Autor Thema: Freizeitfahrer auf der Suche nach neuen Ferraris und magischen Allheilmitteln  (Gelesen 44564 mal)

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Offline Bini

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Das kann ich natürlich verstehen und mal ein jahr viel herumzureisen ist doch auch "mal" ganz schön. Rieke freut sich sicherlich, daß sie Urlaub hat und viiiiiiel auf der Koppel steht ;D


Ich bin mal in Chile geritten. Die Pferde sahen top aus und hatten kleine Weidebäuche. Allerdings bestanden die Sättel nur aus so kleinen Holzschalen. Die legte man einfach auf den Pferderücken mit ner dünnen Decke drunter. Nix Polsterung oder so. Mir tat der Rücken vom Pferd ziemlich leid aber die liefen ohne mit der Wimper zu zucken und Löcher im Rücken hatten die auch nicht.
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Offline Safira

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Meine Reiterlebnisse beziehen sich auf Island 250km im gleichen Sattel ohne Satteldecke aber auf 10 verschiedenen Pferden (Satteldruck hatte da keins)
Und letztes Jahr in Ungarn. Wir hatten zwar vorher ein paar Vorurteile, aber das ganze war echt deutscher Standard. Alle Pferde tagsüber draußen, ein Pferd hatte mal eine kleine Druckstelle gehabt, da wurde sorgfältigst drauf geachtet, dass beim Satteln auch ja ordentlich ausgekammert wurde... Sehr gut genährte Pferde mit der wir die 40 km Tagestour im flotten Tempo durch die ungarische Steppe gemacht haben. Nunja; preislich war es echt dermaßen günstig; so ein Preis-Leistungsverhältnis bekommt man in Deutschland nicht... (Und ich überlege schon, wann ich mal wieder hinfahren kann; fehlen nur noch die Mitreis/ter..)
Viel Spaß Carola!
Lieber auf neuen Wegen stolpern,
als in den alten Bahnen auf der Stelle treten.

Offline KingGeorge

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ich bin leider noch nie irgendwo im ausland geritten, aber das kommt bestimmt noch mal  :)

das erste turnier mit dem kleinen ponymann ist gelaufen. wir haben die dressur gewonnen und waren im hindernissfahren dritte  :-* er hat sich einfach vorbildlich benommen

zwischenzeitlich hatte ich hier zu hause mal wieder einstaller, aber nach zwei tagen durfte sie wieder gehen  :-X wenn ich schon frage, ob die pferde zaun sicher sind, dann erwarte ich doch wenigstens eine halbwegs ehrliche antwort.......

ja, was soll ich sagen.... innerhalb von 24 stunden hat der hafflinger drei mal den zaun niedergewalzt. der ist immer mit schwung in den zaun rein gesprungen  :-X

und auf sowas habe ich einfach keinen bock.....
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Offline Bini

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Das ist ja wirklich ätzend George >:( Dachten die  das Pferd benimmt sich bei Dir auf einmal anders?

Glückwunsch zum Turniererfolg!!!!!!!!! :D
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Offline silvana

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hey king george das geht ja gar nicht!gleich die dressur gewinnen und noch mal dritte!
nein mal ehrlich ich freu mich sehr für dich.toller erfolg, mach weiter so.

ich hatte heute das erste mal unterricht.wir haben es sehr ruhig angehen lassen.pony lief traumhaft.
neulich im gelände hab ich ja auf sie geflucht, aber heute!mit wenig korrektur ganz viel
erreicht.ich brauch eigentlich hauptsächlich jemanden der drauf achtet das ich nicht
anfange zu ziehen.stuti ist sehr fein im maul und wenn man mit bein reitet geht sie
schön über den rücken.wenn man sie aber festhält drückt sie den rücken weg und düst los.
nee war echt ein schönes gefühl nach 3,5 monaten das erste mal auf dem platz.und das tolle
ganz nebenbei:ihr hals war hinterher super locker.wenn sie verkrampft ist kann man dort nicht
die kleinste falte ziehen.meine HP meint sie hat von haus aus einen extrem festen
muskeltonus am ganzen körper.wir sind auch beide sicher das sie mal mit viel kraft und auch
gewalt geritten wurde.
nachher war sie total zufrieden und hat regelrecht gegrinst!

Offline carola

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Wow, das sind ja lauter schöne Neuigkeiten!
King George, Glückwunsch! :D :D Ja, wo wollt ihr euch denn noch hinsteigern, wenn ihr gleich beim ersten Mal derartig abräumt? :o

Silvana, das klingt doch auch nach einer sehr befriedigenden Reiteinheit! Schön!

