Autor Thema: Reiten - Philosophie oder Sportart?  (Gelesen 40945 mal)

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Offline terra

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #45 am: 09.09.10, 11:31 »
Geolina - alte Spassbremse  ;D
Ich bin auch für meine Garstigkeit bekannt ;D - mag keine spielenden Kinder, in Häufchen rumstehende "Fussgänger", Hundertmal-die-Halledurchquerer bei Hochbetrieb, auf der Mittellinie parkende Cavaletti/Aufsteighilfen und Jackenberge auf der Bande... und wie bereits gesagt, Telefonierer in meinem Trailhindernis. "Hallo Leute - das hier ist eine REIThalle/ein REITplatz" alternativ: "Tür ist NICHT frei, geh aussenrum - es regnet nicht " ;D
Wir haben hier eine grosse Halle und mehrere Aussenplätze - ich leg mir ein paar Stangen auf den kleinen Sandplatz, kommt eine Telefoniererin und reitet erst einige voltengrosse Kringel um die Stangen rum, um sich dann wirklich reinzustellen. Auf die freundliche Bitte kam keine Reaktion, da wurde ich dann lauter - kam nicht ein "ey, das kann man auch anders sagen" ...  ::)   Da wurde ich dann ganz laut  ;D



Offline TerrierTopic starter

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #46 am: 09.09.10, 11:33 »
Terra - Klar, sie wollte ja, dass du es "Anders" sagst :D
der bissige Terrier schickt Grüsse
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Ich bin zu alt um nur zu spielen und zu jung um ohne Wunsch zu sein

Offline zaino

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #47 am: 09.09.10, 11:37 »
Ja, Alex, das ist so ein typisches Beispiel für "Kein Gefühl für die Situation"
- Du zahlst, Du willst die RL auch HÖREN! Wieso versteht das keiner? (die RL nimmt GELD von Dir, also kann sie höflich aber bestimmt für Freiraum sorgen?)
Du willst, dass jemand checkt, dass der Aufsteigehocker zum Aufsteigen da ist... ohne dass du Rabatz machen musst.

Aber das sind diese egomanischen Nix-Checker. Hingucken und was merken???
GNAAAA! MERKST WAS ODER MUSS ICH MIT DEM HOLZHAMMER DROHEN?
- und dann heisst es ich bin ein Ekel, wetten?  ::)
Siehste, Terra... wir sind Ekel und stehen dazu.  ;D (die Frage ist nämlich, ob diese Leute es hören, wenn mans "anders sagt" ....)

Regt mich beim Paddeln auf: Ich sitz ja vorn im Boot und kann leider nicht so viel steuern. Meistens klappt das ja mit weltbestem Steuermann. Aber manchmal... SIEHT er auch den Stein da vorne? IST das was Unseriöses im Wasser oder kommen wir da drüber? WENN ich schon nicht die Kontrolle haben darf, will ich doch sicher sein dass der andre sie hat? statt mir grad von hinten eine wg. Wildwasserrauschen undeutliche Abhandlung über das Paddlen an sich reinzudrücken während die Stromschnelle näher und näher und näher und näher kommt...  :P JETZT TU DOCH WAS! *kreisch*... *platsch* *zu spät*...
Tja, so kommt man mal zu einem kalten Bad...  :P
OK, shit happens, nobody is perfect u.s.w.

Oder aufs Reiten übertragen: Wenn ich schon keine Kontrolle habe, wo die anderen hinreiten, wäre ich zumindest gern sicher, dass die "bei sich" sind und wissen was sie tun. Da sind wir wieder beim leidigen Thema "zu mehreren eine Halle/einen Platz benutzen" - es gibt Leute, und Ställe, und sogar Turnier-Abreiteplätze, da klappt das 1a. Weil alle "bei der Sache" sind, hingucken, sich an die Bahnregeln erinnern und zu reagieren in der Lage sind, wenn doch mal ein Fehlerchen passierte, schnelle Kurskorrektur ist dann ja möglich.
« Letzte Änderung: 09.09.10, 12:03 von zaino »

Wieselchen

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #48 am: 09.09.10, 13:50 »
Wenn der Grund ein beruflicher ist - spricht ja nichts dagegen. Aber wenn man nur tratschen will weil A mit B und stell Dir vor C hat zu A gesagt, daß G mit F und überhaupt so ein ..... usw usw....DANN ist das nicht zwingend notwendig sondern ist für mich persönlich oberflächlich.


