Autor Thema: was gibt es bei einer Stute zu beachten/zu wissen - Rosse/zickig ???  (Gelesen 35241 mal)

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Offline HutchTopic starter

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Hallo,
ich bin gerade dabei mir ein Quarter Horse zu kaufen und stehe vor der schweren Entscheidung, ein Wallach oder eine Stute... Habe einen noch Hengst (wird demnächst gelegt) und eine Sute in der engeren Auswahl und mit fällt die Entscheidung verdammt schwer!  :'(
Bis jetzt hatte ich nur einen Wallach und noch nie eine Stute, meine Frage nun an euch, wie ist dass mit dem Rossen und so??? habe überhaupt keine Erfahrung mit Stuten...
Wann rossen sie? wie oft? wie lange? wie ist das mit dem "zicken"? verträglichkeit mit einem Wallach? Für Hunde gibt es doch eine so genante Läufigkeitsspritze, damit sie nicht läufig werden, oder wie auch immer man das nennt... gibt es so etwas für stuten auch? und was es sonst noch so zu wissen gibt...?!
Würde mich über eure Erfahrungen, Meinungen,... sehr freuen!  ;D      bin total   ???      :o
« Letzte Änderung: 11.04.09, 22:20 von Hutch »

Offline Carlotta67

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wie ist das mit dem "zicken"?
;D Genauso unterschiedlich wie bei Frauen auch!
Manche sind "zickig" d.h. meistens kitzeliger am Bauch beim putzen und am Schenkel beim reiten, manche quieken, manche sind schlecht gelaunt, manche sind triebig, manche sind aufdringlich, manche sind einfach sehr anhänglich... Kann man generell gar nicht sagen. Und wer weiß schon, wann sie gerade mal Bauchschmerzen haben?

Ich hab drei Stuten und am Verhalten merkt man es meistens gar nicht bis kaum, jedenfalls niemals unangenehm am Umgang. Ich weiß auch nicht aus dem Kopf welche gerade rossig sein müßte und behandel sie daher immer gleich.
Gaaanz selten, wenn sie mal beim reiten etwas triebiger als sonst waren und ich gleich danach sehe, daß sie blitzen dann denke ich "ach soooo, alles klar, sie roßt ja". Oder sie beschnüffeln sich anders und brummeln sich gegenseitig an, ja dann weiß ich es auch.

Die Rosse wegspritzen?  ??? ::) Würde ich niemals tun! Eine Stute ist eine Stute entweder mag man es, daß sie halt relativ viel Eigenleben mitbringen und auch mal Stimmungsschwankungen haben oder nicht. Wenn man ein meist gleich gelauntes, beständiges, nicht so extrem gefühlsausdrückendes Pferd will, ist bei einem Wallach aber die Wahrscheinlichkeit größer.
Wenn sie stark annormales bis gefährliches Verhalten zeigt ist es was anderes, aber ansonsten...natürliches Verhalten durch Medikamente unterdrücken, nee - find ich nicht gut.


Offline baura

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vermutlich ist es wie bei vielen Dingen, einfach Geschmackssache.
meine Erfahrung:
Ich habe eine Stute und hatte 3 Wallache. Ich reite auch mehr oder weniger regelmäßig Fremdpferde und ich finde Stuten einfach anstrengender.
Wallach sind definitiv leichter zu führen, und leichter zu überzeugen. Stuten sind immer einen Hauch mehr "eigene Meinung auf vier Beinen" als ein Wallach.

Rossigkeit hab ich mit meiner Stute nicht viel Sorgen, irgendwie kommt das bei Isländern nicht so raus. Ich kann mich nur an 3 auffällige Rossen erinnern, immer im Zusammenhang mit Neuzugang eines Wallaches in die Miniherde, sonst nie.

Ich würde mir sicher keine Stute mehr kaufen.
Leonard: 'Herrgott noch eins, Sheldon, muss ich jedesmal mein Sarkasmusschild hochhalten, wenn ich mal den Mund aufmache?'
Sheldon: 'Du hast ein Sarkasmusschild?'

Offline Carlotta67

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Ich reite auch mehr oder weniger regelmäßig Fremdpferde und ich finde Stuten einfach anstrengender.
...
Stuten sind immer einen Hauch mehr "eigene Meinung auf vier Beinen" als ein Wallach.

Mußte gerade breit grinsen. Sehr gut in Worte gefaßt!  ;D

Ich würde mir sicher keine Stute mehr kaufen.
Ich habe nach fast 20 Jahren Wallachen vor 11 Jahren die erste Stute gekauft auch mit einem Fragezeichen ("wie wird es wohl werden... ???") - und ich würde nie mehr zurücktauschen.  ;)

Offline Safira

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Stuten sind immer einen Hauch mehr "eigene Meinung auf vier Beinen" als ein Wallach.
... was auch wiederum nicht bei allen Stuten so ist; sprich: Manche Stuten sind genauso ohne "normal" wie Wallache. Je mehr "eigene Meinung auf vier Beinen"(="anstrengende Eigenschaft") desto mehr auffallende positive Charaktereigenschaften haben sie dann aber meist auch.  ;D
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Offline Eva

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vermutlich ist es wie bei vielen Dingen, einfach Geschmackssache.

