Autor Thema: Equine Cushing Sydrom  (Gelesen 41881 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Ronja

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 391
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #15 am: 09.11.05, 12:07 »
Nach einer fast durchwachten Nacht und vielem Hin und Herüberlegen, bin ich zum Schluss gekommen, dass meine 16 jähr Shettystute möglicherweise am Cushing-Syndrom erkrankt ist [unerklärliche Reheschübe im Frühjahr, 3 im Abstand von 4 Wochen und läuft zwischendurch auch mal wieder nen Tag schlechter, einmalig schlimme Zuckungen wie epilept. Anfall, schwitz und hat einen dicken stinkigen Pelz, der sich mittlerweile wellt (dachte erst, dass liegt an der Feuchtigkeit, ), so Fettpölsterchen auf den Kruppe hatte sie tendenzeill immer, wenn etwas dicker...eignelitch ist das ein fittes Teil, bis zum Frühjahr voll durchtrainiertes Fahrpferde, jetz nur noch Rumsteh- und Drehdurchpony...]
...und mein TA ist im Urlaub kann ihn nich erreichen, wollt ihn heut morgen anrufen wegen Test. Ich werd wahnsinnig!
Wie lange dauert so ein Test, es gibt da ja so zwei, ich kennmich NULL aus und bin bissi durchn Wind. Kann das auch ein 08/15 Viehdoc machen? Wenn das ins Labor geschickt wir, nehm ich an...was kann da schieflaufen? Sonntag kommt der TA meines Vertauens zu besuch, dem würd ich gern schon ein Ergebnis präsentieren, bzw. mir von ihm dann direkt was mitbringen lassen. Kommt von weiter weg und ist nich so oft hier...
Kann mir keiner war zu den beiden Test sagen? Morgen früh kommt ein neuer TA vorbei, um das in Augenschein zu nehmen...ich wäre gern mit noch etwas Info gewappnet :-\ ...sonst muss ich heut nacht wohl nochmal gooogeln...
« Letzte Änderung: 09.11.05, 15:05 von Ronja »

Offline Manu

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 247
  • Geschlecht: Weiblich
    • Cavalleria I'Barock
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #16 am: 09.11.05, 16:56 »
Google mal unter Dexamethason-Suppressions-Test, oder Low-Dex-Test. Vermutlich findest Du da was. Ich kann Dir leider nichts über den Ablauf sagen, weil wir den Test nicht haben machen lassen. Meine Stute hatte akut Rehe, als wir immer sicherer wurden, daß sie Cushing hat. Da wollten wir nicht auch noch Kortison spritzen... Ich habe dann das Medikament (Pergolid) besorgt und einfach auf Verdacht gegeben. Da sich ihr Fell seitdem stark verändert hat, vermute ich, daß wir den Nagel auf den Kopf getroffen haben. Wir geben die Tabletten also weiterhin und hoffen, daß kein weiterer Reheschub kommt.
Grüßle, Manu

Quise cortar la flor más tierna del rosal
pensando que de amor no me podría pinchar
y mientras me pinchaba me enseñó una cosa
que una rosa es una rosa es una rosa

-----------------------------------------

Veni, vermini, vomui!

- Ich kam, es gab Würmer, ich übergab mich -

Offline Ronja

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 391
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #17 am: 10.11.05, 08:25 »
Danke, ich leg glcih mal los...der Doc müsste in ner halben Std. anrücken.
Meine Stute hat jetzt nicht akut nen Reheschub, bin da aber auch vorsichtig. Also kann man das Medikament "einfach" mal geben und gucken, was passiert? Würde ich mich nicht trauen (bin halt nen alter Diagnostiker ;)), aber machen wohl viele so?!
Welche Dosierung gibts Du? Hab mit Hannover telefoniert, die sagen .1mg/100kg...woanders stand was von min .2mg...hä?

