Autor Thema: Low-Deep-Round oder Rollkur?  (Gelesen 32579 mal)

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Offline taraTopic starter

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #135 am: 06.05.10, 13:28 »
bin ja eigentlich dafür, dass in jede dressurprüfung ein runde korrektes, langes v-a im trab gehört, am besten noch mit koeffizient. zumindest in die jungpferde (dressurpferde)-prüfungen sollte das verpflichtend gehören, dann müsste das zumindest anfangs trainiert und erarbeitet werden, bzw. das natur-verrollen herausgeritten. DAS wäre mal ein statement anti-roll-kur von seiten FEI... ;)


gute Idee!

aber wie kannst du soooo eine schwierige Lektion wie v/a in einer Jungpferdeprüfung verlangen!!!!
stell dir vor, du hast ein Pferd und es kann nicht t ö l t e nin diesem Sinne...
Gruß tara

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Offline zaino

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #136 am: 06.05.10, 14:50 »
tara  ;D
Da müsste ja man mal die Züüüügel loslassen, VIEL zu gefährlich!  8)

Offline McFlower

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #137 am: 06.05.10, 15:28 »
Ich glaube, ich habe nicht geträumt, dass ich in JEDER Dressurpferde-A-Aufgabe, die ich geritten bin, die Zügel aus der Hand kauen lassen musste. Eine Runde auf dem Mittelzirkel. Und danach wieder aufnehmen. Das sollte wohl reichen, um Dehnungsbereitschaft nach unten + vorne erkennen zu lassen, oder?

In einigen "normalen" A-Dressuren ist es auch drin, aber nicht in allen. Gute Richter können übrigens schon vor dem ZadHk sagen, bei welchem Reiter das gelingen wird und bei welchem nicht. (Allerdings ist misslungendes ZadHk nicht bei allen Richtern ein Grund, die Note deutlich zu drücken. Warum auch immer.)
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Offline Hexle

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #138 am: 06.05.10, 15:35 »
zadHk war früher auch Pflichtprogramm .. wurde dann aber rausgenommen, weil die "guten Strampler" es ja nicht hinbekommen haben und dann nicht so gut plaziert werden konnten  >:(

Dehnungshaltung in der Prüfung  hatte ja P.k. unter anderem in seinem Brandbrief an die FN/FEI  gefordert .. und zwar in ALLEN Prüfungen - auch und gerade in den "Hochklassigen" und in allen Gangarten  ;D *böseböse*
Du wirst sicher nicht jedes Ziel erreichen, dass du dir gesetzt hast. Du wirst aber ganz sicher kein Ziel erreichen, dass du dir nicht gesetzt hast...

Offline McFlower

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #139 am: 06.05.10, 15:47 »
Ich sprach nicht von "früher", ich sprach von letztem Jahr. Ich bin die letzten beiden Jahre Dressurpferde-A geritten und da war immer ZadHk drin. Es gibt auch aktuelle A-Dressuren mit ZadHk und auch aktuelle L-Dressuren. In L wird´s dann im Galopp.
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geolina

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #140 am: 06.05.10, 16:36 »
hallo,

deswegen fanden den brief von ph.k. einige fn-ler ja auch in teilen bissl komisch ;).

v/a ist drin, du täuscht dich nicht mcflower ;) - eine erweiterung, sprich das wirklich eine runde auf der ganzen bahn zu fordern finde ich gar nicht so verkehrt, denn durch die ecken ist das was anderes als bissl spät auf dem mittelzirkel eingeleitet und dann doch bissl früher wieder aufgenommen *fiesgrinst*.

ich kann leider mcflower nur recht geben. alle richter, bei denen ich geschrieben habe haben vorher erkannt, dass das mit dem v/a wohl nichts werden wird, weil es mängel in der ausbildung gibt. nur wenige haben darauf auch mit punktabzug reagiert.

das nervt wirklich! denn welchen reiter stört es schon, wenn die kritik zwar im protokoll steht, aber dann doch nichts an der note ausmacht???

