Autor Thema: Reiter zu schwer für Pferd?  (Gelesen 22488 mal)

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Offline Schnett

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #15 am: 17.10.11, 18:15 »
Man muss halt immer sehen wie es passt im gesamten.

Dein Eindruck muss nicht falsch sein. Evtl tut sich das Pferd mit diesem Reiter in Sattel, Gewicht, Reitkünsten, Größe Kombination schwer.

Ich habe hier einen ca 145 Haffi mit einem 185 großem 100kg schweren Reiter


Pferd war munter und fleissig, war aber auch in der Lage ihn zu tragen, unterzutreten und mit zu schwingen auf Aufforderung. Klar n Anfänger kann das Pferd nicht so auffordern, dafür stand ich in der Mitte *gg*

Der Reiter ist das Pferd 1 mal die Woche geritten und das Pony wurde 2-3 mal noch zusätzlich von einem jungen Mädchen bewegt.
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Wieselchen

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #16 am: 17.10.11, 20:34 »
Ich will echt keinen Streit, aber eine Frage sei doch bitte erlaubt, wie kann man als RL von der Mitte aus das Pony zum schwingen und untertreten bringen, wenn ein Anfänger drauf sitzt? Das verstehe ich nicht.

Aber nichts desto trotz finde ich, daß der Haffi den Reiter gut abdeckt und es gar nicht so ausschaut als ob da jemand sehr groß und zu schwer ist. Jetzt nur auf dieses Foto bezogen, mehr kenne ich ja nicht.

Auch kleine Pferde können große und schwere Reiter gut abdecken. Wenn der gut läuft damit ist auch nichts dagegen einzuwenden finde ich. Wenn jemand mit drauf schaut, der das Pferd auch im Auge hat, falls es doch Schwierigkeiten bekommen sollte mit dem Gewicht.


Offline Schnett

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #17 am: 17.10.11, 21:48 »
Wo man dann wieder beim Unterschied steht:

Longieren oder Zentrifugieren...

Longieren beinhaltet sinnvolles gezieltes Arbeiten am Pferd. Takt, Losgelassenheit, Anlehnung und Schwung stehen ganz oben auf der Liste.
Ein sehr gut ausgebildetes Pferd ist in der Lage auch mit einem harmonierendem Anfänger diese 4 Schritte der Ausbildungsskala zu absolvieren.
Auch ohne Longe, indem es dem RL in der Hallenmitte folgt und zuhört.
Als Longenführer ist man in der Lage durch die von aussen treibenden Hilfen, das Pferd vermehrt zum Untertreten zu bringen. Auch ohne Longe ist es möglich durch die direkte Position in der Bahn dabei noch Tempo herauszunehmen, um das Pferd gesetzter Traben zu lassen.
http://images.tradoria.de/da88002868bc30e0b00f045f70cd32ae/images/177062216_583918.jpg

Dazu: Max ging 5 Jahre im Schulbetrieb, unter anderem unter Reitanfängern, welche zum Großteil <5 Jahre auf dem Pferderücken unterwegs waren.

Zentrifugieren heisst, das Pferd hat nur gelernt aus der Mitte gescheucht zu werden. Hier wird nur Wert auf Tempo und Bewegung gelegt, es darf gebockt und gefetzt werden, das Pferd soll ja entweder bewegt sein oder auch nur "ablongiert" um den später aufsteigenden Reiter zu entlasten.

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Wieselchen

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #18 am: 17.10.11, 21:52 »
Ach so, Du meinst beim longieren.... ok, ok, ich nehme alles zurück. Ich hab das echt falsch verstanden, ich dachte auf das Foto bezogen hast Du nur Unterricht gegeben und da ist es dem RL ja eher weniger möglich das Pferd gezielt zu beeinflussen, sondern der Reiter muss das auf Geheiß hinbekommen.
Das Du den Reiter longiert hast ist mir echt entgangen ! Tut mir leid, ja klar kann man beim longieren sehr gut auf das Pferd einwirken, da stimme ich Dir vollkommen zu.  :D


Und vielen Dank für den Link !! Wie man richtig longiert ist mir tatsächlich bekannt.  :D Hätte ich gewusst, daß es auch darum geht......  8)

Offline Schnett

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #19 am: 17.10.11, 22:08 »
Wie man sieht ist der Reiter nicht an der Longe, aber durchaus als geübter Longenführer mit einem sicheren und entsprechend ausgebildetem Pferd (das ist in dem Fall nicht mein Verdienst) sollte in der Lage sein von der Mitte aus auf Pferd und Reiter einzuwirken.
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Wieselchen

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #20 am: 17.10.11, 22:16 »
Also doch nicht longiert? Ok, jetzt schnall ich es nicht mehr, aber ok, ist wohl auch egal. Ist sicher richtig so wie Du es sagst.