Offline Manu

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 247
  • Geschlecht: Weiblich
    • Cavalleria I'Barock
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #18 am: 11.11.05, 10:53 »
Ich hab alle möglichen Veröffentlichungen im Internet gelesen. Das ging von 0,1mg/100kg Körpergewicht, bis 5mg pro Pferd. Eine Veröffentlichung, die mir sonst auch gut gefallen hat, sprach von 0,2mg/100kg Körpergewicht (0,7-1,2mg pro Pferd). Mein Pferd wiegt ca. 550kg und ich gebe jetzt genau eine Tablette (1,0mg). Einer der Tierärzte meiner Tierarztpraxis hat Erfahrungen mit Pergolid aus einer anderen Klinik mitgebracht, wo er früher gearbeitet hat. Die haben Großpferden bis zu 2,0mg gegeben. Ich denke, mit 1mg lieg ich da nicht so falsch, zumal es da auch sehr einfach ist, zu dosieren. Wichtig ist wohl, daß es eingeschlichen wird. Ich hab mit einer Viertel Tablette angefangen und langsam über ca. 10 Tage bis zu einer Tablette gesteigert. So hatten wir garkeine Probleme. Man sollte halt sein Pferd etwas im Auge behalten. Bei manchen Pferden treten Nebenwirkungen auf (Kolik, Unterzucker, möglicherweise schlechte Leberwerte). Eine Blutuntersuchung werde ich demnächst mal wieder veranlassen um sicher zu gehen, daß alles ok ist, aber Grund zur Sorge hab ich nicht. Meine Stute sieht gerade sehr gut und gesund aus.  :D
Grüßle, Manu

Quise cortar la flor más tierna del rosal
pensando que de amor no me podría pinchar
y mientras me pinchaba me enseñó una cosa
que una rosa es una rosa es una rosa

-----------------------------------------

Veni, vermini, vomui!

- Ich kam, es gab Würmer, ich übergab mich -

Offline Ronja

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 391
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #19 am: 11.11.05, 12:27 »
...ich suche grad auch alles, was ich finden kann...
Mein TA meinte auch eine Tablette am Tag, aber mein Tier ist ein Shetty mit 200kg...ob das dann wohl bissi viel ist? Ich warte mal, er wollte sich heut noch melden wegen der Blutuntersuchung. Ich frag ihn dann auch nochmal bzgl. des "neuen" Tests, der ja soooo simpel sein soll...von allen andern lass ich mich derweil beschimpfen; Das ist doch ne Modekrankheit, du hast doch einen ande rWaffel; wahlweise auch: was soll der der Zauber, für 50euronen kriegst du doch nen neues Shetty. DAS ist genau, was ich grad brauchen kann!

Offline Manu

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 247
  • Geschlecht: Weiblich
    • Cavalleria I'Barock
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #20 am: 11.11.05, 15:26 »
Oh, je, da brauchst Du wohl ein dickes Fell, bis Dein Pony wieder ein dünneres hat  ;D
Ich denke auch, daß für ein Shetty eine halbe Tablette gut reicht. Es ist halt schwierig, weil eigentlich noch keiner wirklich rausgefunden hat, welche Dosierung die optimale ist. In einer Veröffentlichung haben sie den Pferden eine recht geringe Dosierung gegeben. Wieviel das genau war, weiß ich nicht mehr. Einige Pferde haben darauf nicht angesprochen. Bei zweien (glaub ich!) wurde es dann aber etwas besser, als höher dosiert wurde. So gut, wie bei denen, die sofort auf die niedrige Dosierung angesprochen haben wurde es aber auch dann nicht. Fazit: Bei manchen paßt das Medikament gut, da reicht auch wenig davon aus, bei anderen paßt es nicht. Da sollte man dann wohl eher mal einen Versuch mit den Alternativprodukten (Trisolan u.ä.) starten.
Aber trotzdem kannst Du es ja ausprobieren. Du solltest das Pergolid ja eh einschlechen. Gib ihm doch erstmal eine Achtel Tablette und steiger das jeden zweiten Tag um ein Achtel. Wenn Du dann bei einer halben Tablette angekommen bist, kriegt er das Medikament ja schon ein paar Tage. Wenn Du dann bemerkst, daß er schon irgendwelche Veränderungen zeigt (weniger trinkt und pinkelt z.B.), würd ich bei einer halben Tablette bleiben. Ansonsten kannst Du ja auch vorsichtig zurückdosieren, wenn es ihm bei einer Tablette sehr gut geht. Du kannst ja dann nach einem halben Jahr (oder so...) mal versuchen, ob er auch mit weniger zurecht kommt.
Grüßle, Manu

Quise cortar la flor más tierna del rosal
pensando que de amor no me podría pinchar
y mientras me pinchaba me enseñó una cosa
que una rosa es una rosa es una rosa

-----------------------------------------

Veni, vermini, vomui!

- Ich kam, es gab Würmer, ich übergab mich -

Nicola*

  • Gast
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #21 am: 20.11.05, 18:00 »
Hallo! Möchte Dich nicht depremieren, aber meine Freundin hat am 12.11. ihren 16jährigen Wallach auf Grund der Kombination Cushing / Hufrolle einschläfern lassen müssen. Die Behandlung ist kontraindikativ, dass heißt das Cushing-Medikament wirkt sich negativ auf die Hufrollenerkrankung aus und umgekehrt. Ausschlaggeben für eine Starke Verschlechterung der Hufrolle war der Chushing-Test, der das "Faß zum Überlaufen gebracht hat". Die Tierklinik in Sotrum ist übrigens hierzu recht firm...!Viel Glück!