alex

Offline donau

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #141 am: 07.05.10, 09:18 »
mcflower, dann ist das in "unseren" dressurpferde-a mieser als bei euch in DE, wir haben in den DPA, bzw. den normalen A für dressurpferdeprüfungen maximal 2-3 galoppsprünge überstreichen, die dehnungsbereitschaft wird so gut wie nicht abgefragt. und die internationalen FEI jungpferdeprüfungen enthalten eine halben zirkel im trab - öhm, spät ansetzen, früh einsammeln, dann muss ich den esel auch nicht nach vorne auslassen :-X

wie geolina es sagte, führen dann mängel bei sowas gar nicht erst zu abzügen. mir schwebte da schon zumindest 1,5 runden am zirkel bzw. etwa eine runde ganze bahn vor, also wirkliches dehnen lassen müssen, und wenn das nicht funktioniert, dann ordentlich abzüge, weil koeffizient. das am besten bis hoch zu s-prüfungen, und zwar flächendeckend, nicht nur einzelne aufgaben. in einzelnen aufgaben in A haben wir das hier aus, die werden als ergebnis aber kaum ausgeschrieben, weil unbeliebt.

allerdings muss ich sagen, dass ich auch mal am VS-turnier geschrieben habe, und dort war die dehnung ein echter knackpunkt, kaum einer konnte das. und die richterin gab beinhart 2er und 3er auf die lektion, und liess mich dazu schreiben: nicht gezeigt, mangelhaft etc. :) so würde ich mir das wünschen überall, bin ich jetzt zu anspruchsvoll??

wenn das eine muss-lektion wäre, könnte man LDR als long-deep-round sicher super nutzen... ;)
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Offline Netto

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #142 am: 07.05.10, 09:58 »
Wird denn das Zügel-aus-der-Hand-kauen bei den div. Barock/Alternativ Turnieren verlangt eigentlich? Ich weiß es wirklich nicht - weiß das wer von Euch?

Rückwärtsrichten ist übrigens genauso eine Rittigkeitsüberprüfung - übersehen nur die meisten. Pferde die nicht über den Rücken geritten sind, können nicht ruhig, gelassen und rund rückwärts treten - sondern drücken unwillig hoch, gehen schief nach hinten, bleiben nicht ruhig danach stehen, machen den 1. Tritt mit dem Vorderbein - nicht mit einem Hinterhuf usw. Die meisten Reiter ziehen wild an den Zügeln und nur selten sieht man ein korrekt gerittenes Am-Sitz-Rückwärtsrichten.
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Offline McFlower

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #143 am: 07.05.10, 10:11 »
Ich glaube, dass es ein Zeitproblem wäre, so lange ZadHk-Phasen in die Aufgaben zu packen. Zumindest bei unseren monströsen Starterfeldern. Aufgaben, die länger als 3,5 oder 4 Minuten dauern, gehen eigentlich gar nicht, es kommt quasi auf jede Sekunde an. Selbst wenn nur eine halbe Zirkelrunde rausgekaut werden muss und dann noch getrickst wird mit später anfangen und früher aufhören...die Richter SEHEN trotzdem, wenn es nicht funktioniert und sie können es auch voraussagen.

Es würde vollkommen reichen, wenn das in jeder, jeder, jeder Aufgabe gefordert würde UND eben auch zu ganz empfindlichen Abzügen führen würde, wenn es nicht funktioniert.
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Offline donau

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #144 am: 07.05.10, 10:29 »
netto, keine ahnung, ich glaube aber nicht? rückwärtstreten als rittigkeitstest - so wäre es gedacht. ein schönes rückwärts gibts aber kaum pluspunkte, ein rückwärtsgerenne OHNE tragen mit der hh wird als positiv eingestuft etc. auch das wäre eine möglichkeit, nur sehe ich da die gefahr, dass man da mit einrollen wieder was vertuschen könnte, meinst du nicht?

mcflower, eben... in wirklich JEDER aufgabe müsste das enthalten sein, und auch entsprechend gewichtet. das wäre ein tolles anti-rollkur-statement, und vielleicht die möglichkeit, so einiges wieder auf den richtigen weg zu bringen.
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Offline Netto

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #145 am: 07.05.10, 11:03 »
jein Donau - dann geht das Pferd schief nach hinten, oder rennt oder .... und beißt sich halt vorne in die Brust. Und bischen drübermogeln ist so oder so immer drinnen - aber bei jedem. Man braucht schon ein sehr cooles Pferd daß bei einem Turnier rein gar nicht schaut, nicht erschrickt bzw sich einfach bischen anders verhält als zu Hause. Da muss man einfach auch bischen mal "drüberreiten" wenn man durch die Prüfung "pünktlich" kommen will - sprich punktgenau trotzdem durchparieren etc.