Offline Kiowa

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #21 am: 17.10.11, 23:07 »
@Wiesel: wenn das Pferd wirklich gut ausgebildet ist, brauchst du da nicht unbedingt ein Seilchen vorne dran, um es zu beeinflussen, auch wenn das zweifellos hilft (Stellung). Aber ein wirklich gut longiertes, kooperatives Pferd, stellt sich u.U. auch auf Zeigen mit der Peitsche/ Gerte auf Hals oder Schulter und biegt sich, wenn du auf die Mitte zeigst. Dann treibst du etwas nach und wenn's vorher gut war, wird es dann nicht schneller. Gehört aber schon ein bisschen was dazu ... Und eine äußere Begrenzung *g* ... ob das hier der Fall sein kann, kann und will ich nicht beurteilen  ;)
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Offline Olli

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #22 am: 18.10.11, 07:29 »
Wo man dann wieder beim Unterschied steht:
Longieren oder Zentrifugieren...

nun aber eine grundsätzliche frage, wie kommen wir nun auf longe oder zentrifuge?
im zusammenhang mit dem schwerem reiter? *überlegt*

wenn das Pferd wirklich gut ausgebildet ist, brauchst du da nicht unbedingt ein Seilchen vorne dran, um es zu beeinflussen, auch wenn das zweifellos hilft (Stellung). Aber ein wirklich gut longiertes, kooperatives Pferd, stellt sich u.U. auch auf Zeigen mit der Peitsche/ Gerte auf Hals oder Schulter und biegt sich, wenn du auf die Mitte zeigst. Dann treibst du etwas nach und wenn's vorher gut war, wird es dann nicht schneller.
das ist aber ein verdammt sehr gut ausgebildetes pferd was du beschreibst!!


Wir dürfen das Pferd nicht vermenschlichen,
wir müssen uns verpferdlichen.“

Offline Traberhexe

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #23 am: 18.10.11, 10:17 »


nun aber eine grundsätzliche frage, wie kommen wir nun auf longe oder zentrifuge?
im zusammenhang mit dem schwerem reiter? *überlegt*

 das ist aber ein verdammt sehr gut ausgebildetes pferd was du beschreibst!!
Also wie jedes Parelli, M Roberts, (Pferdeflüster...Trainer) usw - Pony mit Western Sattel im Roundpen - so?? Oder wie?
Stimmt es gibt da ein paar (aber auch dort wird zentrifugiert...)
Genial das der Haffi so gut ist  :D 8) :D *Hut-ziehe*  8)

Also ich habe so viele schwere Reiter gesehen, wo das Pferd null Probs hat... Ich bin auch schwer... ::) :P Evtl gibts es ja ein Problem bei "diesem" Pferd? Meines hatte auch zB den Atlas & Axis verschoben und schon gab es Probleme die sich "Fortpflanzten" in andere Rücken Bereiche... :'( :-X
Sattel scheint ja zu passen  :D 
Also wenn nichts Gesundheitliches ist REITEN. Wie ist es wenn er auf einem anderen Pferd sitzt?  ??? Evtl ist er auf "diesem Pferd" einfach so evtl ist das nicht das Richtige? Manchmal passt ja einfach nicht ein Reiter und zu einem bestimmten Pferd?

Aber Ihr wisst schon das die Fribis hier extrem Belastungen mittmachen mussten? So einer, wenn er gesund ist, sollte das locker packen.
Bei uns steht einer Rücken nicht so toll, Sattel naja... Reiter (mehrere leichte Damen ein 0ann schwer) der schwere Mann so 90 kg schätze ich klein um 170 eher etwas drunter. Pferd geht Richtung 20 (kann auch drüber sein keine Ahnung er hat schon graue Stichelhaare im Gesicht  ;) ) Trotzdem läuft er und nicht so schlecht.
Das sind Millitätr Ponys!
Sie werden alle Jubeljahre (früher natürlich sehr viel mehr, nun so 1x im Jahr) von Anfängern im Millitärdienst geritten! Fremde die sich dann raufschwingen und die haben dann auch so einiges dabei  ;) und es sind nicht mal so 1 Stunde Ritte es geht meistens (so weit ich weiss) 1 - 2 Tage.
Na und früher sind die mit viel Gewicht viel gearbeitet worden. Würde die schon als leichtes Kalti eingruppieren stärker wie so ein Haffi mit 146.

Aber wichtig ist er gesund? Bist Du sicher, das er nichts hat am Rücken? Evtl Muskelkater wegen Muskelaufbau?
Reitet der Mann schon lange also wie lange? Erst kurze Zeit und dann dieses Pferd, dann könnte es ja besser werden, wenn mehr Muskeln da sind?  :-\
Und wurde der Fribi davor gut geritten oder hatte er eine Reit Arbeitspause?

