Autor Thema: Auslaufbefestigung  (Gelesen 110478 mal)

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Offline sulluTopic starter

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Auslaufbefestigung
« am: 17.06.04, 17:20 »
hallo zusammen,

ich habe einen Paddock, da ist ein Unterstand mit hackfräs drauf, leider ist der Platz sehr sumpfig und nun habe ich auf den blanken boden bereits schon 45 Qp droben. Problem ist, der Boden singt ein und geht tiefer als es sollte. Da dieser Paddock von mir angepachtet zur box ist, grüble ich shcon die ganze zeit, wie ich es besser und natürlich kostengünstig machen kann. ich habe mir auch schon überlegt ob ich bauschutt unten , den dann durch einen rüttler feststampfe und dann wieder eine schicht drauf tue.? ich weiß nicht

was habt ihr so zum vorschlagen?

Offline Siby

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Re: Paddockbelag günstig???? Aber wie und was?
« Antwort #1 am: 21.06.04, 22:42 »
In einer älteren Cavallo wurde mal Belag aus Ziegelbruch vorgestellt. Vielleicht kommst du da günstig ran, z.B. bei Tennisplatzbauern oder bei einer Ziegelfabrik. Das Zeug hat den Vorteil, dass es den Boden nicht kontaminiert, was man bei Bauschutt evtl nicht weiß. Daher kannst du es quasi zuwuchern lassen, wenn du den Paddock nicht mehr brauchst. Die unteren Schichten läßt du dabei gröber, so dass sie als Drainage dienen, oben drauf muss der Bruch feiner gestampft werden. Von der Beschriebung fand ich das auf alle Fälle ansprechender als z.B. Hackschnitzel, die nach kurzer Zeit auch wieder vermatschen und außerdem rutschig sind. Vielleicht hat ja hier schon jemand Erfahrung damit.
LG- Sibylle

Offline saedis

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Re: Paddockbelag günstig???? Aber wie und was?
« Antwort #2 am: 02.07.04, 22:01 »
hi,

weiß ja nicht ob es noch aktuell ist...

kann dir nur die TTE platten der firma hübner und lee empfehlen - die werden OBERHALB des bodens verlegt, können AUF die matsche verlegt werden (also nicht erst buddeln und kiesschichten einfügen) und sind "mitnehmbar" - d.h. wenn du ausziehst kannst du sie abbauen...

Basalt

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Re: Paddockbelag günstig???? Aber wie und was?
« Antwort #3 am: 09.07.04, 09:11 »
Auch bei mir steht im Herbst die Befestigung des Paddocks an und ich bin für Tipps und Erfahrungsberichte dankbar! Also, ich schildere mal, wie mein bisheriger Plan aussieht: der Auslauf wir von der Größe her etwa 9x23m groß, ich hoffe das ist für 2 G-Ponys angemessen. Die Fläche soll mit leichtem Gefälle aufgeschoben werden, die ersten Meter von dem Stall (so ca.8 m) sollen ecoraster-Platten mit einer ca 4-5 cm hohen Tretschicht ausgelegt werden, aus welchem Material ich die Tretschicht aufbringen will - darüber bin ich mir noch nicht so ganz schlüssig. Der Rest des Auslaufes soll mit Straßenrecycling verfüllt werden, verdichtet und mit einer Tretschicht aus Hackschnitzes befüllt. So, was haltet Ihr davon? Ich hatte auch noch in Erwägung gezogen, aus Kostengründen den ganzen Auslauf mit Hackschnitzeln zu machen, aber ich befürchte, dass der Bereich direkt vor dem Stall zu schnell versüfft und auch nicht besonders pflegeleicht ist. Was sagt Ihr übrigens zu der Auslaufgröße für den Winter, denn da habe ich nur begrenzt Wiesen, die ich opfern kann... Danke schon mal!

