Autor Thema: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)  (Gelesen 13369 mal)

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Offline haflingercowgirl

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #15 am: 07.11.11, 20:36 »
Was ist denn mit der verkleinerung des Genpools?

Du meinst, die bewährte Praxis der QH-Züchter nur mit wenigen Vererbern, z.B Poco Bueno, King, Doc Bar, Impressive- lastigen Individuen zu züchten, die dann zu dem Ergebnis führt, dass überproportional die Hochleistungsspitze der Sportpferde von diesen Gendefekten betroffen sind?

Offline pocavistaranch

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #16 am: 08.11.11, 10:47 »
Nein, das meinte ich ganz sicher nicht! Solltest Du doch wissen. ;-)
Ich meine, das man die ohnehin schon wenigen Blutlinien nicht noch mehr reduzieren sollte.
Ich nehme mal Lethal White als Beispiel. Wenn man verantwortungsvoll damit umgeht, sprich niemals zwei Träger miteinander verpaart, sind die Nachkommen gesund und haben keine Probleme.

Ich finde es nicht gut wenn Dinge pauschal reglementiert werden.

Und wenn man wirklich konsequent sein möchte, müsste man die Haltung von Haflingern, Fjordpferden und Isländern in Deutschland komplett verbieten.
Artgerechte Haltung (nämlich 24 Stunden auf der Weide) kann man den meisten von ihnen wegen Hufrehegefahr oder Sommerekzem ja nun auch nicht wirklich bieten.
 ;)

Offline Jjaks

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #17 am: 08.11.11, 12:11 »
... wir haben ein Tierschutzgesetz, mit eindeutigen Regeln.(§ 11b) Verbot von Qualzuchten) Ich darf Dich an dieses Gutachten erinnern. Wer mit mutierten Genen züchtet, der verstößt dagegen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Bund an die Türen der Pferdezucht-Verbände klopft, die dies wissentlich missachten.

Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetztes (Verbot von Qualzüchtungen) Herausgeber : Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BMELF), Referat Tierschutz,Postfach, 53107b Bonn, Interner : http://www.bml.de

Tja, und bei den Quarters wäre da noch die nahezu unbedeutende Tatsache, dass im Unterschied zu deutschen Zuchten jedes Fohlen mit zwei bei der AQHA eingetragenen Eltern AQHA-Papiere bekommt. Also nicht ungekörter Vater = halbe oder keine Papiere.
Die DQHA kört zwar, aber gegen die AQHA hat das keine rechtliche oder sonst eine Bindung. Papiere gibt's immer.
Und dass die DQHA HYPP-positive Pferde von der Futurity-Teilnahme ausschließt, hat bei den Amis nicht zu Begeisterungsstürmen geführt. Bei den Amis sind doppelte Genträger (H/H) erst seit 2007 nicht mehr eintragungsfähig...
N/Hs sind noch immer nicht von der Zucht ausgeschlossen.

Hätten die Züchter nur einen Funken Verstand und Verantwortung, dann wären solche Gutachten und Zuchtverbote gar nicht nötig.
Wenn Du da die Käufer mit einschließt gebe ich Dir Recht.
Ich habe Dir die Macht verliehen, zu fliegen ohne Flügel

Offline haflingercowgirl

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #18 am: 08.11.11, 12:29 »
Nein, das meinte ich ganz sicher nicht! Solltest Du doch wissen. ;-)
Ich meine, das man die ohnehin schon wenigen Blutlinien nicht noch mehr reduzieren sollte.
Ich nehme mal Lethal White als Beispiel. Wenn man verantwortungsvoll damit umgeht, sprich niemals zwei Träger miteinander verpaart, sind die Nachkommen gesund und haben keine Probleme.

Poca, das ist noch gar nicht 'raus', denn der Stand der Dinge ist dieser. Ich darf mal Beagle zitieren:

Zitat
Mit meinem bescheidenen Genetik-Wissen schließe ich daraus, dass EDNBR und OWLS auf die gleiche mit der Farbe gekoppelten Mutation zurückgehen, nur mit unterschiedlichen Ausprägungen? Also dass die betreffende Zeichnung ohne eine der beiden Mutationen auftreten kann, mit einer der beiden oder mit beiden? _________________
nur echt mit dem beagle ...

