Autor Thema: Wann ist das Ende erreicht?  (Gelesen 97934 mal)

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Offline Kiowa

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #375 am: 11.04.12, 09:01 »
Weshalb man, wenn man denn solche Angst vor einem Versicherungsfall hat, eine Trense draufmacht und das Pferd sicher, so sicher wie halt möglich, am Knotenhalfter führt  ;)
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Offline Hexle

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #376 am: 11.04.12, 09:13 »
sach ich ja ;)  ;D dann sind alle glücklich  ;D winwin
Du wirst sicher nicht jedes Ziel erreichen, dass du dir gesetzt hast. Du wirst aber ganz sicher kein Ziel erreichen, dass du dir nicht gesetzt hast...

Offline carola

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #377 am: 11.04.12, 10:01 »
Ich frage mich immer, wo ihr das her habt? Und mit welchem Recht sie ablehnen könnten? Hier geht es um Haftpflicht. Da ist sogar grobe Fahrlässigkeit mitversichert. Ich kenne kein Urteil (aber ich lasse mich gerne belehren), wo die Versicherung hätte nicht zahlen müssen. Ich weiß, dass diese Behauptungen seit Ewigkeiten kreisen, aber ich habe immer noch nicht herausgefunden, was die Grundlage ist. :P
Es gibt in der Tat einige Urteile, die das Führen auf Trense (oder mit Halfter und Nasenkette) fordern - das betrifft aber das Zivilprozessrecht und die Schmerzensgeldforderungen von Geschädigten, nicht das Versicherungsrecht.
« Letzte Änderung: 11.04.12, 10:05 von carola »
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Offline Maxima

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #378 am: 11.04.12, 10:07 »
Ich misch mich mal ein - es geht in der Tat nicht um "die Versicherungen" - die zahlen eigentlich schon auch wenn man mit Halfter oder sonstwas unterwegs war. Erst wenn so ein Vorfall vor Gericht landet und es z.B. um Schadenersatz, Schmerzensgeld etc. geht, DANN wir ein Führen ohne Trense in der Regel nicht mehr anerkannt und als fahrlässig und somit selbstverschuldet gehandhabt.

Ich lauf draußen trotzdem mit Knotenhalfter oder Sidepull, habe mit Trense und ganz schlimm mit Führkette eigentlich nur schlechte Erfahrungen gemacht und wurde zweimal wegen der Führkette fast k.o. geschlagen.

Mir persönlich wäre der Kappzaum zu wuchtig am Pferd, außerdem muß man dem Pferd da ja schon wieder den Kiefer festzurren damit der Kappzaum überhaupt richtig sitzt und wirkt - und das ist schon wieder ein Zwang den ich meinem Pferd beim Spazierengehen ja tunlichst ersparen möchte.
Liebe Grüße
Ulla

Offline ChristineTopic starter

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #379 am: 11.04.12, 10:45 »
Hallo,

das ich kein Pferd gegen seinen erklärten Willen bei mir halten kann, egal mit welchen Zäumungen und Maßnahmen, das ist mir genauso bewusst, wie allen anderen hier. Da entscheidet das Kräfteverhältnis ganz eindeutig für das Pferd. Ziel ist es, das es gar nicht erst so weit kommt, das das Pferd um`s "Verrecken" weg von mir will. Daran möchte ich arbeiten.

Der Einsteller, der mit mir und seinem Pferd (auch mit Knotenhalfter) spazierengegangen ist, der zeigt mir ein bisschen was von Parelli und hilft mir dabei es mit Gaucho zu machen.
Meine erste "Stunde" (es waren ca. 15 Minuten) hatte ich schon.
Er macht das schon länger und hat damit seine Stute, die eigentlich nicht mehr reitbar war, soweit gebracht, dass er heute seine 8-jhrg. Tochter draussen auf dem Pferd spazierenführen kann. Interessanterweise reitet er selber gar nicht (mehrere Bandscheiben OP´s) - das hat seine Frau übernommen.
Aber Bodenarbeit findet er Klasse und er hat es als "Herausforderung" empfunden dieses "schwer bis nicht mehr handelbare" Tier wieder - für den Menschen - zu sozialisieren.
Vorher hatte er nie was mit Pferden zu tun - diese Info nur am Rande.

Als ich dann auf unserem Reitplatz (die Halle wr belegt) das "friendly Game" mit Gaucho "spielte" und ein paar Führ- und Stehübungen machte, da hat er auch mal einen Satz gemacht. Aber es genügte ein (kleiner) Ruck am Knotenhalfter und er war wieder bei mir. Zwar war er dann noch aufgeregt (die Tochter des SB hatte auf der anderen Seite einen Kaninchenbau
entdeckt und versuchte - mit lautem Geschrei -  zu verhindern das einer der Stallhunde diesen komplett entvölkerte) aber er hat wieder auf mich gehört und ich konnte ihn gesittet wieder zurück in den Stall führen. Für mich ein Riesenerfolg. Und es hat mir gezeigt, dass man mit dieser Art Halfter einen spürbaren Einfluss auf`s Pferd hat.