Offline Nattrun

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Re: Paddockbelag günstig???? Aber wie und was?
« Antwort #4 am: 11.07.04, 12:39 »
Hallo Basalt,
wenn du eine gute Möglichkeit hast, deine Hackschnitzel zu entsorgen, dann nimm Hackschnitzel. Vergiss aber nicht, wieviel so ein Pony pro Tag pinkelt - und Hackschnitzel und Urin gehen eine wunderbare Verbindung ein *schüttel*.
Ich hatte nun ein Jahr lang Hackschnitzel und würde es nicht wieder machen, allenfalls eine Ecke zum Liegen wobei man fast damit rechnen muss, daß die Pferde genau diese Ecke zum pinkeln nehmen.
Kirchhellener Reitplatzsand kostet 9 euro pro Kubikmeter (plus Transport) und drainiert selber zusätzlich sehr gut - für mcih DER ideale Belag.
Nattrun
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Basalt

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Re: Paddockbelag günstig???? Aber wie und was?
« Antwort #5 am: 12.07.04, 17:02 »
Und was sagt Ihr zu der Paddockgröße von 200 qm für 2 Ponys? Ich weiß, es kann nicht groß genug sein, aber ich denke es ist besser als gar nichts, oder?

Offline Nattrun

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Re: Paddockbelag günstig???? Aber wie und was?
« Antwort #6 am: 13.07.04, 09:19 »
Man sagt, Mindestgröße ist 100qm für 2 Pferde. Mit 200 qm für zwei Ponys liegst du also im grünen Bereich.  ;)Mehr ist immer besser, geht ja aber selten. Und in der kalten Jahreszeit kann man immer noch schauen, ob sie nicht zusätzlich ein oder zwei Stunden auf eine Wiese können (so machen wir das)
Nattrun
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Basalt

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Re: Paddockbelag günstig???? Aber wie und was?
« Antwort #7 am: 13.07.04, 10:15 »
Ja, ich hoffe dass ich damit meinen beiden Dicken einigermaßen gerecht werde. Der Große wird ja auch relativ regelmäßig geritten oder andersweilig bewegt, die kleine, gerade 3jährig, macht noch nichts weiter, mal sehen wie sich der Winter gestaltet...

GerlindeK

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Hallo und Hilfe!
Bei uns gabs gestern und vorgestern wahre Unwetter mit Regengüssen, die ich noch nie gesehen habe (in der Nachbarstadt wütete der Tornado!)
Nun steht nicht nur mein überdachtes Paddock, sondern auch die Box unter Wasser (Naturboden).
In der Fotobox "schöner wohnen-im Offenstall" gibt es schon drei Bilder von meinem "Gehege", so daß man vielleicht verstehen kann, was ich so für Ideen habe, um diese Überflutungen zu vermeiden.
Vorweg: da ich nicht davon ausgehe, daß diese Unwetter nun regelmäßig auftreten, mein Paddock wohl schon des öfteren unter Wasser stand, aber bisher die Box immer trocken blieb, soll die Angelegenheit nicht allzu teuer und aufwendig werden.
Ich habe ein ziemlich starkes Gefälle, leider in die  Richtung überdachtes Paddock/Box. Auf dem zweiten Bild erkennt man das Extraabteil für mein Minishetty. Davon würde ich eine Hälfte (da, wo das Stroh zu erkennen ist, als "Regenauffangbecken" opfern. Denke mal so laienhaft: Kuhle buddeln, Kiesel drauf, fertig. (Mirell, der Winzling, müßte dann halt am Rand entlang in ihr Abteil gehen ::)
Zweite Vorsichtsmaßnahme wäre ebenfalls eine "Sickerkuhle" vor dem Eingang der eigentlichen Box (drittes Bild). Denke da an ungefähr einen Quatratmeter. Da die Pferde dort aber ständig drüber laufen, wird das mit dem Kiesel kompliziert.
Hat jemand eine Idee oder schon Erfahrungen und kann mir einen Tipp geben? Bitte!
Gerlinde

Offline Prizzi

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Hallo Gerlinde,
ich bin in Sachen Versickerung ein wenig beruflich vorbelastet  ;).....

Bild 1:
Auf dem ersten Bild ist rechts von dem Holztor ein Regenfallrohr (?) oder zumindest eine Rohrleitung zu erkennen, deren Auslauf auf der Bodenebene von Deinem PAddock liegt - dieses Rohr solltest Du erst mal so verlegen, dass das anfallende Wasser auf die befestigte Fläche läuft. Der Randstein zu Deinem Paddock kann so schon ein wenig Wasser ableiten helfen.

