Autor Thema: Was kann man von einem 14jährigen Mädchen alles erwarten....  (Gelesen 43237 mal)

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Offline PlöppTopic starter

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Hallo erstmal,



ich habe da mal eine Frage an alle RBs, die etwa 14 sind oder mit 14 eine RB bekommen haben und alle Leute, die einem etwa 14jährigen Mädel eine RB gegeben haben.

Kann ich von einem 14jährigen Mädchen erwarten, das es mal selber etwas tut (Putzkästen saubermacht, Sattelkammer aufräumt, selbstständig Entscheidungen trifft, die aber so vorher vereinbart waren.. etc) oder ist das zu viel verlangt?



Fragende Grüße, Plöpp

Offline Lacona

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Plöpp, ich hatte eine RB, die war damals 13, fast 14.
Ich war gottfroh, daß sie keine eigenen Entscheidungen getroffen hat, sondern mich vorher gefragt hat, ob es in Ordnung ist, wenn sie etwas macht.

selbstständig Entscheidungen trifft, die aber so vorher vereinbart waren.. etc
Vereinbarungen sind für mich keine selbständigen Entscheidungen. Wenn etwas abgesprochen war, hat sie das auch so gemacht, z.B. Koppel abgemistet.
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(Peter Fox)

Offline PlöppTopic starter

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Ich meine so Vereinbarungen wie longieren, laufenlassen etc. man dann aber trotzdem jedesmal sagen muß, kannst du bitte das Pferd laufenlassen.


Offline Lacona

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Solche Sachen hat sie nach vorheriger intensiver Anleitung selber erledigt.
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(Peter Fox)

Offline Waddington

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Ich würde es so einschätzen: Du gibst vor, was an jedem RB-Tag erledigt werden muss. Misten, Putzen, Sachen ordentlich in den Putzschrank verräumen, Hufe auskratzen.... e.t.c.

Wenn du mehr von dem Mädel erwartest, also regelmäßige Arbeiten, die aber nicht zum täglichen Programm gehören würde ich entweder persönlich darum bitten, oder mit ihr absprechen, ob sie bereit ist es zu tun und dann einen Zettel in den Putzschrank legen, auf dem die Sonderaufgaben geschrieben sind. Desweiteren würde ich mitteilen, was du in de Woche mit dem Pferd gemacht hast und was du dir wünschen würdest, was sie mit dem Pferd tut. Eigenverantwortlich im Sinne von durchdacht kannst du sicher noch nicht erwarten.

Ich war in dem Alter noch recht blauäugig, hab zwar gerne geholfen, aber wichtiges von weniger wichtigem sicher nicht unterscheiden können.

Offline PlöppTopic starter

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Also, zur Aufklärung.

Vereinbart wurde, Pferd laufen zu lassen oder zu reiten (2x in der Woche), das wird aber nur bei gutem Wetter gemacht oder wenn gerade Lust dazu besteht.
Wenn keine Lust vorhanden, wird sich hingesetzt und zeitung/buch gelesen, anstatt dann vll mal die Putzkästen sauberzumachen oder einfach aufzuräumen.

Dann habe ich gesagt, um Uhrzeit XY wird gefüttert, also bitte füttern (nur Heu, nicht schwierig). Wird einfach "vergessen"!

Pferd wird geritten und nass bei 0° auf die Wiese gestellt. Keine Decke drauf! Mußte ich dann machen, weil Pferd war ja noch nicht nass, als auf die Wiese gestellt  >:(.

Einzige regelmässige Arbeit: abäppeln wenn man kommt, wenn man geht nicht mehr!


Ich habe in dem Alter schon zwei Pferde versorgen müssen und bin vor der Schule füttern gefahren.

Offline Lacona

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Uiii, dann sieht das schon anders aus.
Ich wäre gehörig grantig und würde das auch zum Ausdruck bringen.

Naß auf die Koppel gestellt?!? Weiß sie denn, was das fürs Pferd für Folgen haben kann?
Wenn ja, würde ich sie nicht mehr ans Pferd lassen.
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(Peter Fox)

Offline PlöppTopic starter

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Ich bin auch grantig. Nicht nur wegen dieser eine Sache, aber es ist so viel aufeinmal (und das schon über ein Jahr!)...

Ich habe auch schon "Moralpredigten" noch und nöcher gehalten, aber die gehen rechts rein und links raus.


Und jetzt habe ich die Nase gestrichen voll.

Leider sehen meine Eltern das anders  >:(. "Die ist doch erst 14, da kannst du noch nicht so viel erwarten!" *grummel*


Dustpuppy

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Da würde ich ihr ganz klar die RB wegnehmen. Sie muss doch Verantwortung für das Tier tragen können und das kann sie scheinbar nicht. Ergo: Sie ist ungeeignet.

