Autor Thema: Thomaskali, Thomasphosphat, Kohlensaurer Kalk etc. pp HILFE !!!!!!  (Gelesen 22135 mal)

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Offline kaypiTopic starter

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Hallo allerseits,
stehe momentan vor einem Problem der besonderen Art, möchte meiner Weide was gutes tun, laut Bodenprobe benötigen sie alle Kalk, das ist die Kurzform. Jetzt komme ich mit ein paar Begriffsbestimmungen nicht klar.  Gehe ich richtig in der ANnahme, dass Thomaskali nicht dasselbe ist wie Thomasphosphat und was bitte schön ist Thomasmehl ???
Gekalkt habe ich nun mit "Kohlensaurem Kalk "aus dem Landhandel. Die haben sich zwar kaputt gelacht, als ich sagte ich brauche den für meine 2 1/2 ha, aber das Problem war halt, dass ich den einfachen, sprich staubigen nicht ausbringen kann. In diesem Punkt bin ich aber nun einen SChritt weiter, habe ein Transportunternehmen gefunden, welches mir "Kalksand" liefert, die Tonne für 18 E und fragt mich nicht, was die kleinen Pupssäcke gekostet haben. Nun also Kalk ist eigentlich abgehackt, bis darauf, dass ich noch gerne wüsste, was und wofür Algenkalk ist. Vielleicht hört man es raus, ich habe das Buch "die Pferdeweide" studiert aber irgendwie wirft es bei mir immer mehr Fragen auf.
Aber das eigentliche Problem ist eher dieses ganze Thomaszeugs.
Und ich möchte keinen Volldünger, Stickstoffzeugs oder sonstiges Düngematerial, welches die Gräser schnell in die Höhe wachsen lässt. Was ich für meine Pferde und ein Hufrehepony wünsche ist eine schöne Kräuterwiese mit dichtem Bewuchs. Wie schaffe ich das ????
im vorrraus schon mal vielen Dank

Offline Viki

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Gehe ich richtig in der ANnahme, dass Thomaskali nicht dasselbe ist wie Thomasphosphat und was bitte schön ist Thomasmehl ???

Thomasmehl ist ein Phopshatdünger (mit Ca dabei und Silikaten), der bei der Eisenerzverhüttung anfällt. Der Engländer Sidney Thomas hat das Zeug vermahlen, patentieren lassen und als P-Dünger verkauft. Thomasphosphat ist ein anderer Name für Thomasmehl.
Und beim Thomaskali ist eben außer P noch Kalium dabei.

Die Bodenprobe müsste dir ja sagen, was du brauchst. Thomasmehl als P- und evtl. K-Quelle ist jedenfalls nicht viel natürlicher als ein NPK-Dünger, aber halt stickstofffrei - und das Schießen der Gräser ist in erster Linie eine Stickstoffwirkung.

Mönchen

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Bei uns im Raiffeisenmarkt gibt es einen Kalkstickstoffvolldünger mit Magnesium und Schwefel und Spurenelementen, der ist zwar auch teuer aber einfach auszubringen und man kann ja wenig davon nehmen, aber ganz ohne Stickstoff geht es meiner Meinung nach nicht. Wenn man dem Gras nicht was zum wachsen gibt, gerade im Frühjahr, breitet sich alles aus was man sich nicht wünscht, Kräuter sind gut und schön, zuviel davon und es heißt Unkraut. Ich habe feststellen müssen das viele lieber nicht richtig düngen aus lauter Angst es könnte zuviel Energie im Gras sein, das halte ich für einen Trugschluß denn dann breitet sich vieles aus was schädlich ist, die meisten können ihre "Kräuter " aber nicht benennen und es ist viel giftiges dabei, Jakobskreuzkraut, Ferkelkraut, Hahnenfuß und viele mehr.

Gezieltes sparsames düngen und ein nachsääen mit Energiearmen Gräsern halte ich für sinnvoller.
Ich hab eine total verkleete mit Jakobskreuzkraut verseuchte Wiese übernommen mit einem dazugehörigen Rehepony.
Nach 4 Jahren habe ich eine vernüftige fruktanarme Wiese, in Handarbeit daraus gemacht. Das Pony ist seid 1 1/2 komplett Rehefrei, ganzjährig Stundenweise Wiese, mit in der gefährlichen Zeit Maulkorb.
Simone