Autor Thema: Wie ist bei Euch die Hallennutzung geregelt, welche Rechte haben die Reitlehrer?  (Gelesen 7237 mal)

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Mönchen

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Hallo,
mich würde es mal intressieren wie es bei Euch im Verein so geregelt ist, habt ihr Vereinsreitlehrer? Sind die angestellt vom Verein, gibt es Vereinseigene Pferde? Oder sind es die Pferde vom Reitlehrer und er benutzt nur die Halle gegen Gebühr, wie hoch ist die? Gibt es Probleme mit der Hallennutzung wenn welche nicht beim Reitlehrer im Unterricht sind, bleibt genug Zeit für private Vereinshallennutzer? Gibt es in Euerm Verein freie Reitlehrerwahl?
Es wäre nett wenn ihr mal berichtet wie das so bei Euch gehandhabt wird, Danke.


Simone   
« Letzte Änderung: 08.03.09, 22:59 von Mönchen »

Offline leonida

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Hallo Simone,

immer wieder auch vereinsintern spannendes und gern diskutiertes Thema.

Verein 1:
Reitlehrer fest angestellt
Schulpferde Vereinseigentum

Unterricht auf den Schulpferden wird ausschließlich vom fest angestellten Reitlehrer erteilt

Andere Reitlehrer müssen, wenn nicht als Vertretung im Einsatz 5 Euro Anlagennutzungsgebühr pro Reiter/Pferd-Paar/Stunde an den Verein abgeben


Verein 2:
Reitlehrer fest angestellt
Schulpferde Vereinseigentum


Unterricht auf den Schulpferden wird ausschließlich vom fest angestellten Reitlehrer erteilt

Andere Reitlehrer können Privatreitern Unterricht geben. Der Reitbetrieb darf dadurch aber nicht beeinträchtigt werden. Keine Anlagennutzungsgebühr


Verein 3:
fester Reitlehrer freiberuflich auf der Anlage
Schulpferde Vereinseigentum


Unterricht auf den Schulpferden wird ausschließlich vom festen Reitlehrer bzw. dessen Vertretungen erteilt

Andere Reitlehrer können Privatreitern Unterricht geben. Der Reitbetrieb darf dadurch aber nicht beeinträchtigt werden. Der Verein hat den Vorteil über zwei Hallen zu verfügen.  Anlagennutzungsgebühr


Verein 4:
Reitlehrer fest angestellt
Schulpferde Vereinseigentum

Auch Privatreiter haben keine freie Trainerwahl, sondern müssen wenn, beim Reitlehrer der Anlage Unterricht nehmen.
Glücklich sind die Menschen, wenn sie haben, was gut für sie ist.

Offline Olli

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wir sind kein verein und das soll auch so bleiben ;-)
aber mich interessiert das alels schon
Wir dürfen das Pferd nicht vermenschlichen,
wir müssen uns verpferdlichen.“

Mönchen

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Danke für die Antworten,
bei all den Beispielen sind die Pferde Vereinseigentum, bei uns ist es aber so das die Pferde dem Reitlehrer gehören, so ist der Verein leider erpressbar, da der Reitlehrer droht zu gehen und dem Verein so wichtige Einnahmen verlorengehen, die so schnell nicht zu überbrücken sind.
Leider haben viele Mitglieder schon kapituliert, sind ausgetreten oder kommen nicht mehr zu Mitgliederversammlungen, Vorstandsmitglieder werden genötigt oder gemobbt damit sie Posten wieder räumen um sie mit ausgesuchten Leuten zu besetzen. Für mich sieht es so aus als wenn persönlicher Provit hier unter dem Deckmantel der Vereinsintressen betrieben werden.
Schwierig,schwierig.
Irgendeine Möglichkeit sollten wir finden aus dieser Abhängigkeit rauszukommen.

Offline leonida

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Hm, gut, wenn die Pferde dem RL gehören, ist schon verständlich, dass er da Mitspracherecht haben bzw. sich möglichst nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will. Schließlich muss er die Tiere ja finanzieren und möchte vielleicht auch noch von etwas leben.

Was ist denn genau das Problem? Ist die Anlage dann auch vom Reitlehrer gepachtet? Welche Einnahmen hat der Verein genau durch die vom Reitlehrer angebotenen Unterrichtsstunden und wie ist das mit fremden Reitlehrern bisher geregelt?
Glücklich sind die Menschen, wenn sie haben, was gut für sie ist.

Offline Eva

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Ich frag mich auch gerade, welche Einnahmen der Verein denn aus den Schulpferden des RLs hat. Hallennutzung oder Beteiligung an den für die Schulstunden gezahlten Beträge?
Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.
(Konrad Adenauer)

Mönchen

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Die Einnahmen entstehen dadurch das man um bei dem RL unterricht zu bekommen entweder dem Verein beitreten muß, und der RL muß für die Hallennutzung zahlen, dann gibt es noch eine Aufschlag auf die Reitstunden wenn man nicht  in den Verein möchte, der sollte an den Verein fließen.

