Autor Thema: "Pferdekratzbaum"  (Gelesen 23354 mal)

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"Pferdekratzbaum"
« am: 21.07.13, 09:29 »
Nachdem der abgestorbene Baum auf unserem Auslauf heute Morgen den endgültigen Tod gestorben ist (wurde "umgekratzt") möchten wir gerne einen einen Pfahl mit Besen und Bürsten zum Scheuern aufstellen. Leider steht keine Wand zur Verfügung, an der wir die Besen befestigen könnten, deswegen muss es ein Pfahl sein. Hat jemand so etwas in der Art schon mal gebaut? Welches Material nimmt man da am besten? Eiche? Wie dick und wie lang sollte der Pfahl mindestens sein? Woher bekommt man sowas? Wie tief eingraben/einbetonieren? Der "Kratzbaum" muss sechs (demnächst) sieben Warmblütern und einem Kaltblut standhalten.

Offline Ladylike

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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #1 am: 23.07.13, 09:21 »
Huhu Bantu,

genau sowas wollten wir auch schon ewig auf dem Auslauf haben.

Unser Plan war es ebenfalls einen dicken Pfosten zu nehmen. Ursprünglich war ein Eichenvierkantbalken gedacht (schätzungsweise 20x20cm), der vom Stallbau übrig war. Also was wirklich massives. Den hätten wir dann minimum 1m eingegraben, ggfs. auch einbetoniert. Leider ist der Balken zwischenzeitlich anderweitig verwendet worden. ::)
Ich hab nun noch einen Rundbalken ausm alten Stall übrig..auch so 20cm Durchmesser aber aus Fichte. Vielleicht würde auch der gehen.

Ihr habt doch einen Trecker...vielleicht rammt ihr den Balken damit in den Boden. Hält besser als buddeln. Müßte nur vorher etwas angespitzt werden. :D

Wir haben die Balken ausm Sägewerk. Da kriegst du alles in sämtlichen Stärken, aus verschiedenen Holzarten. Aber ganz günstig ist das nicht. Die Eichenbalken (3m lang) haben glaub ich 30,- das Stück gekostet, die Fichtenrundbalken (auch 3m) 20,-

Und ganz wichtig (wißt ihr ja eigentlich selber): das Holz vorbehandeln damit es nicht so schnell wegmodert. Da würde sich Eiche auch eher anbieten.  :)

 

« Letzte Änderung: 23.07.13, 09:27 von Ladylike »
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Offline baura

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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #2 am: 23.07.13, 12:13 »
Wir hatten mal so einen Pfahl, dicken Zaunpfahl, ca. 70 cm in den Boden gerammt, 4 Schrubberbürsten rundum.
Aus der Erfahrung raus kann ich sagen, dass Rammen nicht reicht, der war innerhalb von 3 Monaten wackelig, und da haben sich nur Ponys dran geschubbelt, keine großen Pferde. Ging zwar trotzdem noch ne Weile gut, aber ich meine mich zu erinnern, nach einem 3/4 Jahr war er um.

Für so große Pferde auf jeden fall was sehr massives, vielleicht so ein Stahlträgerrest, falls es sowas gibt, den man sonst nicht verwenden kann, und den dann einbetonieren.
Leonard: 'Herrgott noch eins, Sheldon, muss ich jedesmal mein Sarkasmusschild hochhalten, wenn ich mal den Mund aufmache?'
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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #3 am: 23.07.13, 22:27 »
Lady und Baura, vielen Dank für eure Tipps.  :-*

Der Gedanke an einen Stahlträger ist mir auch schon gekommen. Aber wie kriegt man frau so ein schweres Ding eingegraben? Und ehrlich gesagt hätte ich Angst vor Verletzungen, wenn das Ding dann doch mal ins Kippen kommt.

Einbetonierter Eichenpfahl ist sicher kein dauerhaftes Optimum, mir persönlich aber sympathischer, aus den oben genannten Gründen. Lady, unser Traktor hat keinen Frontlader, aber wir haben einen Hand-Erdbohrer.

Offline baura

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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #4 am: 23.07.13, 22:51 »
ich bin zwar kein Bauexperte, aber mir ziemlich sicher, dass Holz einbetonieren gar keine gute Idee ist. Das Holz wird von dem Zement angegriffen. Da müsste man was drum machen, und das stelle ich mir wiederum kompliziert vor bei nem Eichenholzbalken.

