Autor Thema: Bronchoskopie  (Gelesen 7905 mal)

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Columbo

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Bronchoskopie
« am: 21.07.09, 20:59 »
Hallo, ich habe einen 14 jährigen Wallach der z. zt. extrem unter dem Wetter leidet, denn er hat einen Thon. Bei größeren Anstrengungen und wenn er sich aufregt ist dies besonders stark zu hören. Leider aufgrund der Wetterlage momentan sehr extrem, besonders wenn es so schwül ist. Er hustet nicht, aber beim Reiten - bei Aufregung - "gurgelt" es und da mache ich mir schon Sorgen, dass sich zu viel Sekret in den Lungen angesammelt hat. Oder ist es einfach nur ein vermehrtes Geräusch des Lungensegels beim Einatmen? Aber es erfolgt kein Abhusten  :-\

Wer hat schon Erfahrungen (Verbesserung der Allgemeinsituation, Kosten etc.) diesbezüglich gemacht.

Ich habe jetzt angefangen Bronchialmüsli dazuzufüttern, so wenig Staub wie möglich in seiner Umgebung zu verursachen (Heu nass machen...) und dann will ich auch noch Inhalieren. Außerdem haben wir jetzt angefangen unseren Stall mit EM einzusprühen auch zum Wohlbefinden der 4Beiner.

Von Ventipulmin oder Ventiplus wollte ich erst einmal Abstand nehmen, da diese Präparate doch recht kostenintensiv sind. Und TA Kosten hatte ich aufgrund einer anderen Geschichte im letzten Monat ausreichend. Daher wollte ich mich mal informieren, was soetwas wohl kostet.

Offline Ishe

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Re: Bronchoskopie
« Antwort #1 am: 24.07.09, 20:43 »
Nur 60% aller Pferde mit Atemwegsproblemen husten. Ich würde auf alle Fälle mal einen TA kommen lassen und zumindest abhören lassen, ob ein Atemgeräusch zu hören ist, bzw. ob eine Verschleimung vorliegt. Das "Gurgeln" ist ein starkes Indiz dafür, daß er zuviel Schleim hat. Die Kosten nur für eine Untersuchung sind jetzt nicht sooo dramatisch, nicht mehr als 30-40 Euro inkl. Fahrtkosten. Ob Du die Medikamente nimmst, bleibt ja dir überlassen. Ich hatte z.B. eine TA-REchnung mit Untersuchung, Sputolysin, Ventipulmin und Fahrtkosten insgesamt mit Mehrwertsteuer 90,00 Euro. (Davon waren 50 Euro ohne MwSt. nur für die Medikamente) Das ist gut investiertes Geld. Denn wenn Du es verschleppst, dann hast Du richtig Kosten. Nasses Heu ist schon mal gut, wenn es geht, stell ihn auf Späne, dann hast Du schon mal die Reize von außen minimiert. Aber ohne richtige Diagnose nutzen alle Therapien nix. Eine Bronchoskopie wird selten gleich gemacht, sondern erstmal versucht mit den "üblichen" Mitteln zu therapieren. Ich würde Atemwegsprobleme niemals länger als 14 Tage selber therapieren. Wenn Du "Glück" hast, ist es auch nur ein anatomisches Problem, aber das weißt du nicht ohne Tierarzt... wenn Du absolut keinen TA willst, sind Plantgines von Iwest und Sabol von Lexa gute Mittel zur Therpie von Atemwegsproblemen...

Offline ponybär

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Re: Bronchoskopie
« Antwort #2 am: 26.07.09, 14:50 »
Ich empfehle auch auf jeden Fall einen TA-Besuch! - Und wenn nötig auch eine Bronchoskopie, haben wir auch schon 2 x  machen lassen, damit man Gewissheit über die Ursachen hat. Kostet so +/- 250,-€, aber wenn man bedenkt, was andere Sachen kosten, ...

Vor allem erspart einem die Bronchoskopie ja sogar evtl. andere Zusatzmittelchen, denn wenn es ein mechanisches Problem des Kehlkopfes sein sollte, helfen viele Dinge möglicherweise gar nicht, die man sonst unnötigerweise ins Pferd befördert und die ja sogar noch unangenehme Nebenwirkungen haben!

Columbo

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Re: Bronchoskopie
« Antwort #3 am: 26.07.09, 20:15 »
ja, das sehe ich auch so, habe gestern schon mal mit meinem TA gesprochen, er kommt in der nächsten Woche vorbei und hört mal beim Reiten und dann entscheiden wir was wir machen. Gestern war er nur kurz auf ´nen Sprung da und ich war schon fertig mit Reiten und hatte mein Pony schon wieder in den Stall gestellt.

Offline Lukkamaus

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Re: Bronchoskopie
« Antwort #4 am: 07.11.10, 19:34 »
letztes jahr hatte meine isländerstute auch ziemliche atemprobleme und röchlen beim reiten, dauraufhin bekam sie dann auch noch husten , wir haben eine bronchioskopie mach lassen und es stellte sich heraus, dass sie eine chronische bronchitis hat. wir haben angefangen zu inhalieren und der letzte winter war eine echte belastungsprobe...
manche pferde reagieren auch "allergisch" auf starken ammoniakgeruch im stall....
dieses jahr wollten wir es vermeiden, dass es wieder so ausartet und bis jetzt hat es ganz gut geklappt, wir haben ich bronchiliquid zusätzlich zum futter gegeben und das hilft sehr gut.