Autor Thema: Arterielles Nasenbluten  (Gelesen 19645 mal)

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Subito

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Arterielles Nasenbluten
« am: 16.09.10, 10:25 »
Ich habs nicht bei akutes Problem geschrieben, weil mein Pferd das schon seit 10 jahren, immer mal wieder hat. Ich hatte zuletzt 2 Jahre Ruhe, jetzt hat er es innerhalb 2 Wochen 3x gehabt.
Ich würd gern mal wissen ob jemand das selbe Problem hat u. vielleicht schon schlauer ist als ich, was man zur Vermeidung noch tun könnte. Mein Ta hatte ich deswegen schonmal da, die sagt es wäre harmlos (geplatztes Äderchen) u. da es immer nur für ein paar Miunten ist, harmlos. Ich würds trotzdem gern gar nicht mehr haben u. geanuer wissen woher es kommt.

Die Umstände bei denen er Nasenbluten bekommt:
- es ist immer helles sauerstoffreiches blut, mal nur aus einer seite, mal beidseitig
- es tropft ist aber nie mehr als vielleicht eine kleine Kaffeetasse voll
- nie beim Dressur reiten, longieren -  nur im Gelände o. wenn er frei auf Weide tobt, nach Galopp!
- wenn ich vorm toben bzw. schnelleren Galopp sehr ausgiebig warm geritten bin u. schonmal langsam eine Strecke galoppiert bin, tritt es kaum bis gar nicht auf.
- wenn es passiert, wird er langsamer, hustet ein paar mal u. hält den kopf tief, atemgeräusche siind etwas lauter- nehme an er atmet es ein u. "verschluckt" sich ein wenig dran. Danach wieder alles normal.
- er ist ansonsten währenddessen  putzmunter, frißt u. ist auch nach kurzer zeit wieder lauflustig
- es hört immer innerhalb max. 15min auf.
 - ist es einmal aufgetreten, kommt es die nächsten Tage schneller wieder vor. wenn ich aufpasse das er ein paar Tage nicht schnell galoppiert o. tobt, scheint es abzuheilen u. kann jahrelang nicht mehr auftreten trotz toberei usw.

Ist das wohl tatsächlich ein Gefäß das vielleicht eine Schwäche hat u. kann man da eigentlich sowas machen wie beim Menschen mit veröden? Im Gelände könnte ich es noch vermeiden indem ich ihn nur noch im ruhigen tempo reite, aber toben auf Weide läßt sich kaum verhindern...

Lg, Suse

Offline Hexle

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Re: Arterielles Nasenbluten
« Antwort #1 am: 16.09.10, 10:27 »
hat man auch mal den luftsack untersucht ?
Du wirst sicher nicht jedes Ziel erreichen, dass du dir gesetzt hast. Du wirst aber ganz sicher kein Ziel erreichen, dass du dir nicht gesetzt hast...

Offline woody

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Re: Arterielles Nasenbluten
« Antwort #2 am: 16.09.10, 11:32 »
Wurde mal Endoskopisch nachgeschaut, sowas kann auch mal ein Tumor sein
LG Andreas

Lebe den Tag

Subito

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Re: Arterielles Nasenbluten
« Antwort #3 am: 16.09.10, 12:05 »
Nein, fand meine ta unverhältnismäßig u. weil es ja auch mal jahrelang nicht auftrat u. er sonst rundum fit ist hab ich bisher auch nicht weiter drüber nachgedacht. Ich werde da aber nochmal mehrere Tas drauf ansprechen was sie dazu meinen u. ggf. nochmal eine Untersuchung machen lassen.
Muß erstmal googeln wie sich Luftsackprobleme äußern... hätte sich ein Tumorproblem in 10 jahren nicht schonmal in irgendeiner Form deutlicher geäußert? Das Nasenbluten tritt ausschließlich nach plötzlicher, großer Galoppbelastung (evt. auch im Zusammenhang mit allgemeiner Aufregung) auf u. das nur sporadisch. Ich kann aber ewig lang runde um runde im normalen Galopp reiten, war ja auch 2x in der heide u. hab da ordentlich was getan, ohne das es auftrat.
Gestern ist es passiert als wir einen ca. 50m relativ steilen berg hoch sind, mit start vom fleck u. einmal richtig losdonnern. Bis dahin waren wir ca. 30min unterwegs u. sind bis kurz vorher auch mehrfach längere Strecken getrabt.
Kann das nicht einfach ein gefäß sein das bei zu schnell ansteigendem Blutdruck eine schwachstelle hat? Ich hatte mal einen Mitschüler der auch beim Sport ständig Nasenbluten bekam  u. der so ein Problem hatte....