Gut, daß das mal jeder selber entscheiden kann, mit wem er was wann bespricht.... WAS genau zwingend notwendig ist oder nicht hat eben auch jeder selber für sich zu entscheiden, ICH würde mir nicht anmaßen darüber zu urteilen ob mein Mitreiter da jetzt ein unnötiges Gespräch führt oder nicht.
Es geht mich schlicht nichts an.  ::)  ::)

Ich bin auch ohne Handy aufgewachsen, als die so in Mode kamen ging ich zumindest nicht mehr zur Schule, also meine Freunde hatten teilweise schon Handy's, aber ich hab mein erstes glaub ich erst mit 20 erworben, hab mich lang dagegen gewehrt.
Wenn ich nicht in Stimmung bin geh ich auch einfach nicht ran, dann kann es halt klingeln oder ich lass es extra zu hause. Wenn ich aber einen vollen Terminplan habe und nach dem Pferd dringend noch wohin muss und dafür auch auf Andere angewiesen bin (steht der Termin noch? Muss ich noch was dazwischen schieben?)  dann hab ich das Handy dabei und geh ran wenns klingelt. Wenn ich sonst um 23h zu Hause bin brauch ich auch niemanden mehr anzurufen. Wohlgemerkt, alles privat, keine geschäftlichen Termine.  :P Ich lehne es ab, außerhalb meiner Arbeitszeit mit Arbeit belästigt zu werden. Ich müsste einige meiner Freunde sträflich vernachlässigen wenn ich sie nicht mal zwischendurch anrufen würde, denn einige sehe ich nicht so oft und so spät abends wie gesagt, um 23h will auch keiner mehr angerufen werden.
Gehört für mich zu meiner persönlichen Freiheit.

Offline Bini

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #49 am: 09.09.10, 14:03 »
Ich kopiere hier mal zwei Zitate vom Michael Putz rein. Die finde ich ganz treffend.

"Jeder der reiten möchte, hat die Pflicht, alles dazu zu tun, daß sich für das Pferd der Einsatz unter dem Sattel so einfach und angenehm wie möglich gestaltet; deshalb muß er auch sich und sein Pferd einer angemessenen Ausbildung unterziehen!"

"Das Ergebnis des Ausbildungsweges muss die Erhaltung der Gehfreude, der Leistungsbereitschaft und der "Persönlichkeit" des Pferdes sowie letztlich ein harmonisches Miteinander von Reiter und Pferd sein."

 
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Offline GilianCo

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #50 am: 09.09.10, 14:09 »
Das Ding ist doch, wie geht man damit um. Der Bereiter, der im Schritt 20 min in vollkommen unverständlichen Kringeln durch die Halle eiert und mich damit am vernünftigen Reiten hindert (bei dem weiß man ja wenn er "normal reitet" schon immer nicht, wo er eigentlich hinwill  ::) ) stört mich mehr, als jemand , der auf dem Pferd telefoniert, und dabei trotzdem darauf achtet, wer um ihn herum ist, und so. DAS ist für mich viel wichtiger, als der Grund , warum nun jemand ans Telefon geht oder nicht. Und das ist zugegebenerweise bei mir ähnlich wie bei Wieselchen, ich studiere in Hannover, arbeite auf der anderen Seite Hamburgs, arbeite noch in S/H in einer Praxis wenn die Zeit da ist.. würde ich das Handy dann überall verbannen, dann würden meine Freunde mich sicher irgendwann als verschollen melden *g*

Wobei das für mich schon nichts mehr mit der Philosophie des Reitens als solches zu tun hat, sondern mit dem drumherum.

