Autor Thema: Senkrücken + Überbauung = Problem!  (Gelesen 11101 mal)

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Offline zaino

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Re: Senkrücken + Überbauung = Problem!
« Antwort #15 am: 26.02.14, 14:09 »
Thema Baumlos: Hatte meinen Barefoot 2 Wochen, als sich die tiefen Kuhlen re und li vom widerrist komplett mit Pferd gefüllt hatten = Schulter- und Rückenmuskulatur baute enorm auf, und das von 1 Stünderl Reiten pro Tag etwa. Der Hammer... (und zu Deinem Thema, Moon, ich hatte die Kuhlen lang für normal gehalten...  ::) - und nach Umstieg auf den Baumlosen dachte ich beim ersten Ritt, der GEeeht so LAAANGSAM im Schritt... ??? tja, der fing sofort!!! wieder an, seinen angeborenen langen Superschritt zu gehen, vorher war der immer kürzer geworden und ich habs nicht gemerkt *mirvorshirnschlag*.

Bei der Auswahl ausleihen und testen: Torsion ist 1A Qualität, da taugte mir die Steigbügelaufhängung nicht, setzte mich komisch hin. Barefoot ist eine tolle Alternative, und bezahlbar. Trotz vieler Unkenrufe: ich kann nicht meckern. Gibt inzwischen auch noch viele andere Marken und Modelle. Da müsste was dabei sein. Was gut ist: ein nicht-starrer Sattel drückt nirgendwo punktuell und hart auf Muskeln, stört sie also nicht beim Bewegen und Sichaufbauen. Aber auch der Sattel muss passen, für Dich und fürs Pferd.

Janker, Dein Shetty hat ja die Hölle hinter sich - wie kriegt man solche Narben ins Mäulchen?  :'(
Armes kleines Ding. Power haben die Kleinen. Und unverdorben sind die normalerweise auch problemloser für alles zu begeistern als jeder "Große". Versteh nicht wie man so schlaue, kooperative Kerlchen so schinden und versauen muss. Die TUN doch im Prinzip alles, wenn mans ihnen nur vernünftig erklärt. 
Die üblichen Klugsch** auch bei Dir: Wenn Du das Pony entspannt fahren kannst, ohne ihm im malträtierten Mäulchen zu hängen, hast Du Dein Ziel erreicht.
Bingo. wtf?

Offline Janker

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Re: Senkrücken + Überbauung = Problem!
« Antwort #16 am: 26.02.14, 17:05 »
Huhu,

@Zaino: ich tendiere zum sehr alten Torsion, weil der halt nix WS-Freiheit oder so hatte, sondern nur dicke dicke Auflagen zwischen Reiterhintern und Pferd. Es kann bei dem Modell a) Probleme mit dem Sitz des Reiters geben (Steigbügelaufhängung, Tendenz zum Stuhlsitz) und b) Probleme des pferdes im Bereich der Steigbügelaufhängung also Druck auf die WS genau dort. Deshalb schrieb ich ja mal halbes jahr testen, aber ich bin grad wegen Reh-Pony (extrem schmal und Miniatur-Pferde-rücken) ebenfalls im Thema und befasse mich intensiver mit allen Neu-Varianten Baumlos. Da ist der Reitersitz dann vernünftiger möglich, aber mit der WS-Freiheit und diversen Polstermöglichkeiten gibt es auch wesentlich mehr Fehlerquellen. ich bin immer für die simpleste Lösung auch wenn für die für den Reiter nicht so toll ist, ein halbes jahr läßt mit vernünftigen Unterricht gegen die Stuhlsitztendenz schon ankorrigieren, außerdem kann man Sättel ja auch immer wieder tauschen. Bei mir reicht im Normalfall halbes jahr bis wieder Baum-Sattel möglich.
Shettel: Also bei der will ich lieber mal nicht wissen was die erlebt hat, himmel, wer Pferd reel nutzt kriegt da iwann immer mal nen druck, weil Pony halt eben auch mal unpäßlich arbeiten muss usw usf, aber nie sind das mehr als paar Häärchen weiß, im Akutfall abends ne winzige beule oder so und spätestens Saison drauf sind die weißen haare wieder Normalfarben, aber so viele weiße Abzeichen im schwarzen fell, daß nahezu komplette geschirrlage sichtbar (mal abgesehen vom "verborgenem" Maul)?
mfg Janker

