import war ein 9 Jahre alter Wallach zusammen mit seinem dreijährigen Bruder. Der Neunjährige hat sein ganzes bisheriges Leben auf dem Exmoor wild verbracht. Mit Methoden á la Monty Roberts käme ich bei diesen Tieren nicht weit.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: winston am 09.03.06, 13:31
Möchte noch ergänzend hinzufügen, daß wir auch in England mit wilden Ponies gearbeitet haben. Wenn ein Monty Roberts behauptet, in seiner Methode die Sprache der Pferde, wie sie in freier Natur üblich ist, zu nutzen, so kann ich dem nicht zustimmen. Die verhalten sich anders. Zudem vertragen Wildpferde diese Methode nicht. Sie reagieren halt mit totaler Panik, wie von uns erlebt. Oder aber die Tiere greifen an. Dies wurde uns von der Züchterin unserer Ponies berichtet. MR kann also wirklich nicht behaupten,seine Methode eigne sich für jedes Pferd. Tut er aber. Leider sehen viele Pferdefreunde diesen Mann zu sehr durch die rosarote Brille. MR selbst kann mit Pferden umgehen, dies streite ich keinesfalls ab. Nur seine Methode ist so pferdefreundlich und gewaltfrei nun auch nicht.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: sway am 09.03.06, 19:38
Da stimme ich dir voll zu!
Ich habe zwar auch 2 seiner Bücher und fand das ganze eine Zeit lang toll, aber mein Pferdi hat nie ein Join up "gebraucht"
Sie reagiert so gut auf die Körpersprache, das wir anfangs öfter Probleme hatten, bis ich dazu gelernt hatte. Man braucht nur vom anders stehen und sie ändert schon die Richtung. Sie ist mir auch schnell immer hinter her gelaufen, also wozu joinen? Mich hat MR doch sehr schockiert als ich eine seiner Shows gesehen hatte (Mein Freund war so nett und hat mir Karten geschenkt, am ende gingen wir beide fast heulend raus als wir ihn in Aktion gesehen hatten :-[) Die armen Pferde dort! Mit ein wenig Pferdeverstand kann man ganz schön seine Shows auseinander nehmen...

Ich bin mit meinem Pferd weiter gekommen in dem ich stundenlang auf der Weide lag und sie beobachtet habe. Und viel mit Freiarbeit ausprobiert. So nach dem Motto was macht sie wenn ich mich so und so zu ihr wende/ abwende etc pp

Das ist ja sehr interessant was du so tust, machst du das beruflich? Oder als Hobby?