Wenn man telefoniert, in der Reithalle beim warmreiten ratscht oder weiß der Geier was macht, ist das für mich dann ok, wenn die RÜCKSICHTNAHME auf diejenigen Reiter, die eben nicht gerade Schritt reiten, vorhanden ist. Wenn man dann ständig durchpariert, weil da schon wieder drei nebeneinander her gurken, und nicht gucken, ob vielleicht jemand kommt, wenn der Bereiter mir ständig vors Pferd reitet, wenn der Reitschüler obwohl die Regel anders ist, meint, nur weil er Unterricht hat, muß wenn er kommt alles auseinandersprengen, damit ER reiten kann... alles Dinge, die mich weit mehr stören, als nun umbedingt das Handy im Sattel. Weil die Rücksichtnahme fehlt.

@Bini, genau, das bringt zumindestens die Zusammenarbeit von Pferd und Reiter sehr gut auf den Punkt. Schön ist dafür ja auch immer noch (und weil man ja selbst wenn man es nicht will, doch selber auch mal ungerecht wird, hab ich es bei mir im Schrank hängen):

Hab also acht, Reiter, auf Dich selbst.
Ist Dein Pferd stützig, heftig, ungefügig,
so dürfen wir kecklich die Behauptung aufstellen,
Dir gebricht es an liebenswürdigem Charakter
und richtiger Methode.

Francois Baucher

Wichtig ist, nie mit dem Fragen aufzuhören. A. Einstein.

Das wirklich gute Lernen bewegt sich in kleinen Schritten auf einem Grad zwischen Monotonie und Chaos. Susanne von Dietze

Offline zaino

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #51 am: 09.09.10, 14:13 »
Wiesel, ich frag mich grad worüber Du Dich so aufregst - wir lästern hier etwas allgemein über den "Ungeist" der Zeit und Du fühlst Dich angegriffen.
So lang Du vor lauter Handy am Ohr niemanden übern Haufen reitest, wird Dich auch keiner diesbezüglich anquatschen, oder?
Ich kenne Leut, die brauchen zum Ausreiten ein Radio in der Satteltasche - macht mich persönlich wahnsinnig. Aber mei.

Geschäft hin und privat her - Leute, die mit Handy am Ohr und Lichthupenbetrieb in ihren Riesenschlitten rumfegen, auf 2 cm nah auffahren und sich noch aufregen, weil der Fiesta halt NICHT auf 220 Sachen beschleunigt oder sich SOFORT vor ihnen in Luft auflöst, weil rechts vielleicht grad ein Laster dahintuckert - die find ich ehrlich gesagt schon etwas gefährlich, blöd und garstig. 
Und solche Figuren - so Nix-Checker und Egozentriker, wie sie auch Gil beschreibt, die nicht gucken, und meinen, sie wären der Nabel der Welt, sind eine Landplage, egal ob beim Reiten oder sonstwo.

Offline Bini

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #52 am: 09.09.10, 14:13 »
Oha ja ,Gilian, das werd ich mir dann jetzt auch mal in den Spint hängen. Ich schäme mich immer meinem Pferd gegenüber, wenn mir auffällt, daß ich ihr gegenüber ungerecht geworden bin.. Nur entschuldigen kann man sich ja leider nicht. :-\ Ich bin froh, daß mein Pferd nicht nachtragend ist.

Jupp, im alten Stall in der Minihalle hatte man auch ab und an eine tratschende Mädelsclique vor sich. Aber die waren nett und haben sich aufgelöst, sobald man drum gebeten hat :)
« Letzte Änderung: 09.09.10, 15:16 von Bini »
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Wieselchen

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #53 am: 09.09.10, 14:24 »
Wiesel, ich frag mich grad worüber Du Dich so aufregst - wir lästern hier etwas allgemein über den "Ungeist" der Zeit und Du fühlst Dich angegriffen.
So lang Du vor lauter Handy am Ohr niemanden übern Haufen reitest, wird Dich auch keiner diesbezüglich anquatschen, oder?
Ich kenne Leut, die brauchen zum Ausreiten ein Radio in der Satteltasche - macht mich persönlich wahnsinnig. Aber mei.


