Autor Thema: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts  (Gelesen 146089 mal)

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Offline Mahrus

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #180 am: 17.09.08, 09:20 »
Hi,

das mit der Bewgung kann ich nur bestätigen. In einer Stunde spazieren oder ausreiten mausert sich die Matsche zu schönen festen Äppeln.

Bei uns wird das ja eindeutig durch die Heulage ausgelöst. Ich hab jetzt feststellen können, daß je trockener die ist, so weniger Kotwasser hat mein Pferd.

Mahrus

Offline Mahrus

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #181 am: 18.01.09, 12:46 »
Hi,

wollte mich mal zwischenmelden. Also, das Kotwasserproblem haben wir immer noch, geholfen hat eigentlich nichts wirklich. Nur die einfachste Lösung bringt eine deutliche Besserung: einfach mehr Stroh zum fressen geben! Seit ich einen Ballen gutes Futterstroh in die Box lege, hat er deutlich weniger den braunen Springbrunnen an. Komischerweise stürzen sich beide Pferde sehr gerne darauf, obwohl sie doch genug Stroh in ihrer Box haben. Aber so ein frischer separater Ballen wird gefressen, als wäre es das leckerste der Welt. Die Heulage verdrücken sie auch nicht weniger obwohl sie mehr Stroh fressen, aber das Stroh scheint das Wasser zu binden.

Mahrus

Offline carola

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #182 am: 19.01.09, 15:10 »
Nur mal so von einer glücklicherweise nicht Betroffenen und für die in der Nähe: Ich war letzte Woche in Iffezheim in der Klinik, und da hängt ein Zettel, dass sie Kotwasserpatienten für eine kostenlose Studie/Therapie suchen. Vielleicht nutzt es ja jemandem. :)
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Offline Viviane

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #183 am: 04.04.09, 23:23 »
Wir sind dem Geheimnis jetzt auf der Spur: Bei Bounty scheint der Auslöser das Stroh zu sein. Bzw. der Wegfall des frischen Grases im Winter, zusammen mit der (erhöhten) Stohaufnahme.
Soweit zumindest der aktuelle Stand nach IWEST-Fütterungsberatung. Ganz gelöst haben wir das Rätsel noch nicht. Im Februar stand er in der Klinik jedenfalls auf Spänen, bekam etwas Stroh dazu und ansonsten das gleiche Futter wie zu Hause: Hintern trocken. Kaum war er wieder zu Hause auf Stroh: Hintern vollgetrült. :-\
Nun gilt es herauszufinden, wie man den Kerl vom übermäßigen Strohressen abhalten kann, ohne ihn auf Späne umzustellen. Hochwertiges Heu hat er schon satt.
Viele Grüße, Eva
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Offline bayersab

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #184 am: 18.06.09, 11:58 »
Hallo Ihr lieben,

ich muss die Box mal wieder hochholen... ich doktore schon seit ewigkeiten an meinem Pferdchen herum um sein Kotwasser in den Griff zu bekommen. Hier mal ein bisschen Hintergrundwissen zu uns..

Halloween ist 4,5 Jahre alt und ein Tinkermix Pony - Kotwasser hat er seit ich ihn habe - also 3,5 Jahre lang.
Als ich ihn als Jährling gekauft habe war er total verwurmt und dies wohl auch schon über längere Zeit.
Nach mehren Wurmkuren kurz hintereinander war er dann endlich Wurmfrei, in dieser Zeit hat dann auch das Kotwasser begonnen.
ca. 6 Monate später wurde er dann Kastriert,  er bekam vom Narkosemittel eine Vergiftungsrehe -> vom Tierarzt mit viel Antibiotika und Schmerzmitteln behandelt.
Seit dem ist er bis auf das Kotwasser *toi toi toi* Gesund und auch Wurmfrei.

Mein TA geht davon aus das die Würmer den Darm irreparabel geschädigt haben und er daher auch das Kotwasser Zeit seines Lebens haben wird..  :(


Die bisherige Behandlung sah wie folgt aus (hoffe ich vergesse nix):

- Akaid vom TA (half garnix) und Pony weigerte sich nach einiger zeit es überhaupt zu fressen - insgesamt sind 2 Akaid Eimer im Pferd gelandet ohne Besserung.

- Stuhlmisan Pulver vom TA (half auch nix)

- Joguhrt (Krieg ich nicht ins Pony - das mag er garnicht)

- Leinsamen und Mash gekocht und 2 Wochen lang täglich gefüttert - sehr deutliche besserung, ganz weg wars aber auch nicht.. - leider nur für die Zeit der Fütterung und auf Grund der tägl. 50km Anreise in den Stall damals nicht länger machbar.. und halt eine sehr einseitige Fütterung.

- Nur Heu in Heunetzen zwecks langsameren Fressen (keine Veränderung)

- EMA´s - bis zu 100ml/tag glaub ich (Besserung für 3-4 Tage- dann gleich wieder schlimmer)

- Synbiotix Pulver - Milchsäurebakterien (nach der 1. Dose Kotwasser weg - dann abgesetzt wieder Kotwasser - 2. Dose bestellt und gefüttert - keine Besserung mehr  :(..)

- Kanne Fermentgetreide flüssig - 1 Kanister - (leider keine Besserung..)