Liebe Grüße sway
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: winston am 10.03.06, 08:58
Gottseidank mache ich das nur in meiner Freizeit. Ich schreibe deshalb "Gottseidank", weil ich so wirklich nach meinem Gusto arbeiten kann, auf niemanden Rücksicht nehmen muß, abgesehen von den Pferden natürlich. Es ist schon eine große Herausforderung, so ein echtes Wildpferd mit den Menschen vertraut zu machen. Der Ausdruck "Zähmen" klingt so blöd. Man muß vollkommen umdenken, quasi "back to the roots" gehen. Wir alle machen uns im Grunde genommen doch keine Gedanken darüber, wieviele Dinge, die wir im Umgang mit den Pferden als selbstverständlich ansehen, für diese aber alles andere als das sind. Unsere Huforthopädin sagt auch immer wieder: "Ich lerne wieder, über die Pferde und ihr Verhalten nachzudenken." Schon die kleinste Bewegung mit beispielsweise dem Arm kann so ein Tier in echte panik versetzten. Und dann erzählt so ein Monty Roberts diesen Blödsinn mit der Körpersprache. Die Pferde interpetieren sie, das ist wohl war, aaaber soooo natürlich , wie immer dargestellt, nicht nur von MR, ist dies für die Pferde nicht. Wir haben auch das Glück gehabt, da in England einen Mann kennenzulernen, der wirklich phantastisch mit den Wildlingen arbeiten kann. Ohne Roundpen, Spezialhalfter, Karottenstecken und all das Zeug. David sagt immer."Es braucht nur das Pferd bzw. Pony und dich, alles andere ist unnötig" So haben wir gelernt, mittenmang in der Wildnis mit den Ponys zu arbeiten. Und es klappt. Zwar auf die unkonventionelle Art , so singen wir den Tieren schonmal was vor, aber - es wirkt. DieserDavid is übrigens ein guter Freund gewesen von Henry Blake, falls der Name was sagt.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: lilou76 am 29.03.06, 10:14
Hallo Rübe!
Ich weiß jetzt nicht, ob ich hier richtig bin, aber falls nicht, kannst du es mir ja sagen.
Also ich reite seit über 15 Jahren, allerdings nicht turniermäig. Ich hab also schon einige Erfahrung mit Pferden. Du hast geschrieben, dass dem Pferd im roundpen ja gar nichts übrig bleibt, als sich anzuschließen. Aber theoretisch könnte es ja einfach auch z.B. außen stehen bleiben. Und es ist so, dass die Pferde einen ziemlich entspannten Eindruck machen, wenn sie dann zu einem kommen. Ich gebe dir allerdings recht, was das Marketing und das ganze drum herum angeht, das ist echt reine Geldmacherei. Aber deshalb ist die Methode ja noch nicht schlecht. Falls du mal konkret schlechte Erfahrungen gemacht hast, würde mich das aber interessieren. Ansonsten freue ich mich auf eine Diskussion! ;)
viele Grüße,
Lilou
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 29.03.06, 10:53
Hallo Lilou,
wir haben ja schon per KM darüber diskutiert. Was passiert denn, wenn das Pferd aussen stehen bleibt? Es wird doch sofort wieder weitergescheucht bzw. es wird die ganze Zeit davon abgehalten, stehen zu bleiben. Es gibt sicher Pferde, die trotzt des Scheuchens stur stehen bleiben würden, aber zu 90 % tun sie das nicht, weil es gegen ihre Natur ist: "Etwas scheucht mich, also reagiere ich mit Flucht nach vorne".

Das entspannt sein, wenn sie in die Mitte kommen würde ich eher als aufgeben, resignieren werten. Das ist aber rein subjektiv.

Ich halte das Join Up, das ich übrigens schon Jahre vorher in ähnlicher Variante in einem Buch von Kerstin Diacont gefunden und angewendet habe, für ok, wenn es um widersetzliche Pferde geht. "Du willst nicht? Gut, dann lauf!". Genau aus diesem Ansatz heraus GIBT das Pferd dann AUF, wenn es sich zum Menschen dreht oder zu ihm kommt. Da ist nix mit dem von MR  so hochgelobten "Pferd mag nicht und hat nach dem Scheuchen aber plötzlich Vertrauen zu dem Menschen (=Aggressor)." Sorry, aber das glaube ich einfach nicht.

Wie gesagt, für mich haben die Pferde beim Join Up keine andere Chance (Ausnahmen gibt es, siehe Beiträge weiter oben), DESHALB kommen sie entweder rein oder greifen (selten) aus Verzweiflung den Menschen in der Mitte an.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: lilou76 am 29.03.06, 11:05
Du sagst also, die Pferde lassen das nur aus Resignation geschehen? Aber wenn das so ist, lassen Pferde dann nicht alles aus Resignation geschehen, also auch das Reiten an sich?
Also ich hab ja mal so ein Seminar von Andrea Kutsch mitgemacht, und hab da mit einem Pferd ein Join-up gemacht. Dann war es so, dass das Pferd sich gerne wälzen wollte, also hat es das gemacht und kam danach ganz freiwillig wieder zu mir her. Ist das dann immer noch Resignation?
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 29.03.06, 11:16
Du sagst also, die Pferde lassen das nur aus Resignation geschehen? Aber wenn das so ist, lassen Pferde dann nicht alles aus Resignation geschehen, also auch das Reiten an sich?

