Autor Thema: Irgendwie geht es bergab.. oder?  (Gelesen 26117 mal)

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Offline zaino

  • Mein Pferd ist als Pferd eine Katastrophe, als Mensch ist es unersetzlich.
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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #45 am: 30.06.14, 17:04 »
Ich bin noch ein wenig unschlüssig, aber das ist bloß so, weil ich immer Angst vor größeren Veränderungen habe.
Das ist auch komplett normal, denn für jede Veränderung muss man die vertraute "Komfortzone" verlassen, auch wenns da grad sch*** läuft. ;)



Offline Kiowa

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Offline Monnef0805

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #47 am: 01.07.14, 14:27 »
Oh für Westernturniere kann man echt Geld lassen Kio.

Allerdings muss ich sagen kenne ich solche Härtefälle wie sie teilweise beschrieben werden nicht. Zum Glück. Allerdings vom Hörensagen das es auf den großen Kreuth und Co teilweise schon heftig abgehen soll.

Klar auf den kleineren sieht man auch mal unschöne Dinge aber genauso unschöne und unschönere Dinge habe ich zu Zeiten als ich noch engl. geritten bin auch bei den engl. Reitern gesehen. Ein Grund warum ich das Pfingsturnier in WI meide.
Ich war einmal mit einer Freundin dort und nie wieder. Sie gehört aber zu der Fraktion Mund aufmachen und blaffte die Werth an sie solle die Sporen noch etwas fester reinhauen da wäre noch zuviel Fell am Bauch  ;D

Beide Seiten geben sich nichts, es gibt auf beiden Seiten gute wie schlechte.
Manchmal frage ich mich auch warum die engl. nicht endlich dazu lernen...das man nicht mit einem verschnürten Pferd bis unter die Zähne bewaffnet reiten muss.

Und freue mich immer wieder über die, die zeigen das es auch anders geht.


Aber Tina, wenn Du den Rummel satt hast, dann ist das einfach eine persönliche Entwicklung, und zu der sollst Du stehen (dürfen).
Verweise doch einfach ungeniert auf Deiner Webseite auf frühere Erfolge, und dass Du jetzt einfach Deine Freude an solider Ausbildung entdeckt hast und dieses Wissen weitergeben möchtest, weil sich darauf ALLES aufbauen lässt - reines Spassvergnügen, sicheres Reiten, aber auch eben später Turniererfolg, wenn gewünscht. Und ja, dass Du es ablehnst, z. B. Pferdekinder verfrüht zu verheizen. 


Hier kann ich nur zustimmen. Die Tendenz geht ein kleinwenig in solide und vernünftige Ausbildung und die sollte man unterstützen und dazu beitragen wenn man es kann  ;)
Es wird sich schon durchsetzen das es der bessere Weg ist.
Und genügend Trainer beweisen es auch schon wie K. Hasenfuss, B. Hackl, der leider verstorbene J.C. Dysli, jetzt seine Tochter etc.

Offline sliding_tinaTopic starter

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #48 am: 01.07.14, 21:33 »
@ kiowa

danke! Toller Link!

Und aus Neugier.. was kostet Distanzreiten?

@ monnef

Ja, gsd gibt es Leute, die in die richtige Richtung hinarbeiten! Dysli war trotzdem nie mein Fall... ich schätze die Grundidee, die Ausübung jedoch nicht.. zuviel zu bemängeln..

Offline Monnef0805

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #49 am: 02.07.14, 06:49 »
Ich denke man muss nicht jeden mögen. Es ging mir rein um den richtigen Weg den diese, und auch noch andere, Trainer eingeschlagen haben. Und hoffentlich noch weitere Folgen.

Offline Kiowa

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #50 am: 02.07.14, 09:04 »
Stand Dysli denn für "neue" Entwicklungen? Er hat doch das Westernreiten Anfang der 80er in Deutschland überhaupt erst so richtig verbreitet. Und ich weiß noch, dass es Anfangs auch mal recht robust zuging. Andererseits hat er halt die "alten" Werte bis zum Schluss hochgehalten, vielleicht auch neu entdeckt oder sich darauf besonnen, so dass er dann vielleicht schon wieder als fortschrittlich galt, weil er moderne Extreme nicht mitgemacht hat? Ich habe das nicht ausreichend verfolgt, um das zu wissen. Mein Kontakt mit Dysli (nicht direkt) stammt aus Mitte der 80er und Ende der 90er.