Wenn man also jetzt streng genommen die Träger des mutierten Gens eleminiert, könnte das bedeuten, dass man trotzdem noch 'bunte' Pferde (Tobianos) züchten kann und das ist ja Sinn einer Farbzucht. Aber wir wollen hier nicht vom eigentlichen Theme abweichen.  :)

Zitat
Ich finde es nicht gut wenn Dinge pauschal reglementiert werden.
Ich finde es nicht gut, auf andere 'Schauplätze' abzugleiten. Ich hab Dich mit keinem Wort pers. angegriffen, oder?

Zitat
Und wenn man wirklich konsequent sein möchte, müsste man die Haltung von Haflingern, Fjordpferden und Isländern in Deutschland komplett verbieten.
Artgerechte Haltung (nämlich 24 Stunden auf der Weide) kann man den meisten von ihnen wegen Hufrehegefahr oder Sommerekzem ja nun auch nicht wirklich bieten.
 ;)
« Letzte Änderung: 08.11.11, 13:29 von haflingercowgirl »

Offline haflingercowgirl

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #19 am: 08.11.11, 12:41 »
Tja, und bei den Quarters wäre da noch die nahezu unbedeutende Tatsache, dass im Unterschied zu deutschen Zuchten jedes Fohlen mit zwei bei der AQHA eingetragenen Eltern AQHA-Papiere bekommt. Also nicht ungekörter Vater = halbe oder keine Papiere.
Die DQHA kört zwar, aber gegen die AQHA hat das keine rechtliche oder sonst eine Bindung. Papiere gibt's immer.
Und dass die DQHA HYPP-positive Pferde von der Futurity-Teilnahme ausschließt, hat bei den Amis nicht zu Begeisterungsstürmen geführt. Bei den Amis sind doppelte Genträger (H/H) erst seit 2007 nicht mehr eintragungsfähig...
N/Hs sind noch immer nicht von der Zucht ausgeschlossen.
Wenn Du da die Käufer mit einschließt gebe ich Dir Recht.


Genau das ist der Punkt! Der Markt verlangt nach tauben Gunners, oder anderen Nachkommen mit Gendefekten von Spitzenvererbern und das Vermarktungskonzept ist darauf ausgelegt.

Offline Jjaks

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #20 am: 08.11.11, 13:39 »
Genau das ist der Punkt! Der Markt verlangt nach tauben Gunners, oder anderen Nachkommen mit Gendefekten von Spitzenvererbern und das Vermarktungskonzept ist darauf ausgelegt.

Sorry, nein, das ist nicht "der Markt".
"Der Markt" hat gerade erst gelernt, dass nur ein Quarter/Painthorse mit Papieren ein echtes Quarter/Painthorse ist.

Wer fragt denn nach einem Gentest? Doch nur Leute, die selbst schon ein krankes Pferd oder eins in der Bekanntschaft hatten.

Turnierreiter sind nicht "der Markt", Freizeitreiter sind es, die ein "genetisch braves" Westernpferd wollen, weil das für Otto-Normal-Reiter einfacher zu überleben (und größentechnisch handlicher) ist als das, was in der Warmblutzucht als "Freizeitpferd" auf den Markt gebracht wird.
Schau mal oben in die Anzeigen, da fällt der größte Teil in die Kategorien "hübsches Fohlen/XY-prospect", "unverbrauchtes Freizeitpferd", "ein Jahr Profiberitt und jetzt ready-to-show für Jugendliche und Amateure" oder "Zuchtstute".
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Offline pocavistaranch

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #21 am: 08.11.11, 14:55 »
Der "Markt" ist eigentlich schon ganz gut informiert.
Und als seriöser, kleiner Züchter will ich ja nicht die Leute veräppeln.