Interessanter Ansatz. Würde ich eigentlich bejaen, da sicher kein Pferd geritten werden MÖCHTE.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: lilou76 am 29.03.06, 11:22
Tja, dann sind wir uns ja einig!  :)
Also was ist es nun genau, das dir bei MR nicht gefällt?
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 29.03.06, 11:25
Die ganze Heuchelei, dass er so tut, als wäre diese Art vom Pferdeerziehung gewaltlos!
Das ist sie nicht, es steckt massive psychische Gewalt dahinter. Ich mag diese Hauruck-Methode
nicht sonderlich und schon gar nicht für alle Pferde.

So, jetzt sollen aber mal die anderen was dazu sagen.  ;)
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Wallibeck am 30.03.06, 11:34
misch mich da jetzt auch einfach mal ein..

Bin auch nicht ganz einverstanden mit den Methoden von MR. Beim join up und seinen Enreitmethoden hört man immer davon das man "den Willen des Pferdes bricht". muss mich da der Minung von weiter oben anschließen, dass ist doch Pferde-Psychoterror. Als Reiter möchte ich doch Vertrauen zu meinem Pferd haben und umgekehrt hoffe ich doch darauf, dass das Tier mir vertraut...Ich möchte nicht, dass mein Pferd aus purer Unterwürfigkeit zu mir kommt...
Will damit nicht sagen, dass man seinem Pferd alles durchgehen lässt, der Chef ist immer noch der Reiter, aber eben dabei nicht vergisst, dass man mit Zwang nicht viel erreicht....

das sind so meine Gedanken als ich die Beiträge hier gelesen hab.....

lg walli
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Eyreen am 30.03.06, 12:59
Schließe mich Wallibeck voll an... ich habe im Fernsehen einmal gesehen wie er in der Show einen rohen (und absolut traumhaften) Hengst "bearbeitet" hat. Das Pferd war, als Sattel (und Puppe?) draufkamen, klitschnass und verschäumt von den Ohren bis zum Hinterhuf, der tropfte nur so und hat gepumpt vor lauter schon keine Luft mehr kriegen. Der Hengst hat schlichtweg einfach aufgegeben, der war FERTIG, erledigt, kraftlos in meinen Augen. Wenn DAS Join-up ist - nein danke!! Sowas ist in meinen Augen gut für ein KORREKTUR-Pferd, aber nicht für den "normalen Gebrauch". Diese Arbeit mit dem Hengst war eine reine Vergewaltigung, und die stolze Besitzerin hatte Tränen in den Augen vor Freude. Bei sowas könnte ich k*****
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Wallibeck am 30.03.06, 13:12
Danke, möchte noch was zu dem Thema Gewalt bei MR loswerden. Wenn man zum Beispiel den Film "Der Pferdeflüsterer" sieht, der ja auf MR methode bassiert, da ist sehrwohl Gewalt dabei, finde ich absolut unangebracht, bei einem Pferd, dass sowieso schon sein Vertrauen in den Menschen verloren hat.
Bin von dem Kerl schwer entäuscht.....

lg
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: zaino am 30.03.06, 13:13
Interessanter Ansatz. Würde ich eigentlich bejaen, da sicher kein Pferd geritten werden MÖCHTE.

Hm, weiss nicht - ist Gewohnheit, u. v. a. wenn mans schafft, konsequent nur ein Minimum an Unbehaben durch das Reiten zu erzeugen würde ich nicht sagen dass Sichreitenlassen = Resignation.

Natürlich vermurkst der Mensch immer wieder mal was, Sattel zwickt, Gurt kneift, da gehts schonmal los, oder man reitet über ein Problem drüber statt was zu merken...  ::) :'( MIST!!!!

Aber ein normal sozialisiertes erzogenes Pferd wird Sattel u. Reiter nicht nur akzeptieren sondern als nettes neues Spiel auffassen. Wird es dann noch kräftig gelobt u. bestärkt für jeden Schritt, akzeptiert es halt seinen "Job". Rein negativ soll und darf das nicht sein.

