Autor Thema: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?  (Gelesen 5806 mal)

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #15 am: 03.02.05, 17:02 »
Hallo Figonero, danke für deine Antwort!

Gottseidank hab ich einen sehr leicht zu sitzenden Connemara, also eh kein so ganggewaltiges Tier  ;)

Ich werd mich jetzt mal umhören was es so alles gibt - gefederte Steigbügel hab ich, eventuell auch so eine Gelauflage auf dem Sattel, ich hab auch eine Rückeorthese, die mir im Alltag gut hilft und die Schmerzen lindert - da werd ich auch schauen ob ich damit reiten kann.

Aussitzen ist das Hauptproblem, das stimmt. Er ist gottseidank ohne Mordsanstrengung zum Reiten, daher ist auch der Galopp normalerweise kein so großes Problem, und ich denke im Leichttraben kann man doch auch so einiges machen. Und Grand Prix werden wir sowieso keinen gewinnen  ;D ;D

Momentan tuts mir so weh, dass ich glaub ich nichtmal schrittreiten könnte, aber ich bin natürlich schon am Überlegen wie und womit ich in ein paar Wochen/Monate vielleicht doch wieder in den Sattel könnte.

Und sollte das gar nicht gehen, dann mach ich halt einen Kutschenkurs, fahr ihn ein, Zirkuslektionen, Doppellonge,... und meine Mitreiter reiten ihn im Viereck. Schmecken tut mir die Vorstellung nicht, aber ich weiß ich könnte ihn niemals hergeben, und solange es irgendeine Möglichkeit gibt, mich auf irgendeine Weise mit ihm zu beschäfitgen - solange er täglichen Koppelgang hat, MUSS er genaugenommen ja wirklich nicht geritten werden....  ::) :-\

Ist halt alles noch sehr "frisch" für mich, diese Überlegungen, daher trifft mich das schon ziemlich .... Hätte nicht damit gerechnet, dass es soweit kommen könnte, ich hab das immer zu verdrängen versucht .....  :-\
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Offline Waddington

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #16 am: 03.02.05, 18:11 »
diest, was machst du für Physiotherapie? machst du welche?

Und: Ernährung spielt bei der Problematik Rückenschmerzen, Verspannungen, noch mehr Rückenschmerzen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Informier dich mal zum Thema Säure-Basen-Balance. Übersäuerung führt zu Muskelverspannungen, damit zu viel Druck auf den Bandscheiben, Wirbel-Dysbalancen....

Und informier dich zum Themas gezieltes Dehnen, damit sich dein Körper wieder einjustieren kann.

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #17 am: 03.02.05, 18:45 »
momentan mach ich "nur" Schmerztherapie, Physio beginnt in ca. 2 Wochen, ich bin so verspannt dass ich vorher erst etwas lockerer werden muss bevor man mit Aufbauarbeit beginnt, sagt der Doc.

Ernährungsmäßig bin ich bei einer super Ärztin, die mich da sehr gut "begleitet" - es stimmt ich war/bin stark übersäuert, bin jedoch dabei, das in den Griff zu bekommen.

Dehnen - mir wurde davon abgeraten irgend etwas ohne ärztliche Begleitung zu machen. Die Übungen die mir die Physiotherapeuten zeigen, werd ich dann zuhause natürlich auch machen, langfristig möcht ich bei dem Institut in die Rücken-Gymnastikstunden gehen, die von einem Arzt "überwacht" werden.
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Offline Sandra SA

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #18 am: 03.02.05, 18:49 »
Das klingt auf jeden Fall sehr vernünftig!

Ich drück Dir die Daumen dass Du wieder aufs Pferd kannst!

Liebe Grüße,
Sandra
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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #19 am: 03.02.05, 18:50 »
danke  :D
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Offline McFlower

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #20 am: 04.02.05, 11:20 »
Sag mal, Diest, auch wenn es sich vielleicht im ersten Moment etwas blöd anhört...hast du schon mal daran gedacht, dein Pferdchen einfahren zu lassen? Fahren hat leider immer noch sowas von Rentersport, aber eigentlich ist das totaler Quatsch.

Ich komme darauf, weil eine Freundin von mir turniermäßig Einspänner fährt. Angefangen hat das ganze auch aus gesundheitlichen Gründen. Sie hat total kaputte Knie und nach einer  halb verpfuschten OP sah es vor vielen Jahren so aus, als könne sie sich das Reiten für alle Zeiten knicken. Nach einer Frustphase hat sie dann begonnen zu fahren. Erst Pferd einfahren lassen, dann Lehrgang besucht, Fahrabzeichen gemacht...und dann noch ein Lehrgang und dann wurde das irgendwie zum Selbstläufer. Sie ist mittlerweile ziemlich erfolgreich.

Gesundheitlich hat das auch den Durchbruch gebracht. Mittlerweile kann sie zum Glück auch wieder regelmäßig reiten und erzählt schon was von L-Dressur reiten. Das Fahren hat nämlich einfach den "Reit-Druck" weggenommen. Wenn´s im  Knie zwackt, dann wird eben an dem Tag oder in der Woche ausschließlich gefahren. Da muss sie sich keine Sorgen machen, wie sie das Pferd "irgendwie beschäftigt" kriegt. Ansonsten reitet man ja trotz Schmerzen doch so lange es irgendwie geht und das ist der Sache ja meistens nicht förderlich.

Karin
Treulos ist, wer Lebewohl sagt, wenn die Straße dunkel wird. (Gimli - Die Gefährten)

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #21 am: 08.02.05, 08:54 »
Mach jetzt seit über einer Woche Schmerztherapie - die Schmerzen werden trotzdem kontinuierlich schlimmer ...

