Autor Thema: Langzügelt hier eigentlich noch wer?  (Gelesen 45654 mal)

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Offline Othi

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #15 am: 26.06.11, 09:09 »
Interessantes Thema....

Ich würde das ja auch gerne mal mit meinem Pferd machen. Mein Problem ist: wie bekommt man es beigebracht? Genau wie Doppellonge.... Ich finde einfach keine Lehrgänge für solche Sachen. Oder doch.... in Reken. 4 Tage für 360 Euronen plus Unterbringung für Pferd und Mensch und plus Essen für den Menschen. Da ich aber mein Geld leider nicht selbst drucken kann... :(
Also... wo habt Ihr das gelernt? In Kursen, oder autodidaktisch per Buch oder einfach Learning by Doing?

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #16 am: 26.06.11, 09:40 »
So ein wenig von allem. Ich hab mit Doppellonge angefangen, hatte da auch Unterricht, allerdings erst lange, nachdem ich angefangen habe. Hab mein Pferd damals, als er nach einem Jahr stehen wieder anfangen durfte eben im Schritt ganze Bahn am Langzügel bewegt, und hier und da mal ne lange Seite traben. So fing das eigentlich an. Irgendwann dachte ich mir dann, hey, warum immer den ganzen "Leinensalat", ich kann doch kürzere Zügel nehmen, wenn ich eh immer dicht am Pferd bleiben will.

Dann haben wir im Stall eine, die das wirklich gut kann, und die hat dann das Vergnügen gehabt, mich bei "feinarbeiten" mal unterstützen zu "müssen". Macht sie aber gerne, denke ich. Da wurde dann geguckt, was ich in den Seitengängen falsch mache, und wie ich mit meinem Pferd (aktuell) die Hinterhandwendung erarbeite.

Die Frau sagt halt immer, es ist alles wie reiten, nur das man eben ausschließlich die Zügelhilfen hat. (haha, denke ich mir, denn ich versuche ja beim Reiten viel über Gewicht und Schenkel zu machen, somit fehlt mir am Pferd dann erst mal alles, und man muß sich da neu "einstellen").

Kurse gibt es wohl, aber echt selten, ich seh ab und zu mal in Foren einen angekündigt. Aber meist noch eher Doppellonge, als wirklich Langzügel.
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Offline donau

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #17 am: 26.06.11, 21:46 »
also ich bin ja fast aus wien, hab aber keinen plan, was wiener handarbeit ist ??? kann mir nur vorstellen, dass das die arbeit mit dem (ausgebundenen) pferd am kappzaum ist, die von den wienern gern zum anpiaffieren und für die schulen über der erde verwendet wird?

gelernt hab ich die ganze arbeiterei an der hand selber, mit zuschauen, wenn ich sowas gesehen hab, aus büchern (damals gabs eigentlich nur den hinrichs) sachen nachmachen, probieren, nachdenken, neu sortieren und aus allen ecken ideen und ansätze holen. stahlecker hat mir dann viel weitergeholfen, mit buch und später dvd konnt ich mir meine art zu arbeiten gut ergänzen und anpassen. nach 10 jahren autodidaktentum hat mir dann mal wer auf die finger gesehen, da konnte die große aber schon alle drei gangarten, sämtliche seitengänge und piaffeln. war aber ganz nett, mal ein paar tipps zu bekommen zur ausführung der lektionen, zur körperhaltung und leinenführung zwecks optimierung ;)

heuer im herbst gönn ich mir dann einen reitkurs mit der kleinen, bei der zumindest eine einheit am langzügel sein wird, nur, damit mir das auch mal wer anschaut, und mir ein bisschen input bringt, was und wie weit ich mit der kleinen tun kann. bis dahin werd ich aber wohl doch hie und da mit ihr dran arbeiten, war gestern ein bissl am langzügel im gelände, wo ich hier grad drauf gebracht wurde ;)
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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #18 am: 26.06.11, 22:17 »
Ich würde vermuten, das ich bei dem Rittmeister meiner Freundin auch am Langzügel noch was lernen könnte. Der kommt auch aus der klassischen Ecke. Noch komm ich aber mit gelegentlichen Tipps meiner Freundin schon recht gut zurecht, muß ich sagen.
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Offline Frau Peh