Ich fühle mich nicht angegriffen.... ich stelle nur klar, daß das eben alles z.T. garstige Verallgemeinerungen sind... von wegen "wer nur rumquatscht am Handy ohne WICHTIGEN Grund ist oberflächlich" und so. Solche Verallgemeinerungen ärgern mich einfach. So salopp etwas über einen Kamm zu scheren.
Klar kann man sagen, daß einen dies und jenes einfach stört, oder das man es so nicht machen würde... eigene Meinung. Aber so Urteile abgeben, mal eben pauschal über Andere wie die wohl so drauf sind wenn sie dies oder jenes machen, sowas finde ich nicht fair. Das sollte man schon mal unterscheiden.

Und wie ich auch schon sagte... MICH quatscht bei und im Stall keiner an wegen sowas.... meine Mitreiter sind tolerante und freundliche Menschen, da regt sich keiner über meine "Oberflächlichkeit" auf, wenn ich am Handy mit 'nem Freund quatsche und nebenbei mein Pferd putze....

Ich find diese Schiene..... "nur aufs Pferd konzentrieren und nix anderes machen" etwas übertrieben, das ist alles. Aber deswegen würde ich niemandem, der das so macht irgendwelche schlechten Charaktereigenschaften unterstellen. Oder?  :P  ;)

Ich kopiere hier mal zwei Zitate vom Michael Putz rein. Die finde ich ganz treffend.

"Jeder der reiten möchte, hat die Pflicht, alles dazu zu tun, daß sich für das Pferd der Einsatz unter dem Sattel so einfach und angenehm wie möglich gestaltet; deshalb muß er auch sich und sein Pferd einer angemessenen Ausbildung unterziehen!"

"Das Ergebnis des Ausbildungsweges muss die Erhaltung der Gehfreude, der Leistungsbereitschaft und der "Persönlichkeit" des Pferdes sowie letztlich ein harmonisches Miteinander von Reiter und Pferd sein."

 

Sehr schöne Zitate, die schließen ja aber auch nicht aus, daß man sich hin und wieder nebenher auch mit etwas anderem beschäftigt (außer beim reiten selbst).... oder?

Offline terra

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #54 am: 09.09.10, 14:26 »
Zaino - wir haben eine Mitreiterin, die nicht ohne MP3-Stöpsel im Ohr aufsteigt  ;D

Offline GilianCo

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #55 am: 09.09.10, 14:32 »
@terra, solange sie mich nicht über den Haufen reiten würde würde ich das für mich zwar nicht so klasse finden, aber wenn sie die Dauerberieselung braucht... *g*
Wichtig ist, nie mit dem Fragen aufzuhören. A. Einstein.

Das wirklich gute Lernen bewegt sich in kleinen Schritten auf einem Grad zwischen Monotonie und Chaos. Susanne von Dietze

Wieselchen

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #56 am: 09.09.10, 14:34 »
Würd mir auch total egal sein.... wers mag... für mich wäre das auch nichts.

Offline zaino

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #57 am: 09.09.10, 14:56 »
Genau, Stöpsel ins Ohr und mich nicht übern Haufen walzen ist besser als wenn ich gezwungen bin, Zeug zu hören das meinen Musikgeschmack ohrfeigt  ;D

Wiesel, worauf ich auch GUT verzichten kann, sind sehr laute Intimtelefonate in der Sbahn: "Hey, boah, isch lieb' disch nischt mehr, hastas jetzt kapiert? Und HÖR AUF ZU HEULEN!"
Das ist jetzt bestimmt nicht "oberflächlich" aber boah, ey, MUSS ich da dran teilnehmen?  ::)

Tja, was viele Leute stört, und was ich verstehen kann, ist so eine Wichtigmacherei und so ein Ausbreiten der privaten Kommunikation, was keiner sonst hören will. Ein gewisses Ruhebedürfnis haben halt schon viele, grad wenn sie z. B. draussen und beim Pferd sind.
Natürlich kann ich niemandem den Mund und das Handy verbieten. 
« Letzte Änderung: 09.09.10, 15:14 von zaino »

