Autor Thema: Sofort nachgeben auf Zug am Zügel - warum eigentlich nicht beim Englischreiten?  (Gelesen 66386 mal)

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Offline RübeTopic starter

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*ggg* Stimmt. Ich kann es auch, zwar gibt es (fast) keine Strecke, die länger ist als mein Schimmel galoppieren mag, aber wenn wir NICHT in der Gruppe "Ich gewinne, wetten?" sind oder sich ein anderes Pferd schlecht benimmt "Ts, Leute/Pferde gibt´s!", so daß er die Geschwindigkeitsbegrenzung spielen muß, geht es auch. Und am Besten geht es, wenn man sich überhaupt keinen Kopf darum macht sondern irgend einen Blödsinn ausdenkt.
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Offline Cinnamon

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Und du gehörts zu den 95 % oder den 5 %? Nur damit ich eine Vorstellung von deiner Selbsteinschätzung und der deiner Umwelt habe.

ich bin bestürzt, dass sich dir die frage überhaupt stellt - die postings sollten eigentlich für sich sprechen   :o

waddington, ich denke im moment sind wir ausreichend versorgt mit verbrecher-stories, aber die nächste themenarme sommerflaute kommt bestimmt ;D
Tradition does not make a statement true. Hans Senn

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zu schnell abgeschickt... Waddi, stimme dir voll zu. DAS soll doch jetzt nicht "Sinn dieser Box" sein, Rübe, oder?
Moment, beantworte mir doch bitte meine Frage! In deinem letzten Beitrag hast du das nämlich als selbstverständlich hingestellt. Und jetzt ruderst du wieder zurück oder wie?

Ich möchte eben nicht dieses "naja, im Prinzip/in der Theorie schon...", ich will wissen, wie die Realtität tatsächlich ist. Wenn ich die Theorie will, schaue ich in den Bücherschrank oder in 1000 schlaue Beiträge in diesem Forum!
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ich bin bestürzt, dass sich dir die frage überhaupt stellt - die postings sollten eigentlich für sich sprechen   :o
Also hältst du dich für einen Vollidioten? Warum?
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Offline froeschli

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Sorry, Rübe, welche Frage? ???

Offline RübeTopic starter

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Oh, sorry, hast du ja beantwortet, sie ging unter! *sorgfältiglesengeh*

Ich nehme den Beitrag Nr. 86 also zurück.
Schön, daß es bei dir funktioniert. Mein Neid sei dir sicher.
« Letzte Änderung: 20.06.05, 23:47 von Rübe »
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Offline Waddington

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Rübe, man kann vieles in Büchern nachlesen, ganz bestimmt! Leider wird der Unterschied zwischen falsch und richtig nur deutlich, wenn man erleben darf, was richtig ist. Es ist Gefühlssache. Mir war bis vor einem guten halben Jahr ein vollkommenes Rätsel, wie sich ein losgelassenes Pferd überhaupt anfühlen muss. RL hat mir Waddel vorbereitet und ich habe dann für - sagen wir zwei Zirkelrunden ein lockeres Pferd unter dem Hintern gehabt. Ich habe aber gefühlt, wie es sein muss. Nach etwa drei Monaten habe ich es immerhin geschafft den Rest der Stunde mit nem gelösten Pferd zu reiten. Und jetzt bin ich auf nem ganz guten Weg das auch selbst zu tun. Leider kann dir NIEMAND sagen, wie es richtig sein muss. Das kann dir nur dein Pferd sagen. Und wenn an dieser Stelle massive Probleme sind (also die Kommunikation zum Erliegen kommt oder Waffenstillstand), dann musst du dir jemanden suchen, der die Kommunikation wieder in Gang bekommt.

Mein RL sagt immer: das Verhältnis Reiter-Pferd hat sich aufgebraucht. Wie in einer schlechten Ehe. Er kann die Kommunikation wieder anleiern. Und tut es auch. zum Glück brauch ich das nicht mehr so oft. Aber es gab Zeiten, da hab ich das ganz dringend gebraucht (siehe oben). Wenn das der Fall ist, dann nützen dir alle schlauen Ratschläge und Berichte nichts, dann brauchst du jemanden, der mit dir und deinem Pferd die Kommunikation wieder anleiert. Nen guten RL eben.