Genau deswegen ist mir aber alles was so in Richtung "brechen" geht - "Ich geb dir Zunder bis du nachgiebst" - mir ja so arg suspekt!
Und etwas unzeitgemäss obendrein.

Wallibeck, M.R. hat sich aber genau von DER Filmszene öffentlich distanziert!!!!
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Sandra SA am 30.03.06, 13:14
 :o Bist Du sicher, dass es Tränen der Freude waren?

Oh Mann, sowas finde ich auch zum ko...

Richard Blake oder so in der Art - ihn hatte ich mal optisch mit MR verwechselt - aber der arbeitet meiner Meinung nach ganz anders - insbesodnere für Ami-Verhältnisse echt super! Aber doch relativ "klassisch", bzw nach englischen Grundsätzen.
Kennt den jemand? (nur so nebenbei)
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 30.03.06, 13:26
Lasst uns nochmal auf das Wälzen zurück kommen, das lilou76 oben beschrieben hat. Ich habe das in dem 1000 x gesendetem Filmchen von AK auch gesehen, ich halte es aber eher für eine nervöse Übersprungshandlung. Was meint ihr dazu?
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Eyreen am 30.03.06, 13:34
Naja, könnte ebenso stimmen.. jedes PFerd hat wohl seine eigene Art mit Nervosität umzugehen.. wenn sich mein Hengst z.B. aufregt oder nervös ist (z.B. Stunk oder Hektik im Paddock) trippelt er sofort zum nächsten Äppelhaufen, riecht dran und setzt einen Haufen oben drauf.. der andere wälzt sich vielleicht???
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: winston am 31.03.06, 10:42
@sandra: meinst Du vielleicht Richard Shrake?
Ich kann zu MR immer wieder nur sagen: wer sich mal intensiver mit dem Verhalten von Pferden beschäftigt, wird schnell feststellen, daß die MR- Methode wirklich nichts mit dem natürlichen Verhalten eines Pferdes zu tun hat. Es ist doch wirklcih fraglich, ob man das Vertrauen eines Pferdes innerhalb so kurzer Zeit und unter derartigen Bedingungen, wie sie auf den Shows vorherrschen, erlangen kann. Und Monty Roberts behauptet genau dies! Das macht ihn für mich schon absolut unglaubwürdig.
Zudem sind seine Äusserungen auch nicht immer der Wahrheit entsprechend. Beispiel Kauen. Dies wird von ihm immer als Zeichen der Entspannung erklärt. Gerade beim Kauen kommt es aber auf die äusseren Umstände an. Steht ein Pferd z.B. entspannt auf der Weide, man krault an seinem Fell herum und es fängt an zu kauen, ist dies ein Zeichen von Wohlfühlen. PFerde kauen aber auch oft aus Unsicherheit oder Nervosität Beobachtet dasmal .
Ich würde mir wirklich wünschen, die Art und Weise von Leuten wie MR würde mehr hinterfragt.

