Autor Thema: Spinale Ataxie  (Gelesen 31389 mal)

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Offline MerlijnCH

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #15 am: 02.03.05, 12:00 »
Gelder für 2 Pflegefälle habe ich leider nicht!
Du verstehst mich falsch, ICH hätte das Tier erlöst!
Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein.

Offline Herzi

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #16 am: 02.03.05, 22:10 »
Silvia ich sehe das auch sehr Kritisch. Gerade bei einem so jungen Pferd, weiss man nie wo es noch hin kommt :-[. Am Schluss wurd es doch mal geritten und erfährt zimelich schlimmes.

Hat mich schon sehr sehr überrascht das du sie verschenkt hast echt :-\. Möchte dit keinen Vorwurf machen aber hast du dir das auch sehr sehr gur überlegt ???
Reiten ist erst dann eine wahre Freude, wenn du durch eine lange Schule der Geduld, der Feinfühligkeit und der Energie gegangen bist die dir das Pferd erteilt.

Offline lachshuhn

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #17 am: 02.03.05, 22:44 »
keine sorge sie hat es sich gut überlegt...denn bevor sie sich dazu entschlossen hat hat sie alles andere in erwägung gezogen...
und sollte es sich zeigen das es keinen sinn hat wird das nötige für das tier getan...
es wird dann erlöst..aber jetzt hat es erstmal die chance sich vielleicht gut zu erholen..ich drücke der stute jedenfalls die daumen und bewundere silvia für ihre aufopferung die sie ihren tieren zukommen läßt
lg
Petra

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #18 am: 03.03.05, 09:39 »
Ohne details oder sonstiges zu kennen, kommt es mir so vor, als hätte Silvia die stute wohlüberlegt jemanden geschenkt, der in ihrem sinne mit dem pferd weiterhin "verfährt" - nicht, um sich vor der entscheidung leben oder sterben lassen zu drücken, sondern mit blick nach vorne, dem pferd alle möglichkeiten zu eröffnen!

Wenn sie zu dem neuen besitzer ein so gutes verhältnis hat und engen kontakt halten kann, wird sie sicher auch weiterhin einfluss nehmen können.
Ich habe den eindruck, dass diese entscheidung durchaus von einem hohen verantwortungsgefühl getragen wurde und keineswegs ein pferd verschenkt wurde, um die "sorgen los zu sein".
Ich drücke Dir auf alle fälle die daumen, silvia und gehe davon aus, dass du das schicksal deiner stute auch weiterhin "mit" bestimmen wirst. Immerhin klingt das verhältnis zum neuen besitzer danach, dass das möglich ist?

Offline MerlijnCH

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #19 am: 03.03.05, 09:43 »
Hallo an alle,
habe die Stute gestern verschenkt.
Reitbar wird sie nicht mehr werden,dafür sind die Verletzungen zu massiv!
Der Bekannte von mir(ich kenne ihn gut!) will sie als Beistellpferd haben,und mit ihr evtl.falls möglich sparzieren gehen!
Als Reit und Turnierpferd kann ich dieses Pferd nie voll einsetzen!
Ich denke,daß war die richtige Lösung!
LG,
Silvia


Liebe Petra,
danke,für deine lieben Worte!
Du kennst meine Situation mehr als gut,und bei meinem Bekannten hat die Stute wirklich noch einmal eine Chance!!!
Er will mit ihr in die Tierärztliche Hochschule Hannover fahren.Dort soll die Stute geröntgt und ein CT
gemacht werden!
Diese Möglichkeit hätte ich der Stute finanziell nie einräumen können.
Ich stehe auch mit meinem Bekannten in Kontakt,um über den Gesundheitszutsand immer auf dem laufenden
zu sein!
LG,
Silvia

Mit Verlaub, aber da sind halt schon Welten zwischen dem einen und dem andern Beitrag.
Warum nicht im ersten schon etwas ausführlicher?
Du kannst nicht davon ausgehen, dass wir hier im I-Net Dich alle kennen?
Und wenn ich bedenke wie oftmals leidende Pferde lieber als Abstellpferde verschenkt oder verscherbelt werden (mögliche und gar nicht seltene Folgen siehe auch neuesten Gnadenbrot-Pferdeskandal) nur weil der Besitzer/in zu feige ist die Verantwortung für das finale Ende zu übernehmen.