Wieselchen

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #58 am: 09.09.10, 15:07 »
Wiesel, worauf ich auch GUT verzichten kann, sind sehr laute Intimtelefonate in der Sbahn: "Hey, boah, isch lieb' disch nischt mehr, hastas jetzt kapiert? Und HÖR AUF ZU HEULEN!"
Das ist jetzt bestimmt nicht "oberflächlich" aber boah, ey, MUSS ich da dran teilnehmen?  ::)

Tja, was viele Leute stört, und was ich verstehen kann, ist so eine Wichtigmacherei und so ein Ausbreiten der privaten Kommunikation, was keiner sonst hören will. Ein gewisses Ruhebedürfnis haben halt schon viele, grad wenn sie z. B. draussen und beim Pferd sind.
Natürlich kann ich niemandem den Mund und das Handy verbieten.


Zu ersterem  ;D  ;D  ;D  SOLCHE Leute haben wir zum Glück nicht...  :)

Ansonsten kann ich es auch verstehen wenn es jemanden stört, auf jeden Fall. Ich würde nie extra laut reden oder so, daß es jeder mitbekommt. Meistens gehe ich sogar ein Stück weg, damit ich ungestört telefonieren kann, sofern es denn geht. ICH will ja auch nicht, daß jeder mithört...  :P
Ruhebedürfnis kann ich auch verstehen, ist schwierig in einem großen Stall mit 70 Pferden, in kleineren Ställen sicher eher zu verwirklichen. Da muss ich dann für meine Bedürfnisse das richtige aussuchen. Denn ich kann mich nicht beschweren, wenn es laut ist oder überall gequatscht wird, wenn 30 Leute grad da sind und über den Hof wuseln ist das zwangsläufig so.

Bei uns haben sich mal welche beschwert, daß es immer ausgerechnet in der Halle voll ist wenn SIE Unterricht haben um 18h oder 19h.... ach, echt ?? So'n Zufall, da haben alle anderen eben auch Feierabend und wollen reiten.... in einem großen Stall lassen sich solche "rush-hours" kaum vermeiden, wohl denen, die sich Randzeiten aussuchen können wo sie ihre Ruhe haben.

Am WE nutze ich das auch gerne mal. Sonntags abends z.B. ist kein Mensch mehr im Stall, da kann ich dann mal was spezielles mit meinem Pferd machen und mich stundenlang ausbreiten und meine Ruhe haben... herrlich. Da wo es geht.  Sonst schalte ich auf Durchzug, wenn mich das Gewusel nervt oder die Lautstärke, mach ich im Büro ja auch....  ;D
Ich kann einfach alles ausblenden was mich nervt.... deshalb regt mich das dann auch nicht auf.

Offline Bini

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Re: Reiten - Philosophie oder Sportart?
« Antwort #59 am: 09.09.10, 15:24 »
Zitat
Sehr schöne Zitate, die schließen ja aber auch nicht aus, daß man sich hin und wieder nebenher auch mit etwas anderem beschäftigt (außer beim reiten selbst).... oder?


Ja klar...

Manchmal denke ich, ich beschäftige mich nebenher mit viel zu vielen Dingen, daher finde ich den Ansatz sich mal mehr aufs Pferd und sich zu konzentrieren total gut.

Wenn bei uns im Stall viel los ist und viele Leute rumwuseln und einen anquatschen und ich komm direkt von der Arbeit = keine gute Mischung. Ich verbringe schon den ganzen Tag mit Reden und da wünsche ich mir manchmal einfach nur Ruhe. Will aber auch nicht, daß man mich für einen Eremiten hält. Es muss also ne ausgewogene Mischung sein. Ich habe auch Stallfreunde, mit denen ich gerne rede und wir uns auch privat austauschen aber das machen wir auch ausserhalb der Reit- und Putzzeit. Beim Ausritt vielleicht auch mal oder beim Misten oder wir setzen uns eben zusammen an den Tisch, wenn wir fertig sind.
Aber generell bin ich lieber allein mit meinem Pferd. Nicht, weil ich nicht gern Gesellschaft hätte aber dann kann ich mich auf mich unds Pferd konzentrieren.
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