Autor Thema: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku  (Gelesen 31370 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Hexenkind17

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 549
  • Geschlecht: Weiblich
    • Grevenhof
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #75 am: 26.06.11, 22:13 »
Tja- wenn Tierbesitzer an ihren Pferden hängen wirds schwer für den TA! Wobei man über ne Amputation ja nun wirklich lieber gar nicht erst nachdenken sollte!
Wenn es aber an Tierquälerei grenzt, sind die TAs da sogar zu verpflichtet, müssen sich aber halt rechtlich absichern.
Die Klinik, in die mein Pferd nachts mit Kolik stand, hat auch klipp und klar gesagt, dass sie nachts ohne Nachfrage einschläfern, wenn es schlimmer wird.
Friends help you move. Real friends help you move dead bodies ...


Schock deine Lehrer, lies ein Buch !!!

Offline zaino

  • Mein Pferd ist als Pferd eine Katastrophe, als Mensch ist es unersetzlich.
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 5.739
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #76 am: 26.06.11, 22:51 »
Naja, das erwarte ich mir doch auch vom TA, dass der/die mir EHRLICH sagt wie die Aktien stehen - hat mein Pferd Aussicht, in xx Tagen wieder echte pferdige Lebensqualität (Beweglichkeit, Bewegungsfreude, fest auf den Hufen, nach dem Schlafen oder Wälzen mühelos hochkommen, gehen und mampfen können auf der Koppel und mit den anderen Kontakt haben ohne Angst, etwa nicht wegspringen zu können bei Diskrepanzen) oder hat es die NICHT... ich fürchte, viele TÄ betreiben da aus Geldgründen Augenwischereien. Würde mich äusserst zornig machen, wenn mich der Fachmann nicht fachKUNDIG, also pro Tier unterstützt und berät in meiner Entscheidung, sondern lügt oder rumeiert. Dass es nicht immer leicht ist, was Definitives zu sagen, behauptet ja keiner.
« Letzte Änderung: 27.06.11, 13:00 von zaino »

Offline Hexenkind17

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 549
  • Geschlecht: Weiblich
    • Grevenhof
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #77 am: 06.07.11, 22:16 »
Das erwarte ich auch von einem guten TA!!!
Meine RL stand mit ihren Pferden in einem Stall, an dem eine Klinik angegliedert war. Dort war ein Pferd, was durch schwere Rehe ausgeschuht hatte und nur noch lag, jeden Tag gedreht wurde und verbunden. Später wurde der fats jedes Mal in Narkose gelegt für Verbandwechsel, als er sich wieder wehren konnte.  :-X Der war ewig lange in der Klinik und kam dann nach Hause, nach ein paar Monaten wieder ein krasser Reheschub und dann (endlich!) Ende.  :-X Ich fand das von den TAs unmöglich, den armen Gaul hätten die früher gehen lassen sollen....

Als bei meinem Fjord Spondylose festgestellt wurde, war die TA in der KLinik super. Nach dem Röntgen und dem Ergebnis, das uns total überraschte, meinte sie "der ist kein wirkliches Reitpferd mehr, etwas im Gelände darf er noch, wenn er will. Machen kann  man da nix, keine OP und kaufen sie bloß kein teures Zusatzfutter, das bringt nix an der Stelle wo es liegt." Fand ich super. War nämlich wirklich eine teure Klinik mit Aquatrainer etc, die hätten mir noch einiges verkaufen können!!
Friends help you move. Real friends help you move dead bodies ...


Schock deine Lehrer, lies ein Buch !!!

carienchen

  • Gast
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #78 am: 07.07.11, 09:58 »
Tja- bei "meinem" 1, Pferd wurde immer gesagt- der wird wieder. Ich hab den Klinik Marathon dann so lange durchgehalten bis Konto leer, Lebensversicherung und Auto draufgegangen waren. Dann ging nichts mehr und ich hab mich von ihm getrennt. Der war durch das langes Stehen kopfmässig so "auf", da konnte man schon gar nicht mehr ran gehen. Die Klinik sagte selbst nach über einem Jahr noch der wird wieder, was ich bisher wirklich nicht glaube!

Das mit dem Rehepony ist aber auch heftig! Hab sowas ähnliches hier mal im Netz gelesen, der hat auch über ein halbes Jahr gelegen und wenn die den hingestellt haben ist aus dem Kronrand Eiter rausgelaufen *grusel*
Ich würd keinem meiner Tiere sowas antun wollen!!

holzwurm

  • Gast
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #79 am: 07.07.11, 10:37 »
Also ich zieh da ja ne klare Grenze.... Auto oder Lebensversicherung (die hab ich allerdings nicht) oder Bausparvertrag gehen definitiv nicht für den Vierbeiner drauf. Ich hab die Möglichkeit, kurzfristig was im vierstelligen Bereich zu zahlen, alles darüber hinaus ist Ermessenssache... aber wenn's an die Existenz meiner Familie geht, dann heißt es für den Vierbeiner "Exitus".