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #19 am: 27.06.11, 08:22 »
*mich auch einklink* Hier, ich mach auch Handarbeit/Langzügel mit dem Pony  :D Also normalerweise - im Moment sind wir leider außer Gefecht wegen Kaputt-Sehne am Vorderfuß. :P

"Wiener Handarbeit" wird unausgebunden auf normale Trense gemacht, man geht etwa auf Gurthöhe mit (je nach Übung auch mal weiter vorn oder hinten).

Ich hab mir das Ganze anfangs mehr durch Try-and-Error und viel Lesen selber angeeignet (es gab halt bei uns auch niemanden, der sowas unterrichtet), mittlerweile hab ich praktischerweise eine RL, die das kann und mir auch viel weitergeholfen hat. Der Pony hat da richtig Spaß dran, mittlerweile klappt's auch im Galopp ganz gut. Ich hoff, dass wir das sobald der Fuß wieder ausgeheilt ist, wieder aufnehmen können. Ich mach das vor allem im Winter gern  ;D da bleibt man selber schön warm, wenn man die ganze Zeit mitgeht/rennt.

Offline Olli

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #20 am: 27.06.11, 08:27 »
*ausintererssemaleinloggt*
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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #21 am: 27.06.11, 08:51 »
Ah, ok. Gut, ausgebunden wird mein Pferd seit glaub ich so neun Jahren nicht mehr, somit bleib ich glaub ich beim "normalen" langzügeln.

Langsam klappt es auch echt immer besser mit der Hinterhandwendung.

Das größte Problem bei mir ist auch, das mein Pferd eher ZU eifrig ist. Galopp geht super, zulegen kann ich aber ausschließlich auf gebogener Linie - weil mein Pferd sich sonst aufgefordert fühlt, Wechsel zu springen. Hab ich anfangs schon gefördert... Nun bekomm ich es nicht mehr raus *g*

Olli, könnten uns ja generell mal treffen, dann kannst mal testen, ob es Dir liegt *g*
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Offline Frau Peh

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #22 am: 27.06.11, 08:56 »
Ah, ok. Gut, ausgebunden wird mein Pferd seit glaub ich so neun Jahren nicht mehr, somit bleib ich glaub ich beim "normalen" langzügeln.
Meins auch nicht  ;D eben deshalb Wiener Handarbeit.

Offline Olli

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #23 am: 27.06.11, 09:07 »
Olli, könnten uns ja generell mal treffen, dann kannst mal testen, ob es Dir liegt *g*
guter plan, doppellonge liegt uns schon mal gut!
is der hase ein streber bei, das schöne er ist vom boden aus sehr fleissig
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Offline donau

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #24 am: 27.06.11, 10:04 »
aha, dann kenn ich mich aus - normale handarbeit am kurzen zügel ist also wiener handarbeit... den begriff gibt´s hier einfach nicht ;D

die normale handarbeit ist bei mir die vorstufe für´s langzügeln, erst wenn die pferds da brav tun, und die menschen sie im griff haben in schritt und trab, geht´s hinters pferd. die große macht das auch brav, ist als abwechslung dazwischen immer mal wieder lustig, und war vorallem für die galopparbeit anfangs sehr hilfreich. mir ist der langzügel aber lieber, weil ich da flexibler bin beim handwechseln... ;)

aber mal andere frage: zulegen im galopp :o wie macht ihr das? könnt ihr so schnell rennen? es übersteigt meine vorstellungskraft doch ein bisschen, ich kann ja nichtmal schnell genug rennen, um beim vorführen eines pferdes mit zu kommen, und da gehts nur im mitteltrab oder bissl drüber dahin. ich hab auch noch NIE jemanden gesehen, der mit wiener führung knapp am pferd arbeitend im galopp das pferd zulegen lässt, eher im gegenteil, die pferde waren im galopp stark versammelt, dass der mensch flott aber doch knapp am pferd (ca 30cm neben der hinterhand) mitGEHEN kann, bei allem anderen sind meine hände einfach viel zu unruhig.