Sweeties100

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Hallo ihr,

also ich hab mit 11 ( ich bin nu schon 20 *lach*) meine erste Reitbeteiligung bekommen...und wusste eigentlich da schon genau was meine aufgaben waren und wie wichtig die betreuung und die arbeit rund ums pferd ist...und keine lust? hatte ich nie...ich war froh wenn ich das pferd für mich hatte...

Als ich 13 war hat der Besitzer mir das Pferd ganz überlassen ( das pferd hat bei ihm immer gelahmt und bei mir nicht ), ist aber für alle Kosten noch aufgekommen und hat das pferd wöchentlich besucht...ich habe 3 Jahre lang dann allein für ihn gesorgt und ihn dann schweren herzen in den Ruhestand gehen lassen und ein eigenes pferdi bekommen...sicher hab ich auch mal da den sattel und hier die trense mal ned geputzt, aber richtige klopper hab ich nie gebracht...vor allem nicht wenn es ums wohlergehen des pferdes ging.

Ich finde mit 14 muss man solche dinge und gefahren erkennen...Ich würde sie nicht mehr an mein pferd lassen..

Liebe Grüße
Martina

Offline Monstermama

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Plöpp,das sind rein rhetorische Fragen - natürlich muß das wissen und können mit 14.
Ich hatte vor Jahren auch mal eine (nicht zahlende) RB in em Alter,und damals sehr wenig Zeit.So habe ich mal bemerkt,daß die Hufe und Beine des Pferdes sehr verklebt waren (kein Koppel - sondern Boxendreck) und sie gebeten,da mal Abhilfe zu schaffen,denn jetzt im Sommer wäre es doch wirklich leicht,das mal eben abzuwaschen.Worauf die junge Dame mit mitteilte,sie wäre die ganze Woche (!!!!!!!!!!!!!!) nicht dagesesen,deshalb könne sie nix dafür.
Mir ist mächtig der Kragen geplatzt,und ich habe dann ein Ultimatum gestellt.Sie hat sich dann mehr bemüht,aber es ging nicht lange gut.Die nächste RB ,im gleichen Alter,hatte keine Schwierigkeiten,und blieb die nächsten Jahre.
Also:stell deiner RB ein Ultimatum und schreibe ihr eine Liste ,was sie zu tun hat und was nicht.Und sage ihr ganz genau,was passiert,wenn sie sich nicht daran hält.
Wobei ich mich zwar über nicht geputzte Trensen und verschlampte Ausrüstungsgegenstände geärgert habe (das hatte die zweite RB auch nicht so drauf  ::) ),aber solang das Pferd gut versorgt,gepflegt und bewegt war,konnte ich damit leben.
Und hält die RB sich nicht an die Vorgaben,fliegt sie raus - und zwar sofort!
Jungs sind doof.Später nennen sie sich Männer,aber sie bleiben immer Jungs.

Dominachen

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Reitbeteiligungen sind ein schwieriges Thema. Es gibt gute und es gibt schlechte. Manchen kann man schon in dem Alter einige Verantwortung und Entscheidungen überlassen, anderen widerrum nicht.

Ich hatte mit etwa 11 meine erste Reitbeteilgung. Also mir haben die Besitzer immer eine Menge Verantwortungen und Entscheidungen überlassen. Allerdings ist auch nie etwas schief gegangen. Ich wollte immer alles richtig und sorgfältig machen.

Nun hab ich schon 10 Jahre eigene Pferde. Leider nicht immer die Zeit mich um alle regelmäßig zu kümmern. Man kennt es ja Beruf, Familie usw. Naja ich hatte jedenfalls einige Reitbeteiligung sei es gegen Arbeit oder Bezahlung. Sicherlich waren es jetzt schon 10 RBs. Davon waren vielleicht 2 so, dass man sie eigenständig etwas machen lassen hätte können. Den Rest mußte man alles sagen, immer und immer wieder. Und nicht zu vergessen, man mußte sie kontrollieren. Ansonsten stand das Pferd mitten im Winter klitschenass im Auslauf, es wurde mit meinen Sachen umgegangen wie Schwein, mit "beinkranken" Pferden wurde gesprungen usw.
Die letzte Reitbeteiligung kam dann plötzlich immer seltener, mein Pferd hat sich sehr ins negative verwandelt.

Nun habe ich beschlossen, keine Reitbeiteiligung mehr zu suchen. Lieber steht mein Pferd im Offenstall eine ganze Woche, bevor ich mir wieder den Stress mache.