Egal was die TÄ sagen. Wobei meiner da wohl ein klares Wort sprechen würde, der hat noch nie übermäßig rumgedoktort, sondern immer das was sein musste.

carienchen

  • Gast
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #80 am: 07.07.11, 19:43 »
Holzi- heute seh ich es genau so! Damals... man hatte ja immer die Hoffnung das es noch was wird! Tja- heute würde ich mir so ein Tier gar nicht mehr andrehen lassen. Aber damals wusste ich noch nicht was sowas alles kostet...

holzwurm

  • Gast
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #81 am: 08.07.11, 10:49 »
Carienchen, sobald man Kinder hat sieht man so einiges anders.... früher hätte ich wohl auch was durchgehalten, wo ich dann nur noch Nudeln mit Ketchup hätte essen können, aber jetzt? No way.

Offline carola

  • Moderatoren
  • *
  • Beiträge: 8.573
  • Geschlecht: Weiblich
  • pferdelos glücklich...
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #82 am: 08.07.11, 15:52 »
Egal was die TÄ sagen.

So einfach ist es aber rein rechtlich nicht. Ich habe erst vor kurzem einen Artikel gelesen, nachdem man verpflichtet ist, sich in Schulden zu stürzen, wenn der TA sagt, da kann man noch was machen. :-X Nachvollziehbar ist es mir nicht, aber es ist scheinbar so. Deshalb bin ich auch froh, dass mein Ross als Schlachtpferd eingetragen ist. Dann darf man nämlich... ::)
Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!

carienchen

  • Gast
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #83 am: 08.07.11, 17:00 »
Carola, das liegt sicherlich im TSG:
 

Zitat
§ 1
Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Immerhin trägt man als Besitzer die Verantwortung. Uns hier ist sie bewusst, über in paar Hundert Euro reden wir hier ja gar nicht! Es gibt aber auch Leute, denen 200 Euro zuviel ist, weil sie es von HatzIV nicht zahlen können oder von einem kleinen Gehalt nicht wollen. Manchmal haben diese Leute dann auch noch 40 Katzen... (z. B.)  Nicht für jeden hat ein Tier einen so hohen Stellenwert wie für uns. Z. B. Reiterhofpferde, die dann irgendwann "abgestoßen" werden weil zu alt und krank. Wenn sich da keiner findet weil der Gaul Arthrose hat und Zusatzfutter usw. braucht... wenn er dann eben NICHT als Schlachtpferd eingetragen ist kann ich mir schon vorstellen das ein TA sagt wegen sowas schläfer ich den nicht ein! Wenn jemand eine mehrere tausen Euro teure OP einfach nicht bezahlen kann sieht es aber doch etwas anders aus! Das können ja leider die wenigstens. Dafür hab ich aber z. B. ein OP-Versicherung, die (hoffentlich) im worst case zumindest einen Großteil übernimmt.

Offline carola

  • Moderatoren
  • *
  • Beiträge: 8.573
  • Geschlecht: Weiblich
  • pferdelos glücklich...
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #84 am: 09.07.11, 17:22 »
Ja, ich weiß schon, die Grenzen sind halt fließend. Ich sehe aber auch Tiere, die zu Tode gedoktert werden. Mit dem "richtigen" TA ist man da ruck-zuck in den Schulden.
Und wenn ich dann Dauerpatienten im Tierheim sehe, das andersrum nicht weiß, wie es mit den Spendengeldern rumkommen soll - aber eben trotzdem bereit ist, für ein Tier monatlich Unsummen hinzulegen, da sehe ich halt doch einen Unterschied zwischen Mensch und Tier.
Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!

geolina

  • Gast
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #85 am: 10.07.11, 08:37 »
Und wenn ich dann Dauerpatienten im Tierheim sehe, das andersrum nicht weiß, wie es mit den Spendengeldern rumkommen soll - aber eben trotzdem bereit ist, für ein Tier monatlich Unsummen hinzulegen, da sehe ich halt doch einen Unterschied zwischen Mensch und Tier.