Was Distanzreiten kostet, hängt wesentlich davon ab, wie weit man reitet, wie viel man reitet und wie weit man fährt, um zu reiten. Nenn- und Startgeld dürfen pro Km nicht mehr als 80 Cent betragen. Dazu kommen dann Kosten für Weide (das sind meist aber nur so 5,00 Euro pro Nacht) und Verpflegung. Dazu kommen Sprit und Verpflegung.  Ich fahre zu nahe gelegenen Ritten ca. 150 km. Für so einen kleinen Einführungsritt kommen da nicht mehr als 50 Euro zusammen. Neulich wäre ich beinahe zu einem Ritt am Harz gefahren, dafür hätte ich beschlagen müssen, das wären dann 400km Autofahrt plus 130 Euro Beschlag gewesen, um 40km zu reiten ...

Hat man einen Tross, der einem hilft, einen auf der Strecke betreut, verfährt der auch Sprit, will essen und ein Dach über dem Kopf - Distanzreiten ist ja praktisch Camping mit Pferd, denn sobald die längeren Strecken anfangen, reist man abends an und reitet am nächsten Tag, bei den langen Strecken (ab 80km) muss man bis zum Folgetag bleiben, bevor das Pferd transportiert werden darf.  Fahre ich zu einem großen Mehrtagesritt auf die Schwäbische Alb, hab ich 1.600 km zu fahren, plus das, was während der 5 Tage vom Tross verfahren wird, muss in Hufschutz investieren, gehe abends wahrscheinlich essen mit 2-3 Leuten usw.

Ausrüstung ist ein großes Thema:  Auf einen normalen Ritt nimmt man mind. 2 gute Regendecken mit, einige Abschwitz- und Wolldecken, Fliegendecken usw. Man hat diverse Futtermittel mit (Heucobs, Mash, Hafer, Rübenschnitzel, evtl. Müsli, Luzerne und natürlich viel Heu). Paddockmaterial, Zaungerät, diverse Eimer. Waschflaschen, Schwämme, Handtuch, Abzieher. Kanister. Alles 2x, einmal für den Platz und einmal für die Strecke. Wir haben in den letzten Jahren Thermoskannen mit heißem Wasser dabei, weil das Pferd in den Pausen die Sattellage gewaschen haben möchte, aber bitte nicht mit kaltem Wasser (Rücken muss locker bleiben, heißes Wasser wird dann in einer Flasche mit kühlem gemischt), also braucht man auch einen Gaskocher, Töpfe usw.

Auch im Training steigt der Aufwand an Material (Beschlag, Ausrüstung, irgendwann vielleicht auch Futter) mit der Streckenlänge. Wenn ich mein Pferd optimal versorgen möchte, kann ich den Schmied nicht nur alle 9 Wochen holen, sondern muss evtl. alle 4-6 Wochen neu beschlagen oder umschlagen. Viele lernen deswegen selbst, die Hufe ihrer Pferde zu bearbeiten und kennen sich super mit allen Arten von Beschlagsmaterial und -methoden aus oder reiten mal mit Schuhen, mal barhuf und mal beschlagen. Extrem sind da natürlich internationale Ritte auf hartem Geläuf oder Pferde, die besonders verschleißfreudig laufen - da kann es sein, dass man sogar während eines Wettkampfs noch mal neu beschlägt. Stell dir dann vor, Dein Pferd läuft am besten mit einem Beschlag, den's nur in USA zu bestellen gibt, und Du nimmst auf diesen Ritt 2 Sätze je unterschiedlicher Beschläge mit, weil Du nicht weißt, ob die Strecke trocken oder nass, mit Gras oder mit Sand, mit Geröll oder viel Asphalt und mit welcher Mischung aus dem Ganzen ist -- und es wird fix richtig teuer.

Im Breitensportbereich braucht man u.u. kein eigenes Gespann, aber sobald man öfter oder weiter oder auch länger unterwegs sein möchte (Mehrtagesritte), möchte man sich den Hänger so herrichten, dass man auch Futter, Wasser, Zaunmaterial usw. an Bord haben kann, und man möchte das Auto so benutzen, dass man darin schlafen kann oder auch mal ein Wochenende im Regen verbringen kann. Spätestens dann schafft man sich ein "Zeltvermeidungsmobil" an  ;D Das kostet auch, wenn man es gar nicht benutzt. Fährt man damit zur Arbeit, hat man auch im Alltag höhere Spritkosten als man eigentlich bräuchte.

