Interessengemeinschaften > Therapeutisches Reiten

Ablauf Hippotherapie

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Hemmy:
Ich habe nun von 2 Therapeuten übereinstimmend gehört, das man wenn nur kurze Sequenzen trabt (also wenige Schritte) um mehr Aufrichtung zu erreichen. Oft soll ja eine Senkung des Muskeltonuses erreicht werden...

Und bevor einer jetzt sagt ich soll die 2 doch einfach befragen  ;D die sind sich bei einigen Punkten sehr uneinig und ich vermute das es an dem Zeitpunkt der Ausbildung zur HT liegt  ;)  Deswegen interessiert mich, was sonst noch gelernte (Kuratorium) Therapeuten sagen

Binesdiva:
Ich bin zwar nicht gelernt, bei uns im Stall gibt's aber auch sowas. Wie gesagt, es kommt auf die Patienten und deren Beeinträchtigungen an: einer hat MS, an guten Tagen kann er seine Beine koordinieren und kann fast schon alle reiten. Trab wird dann geführt. Er war früher vor Ausbruch der Krankheit allerdings auch Reiter. Dann haben wir ein Kind, daß im Rollstuhl sitzt und nur im Schritt auf dem Ponyrücken liegt und dabei geführt wird.

Wir haben ja auch eine Geländestrecke und führen die Reiter auch über so eine "Berg- und Talbahn" und die, die sich koordinieren können, auch mal einen größeren Hügel hinauf und hinunter.

Bei einigen geht nur Schrittführen und dabei Bewegungen mit den Armen machen, andere können einen Ball oder einen Ring vom Pferd aus in einen Korb werfen. Wieder anderen ist schon damit viel geholfen, wenn sie einfach nur die Wärme und die Bewegungen der Pferde spüren und nichts machen.

Bei uns sagt eine: man kann eigentlich alles machen, wenn's für den Patienten passt. Also wieso auch nicht mit einem Menschen, der vielleicht autistisch ist, aber reiten kann traben und galoppieren? Wobei ich mich gerade frage, ob das auch noch Hippotherapie ist.

Hemmy:
DAS ist nämlich die Frage. Es gibt ja auch noch das heilpädagogische Reiten etc. Und bei uns wird meist bei denen die halt vieles alleine könnten gesagt, das die eher da gut aufgehoben wären...

Die "klassischen" Hippotherapiepatienten wären die, die nicht selbst (gut) laufen können, weil das Pferd im Schritt die selbe dreidimensionale Bewegung auf den menschlichen Körper überträgt, wie man selbst machen würde...

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