Autor Thema: Oldies warten frierend auf den Frühling  (Gelesen 53324 mal)

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Offline Kleene

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #105 am: 03.03.11, 21:19 »
meine zwerge finden schwäne übrigens auch nicht lustig. sind letztens vollkommen panisch vor so nem viech weggerannt, weil der kam und was zu essen schnorren wollt. ich kanns aber auch verstehen, so größentechnisch  ;D

mensch Kraehe--gleich nutzen für die aufklärung 8) ;D ;D ;D

kann momentan nicht mitschreiben--weil ich wieder nen Einsatz habe--in Bad Hersfeld und da bin ich erst abends um19,00 Uhr zuhaus und dann noch Hotties versorgen--dann bin ich zuuuu müde um an den PC zu gehen-- aber dieses WE fahren wir in den Norden--isch froi mir ja soooo-- und vor allem KEIN KARNEVAL!!!!! 8)--Manfred sitzt gerade irgendwo in der Nähe von Schwäbisch Hall und muß das närrische Treiben über sich ergehen lassen und das wo er so ein Fan von is 8) ;D ;D--so un nü go ik in bed ;)
Jeder Mensch kann mich glücklich machen!
Die Einen wenn sie den Raum betreten, die Anderen wenn sie ihn verlassen,denn wer nicht hinter mir steht, steht mir im Weg und natürlich bin ich kompliziert, ich bin ja auch der Abenteuerurlaub und nicht die Pauschalreise

Offline Sabino1

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #106 am: 04.03.11, 08:55 »
Hihi, ja beeindruckend ist sowas Schwaniges schon (vor allem, wenn er faucht, der undankbare Federwisch!  Hab ihm Futter gebracht und er faucht mich erstmal an... ::) aber gefressen hat ers dann schon 8))

Kraehe, ich hab keine Ahnung... können die auch von Land aus starten? Naja, wird schon wissen, was er hier will, ausschaun tuts jedenfalls echt fixromantisch  :) :) :)

Kleene. frohes Schaffen wünsch ich! Und noch frohere Nordreise (bin auch kein Faschingsfan)

Offline RamonaTopic starter

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #107 am: 04.03.11, 17:23 »
 :'( :'( mein geliebter ET ist heute gestorben  :'( :'(
Charakterpferde besitzt man nicht, sie geruhen einem anzugehören ;-)

Oft übersehen wir die vielen kleinen Glücksmomente, weil wir auf das vermeintlich große Glück warten.

Offline Barbara2

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #108 am: 04.03.11, 21:27 »
Ach Ramona, das tut mir leid... Ich nehm dich mal fest in den Arm, auch wenn es dich nicht wirklich trösten kann... Abschied nehmen zu müssen tut immer weh, egal ob das geliebte Wesen klein oder groß war...
Liebe Grüße, Barbara

Offline Barbara2

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #109 am: 04.03.11, 21:37 »
»Guten Tag«, sagte der Fuchs.
»Guten Tag«, antwortete höflich der kleine Prinz, der sich umdrehte, aber nichts sah.
»Ich bin da«, sagte die Stimme, »unter dem Apfelbaum...«
»Wer bist du?« sagte der kleine Prinz. »Du bist sehr hübsch...«
»Ich bin ein Fuchs«, sagte der Fuchs.

