Rund ums Reiten > Problempferde und -Besitzer

Stute spinnt total

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felis:
Zum einen ist zumeindest bei uns dieses Jahr wirklich ein extremes Bremsenjahr - ich trau mich schon kaum noch raus weil sdie Biester nicht nur an die Rösser sondern auch an mich wie verrückt drangehen.
Zum anderen würde ich aber trotzdem dringend dazu raten, mal das ganze von außen beobachten zu lassen - am besten mit RL ins Gelände.
Häufig reagiert man in so Sitautionen reflexmäßig nämlich falsch , fällt in sich zusammen, vornüber o. ä. und dann haben die Rösser leichtes Spiel....

alexis:
Ich bin richtig stolz auf mich. Gestern war ich wiedermal alleine im Gelände. Sie hat wieder gemeint rumzicken zu müssen. Ich habe mir dann aber eure Tipps zu herzen genommen. Ich habe ihr den kurzen Zügel gegeben und sie erstmal im Kreis gehen lassen. Nach 10 mal drehen war es ihr wirklich zu demm und sie ist wirklich dahin wo ich wollte. Sie hat es zwar noch einmal versucht aber nach 2 mal drehen hat sie es gleich aufgegeben.
lg Tina
versuche es heute gleich nochmal. Sie ist mit mir sogar durch den Wald und dabei auch ins Dickicht rein oder zu motzen. STOLZ BIN!

Kleene:
Hallo und guten abend

wollt mich nur mal kurz einmischen **gg**--hab ne 27jährige stute und sie versucht es selbst jetzt noch ihren Kopf durchzusetzen---wir "arbeiten" doch mit Lebewesen und nicht mit Maschinen---da erlebt man immer neues und anderes--Kinder haben doch auch mehrere Trotzphasen und nicht nur ihre Pubertät--Hunde haben auch alle paar Monate Machtkämpfe um die Rudelordnung---warum soll es beim Pferd als Herdentier anders sein?? Ist es nicht das was uns fasziniert an der Reiterei?? Ein Tag mit dem Pferd ist nie wie der andere--ein ritt mit dem Pferd ist jedesmal einzigartig--auch sie haben gute und schlechte Tage--wenn wir uns unwohl fühlen --nur so, ohne ersichtlichen Grund--wir reiten dann nicht, obwohl das Pferd vieleicht möchte, aber andersherum??

Nur noch so zur Anmerkung--meine Stute ist kerngesund und setzt sich auch vehement gegen die Attakcken unseres 6jährigen Neuzuganges durch, noch nie Zähne geraspelt,Tierarzt sieht sie meist nur zum Impfen, Offenstall mit ganzjähriger Weide, klar sind ihre Gelenke steifer als früher, auch eine chronische Sehnenscheidenentzündung ist vorhanden--klar hat sie weniger Drall als früher--aber immer noch ihren eigenen Kopf und das liebe ich besonders an ihr--wir haben gelernt uns zu respektieren, aber auch dem anderen seine Launen bis zum gewissen Grad zu lassen--sie mir meine genauso

Sorry--aber es brannte mir mal so auf der Seele, zu sagen das nicht immer gleich ein Guru oder neuer Sattel her muß--einfach nur mal Geduld und Beobachtung

LG Kleene

GerlindeK:
Kommen wir mal wieder auf Heinrich zu sprechen (Boxen-zapping ;D)
Pferd, mittlerweile einigermaßen im Gelände zu reiten, WILL NACH HAUSE und hat null Bock, noch ne extra Schleife zu drehen. Nachdem der 1 mtr. tiefe, steile und zugewucherte Straßengraben sowohl vorwärts/senkrecht, rückwärts/senkrecht, parallel und traversartig umgepflügt wurde (trotz "Mühle") und Pferd zum Schluß durch das ca. 1 mtr. hohe, dornige Gebüsch Richtung Feld stampfte, irgendwie wieder auf der Kreuzung landete, stellte Pferd fest :"das ist sch....... und tut weh, ...............da muß es noch ne andere Lösung geben!"
Pferd steht wie ein Denkmal, warnt mich: "WEHE!!", Ich: "GEHST DU WOHL", Pferd stelzt Richtung Graben, dann "ach ne!", steht, grübelt und...................WILL SICH HINSCHMEIßEN!!"
HIIIIIIIELFE!!!! Das gibt´s doch nicht!!
Und das ganze in aller Ruhe, ohne Panik und Hysterie, einfach so: "jetzt reichts, also leg ich mich hin!"
Wie groß ist denn die Trickkiste, die ein Pferd zur Verfügung hat?? Muß die nicht mal irgendwann ausgeschöpft sein??
Bisher konnte ich alle Macken von Heinrich irgendwie bewältigen. Aber wenn ein Pferd auf einmal vorne niedrig wird, Mensch, da ist man echt geschockt!!
(hab ihn noch davon abhalten können, bin dann aber ohne weitere Versuche nach Hause geritten und muß das erstmal verarbeiten)

Netto:
Gerlinde: die Trickkiste ist groß, glaub mir!  ;) Heinrich wird Dir das gerne zeigen und wird sich auch immer neue Varianten und Kombinationsmöglichkeiten einfallen lassen.
Wenn er sich hinlegen will - gut, soll er. Irgendwann muss er ja wieder hoch, oder nicht - auch wenn er nach Hause gehen will.
Da gabs mal auf der Koppel eine absolut köstliche Geschichte (Okay, köstlich für den Leser - nicht für das Reiterlein, daß die Story durchstehen mußte): Reiterlein hatte glaube ich Haflinger. Haflinger hatte beim Ausreiten einen großen, eigenen Willen und - wenn Hafi nimmer wollte, blieb Hafi einfach stehen. Stop, Aus. Entweder umdrehen und nach Hause gehen - oder stehen. Irgendwann hat es Reiterlein gereicht und hat sich fest vorgenommen: das nächste Mal wenn so was passiert, harren wir aus. Soll das Pferd solangen stehen, bis es aufgibt. Gesagt, getan, man ritt aus und Pferd kam beim Überqueren ich glaube einer breiten Strasse - wo in der Mitte ein Grünstreifen war - eben in besagter Mitte zum Stillstand. Und stand. Sehr zum Gaudium der vorbeifahrenden Autofahrer und sehr zum Ärgernis von Reiterlein, aber was ich mich erinnern kann wurde sie dann mit Kaffee und Zigaretten versorgt und irgendwann nach Stunden (!) tappelte Pferdchen plötzlich wieder los und man setzte den Ausritt fort. Seit dem sollen diese Nachfrage-Variationen ziemlich ausgestanden sein und Hafi bleibt nicht mehr irgendwo wie angewurzelt stehen....
 ;)
Also: Nicht aufgeben!
lg
Annette

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