Ich denke es ist noch tolerierbar zu sagen: in einem Bewerb spielt so viel Aufregung und Nervosität mit - von allen Seiten so viele Einflüsse. Da kann einfach eine Menge passieren. Das ist ok.

DAS Anti-Rollkurstatement wäre ein Richter am Abreiteplatz, der die Leute rauspfeift, die so reiten. Und die gleich gar nicht mehr antreten läßt. Dann gäbe es auch nicht mehr so große Startfelder.... ;D ist zwar wirtschaftlich sicherlich nicht sinnvoll aber gut - Kollateralschäden muss man in Kauf nehmen.  ;D ;)

Oder bei der Reitlehrerausbildung da Einfluss nehmen - und zwar vehement. So oder so: bei vielen ist dieses Reiten als "korrekt" abgelegt, "erfolgsversprechend". Diese Reiter stellen keinen Zusammenhang her zwischen Verletzungen ihres Pferdes und ihrer Reitweise. Stellen sich nicht in Frage.

Ich hatte gestern eine sehr interessante Diskussion mit einer Tierärztin. Was sie so erzählt hat, läßt einen schon ziemlich zweifeln an der Intelligenz und Lernfähigkeit der Leute. Aber das geht auch in die Richtung der Box "Reitlehre in der Krise". Ist aber für mich ein und das Selbe...
Bleep!

Offline McFlower

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #146 am: 07.05.10, 11:48 »
DAS Anti-Rollkurstatement wäre ein Richter am Abreiteplatz, der die Leute rauspfeift, die so reiten. Und die gleich gar nicht mehr antreten läßt. Dann gäbe es auch nicht mehr so große Startfelder.... ;D
Ach nö, das würde die Starterfelder nicht dezimieren. Zum einen sind die Rollkurler (wobei ich die Leute da rausnehme, die ihre Pferde minimal hinter der Senkrechten haben - sei es absichtlich oder versehentlich dahingekippt) im breiten Massengeschäft von A bis M wirklich die Ausnahme. Und zum anderen würde ein Rollkurverbot auf den Abreiteplätzen nur bewirken, dass die Rollkurler ihre Pferde auf dem Abreiteplatz schon oben hin einstellen, wie auch in der Prüfung. Zu Hause wird dann weiter gerollkurt.
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Offline terra

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #147 am: 07.05.10, 13:00 »
Erstens zustimmend zu McFlower nick -

und zweitens: in den unteren Klassen habe ich fast den Eindruck, da trauen sich viele schon nicht mehr, die Pferde korrekt an den Zügel zu reiten, von wegen Rollkurverdacht und co. - führt zu oben aufgekröpften und ebeso verspannten Pferden, die sich dann aber in der Prüfung eben NICHT mehr so reiten lassen, dass zumindest der Schein gewahrt ist (und V/A bzw. Zügel aus der Hand kauen lassen geht auch nicht)

In den unteren Prüfungsklassen reiten so viele Bewegungslegastheniker und Normalbegabte -sowohl bei den Menschen als auch bei den Pferden- rum, dass man fast froh sein kann, eine halbwegs lockere, korrekte Vorstellung zu Gesicht zu bekommen. Da sollte man auch auf dem Abreiteplatz nicht zu selektiv sein. Anders ab, was weiss ich, M - da sollte man schon etwas denkend reiten (können ;D)
UND: ich bitte solche Regelungen auch auf den Abreiteplätzen fürs Springen, auf denen ja sogar noch Schlaufis erlaubt sind, einzuführen.

geolina

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #148 am: 08.05.10, 07:55 »
hallo,

nochmal ja an donau und mcflower - abzüge und dann wird man sich als reiterlein eben damit befassen müssen, wenn man schleifchen will.

alex

Offline perdita

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Re: Low-Deep-Round oder Rollkur?
« Antwort #149 am: 09.05.10, 17:08 »
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einmal brauner riese, wenn man den zügel mehr aufnehmen würde wäre die nase auf der brust und der trab weg, bei dem großen jedenfals.

irgendwie ist das mit der hyperflexion und locker eigentlich ein wiederspruch in sich. oder verstehe ich das falsch????

gibt es nicht schon bestreben in der richtung, des punktabzuges bei zu tiefer nase??? ich hab noch eine handbreit vor der senkrechten, als richtig in erinnerung  :-\
The art of horsemanship is                 If Horses were Wishes,
keeping the horse between                 Baggers would ride.
you and the ground !!