Autor Thema: "Reitlehre in der Krise"  (Gelesen 80164 mal)

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Offline Lacona

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Re: "Reitlehre in der Krise"
« Antwort #600 am: 18.07.10, 12:12 »
Nun, man könnte dem Herrn Six hininterpretieren, daß es seiner Meinung nach keine Partnerschaft mit dem Pferd gibt.  ;D

Ansonsten: sobald man sich aufs Pferd setzt, arbeitet es mit dem Reiter zusammen.
Ich habe im GUTEN Unterricht gepredigt bekommen (und bekomme es noch), auf das Pferd zu hören, zu achten und entsprechend zu reiten.
Je besser die Zusammenarbeit, desto detailverliebter kann ich reiten und ja, es macht Pferd und Reiter Spaß.

Sobald deine Freundin sich in Westernprüfungen versucht, wird sie wieder Händezittern bekommen. Ist nämlich ne ganz andere Sache, als für sich allein zu reiten.
Und am Ende der Straße steht ein Haus am See.
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg.
(Peter Fox)

Offline MimTopic starter

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Re: "Reitlehre in der Krise"
« Antwort #601 am: 18.07.10, 14:36 »
Nun, man könnte dem Herrn Six hininterpretieren, daß es seiner Meinung nach keine Partnerschaft mit dem Pferd gibt.  ;D

Jupp und jetzt geb ich ihm provokanter weise recht, denn unter Partnschaft verstehe ich, dass "beiderseitliches Einvernehmen über die Zusammenarbeit da ist" und das sprech ich jetzt mal ganz provan dem Reitsport ab.

Ein Pferd kann sich weder den Reiter, noch den Reitstil noch aussuchen was es wann fressen will, wann es wie arbeiten will, zich "Manipulationsgeschichten" werden an ihm ausprobiert von Horsemanship bis Clickertraining - all das hat für mich mit "Partnerschaft" weniger zu tun als "Kooperationsbereitschaft" - aber die WAHL hat ein Pferd doch nicht!? Aber man ~ wünscht ~ sich das doch....so schönzureden....

Ausser man handelt das genau so mit dem Pferd wie in der Ehe: "Eine guter Partnerschaft ist dann für die Frau - wenn ER genau das tut was SIE will"  ;D (nur ein Gaul kann sich nicht scheiden lassen...)

Sobald deine Freundin sich in Westernprüfungen versucht, wird sie wieder Händezittern bekommen. Ist nämlich ne ganz andere Sache, als für sich allein zu reiten.

Jupp - siehe die der FN untergeorndete EWU und die "Beschreibung der Reitsportdisziplinen" mit den Schlagworten "Kontrolle" "absoluter Gehorsam" - warum sollte sie das wollen...? SIE hat sie festgestellt - braucht das nicht....und seltsamerweise brauchten ihre Cowboy-Kollegen in Wyoming keine Westernreitsportdisziplin-Tests: Um täglich ihre Arbeit zu machen...?
« Letzte Änderung: 18.07.10, 15:00 von Mim »
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Offline Olli

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Re: "Reitlehre in der Krise"
« Antwort #602 am: 18.07.10, 21:24 »
nachtrag:
heute aufm turnierplatz, richter holte kinde vom pferd, weil es pferd ungerecht maßregelte.
das nur mal so nebenbei
Wir dürfen das Pferd nicht vermenschlichen,
wir müssen uns verpferdlichen.“

Offline Terrier

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Re: "Reitlehre in der Krise"
« Antwort #603 am: 18.07.10, 21:34 »
« Letzte Änderung: 18.07.10, 21:38 von Kimble03 »
der bissige Terrier schickt Grüsse
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Ich bin zu alt um nur zu spielen und zu jung um ohne Wunsch zu sein

Offline moreno

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Re: "Reitlehre in der Krise"
« Antwort #604 am: 19.07.10, 15:10 »
Hallo Freunde,

dieser Bruno Six ist nun kein Spinner, sondern ein sehr erfolgreicher, überlegener und überlegender Reiter und mit seinen romantischen Vorstellungen meint er genau das, was mim hier anklingen lässt: Rinderarbeit und ihre Freundin "braucht kein gehorsames Pferd"!?

Mim, ich habe selbst mit Stieren gearbeitet, und alles, was man da NICHT brauchen kann, ist ein ungehorsames Pferd. Blitzartig sind dann die Arbeit und wenn Sie Pech haben, auch Ihr eigenes Dasein und das Ihres Reitiers auf dieser schönen Welt beendet.

Reiten bedeutet nun mal: ein Pferd beherrschen! Man kann es schöner ausdrücken: Reiten entsteht im Kopf des Menschen und die Pferdebeine führen die Gedanken aus. Es kommt nur darauf an, wie man zu diesem Ergebnis kommt, was - und das ist außer Frage - ganz schön schwierig sein kann. Da gibt es Weltmeitser, die ihr Pferd nicht mal für eine Ehrenrunde beherrschen. Na ja, nur Liebe und langer Zügel allein genügen nun wirklich nicht. Romantik ist sicher fein. Die  Realität, Physik, Anatomie, Psychologie und natürlich Gleichgewichtsgefühl führen für Reiter und Pferd sicherer und schonernder zu besseren Resultaten.


Schöne Grüße

Dörr

 

Offline MimTopic starter

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Re: "Reitlehre in der Krise"
« Antwort #605 am: 19.07.10, 15:15 »
Dörr,

wo hab ich den Sixt wiedersprochen? Oder gar das Hutschigutschi weiterführt/möglich ist im Umgang mit einem Großvieh von 500 kg Lebendmasse?

Was ich anklingen wollte war - das meine Freundin keine Dressurarbeit oder EWU-Reitsportprüfung als "Selbstzweck" reiten wird und in vielen Reitlehren hat sich einiges "verselbstzwecklicht"
Wir sind uns schon einig - Gehorsam ist beim Reiten eine sicherheitsbedingt Notwendigkeit aber Gehorsam / Unterwerfung ist nicht das Ziel aller Reiter beim Reiten...

Gruß Mim
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