Offline Ronja

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 391
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #22 am: 20.11.05, 18:39 »
@nicola: meinst Du mich? Ähh, mein Pony hat keine Hufrollenerkrankung, sondern Hufrehe..was wie ich eben dachte eine Folge des ECS hätte sein können. Soweit ich mittlerweile weiss, ists eben mit der Testerei bei HufREHE auch nicht so prickelnd...
Traurig trotzdem für Deine Freundin  :'(
Morgen kommt der Doc evtl. nochmal *er wollte mich wohl wiedersehen  8)* ...mal sehen was er noch zu berichten hat...

Nicola*

  • Gast
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #23 am: 21.11.05, 08:56 »
@nicola: meinst Du mich? Ähh, mein Pony hat keine Hufrollenerkrankung, sondern Hufrehe..was wie ich eben dachte eine Folge des ECS hätte sein können. Soweit ich mittlerweile weiss, ists eben mit der Testerei bei HufREHE auch nicht so prickelnd...
Traurig trotzdem für Deine Freundin  :'(
Morgen kommt der Doc evtl. nochmal *er wollte mich wohl wiedersehen  8)* ...mal sehen was er noch zu berichten hat...

@ Ronja... ich meinte auch Huffrehe... SORRY!!!

Offline Manu

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 247
  • Geschlecht: Weiblich
    • Cavalleria I'Barock
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #24 am: 21.11.05, 11:06 »
Nicola, daß ich mein Pferd wahrscheinlich eines weniger schönen Tages wegen Cushing/Hufrehe einschläfern lassen muß, ist mir schon klar. Nur hoffe ich, daß ich durch die Gabe des Medikaments das ganze noch lange Zeit hinauszögern kann. Das Medikament löst meines Wissens keine Hufrehe aus, aber wenn ein Pferd Cushing hat, wird es unweigerlich irgendwann Hufrehe bekommen, wenn es nicht schon vorher an Krämpfen oder ähnlichem stirbt. Das liegt nicht am Medikament, das liegt an der Erkankung. Mit Behandlung kann man neue Reheschübe herauszögern/verhindern, aber das Pferd wird dadurch nicht gesund.
Was durch das Medikament passieren kann, sind schlechte Leberwerte und Koliken. Habe gerade mal einen Bluttest veranlaßt, um das zu überprüfen.
Ich bin jetzt auf 1,25mg hochgegangen, weil sich meine Stute in letzter Zeit vermehrt an der Schweifrübe (unterste 10cm) gescheuert hat und Juckreiz ist ja ein Symptom für Cushing. Vielleicht ist die Dosierung mit 1mg doch etwas zu niedrig. Ist ganz schön schwierig, die richtige Dosierung für das individuelle Pferd herauszufinden.
« Letzte Änderung: 21.11.05, 11:55 von Manu »
Grüßle, Manu

Quise cortar la flor más tierna del rosal
pensando que de amor no me podría pinchar
y mientras me pinchaba me enseñó una cosa
que una rosa es una rosa es una rosa

-----------------------------------------

Veni, vermini, vomui!

- Ich kam, es gab Würmer, ich übergab mich -

Offline Ronja

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 391
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #25 am: 21.11.05, 11:29 »
Nicola, ach so...da denke ich dann wohl auch so wie Manu, obwohl mein Pony ja jetzt angeblich doch kein Cushing hat. Das BB zeigt "nur" unverhältnismässig schlechte Muskelwerte (Se und Mag Mangel), ich muss dazu sagen, dass das Tier relativ stark bemuskelt ist, da bis vor einem haben Jahr aktiv sportlich genutzt (Fahren und Reiten), der Glucosewert ist wohl normal. (obwohl es anscheinend auch ECS-Pferde gibte, bei denen das auch so ist...) TA meint, es würde nix auf Cushing hinweisen...trotzdem soll ich das mit Pergolid machen?! Er kommt gleich nochmal, das kleine Biest schnoddert jetz auch noch ein wenig...ist am WE glaub ich zu kalt geworden, von FR auf SA gab es Frost und Poniken stand ohne Decke draussen, lief beim Reinholen gg 22h ganz komisch steif... :-X

Offline lachshuhn

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 14
  • Geschlecht: Weiblich
    • Hufrehe,Borreliose,Cushing und das Metabolische Syndrom
Re: Equine Cushing Sydrom
« Antwort #26 am: 24.12.05, 10:45 »
ECS (Equines Cushing Syndrom) 
 
Je früher die Therapie begonnen wird, desto eher bilden sich die Symptome zurück. 
Grundsätzlich: wer einem Cushing-Pferd keine Therapie gewährt, beschwert ihm zumindest mittelfristig ein langes und qualvolles Siechtum. 
Wird die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt hat man mit etwas Glück in kurzer Zeit wieder ein beschwerdefreies voll einsetzbares Pferd. 
 