Fürs Pferd schafft man über die Zeit viele, viele Decken an, man investiert in Hufschuhe und Beschläge, man hat so einiges an Sattelunterlagen und Gurten - Ausrüstung wird stärker beansprucht und verschlissen, und es werden auch höhere Ansprüche daran gestellt. Vieles, was für 60km bestens funktioniert, funktioniert bei 80km nicht mehr. Vieles, was auf einem Ein-Tages-Ritt sich super bewährt, kommt am Mehrtagesritt an seine Grenzen.  Ein hartes, leichtfuttriges Pferd kostet weniger als mäkeliges Pimpelchen, für das Du spezielle Sattelunterlagen brauchst, die Du regelmäßig wechseln musst, das nur mit einem bestimmten Sattel läuft, nur bestimmtes Futter frisst (und das dann im Wettkampf verweigert, um sich das Müsli seines Nachbarn reinzuhauen ::)).

Dazu kommt, dass es mehrere Jahre braucht, um ein Pferd auf längere Strecken zu bringen, mehrere Jahre, in denen man u.U. mehrere Sättel probiert und Ausrüstung und Beschläge testet ... Wird ein Pferd mit 4 eingeritten, geht es mit 6 seine ersten kurzen Ritte und ist mit 9 dann allmählich auf den längeren Strecken, um mit 11/12 dann stabil für lange Strecken zu sein oder auch mal schneller zu gehen. Wenn keine Verletzung oder grobe Fehler dazwischen kommen.

Ach, und dann kann man natürlich auch noch richtig viel Geld in Technik investieren: Pulsmessgeräte für Mensch und Tier, GPS, auf denen man dann alle Pulse ablesen kann - auch eine schöne Methode, Geld auszugeben *g*

Aber es gibt aber auch die Glücklichen, die gut Karte lesen können und 20 Jahre lang mit demselben gebrauchten Kieffer-Vielseitigkeitssattel, einer Neuseelanddecke und 3 Schabracken unterwegs sind, weil das Nachwuchspferd mit demselben Sattel läuft wie der Alte  *g*
« Letzte Änderung: 02.07.14, 09:26 von Kiowa »
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Offline terra

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #51 am: 02.07.14, 12:55 »
Dysli hat sich m.M.n. zum Schluss ziemlich "verselbstständigt"

Zu den Distanzkosten: Ich denke, bei jeder nicht ganz so verbreiteten Disziplin sind die "drumherum"Turnierkosten für das Einstiegs und mittlere Niveau höher wie im Dressur- und Springsport  Grössere Entfernungen und erforderliche Übernachtungen gehen einfach ins Geld. Weshalb sich recht viele einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil anschaffen.... und wenn ich die Gespanne auf den Turnieren (auch D, S und VS) sehe, also autotechnisch gesehen spielt Geld doch offenbar keine Rolle : SUVs, grosse Geländewagen, grosse Pickups, auf der letzten Futurity habe ich ein Gespann aus Porsche Panamera und Nobelhänger in Wagenfarbe gesehen dazu div. schicke LKW für die ganz grossen (und die die es sein wollen), damit man dann selbst im SLS vorfahren kann - und dann komme ich mit meinem italienischen Bauerndieselkombi und meine RL mit dem alten VW-Bus ;D

Der Aufwand, der zwischenzeitlich  mit Futter betrieben wird, ist ebenfalls disziplinübergreifen. Heu muss man meistens auch selbst mitbringen. Paddocks gibt es auf den grossen Turnieren nicht, wer übernachtet braucht ne Box - und da schlagen manche Veranstalter so richtig zu!

Ausrüstung: Nee, Kiowa, an die Allaroundfraktion bei den Westernreitern kommt kein Distanzreiter ran  ;D  Ich bin jedesmal verwundert, was die Mädels da alles mitschleppen   :o
Das sind schnell mal drei Sättel pro Pferd im Gepäck (ein Showsattel mit viiiiel Silber und BlingBling, ein Sattel fürs Abreiten und ein Huntersattel) dazu div. Pads und unterschiedliche Blankets.
Pferd nackig geht auch nicht - Sleazies und Decken sind ein Muss, auch bei 35° im Schatten.
Putzzeug und "Pferdekosmetik" kofferweise und dann kommen ja noch die Outfits für den Reiter dazu. Möglichst massgeschneidert und mit viel BlingBling (da wird auch gerne mal selbst gebastelt) und natürlich nicht nur eins für die Saison, sondern für jede gestartete Disziplin eins, oft auch mehr.  Für einen ordentlichen Hut kann man ein kleines Vermögen hinlegen und der will im Vergleich zum Helm dann auch noch gepflegt werden.