für die kleine bin ich im trab anfangs immer stückweise mitgelaufen, weil noch nicht so versammlungsfähig, das babypferd. deswegen traben wir auch nur 50-60m am stück, weil sie länger den gesetzten trab zum mitgehen nicht halten kann.

und meine mädels sind wb´s mit 1,65 bzw. 1,61 stockmass, und netten gängen, also keine riesen dressurkracher. trotzdem ist zulegen im galopp am langzügel einfach unmöglich, und galopp selber das ergebnis von 2 jahren ausbildung an der hand, bis der versammelt genug dafür war, und mehr als 2-3 sprünge drin waren...
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Offline Frau Peh

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #25 am: 27.06.11, 10:11 »
Zulegen im Galopp mach ich an der Hand gar nicht - aus eben diesen Gründen. Es ist zwar "nur" ein Pony, aber das wär mir vom Tempo her zu flott, um da noch weich mit der Hand mitgehen zu können. Galopp gibt's bei uns nur in versammeltem Tempo und das meist auf gebogenen Linien, so dass ich die kürzere Strecke zum Laufen hab *Kurzfüßler bin 8)* Und das eher in kurzen Reprisen. *hechel*

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #26 am: 27.06.11, 10:22 »
Doch, ich mache es auf dem Zirkel, und ich laufe auch im Trab schon so mit, weil für mein Pferd die Langzügelarbeit die normale Arbeit unter dem Sattel überwiegend ersetzt, kann ich nicht nur versammelt arbeiten, das bekommt mein Pferd dann auch nicht sooo lange hin. Wenn ich im Galopp zulege, dann bin ich weiter vom Pferd weg, und rahme ihn auch weniger ein. Muß ich wohl mal filmen, aber erst, wenn es vernünftig ausschaut.
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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #27 am: 27.06.11, 12:29 »
mittelgalopp hinter einem warmblut, oder irgendetwas größerem als einem shetty kann ich mir trotzdem nicht vorstellen, eigentlich schon nicht hinter nem shetty ;) bin aber auch kein läufer, mir sind da meine eigenen körperlichen probleme im weg. aber wie gesagt, nachdem bei den körungen schon die vorführer, die wirklich schnell rennen können, im mitteltrab kaum mitkommen, will ich mir galopp gar nicht erst vorstellen *g*

die einzige variante, die ich ev. doch sehe, ist, das pferd aus der versammlung in ein arbeitstempo zu entlassen, wieder aufnehmen etc. weil stärkere versammlung über mehr als ein paar minuten für´s pferd nicht machbar ist. ich gebe aber zu, ich mache da lieber schrittpausen - also aufwärmen im schritt, arbeitsphase 1 mit trab-schritt-reprisen, dann dehnen lassen im schritt, arbeitsphase 2, schritt, arbeitsphase 3, schluss. und eher noch pferd laufen lassen, oder an der longe dehnen lassen, wenn´s denn sein muss. bei der großen hat das jahrelang die dressur ersetzt, weil geritten bin ich nur im gelände, dort eben auch gymnastizierend, und mir hätte das vorwärts nie gefehlt, das machen wir eben draussen.