Und die Schäden oder Folgeschäden einer Ataxie sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, ich habe diesbezügliche Pferde gesehen!

Es ist schön, dass Deine Bekannten das Pferd umfassend in einer Klinik mit sämtlichen damit verbundenen (nicht unerheblichen) Kosten untersuchen lassen wollen. Das macht nicht grad jeder für ein Beistellpferd.

Ich wünsche der Stute eine Voll-Genesung, denn sollte dies nicht der Fall sein, so möchte ich ausdrücklich vor den Hintergedanken des Reitens eines ataktischen Pferdes  warnen: Es kann lebensgefährlich sein!
Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein.

Offline lachshuhn

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #20 am: 03.03.05, 09:57 »
hi ich verstehe eure bedenken..aber auch mal überlegt das es einem nicht leicht fällt so einen schritt zu tun..und es dann noch schön zu umschreiben das es alle verstehen..ein wenig mehr feingefühl und man hätte es verstehen können...

das soll kein angriff sein..aber versetzt euch einfach in die lage des schreibers der bestimmt nicht jubelnd an seinem pc sitzt weil er ein problem los geworden ist....

lg
Petra

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #21 am: 03.03.05, 10:08 »
das soll kein angriff sein..aber versetzt euch einfach in die lage des schreibers der bestimmt nicht jubelnd an seinem pc sitzt weil er ein problem los geworden ist....
Aber genau das habe ich getan ??? Mich in die lage versetzt und versucht zu verstehen - habe ich mich da missverständlich ausgedrückt?

oder wie sonst könnte das gemeint sein, was ich schrieb:
Zitat
kommt es mir so vor, als hätte Silvia die stute wohlüberlegt jemanden geschenkt, der in ihrem sinne mit dem pferd weiterhin "verfährt" - nicht, um sich vor der entscheidung leben oder sterben lassen zu drücken, sondern mit blick nach vorne, dem pferd alle möglichkeiten zu eröffnen!




Offline MerlijnCH

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #22 am: 03.03.05, 10:42 »
Just fur fun

Keine Panik, das galt mir ;)

..ein wenig mehr feingefühl und man hätte es verstehen können...
Ich glaube nicht, dass hier jemand  - geschweige denn ich -  Feingefühl vermissen liess. Wenn man die Sache nochmals liest, habe ich Silvia schon vorher gebeten etwas ausführllicher zu schreiben.
Feingefühl und Gespür für Fakten darf man auch von jemandem erwarten, der im Internet um Hilfe und Beistand  ruft. Es kommt sonst nämlich so weit, dass Schreiber/Schreiberinnen ger nicht mehr antworten, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass viele Hilfesuchende nur das hören wollen was sie hören wollen. Und wenns ums Abschieben als Beistellpferde geht, da habe ich seit Jahren eine Hardliner-Einstellung, zig Skandale und  unzählige tränenreiche Geschichten im Internet (auch unter sich bekannten Leuten) und Warnungen in der diesbezüglichen Fachpresse sprechen Bände.

Und wenn Ihr objektiv darüber nachdenkt: Seid doch mal ehrlich zu Euch selber. Wer übernimmt schon freiwillig sämtliche (nicht unerheblichen Kosten) für ein altes oder krankes (oder beides) oder ein junges unrreitbares, oder krankes (oder beides )Pferd, wenn ein junges, gesundes und reitbares Pferd ungleich billiger im Unterhalte zu stehen kommt.
Dass es das eine oder andere Mal unter Bekannten eine solche Lösung gibt, die auch wunderbar funktioniert, das streite ich keinesfalls ab und es kann ein Geschenk sein, und das ist anscheinend in diesem Fall der Fall. Aber verlassen darauf, dass dies immer so ist, kann für das Pferd unnötige Qualen und noch schrecklicherere Folgen bedeuten. DAS soll hier meine Warnung sein.