Übrigens - nächstes Jahr kommt bei uns der Osterhase nicht mehr :-\ unser Stallhund hat den gesamten Kanickelnachwuchs eliminiert.

Grüße Christine

Offline Maxima

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #380 am: 11.04.12, 10:52 »
Ups, nuja - Karniggels und Pferde ergänzen sich ja eh nicht so doll wegen der Verletzungsgefahr  ::)

Christine, ich hab Deine Geschichte von Anfang an immer mitgelesen, ich finde es hört sich jetzt echt toll an mit Gaucho und Du hast offenbar wirklich die richtigen Leute um Dich herum damit ihr diesmal ein tolles Verhältnis bekommt! Bodenarbeit, Spaziergänge und ähnliches sind meiner Meinung nach extremst wichtig und hilfreich um ein tolles, entspanntes Verhältnis zwischen Pferd und Mensch aufzubauen.

Ich halte euch beiden sämtliche Daumen daß es diesmal ein dauerhaftes Happy End wird und Du endlich wieder Vertrauen in Dein Pferd finden kannst.
Liebe Grüße
Ulla

Offline carola

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #381 am: 11.04.12, 10:56 »
Das hört sich richtig gut an. :D Das mit dem Pferd, das mit dem Karnickelnachwuchs weniger. :'(
Ich denke auch, es ist immer gut, auch vom Boden mit dem Tier zu arbeiten, damit auf beiden Seiten Vertrauen da ist, und der Typ klingt so, als hätte er sich da gut reingefunden. :)
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Offline Anja

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #382 am: 11.04.12, 11:26 »
Mit einem Kappzaum spazieren gehen würde ich als overdressed empfinden. Außer man hat eine ungezogene Krawalltüte an der Hand. Da wirkt eine Serreta deutlich mahnender....  ;D

Und mit einem längeren Führstrück, Knotenhalfter und Gerte..... habe ich mir noch nie Gedanken über Versicherungen gemacht. Knotenhalfter und langer Führstrick sind nur gerade verliehen.

Mir reichen Halfter und Strick.....  Spazierengehen soll doch auch entspannend für das Färd sein, da würde ich ungerne eine Trense verwenden.  Muss man das  ???
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Offline zaino

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #383 am: 11.04.12, 12:40 »
... also ich hab meinen Junghengst!!! damals, dem begreiflicherweise und altersbedingt erstmal die Basics fehlten - von nix kommt nix - jahrelang am Halfter gassi geführt, die Führkette als zu unpraktisch rausgefummelt und in die Ecke geschmissen und es hat sich nix gefehlt. Von altersbedingten kleineren Raufereien abgesehen - was auch aufs pferd ankommt). Kappzaum ist ok, wenn man sich selber sicherer fühlen möchte. Geschmackssache.
Was man mit Kandidaten mit kurzen dicken Hälsen macht, die ihre Kraft kennen, sich methodisch steif machen und losballern mit ausgesprochenen gezielten Losreiss-Absichten, keine Ahnung. Hatte ich nicht, will ich nicht, wünsch ich auch keinem. Andere Kiste.

Übrigens: Ich habe bei 2 Versicherungen explizit nachgefragt, mit welchen Zäumungen ich ins Gelände darf, und "gebisslos" war jedesmal definitiv abgesichert! (da mir die SBs beim Junghengst umgekehrt versicherten dass das Pferd mich a) umbringen und b) keine Versicherung zahlen würde wenn ich nicht mindestens mit Steigergebiss, Führkette und Zementeimer an jedem Huf rausginge ::) hab ich eben jeweils angerufen bzw. beim Wechsel weg. hohem Preis die Vertreterin gebeten, extra für mich nachzufassen) Fazit: Gebisszwang ist Quatschprogramm. Beim Kutschefahren sieht es wieder was anders aus, aber auch wieder: Andere Kiste.

Viele streng konservative Hallenhopser guckten ja bis vor ein paar Jahren noch sparsam, wenn da wer mit Pooodenarbeit und Spazierengehen kam. Als ich meinen mal wg einer Hufverletzung für eine Weile nicht ritt sondern wieder führte, staunten die benachbarten Dressierer, ob das wohl gut ginge? Es ging.

Dies zur Beruhigung, Christine. Weiter so, liest sich wirklich gut, mit dem Gaucho! :D

Offline Anja

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #384 am: 11.04.12, 12:55 »
Zaino, Danke, dann muss ich ja weiterhin mir nicht das Steigergebiss ausleihen...,  ;D Wobei, bei meiner Stute wäre es vielleicht nützlich.....  ::)

Christine, lass dich nicht verrückt machen, ein normales Pferd kann man auch am Halfter führen. Und ein bisschen Booodenarbeit nach Parelli kann eigentlich nur eure Kommunikation verbessern.  :D
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Offline zaino