Den Boden unmittelbar an Deinem Zaun könntest Du mit geeignetem Material (z.B. Schotter) etwas anheben oder direkt am Zaun zusätzliche Kantsteine einbauen, so dass eventuell anfallendes Regenwasser von der gepflasterten Fläche nicht ungehindert auf das Paddock laufen kann. Auf den Bildern ist das gesamte Gefälle nicht so gut zu erkennen, aber vielleicht kannst Du mit dieser Maßnahme das Regenwasser auf "andere Bahnen" leiten...

Allgemein
Ich stelle Dir hier mal einen Link zu unserer Wasserbehörde ein, die eine Versickerungsbroschüre erstellt haben, in der die gängigsten Versickerungsverfahren vorgestellt werden: http://www.kreis-recklinghausen.de/dok/formulare/70/regenwasser.pdf

Bevor Du irgendwas baust, solltest Du ermitteln, ob der Boden zum Versickern geeignet ist (Seite 8 in der Broschüre). Leider ist der Boden, auf dem Pferde stehen meist sehr verdichtet, so dass Du die Versickerungsanlage recht tief (bis zum durchlässigeren Boden) anlegen musst oder das Wasser besser vorher ableitest und an anderer Stelle versickerst.

Sofern Du vor hast, eine so genannte Kies-Rigole zu bauen, solltest Du auf folgendes achten: es ist nicht nur damit getan, ein Loch auszuheben, Kies reinzupacken und das Loch wieder zuzuschmeißen - das Mindeste, das Du tun solltest ist, um den Kies ein Geotextil zu legen. Dieses "Tuch" verhindert, dass sich die Zwischenräume in dem Kies (die ja das anfallende Wasser zwischenspeichern sollen) mit dem umliegenden Sandboden wieder zusetzen.

Ich hatte erst die Idee, mit Ablaufrinnen vor dem Stall (z.B. Acudrain-Rinnen mit Gussabdeckung) das anfallende Wasser der Kies-Rigole zuzuführen - allerdings würde der Sand auf dem Paddock früher oder später Probleme bereiten, da er 1. die Rinne zusetzen und dann 2. über diesen Wege direkt in den Kieskörper eingeleitet würde :-X (grübel).

Generell gilt - ist der gesamte Bereich überflutet, hilft Dir eine Versickerungsanlage auch nicht weiter.

Es ist also viel wichtiger und sinnvoller, das Wasser schon vor Deinem Paddock irgendwie abzufangen und/oder abzuleiten (siehe Hinweise weiter oben).

Schau Dir mal die Broschüre auf dem Link an - und falls Du Fragen hast, kann ich Dir ja meine Telefonnummer, etc. per KM zukommen lassen  ;).
Ach ja - falls Du die Broschüre nicht öffnen kannst - ich kann Dir diese notfalls auch in papierform per Post zukommen lassen.


Offline Dagmar

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Hallo Gerlinde,
Prizzi hat schon gute Ideen geäussert, ich würde vorschlagen das Niveau im Stall mit Schotter einfach 20cm anzuheben, evt ein Vlies drüber und Hackschnitzel, oder Stallmatten auf den Schotter. Dann hast du auf jeden Fall die Pferde trocken stehen. Ein Sickergraben vor dem Stall wäre auch gut, ich würde einen Graben über die gesamte Breite ausheben, mit Gefälle nach einer Seite. Dann Drainageschotter rein, ein Drainagerohr und wieder Schotter drüber. Das geht allerdings nur wenn du an einer Seite tiefer als der Graben neben deinem Stall eine Abflussmöglichkeit hast, sonst läuft es zurück in den Graben.
Gruß Dagmar