TTs oder Tross - mich persönlich nervts, andere fahren noch nicht mal zu Kursen ohne Begleitung. Für Distanz halte ich einen Helfer allerdings schon für erforderlich und klar: der muss die Strecke begleitend abfahren

Allein der Beschlag, der ist vielleicht bei den Reinern etwas speziell und ggf. auch teurer, beim Rest der Westernreiterschaft aber "stinknormal"



Offline Kiowa

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #52 am: 02.07.14, 14:09 »
Ja, ich glaub ja jetzt auch, dass Distanzreiten zwar aufwändig, aber im Vergleich zum Westernreiten wohl doch nicht so teuer ist ;D

Wobei die Ausrüstung da zwar auch einer gewissen Mode unterliegt, aber wenn man sich mal vorstellt, man reitet drei Tage lang jeden Tag so 6 Stunden Trab und Galopp mit 3 Pausen à 45 Minuten unter freiem Himmel dazwischen an irgendeinem Feldrand, und es regnet Tag und Nacht - dann erschließt sich recht schnell, warum man für so einen Ritt ein paar Decken mehr braucht, um am letzten Tag noch trockene zu haben (auch gute Decken ziehen Feuchtigkeit, wenn sie nicht mehr auf dem Pferd liegen) und warum man für solche Ritte eine andere Sattelunterlage braucht, als für einen Ritt im Herbst bei frischer Kälte oder einem im Hochsommer. Lammfell bei Regen ist in Verbindung mit Sand udn Pferdschweiß schon nach einigen Stunden ... unsäglich, und es wird nicht angenehmer, es nach der Pause oder morgens wieder nass aufs Pferd zu klatschen, denn das braucht ein paar Tage zum Trocknen :P Da hat man dann doch lieber Kunstfell oder andere Materialien. Während wiederum im Herbst zum Fellwechsel Lammfell oder Rentier das Einzige sein kann, was gegen Haarbruch und Hautempfindlichkeit vorbeugt, während im Hochsommer ... ... Daher würde ich sagen, dass 2/3 des Ausrüstungswahnsinns von Distanzreitern auf längeren und Mehrtagesstrecken (dass Einsteiger schon vor den ersten 30 km meinen, sie bräuchten ein Pulsmessgerät, einen Spezialsattel und eine Biothane-Trense verbuche ich unter Ahnungslosigkeit der Jugend), durchaus gerechtfertigt ist. Wieso man für eine Prüfung von 3 Minuten noch einen extra Sattel zum Abreiten braucht, erschließt sich mir dagegen nicht wirklich. Aber mir erschließt sich in den diversen Turnierzirkussen so manches nicht ;)
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Offline terra

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #53 am: 02.07.14, 15:25 »
Aufwändig ist das Distanzreiten ohne Zweifel.
Die Langstreckler brauchen zwar viiiele Klamotten, aber eben praktisch und haltbar. Und nicht weil dieses Jahr grün in und blau out ist

Die Allaroundfraktion trägt jährlich wechselnde Mode  ;D Die Erdtöne vom vorletzten und die Fransen von letzten Jahr kann man jetzt "billig" kaufen. Dieses Jahr sind wieder Westen IN - über und über mit Swarowski belegt. So ein Teil kostet dann schnell mal einen Tausender  ::) oder eben unzählige Bastelstunden zu Hause am Küchentisch  ;D

Wenn Du mal einen Showsattel geputzt hast, weisst du warum die normalerweise in einer Tasche aufbewahrt und nur für den Ritt der Ritte ausgepackt werden. Fürs Aufwärmen direkt vorm Start wird der schon genommen - abgeritten werden die Pferd aber zu anderen Zeiten - frühmorgens, nachts....  >:(  (mache ich zwischenzeitlich aber auch - meine Zicke muss nach spätestens einer dreiviertel Stunde kacken und wird dann unterm Reiter unleidlich. Also abreiten - Pferd mind. ne halbe Stunde in die Box zum K&P - zwei, drei Starter vorher wieder aufs Pferd - und gut)