Das Problem entsteht dadurch das soviele Stunden vom RL geblockt sind, es bleiben kaum noch Stunden für die Vereinsmitglieder die nicht im Unterricht reiten, viele Einstaller des angrenzenden Pensionsstalls sind von dort schon gegangen oder sind aus dem Verein ausgetreten.

Der RL fordert immer weitere Reitstunden, Arbeitsstunden werden von allen Vereinmitglieder gefordert, aber wenn man kaum  zum reiten kommt sieht man auch nicht ein viel für den Verein zu tun. Daher ist die Stimmung zwischen Resignation und sehr aufgeheizt; das eigentliche Vereinsleben gänzlich zum erliegen gekommen.
Leider hat der RL ein paar Anhänger die Posten übernehmen und da viele Mitglieder nicht zur Mitgliedervesammlung kommen, reichen eine Hand voll Leute um den Ton anzugeben, wie gesagt mobbing und Nötigung gehen schon in die krimminelle Richtung, gerade bei denjenigen  die ihr Recht einfordern oder in den Vorstand möchten und nicht ausgewählt sind. 

Im Moment können 3 Stunden von Mitglieder gebucht werden und müssen extra Bezahlt werden, da kann man dann einen Fremdreitlehrer bestellen .Davon hat der RL schon 2 durch Mitglieder buchen lassen.
« Letzte Änderung: 09.03.09, 15:59 von Mönchen »

Offline leonida

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Das ist wirklich eine s..blöde Situation. :-\ ::)
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Offline Gismo

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Bei uns ist der RL auch der Vorstand. Der Verein hat eigene Schulpferde die nur vom RL eingesetzt werden.

Zusätzlich darf 1 RL an 2 Tagen die Woche je 2 Std. Unterricht geben (mit ausdrücklicher Erlaubnis vom Verein, andere Fremd-RL sind nicht zulässig). Hier werden nur Privatpferde eingesetzt und pro Std. sind 5 Euro Hallennutzung zu bezahlen.

Jeder Aktive muß Vereinsmitglied sein. Fremde Reiter sind nicht gestattet.

Offline terra

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Schulpferde und Hallennutzung:

1.    Wir haben eine feste, allerdings freiberuflich arbeitende Reitlehrerin, die auf den vereinseigenen Schulpferden Unterricht gibt = Schulstunden

2.   Die Privatpferdereiter können sich den RL aussuchen, wer kommt ist da. Allerdings sollte dieser entweder Vereinsmitglied werden oder es wird eine Nutzungsgebühr an den Verein fällig (bislang sind alle Mitglied geworden, i.d.R. teilen dann die entsprechenden Reitschüler den Mitgliedsbeitrag unter sich auf) Dressurstunden sind ausserhalb der Schulstunden jederzeit möglich.

3.   Auch die Schulpferdereiter können bei anderen RL Unterricht nehmen, zahlen dann ein Nutzungsentgelt fürs Pferd an den Verein und den Stundensatz des entspr. RL (z.B. bei den Springstunden)

4.   Es darf immer nur ein RL in der Bahn sein

5.    Schulstunden gehen vor, je nach Können der Schulpferdereiter wird dann meistens die 65m Halle halbiert. Privatunterricht muss sich nicht nur terminlich „einfügen“, es gelten die normalen Bahnregeln

6.   Es hängt ein wöchentlicher Stundenplan aus, in dem die festen Stunden (Schul-, Therapie-, Springstunden) eingetragen sind - Privatunterricht kann jeder nach Bedarf in den freien Zeiten eintragen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst ;D

7.    Während der Springstunden ist die Halle für alle anderen Reiter gesperrt

8.    Im Moment geben insg. 8 RL regelmäßig Unterricht und kommen sich dabei nicht gross ins Gehege.

9.   Das ganze klappt sehr gut seit dem letzten Wechsel im Vorstand vor 4 Jahren. Vorher hatten wir vorstandsintern ab und an Diskussionen über das Thema ( „Das geht doch nicht, dass DIE mit UNSERER Anlage Geld verdienen“)

Jetzt im Winter wars manchmal recht eng, vor allem weil die Halle auch 3* die Woche je 1,5h fürs Voltigieren genutzt wurde (hat sich seit gestern erledigt, Volties sind umgezogen) Die hatten zwar auch nur die halbe Halle, aber durch die rel. ungünstige Lage des Eingangstores wurde das Reiten auf der anderen Hallenhälfte schon recht oft gestört, mit der Folge, dass die berufstätigen Reiter pünktlich zum Ende des Voltigiertrainings um 18.30/19.30/20.00Uhr auf der Matte standen.


Offline Gismo

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Ergänzung zu Beitrag #8: Inzwischen sind auch andere Fremdreit-Lehrer erlaubt. Die Hallennutzungsgebühr wurde abgeschafft  :D