handarbeit, egal welche, ist bei mir halt versammlungsarbeit, doppellonge ist was anderes ;) über den winter wird die kleine übrigens statt dressur wohl langzügel/doppellonge bekommen, ich mag in der engen halle (15x35m) mit der dann 4,5 jährigen einfach nicht wirklich dressur reiten ;) , aber selbst da ist die entspannung im vorwärts eher laufen lassen nach dem langzügel ;)
hab da irgendwie eine andere philosophie dahinter, wohl weil ich eingefleischter gelände-reiter bin, der gern vorwärts draussen reitet ;)
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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #28 am: 27.06.11, 14:53 »
Gut, so gesehen ist es dann ein "nach vorn rauslassen". Zulegen ist für mich auch noch kein Mittelgalopp, den würd ich auf dem Zirkel wohl auch nicht bewerkstelligt bekommen :D

Grundsätzlich hat bei mir aber der Schritt auch nen hohen Stellenwert, sprich, ich wärme im Schritt auf und gymnastiziere das Pferd (erst 15 min im Schritt auf der Straße, dann nich mal ungefähr 10 min auf dem Platz, vorwiegend Seitengänge, und zwischendurch halt auch Traversalen etc. (meist, bevor ich mit dem Galopp anfange).
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Offline Aleike

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Re: Langzügelt hier eigentlich noch wer?
« Antwort #29 am: 06.07.11, 17:51 »
Bei dem Zulegen im Galopp kriegte ich auch in Gedanken gerade schon Luftnot, aber es hat sich ja aufgeklärt. Ich bin schon froh, dass wir ein Galopptempo hinkriegen, in dem ich mit meiner schwachen Kondition halbwegs mitmarschieren kann ohne aus den Latschen zu kippen.
Ist nicht für normale Tempi im Trab und Galopp die DL geeigneter? Wenn ich rennen muss, leidet jedenfalls bei mir die Zügelführung sehr.

Manchmal lasse ich mein Pferd zwischendurch im Trab ein bisschen ins Strecken, besonders auch nach schwierigeren Übungen zur Belohnung, und zwar, indem ich am Langzügel fließend in Richtung DL wechlse. Kann man sich das vorstellen? Die Idee habe ich von der Art bekommen, wie der Gerd Römbke doppellongiert, ohne Gurt oder dergleichen.
Das reicht am LZ auch wenn ich fleißig mitgehe natürlich nur für einen kleinen Zirke , aber es gibt ein schönes Strecken her und ich kann gut gucken, ob mein Pferd locker und schwingend vorwärtsgeht.

Also... wo habt Ihr das gelernt? In Kursen, oder autodidaktisch per Buch oder einfach Learning by Doing?
Am Anfang (das muss so Anno 2005 gewesen sein) hatte ich vereinzelt ein paar Stunden, meine seinerzeitige RL war da kompetent, aber Reitunterricht war mir viel dringlicher. Ist ja auch eine Zeit- und Geldfrage mit dem Unterricht. Und im letzten Jahr hatte ich auch ein paar Stunden bei jemand anders. Im barocken Lager wird man da fündig.
Ansonsten hat sich das bei mir auch zusammen mit dem sonstigen Bodengedöns weitgehend autodidaktisch weiterentwickelt: Ganz viel mit den Augen klauen, live und per Video (v. a. Hinrichs), Versuch und Irrtum - fragen Sie ihr Pferd. ;D

Ich staune eigentlich immer wieder, wie ein Pferd die Hilfen versteht, ich kann oft selbst nur schwer beschreiben, was ich anders mache.
Es muss doch für ein Pferd irre schwer zu unterscheiden sein, ob z. B. "außen nachgeben und innen verkürzen" nun Stellung, Abwenden oder Seitengang (welchen?) einleiten soll?
Aber je mehr ich mich das frage, desto mehr muss ich mir selbst Rechenschaft geben und desto sicherer versteht mein Pferd mich.

Habt Ihr auch oft das Gefühl, dass ihr am LZ mehr mit Körpersprache und Stimme als mit dem Zügel "reitet"?
Man darf nicht sagen: "Was, du Mistvieh, du willst nicht?" Sondern: "Entschuldige, mein Tier, ich werde schon noch dahinterkommen, wie ich es lerne, dich peu à peu auf den rechten Weg zu führen." (Udo Bürger)