»Komm und spiel mit mir«, schlug ihm der kleine Prinz vor. »Ich bin so traurig...«
»Ich kann nicht mit dir spielen«, sagte der Fuchs. »Ich bin noch nicht gezähmt!«
»Ah, Verzeihung!« sagte der kleine Prinz. Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu: »Was bedeutet das: 'zähmen'?«
»Du bist nicht von hier, sagte der Fuchs, »was suchst du?«
»Ich suche die Menschen«, sagte der kleine Prinz. »Was bedeutet 'zähmen'?«
»Die Menschen«, sagte der Fuchs, »die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig. Sie ziehen auch Hühner auf. Das ist ihr einziges Interesse. Du suchst Hühner?«
»Nein«, sagte der kleine Prinz, »ich suche Freunde. Was heißt 'zähmen'?«
»Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache«, sagte der Fuchs. »Es bedeutet: sich 'vertraut machen'.«
»Vertraut machen?«
»Gewiß«, sagte der Fuchs. »Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebensowenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt...«
»Ich beginne zu verstehen«, sagte der kleine Prinz. »Es gibt eine Blume... ich glaube, sie hat mich gezähmt...«
»Das ist möglich«, sagte der Fuchs. »Man trifft auf der Erde alle möglichen Dinge...«
»Oh, das ist nicht auf der Erde«, sagte der kleine Prinz.
Der Fuchs schien sehr aufgeregt: »Auf einem anderen Planeten?«
»Ja.«
»Gibt es Jäger auf diesem Planeten?«
»Nein.«
»Das ist interessant! Und Hühner?«
»Nein.«
»Nichts ist vollkommen!« seufzte der Fuchs.
Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken zurück:
»Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander, und alle Menschen gleichen einander. Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen andern unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken.
Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die
Weizenfelder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide liebgewinnen.«
Der Fuchs verstummte und schaute den Prinzen lange an:
»Bitte... zähme mich!« sagte er.
»Ich möchte wohl«, antwortete der kleine Prinz, »aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muß Freunde finden und viele Dinge kennenlernen.«
»Man kennt nur die Dinge, die man zähmt«, sagte der Fuchs. »Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas
kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die
Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!«
»Was muß ich da tun?« sagte der kleine Prinz.
»Du mußt sehr geduldig sein«, antwortete der Fuchs. »Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich
werde dich so verstohlen, so aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle
der Mißverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bißchen näher setzen können...«
Am nächsten Morgen kam der kleine Prinz zurück.
»Es wäre besser gewesen, du wärst zur selben Stunde wiedergekommen«, sagte der Fuchs. »Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, kann ich um drei Uhr anfangen, glücklich zu sein. Je mehr die Zeit vergeht, um so glücklicher werdeich mich fühlen. Um vier Uhr werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; ich werde erfahre, wie teuer das Glück ist.
Wenn du aber irgendwann kommst, kann ich nie wissen, wann mein Herz da sein soll... Es muß feste Bräuche geben.«
»Was heißt 'fester Brauch'?«, sagte der kleine Prinz.
»Auch etwas in Vergessenheit Geratenes«, sagte der Fuchs. »Es ist das, was einen Tag vom andern unterscheidet,
eine Stunde von den andern Stunden. Es gibt zum Beispiel einen Brauch bei meinen Jägern.
Sie tanzen am Donnerstag mit dem Mädchen des Dorfes. Daher ist der Donnerstag der wunderbare Tag. Ich gehe bis zum Weinberg spazieren. Wenn die Jäger irgendwann einmal zum Tanze gingen, wären die Tage alle gleich und ich
hätte niemals Ferien.«
So machte denn der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut. Und als die Stunde des Abschieds nahe war:
»Ach!« sagte der Fuchs, »ich werde weinen.«
»Das ist deine Schuld«, sagte der kleine
Prinz, »ich wünschte dir nichts Übles, aber du hast gewollt, daß ich dich zähme...«
»Gewiß«, sagte der Fuchs.
»Aber nun wirst du weinen!« sagte der kleine Prinz.
»Bestimmt«, sagte der Fuchs.
»So hast du nichts gewonnen!«
»Ich habe«, sagte der Fuchs, »die Farbe des Weizens gewonnen.«
Dann fügte er hinzu: »Geh die Rosen wieder anschauen. Du wirst begreifen, daß die deine einzig ist in der Welt.
Du wirst wiederkommen und mir adieu sagen, und ich werde dir ein Geheimnis schenken.«
Der kleine Prinz ging, die Rosen wiederzusehen:
»Ihr gleicht meiner Rose gar nicht, ihr seid noch nichts«, sagte er zu ihnen.
»Niemand hat sich euch vertraut gemacht und auch ihr habt euch niemandem vertraut gemacht. Ihr seid, wie mein Fuchs war.
Der war nichts als ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht, und jetzt ist er einzig in der Welt.«
Und die Rosen waren sehr beschämt.
»Ihr seid schön, aber ihr seit leer«, sagte er noch. »Man kann für euch nicht sterben. Gewiß, ein Irgendwer, der vorübergeht, könnte glauben, meine Rose ähnle euch. Aber in sich selbst ist sie wichtiger als ihr alle, da sie es ist, die ich begossen habe. Da sie es ist, die ich unter den Glassturz gestellt habe. Da sie es ist, die ich mit dem Wandschirm geschützt habe. Da sie es ist, deren Raupen ich getötet habe (außer den zwei oder drei um der Schmetterlinge willen). Da sie es ist, die ich klagen oder sich rühmen gehört habe oder auch manchmal schweigen. Da es meine Rose ist.«
Und er kam zum Fuchs zurück:
»Adieu«, sagte er...
»Adieu«, sagte der Fuchs. »Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das w
Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«
»Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar«, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
»Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.«
»Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe...«, sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
»Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen«, sagte der Fuchs. »Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist
zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich...«
»Ich bin für meine Rose verantwortlich...«, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

