Autor Thema: Wann hört Töten auf und wann fängt Erlösen an?  (Gelesen 11159 mal)

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Offline Olli

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Re: Wann hört Töten auf und wann fängt Erlösen an?
« Antwort #15 am: 21.10.13, 16:10 »
ohje was für ein thema....  :'( :'(

@bügffelchen, fühl dich mal fest gedrückt. seine freundin verlieren auf termin ist immer schlimm.
  :-* 
ich finde das toll wie du es machst, alles nochmal schön machen und sie soll sich wohlfühlen ,das tut allen gut

als mein maxi eingeschläfert wurde, haben die einsteller fotos mit ihm gemacht, so das jeder nochmal abschied genommen hat und mir ein wunderschönes album geschenkt mit tollen erinnerungen aus den vielen jahren. das war wunderschön und heute sehe ich die bilder immer wieder gerne an.

mein kleines monster, er wird deine süsse sicher begrüssen und ihr die besten plätze auf der wiese zeigen wo man so richtig gut schlemmen kann!!!
Wir dürfen das Pferd nicht vermenschlichen,
wir müssen uns verpferdlichen.“

Offline Janker

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Re: Wann hört Töten auf und wann fängt Erlösen an?
« Antwort #16 am: 11.11.13, 12:41 »
Ein hartes Thema, als mein alter Haffi gehen mußte, dauerte das auch noch ein paar tage wegen Terminfindung, waren sehr harte tage, gefühlt kam das ganze Esch vorbei um sich nochmal zu verabschieden von einem besonderem Kutschpferd.....Kutschpferde sind nochmal anders nicht so privat wie ein Reitpferd, welches am End nur den besi und eventuelle RBs und Vorbesis interessiert. Beim Fahrshetty hielt der Kiga-Bus, damit sich die kids nochmal verabschieden konnten. KB mußte ich wegen meiner Gesundheit leider zurück an die Vorbesis geben, so dass mir da die Prozedur erspart bleibt und die jetzigen schwarz Shetten können die Leut zum glück nicht differenzieren, so dass mir da hoffentlich der Rummel erspart bleibt. Eh keine leichte Entscheidung, die gewiß nicht leichtfertig gewählt wird (ich brauch mindestens 3 jahre um Kutschpferd für meinen Hausgebrauch fertig zu haben und so richtig komfortabel wird das Zusammenleben erst ab Jahr 5), wenn man die dann noch mit Hinz und Kunz diskutieren/erläutern muss ist es nicht einfach immer höflich zu bleiben. Übrigens bei mir wird ausschließlich geschossen, weil ich das dem Pferd für jahrelangen treuen Dienst schuldig bin, egal ob das im hinfallen nicht ganz so harmonisch aussieht, tot ist tot, aber ein altes pferd mit Kreislauf, welches wegen sich zersetzender Vene nochmal so richtig lebhaft wird, brauch ich nicht. Ist das Pferd besonders, wird es zu Haus in gewohnter Umgebung geschossen, ansonsten fahr ich das zum Schlachthof und halte den kopf beim Schuß. Es ist der letzte Dienst den ich meinem Pferd erweisen kann. mfg Janker

Offline Büffelchen

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Re: Wann hört Töten auf und wann fängt Erlösen an?
« Antwort #17 am: 11.11.13, 14:36 »
Darüber habe ich zuvor auch lange nachgedacht und mich gründlich informiert. ich habe mich fürs Einschläfern entschieden, jedoch mit der Bedingung dass die Vollnarkose in separater Spritze zuerst gegeben wird, dann kann ich sicher sein, dass wirklich nichts schiefgeht und alles so ist, wie es ausschaut. Das mit dem wieder munter werden, ersticken und was der teufel kommt ja ausschließlich bei unsachgemäßer Anwendung von diesem T61 vor.
Ich muß sagen, bei meiner Stute ist alles optimal gelaufen und ich werde es bei allen meinen Pferden so handhaben.
Kopfhalten im Schlachthof gibts bei uns nicht- als Laie darf man nicht am Pferd sein, wenn es geschossen wird- schon zu viel passiert.
Selbst der TA hat mir den Kopf ganz kurz aus der Hand genommen, in dem Moment, als das Pferd fiel....kann wohl übel enden.

Ok.- der Schuß zuhause käme auch noch in die engere Wahl, aber da wollte ich mir einfach das Ausbluten ersparen...bin ja auch nur ein Mensch :-\

Diese "Öffentlichkeitsarbeit" würde mir auch böse auf den Senkel gehen. Habe hier auch schon zuviel Publikum, weil alles einsehbar und die Leute aus der WE-Siedlung sind größtenteils Stadtmenschen, die sich mit diesem Thema noch nie auseinandergesetzt haben.
« Letzte Änderung: 11.11.13, 14:40 von Büffelchen »
LG Andrea

Offline Janker

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Re: Wann hört Töten auf und wann fängt Erlösen an?
« Antwort #18 am: 11.11.13, 20:30 »
huhu, büffelchen,

Leider ist das eine Illusion (meiner Erfahrung nach), dass Narkose vorher die Anwendung von T61 gefahrlos macht bzw im Normalfall klappt das natürlich so (allerdings ist das im Normalfall ohne Betäubung auch nur ein winziges Aufbäumen!). Ich würd im Grundsatz ein altes/vergiftetes/sehr geschwächtes Pferd mit Kreislauf bei Wetter nur schießen, wohingegen ein junges Pferd mit zb gebrochenen Haxen mich umstimmen könnte Richtung einschläfern. Wegen dem blut gibt es heutzutage die möglichkeit einen mobilen Schlächte rmit Lanze zum Absaugen kommen zu lassen.
mfg Janker

Offline GilianCo

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Re: Wann hört Töten auf und wann fängt Erlösen an?
« Antwort #19 am: 12.11.13, 08:12 »
Das man den Kopf beim schießen halten darf, habe ich bis jetzt noch nicht erlebt. Und im Grunde fände ich das auch etwas heftig.

Es stimmt, bei schwachem Kreislauf ist die Euthanasie schwierig. Ich würde mich bei meinem Pferd, auch weil ich dabeibleiben werde, dennoch die Euthanasie meist vorziehen.

via Opera Mini

Wichtig ist, nie mit dem Fragen aufzuhören. A. Einstein.

Das wirklich gute Lernen bewegt sich in kleinen Schritten auf einem Grad zwischen Monotonie und Chaos. Susanne von Dietze