nicht nur einen unterschied zwischen mensch und tier, sondern da fehlt auch der weitblick und das mitleid mit dem tier. tiere sind unglaublich unglücklich wenn dauerhaft in ihrem leben behindert. lass den hund ohne hinterläufe ab und zu lustig im rollstuhl herumspringen, aber wenn er morgens den kot vom after gekratzt bekommt, dann ist die welt wenig rosig. da ist es tierschutz dieses tier gehen und zu lassen, nicht nur um mehr geld für die anderen zu haben (was ja durchaus hochsinnvoll ist), sondern weil die paar minuten lebensqualität am tag eben schlicht den restlichen schmerz/ die restlichen einschränkungen nicht wegmachen können. (sorry, aber das ist immer meine horrormeldung, wenn dann die zeitung vom ach so glücklichen hund nen bericht abdruckt und den leuten dankt, wieviel mühe sie sich geben *kotz*)

alex

carienchen

  • Gast
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #86 am: 10.07.11, 08:38 »
Be Tiere suchen ein Zuhause wurde vor einiger Zeit ein "geretteter", völlig verängstigter Hund vorgestellt wo der (männliche) Tierheim- Mensch, der den Hund vorgestellt hat, erklärt hat, das es ein Fehler war so einen Hund aus einer Tötungsstation zu retten, der erst monatelangen aufbauens und trainings bedufte bis er einigermassen vermittelbar war. Er gab selber zu das dieser Hund ein Haufen Geld verschlungen hat, für das man 20 andere Hunde hätte retten können die weniger traumatisiert waren, und das dieser Hund auch noch ein Zuhause bei wirklichen Hundekenner bräuchte um überhaupt ein einigermassen entspanntes Leben führen zu können.
Ich fand den Typen ja gut- aber seine "Retter" aus dem Tierheim werden ihn dafür wohl zerrissen haben.

Manchmal muss man auch in solchen Situationen realistisch bleiben. - eigentlich immer!- aber es fällte vielen dann schwer!
Die Tante aus dem Fohlen Video versteh ich auch nicht wirklich. Retten sechs uralte Kaltis und schmeisst sie auf einem Gnadenhof auf ne Koppel "stellvertretend für alle, die nicht hier sein dürfen. Das man den Transport lebend verhinder muss, sehe ich voll ein! Aber muss man dazu alles retten und- krass gesagt- durchfüttern? Ne schlachtung in einem ortsansässigen Schlachter wäre für so einen "alten Gaul" sicher auch keine verwerfliche Lösung!

Offline carola

  • Moderatoren
  • *
  • Beiträge: 8.573
  • Geschlecht: Weiblich
  • pferdelos glücklich...
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #87 am: 10.07.11, 12:30 »
Nee. Der Tod ist überhaupt nicht die schlechteste Lösung. Auch nicht für die vielen (sicher netten) Hunde im Ausland. Besser nett getötet als halbtot irgendwo vor sich hinvegetiert. :P
Ein gewisses Maß an Unordnung ist der Preis für Freiheit!

Offline sasthi

  • Bewohner
  • *
  • Beiträge: 4.526
  • Geschlecht: Weiblich
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #88 am: 10.07.11, 13:24 »
Gibts eigentlich auch Gnadenhöfe für alte Rinder, Schweine, Hühner, Puten und dem Zeug, was sonst noch so in der Fleischtheke rumkreucht?
Wenn zwei das Gleiche tun ist das noch lange nicht das Selbe.

Haflinger sind nicht stur, sie geben ihrem Menschen nur mehr Zeit, über seine Fehler nachzudenken

geolina

  • Gast
Re: 400 km für ein Fohlen - ZDF Doku
« Antwort #89 am: 10.07.11, 14:11 »
hallo,

ja, nick, gibt es - es gibt auch höfe, die alte legebatteriehühner freigekauft haben und sich dann wunderten, dass die tiere völlig verstört außen in der sonne standen, eng aneinandergekuschelt. und ja, nach einiger zeit lernten auch die sich halbwegs normal zu benehmen, aber das ist nun völlig sinnlos, außer evtl. für ne dokumentation, um mal klar zu machen, was man den tieren mit schlechter haltung antut.

nebenbei - meine patin hat gerade 20 küken aufgenommen ... in der (amerikanischen) schule meiner großcousine gab es ein projekt, um den kleinen sorgsamen umgang mit der natur beizubringen, da hat man dann 20 eier ausbrüten lassen und die küken, solange sie süß und putzig waren gefüttert. dann sollten sie umgebracht werden, als sie zu groß und dreckig und v.a. häßlich wurden (wer kümmert sich schon um häßliche tiere, so sorgsam muss man mit der natur nicht umgehen, oder???). da sie noch nicht mal gegessen werden sollten, sondern nur gekillt hat sie meine patin aufgenommen auf ihrer farm. mal sehen ob die dort bleiben, bis sie den alterstod sterben (da hat sie schon 6 aber mehr sollten das ja eigentlich nicht werden *lach*), oder ob sie sich gegen die enkel durchsetzen kann und es das nächste mal nen hühchengrillabend gibt. (ja ich bin durch und durch gefühlskalt)

nebenbei ich finde gnadenhöfe nicht schlecht, ich finde viele leisten auch ganz tolle arbeit! nicht, dass da ein falscher eindruck entsteht.

alex