Offline froeschli

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Ich verstehe aber dennoch die Wendung nicht, die du, Rübe, dieser Diskussion mit den letzten Beiträgen gibst. Ich habe ehrlich gehofft, dir mit den gerade bei uns aktuellen Erfahrungen ein bisschen zu helfen, weil die so wunderbar zu deinem Thema passten und ich mich auch mit diesem Nachgeben western versuv englisch intensiver befasst hatte (ich habe mich sehr gefreut, wieder eine Möglichkeit mehr für meinen Unterricht aufgezeigt zu bekommen, wie man solche eingefahrenen Kreisläufe bei Reitern und Pferden durchbrechen kann). Vielleicht helfen sie dir ja auch gar nicht. Aber spielt es denn dafür eine Rolle, ob ich einen Durchgänger im Gelände reite oder nicht? :-\

Offline Cinnamon

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Also hältst du dich für einen Vollidioten? Warum?

vermutlich aus dem gleichen grund, aus dem meine umwelt mich für ein genie hält *verzweifeltversuchnichtvomthemaabzukommen*  :P
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Offline esge

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Grins, wenn man ein Pferd hat, das sich im Gelände halt nicht am Seidenfaden parieren lässt, ist man ein wenig sensibel auf das Thema. Und bei aller Erziehung (die auf jeden Fall und unweigerlich sehr, sehr wichtig ist!) gibt es schon Temperamentsunterschiede bei Pferden im Gelände. Man kann fast jedes Pferd zum Geländeheizer erziehen - aber bei den einen geschieht dies durch EINMAL nachlässig sein, bei anderen muss man sich jahrelang Mühe geben, um die Schlaftablette dann doch noch zum Mitläufer und Durchgänger zu machen. Da ich von einem Extrem aufs andere gewecheselt bin und meinen Reitstil, fürchte ich, nicht groß geändert habe, spreche ich mir bei diesem Thema eine gewisse Kompetenz zu.  8)

Allerdings hat das überhaupt nichts mit Reitstilen oder dem Thema dieser Box zu tun. Ich fürchte Rübe, dein Kampfschimmel wird auch nach Umstellung der Reitweise im Gelände ein Kampfschimmel bleiben. Und du und ich werden nicht drumherum kommen uns einzugestehen, dass es schon irgendwie auch an uns liegt, wenn unsere Pferde im Gelände immer schneller wollen als sie sollen...Lieber tot als zweiter...
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esge, sicher tut es das! Eine Schlaftablette willst du sicher auch nicht zurück, gell? Passt auch garnicht zu unserem Temperament. Im Grunde genommen bin ich im Gelände ja auch zufrieden, er ist mir in seinem Leben zweimal durchgegangen, seitdem ersticke ich sowas im Ansatz oder nehme eben das Snaffle with Shanks bei einem Gruppenausritt um diese Idee garnicht erst aufkommen zu lassen.

@froeschli, wieso reagierst du so gereizt, wenn ich mal Butter bei die Fische will? Ich mag dieses ganze wirklichkeitsfremde Salbadern eben nicht, mit interessiert die Realität. Und wenn DU ein easy zu reitendes Pferd hast (was sicher viel Arbeit war), dann freu dich doch! Waddington z.B. hat kein Problem zu schreiben, daß ihres noch nicht so weit ist.
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@Waddi, klar, Ersatz für einen guten RL ist das hier nicht und ich werde mir auch einen suchen.
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Offline froeschli

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@froeschli, wieso reagierst du so gereizt, wenn ich mal Butter bei die Fische will? Ich mag dieses ganze wirklichkeitsfremde Salbadern eben nicht, mit interessiert die Realität.
Sorry, Rübe, nicht gereizt (das habe ich eher aus deinen letzten Beiträgen so empfunden), sondern mal wieder verwundert, wieso Diskussionen so vom Thema abrutschen können. Schade, dass du "Butter bei die Fische" willst und selber dann nicht auf Fragen klar antworten kannst. NEIN, nimm das bitte nicht als Aufforderung, die Diskussion jetzt dahingehend wieder abgleiten zu lassen ;D Aber denk mal drüber nach, was du eigentlich mit deinen Fragen erreichen willst. Wenn du nur Antworten von den 5% perfekten Reitern willst (was du mit Sicherheit ohnehin auch gleich wieder anzweifeln würdest ;)), dann ist das Forum wohl die falsche Plattform. Menno, ich dachte eigentlich, dass ich mit meinen Beiträgen über "unsere" Westernreiter dir den Rücken stärken konnte und verstehe immer noch nicht, dass du sauer bist, weil es Leute gibt, die ihr Pferd im Gelände dirigieren können ??? was nun wirklich nichts mit dem Ursprungsthema zu tun hat. Und Niemand hat behauptet, dass alle Pferde so erzogen werden können, schon gar nicht "umerzogen".