Liebe Grüße, Barbara

Offline Barbara2

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #110 am: 04.03.11, 21:42 »
    Gerade rechtzeitig kam ich zur Mauer, um mein kleines Kerlchen von einem Prinzen in meinen Armen aufzufangen; er war bleich wie der Schnee. 
    »Was sind das für Geschichten! Du sprichst jetzt mit Schlangen?!«
    Ich hatte ihm sein ewiges gelbes Halstuch abgenommen. Ich hatte ihm die Schläfen genetzt und ihm zu trinken gegeben. Und jetzt wagte ich nicht, ihn weiter zu fragen. Er schaute mich ernsthaft an und legte seine Arme um meinen Hals. Ich fühlte sein Herz klopfen wie das eines sterbenden Vogels, den man mit der Flinte geschossen hat. Er sagte zu mir: 
    »Ich bin froh, daß du gefunden hast, was an deiner Maschine fehlte. Du wirst nach Hause zurückkehren können...« 
    »Woher weißt du das?« 
    Ich hatte ihm gerade erzählen wollen, daß mir gegen alle Erwartungen meine Arbeit geglückt sei! 
    Er antwortete nicht auf meine Frage, fuhr aber fort:

»Auch ich werde heute nach Hause zurückkehren...« 
    Dann schwermütig: 
    »Das ist viel weiter... Das ist viel schwieriger...« 
    Ich fühlte wohl, daß etwas Außergewöhnliches vorging. Ich schloß ihn fest in die Arme wie ein kleines Kind, und doch schien es mir, als stürzte er senkrecht in einen Abgrund, ohne daß ich imstande war, ihn zurückzuhalten... 
    Sein Blick war ernst; er verlor sich in weiter Ferne: 
    »Ich habe dein Schaf. Und ich habe die Kiste für das Schaf. Und ich habe den Maulkorb...« 
    Und er lächelte schwermütig. 
    Ich wartete lange. Ich fühlte, daß er sich mehr und mehr erwärmte: 
    »Kleines Kerlchen, du hast Angst gehabt...« 
    Er hatte Angst gehabt, ganz gewiß! Aber er lachte sanft: 
    »Ich werde heute abend noch viel mehr Angst haben...« 
    Wieder lief es mir eisig über den Rücken bei dem Gefühl des Unabwendbaren. Diese Lachen nie mehr zu hören - ich begriff, daß ich den Gedanken nicht ertrug. Es war für mich wie ein Brunnen in der Wüste. 
    »Kleines Kerlchen, ich will dich noch lachen hören...« 
    Aber er sagte zu mir: 
    »Diese Nacht wird es ein Jahr. Mein Stern wird sich gerade über dem Ort befinden, wo ich letztes Jahr gelandet bin...« 
    »Kleines Kerlchen, ist sie nicht ein böser Traum, diese Geschichte mit der Schlange und der Vereinbarung und dem Stern...« 
    Aber er antwortete nicht auf meine Frage. Er sagte: 
    »Was wichtig ist, sieht man nicht...« »Gewiß...« 