Offline chily

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 ::) ich habe mein Pferd mit 13 bekommen (riesenblödsinn, muss ich jetzt sagen, aber im großen und ganzen is es gutgegenagen) und mein RB fast von anfang an (wollten meine Eltern so) war genauso alt wie ich, ne Freundin von mir. sowohl ich als auch sie waren in der Lage, zu denken und Entscheidungen zu treffen, und wir haben wohl manchen Fehler in der Ausbildung gemacht, aber Pferdi war IMMER gut versorgt, gepflegt, die Koppeln sauber, Schrank aufgeräumt usw. - auch eigenständig von der RB, die auch mal die Zäune abgegangen ist, wenn z.B. kein Strom drauf war und dem SB dann bescheid gesagt hat oder z.b. wenn sie im regen geritten ist, hat sie das Lederzeug nachher saubergemacht. Wir wären auch beide nie auf die Idee gekommen, Füttern zu vergessen oder so und wenn man noch Zeit hatte, ist man halt mit Pferdi spazieren gegangen oder hat die boxenwände abgekehrt.
Man kann also durchaus Eigeninitiative erwarten, von gegebenen Anweisungen ganz zu schweigen, da wär ich auch gründlich sauer, wenn wichtige dinge vergessen werden oder ganz einfach nicht gemacht.
Lg Geli

Chrissie

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halli hallo,

ich habe an meinem Pferd auch eine RB die erst 14 (oder jetzt 15) ist und bin recht zufrieden mit Ihr. Sie reitet für Ihr alter schon recht gut und geht auch meist mit meinem Pferd gut um. Sie hat zwar manchmal höhenflüge was Ihr können angeht aber man kann sie recht schnell wieder runterholen...
Sie muss eigentlich nur reiten (und putzen) weil wir in einem stall stehen wo alles gemacht wird. Sogar die bandagen werden wieder aufgerollt. Sie muss also nur putzen und reiten..und das pferd eindecken. Und das hat sie bisher fast immer gut gemacht. Sie wirkt aber auf jeden fall schon älter....daher hab ich sie auch genommen obwohl sie jünger ist....

Aber ich denke du solltest auf jeden fall schon feste vorschriften machen, was sie alles machen soll und sie nicht irgendwelche entscheidungen selbst treffen lassen.

LG

Offline rebara

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Also ich denke auch, das man das nicht pauschalisieren kann. Ich hab RBs in dem Alter erlebt, die hundertprozentig zuverlässig waren und andere die einfach nur ihren Spaß haben wollten.
Wenn die aber das Pferd gefährden... Sorry, dann wäre bei mir Schluss mit lustig! Und Pferd im Winter ohne Decke klitschnass auf den Paddock ist eindeutig eine Gefährdung des Pferdes. Bei uns im Stall ist ein Mädel, die sich sehr viel mit dem Thema beschäftigt und wenn sie sich mal nicht sicher ist, was sie tun soll, fragt sie eben einen Erwachsenen.

Es gibt aber auch das Gegenteil, nämlich daß RB wesentlich mehr Pferdeverstand hat als der Besitzer...
Pferd hatte Sehnenprobleme und RB (14) sollte sie auf einem seeeehhhhhhr tiefen Platz eine Stunde "ordentlich" reiten. Das hat sie dann eben  nicht gemacht. Da das Pferd aber auch ständig geautscht hat (Beschlag ist ja viiiiel zu teuer) konnte sie bei Matschwetter eben auch nicht im Gelände auf gepflasterte Wege ausweichen.
Ach ja, es kam auch vor, daß die Besitzerin (ca. mitte 30) zu zweit (zwei Reiter auf diesem Pferd) genau über diesen tiefen Platz galoppierte. ::)
Das Pferd kam dann in einen anderen Stall und dir RB war ganz happy, daß sie das Drama nicht weiter mitmachen musste, denn das Pferd ging halt ständig lahm.

Das Dumme ist halt, daß man ja nie weiss, was "die Gören" ;) so machen wenn sie nicht unter Beobachtung sind. Ist in dem Stall keiner, der sie ein bißchen im Auge behalten kann? Muss ja auch nicht hintenrum sein, kann sie ja wissen. Oben genannte RB war mal mit einer anderen unterwegs, die sie unbedingt zum Springen überreden wollte. Auf die Erwiderung, daß ihr Pflegepferd das nicht dürfe kam nur: Sieht doch keiner! Sie ist wohl nicht gesprungen, aber wie viele in diesem Alter würden sich dann doch überreden lassen?

Also für mich persönlich käme eine RB auch nicht in Frage. Allerdings muss ich auch sagen, daß ich bislang immer Zeit hatte, mindestens jeden zweiten Tag zum Pferd zu fahren (meist täglich), mein Stütchen schon 26 ist (wenn sie das auch nicht zu wissen scheint :D) und sie im Laufstall steht.

Wenn´s nicht anders geht muss man halt in den sauren Apfel beissen, ich fände es auch nicht weiter schlimm, wenn der Putzkasten nicht so sauber ist oder der Spind nicht 100%ig ordentlich ist, aber wenns ums Wohl des Pferdes geht...

Liebe Grüße
     Rebara