Frage zu dem Wälzen: kannte das Pferd den Platz? Was war das denn für ein Pferd? Habe den TV-Beitrag nicht gesehen. Einmal A.K. im Fernsehen langt fürs Leben. Gilt für mich auch für Linda Weritz.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: lilou76 am 31.03.06, 13:53
Hallo alle zusammen!
Bin echt überrascht, dass ihr alle MR so negativ seht.  :-\ Aber generell habt ihr alle recht damit, dass man die Dinge hinterfragen sollte!
Aber ein paar Dinge sind wohl falsch rüber gekommen, also z.B. hat er sich ganz deutlich von dem Film "Der Pferdeflüsterer" distanziert.
@ Winston: Die Sache mit dem Kauen habe ich auch anders in Erinnerung, und zwar eher als eine Art "Unterwürfigkeitsgeste", die Fohlen gegenüber ausgewachsenen Pferden machen. Klar, da kann man jetzt drüber streiten, ob das für das Pferd so toll ist, sich zu unterwerfen. Aber dass man den Willen des Pferdes brechen muss, hat er meines Wissens nie gesagt, sondern er hat ganz im Gegenteil gesagt, dass man das Pferd dazu bringen soll, die Dinge, die man von ihm verlangt, gerne zu tun!Also auf keinen Fall den Willen brechen!
@ Rübe: Das mit dem Wälzen war nicht im TV, sondern als ich mit einem Pferd ein Join-up gemacht habe. Es war ein ca. 8-jähriger Hannoveraner-Wallach, und er kannte die Reithalle, das darin aufgebaute Round-Pen war aber neu für ihn. Ich hab noch nie gehört,das Wälzen ein Ausdruck von Stress oder eine Übersprunghandlung ist, denn immerhin begibt sich das Pferd ja in dem Moment in eine recht hilflose Situation, also wenn es am Boden liegt. Das würde es doch kaum unter Stress machen, oder?
bin auf eure weiteren Beiträge gespannt und wünsche allen schon mal ein schönes Wochenende ( an dem man hoffentlich endlich mal wieder ausreiten kann!)!
Viele Grüße,
Lilou
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Sandra SA am 31.03.06, 15:18
@ winston:

JAAAA! genau den meinte ich! (hab gerade bei meinen Büchern nachgesehen)
Evtl sollte man über den einen extra Thread eröffnen... ich bin jedenfalls von ihm sehr angetan.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: carola am 31.03.06, 15:19
Dass MR sich vom "Pferdeflüsterer" distanziert hat, war klar. Ich habe mich damals totgelacht, als ich das Interview gelesen habe. Da kam für mich klar raus, dass man ihn ja nicht gefragt hätte und er ja gerne geholfen hätte, wenn man denn... Dann hat man sich aber für wen anderes entschieden und der Text machte für mich einen sehr beleidigten Eindruck. ;D
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 31.03.06, 15:27
@Winston, kauen ist wohl noch viel mehr: Lt. Professor Zeeb und diesem Kommunikationstrainer ...Name liegt mir auf der Zunge... ist es auch ein Ausdruck von Verarbeitung von Erlebten, von Begreifen. Oder anders: Es arbeitet im Oberstübchen.

@lilou, ich ging davon aus, dass das Pferd die Halle nicht kannte. Also was soll daran besonders sein, wenn sich das Pferd wälzt?
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: geolina am 31.03.06, 21:07
hallo,

das mit dem wälzen ist eigentilch ganz einfach - viele gehen davon aus, dass sich ein pferd besonders wohl fühlen müsste um sich in der gegenwart eines menschen zu wälzen. ich sehe das eher umgekehrt - ein pferd muss sich unwohl fühlen um sich nicht zu wälzen.

ist für mich genauso als würde jemand sagen, mein pferd ist ja so entspannt beim reiten, es äpfelt sogar. ja also wenn ich mein pferd so zusammenspannen würde, dass es nicht mal mehr äpfeln könnte, wenn es wollte - dann würde ich mir gedanken machen ;)

alex
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: winston am 01.04.06, 08:57
Jau, Kauen hat viele Bedeutungen. Aber leider wird es so oft falsch interpretiert, allerdings nicht nur von MR. Ich finde bei ihm halt auch interessant, daß er behauptet, die Sprache des Pferdes, von ihm mit "Equus" bezeichnet (dat Kind muß nen Namen haben ,hätte mein Opa gesagt), bei den Wildpferden abgeschaut zu haben. Und eben Wildpferde können damit überhaupt nichts anfangen, wie ich aus eigener Erfahrung weiss!!!
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Nattrun am 01.04.06, 09:52
Lasst uns nochmal auf das Wälzen zurück kommen, das lilou76 oben beschrieben hat. Ich habe das in dem 1000 x gesendetem Filmchen von AK auch gesehen, ich halte es aber eher für eine nervöse Übersprungshandlung. Was meint ihr dazu?