Ja ich hab schon oft übers Einfahren nachgedacht. Wollte das immer schon machen, zusätzlich zum Reiten. Aber jetzt, wo mir womöglich nix anderes übrigbleibt, krampfts mich ein bisserl zusammen bei der Vorstellung ... weiß noch nicht wies weitergehen wird ...
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Offline McFlower

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #22 am: 08.02.05, 09:50 »
Wollte das immer schon machen, zusätzlich zum Reiten. Aber jetzt, wo mir womöglich nix anderes übrigbleibt, krampfts mich ein bisserl zusammen bei der Vorstellung ... weiß noch nicht wies weitergehen wird ...

Ja, kann ich verstehen. Aber einfahren ist doch nichts Endgültiges. Wenn du zusätzlich zum Reiten auch fahren lernst, heißt das ja nicht, dass du deine Reithosen schon mal bei Ebay verkaufen sollst. Es nimmt nur den Druck des "Reiten müssens" von dir weg. Dann hast du die freie Wahl: Wenn´s dir gut geht, schwingst du dich in den Sattel, wenn nicht - dann fährst du halt. Fahren heißt ja nicht, sonntags mit Omma durch die Straßen zu juckeln. Wenn ich ein gut gefahrenes, feinfühliges, durchlässiges Pferd vor der Kutsche sehe, finde ich das genauso schön wie ein gut gerittenes Pferd unterm Sattel.

Ich drück dir natürlich trotzdem alle Daumen, dass es mit deinem Rücken wieder besser wird.

McFlower
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Offline Chopin

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #23 am: 14.02.05, 11:38 »
Also vom Fahren bekomme ich Rückenschmerzen. Erstens sitzt man als Fahrer auf einem Keilkissen und sitzt dadurch automatisch gerade was anstrengend ist und zweitens jeh nach Kutsche knallt es einem bei jeder Bodenwelle voll ins Kreuz

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #24 am: 16.02.05, 16:36 »
ich war vor wenigen Tagen bei einem ausgezeichneten Orthopäden, der auf Wirbelsäulenprobleme spezialisiert ist.

Ich werd noch einen längeren Therapie- womöglich sogar Operationsweg vor mir haben, aber der Arzt ist zuversichtlich, das "wieder in den Griff zu bekommen". Und sobald ich wieder schmerzfrei bin, steht seiner Meinung nach auch der Reiterei nichts mehr im Weg  :D

Ich bin so froh, ich kanns euch gar nicht sagen...
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Offline Waddington

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #25 am: 16.02.05, 21:15 »
Diest, als unterstützende Maßnahme um die Muskulatur zu regenerieren kannst du dich mal mit dem Thema Säure-Basen Haushalt beschäftigen. Ich habe meine Ernährung vor etwa vier Wochen umgekrempelt und es ist ein deutlicher Unterschied, da die Dauerverkrampfung der Muskulatur besser wird. Ich bin auch sehr, sehr überrascht, wie dehnbar die vorher völlig verkrampfte Muskulatur geworden ist.....

wenn du Interesse an Links zu diesem Thema hast kann ich dir per KM welche schicken.

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Re: Hab Rückenschmerzen - Alternativprogramm?
« Antwort #26 am: 16.02.05, 21:19 »
Hallo Waddington,

dank einer sehr guten Heilpraktikerin arbeite ich bereits an meinem Säre-Basen-Haushalt. Stimmt, das bewirkt wirklich sehr viel!!

Würde mich aber trotzdem sehr freuen wenn du mir die Links per KM senden würdest!

LG, Diest
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Offline Oberlauser

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Re: An Sattel und Hohlkreuz denken
« Antwort #27 am: 22.02.05, 18:56 »
Hallo Diest,
ich reite auch als "Oldlady" schon lange mit Rückenschmerzen. Am heftigsten war es vor Jahren mal vor einer Prüfung. Und nur ein Lehrer nach Wochen hat schließlich gemerkt, dass ich in dem, Bemühen, immer schön aufrecht zu reiten und die Knie weit runter zu bringen, ewig im Hohlkreuz unterwegs war. Was ja für Bandscheibenvorfälle die richtige Ausgangsitutaion ist. Eine Physiotherapeutin hat mir dann ein paar Übungen für den Rücken gegeben. Später habe ich von ganz allein nach wieder auftretenden Schmerzen auch gemerkt, dass mich der Dressursattel immer wieder ins Hohlkreuz brachte. Seit ich auf eine flachen "Möchtegern-Trekkingsattel unterwegs bin, ist das Problem behoben.

Geholfen haben mir auch  immer wieder Balanceübungen  und Entspannungsübungen nach Swift und Susanne von Dietze(da ich auch noch nach einer Seite hänge bzw. der anderen knicke). Heute lebe ich mit aufkommenden und bis ins Bein ziehenden Schmerzen vor allem bei längeren Geländeritten. Nach rund anderthalb Stunden kommen die ersten Signale, ich warte inzwischen nicht mehr auf "die Tränen in den Augen", sondern steige ab und laufe eine Viertelstunde, danach geht es wieder.

In der Bahn ist das Prozerdere ebenfalls umgestellt. Erwärmung für Pferd und Reiter durch ein paar Minuten Handarbeit, danach gleich zur Sache, immer nur ein kleines Programm, aber möglichst sofort zum Sitzen kommen. Fast nie länger als 30 intensive Minuten. Danach habe ich noch kein Kreuzweh, aber genug und die alte Stute ihre Gymnastik.

Eine Arzt habe ich, nachdem schon vor etlichen Jahren Deformationen der HWS und alle möglichen Abnutzungserscheinungen diagnostiziert worden waren, nicht mehr zu Rate gezogen. Probier einfach aus, was dir Erleichterung schafft

LG Oberlauser