Wenn man einen Stahlträger mit einem vernünftigen Fundament zementiert (das kann man berechnen!) wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wie der umkippen soll. sowas hält eigentlich bis in alle Ewigkeiten.

edit: weiteres Problem beim Holz einbetonieren - Holz arbeitet, der Zement fängt an zu reißen.
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Offline Ladylike

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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #5 am: 24.07.13, 09:17 »
Ich hätte den Balken vorm betonieren unten geteert und oben mit Wetterschutzfarbe gestrichen.. 
Ist halt die Frage wieviel das Holz tatsächlich arbeitet..das kann man schlecht voraussehen. Ich würd mich schon ärgern wenn die schöne Konstruktion nach einem Jahr wieder hinfällig ist. :-\

Ich glaub ich für meinen Teil setz die Bürsten doch wieder an die Wand. *seufz*





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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #6 am: 25.07.13, 08:14 »
Ich wusste nicht, dass man Holz nicht einbetonieren sollte.  :-[

Ich glaub ich für meinen Teil setz die Bürsten doch wieder an die Wand. *seufz*
Wenn du eine an den Auslauf grenzende Wand hast, würd ich das tatsächlich sofort so machen. Bei uns grenzen ca. 3m Stallwand an den Auslauf, direkt daran steht eine Heuraufe (ca. 1,20m Breite). Dann kommen die restlichen ca. 1,80m und direkt im Anschluss der E-Zaun. Das ist halt kein guter Platz für Kratzbürsten. Aber ich muss mir das heute Nachmittag nochmal in Ruhe anschauen, ob es da nicht doch eine Befestigungsmöglichkeit gibt.

Offline carola

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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #7 am: 25.07.13, 09:41 »
Heuraufe? Ich hatte mir einen Kuhschrubb mal an die Heuraufe montiert, das ging hervorragend. :)
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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #8 am: 25.07.13, 10:58 »
Die Raufen sind bei Bantu glaub ich nicht schubbertauglich? Ihr habt ja große Holzraufen ohne Dach und feste Bodenverbindung, ne? Da ist die Höhe glaub ich nicht ausreichend und die Pferde könnten die Raufen sicher verschieben?

Bantu bei mir sind Auslauf und Stall ja eins.. Ich würd die Bürsten mittig an die Wand zw. den Boxeneingängen anbringen. Das sind glaub ich auch nur 3m?

Hast du ein Bild von deiner Ausgangssituation? Vielleicht fällt uns ja noch was anderes ein? :D
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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #9 am: 25.07.13, 21:52 »
Hast du ein Bild von deiner Ausgangssituation? Vielleicht fällt uns ja noch was anderes ein? :D
Mist, wollt ich heute machen und habs vergessen.

An den Heuraufen kratzen sie sich bereits und an den Weidezelten auch. Aber das möchte ich nicht noch durch das Anbringen von Besen verstärken.  ???

Carola, das war doch sicher ein selbstgebastelter Kuhschrubb.  ;) Wie hast du den gemacht?

Offline carola

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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #10 am: 25.07.13, 22:30 »
Nee, nee, die bastele ich nicht selbst. Die sind doch so günstig und halten eeeeeewig. Und ich denke, es ist ein Unterschied, weil sie sich mit den Dingern (Rieke zumindest) am liebsten mit der oberen Bürste schrubben und gar nicht so sehr an der Seite - dadurch kommt auch gar nicht so viel seitlicher Druck auf das Dings. Ich habe die da: http://www.kerbl.com/ftp/prodimages_white/zoom/29325.jpg.

Rieke liebt sie heiß und innig...

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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #11 am: 26.07.13, 20:52 »
So eine Viehbürste wäre natürlich auch was, obwohl ich erst an selber basteln mit Besen gedacht hab.

Unsere Stallwand, die an den Auslauf grenzt, sieht so aus:


Meint ihr, der Platz würde reichen?

Offline carola

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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #12 am: 28.07.13, 17:43 »
Definitiv!! Da brauch es wirklich nicht viel Platz. Und wie schon gesagt, ich hatte den Eindruck, der seitliche Druck ist nicht sooo hoch, da sie auch gerne die obere Bürste nehmen.
Die Bürstenrücken sind aus Nylon, die verrotten auch nicht. :)
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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #13 am: 29.07.13, 08:28 »
Ich würde den Lecksteinhalter umsetzen und an dem vertikalen Balken daneben den Wunschschrubber ;D anbringen. Ich find den Platz auch absolut ausreichend. :D
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Re: "Pferdekratzbaum"
« Antwort #14 am: 29.07.13, 09:38 »
Der Lecksteinhalter sitzt da sowieso doof (es regnet drauf), muss mal schauen, wie ich die völlig verrosteten Schrauben aufkrieg. Die Wand muss dann noch fertig gestrichen werden und dann werd ich so eine Viehbürste bestellen.  :D

Carola, hast du die so angebracht, dass die obere Bürste ca. in Riekes Stockmaß-Höhe hängt? Unsere Pferde sind halt zwischen 158cm und 172cm groß und der bald kommende Neuzugang ist glaub ich sogar noch kleiner.