Autor Thema: Dankbar für Tips und Ratschläge für chronisch krankes Pferd  (Gelesen 4628 mal)

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Offline Jannie*Topic starter

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Hallo ihr Lieben!

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll- ich glaub ich leg einfach mal los :)

Wir sind letztes Jahr mit unserem Shetty Mix (Cushing Patient) in einen Offenstall gewechselt und haben nach einem Gefährten gesucht. Nach langen hin und her kam Maylow -Arabar Mix- zu uns. Von der Besitzerin wussten wir das Maylow chronischen Husten hat- hat ihn selber erst vor kurzem aus ganz schlechter Haltung befrreit. Durch krankheit ihrerseits leider aber nicht mehr genug Zeit gehabt und so steht er bei uns!
Der ersten Monate waren schlimm- total verschleimt und nur Cortison und Venti Plus halfen. Anfang September hatte er dann eine Schlundverstopfung womit auch der ganze Schleim rauskam. Danach kam der Winter und es ging berg auf :) Nur wenn es ganz kalt war waren Atemgeräusche zu hören; aber da konnten wir leider auch kein nasses Heu füttern. Dafür gab es morgens und abends Thymian Aufguss. In April hatten wir dann eine THP da weil er Probleme in der Schulter hatte und von heut auf morgen war der Husten plötzlich wieder da- wahrscheinlich Allergische reaktion weil die ersten Blüten schossen. Darauf hin bekam er über vier Wochen eine Homoöpatische Spritzenkur die super geholfen hat. Aber sobald es warm wird ist vorbei- ohne Cortison und Venti Plus bekommen wir es nicht in Griff!
Er ist super drauf - galoppiert auf der Wiese, frisst und ist auch flott unterwegs!

Jetzt mal zur Haltung:

Er lebt im Offenstall- Sandpaddock mit Unterstand und Box. Alles rund um die Uhr offen. Im Sommer ist dann noch tagsüber die angrenzenden Wiesen offen.
Die Box ist nicht eingestreut, nur mit Gummimatten ausgelegt.
Heu gibt es nur nasses - ausser wenn im Winter die Leitungen gefroren sind muss es leider trocken gefüttert werden. Silage kommt wegen dem Shetty nicht in Frage!
Müsli gibt es morgens und abends. Im wechsel haben wir Kräuter Müsli oder staubarmes Müsli was dann noch mit ner kleinen Portion Heucobs eingeweicht wird- also ist das Futter nass.

Bewegung:

Er wird schon regelmäßig bewegt, eigentlich jeden Tag- wie der Zustand es zulässt! Also das geht von einem Spaziergang, bis hin zu Longen- oder Bodenarbeit oder auch einen gemütlichen Ausritt (fast nur in Schritt; wenn er es anbietet sollen wir von der THP aus auch mal ein stück galoppieren)
Auch da merken wir das der sofort mehr hustet wenn er mal nicht bewegt werden kann!

Von unseren TA haben wir jetzt sogar schon Cortison Tabletten für den Notfall und mit der THP stehen wir auch im ständigen Kontakt.

Was mich jetzt interessiert: Wer hat Tips oder Ratschläge was bei seinem Pferd gut geholfen hat? Also auf Pflanzlicher Basis; Schüssler Salze, Hustensäfte, Kräuter usw....oder wie sieht es mit Inhalieren aus? Reicht ein Inhalator für Menschen oder muss es einer für Pferde sein?
 
Alle Tips werden natürlich mit der THP abgesprochen. Thymian hilft z.B. super und wir haben auch schon das Kaschmier Broncho Elexier versucht was auch gut geholfen hat.

Ich werde mich auch gleich hier weiter durchs Forum lesen ;)





Offline ponybär

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Oh je, das hört sich nach einer Lebensaufgabe an. Aber Respekt, dass du dir das antust!

Du machst sehr vieles schon gut und richtig, das Pferd hat riesiges Glück, auf einen Halter wie dich gestossen zu sein!!

Aus meiner Erfahrung empfehle ich gutes Heu zu bedampfen (noch viel besser als nass machen), Sabol od. Schwarzkümmelöl (bei Makana günstig) und inhalieren mit einem Ultraschall-Vernebler (Air One von Hippomed - Herr Neumann berät sehr gut, vor, während und nach dem Kauf).

Wo steht dein Pferd?

Unserem Tier haben neben der Inhalation, Cortison und Ventiplus, (Laser-)Akupunktur und am allermeisten: Bioresonanztherapie geholfen (machen wir immer noch laufend).
Ich muss jetzt nicht erwähnen, dass sich der Schecke in ein Sparbuch verwandelt hat?!