Offline woody

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Re: Arterielles Nasenbluten
« Antwort #4 am: 16.09.10, 13:53 »
Kann natürlich auch nur eine Kleinigkeit sein, aber da es häufiger auftritt würde ich es mal nachschauen lassen
LG Andreas

Lebe den Tag

Subito

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Re: Arterielles Nasenbluten
« Antwort #5 am: 16.09.10, 15:00 »
hm, mach mir langsam doch mehr Gedanken. Paßt ja auch ein bißchen zu belastungsbedingtem Lungenbluten, aber ich hab festgestellt das viele Pferde unter Nasenbluten leiden, aus verschiedensten Gründen. Was mich ein bißchen beruhigt ist das es von der menge her nur wenig Blut ist was er verliert, manchmal nicht mal ein Teelöffel u. das es ausschließlich unter größerer Belastung vorkommt, sonst noch nie...

Subito

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Re: Arterielles Nasenbluten
« Antwort #6 am: 20.09.10, 09:01 »
So, ich hab am Freitag den Ta gelöchert der zu einer Ankaufsuntersuchung da war u. zwischendurch 20min Zeit hatte - also er sagt das so wie ich es beschreibe sich eher um ein geplatztes Blutgefäß handelt u. Lungenbluten, Tumore, Luftsackentzündung eher unwahrscheinlich ist. Kann sein das er da eine Schwachstelle hat die immer mal wieder aufgeht, deshlab tritts öfter hintereinander auf, bis es dann wieder verheilt ist. Er hat ihn auch nochmal abgehört u. gesagt, Herz wie Lunge sind absolut unauffällig. Die Nasenschleimhäute sind auch ganz normal u. beim in die Nase leuchten konnte er auch nicht auffällige sehen, meinte aber auch das es meistens weiter hinten blutet.
Ich soll es zwar beobachten, aber zur Zeit rät er mir von weitergehenden Untersuchungen ab, da es im "Normalgebrauch" ja auch nie auftritt. Vor großen Anstrengungen wie bergaufgalopp ordentlich aufwärmen damit die Gefäße sich durch den größeren Blutdurchfluß weiten u. das hab ich dann gestern auch gemacht. Bin erst 2mal eine längere Strecke galoppiert bevor ich wieder an den Berg bin u. dann ist auch nichts passiert *puh* ;D

Lg, suse

Offline Gunni

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Re: Arterielles Nasenbluten
« Antwort #7 am: 21.09.10, 11:38 »
Mein Ex-Rennpferd hatte Lungenbluten.
Wurde mit Endoskopie abgeklärt damals. Das Blut kam auch erst nach ca. 15-20 Min und nur dann wenn er den Kopf tief hatte, sprich Heu naschte - das war leider ein Anzeichen dafür, dass es von der Lunge kam. Wäre er quasi mit blutigen Nüstern im Stall gestanden unmittelbar nach dem Rennen, dann hätte das für ein geplatzes Äderchen im Kopfbereich gesprochen.
Ich habe ihn behandeln lassen und aus dem Rennsport genommen - dieses Jahr wurde er 26  ;)

Ich würde unter Umständen den TA holen und das Pferd gezielt belasten - sprich versuchen ein Nasenbluten auszulösen und mittels Endoskop es nochmals abklären lassen. Aber wenn er jetzt nix mehr zeigt, dann spricht das für ein schwaches Äderchen  ;) (aber ich gebe zu, seit damals bin ich bei Nasenbluten bei Pferden seeeeeehr heikel!)
Begründer der "WEIGUMS"

“Mich beschleicht Verwirrung, die die Grenze zum Wahnsinn stürmt.”  Sin City

Subito

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Re: Arterielles Nasenbluten
« Antwort #8 am: 01.10.10, 07:18 »
@Gunni
Ahja, dann ist es aber doch etwas anders als bei uns. Er hat das Nasenbluten sofort, also es kommt direkt raus, auch mit kopf oben, mag dann aber auch lieber die Nase runter nehmen. Wie wir festgestellt haben, hängt es zwar auch mit Bewegung zusammen, aber nur dann wenn er sich auch aufregt. Kam vor 2 tagen wieder mal vor, als er übers Feld galoppieren wollte, aber ich nicht. Da hat er sich halt aufgeplustert, rumgetänzelt u. sich total angespannt u. ich bin nur getrabt - da hat er es nur einseitig ganz wenig gehabt, so das es nicht mal getropft ist, sondern nur die Nüster ganz leicht blutig war.
Wenn ich ihn longiere o. Dressur reite wo er prinzipiell total gelassen ist, kann ich ihn scheuchen ohne ende, da passiert gar nichts.
Von der Menge her, war die Kaffeetasse in meiner ersten Beschreibung im nachhinein auch viel zu viel, eher Richtung Esslöffel. Meine Freundin die öfter mal dabei war, meinte sogar nur Teelöffel, aber auf jeden Fall keine Tasse voll.

Wieviel Blut kam bei Deinem denn raus? Immer Beidseitig o. nur einseitig? Wie behandelt man denn Lungenbluten, dachte da gibts nichts, außer weniger Belastung?

Wenn es sich die nächsten Wochen nicht vollends wieder legt, werde ich meinen alten Ta der ihn seit 10 Jahren kennt kontaktieren. Provozieren wird echt schwer, nur Galopp allein reicht nicht, muß halt mehrere Faktoren zusammen kommen.
Lg, suse