Wieselchen

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #24 am: 18.10.11, 10:35 »
Traberhexe, ich finde das super spannend und gebe auch zu, daß ich da vielleicht etwas übervorsichtig wäre und den Pferden körperlich vielleicht zu wenig zutraue. Deshalb hätte es mich z.B. super interessiert ob das schonmal jemand untersucht hat, wie die Belastung eines schweren Reiters sich auf Dauer auswirkt und wie groß dabei die Ausbildung und das Training des Pferdes eine Rolle spielt.

Lässt sich das Gewicht z.B. vernachlässigen solange das Pferd absolut gesund und wirklich gut geritten/trainiert ist ? Oder ist eine Mehrbelastung von Sehnen und Gelenken trotzdem da ? Oder ist diese Mehrbelastung vielleicht sogar so gering, daß ein gesundes Pferd damit sein Leben lang zurecht kommt und nur unter "normalen" Verschleißerscheinungen zu leiden hat wie jeder?

Weil grad Pferde eben auf diese Tragerei körperlich nicht zugeschnitten sind finde ich das so interessant. Und wichtig zu wissen. Es gibt ja auch Pferde, die machen brav alles mit und zeigen nichts, obwohl es ihnen vielleicht doch nicht gut bekommt.
Das Wiesel zeigt z.B. erst Schmerzen beim laufen, wenn das Bein schon fast ab ist. Die kann ich immer reiten und es ist nix zu sehen, sie beißt extrem die Zähne zusammen und lässt sich nix anmerken. So findet man z.B. eine entzündete Wunde erst 2 Tage später, wenns richtig entzündet ist und man zufällig dran kommt. Denn lahm ging sie dann immernoch nicht und meine TÄ meinte, huch, damit müsste sie eigentlich deutlich lahmen......

Offline Traberhexe

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #25 am: 18.10.11, 10:53 »
@wiesel meine ist auch eine harte rennt noch mit 39,5 Fieber los  :P aber nach kurzem Weg war es mir zu hmhm komisch da war irgendwie alles schlapp.... also umdrehen. Und man sah es Ihr null an es stand eine TA dabei ,wie sie parat gemacht wurde  :o. Es sind ganz feine Dinge und dann weiss ich das könnte nun ein grosses Problem sein- sonst zeigt sie auch wenig!  ::) :-X ist anstrengend.

Stimmt das wäre spannend ob das mal Jemand erforscht hat wie es mit Sehnen Bänder und Rücken Belastung ausschaut.

Es macht sicher eine mehr Belastung!
Nimm doch uns Menschen die die zu "viel Gewicht" haben und Ihre Gelenke und den Rest des Körpers...! Auch wenn es "nur" gerade so 5-10kg über "norm" ist - was ist normal...  ::) ??? ? Da streiten sich die Geister auch...!
BMI und was noch alles, das neuste vom neusten und immer wieder ist es anders.... >:( :-X die wissen es nicht WIRKLICH sie meinen nur... Salzarm hiess es musst man essen und nun sie sind sich gar nicht mehr so sicher ob es so gut ist...  ;) nee ich denke man muss ehrlich auf sein Gefühl hören und auch auf andere Beobachter dann passt das schon.

Offline terra

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #26 am: 18.10.11, 10:55 »
Ich denke, gerade bei den "MilitärTRAGrassen" wurde in der Zucht sehr! auf einen gesunden Rücken geachtet  (ich zähle dazu die Hafis, die Fribis, früher auch die Trakehner/Shagya und andere "Offiziersrassen"), auf jeden Fall mehr als bei den ZUGpferden (Hannos, Oldenburger, etc. bis zum "echten" KB)

Komme noch mal auf das unten genannte Pony bei uns zurück - wenn sich der Reiter da durchsetzt, kann das Teil laufen , ansonsten ein Bild des Jammers, schlurf, schlurf - und zack, zwei, drei mit der Pitsch und Bein und Kreuz ran - da kann der Kerl marschieren - soll heissen: Vielleicht fehlt dem Reiter auch einfach das Durchsetzungsvermögen, das Pferd "passend" zu reiten. Oder er betreibt falsch verstandenes Westernreiten - solls ja auch geben

Offline Kiowa

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #27 am: 18.10.11, 11:07 »
... das ist aber ein verdammt sehr gut ausgebildetes pferd was du beschreibst!!