Offline zaino

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Re: Senkrücken + Überbauung = Problem!
« Antwort #17 am: 26.02.14, 17:20 »
also ich war ein paarmal bei Shetty und Welsh-Hengsti beim Einfahren dabei - und bin öfter mal Gast auf anderem Zwergponygespann gewesen. Wie man diese 100% gutwilligen, einsatzfreudigen kleinen Powergeräte so fertigmachen mag, ist mir ein Rätsel, ich hoffe, dieser Mensch schmort in der Hölle.

tja, bei meinem Barefoot hats sofort irgendwie gepasst, ich hab ihn seit Jahren und kauf auch nix anderes mehr, denk ich. Ich mochte das Ohnesattel-Reitgefühl sofort, zwingt einen zu einem geraden Sitz.
Muss man aber einfach testen testen testen und gucken. Auch diese Schaffell-Sättel sind inzwischen sehr beliebt.

Offline zaino

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Re: Senkrücken + Überbauung = Problem!
« Antwort #18 am: 04.03.14, 14:19 »
Fast vergessen, Tabbi:
Eine gute Anleitung für konsequentes "Über-den-Rücken-Reiten" liefert das nun schon etwas angejahrte Buch von Ina Cygon, Die Natürliche Pferdeausbildung, Olms-Verlag. 
Man muss nicht alles da drin gut finden, man muss nicht alles sklavisch nachahmen, ABERRRR man kanns lesen, teilweise ausprobieren UND so einige müde, lendenlahme Ponys sind mit der Methode wieder in Schwung gekommen, Hinterhand locker, Rücken locker und aufgewölbt u.s.w.
Gut für den Rücken und lustig ist by the way auch Springgymnastik. Kurz, alles was Pferdchens HH aktiv und Euch beiden Spass macht, ist OK - antesten!

also Kopf hoch  :D Ich hoffe, wir konnten Euch etwas aufbauen.
schreib mal wie es Euch geht, wenn Du m agst, wir freuen uns!

Offline Barbara

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Re: Senkrücken + Überbauung = Problem!
« Antwort #19 am: 05.03.14, 12:30 »
MoonLightShwadow:
auf den Fotos sieht es so aus, als wenn dein Pferd im Stehen über die Vorhand schiebt, die Vorderbeine also rückständig sind. Beobachte ihn mal genau ohne Reiter, Fotos können auch eine Zufallsaufnahme sein. Wenn es so ist, müsste man noch einordnen, ob das vom Gebäude her so ist oder eine kompensatorische Fehlhaltung (habe ich schon bei Spat-Pferden gesehen).

Pferde mit - vom Gebäude her - rückständigen Vorderbeinen können nicht stehen ohne die Brustmuskeln anzuspannen. Daher sind diese Pferde oft im Brust- und Gurtbereich verspannt auch ohne geritten zu werden. Das ganze kann, muss aber nicht, mit ausgeprägter Unterhalsmuskulatur einhergehen. Den Rücken anheben können sie nur eingeschränkt, weil sie die Brustmuskulatur nicht gut loslassen können. Beim reiten muss man also erst die Brustmuskulatur zum Loslassen bringen bevor man erwarten kann dass der Rücken hochkommt. Ob Fahren dabei gut wäre weiß ich leider nicht.
Wer einmal im Sattel sitzt, kann nicht nicht reiten.

Offline zaino

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Re: Senkrücken + Überbauung = Problem!
« Antwort #20 am: 13.03.14, 11:47 »
Das scheint mir nu wieder eine dieser ganz esotierisch  ;) weit hergeholten Theorien zu sein - so sehr rückständig sind die Vorderfüss vom Schecken nun für mein Gefühl nicht,
er hat halt einen laaangen weichen Rücken und ist obendrein extrem überbaut. Ich tät noch nicht mal sagen, dass er Senkrücken hat.
Was Du ansprichst, ist höchstens eine Begleiterscheinung bei suboptimalem Bewegungsablauf. Aber wir wissen definitiv nicht, wie dieses Pferd unterm Reiter geht, und lerne auch gern was dazu.

Haben wir Tabbi jetzt vergrault, erschlagen oder wo steckt sie? Huhu!!! *wink*