Offline Kiowa

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #54 am: 02.07.14, 15:31 »
Da ja bei uns am Ende nur Kilometer und Zeiten zählen, spielt die Mode dann doch mehr eine soziale Rolle. Aber am Ende verdient man sich den Respekt der anderen nicht mit einem dicken WoMo oder teuren Outdoor-Klamotten oder der neuesten Magnetfelddecke, sondern damit, sein Pferd gut zu managen, es lange Jahre gesund über möglichst viele Kilometer zu bringen und sich anderen gegenüber sportlich und fair zu verhalten. Da bekommt man unter Umständen mehr Respekt, wenn man mit einer 25 Jahre alten Stute 10 Tage lang jeden Tag 50km reitet oder einen Isländer, Tinker oder Norweger gesund über 160 km bringt, als wenn man mit einem 9-Jährigen Renner tolle Zeiten über 120km hinlegt. Und da spielt die Farbe der Ausrüstung keine Rolle. 8)
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Offline bambina

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #55 am: 03.07.14, 02:38 »
oh wow, mir war nie bewusst wie aufwändig Distanzreiten ist. Sehr interessant.

Und wenn ich die Kosten für Westernturniere lese bin ich echt froh, dass ich nur auf Dressurturniere gehe. Die sind mMn preislich vertretbar.

@ tina

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Offline Monnef0805

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #56 am: 03.07.14, 09:40 »
Ich finde es auch immer wieder erschreckend was manche für Ihre Slinkys etc ausgeben und dann nächstes Jahr was neues kaufen weil man damit ja schon letztes Jahr gestartet ist. Plus neues Pad, neue farbliche Gamaschen etc pp.

Da frage ich mich immer ist nun ein REITturniere oder ein Modewettbewerb  ;D Oder will man mit dem ganzen blingbling über schlechtes reiten hin wegtäuschen.
Mein erstes Plätscher was ich mir angeschaut habe war echt erschreckend. Mädels in teuren farblich abgestimmten Outfit, schief gesattelten und lahmenden Pferden kamen auf den 1. Platz  :o
Beim einreiten konnte ich mir das Kommentar: "wirf mal einer Geld nach das Pferd geht gleich aus" nicht verkneifen.  :-X :-X

Ein Grund warum ich die Rinderarbeit vorziehe... da reicht nen Hut, ne Jeans und die Stiefel. Fettisch  ;D


Offline zaino

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #57 am: 03.07.14, 10:48 »
Mein erstes Plätscher was ich mir angeschaut habe war echt erschreckend. Mädels in teuren farblich abgestimmten Outfit, schief gesattelten und lahmenden Pferden kamen auf den 1. Platz  :o
Beim einreiten konnte ich mir das Kommentar: "wirf mal einer Geld nach das Pferd geht gleich aus" nicht verkneifen.  :-X :-X
Ja, das sieht grässlich aus. Die aufgebretzelten Tussen auf diesen gehirntoten Viechern... Omas täten sagen: außen hui, innen pfui.
Zum Glück ist das jetzt nimmer so im Trend, also das Geschlurche mit der Nase am Boden, oder?


Offline Monnef0805

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #58 am: 03.07.14, 11:10 »
Zum Glück ist das jetzt nimmer so im Trend, also das Geschlurche mit der Nase am Boden, oder?

Diese Suchhundfunktion soll es eigentlich nicht mehr geben aber die Mehrheit der Richter scheint es noch nicht umzusetzen.

Offline zaino

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Re: Irgendwie geht es bergab.. oder?
« Antwort #59 am: 03.07.14, 11:31 »
Klar definierte Gangarten wären ja auch schon mal was,
nicht das Zeug, wo man dazu ein Schild hochhalten muss, auf dem "Lope" oder "Trot" stehen, damit die Zuschauer auch wissen, was angesagt ist  :P ::)
*läster*
Naja, war schon lang immer auf sowas. Englisch-Turniere öden auch teilweise an, Ponys, sie ausgebunden und unentspannt warten müssen, bis das Schratz vom Eisessen zurückkommt, falsche Knicke und Rollhälse, mechanisch runtergenudelte Dressuren u.s.w. Springen gucken macht noch am meisten Spass, oder am besten VS  :D