GerlindeK

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Danke für die Antworten!
Prizzi: von AUßEN fließt wenig Wasser in mein Paddock. Das Problem mit dem Abflußrohr auf dem ersten Bild ist mittlerweile gelöst. Das Nachbarpaddock wurde drainagiert und das Rohr wurde direkt ab der Dachrinne an die Drainage angeschlossen.
Drainagen würden in meinem Paddock nichts nutzen, da es von einem tiefen Fundament umrandet ist.
Mein Hauptproblem ist das linke Dach auf dem ersten Bild: wenn es schüttet, kann die Dachrinne die Wassermengen nicht verkraften, und es schwappt heftig in mein Paddock.
Da, wo das überdachte Paddock anfängt, würde ich gerne das Wasser umlenken, hin zu der geplanten Sickerkuhle (2.Bild).  Aber wie müßte so ein  Graben aussehen, denn das Wasser fließt nicht nur, sondern es kommt geflutet. Gibt es Betonrinnen zu kaufen? Habe aber auch Angst, daß mein Sehnenpatient darüber stolpern könnte. Komme irgendwie immer wieder auf Kies zurück, aber wie müßte so eine Kiesrinne aussehen, damit der Kies dort bliebt und nicht im Paddock verteilt wird? (Dort ein Gefälle zu bauen dürfte kein Problem sein)
Wie tief müßte die Sickerkuhle (2.Bild) sein? Den Platz würde ich wirklich "opfern", das heißt, als reine Sickerkuhle nutzen, ohne daß die Pferde dort rüber laufen könnten.
Dagmar: ich bin an dem Stall nur Einsteller. Auch wenn ich dort nicht mehr ausziehen möchte, möchte ich nicht zu viel investieren. Stallmatten wären mein Traum, sind aber leider für diese Fläche viel zu teuer.
Prizzi: Bin gerade auf der Arbeit und kann mir die Seite noch nicht anschauen.  Werde ich aber heute abend auf jeden Fall machen!
Gerlinde


Offline Prizzi

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Es gibt Halbschalen aus Beton, mit denen man das Wasser führen könnte..... die sind auch nicht so extrem tief, als dass sie zur Stolperfalle werden können (z.B.  http://www.opper.de/tiefbauelemente/muldensteine/ ).

Wenn ich Bild 1 genauer betrachte, hat das linke Dach schon kein Regenfallrohr mehr montiert - und trotzdem schwappt das Wasser über......

Ich schätze die Dachfläche mal so auf 70 m² (?) - bei dieser Fläche sollte der Kieskörper schon um die 2 m³ haben (z.B. l x b x h = 2 x 1 x 1 m). Dieser sollte eben rundum mit Geotextil eingepackt werden. Du hast dann die Möglichkeit, diese Kies-Rigole z.B. mit Rasengittersteinen abzudecken, damit die Fläche weiter genutzt werden kann. Die Wasserzuleitung könnte dann offen über die o.g. Muldensteine, etc. erfolgen.
« Letzte Änderung: 21.07.04, 15:10 von Prizzi »

Offline Dagmar

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Hmm, stell doch eine alte Blechbadewanne unter die Dachrinne wo es drüber läuft...
Da haste gleich noch ne automatische Tränke ;D

mausi28989

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Re: Paddockbelag günstig???? Aber wie und was?
« Antwort #14 am: 22.07.04, 10:31 »
Hallo.Also ich würde den Paddok den Naturboden lassen-zumindest einen Teil davon.Ich war früher auch immer der Meinung,dass der Naturboden eher nicht so günstig ist aber seit ich das Buch"Handbuch Offenstall" von Erika Bruhns gelesen habe,hat sich meine Meinung stark verändert.Und ich glaube nißcht,dass wzischen Paddok einer Außenbox und einem Paddok eines Offenstalls so viel Unterschied besteht:
(Kopie aus dem Buch)