Was ist Cushing: 
Beim ECS bildet sich ein Adenom der Pars intermedia der Adenohypophyse (also eines Teiles des Vorderlappens der Hirnanhangsdrüse). Dieser Teil der HAD reguliert die Nebennierenrinde, in der das Cortisol produziert wird 
Beim ECS-Pferd ist der Cortisolgehalt insgesamt zu hoch. 
Das Hormon Cortisol beeinflusst zahlreiche Stoffwechselfunktionen, das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem. 
Dadurch entstehen schleichend eine Anzahl der unterschiedlichsten ,z.T. lebensbedrohlichen Gesundheitsstörungen 
Kortisol stört den Proteinstoffwechsel , die Insulinproduktion wird gedrosselt, der Blutzuckerspiegel steigt. 
 
Die Krankheit ist nicht heilbar, aber unter der Pergolidbehandlung haben die meisten Cushing-Patienten noch ein jahrelanges beschwerdefreies Leben. Mittlerweile sind schon 10 Jahre bekannt. (Dr.Assmann) 
 
Mögliche Symptome:
 
- dickes langes Winterfell verzögerter,sich überlagernder Fellwechsel
 - oft bleiben alte Haare zurück, langes Fell im Sommer, oft Löckchenbildung 
- übermäßiger Durst mir häufigem Wasserlassen 
- Abmagerung auch bei gutem Fressverhalten hoher Futtergaben 
- Muskelrückbildung vor allem am Rücken (Hängerücken) 
- mitunter begleitet von Fettpolstern an Bauch (Hängebauch) und Mähnenkamm 
- Hufabzesse,Huflederhautentzündiung Hufrehe (auch zu ganz untypischen Jahreszeiten) 
- Sehnenentzündungen 
- Herz-Kreislaufprobleme bis hin zum gelegentlichen Umfallen 
- seltener auch massive Stoffwechselentgleisungen mit kreuzverschlagähnlichen Symptomen
 - häufige und hartnäckige Infekte 
- nicht behandelbare Durchfälle/Kotwasser 
- Knochenprobleme, Osteoporose 
- Lethargie 
- Futterverweigerung, bei abnehmender Schutzschicht der Magenschleimhaut und verstärkter Magensäureproduktion Gefahr von Magengeschwüren 
- seltsames Schwitzen ohne ersichtlichen GRUND 
- Parasiten im Fell bis hin zum räudigen Erscheinungsbild (vor allem in den Wintermonaten) auch Scheuern ohne Parasiten wird oft beobachtet 
-schlechte Wundheilung,wunde Stellen auf der Maulschleimhaut
Die Symptome sind nicht zwingend beim ECS Sie werden oft irrtümlich für Alterserscheinungen gehalten. 
Dr.Froin empfielt, immer an Cushing zu denken, wenn 2-3 Faktoren aufeinander treffen und andere Krankheiten ausgeschlossen sind. 
 
SPEZIELL BEI HUFREHE: 
Gegen Hufrehe selbst wirkt Pergolid nicht, Hufrehe muss immer zusätzlich behandelt werden . 
Allerdings verschwindet das Hufreherisiko unter der Pergolidbehandlung. 
 
Welcher Test: 
Am Sichersten ist der Dexametason-Test. Die anderen Testverfahren nur bei positivem Ergebnis. Beim Low-Dex Test ist keine Hufrehe zu befürchten und auch nicht bekannt, 
auch nicht bei einer bestehenden Hufrehe. 
Bitte Mangan-Werte überprüfen
 
Welche Medikamente stehen zur Verfügung: 
An 1. Stelle mit der größten Erfahrung gilt Pergolid (Pergolid / Permax / Parkotil hat alles den gleichen Inhaltsstoff) als das Mittel der Wahl. 
Dosierung: 
Niedrige Dosis 0,2mg/100kg reicht wenn diese nach 4-6 Wochen keine Verbesserung zeigt, wirkt auch die hohe Dosis nicht (Dr.Assmann.) 
Unter dieser Dosierung ist die 10-jährige Erfolgsbilanz belegt. 
Neueste Dosis als Empfehlung der Uni-Gießen: 0,1mg/100kg 
 
Die leider noch gängige Lehrmeinung ist : gegen Cushing kann man nichts tun und die Dosisangabe von 1 mg/100kg mit Warnung vor den Nebenwirkungen. 
Nebenwirkungen scheinen auch mit der Höhe der Dosis bei einzelnen Pferden zusammen zuhängen. 
 