Eigentlich nicht ... also Hals dehnen, Schulter anheben und Bauch rüberschieben auf Gertenzeig ... das lernen sie eigentlich recht fix, allerdings natürlich AM Seilchen; ohne Seilchen machen sie's dann aber auch. Wer richtig gut ist, kann dann halt hinten nachtreiben, ohne vorne die Dehnung im Hals zu verlieren, das ist keine Zauberei, ehrlich nicht. Das konnte zu Zeiten, als ich regelmäßig longiert hab, sogar der Dickmops, und den konnte ich nicht mal einreiten ::)

Zitat
Lässt sich das Gewicht z.B. vernachlässigen solange das Pferd absolut gesund und wirklich gut geritten/trainiert ist ? Oder ist eine Mehrbelastung von Sehnen und Gelenken trotzdem da ? Oder ist diese Mehrbelastung vielleicht sogar so gering, daß ein gesundes Pferd damit sein Leben lang zurecht kommt und nur unter "normalen" Verschleißerscheinungen zu leiden hat wie jeder?

Denk schon. Man kann das nicht pauschal festlegen. Im Distanzsport gilt international ein Mindestgewicht 75 kg, d.h. auch die leichtesten Reiter wiegen inkl. Ausrüstung und vollgeschwitzter Satteldecke sicher 85 kg, erwachsene Männer, die nicht aus dem orientalischen Raum kommen, bringen sicher überwiegend an die 100 kg auf die Waage. Und reiten Araber bis Stockmaß 1,60 ... Okay, im Leistungssport halten die Pferde nicht so lang (aber das liegt m.M. nicht unbedingt am Gewicht oder den Reitkünsten der Reiter), aber im Freizeitsport gibt's einige Beispiele für Pferde, die das doch länger bis lange mitgemacht haben. Man kann das nicht pauschal beantworten, es liegt an zu vielen einzelnen Faktoren. Mal ein Bild aus dem Freizeitbereich und noch eins  8)

Das kleine Pony ist 20 Jahre alt und geht regelmäßig Distanzen zw. 60 und 80 km, ist aber auch schon mehr gelaufen - wenn er ausscheidet, dann meist weil er sich einen Stein eingetreten hat oder so etwas, da er als ehemaliges Rehepony eine sehr empfindliche Lederhaut hat. Die große Stute dürfte auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben (schätze auf jeden Fall > 15) und hat auf dem Ritt ihre 7.000 Wettkampfkilometer vollgemacht, die Reiterin ist alles andere als ein Leichtgewicht und hat auf dem Ritt ihre 13.000 Wettkampfkilometer vollgemacht ...

Oder hier, Startnummer 100, Deutsches Reitpony unter erwachsenem Mann, vielleicht auch keine 100 kg, aber dafür auch ein ziemlich kleines Pferd. Seit Jahren erfolgreich unterwegs, regelmäßig Strecken bis 120 km, auch mal einen Hundermeiler. Ich weiß nicht, ob diese Pferde überhaupt jemals auf dem Platz geritten werden ;)

So viel zum Thema, das funktioniert nur bei gutem Reiter, guter Dressurarbeit usw. usf. Vielleicht kann das alles die Chancen erhöhen, aber es gibt auch viele Fälle, wo es so funktioniert trotz ungünstiger Ausgangsbedingungen und es gibt viele Fälle, wo es trotz bester Bemühungen nicht mal funktioniert, wenn die Größenverhältnisse nicht so extrem sind.
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Offline Olli

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #28 am: 18.10.11, 11:23 »
Eigentlich nicht ... also Hals dehnen, Schulter anheben und Bauch rüberschieben auf Gertenzeig ... das lernen sie eigentlich recht fix, allerdings natürlich AM Seilchen; ohne Seilchen machen sie's dann aber auch. Wer richtig gut ist, kann dann halt hinten nachtreiben, ohne vorne die Dehnung im Hals zu verlieren, das ist keine Zauberei, ehrlich nicht. Das konnte zu Zeiten, als ich regelmäßig longiert hab, sogar der Dickmops, und den konnte ich nicht mal einreiten ::)
aber reicht das aus um einen menschen zu tragen, der ich sag mal 100kg wiegt wenn das pferd im vergleich nur 400kg wiegt, reicht das aus um den menschen auf dauer ohne schädigung zu tragen?

richtig pauschalisieren kann man das nie...
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Offline Kiowa

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Re: Reiter zu schwer für Pferd?
« Antwort #29 am: 18.10.11, 11:27 »
Genau, man kann's einfach nicht von vorneherein sagen. Und auch das Longieren ohne Seilchen kann man genauso gut oder schlecht machen wie mit Seilchen - es kommt immer auf die konkrete Situation an. Und wenn's dann gut ist, weiß man immer noch nicht, ob's auch reicht. Das weiß man immer erst hinterher. Und was heißt schon, es reicht? 5 Jahre gesund im Sport? 10 Jahre gesund im Sport? Oder 20 Jahre gesund unterm Sattel? *achselzuck* Bei den Pferden auf den verlinkten Bildern hat's jedenfalls wesentlich weiter gereicht als beim "normalen" Freizeitpferd mit "normalem" Reiter trotz ungünstigen Gewichtsverhältnissen, und ob die überhaupt extra "gymnastiziert" werden, weiß ich nicht.
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