Der Naturboden ist nicht nur einfach ein Boden-er ist viele Böden.Seine Variationsbreite ist unvorstellbar groß.Er wechselt seine Beschaffenheit nicht nur mit den Jahreszeiten sondern fast ununterbrochen.Beginnen wir mit der warmen,trockenen Zeit im Sommer,wo der Boden,der natürliche Erdboden,am ehesten dem gleicht,was viele Pferdebesitzer für den idealen Auslaufboden halten:er ist glatt,nicht übermäßig hart,zumeist sehr elastisch und absolut trocken.Der ideale Untergrund zu Fortbewegung-für Menschen.Die PFerde mögen das zwar auch,doch haben sie schon mit einigen Nachteilen fertig zu werden:
-der Boden staubt während längerer Trockenperioden,
-die Hufe bekommen die so dringend benötigte Feuchtigkeit nicht,
-der Boden ist in der ganzen Koppel völlig glatt und daher ziemlich langweilig.
ZUm Glück bleibt das nicht ewig so.Schon beim ersten stärkeren Gewitter heißt es für den Menschen Abschied nehmen vom trockenen Auslaufboden,Gummistiefel sind angesagt.
Die Pferde müssen sich zunächst mit einer glitschigen Oberfläche auseinander setzen,auf der sie nicht mehr bedenkenlos herumlaufen können,sondern gewisse Vorsicht bei der Fortbewegung walten lassen müssen,um nicht gegen Stallwände oder Bäume zu schlitter oder gar mit dem Elektrozaun Bekannschaft zu machen.Sie drosseln ihr Tempo,setzen ihreHufe vorsichtiger und fster auf.Sie nützen die KAnten ihrer hoffentlich unbeschlagenen Hufe zum Abbremsen.Ein ideales Übungsgelände also für Trittsicherheit und Anpassung.Es regnet weiter.Der Boden wird tiefer.Jetzt ist er zwar weniger rutschig,jedoch ist nun die KRaft von Sehnen und Muskeln gefragt um die Hufe wieder aus dem sie oft mit beträchtlicher Saugkraft fest haltenden tiefen Boden zu ziehen.Das stärkt Sehen und Muskeln.Der die Beine umhüllende Schlamm wirkt wie ein Moorbad durchblutungsfördernd und kräftigend.Ein gratis Kuraufenthalt also.Und wieder bekommt die Erde in der Koppel ein neues Gesicht .die Erde trocknet nicht zu einer Flachen Ebene,sondern es gibt plötzlich kleinere und größere Erhebungen/Vertiefungen,große SChollen,kleine Hügel.Die während der trockenperiode so flache,eher langweilige Oberfläche hat sich gründlich VErändert.Sie gleicht stellenweise einer Mondlandschaft.UNd so kann weiter Trittsicherheit trainiert werden.MAn darf sich weder beim Tritt in ein Loch eine Sehne verletzen noch über hartgewordene Schollen und bisher nicht dagewesene Hügel stolpern.Wieder ist die Koppel ein idealer Trainingsplatz.Schwieriger kann es kaum noch werden meinen sie?Das möchte ich nicht behaupten.Auf eine sehr nasse PEriode folgt nicht immer eine Trockene.Im Spätherbst oder Winter kann auch ganz brutal der Frost zuschlagen.Plötzlich sind Täler und Grate,HUflöcher und alte Unebenheiten steinhart gefroren.Eine harte Prüfung für die Hufe,die nun leicht abbrechen.Aber keine Angst!Nur das überschüssige Horn bricht weg.Es ist die natürlichste Form der Hufpflege.Zwar schaut es anfangs nicht besonders schön aus,weil ja nicht alles gleichmäßig rundum wegbricht,sondern nur nach und nach.NAch einer Weile aber,sehen die Hufe aus,als wäre der Schmied gerade erst mit seinem Werkzeug weggegangen.Die Fortbewegung aus diesen beinhart gefrorenen,ansolut nicht mehr nachgiebeigen Unebenheiten erfordert nun ganz besonderes Geschick.Jeder SChritt will überlegt sein.Das macht Pferde ebenso Trittsicher wie ein monatelanger Aufenthalt im Hochgebirge.Wer  hätte wohl gedacht,dass eine einfache Koppel Pferde so hervorragend für alle Aufgaben in ihrem Leben zu Trainieren vermag?Allerdings nur dann,wenn man sie auf natürlich gewachsenem Boden hält und bereit ist,auf eigene Bequemlichkeit zu verzichten,um dafür denPFerde optimale Möglichkeiten zu bieten.Auf diesem so uneben gefrorenen Boden tut sich der Mensch mit seinen großen Füßen noch wesentlich schwerer mit der Fortbewegung als die Pferde.Doch für sein Pferd sollte man dieses Opfer bringen und es wird es ihnen mit Gesundheit,Ausgeglichenheit und gesunden und harten Hufen danken........

Ausschnitt aus dem Buch"Handbuch der Offenstallhaltung"
Nun tun mir meine Finger weh ;)
Liebe Grüße
Sarah JAnnach