Ich zum Beispiel kann mit dem, was ich als typisch stutig ansehe, überhaupt nicht gut umgehen (klar, ist natürlich mein Fehler). Ich kenn wiederum jemanden, der mit Stuten super klar kommt und auch genug Raum für "Zickigkeiten" lässt. Da lächelt er einfach drüber, mich hingegen treibt das ur Weißglut. Er wiederum kommt mit Wallachen überhaupt nicht klar, da schaukeln sich die Herren dann aneinander hoch. ;) Daher würde ich für ein Nachfolgepferd immer wieder zu einem Wallach tendieren, aber naja ... alle Leute, die nie eine Schimmelstute wollten, haben jetzt ... eine Schimmelstute. ;D Mit dem Wünschen ist das bei Pferden halt so eine Sache.
Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.
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Offline Bantu

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Kann man das wirklich so pauschal sagen? Ich denke, das kann man nicht am Geschlecht festmachen. Ich habe einen Wallach, der ist sowas von oberzickig, dass ihm schon der Spitzname "Mädchen" verpasst wurde.  ;D

Offline christi281

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Entweder funkt es oder es funkt nicht.

In meiner ganzen Pferdezeit haben mich Stuten immer mehr gereizt.
Ich weiß nicht warum.

auch in der Zeit wo ich ein Pferd gesucht habe bin ich irgendwie immer bie Stuten hängen geblieben.
Ich habe mir nur einen Wallach angeguckt.

Meine Stute ist weder zickig noch biestig.
Im Umgang kann ich keinen Unterschied zu dem Wallach bei uns am Stall feststellen.
Wenn die Stute rossig sind ist es eine elendige Pinkelei und man muss bei der Shettystute aufpassen das sie keinen Menschen bespringt aber sonst gibt es keine Unterschiede.
Nur wer seine Schwächen kennt kann seine Stärken zeigen!

Offline Eva

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Bantu: Drum schrieb ich ja, "was ich als typisch stutig anseh" - eben weil ich meine, dass man das so pauschal nicht sagen kann. Ich reagier aber pauschal drauf. ;)
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Offline zaino

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Liegt total am einzelnen Individuum Pferd. Persönlich mag ich Hengste - kann mir aber keinen halten, die haben zu viel PS für den Freizeitreiter und würden bei einem solchen schlicht verkümmern.
Warum manche Leut Angst vor Hengstigkeit haben, ist mir ein Rätsel.
Bösartige Hengste sind genauso unangenehm und zum Glück selten wie völlig gspinnerte Stuten.
Sie sind präsent, listig, extrovertiert, testen ihren Menschen wieder und wieder, hellwach, und in der Regel grundehrlich und geradeaus in ihrem Verhalten, die Hengste.

Wollte nieeeee 'ne Stute kaufen - und traf ab und an eine, die so ein echtes anhängliches verschmustes unproblematisches braves gutwilliges Tier war, daß ich dachte, neee, alles Quatsch.
Meinen zuweilen recht eigensinnigen bis heute hengstigen Wallach mag ich aber auch nicht tauschen  :D

Entscheide nach der persönlichen Chemie, nicht nach dem Geschlecht.
"Pille" fürs Pferd ist m. E. nur notwendig, wenn Du eine Stute mit einem Hengst zusammen halten willst, ohne jedes Jahr ein Fohlen zu ziehen, und damit der Hengst nicht alleine dumm rumsteht, wie das so vielen von den armen Kerlen passiert. Kann recht gut gehen.

Von Sportreitern hab ich allerdings auch schon öfter gehört, dass Stuten "ernsthafter", leistungsbereiter, härter wären als die Mannsbilder... naja, ist wie bei uns Menschen halt auch  ;D
Weniger "ablenkbar" wenn sie mal dabei sind.
Aber auch da kenne ich Gegenbeispiele.
Fazit: Die meisten Probleme enstehen wie üblich bei inkonsequenter bzw. falscher Erziehung.
Damit kriegt man bei Hengsten, Wallachen, und Stuten jeweils gleich VIEL Ärger auf die Dauer.
In individuellen und geschlechtsspezifischen Varianten jweils halt ;)

Witzig auch, daß Frauen offenbar oft mit Hengsten besser zurande kommen, Männer mit Stuten. Sagt man.
Mei....  8)

Offline bambina

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Mir ging es genauso! Vor 4 Jahren stand die Entscheidung an und eigentlich sollte es ein Wallach werden, doch dann sah ich diese Stute und ich war verliebt. Mein Kopf sagte nein, aber ich bereue es nicht!

Probleme gab es nur am Anfang. Nach einer Kennenlernphase und Eingewöhnungszeit war sie dann aber sehr unkompliziert. Kein Zicken... Rosse bekomme ich fast gar nicht mit.. Ich würde jedesmal wieder eine Stute nehmen. Ich habe das Gefühl, dass sie mir viel mehr Liebe entgegenbringt, als ich es von Wallachen gewohnt war. Außerdem hat sie mehr Biss!