Es bringt mir doch deutlich mehr, wenn die Käufer eines Fohlens genau das bekommen was sie brauchen. Genetisch einwandfrei (Unsere Stuten sind alle getestet) und topgesund aufgezogen.
Dafür müssen sie sich gefallen lassen, das ich sie auch unter die Lupe nehme. Für mich ist das Züchten Hobby und das letzte was ich will, ist ein Pferd was darunter zu leiden hätte!!!
Ich gehe zu Fohlenschauen und zur Futurity weil mir die Meinung von Zuchtrichtern wichtig ist. Ich möchte das aber nicht als Zwang haben!

Denn was wird denn so alles gekört in Deutschland? Und was gibt es nicht alles für Möglichkeiten Pferde irgendwo als "Deutsches Pferd" eintragen zu lassen.
Ich kenne es noch von der Hafizucht meines Vaters. Was wurde da nicht alles prämiert? Generationen von Pferden, die außer hübsch zu sein nichts vorweisen mussten. (Ich sehe da Parallelen zu Halterpferden in USA)
Und aktuell sehe ich den Versuch das deutsche Reitpony in blond zu züchten und es Haflinger zu nennen... Alles unter dem Reglement von hochdotierten Leuten.
Und wehe man unterwirft sich nicht, dann kann man als Züchter einpacken ... so haben wir es erleben müssen.

In der Quarter Horse Zucht gibt es übrigens neben Doc Bar, Poco Bueno etc noch eine ganze Menge an genetischem Potenzial. Eine große Menge an Ranchpferden zB.

Haficowgirl: Ich wollte auch überhaupt nicht persönlich werden! Falls das so rübergekommen ist entschuldige ich mich dafür!!

Ich bin allerdings sofort auf 180 wenn man pauschal gegen die ach so kranken QH wettert. Welche Pferderasse bringt sonst so eine Rittigkeit/Kooperationsbereitschaft/Feinfühligkeit gepaart mit Nervenstärke?


Offline terra

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #22 am: 08.11.11, 15:08 »
Der Trakehner  :D

Offline pocavistaranch

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #23 am: 08.11.11, 15:22 »
Stimmt! DEN hatte ich vergessen...
 ;D

Offline haflingercowgirl

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #24 am: 08.11.11, 15:30 »
Der "Markt" ist eigentlich schon ganz gut informiert.
Und als seriöser, kleiner Züchter will ich ja nicht die Leute veräppeln.

Es bringt mir doch deutlich mehr, wenn die Käufer eines Fohlens genau das bekommen was sie brauchen. Genetisch einwandfrei (Unsere Stuten sind alle getestet) und topgesund aufgezogen.
Dafür müssen sie sich gefallen lassen, das ich sie auch unter die Lupe nehme. Für mich ist das Züchten Hobby und das letzte was ich will, ist ein Pferd was darunter zu leiden hätte!!!
Ich gehe zu Fohlenschauen und zur Futurity weil mir die Meinung von Zuchtrichtern wichtig ist. Ich möchte das aber nicht als Zwang haben!


Ich sag das jetzt mal ein wenig überspitzt: Als was denn? Als Ausschlußkriterium wären Exterieurmängel von Heute Morgen kein Thema mehr! Und damit sind wir wieder beim Thema, wenn jeder das züchten kann, was er will dann gibt es keine Reglementierung und es kommt dann das heraus, was die QH-Zucht heute ist. Und das dann darunter auch kleine Züchter, wie Du, zu leiden haben, das merkst Du ja auch.

Zitat
Denn was wird denn so alles gekört in Deutschland? Und was gibt es nicht alles für Möglichkeiten Pferde irgendwo als "Deutsches Pferd" eintragen zu lassen. Ich kenne es noch von der Hafizucht meines Vaters. Was wurde da nicht alles prämiert? Generationen von Pferden, die außer hübsch zu sein nichts vorweisen mussten. (Ich sehe da Parallelen zu Halterpferden in USA)

Naja, das hat sich aber grundlegend geändert.  ;)

Zitat
Und aktuell sehe ich den Versuch das deutsche Reitpony in blond zu züchten und es Haflinger zu nennen... Alles unter dem Reglement von hochdotierten Leuten. Und wehe man unterwirft sich nicht, dann kann man als Züchter einpacken ... so haben wir es erleben müssen.

