Autor Thema: Die klassische Ausbildung des vielseitigen Westernpferdes  (Gelesen 14754 mal)

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Offline *Su*

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Hmm, ich habe die letzten 5 Jahre regelmässig Kurse bei Pete Kreinberg und Marina Perner besucht, zwischendurch war ich bei Herrn Aguilar und kürzlich bei Herrn Dysli. Davor war ich bei Trainern die heute recht bekannt sind in der Reining Szene, damals waren sie eben noch "um die Ecke" in ihren Anfängen. Und ich habe mich im Laufe der Zeit dazu entschieden das mir die traditionelle Reitweise im Vaquero Stil weitaus besser gefällt. Das hat nichts mit Wichtigtuerei zu tun, sondern mit Erfahrung.
Und der Ton hier ist genauso bescheuert wie in einem anderen Forum. ::)  Ich finde es z.B. auch albern in pailettenbestickten Slinkys aufzuschlagen und auf dem Pferd wie ein geschmückter Christbaum zu sitzen. Ja und? Jeder wie er mag.
Und Beagle...Ed Connell hat weitaus mehr zu sagen und man kann sich eine Menge mehr raus ziehen als "Nostalgie". Nicht alles was alt ist muss schlecht sein. Ich lese auch antiquarische Bücher über andere Themen. Aber du gehörst auch zu denen die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und das natürlich auch jedem auf die Nase binden müssen.
Mann mann, was sind die Reiter, egal in welcher Sparte, doch für ein affektiertes Volk.

geolina

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hm, beagle wurde aufgefordert mehr zu schreiben und sie hat ihre meinung geschrieben - das muss ja nicht deine sein su, aber einfach wegwischen würde ich beagles ansicht nicht. naja ich kenn mich nun aber so gar nicht bei den westernreitern aus, aber ;D bei uns gibt es ja auch diese: früher war alles besser bewegung. bei einigen nur vermarktung und die nerven einfach nur, bei anderen ist es verwischte erinnerung, bei anderen sogar ganz ok. mir sind aber auch leute lieber, die zwar alles was gut war, weiterführen, aber eben nicht in der vergangenheit leben, sondern im jetzt und hier. die sind einfach im umgang pflegeleichter *ggg*.

ach ja und tu mir den gefallen - fahr DEINEN ton bissl runter. ohne beagle zu kennen sie gleich so anzufahren ist ziemlich unnötig. kannst sie noch zusammenscheißen, wenn du dann etwas genauer weisst, was sie so denkt *lach*.

alex

Offline terra

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Haflingercowgirl - vielleicht könnte man dein klassisches WR je nach Herkunft und Stil mit "texanisch" oder "californisch" bezeichnen, oder vielleicht auch einfach als traditionelles oder Arbeits-WR ???
Mit Klassik verbinde ich einfach "alte" Namen wie Baucher  und co., die eine, nämlich ihre eigene, Ideologie in Bezug aufs Reiten schiftlich niedergelegt haben. Die sehr detailliert auch Mittel und Wege beschrieben haben, das Ziel zu erreichen . Die aber auch schon immer in der Diskussion waren und sind. Dieser theoretische Hintergrund fehlt mir beim WR.

Su, warum darf man Deine Idole nicht hinterfragen? Wenn Dir der Vaquerostil sowohl vom Reiten als auch vom Umgang mit dem Pferd her am Besten liegt - o.k., machs, es ist Dein Leben, aber lass bitte andere auch das ihre leben. Nur weil man vielleicht andere Vorstellungen hat, heisst das nicht automatisch, dass man z.B. den ganzen modernen Turnierzirkus und das Trainieren von Jährlingen für das Mass aller Dinge hält. 

geolina - ich habe mir im Herbst mal alte Americanavideos angeschaut - es war anders, aber nicht schöner und auch nicht pferdegerechter als heute (genauso wenig kann ich mich allerdings mit den Filmen von alten olympischen Dressurritten anfreunden  :-[)
Dysli, Kreinberg, Aquilar sind als Vorbilder für gutes, pferdgerechtes Reiten anzusehen -ich würde übrigens auch den in "englisch Kreisen" bekannteren Penquitt in diese Reihe stellen- vergleichbar mit z.B. einem Balkenhol, Klimke sen., etc. - wobei im WR natürlich ein weiterer Schwerpunkt auf dem allg. Umgang mit dem Pferd liegt.

Offline *Su*

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Beagle kann nichts dazu schreiben, Beagle muss arbeiten.

Ich persönlich finde den Nostalgie-Trip zu Reitweisen, die kaum einer wirklich kennt und die man selbst mangels dabeigewesensein auch kaum beurteilen kann, überflüssig. Ed Connells Buch bezieht sich auf die Arbeit des Ranchers mit einem Ranchpferd und nicht auf sinnbefreites Rumkreuzen in Rechtecken oder auf putzigen Ausritten. Von daher empfinde ich für mich Ed Connell und dieses ganze pseudo-elitäre Gelaber um den kalifornischen Reitstil als ziemlich albern und wichtigtuerisch. Vor allem, wenn man mehr und mehr dieser Worthelden real oder via Videos kennen lernt ...  ::) Ob beim texanischen Reitstil vor der Entwicklung des Westernreitens durch die Turnierwelt überhaupt von Reitkunst gesprochen werden kann, ist ja eh völlig dahingestellt. Es ist auch die Frage, ob das überhaupt sinnvoll ist, denn die Leute damals hatten anderes zu tun, als ihre Pferde in Seitengängen über die Prärie eiern zu lassen.