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #385 am: 11.04.12, 14:42 »
Christine, lass dich nicht verrückt machen, ein normales Pferd kann man auch am Halfter führen.
Meine Rede! Mich haben damals meine leicht paranoiden SBs aber auch erst mal verunsichert. Schlüsselerlebnis war dann eine Engstelle direkt an der Straße lang, als ein schepperndes Ungetüm von Lastwagen mit SChrott obendrauf an uns vorbeischürte, und Hengsti immer kürzer und dicker und höher wurde, und die Augen ihm immer weiter aus dem Kopf quollen. Ich hatte ihn auch nur am Halfterstrick und machte mir selber fast in die Hosen, aber Strick u. Stimme genügten: Sooo ein großer Hängscht wird sich doch nicht vor dem lächerlichen Laster fürchten! - und es hat funktioniert, v. a. meine Versicherung, was für ein Held er wäre, als das Biest vorbei war.
Und ab da wusste ich, ich KANN ihn kontrollieren. Und das Vertrauen ist auch da.
Losgerissen hat er sich damals nur 1x, und sich dann nicht wirklich weglaufen getraut  ;D.
« Letzte Änderung: 11.04.12, 14:46 von zaino »

Offline Hexle

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #386 am: 11.04.12, 15:03 »
jaaaaaaaaaaaa ich kenn auch nen haufen bravtiere, die von allein niemals auf die Idee kämen am halfter zu zuppeln geschweige denn sich loszureissen und abzuhauen - aber ich kenn auch nen haufen, die eben anders drauf sind und denen muss man mit stallhalfter und strickchen ausserhalb geschlossener Umzäunungen nicht kommen  ::) ::) ::)

.. und woher soll jetzt Christine wissen, ob das Pferd ein "normales" Pferd ist?  Sie hat ihn erst seit ein paar Tagen .. wie die Zausel drauf sind, weiss man doch erst, wenn man sie schon eine ganze Weile hat

Sie weiss dass er wohl noch nie im Gelände war - also lieber vorsichtig und Knotenhalfter drauf
Er gehört ihr noch nicht ! - also lieber vorsichtig und Knotenhalfter drauf

und zwar genau SO wie sie es macht


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Offline Ipanema

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #387 am: 11.04.12, 15:10 »
Mit einem Kappzaum spazieren gehen würde ich als overdressed empfinden. Außer man hat eine ungezogene Krawalltüte an der Hand.

Ein normales unverdorbenes Pferd kann man auch am Halfter führen, ja. Aber ich hatte schon mehrere Kandidaten, die - obwohl sonst nette Tiere im Umgang - schon herausgefunden hatten, dass der Mensch sie am Halfter (oder auch an der Trense) nicht halten kann, wenn sie loswollen. Zum Beispiel, weil sie einfach heim wollen oder weil sie sich erschreckt haben.
Und aktuell habe ich (wieder) ein Jungpferd, von dem ich möchte, dass es das gar nicht erst herausfindet.
Deswegen würde ich mit einem neuen Pferd immer erst ein paar Mal mit Kappzaum rausgehen. Bis ich weiß, ob es der superbrave Typ ist, der vor nichts erschrickt oder ob es nicht doch eine unerklärliche Abneigung gegen Kühe, Trecker oder sonstiges hat. Und mit einem stabilen Kappzaum kann man tatsächlich auch ein 600kg-Pferd halten. Wenn man nicht ganz geschlafen hat, sondern beim ersten Anzeichen, dass das Tier durchstarten will, mal daran ruckt.
So bequem ist wie ein Halfter ist ein Kappzaum für das Pferd nicht, das gebe ich zu. Aber man kann ja nach einiger Zeit wieder auf weicheres umrüsten. Nur: wenn das Pferd erstmal weiß, dass es gegen das Halfter gehen kann, dann ist das sehr schwer wieder heraus zu bekommen, daher lieber den Anfängen wehren.

Ok, ich sehe Hexle hat ähnliches geschrieben, nur dass sie Knotenhalfter empfiehlt. Ich bezweifle, dass ein Knotenhalfter SO gut wirkt wie ein Kappzaum, aber mir fehlt der Vergleich (keine Erfahrung damit). Mit Sicherheit ist ein Knotenhalfter wesentlich wirkungsvoller als ein Stallhalfter.

Offline ChristineTopic starter

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #388 am: 11.04.12, 15:21 »
Hallo,





Offline ChristineTopic starter

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Re: Wann ist das Ende erreicht?
« Antwort #389 am: 11.04.12, 15:43 »
Hallo,

nach über einer halben Stunde schweisstreibender Arbeit (auch noch im Team mit einer lieben Mitarbeiterin) könnte es sein, dass nun ein Foto von Gaucho erscheint. Einen Fehlversuch hatte ich ja schon. Mein Beitrag, in dem nur"Hallo"steht.
Ich glaub`s ja erst, wenn ich es sehe. Bis jetzt steht da unten nur ein Mords-Wirr-Warr und kein Bild sichtbar.
Also wenn`s nicht geklappt hat, dann geb ich`s auf und brauch ein Opfer, dass es für mich macht. Wie auch immer. Ich bin dann am Ende meines Lateins angelangt.




Ziemlich entnervte Grüße
Christine