So und nun wünsche ich diesem Pferd von ganzem Herzen alles Gute und ein langes und vor allem gesundes Leben.
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Offline Gina

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #23 am: 07.03.05, 15:00 »
Habe mich gestern gefragt,ob es richtig war,daß Pferd meinem Bekannten zu geben!

Nun muß mein Bekannter die Situation meistern!
Ich bin ja nicht mehr der Besitzer.Ich drücke ihm auf jeden Fall auch die Daumen!


 :o :o Ohne Worte!!!

Sorry, aber was bist Du denn für eine Irre.

Das Ganze kann ich nicht so ganz ernst nehmen. Entweder ist das hier ein Fake oder wir haben es hier mit einer Verrückten zu tun. >:(

Offline MerlijnCH

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #24 am: 07.03.05, 15:19 »
Nun muß mein Bekannter die Situation meistern!
Ich bin ja nicht mehr der Besitzer.Ich drücke ihm auf jeden Fall auch die Daumen!

Entweder Silvia ist wirklich untalentiert im verständlich Schreiben. Allenfalls verweise ich in aller Deutlichkeit auf meine erste Reaktion hier aufs Verschenken ;D

Denn das wäre nix anderes als Verantwortung abschieben und was, wenn der neue Besitzer das finale Ende nicht durchzieht, wenns trotzdem nicht geht? Das Tier ein Leben lang leiden lassen ???
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Offline Gina

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #25 am: 07.03.05, 15:33 »
Sorry, Merlijn, aber das kann man doch nicht wirklich ernst nehmen:

22.02.  erstes Posting mit Hilferuf
24.02.  Mitteilung, dass keine Chance mehr besteht und Pferd eingeschläfert werden soll
28.02   Mitteilung (ohne vorherige Vorwarnung), dass es dem Pferd erheblich besser geht und es jetzt nach hause geholt werden soll.
02.03.  Mitteilung (wieder ohne Vorwarnung), dass das Pferd verschenkt wurde
03.03.  Rechtfertigung der Schenkung
07.03.  Jetzt geht es dem Pferd wieder nicht so gut und die Schenkung wird bereut

 >:( >:( :-X

Wirklich alles sehr durchdacht. Da hat sich aber jemand echte Gedanken um das Pferd gemacht.

Für mich klingt das nach Panik. Da wurde ein Problem schnell mal abgeschoben und jetzt meldet sich das schlechte Gewissen.

Aber mit einem hat sie Recht: sie ist jetzt nicht mehr die Besitzerin und hat keinen Einfluss mehr drauf.

Da kann man nur die Daumen drücken für das Pferd! :-X

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #26 am: 07.03.05, 15:40 »
Entweder Silvia ist wirklich untalentiert im verständlich Schreiben. Allenfalls verweise ich in aller Deutlichkeit auf meine erste Reaktion hier aufs Verschenken ;D

zu dem letzten Posting von Silvia fällt mir, bei aller mühe, die ich mir gebe, auch wenig verständlich geschriebenes im sinne des verfassers zu interpretieren, nichts anderes ein, als dir im nachhinein recht zu geben, was deine erste reaktion anging.
Nun liest es sich für mich auch so, als wäre es eine hauruck aktion gewesen, bei der der eine (Silvia) sich auf die schnelle auf eine scheinbare "saubere" art von einem problem befreite und der andere (der "bekannte") in der hoffnung, ein "schnäppchen" zu machen, sich das pferdchen "an land gezogen" hat...

Offline Gina

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #27 am: 07.03.05, 15:45 »

und der andere (der "bekannte") in der hoffnung, ein "schnäppchen" zu machen, sich das pferdchen "an land gezogen" hat...

