Autor Thema: Probleme beim Fressen - aber Zähne O.K  (Gelesen 5565 mal)

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Offline phoenixTopic starter

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Probleme beim Fressen - aber Zähne O.K
« am: 02.11.11, 13:10 »
Hallo,
mein Pferd (14) hat seit einigen Wochen Probleme beim Fressen. Obwohl er eigentlich eine Fressmaschine ist, rührt er morgens seinen Hafer nicht an. Seine Heuportion ist morgens weg, doch er hat Probleme mit dem Kauen und es liegen immer wieder Heuwickel in der Box.
Bisher haben wir folgendes durch:
Hof-TA hat die Zähne geraspelt, allerdings die Backenzähne etwas zu kurz.
Pferdedentist hat die Schneidezähne angepasst, konnte aber auch keine Ursache finden.
In der Klinik wurde kein Befund an den Zähnen bzw. Zahnwurzeln gefunden. Blutuntersuchungen ohne Befund. Röntgen und Ultraschall ergaben den Verdacht auf Arthrose im Kiefergelenk. Ihm wurden Cortison und Hyaluronsäure gespritzt, was lt. den Tierärzten dort zur Besserung führte. Da er normal gefressen habe, habe ich ihn wieder heimgeholt.
Daheim geht das Spiel allerdings wieder von vorne los. Hafer blebt liegen, Heu wird schlecht gefressen und Heuwickel produziert. Ich füttere ihn jetzt mit Mash und Heucobs, doch das ist ja keine Dauerlösung.
Vielleicht hat einer von euch eine Idee?

Danke Sabine

Offline terra

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Re: Probleme beim Fressen - aber Zähne O.K
« Antwort #1 am: 02.11.11, 13:22 »
wenn ich mal von meinem auf Dein Pferd schliessen darf: "bäh, kansste selber fressen"  ;) ... wenn Heu und Stroh nicht den gewünschten Geschmack (und der ist für meine Rumpel absolut unabhängig von der Qualität ::)) haben, wird nur der gröbste Hunger gestillt, Kf bleibt u.U. ganz im Trog.

Offline carola

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Re: Probleme beim Fressen - aber Zähne O.K
« Antwort #2 am: 02.11.11, 13:36 »
Aber Heuwickel wegen "bäh"? ??? Das klingt ja irgendwie schon nach Zähnen. Und die Zahn-Röntgenbilder zeigten auch keinen Schaden? Vermutlich nicht...
Aber wegen "Bäh" müsste sich das ja relativ einfach feststellen lassen. Heusack von Klinik holen. ;)
Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!

Offline TinaH

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Re: Probleme beim Fressen - aber Zähne O.K
« Antwort #3 am: 02.11.11, 13:37 »
Röntgen und Ultraschall ergaben den Verdacht auf Arthrose im Kiefergelenk.

Hört sich für mich so an, als wäre hier die Ursache schon gefunden....
Rausfinden kann man dies, indem man die potentiellen Schmerzen für ein paar Tage ausschaltet (Phenylbutazon oder Meloxicam) und beobachtet, ob er dann besser fressen kann.
Wenn ich tolerant wäre, dann würde ich einen Gänseblümchenkranz auf dem Kopf tragen und Kumbaya singen

Offline phoenixTopic starter

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Re: Probleme beim Fressen - aber Zähne O.K
« Antwort #4 am: 04.11.11, 12:44 »
Danke für die Antworten. Ich denke, ich werde es mit Schmerzmitteln probieren. Ich war mir nur so unsicher, da die Klinik ihm auch einige Tage kein Mittel gab und er trotzdem gefressen hat.

Offline Othi

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Re: Probleme beim Fressen - aber Zähne O.K
« Antwort #5 am: 15.12.11, 09:31 »
Und? Wie ist es weitergegangen?
Würde mich einfach mal interessieren!

Zitat
Ich war mir nur so unsicher, da die Klinik ihm auch einige Tage kein Mittel gab und er trotzdem gefressen hat.
Ja, aber: Ich dachte, bei Arthrose ist Bewegung gut (bei Arthrose im Beingelenk laufen sich die Pferde doch ein, oder?) Wenn er nun in der Klinik unter Schmerzmitteln gefressen hat, wurde das Kiefergelenk gut bewegt. Also wurden die Schmerzen besser und er hat auch ohne Mittel weitergefressen.
Zu hause wurde es dann eben ohne die Mittel wieder schlechter (vielleicht längere Fresspausen als in der Klinik?)...

War jetzt nur so eine Idee. Wie geht es Deinem Pferd denn jetzt?

Offline Chrissi123

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Re: Probleme beim Fressen - aber Zähne O.K
« Antwort #6 am: 04.06.22, 22:17 »
Guten Abend,
auch wenn die Nachrichten schon einige Jahre alt sind, wollte ich nachfragen, was es im Endeffekt genau war und ob deinem Pferd geholfen werden konnte.
Ich stehe bei meinem Pferd exakt vor den selben Problemen und würde mich über eine Nachricht sehr freuen.

Offline Lucie

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Re: Probleme beim Fressen - aber Zähne O.K
« Antwort #7 am: 04.06.22, 23:07 »
Bei meiner Stute (inzwischen 29) ist der Auslöser für schlechten Kaudruck, damit ggf. Schlundverstopfung und Co und schließlich der Verdacht Kieferarthrose (der sich aber auf Röntgenbild nicht bestätigt hat) das kaputte Knie und damit gerne eine Schiefstellung im Becken. Das zieht sich eben über den Rückenmuskel und den Duralschlauch bis vorne durch. Seit wir regelmäßig (ca. alle 4 Wochen) den Osteopaten da haben (und zwar egal davon wie sie läuft), der sie ggf. hinten wieder gerade macht, hat sie keine Probleme beim Fressen mehr und die Empfindlichkeit im Kiefergelenk ist auch weg.