    »Das ist wie mit der Blume. Wenn du eine Blume liebst, die auf einem Stern wohnt, so ist es süß, bei Nacht den Himmel zu betrachten. Alle Sterne sind voll Blumen.« 
    »Gewiß...« 
    »Das ist wie mit dem Wasser. Was du mir zu trinken gabst, war wie Musik, die Winde und das Seil... du erinnerst dich... es war gut.« 
    »Gewiß...« 
    »Du wirst in der Nacht die Sterne anschauen. Mein Zuhause ist zu klein, um dir zeigen zu können, wo es umgeht. Es ist besser so. Mein Stern wird für dich einer der Sterne sein. Dann wirst du alle Sterne gern anschauen... Alle werden sie deine Freunde sein. Und dann werde ich dir ein Geschenk machen...« 
    Er lachte noch. 
    »Ach! Kleines Kerlchen, kleines Kerlchen! Ich höre dieses Lachen so gern!« 
    »Gerade das wird mein Geschenk sein... Es wird sein wie mit dem Wasser...« 
    »Was willst du sagen?« 
    »Die Leute haben Sterne, aber es sind nicht die gleichen. Für die einen, die reisen, sind die Sterne Führer. Für andere sind sie nichts als kleine Lichter. Für wieder andere, die Gelehrten, sind es Probleme. Für meinen Geschäftsmann waren sie Gold. Aber alle diese Sterne schweigen. Du, du wirst Sterne haben, wie sie niemand hat...« 
    »Was willst du sagen?« 
    »Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können!« 
    Und er lachte wieder. 
    »Und wenn du dich getröstet hast (man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst Lust haben, mit mir zu lachen. Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen, gerade so, zum Vergnügen... Und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, daß du den Himmel anblickst und lachst. Dann wirst du ihnen sagen: 'Ja, die Sterne, die bringen mich immer zum Lachen!' Und sie werden dich für verrückt halten. Ich werde dir einen hübschen Streich gespielt haben...« 
    Und er lachte wieder. 
    »Es wird sein, als hätte ich dir statt der Sterne eine Menge kleiner Schellen geschenkt, die lachen können...« 
    Und er lachte noch immer. Dann wurde er wieder ernst: 
    »Diese Nacht... weißt du... komm nicht!« 
    »Ich werde dich nicht verlassen.« 
    »Es wird so aussehen, als wäre ich krank... ein bißchen, als stürbe ich. Das ist so. Komm nicht das anschauen, es ist nicht der Mühe...« 
    »Ich werde dich nicht verlassen.« 
    Aber er war voll Sorge. 
    »Ich sage dir das... auch wegen der Schlange. Sie darf dich nicht beißen... Die Schlangen sind böse. Sie können zum Vergnügen beißen...« 
    »Ich werde dich nicht verlassen.« 
    Aber etwas beruhigte ihn: 
    »Es ist wahr, sie haben für den zweiten Biß kein Gift mehr...« 