Dieser Versuch hat seinen eigenen Zuchtverband gefunden und hier, wie dort, werden Marktlücken gesucht und gefunden, ganz nach dem Vorbild der USA, wo es für ein- und dasselbe Pferd x Verbände gibt. Meinst Du denn, dass sei von Vorteil`?


Zitat
In der Quarter Horse Zucht gibt es übrigens neben Doc Bar, Poco Bueno etc noch eine ganze Menge an genetischem Potenzial. Eine große Menge an Ranchpferden zB.

Genau das isses. Es gibt aber kaum Käufer hier dafür. Ich kenne nur eine handvoll Leute, die sich für solch ein Pferdchen interessieren. Und nur zwei haben ein solches Pferd selber importiert und das liegt, m.E. an der Vermarktungsstrategie der AQHA.

Zitat
Haficowgirl: Ich wollte auch überhaupt nicht persönlich werden! Falls das so rübergekommen ist entschuldige ich mich dafür!!
ok, ich dachte, Du fühltest Dich angegriffen.  :-\

Zitat
Ich bin allerdings sofort auf 180 wenn man pauschal gegen die ach so kranken QH wettert. Welche Pferderasse bringt sonst so eine Rittigkeit/Kooperationsbereitschaft/Feinfühligkeit gepaart mit Nervenstärke?

Poca, hier hat niemand gewettert, sondern nur kritisch hinterfragt. Ich mag die Rasse übrigens sehr, aber ich mag die Art nicht, wie damit 'umgesprungen' wird, die Tiere können sich nicht wehren und leiden unter ihren Defekten, das finde ich unfair (mir fallen dafür noch viele, nicht online-taugliche Worte ein) und ist durch nichts zu entschuldigen.  >:(

Gut gerittene Haflinger können rittig und nervenstark sein. Leider ist der Haflinger zum 'Armeleuts-Pferd' verkommen und selten gut ausgebildet.

[/quote]
« Letzte Änderung: 08.11.11, 15:38 von haflingercowgirl »

Offline terra

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #25 am: 08.11.11, 15:36 »
Ist doch beim WB das gleiche - versucht mal ein gut grundausgebildetes Dressurpferd zu kaufen, dass WDR-frei ist, oder einen Springer ohne Corde und Ladykiller ...

Offline Jjaks

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #26 am: 08.11.11, 16:26 »
Als Ausschlußkriterium wären Exterieurmängel von Heute Morgen kein Thema mehr!

Wenn das so einfach wäre, dann gäbe es keine mittelmäßigen Fohlen aus guten Eltern.
Leider gibt es dann noch das Thema "rezessive Merkmale".

Jeder Züchter, der diese Bezeichnung verdient, macht sich im größeren oder kleineren Rahmen Gedanken darum, ein qualitativ möglichst hochwertiges Produkt zu erzeugen (kaum jemand kann oder will sich ein dauerhaftes Verlustgeschäft leisten). Das gelingt nun dank Mendel nicht immer. Und selbst wenn das Produkt tatsächlich so hochwertig ist wie geplant, ist da immer noch die Kundschaft, die auf den ersten Blick nicht einsehen möchte, für ein Fohlen mehr als den Fleischpreis halben Erzeugerpreis zu zahlen, weil "ein Schlachtfohlen / das Fohlen meines Nachbarn kostet doch auch nur..."

Und jeder, der sich mit seiner krummbeinigen / genetisch benachteiligten Minna den Traum "ein Fohlen aus meiner eigenen Stute" verwirklicht, ruiniert den Preis für das obige hochwertige Zuchtprodukt, spätestens wenn er merkt dass der Traum drei Jahre nur kostet, und zwar genauso viel wie die Minna. That's life...
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Offline pocavistaranch

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #27 am: 08.11.11, 16:29 »


Ich sag das jetzt mal ein wenig überspitzt: Als was denn? Als Ausschlußkriterium wären Exterieurmängel von Heute Morgen kein Thema mehr! Und damit sind wir wieder beim Thema, wenn jeder das züchten kann, was er will dann gibt es keine Reglementierung und es kommt dann das heraus, was die QH-Zucht heute ist. Und das dann darunter auch kleine Züchter, wie Du, zu leiden haben, das merkst Du ja auch.
Ich merke es eher positiv ... da ich den Leuten nicht die überteuerte Seifenblase sondern ein korrektes Fohli zum angemessenen Preis verkaufe.