Den Begriff "klassisches" Westernreiten kann man wohl kaum mit Inhalt füllen, er ist für mich eine aktuell interessante, aber nichtsdestotrotz inhaltsleere Worthülse. Ein klassisches Westernreiten hat es niemals gegeben.

Ebenso falsch finde ich es, das moderne Westernreiten grundsätzlich zu verteufeln. Es gibt Abrichter und es gibt Ausbilder. Wer vorurteilsfrei und mit ausreichender Sachkenntnis auf Suche geht, wird beides finden und kann dann für sich selbst auswählen.

Wer will und die Ausbildungsmühen nicht scheut, kann sein Pferd so arbeiten, dass es in allen gängigen Disziplinen der modernen hiesigen Westernturnierwelt starten kann. Inklusive Working Cowhorse, Cutting sollte man wirklich aussen vor lassen. Wobei auch z.B. die Cuttingpferde von Dörings in Pleasure und Hunter under Saddle starten, z.B. auf DQHA All Novice Shows dort auf der Anlage. Ein gut gerittenes und solide durchgymnastiziertes Pferd wird immer gern gesehen und wird immer Anerkennung finden, auch wenn es den Heimweg nicht mit blauen Schleifen übersät antritt.


Das war die Antwort auf diesen Abschnitt. Auch ich lasse mich nicht über einen Kamm scheren ohne das man mich kennt. Beagle weiss sehr wohl was und wen sie damit gemeint hat.
Ich würde mich einfach nur gerne austauschen mit "netten" Leuten. Moderatoren von Foren scheinen nicht mehr dazu zu gehören. Vielleicht hat es ja Gründe das sie dieses "Ehrenamt" manchmal sogar mehrfach betrauen.
Buenas, Susanne

Offline Beagle-Petra

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Soll sich doch jeder den Schuh anziehen, der ihm passt, und sich darin dorthin begeben, wohin er möchte.

Ich habe meine Meinung geschrieben, weil ich hier dazu aufgefordert wurde, und meiner Meinung braucht sich nun wirklich niemand anzuschließen.
Ebensowenig habe ich bestimmte Personen weder direkt noch indirekt angesprochen. Da steht nichts zwischen den Zeilen.


Nur echt mit dem Beagle!

Offline Rubens

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Und der Ton hier ist genauso bescheuert wie in einem anderen Forum. ::) 

Tja..... wie man in den Wald reinruft.....
"Manche Dinge verschweigt man am besten, indem man ausführlich über sie redet."   Simone Servais

Offline Safira

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Eigentlich ist der Ton hier immer ganz nett,... Aber man muss doch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und es so drehen und wenden, dass es dann gegen einen verwendet wird. Vielleicht seid ihr einfach von anderen Foren "vorgeschädigt" ;) Nur weil jemand etwas deutlicher seine eigene Meinung darstellt, ist das noch lange kein Angriff auf die anderen, die sich vorher zu Wort gemeldet haben... ::)
Lieber auf neuen Wegen stolpern,
als in den alten Bahnen auf der Stelle treten.

Offline haflingercowgirlTopic starter

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Haflingercowgirl - vielleicht könnte man dein klassisches WR je nach Herkunft und Stil mit "texanisch" oder "californisch" bezeichnen, oder vielleicht auch einfach als traditionelles oder Arbeits-WR ???

Könnte man und wird auch so korrekt unterschieden. Aber wenn man klassisches Westernreiten in eine Suchmaschine eingibt, welche Treffer hat man?


Zitat
Mit Klassik verbinde ich einfach "alte" Namen wie Baucher  und co., die eine, nämlich ihre eigene, Ideologie in Bezug aufs Reiten schiftlich niedergelegt haben. Die sehr detailliert auch Mittel und Wege beschrieben haben, das Ziel zu erreichen . Die aber auch schon immer in der Diskussion waren und sind. Dieser theoretische Hintergrund fehlt mir beim WR.


Das ist beim Deutschen reiten nix anderes. Die meisten FN-ausgebildeten Reiter bezeichnen ihre RW als klassisch.


Zitat
Dysli, Kreinberg, Aquilar sind als Vorbilder für gutes, pferdgerechtes Reiten anzusehen -ich würde übrigens auch den in "englisch Kreisen" bekannteren Penquitt in diese Reihe stellen- vergleichbar mit z.B. einem Balkenhol, Klimke sen., etc. - wobei im WR natürlich ein weiterer Schwerpunkt auf dem allg. Umgang mit dem Pferd liegt.

Mir fehlt hier Ursula Bruns, diese Frau hat es erst möglich gemacht, dass viele Pferde nicht mehr nur in dunklen Ständern/Boxen hausen mußten, sondern endlich wie ein Pferd leben dürfen. Auch in Sachen Umgang hat sie die Pferdewelt revulutioniert.