Ich habe es nicht gesehen, wie er sich in der Nacht auf den Weg machte. Er war lautlos entwischt. Als es mir gelang, ihn einzuholen, marschierte er mit raschem, entschlossenem Schritt dahin. 
    Er sagte nur: »Ah, du bist da...« 
    Und er nahm mich bei der Hand. Aber er quälte sich noch: 
    »Du hast nicht recht getan. Es wird dir Schmerz bereiten. Es wird aussehen, als wäre ich tot, und das wird nicht wahr sein...« 
    Ich schwieg. 
    »Du verstehst. Es ist zu weit. Ich kann diesen Leib da nicht mitnehmen. Er ist zu schwer.« 
    Ich schwieg. 
    »Aber er wird daliegen wie eine alte verlassene Hülle. Man soll nicht traurig sein um solche alten Hüllen...« 
    Ich schwieg. 
    Er verlor ein bißchen den Mut. Aber er gab sich noch Mühe: 
    »Weißt du, es wird allerliebst sein. Auch ich werde die Sterne anschauen. Alle Sterne werden Brunnen sein mit einer verrosteten Winde. Alle Sterne werden mir zu trinken geben...« 
    Ich schwieg. 
    »Das wird so lustig sein! Du wirst fünfhundert Millionen Schellen haben, ich werde fünfhundert Millionen Brunnen haben...« 
    Und auch er schwieg, weil er weinte... 
    »Da ist es. Laß mich einen Schritt ganz allein tun.« Und er setzte sich, weil er Angst hatte. 
    Er sagte noch: 
    »Du weißt...meine Blume...ich bin für sie verantwortlich! Und sie ist so schwach! Und sie ist so kindlich. Sie hat vier Dornen, die nicht taugen, sie gegen die Welt zu schützen...«

    Ich setzte mich, weil ich mich nicht mehr aufrecht halten konnte. 
    Er sagte: 
    »Hier... Das ist alles...« 
    Er zögerte noch ein bißchen, dann erhob er sich. Er tat einen Schritt. Ich konnte mich nicht rühren. Es war nichts als ein gelber Blitz bei seinem Knöchel. Er blieb einen Augenblick reglos. Er schrie nicht. Er fiel sachte, wie ein Blatt fällt. Ohne das leiseste Geräusch fiel er in den Sand. 

Und jetzt sind es gewiß schon wieder sechs Jahre her... Ich habe diese Geschichte noch nie erzählt. Die Kameraden, die mich wiedergesehen haben, waren froh, mich lebend wiederzusehen. Ich war traurig, aber ich sagte zu ihnen: Das ist die Erschöpfung... 
    Jetzt habe ich mich ein bißchen getröstet. Das heißt... nicht ganz. Aber ich weiß gut, er ist auf seinen Planeten zurückgekehrt, denn bei Tagesanbruch habe ich seinen Körper nicht wiedergefunden. Es war kein so schwerer Körper... Und ich liebe es, des Nachts den Sternen zuzuhören. Sie sind wie fünfhundert Millionen Glöckchen..."
Liebe Grüße, Barbara

Offline Sabino1

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #111 am: 05.03.11, 08:30 »
och mennoooo :'( :'( :'( :'( :'( wie traurig, Ramona!

Offline Kraehe

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #112 am: 05.03.11, 11:05 »
ach mensch ramona, seigedrückt  :'(
Ärgere dich nicht, wenn ein Vogel auf deinen Kopf scheißt, sondern freue dich, dass Elefanten nicht fliegen können.

Offline Mailin

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #113 am: 05.03.11, 16:07 »
Oh Ramona, ich drück dich mal ganz doll, das ist so traurig  :'(  ich hab deine ET-Geschichten und die Bilder immer sehr gerne gelesen und angeschaut  :'(
Liebe Grüße, Mailin


Erst wenn die letzte Ölplattform versenkt, die letzte Tankstelle geschlossen ist, werdet Ihr merken, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.