zwar nicht beim "Training", aber ähnlich stressige Situation: Pferd steigt aus dem Hänger, geht in eine Halle, wo mehrere Pferde nebst Besitzer auf einen TA warten. Alle brav. Pferd wandert umher (durfte es), dann wälzt es sich ausgiebig. Nach der Behandlung wälzt es sich wieder (keine Kolik).
Das Pferd war durch die fremde Umgebung alles andere als entspannt.
Übersprungshandlung? Oder hat es was mit Geruch zu tun?
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: paris* am 02.04.06, 16:36
nur mal kurz zum thema wälzen:
sehe das ähnlich wie alex. ausserdem kommt noch folgendes hinzu: manche pferde legen sich sehr selten zum wuzzeln hin, andere (wie meiner zb.) brauchens nach dem reiten oft bis zu 10 x. manche haben da einfach ein intensiveres bedürfnis und die müssen dann schon ordentlich gestresst sein oder unter druck, damit sie sich NICHT hinlegen.

ich hab die fernsehübertragung mit ak gesehen; ich hab echt geglaubt ich muss ihr durch die fernsehleitung durch an die gurgel springen: sie hat das pferd wohl gejoin-upt, nach einem schnitt sah man das tier dann völlig verschwitzt und dampfend im roundpen stehen und nach einer wuzzelstelle suchen. natürlich hat es sich hingelegt, als es endlich in ruhe gelassen wurde (würde meiner so verschwitzt auch bei der erstbesten gelegenheit tun). ak stand da und flüsterte in die kammera (so ungefähr): "ja, sehen sie, und das ist jetzt dieser magische moment, wo das pferd dem menschen so vertraut, dass es sich sogar wälzt, das ist ein ganz ganz großer vertrauensbeweis"
sorry - aber SO  ein schwachsinn! das hat wohl mehr mit verschwitztem fell und wuzzelbedürfnis zu tun, als mit vertrauen...
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: perdita am 20.04.06, 17:31
für meine ist das wälzen nach getaner arbeit eine belohnung, absteigen, absatteln und schwups fällt das pferd um, irgend wie sieht das nach aprè reiten aus  ;D

zu diesem ganzen guru gehabe, manchmal glaube ich das eher der pferdebesitzer selber ein join up gebrauchen könnte als das arme pferdeteil. mit diesen pferdeflüsteren scheinen manche ihren fehlenden pferdeverstand aufpeppen zu wollen, wenn ich keine ahnung habe suche ich mir eine  8) löblich ist jedenfals das sie es wenigstens versuchen.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: shester am 02.06.06, 15:38
Hey ihr,
ich wundere mich auch ein wenig,dass ihr MR alle so negativ anseht. Habt ihr euch denn schon mal länger damit befasst?Ich bin der Meinung, dass es einfach Menschen gibt die das alles viel zu oberflächlich sehen.Klar muss man nicht alles glauben ohne sich zu vergewissern und besser gesagt ohne es zu hinterfragen, aber es gibt auch Leute die haben einfach keine Ahnung davon!Das die Menschen die diese Methode unterstützen ihren Pferdeverstand hochpushen wolllen, weil sie anscheind keinen haben, finde ich ziemlich unpassend!Ist doch offensichtlich, dass das alles einen tiefen Sinn hat, aber diesen sehen einfach nicht alle.....
Liebe Grüße
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Beppa am 02.06.06, 16:47
Ich bin mit meinem Pferd weiter gekommen in dem ich stundenlang auf der Weide lag und sie beobachtet habe. Und viel mit Freiarbeit ausprobiert. So nach dem Motto was macht sie wenn ich mich so und so zu ihr wende/ abwende etc pp