Das mit dem Fremdreiten ist halt so eine Sache... ICh bin vor 15 Jahren in Spanien geritten und hatte zwei Wochen echt tollen Urlaub in zwei völlig verschiedenen "Ställen" (ob der zweite einen hatte, wage ich zu bezweifeln ;)). Ein Jahr später war ich dann in Polen (deutscher Betrieb) und danach nie wieder. Seitdem habe ich auch Schiss. Wir mussten immer in einer Reihe reiten, und gleich am ersten Tag hat sich herausgestellt, dass die Pferde das als "neue Rangordnung" auffassen. Sie hatten nur noch im Kopf, nach vorne zu überholen und nach hinten zu treten. Reiter war egal. Der Rittführer ist vorausgeprescht, der Rest hinterher. Eine Stute hat als erstes Mal ihren Reiter abgebockt. Hinterher habe ich im Gästebuch gelesen, dass das immer so lange läuft, bis ein Halsverlängerer reingeschnallt wird. :-X So war es bei uns auch. Ich musste die dann nehmen, und alle 2 Minuten hatte ich einen Wechsel von "am-Zügel", "hinterm-Zügel" und "Zügel-aus-der-Hand-reißen". Im Galopp sofort Überholversuche nach vorne, und wenn das nicht ging, ging das Gebocke los.
Am nächsten Tag habe ich mich geweigert, mich da wieder drauf zu setzen und bekam nach langem Streit eine Vollblutstute. Mit Satteldruck. Kamen halt ein paar Decken mehr drunter. Ich saß wie auf einem Thron, und dieses Pferd bockte zwar nicht, wollte aber auch nur überholen. Wenn man die Zügel angenommen hat, machte sie im gestreckten Galopp den Hals lang und drehte den Kopf nach oben. :o Ich habe schnell wieder langgelassen, bevor wir hinschlagen.
Kein schöner Urlaub. Die Angst vor schnellem Galopp begleitet mich seither. :-[ Noch dazu sind wir immer nur im Wald galoppiert. Tiefhängende Bäume. Dass die Mitreiter das nicht wollten, fand der Herr Rittführer unverständlich. Memmen. Am letzten Tag sind wir einen Weg langgeprescht, auf dem plötzlich tiefe Pfützen waren. So tief, dass Froschkolonien drin lebten. Der Herr Rittführer hat im letzten Moment wohl auch geahnt, dass es nicht so gut ist, da durchzufetzen, und hat im letzten Moment sein Pferd vom Weg in die Bäume, um drei Bäume rum und wieder auf den Weg gerissen. Ich war dritte und konnte mein Knie grade noch retten. Weiter hinten hat es bei dem Manöver dann eine runtergefegt. War aber auch nicht weiter tragisch. :-X Meine Beschwerde hinterher beim sehr renommierten Veranstalter wurde nicht einmal beantwortet.
Das schlimmste ist halt wirklich die Nachwirkung. Und nicht nur auf mich, sondern auch auf die Freundin, die mit war. Wir beide tragen diese Angst immer noch mit uns rum. Zum K....!!! >:(
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Offline Bini

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das klingt nach lebensgefährlich und nicht nach Urlaub. Welcher Veranstalter war das? R... und R...?
Kann man da was im Internet bewerten? Das würd ich dann machen. wenn sich da einer mal den Hals bricht.

Ich bin mal in Schweden bei nem Wanderritt gewesen. Egal wo oder wie schnell wir unterwegs waren, keiner von uns hatte auch nur eine Sekunde Angst. Und die Pferde waren super in Schuss ebenso wie das Sattelzeug. Eine Woche atemberaubender Natur, Übernachtung in Tipizelten, Stockbrot überm Feuer und baden in einem See aus dem man fast trinken konnte (Wasserreservoir). Das war 1996. der Führer hieß Heinrich und war früher Fotograf bei National Geographics. die hatten irgendwann mal die Idee die Ponyexpressstrecke in Amerika abzureiten und zu dokumentieren. Waren glaube ich die Ersten, die das damals gemacht haben. Deshalb heißt sein Stall wohl auch so. Hab die letztens im I-Net gefunden und es gibt tatsächlich noch die Missourirfoxtrotterstute Hopi. Die ist jetzt allerdings auch schon alt. Die restlichen Pferde kannte ich natürlich alle nicht mehr.
Höhepunkt und Abschluss des Rittes war ein Gallop auf der kilometerlangen und sehr breiten Start/Landebahn eines verlassenen Waldflugplatzes. Wir konnten zu 5 nebeneinander reiten und richtig brettern. Heinrich hat aber verboten die Pferde anzutreiben. Die sollten nur so schnell und lange laufen wie sie wollten. Der hatte immer das Wohlergehen seiner Pferde im Blick.
Und die konnten klettern wie Gemsen. Wir sind teilweise über Felsbrocken drüber geritten mit Abgrund an der Seite und da ist nicht eines der Pferde gerutscht. 8) Das war ein Erlebnis! Wir hatten 3 Reitanfänger dabei, alles Herren ;D
« Letzte Änderung: 19.05.11, 12:58 von Bini »
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Offline carola