Offline RamonaTopic starter

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #114 am: 06.03.11, 16:33 »
Danke! Es ist sehr merkwürdig, wie leer mir die ganze Wohnung auf einmal vorkommt.  :'( Nicht nur das Aquarium sondern irgendwie die ganze Wohnung. In den letzten 10 Jahren war eben der erste Gang daheim immer zum Fisch und der kam ja auch immer sofort angeschwommen.  :'( Gestern und heute war ich lange mit Donny ausreiten, hat gut getan, auch wenn das heim kommen schwer war. Gestern abend hatte ich länger Besuch vom Nachbarskater, da war zumindest für einige Zeit die Wohnung nicht so leer
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Offline uteh

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #115 am: 06.03.11, 20:15 »
ramona,
ET ist gestorben? das ist sehr traurig, laß dich drücken.  10 jahre ist ein lange zeit, da vermißt man seinen freund schmerzlich.  :'(  :'(  :'( war er krank oder ist er an altersschwäche gestorben?

Offline RamonaTopic starter

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #116 am: 07.03.11, 08:01 »
so genau konnte uns das auch der TA nicht sagen. Er hatte eine Wucherung an den Zähnen, zuerst sahen die nach einem Tumor aus, aber es war Zahnmaterial mit etwas Haut drüber. Der TA war vor 1,5 Wochen da, konnte aber nicht genau sagen ob die Wucherungen altesbedingte Fehlstellungen sind, oder was schlimmeres. An dem Tag an dem ET gestorben ist, wollte der TA nochmal vorbei kommen  :'( war dann leider zu spät.
Ich konnte noch klaren Gedankens den TA anrufen, dass er nicht mehr kommen braucht.... hab es dann aber nicht übers Herz gebracht ET aus dem Wasser zu holen  :'( bescheuert, weil er ja raus musste. Mein Freund ist natürlich mal wieder unterwegs.... zum Glück war ein guter Freund daheim (unser Fischsitter wenn wir im Urlaub sind) der dann vorbei kam und mir das abgenommen hat.  :'(
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Offline Kraehe

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #117 am: 08.03.11, 12:18 »
ramona,
kann ich versteh, dass du ihn da nicht raus nehmen konnest  :-[ habt ihr ihn beerdigt? ich finde das ja immer sehr tröstlich, alle meine tier, bis auf tina natürlich, hab ich an irgendeinem schönen platz begraben.
Ärgere dich nicht, wenn ein Vogel auf deinen Kopf scheißt, sondern freue dich, dass Elefanten nicht fliegen können.

Offline Gracie

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #118 am: 08.03.11, 13:41 »
*malwiederBoxmißbrauch*

Ramona: umarm und knuddel dich mal ganz fest  :-*  :-*
Neugierig, gesellig, herzlich, mit 2 Seelen, ganz gefährlich !

Offline uteh

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Re: Oldies warten frierend auf den Frühling
« Antwort #119 am: 10.03.11, 08:04 »
bendura war es gestern wieder etwas unwohl.  :-\ alles ganz normal, ihre kleine portion eingeweichte heucobs mit etwas müsli gefressen, dann aber nicht gleich ans heu gegangen.  ::) sich mal hingelegt.  ::) ich habe ihr etwas gegeben und sie geführt dann, war wieder alles normal. ich habe abends mehrmals und heute morgen nach ihr gesehen, es war aber alles unauffällig. hhhmmmmm? gestern war auf jeden fall ein wetterumschwung von klarem, sonnigen wetter zu warmen, bewölkten wetter. und so, wie peter erzählt, hatte den ganzen tag ein großer kran in der gasse gestanden und am dach des nachbarhaus gearbeitet. das war bestimmt aufregend. vor ein paar wochen war sonntags auch eine situation, daß sie nicht sofort ans heu gegangen ist. das hatte es in der scheune gerappelt, vielleicht war eine fremde katze da, gesehen habe ich nichts. die dohlen haben einen mordsrabatz gemacht und die pferde bocksprünge im auslauf. danach ist sie dann wieder ans heu gegangen und es war alles unauffällig. ob ihr aufregung auf die verdauung schlägt?