Aber ist das nicht der Ursprung der Methode von MR. Er hat die Tiere beobachtet und versucht ihr Verhalten nachzuahmen.
Und das ist eigentlich das Wichtigste an seiner Methode. Finde ich zumindest. Das der Mensch sich auf das Pferd einstellt und versucht es zu "verstehen". Und da jedes Tier anders ist muss auch jedes anders behandelt werden. Bei dem einen funktioniert das und beim nächsten wieder ist es der total falsche Weg.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: shester am 02.06.06, 18:58
Was meinst du was der Ursprung ist,das habe ich nicht so ganz verstanden,sorry!Aber meinst du nicht auch dass das eigentlich auf alle Pferde zu übertragen ist!?Ich meine schließlich ist es der Weg zur Kommunikation mit den Pferden und der Mensch lernt ja damit die Sprache der Pferde kennen und nicht andersrum und die Pferde haben doch letztendlich alle die gleiche Kommunikation,also damit meine ich dass doch dann eigentlich alle Pferde das verstehen müssten wenn der Mensch es richtig versteht oder nicht!?
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Cinnamon am 02.06.06, 21:33
und dann gibt`s noch die geschichte mit den lerntheorien, die ebenfalls universell anwendbar sind, ohne, dass sich die be dabei kommunikationsmäßig zum affen machen muss, indem sie die leitstute simuliert :-))
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: shester am 03.06.06, 09:28
Ob man sich dabei zum Affen macht ist wohl eine Ansichtssache!Ich denke nicht!Wenn man so mit den Pferden kommunizieren kann ist das keinesfalls was Lächerliches!
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Cinnamon am 03.06.06, 20:35
kommt auf den betrachtungswinkel an :-))
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Beppa am 06.06.06, 07:51
@ shester - Als Ursprung meinte ich das Beobachten. Erst danach kann man ja versuchen aus dem Beobachteten eine Möglickeit zu finden sich dem Tier mitzuteilen. Ich beobachte wie ein Lebewesen sich ausdrückt und benutze diese Körpersprache nach Möglichkeit um mich ihm verständlich zu machen.

Obwohl z.B. Pferde alle die selbe "Sprache" sprechen ist doch jedes Tier anders. Die Vorgehensweise wie ich einem Tier etwas verständlich mache ist eben unterschiedlich. Bei dem einen reicht es aus ihm vorzumachen, wie es geht und das andere muss ich erst überzeugen, dass ihm dabei ganz, ganz sicher nichts passiert. Ist beim Menschen ja auch nicht anders. Der eine lernt schon beim Beobachten und dem anderen mußt du es in Scheibchen erklären und so dem Ziel langsam näher bringen.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: winston am 06.06.06, 11:20
Wenn man sich mit der natürlichen Verhaltensweise von Pferden intensiv beschäftigt,-oder so wie wir beschäftigen muss, wenn wir unsere wilden Exmoors zivilisieren wollen-, , kann man klar und deutlich erkennen, dass die Arbeitsweise von Herrn Roberts keinesfalls auf eben dieser natürlichen Verhaltensweise basiert! Einem Pferd, welches den Menschen noch nicht kennt, "sagt" dessen Körpersprache nichts. Der Mensch bewegt sich nicht artgemäß, riecht auch ganz anders, ist anders gebaut. Pferde können das schon unterscheiden. Ein echtes Wildpferd gerät schon bei der Bewegung des kleinen Fingers in Panik, wie wir selber oft genug erfahren haben. Ich muß also dem Pferd die Sprache des Menschen ersteinmal beibringen. Bei Hauspferden fällt dies nicht auf, da die Fohlen ja von ihren Müttern lernen, was der Mensch ihnen da sagen will.
MR's Weg mit Pferden zu arbeiten kann höchst erfolgreich sein. Aber natürlich ist sie mit Sicherheit nicht.
Titel: Re: Monty Roberts
Beitrag von: Rübe am 05.10.07, 05:01
Ich kann nix dafür, aber ich bin letzte Woche ganz aus Zufall bei Onkel Montys Flag is Up Farm vorbei geritten. Sie liegt in Californien neben dem Highway, kurz vor einem dänischen Dorf (Solvang) und mir ist sie aufgefallen, weil eine ganze Menge Pferde draussen auf den Koppeln waren.