Ziel ist immer, den Zustand so zu erhalten, dass er zumindest Schritt-Ausritte/Spaziergänge machen kann und da geht im Moment GsD sogar noch viel mehr (er quietscht sogar beim Angaloppieren :-). Bewegung heißt LEBEN.

Für den Sommer wär eine klimatisierte Reithalle und Schwimmmöglichkeiten ideal *seufz*.

Offline Monnef0805

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Also bei meinem hat super Akupunktieren geholfen. Die TA`s hätten damals nicht gedacht das er das schafft. Den Durchbruch hatte auch erst das akupunktieren gebracht. Woher wurde alles mögliche reingestopft, Venti, Cortison etc.
Seit dem lasse ich ihn 2x im Jahr piecksen.
Er ist seit dem beschwerdefrei und bei gutem Heu können wir auch schon mal ein paar Tage trocken füttern.

Empfehlen kann ich auch die Bioresonanz wie ponybär. Leider bin ich erst viel zu spät dazu gekommen. Nu weiß ich aber welche Allergien mein Pferd hat. Denn die COB geht auch mich Allergien einher bzw. kommen da durch erst. Jetzt weiß ich ZB das mein Pferd auch gegen Heumilben allergisch ist.

Wichtig ist eben die Bewegung. Die machst Du ja schon soweit es geht. Mir wurde damals von der Klinik geraten immer wieder kurz zu galoppiern, so das sie tief durchatmen müssen was Lungen und Bronchien weitet, sie aber nicht außer atem kommen oder schwitzen.

Ansonsten machst Du schon sehr viel und viel mehr ist schon nicht mehr möglich.

Offline tara

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Ansonsten machst Du schon sehr viel und viel mehr ist schon nicht mehr möglich.

aber einen wichtigen Punkt kann ich aus meiner langjährigen Erfahrung mit einem chronischen Huster noch ergänzen:
es kann nur besser werden, wenn die Ursache der Allergie absolut vermieden wird.
Bei meinem Pferd war es das Heu. Auch nasses Heu ging nicht. Erst, als er kein Heu und kein Stroh mehr bekam, wurde es besser. Silage ist auch nicht gut, denn Silage enthält Histamin, was bei einem Allergiker nicht gewünscht ist. Mein Pferd bekommt seit 12 Jahren nur Heucobs als Raufutter.
Auch auf die in vielen Futtermitteln (staubfreies Müsli!!) enthaltene Melasse reagierte er mit Husten.
Ebenso stellte ich einen Zusammenhang mit Husten und Resiquin-Impfung fest. Er bekommt nur Tetanus.

Durch die Vermeidung der Allergene und die Akupunktur konnte mein Pferd, das ich 16jährig schon fast aufgegeben hatte, noch 10 Jahre aktiv reiten. Jetzt ist er 28 und genießt das Rentnerdasein
stell dir vor, du hast ein Pferd und es kann nicht t ö l t e nin diesem Sinne...
Gruß tara

"Ausbildung heißt, das zu lernen, von dem du nicht einmal wußtest, dass du es nicht wußtest."
(Ralph Waldo Emerson, (1803 ‐ 1882)

Offline Jannie*Topic starter

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Das Pferd ist es wert- er ist ein total lieber Schatz und eine 100% Lebensversicherung im Umgang!

Danke für die Tips- von der Bioresonanztherapie hab ich vorher noch nichts gehört. Hab mich da jetzt ein bischen schon mal schlau gemacht und werde es mal bei der THP ansprechen!

Laser Akkupunktur haben wir auch schon 2mal hinter uns und die hat auch gut angeschlagen. Die Ursache der Allergie kann leider nicht vermieden werden- es ist immer besonders schlimm wenns blüht oder fliegt. Wir können nur dagegen wirken.

Ok, trockenes Heu geht auf dauer auch nicht; aber wenn wir im Winter mal über eine Woche trocken füttern mussten, war es auch nicht schlimm. Bei einem einzelnen Boxenpferd ist die Fütterung mit Heucobs anstatt Heu vielleicht möglich, aber unsere Offenstall hat vier Bewohner,da wäre das schon ein problem.

Den Winter und kühle Sommertage haben wir auch keine Probleme- da merkt man ihn das auch nicht wirklich an. Wenn es warm und trocken ist hilft es auch schon einmal am Tag den Paddock mit einen Rasensprenger zu befeuchten- die Atmung wird deutlich besser (zum Glück haben wir Brunnen wasser ;) )

Eine Anleitung für einen Heubedampfer wollten wir uns auch mal raus suchen- es muss ja was großes sein weil es sind 2 Großpferde, 1 Kleinpferd und 1 Shetty Mix- da passt einiges an Heu rein ;D

Offline Jannie*Topic starter

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Ach ja, und Schwarzkümmelöl kommt abends übers futter ;)