Das kranke Pferd > Stoffwechselprobleme

Kreuzverschlag

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tatanka:
Hast Du mal in Betracht gezogen, daß Dein Pferd gar keine Kreuzverschlag hatte, sondern zwei fette Hufbeinprellungen.
Wurde der Kreuzverschlag übers Blutbild nachgewiesen, oder hat der Tierarzt mal einfach so getippt? Beim Pferd einer Bekannten wurde ein schwerer Kreuzverschlag diagnostiziert, es waren aber zwei Hufabzesse.

LaGrandeLeika:
Guten Abend,

die erste Diagnose meiner TÄ war beidseitige Huflederhautentzündung.Mit der Hufzange hat sie allerdings fast gar nicht mit Schmerz reagiert.

Pony hatte starke Schmerzen hat viel gelegen, wenn die mal stand und gelaufen ist, hat sie ihre beiden Hinterbeine nur ganz minimal unter  den Körper gesetzt.

Blutbild wurde gemacht dabei wurde festgestellt erhöhte Leberwerte und Muskelwerte . Behandle aber schon seit längerer Zeit die Leber.Bei den früheren Blutbildern waren auch jeweils Leber und Muskelwerte erhöht.
Leberwerte waren nie dramatisch erhöht aber meine TÄ sah trotzdem behandlungsbedarf.
Mir machen wie gesagt die Blutergusse an den beiden Hinterfüssen wegen ggf. Hufbeinsenkung.

so gehe jetzt erst mal in Urlaub kann mich frühestens am Mitt melden

LG

freue mich trotzdem für neue Anregungen und Ideen bzgl der Krankheit meiner Stute 

wildhorse:
Also erstens sind die Auslöser für Hufrehe und Kreuzverschlag (fast) die gleichen: zuviele Kohlenhydrate, meistens mit Mineralstoffungleichgewicht/Mangel.

Könnte ich mir auch vorstellen, dass bei den Hinterhufen die Zehe vielleicht noch etwas zu lang war und der Zug plus der Reheauslöser (zuckerhaltiges Gras) die roten Zerrungen verursacht hat. Unten am Huf siehst Du dass dann erst ein paar Wochen später, wenn die Entzündung schon weg ist, als Einblutungen in der Weißen Linie. Ich finde solche Stellen häufig bei überfütterten Pferden. Ist eine letzte Warnung vor einer "echten" Hufrehe. :o Die Rasse ist ja auch noch sehr anfällig dafür.

Die Hufschmiede hier erzählen den Besitzern dann auch immer "der wird sich wohl wo angehaut haben" >:(

Als erste Hilfe würde ich eine Magnesiumkur machen und langfristig ein an die Geologie angepasstes Mineralfutter mit viel Magnesium (3-4 g/Tag), Vitamin E und ausreichend Selen füttern.

LG
Sonja

LaGrandeLeika:
Hallo,

so da bin ich wieder,
Sonja,vielen Dank fuer deine Erklaerung, in der Tat hat die TA gesagt bei der Untersuchung sie haette ein bisschen zu lange Zehen( sollte ja nur noch 2 Wochen  auf der Sommerkoppel)  bleiben.(haetten dann wieder einen zyklus von 8 Wochen bei unserer Barhufpflegerin was eigentlich fuer sie normal ist)
bei dem grossen Blutbild wurde allerdings kein Mangel festgestellt, ausser das Leber und Muskelwerte erhoeht waren.

Magnesium wird doch einfach wieder ausgeschieden wenn es zu viel ist, oder?
wie sieht es mit vitamin E aus? und wenn Selen zu viel ist kann es Vergiftungen ausloesen ,das moechte ich nicht fuettern wenn kein Mangel besteht.

Wenn du noch mehr Infos fuer mich hast dann nur her damit!!

LG
Elfi

Viki:
Wie wärs mit Schüssler Salzen (Magnesium phosphoricum - die Nr. weiß ich grad nicht, glaube Nr. 7 - kriegst du leicht über Google raus) - da riskierst du weder Überversorgung noch Imbalanzen und die "Info" kommt trotzdem rüber. Du kannst dich auch etwas einlesen oder von einem guten THP beraten lassen und mit 2 bis 3 anderen Salzen kombinieren, die die anderen Probleme ansprechen.
Das wäre mein Weg, wenn die Grundversorgung an Mg nachweislich über ein großes Blutbild abgesichert ist.

Einen echten Magnesium-Mangel durch zu wenig Zufuhr halte ich bei einem Freizeitpferd mit passender Mineralfutterversorgung für eher unwahrscheinlich. Aber Mg wird schlecht verwertet und es konkurriert mit anderen zweiwertigen Metallionen, z.B. wäre es denkbar, dass das Pferd einen Ca-Überschuss (bei Zufuhr) hat und das Ca andere Metalle "blockiert".

Bei Vit.E ist das Problem, dass es, anders als die B-Vitamine, gespeichert wird. Zusammen mit einer überzogenen Selenzufuhr kann das schon heikel werden. Wenn das Pferd aber schlechte Muskelwerte hat, muss auch ein Vit.E und Selen-Mangel ausgeschlossen werden. Offensichtlich besteht aber ja im Blutbild auch da kein Mangel?
Vit.E / Selen würde ich auf jeden Fall mit dem TA absprechen - wenn nötig, ist eine TA-Kur besser als die Zufuhr über das Mineralfutter dauerhaft zu erhöhen.

Insgesamt wäre bei dem Pferd eine gute Rationsberechnung sinnvoll - dazu gibt es im Futterbereich Tipps.

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