Als das 2.Mittel gilt Trilostan 
 
Neuerdings wird auch eine homöopathische Behandlung empfohlen. 
Bei einer alleinigen Behandlung damit kommen mir aber trotz Erfolgsmeldungen Zweifel: 
Die überhöhte Kortisonausschüttung kommt aufgrund eines Adenoms zustande. 
Fraglich ist, ob eine ein bis zwei mal jährliche Spritzenkur dies in der Zwischenzeit unterdrücken kann. 
Langzeitstudien sind meines Wissens noch nicht belegt. 
 
Zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten bieten z.B.: von Hilton Herbs Cush- X sowie Hormonise 
 
Folgende Mittel/Inhaltsstoffe sollten bzgl.Nutzen/Risiko bei Cushingpferden überdacht werden,da diese entweder zum Komplex Diabetes zuzuordnen sind bzw. eine Einlagerung im Gehirn möglich ist: 
 
Yukka 
MSM 
Glukosamine 
 
Sollte ein Cushingpferd zu Arthritis neigen oder solche Beschwerden haben, 
bitte auf Hyaluronsäure (Hyalun) ausweichen. Bitte TA kontaktieren. 
 
Grundsätzlich: 
wer einem Cushing-Pferd keine Therapie gewährt, beschwert ihm zumindest mittelfristig ein langes und qualvolles Siechtum. 
Wird die Krankheit frühzeitig erkannt und behandelt hat man mit etwas Glück in kurzer Zeit wieder ein beschwerdefreies voll einsetzbares Pferd. 

Honey

  • Gast
Cushing- Pergolid Tablette
« Antwort #27 am: 26.01.07, 16:44 »
Hallo zusammen,

bei meinem Hafi ist Anfang Dezember das ECS festgestellt worden. Habe mir auch direkt Pergolide besorgt und langsam mit der Therapie angefangen. Man merkte es der Dame ziemlich schnell an, dass es ihr besser geht. Die erste Woche bekam ich die Tablette mittels einer Banane ins Pferd. Dann verweigerte sie diese. Ich versuchte mein Glück mit Birnen und Äpfeln im Wechsel. Sie wurde immer misstrauischer. Nachdem sie gestern dann auch die Birne verweigerte, versuchte ich es heute mit einer Möhre. Die ersten drei Stückchen nahm die, das vierte Stück mit der zweiten halben Tablette verweigerte sie dann wieder :-( . Wie bekommen andere Betroffene die Tablette in ihr Pferd? So langsam weiß ich nicht mehr weiter...
Gruß
Kirstin

Offline Manu

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 247
  • Geschlecht: Weiblich
    • Cavalleria I'Barock
Re: Cushing- Pergolid Tablette
« Antwort #28 am: 26.01.07, 16:54 »
Ich brech sie in kleine Stücke und laß sie die direkt aus der Schüssel mit einer guten Handvoll Hafer fressen. Geht recht gut. Banane und co nimmt sie auch nicht mehr gern. Sie ist aber eh mäkelig, was Obst betrifft. Wenn das mit dem Hafer nicht funktionieren würde, würde ich die Tablette in einer Spritze mit Wasser auflösen und ihr das direkt ins Maul geben. Tägliche Tablette muß eben sein. Basta.
Grüßle, Manu

Quise cortar la flor más tierna del rosal
pensando que de amor no me podría pinchar
y mientras me pinchaba me enseñó una cosa
que una rosa es una rosa es una rosa

-----------------------------------------

Veni, vermini, vomui!

- Ich kam, es gab Würmer, ich übergab mich -

Offline Viki

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1.844
Re: Cushing- Pergolid Tablette
« Antwort #29 am: 26.01.07, 21:45 »
Im Apfel so verstecken (reindrücken), dass man nichts mehr sieht geht auch nicht?

Irgendwer hat mal von Nutella geschrieben als ultimativer Trick - aber mein Haflinger mag nicht mal Apfelmus und der Isländer hat auch Tablettenhysterie - bei dem hilft nur in Cobs untermischen.