- Cellulosepellets die das Wasser "wegsaugen" sollen (auch überhaupt keine Veränderung - eher schlimmer)

- Momentan sind wir bei Pre Alpin Senior (das ist so gehäckseltes Graszeugs) - trocken gefüttert mit etwas Müsli - bringt ihm etwas Linderung. soll heißen das Wasser kommt nicht mehr in Sturzbächen sonder tröpfelt nur noch.  :-\

Bin mittlerweile echt verzweifelt - Ich habe mich ja mittlerweile damit abgefunden das es halt nicht gut aussieht und ich täglich waschen muss - aber er so gefrustet davon ist das er nicht mal mehr den Schweif hebt wenn er ausläuft und sich so alles gegen die Schweifrübe spritzt.  :'(  und gesund ist es sicherlich auch nicht...

Habe mir jetzt von dem NHC-Waterstop mal ne Probe bestellt und muss mal schauen ob die mein Pferdechen frisst ggf. hilft das ja was..

hat jemand noch irgend einen Idee was ich noch machen könnte - bzw. ausporbieren sollte? Wie kann ich am besten den Darm noch sstabilisieren bzw. aufbauen?
 

Vielen Dank für eure hilfe
liebe Grüße
Bine






Krümel 99

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #185 am: 18.06.09, 14:28 »
Unser Tinkermix bekommt vor allem vom frischen Gras und Kraftfutter Kotwasser, daher gibts nur Portionsweide und ne Minihandvoll Futter wegen des Mineralfutters.. Hast du in der Richtung schonmal was probiert??

Offline bayersab

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #186 am: 22.06.09, 09:47 »
Hi Nicole...

bei Halloween war es die letzten Jahre immer eher so das es im Frühjahr mit nach dem anweiden deutlich besser wurde und auch mit frischen Gras besser war als im Winter...

Dieses Jahr ist das erste in dem es bis dato auch mit Gras noch nicht besser geworden ist..   :(

lg bine

Offline Schnett

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #187 am: 26.06.09, 14:30 »
Ich hab keine Lust mehr...

Den ganzen Winter und die Anweidezeit haben wir trockene, saubere Beine gehabt und nun geht der Rotz wieder los...

3-4 Stunden Weide am Tag und der Kleine sieht furchtbar aus...
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Offline Starfairy

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #188 am: 27.06.09, 22:57 »
Mein Pony hat auch Kotwasser, und meistens Mätscheäppel, schon seit ich ihn habe. Also mittlerweile 13 jahre.

Ja, und im Frühling hatte ich angefangen, Karottenchips (trocken) mit zu füttern. Die habe ich nicht wegen Kotwasser gefüttert, sondern um die Kraftfutterration "optisch zu vermehren".

Seither ist das Kotwasser so gut wie weg! Ich staune noch immer, aber sogar das Gras verträgt er jetzt deutlich besser. Er hat zwar noch immer Matscheäppel, aber der braune Schwall hinterher ist weg.
Nur an Tagen, wo es immer besonders schlimm war (Wetterwechsel, gewittriges Wetter), kommt es manchmal noch durch.

Von mir aus soll er die Karottenchips den Rest seines Lebens fressen, wenn die Wirkung nur so bleibt.

Offline Schnett

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #189 am: 01.07.09, 10:05 »
fütterst du die getrocknet oder lässt du sie quellen?
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Offline carola

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #190 am: 01.07.09, 10:48 »

Ja, und im Frühling hatte ich angefangen, Karottenchips (trocken) mit zu füttern.

Muddu lesen. ;)
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Offline Schnett

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #191 am: 01.07.09, 11:01 »
Hattich Brille vergessen  ;D
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Offline Friesentussi

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #192 am: 05.07.09, 13:17 »
Hallo,
mein Friese hatte jahrelang mit Kotwasser zu kämpfen, vorallem im Winter war es extrem.
Der Schweif und die Hinterbeine waren total verklebt mal ganz zu schweigen von dem Gestank.
Der Tipp meiner Tierärztin hat schon Besserung gebracht (kein Stroh füttern)
Jetzt steht mein Pferd im Offenstall er hat 24 Std. Heu zur Verfügung.
Nach 1 Woche Offenstall war das Kotwasser weg, seither hab ich ruhe.
(es wird auch kein Stroh gefüttert)
Da zeigt sich wie wichtig eine geregelte Fütterung ist.

Grüße
Sylvia

Offline Anja

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Re: Kotwasser - wo sind die leidenden, und weiter gehts
« Antwort #193 am: 05.03.10, 13:52 »
Meine Schimmelstute hat seit fast einem Jahr kein Kotwasser mehr.

Versucht habe ich fast alles, EM, Homöopathie, verschiedene Zusatzfuttermittel. gebracht hat alles nichts, außer meinen Geldbeutel zu erleichtern.

Letztes Jahr ist sie vom Offenstall (5 Sterne LAG) in eine schnöde Paddockbox umgezogen. Die Fütterung ist von Heulage auf Heu mit Stroheinstreu umgestellt worden. Seitdem ist Ruhe, ob mit oder ohne Weide.

Ich glaube, im alten Stall war der Herdendruck einfach zu hoch fürs Pferd. Ständig Neuzugänge, nicht ausreichend sichere Ruhemöglichkeiten und Stress durch deckende Wallache hatten sich wohl bei ihr im Darm niedergeschlagen. Die anscheinend pferdegerechten Haltungsbedingungen waren für dieses Pferd dann doch nicht richtig. Hinterher ist man immer schlauer.  ::)
Herr, wirf Hirn vom Himmel oder Steine, was ist egal Hauptsache Du triffst.