Den Gedanken hatte ich auch schon. Vielleicht ist es ja eine interessante Abstammung und mit Stuten kann man ja immer noch Züchten, wenn gar nix mehr geht. Oder den Schlachtpreis kassieren ..... :-X :-\


Offline Just for Fun

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #28 am: 07.03.05, 16:00 »
Passt hier nicht so 100%tig rein, aber ich frage trotzdem mal in diese Runde (weils auch ums "geschenkt kriegen" eines pferdes geht):
Wie hättet Ihr Euch entschieden?

Ees wurde ein 7 jähriger, sehr braver und gut ausgebildeter Wallach angeboten. Fünfjährig Dressurpferde A und L siegreich und platziert, Nicht überfordert, reell geritten (bis dahin).
Sein Problem: eine nicht therapierbare Nervenlähmung an einem Hinterbein, die im Schritt (und nur im Schritt!) zu einer Art "Holzfussgang" geführt hat. Also er hat das betr. Bein im Schritt einfach gerade hinterhergezogen, Gewicht konnte er dabei wohl aufnehmen... Ganz komisch...
Im Trab und Galopp nichts zu sehen (frei laufend, sich selbst überlassen, unter dem Sattel, an der Longe... nichts!) Das Gesicht dieses Wallachs verriet keinerlei Anzeichen von Schmerzen, er verhielt sich in seiner kleinen Herde auf Paddock und/oder Koppel völlig entspannt, trabte und galoppierte mit den anderen, einzig im Schritt zog er mehr oder weniger dieses Bein nach.
Seiner ursprünglichen Bestimmung als Dressurpferd konnte er natürlich nicht mehr nachgehen... So sollte er "in gute Hände" verschenkt werden, sicher ein interessantes Lehrpferd bis L/M. Aber was tun mit diesem Handicap, kann man sowas ignorieren?
PS: Er war bereits (seit über einem Jahr) in tatsächlich fähigen und kompetenten TA-(Osteop.-Physiotherap.-)Händen gewesen... Auf Kosten der Vorbesitzer, da wurde nicht gespart...
Sollte den Platz im Dressurstall nun frei machen für ein "einsetzbares Pferd" - daher der Wunsch nach einem Platz, wo er eben entsprechend seiner "Behinderung" freundliche Aufnahme findet...

Geschenkt nehmen oder nicht?

Offline Just for Fun

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Re: Spinale Ataxie
« Antwort #29 am: 07.03.05, 18:01 »
Angeblich kann es nicht heilen...
Wir haben ihn damals nicht genommen, die Vorbesitzer sind heute noch Besitzer (fanden einfach keinen Platz, wo sie ihn guten Gewissens hin verschenken hätten wollen) und haben drei junge Mädchen, die sich seinen Unterhalt teilen und ihn viel betüddeln und ein bischen reiten. Er ist in seinem ursprünglichen Stall und Besitz geblieben, also im Stall der Dressurreiterin, die somit eben auch entscheiden kann, was im Falle einer negativen Entwicklung geschehen soll.
Ich habe diese Lösung übrigens auch schon mal durch exerziert. Mein ehemaliges VS Pferd war auf einem Auge erblindet und damit (meiner Meinung nach) nicht mehr im VS Sport einsetzbar. Er blieb bis an sein Lebensende bei mir, habe ihn nicht "verschenkt" sondern "verbeteiligt", an zwei junge Damen, die ihn vollständig übernahmen (auch kostenmäßig). Ich behielt mir die "finale" Entscheidung (als Besizer) vor (und auch die Übernahme evtl. TA Kosten :P), die  ich sclileßlich auch treffen musste. Verschenken käme für mich bei einem "angenacksten" Pferd nicht in Frage, weil ich eben entscheiden können will, die laufenden Kosten abtreten bei eingeschränkter "Nutzung", diesen Weg würde ich auch noch mal gehen, hat sich in unserem Fall bewährt...