Zitat
Und wenn DU ein easy zu reitendes Pferd hast (was sicher viel Arbeit war), dann freu dich doch! Waddington z.B. hat kein Problem zu schreiben, daß ihres noch nicht so weit ist.
Ach, Rübe, falls du richtig gelesen hättest, habe ich auch geschrieben, dass ich mein Pferd am Anfang nie-nie-nie habe laufen lassen. Genauso wie Waddi das derzeit macht. In dem Alter war mein Pferd auch noch nicht so weit. Hättest ja nachfragen können (falls es dich tatsächlich interssieren sollte, was ich irgendwie nicht glaube ;)), wie wir dazu gekommen sind und wie lange das gedauert hat, hätte ich dir selbstverständlich eine ausführliche Antwort gegeben. So habe nur ganz klar deine Frage beantwortet. Dass du das nicht glaubst *Schulterzuck*, was soll´s... Wer nie an Ideale glaubt, der wird auch nie irgendein kleines Ideal erreichen. Aber wir drehen uns im Kreis. Wenn du eine Box haben möchtest, wo jeder seine Probleme mit seinem Pferd beschreibt, dann musst du diese auch entsprechend so benennen ;)

Offline RübeTopic starter

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@froeschli, irgendwie reden wir komplett aneinander vorbei. Ich möchte es jetzt auch dabei belassen, bevor das Ganze in Streiterei ausartet. Ich hoffe, du bist damit einverstanden.

@zaino, ich reite viel zu viel über den Zügel. Mein Pferd ist darauf trainiert, logisch. Was du schreibst, stimmt, lass ich die Zügel locker, muß ich plötzlich anfangen zu REITEN. Das ist für mich mindestens so schwer wie für mein Pferd. Versammlung am losen Zügel - ein Traum. Aber davor steht eben viel Arbeit mit (viel?) Anlehnung.

Mein Ziel ist auch (im Moment jedenfalls) garnicht mehr die Dressur als Solches, daran sind wir schon zu oft gescheitert. Ich möchte ein zufriedenes, lockeres und wendiges Pferd, daß auch bei schnellen Manövern am lockeren Zügel nicht über den Unterhals oder gegen den Zügel geht. Sowohl auf dem Reitplatz wie auch im Gelände. Davon sind wir garnicht so weit entfernt, im Prinzip, aber es fehlt an der Konstanz. Und dafür brauche ich Unterricht.
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GerlindeK

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Bei all der Theorie von impulsartigen oder fein abgestimmt einrahmenden Hilfen (sensibilisieren, konditionieren oder dressieren, egal) sollte man doch den Risikofaktor Pferd nicht außer acht lassen.
In wieweit ist das Pferd gehorsam, daß es die Aufforderung des Reiters bedingungslos akzeptiert, daß der treibende Schenkel ein bedingungsloses Vorwärts heißt oder der Zügel ein bedingungsloses Verhalten?
Dies kann man auch wieder unterteilen in Gehorsam und Selbstverständlichkeit. Gehorsam, weil dem Reiter nicht widersprochen wird. Selbstverständlich, weil Pferd erst gar nicht auf die Idee kommen soll, mit dem Diskutieren anzufangen.
So kann es halt vorkommen, daß ein Pferd im Viereck auf die minimalsten Hilfen reagiert, weil es darauf sensibilisiert bzw. konditioniert wurde und es zur Mitarbeit bereit ist, ABER im Gelände erst tot geschlagen werden muß, weil verdammt noch mal der Gehorsam fehlt :P