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Ja, genau die die waren das, die mit dem R. Wir hatten auch einen Anfänger dabei, dem hat das am wenigsten ausgemacht. Klar: wer nie kontrolle hatte, kann keine verlieren.
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Offline Bini

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Schlimm, ist der Stall noch in derern Anegbot????
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Offline silvana

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puh das sind ja schlimme dinge die du da berichtest carola.das braucht ja wohl
keiner.ich fand tunesien schon übel,vor allem den zustand der tiere.auf der
jeep tour durch die oasen hab ich ponys gesehen vor kutschen gespannt.
da hats mir echt die tränen in die augen getrieben.auch in polen das selbe.
pferde mit sehnenschaden wurden einfach holzkeile unter die hufe genagelt
und dann wurden die eingespannt.au weia.
das du jetzt noch galopp-angst hast kann ich verstehen.ich hab ja schon ohne ganz
schlimme erlebnisse respekt und überlege mir ob galopp sein muss und der weg
es überhaupt hergibt.
bini dein ritt in schweden macht echt neidisch und dann noch mit kompetenter
führung

Offline carola

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Und nutzen die Touristen diese Pferde dann? Ich war vor Jahren mal auf Santorin, nicht zum Reiten. Da habe ich diese traurigen Esel gesehen, die die Touristen von unten nach oben schleppen sollen. Die hatten auch blutige Bäuche, weil die Sättel nur mit Stricken befestigt waren. :-[ Als ich fotografieren wollte, ist der Besitzer mit der Peitsche auf mich los.
ABER: wir waren dann auf so einem typischen Ausflugsdampfer mit gefühlten 1.000 anderen (meist deutschen) Touristen, und zum Schluss hieß es, dass man entweder hochlaufen müsste (anstrengend, hat außer uns kaum einer gemacht), oder die Esel nehmen oder halt ewig auf eine Gondel warten. Und ich war gar ganz stolz, ausnahmsweise mal auf meine Mitmenschen: von dem ganzen Schiff haben nur zwei die Esel gebucht, der Rest hat stundenlang auf die Gondel gewartet (die nimmt ja immer nur X Leute mit). :D Der Eselbesitzer war entsprechend sauer, was den Eseln nicht guttat, aber ich dachte, es sei wenigstens ein Anfang.
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Offline silvana

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nee die wurden zum glück nicht viel genutzt und die besitzer waren auch nicht grad froh.
immerhin ernähren diese pferde die ganze familie.dann sollten die besitzer sie aber auch
gut behandeln denn es ist ja ihr kapital.aber das raffen die dort eionfach nicht alle.
so werd gleich mal das pony anspannen und ne runde fahren.die kleene langweilt sich nämlich
und braucht beschäftigung.also, auf gehts...

Offline carola

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Ach ja, eine Ausfahrt...! Die würde ich auch gerne machen, aber dauert ja nicht mehr lang. :D
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Offline Bini

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Im Kosovo sah ich auch oft stocklahme Pferde vor dem Wagen. Manche Menschen haben keine Wahl und anderen ist es einfach egal. Was die Tiere alles unter uns Menschen zu leiden haben :'(
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Offline KingGeorge

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bei den erzählungen hier, bin ich ja fast froh noch nicht so viel von der (reit)welt gesehen zu haben  :-[

ich habe dann am wochenende zwei schöne ausfahrten gehabt (und der kleine ponymann musste echt schuften)  ;D aber das schöne ist, das man mit dem auch echt alles machen kann. denn am samstag war mein sohn zum geburtstag eingeladen und ich habe ihn kurzerhand mit der kutsche dahingefahren. also mal wieder mitten durchs neubaugebiet  8)

das fohlen entwickelt sich auch prächtig und ist schon sehr selbstständig. somit kann ich bei der stute auch so langsam wieder an arbeit denken  :D
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