Naja, das hat sich aber grundlegend geändert.  ;)
Dann ist es ja gut. Vor 10-15 Jahren war es schlimm!

Dieser Versuch hat seinen eigenen Zuchtverband gefunden und hier, wie dort, werden Marktlücken gesucht und gefunden, ganz nach dem Vorbild der USA, wo es für ein- und dasselbe Pferd x Verbände gibt. Meinst Du denn, dass sei von Vorteil`?
Nein, das ist ganz sicher kein Vorteil!


Genau das isses. Es gibt aber kaum Käufer hier dafür. Ich kenne nur eine handvoll Leute, die sich für solch ein Pferdchen interessieren. Und nur zwei haben ein solches Pferd selber importiert und das liegt, m.E. an der Vermarktungsstrategie der AQHA.
 ok, ich dachte, Du fühltest Dich angegriffen.  :-\
Ich fühle mich immer angegriffen! ;-) Glaube aber nicht das es an der AQHA liegt. Eher am Turniergeschehen.

Poca, hier hat niemand gewettert, sondern nur kritisch hinterfragt. Ich mag die Rasse übrigens sehr, aber ich mag die Art nicht, wie damit 'umgesprungen' wird, die Tiere können sich nicht wehren und leiden unter ihren Defekten, das finde ich unfair (mir fallen dafür noch viele, nicht online-taugliche Worte ein) und ist durch nichts zu entschuldigen.  >:(
Weil sie so duldsam sind wird mit manchem Individuum auch unter dem Sattel schlimm umgesprungen... das finde ich auch sehr schlimm!

Gut gerittene Haflinger können rittig und nervenstark sein. Leider ist der Haflinger zum 'Armeleuts-Pferd' verkommen und selten gut ausgebildet.
Viele Hafis können das, ich weiß es! Hier meinte ich aber den Rasseschnitt. Und da überzeugt mich der deutsche Haflinger nicht mehr so.



Offline haflingercowgirl

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #28 am: 08.11.11, 16:47 »
Wenn das so einfach wäre, dann gäbe es keine mittelmäßigen Fohlen aus guten Eltern.
Leider gibt es dann noch das Thema "rezessive Merkmale".

Yep, das ist auch die crux mit den Gendefekten!  >:(

Zitat
Jeder Züchter, der diese Bezeichnung verdient, macht sich im größeren oder kleineren Rahmen Gedanken darum, ein qualitativ möglichst hochwertiges Produkt zu erzeugen (kaum jemand kann oder will sich ein dauerhaftes Verlustgeschäft leisten). Das gelingt nun dank Mendel nicht immer. Und selbst wenn das Produkt tatsächlich so hochwertig ist wie geplant, ist da immer noch die Kundschaft, die auf den ersten Blick nicht einsehen möchte, für ein Fohlen mehr als den Fleischpreis halben Erzeugerpreis zu zahlen, weil "ein Schlachtfohlen / das Fohlen meines Nachbarn kostet doch auch nur..."

Und jeder, der sich mit seiner krummbeinigen / genetisch benachteiligten Minna den Traum "ein Fohlen aus meiner eigenen Stute" verwirklicht, ruiniert den Preis für das obige hochwertige Zuchtprodukt, spätestens wenn er merkt dass der Traum drei Jahre nur kostet, und zwar genauso viel wie die Minna. That's life...


Yep! Wenn man oben auf den Header schaut, sieht man, wo die Reise hingeht!  :-[

Offline Rubens

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Re: Gesundheitstest bei Deckhengsten (DQHA)
« Antwort #29 am: 09.11.11, 06:41 »
terra, was heisst WDR?
"Manche Dinge verschweigt man am besten, indem man ausführlich über sie redet."   Simone Servais