Autor Thema: Vieviel darf eine Reitstunde kosten?  (Gelesen 10290 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Jago

  • Gast
Re: Vieviel darf eine Reitstunde kosten?
« Antwort #15 am: 06.03.05, 08:25 »
Bei uns auf dem Hof - Isi-Betrieb- zahlen Erwachsene auf einem hofeigenen Pferd, das sicher töltet und brav ist, aber kein "Kracher"
€ 15,-. Das halte ich für angemessen, da auch die Benutzung von Lederzeug usw. alles in den Preis einfließen muß.
Wie die Haftungsfrage ist, wenn man Geld nimmt, ist sehr kitzlig, ich würde das unbedingt mit der jeweiligen Versicherung absprechen. Der Knackpunkt sind ja immer die Regreßforderungen der jeweiligen Kranken- und sonstigen Versicherungen.!Be imer Versicherungist zB das Fremdreiterrisiko nur abgedeckt, wenn der Reiter kein Geld gibt.....Bei uns auf dem Hof gehen zwei Privatpferde zusätzlich 2mal die Woche im Kinderunterricht, da mußten die Versicherungen geändert werden . Ich lasse nach meinen Erfahrungen  so ohne weiteres niemand mehr reiten, einfach wegen der Haftung.....
Jago

Ritter

  • Gast
Re: Vieviel darf eine Reitstunde kosten?
« Antwort #16 am: 16.03.05, 22:48 »
Die normale Haftpflicht mit Fremdreiterrisiko greift nicht, wenn das Pferd als Schulpferd geht, eine normale Reitlehrerhaftpflicht reicht dann auch nicht aus...aber das ist ja nicht das Thema.

Preise regulieren sich von alleine, wenn der Unterricht den Preis wert ist, läuft die Sache. Ich gebe für eine Einheit (zw. 40 min u. 1 Std.) 25 EUR aus, wobei ich zum Hof des Lehrers fahre. Eine Bekannte von mir trainiert bei einem Franzosen, der ein bis zweimal im Jahr nach Deutschland kommt 70EUR/ STd...und er ist sein Geld wert.
Immer was es einem Wert ist...wieviel ist es mir wert, wenn mein Pferd mich nicht mehr abbockt, was ist mir meine Gesundheit wert???

Wenn ich mal an einen mobilen Reitlehrer denke:
Muss sich privat versichern, ein Kostenfaktor von 40% (inkl Fortbildung, STeuer, Benzin etc) kann schon angenommen werden. Von 8 Std. am Tag kann er vielleicht 5 Std. unterrichten, der Rest ist Fahrerei. Bei 20 EUR und 25 Tage/ Monat sind das 2.500 EUR/ Monat - 1.500 EUR netto -wie soll man davon leben?
Außerdem müsste er ausgebucht sein und im Winter keine Absagen haben...Alles unter 30 EUR ist Wahnsinn, außer man hat einen zweiten Job.

nur mal so ein Gedanke ::) ::) ::)

Offline Waddington

  • pssst...Hafiträumtnoch
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 472
  • Geschlecht: Weiblich
    • Reitertreff für alle Sparten
Re: Vieviel darf eine Reitstunde kosten?
« Antwort #17 am: 17.03.05, 06:16 »
Ich bezahle für meinen RL 11€ für eine halbe Stunde. Ohne Pferd. Er hat nen Trainer-Schein und gibt sehr engagierten und vielseitigen Unterricht. Mit Pferd würde ich die Hälfte drauflegen. Dann wären dass 15 oder 16 € für die halbe Stunde. Macht 30€ / Stunde.

Wenn du meinst, die Leute wollen nicht mehr als 15€ ausgeben, dann gib nur ne halbe Stunde Unterricht. Kein Reitschüler kann sich länger als ne halbe Stunde wirklich konzentrieren. Finde ich effektiv und ein Kompromiss.


kiwi2004

  • Gast
Re: Vieviel darf eine Reitstunde kosten?
« Antwort #18 am: 17.03.05, 10:55 »
Eine Reitstunde darf exakt soviel kosten, wie Leute bereit sind dafuer zu zahlen.

Offline Rubens

  • Haflingerdompteuse
  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 1.350
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Vieviel darf eine Reitstunde kosten?
« Antwort #19 am: 17.03.05, 13:56 »
Wenn du meinst, die Leute wollen nicht mehr als 15€ ausgeben, dann gib nur ne halbe Stunde Unterricht. Kein Reitschüler kann sich länger als ne halbe Stunde wirklich konzentrieren. Finde ich effektiv und ein Kompromiss.

Ein Pferd auch nicht. Würde ich auch so machen, guter Vorschlag.
"Manche Dinge verschweigt man am besten, indem man ausführlich über sie redet."   Simone Servais

Offline felis

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 544
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Vieviel darf eine Reitstunde kosten?
« Antwort #20 am: 17.03.05, 16:38 »
Nix für ungut aber habt ihr schonmal drüber nachgedacht, dass die dumping Preise unqualifizierter Hobby-Unterrichter
a) den Markt für die Leute verderben, die davon leben müssen - glaubt ihr etwa, ihr bekämt z. B. ne Handwerkerstunde für 15 Eur?!
b) das Risiko das solche "Hobby-Unterrichter" eingehen, in keinester Weise abgedeckt íst.
Wenn was passiert und Du hast Geld für den Unterricht genommen zahlt Deine Versicherung NICHT, weil Du anscheinend weder ne Schulpferdeversicherung für Dein Ross, noch ne Reitlehrerhaftpflicht für Dich selbst abgeschlossen hast. Außerdem fliegt dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf, dass Du Steuerhinterziehung betreibst (oder hast Du etwa ein Gewerbe angemeldet?!)
Zur Info:
Reitunterricht für Leute auf deren eigenen Pferden geht noch als freiberufliche Tätigkeit durch (die aber auch per Einnahmeüberschussrechunng belegt werden muss und in der EkstErklärung angegeben werden muss) Märchensteuer musst Du nebenbei bemerkt auch abführen....
Verleih von Schulpferden ist Gewrwerbe (weiss nicht genau obs in Deinem Fall noch unter Geringfügigkeitsschwellen fällt, da ich ja nicht wieß, wie viel Unterricht Du gibst.
Ponies are like cookies, you can't have just one!