Autor Thema: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3  (Gelesen 57596 mal)

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Offline kari

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #30 am: 31.01.09, 11:22 »
Zitat
Ich dachte schon, dass der Begriff spartenübergreifend zu sehen ist, und hier Gemeinsamkeiten ausgearbeitet werden bzw. auch keine gefunden, wie auch immer. Aber ob die Piaffe von dem FN-Gaul nun falscher ist als die von dem PK-Fert halt ich für ziemlich öd, weil dann eh nur jeder "seine" Seite vertritt und die andere für unfähig hält.


Ganz genau, Baura. HIERGEBLIEBEN!!

Diese Haltung, daß FN-Logik die einzig Weiterführende und Reelle sei und gar der Maßstab aller Dinge und der Diskussion hier - brauchen wir  nicht! ::)
Negativ-Resultate gibt es da ja auch en masse.

sahen

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #31 am: 31.01.09, 11:50 »
Womit wir auch wieder beim eigentlichen Thema sind: Wenn z.B. jemand RU gibt, der selbst noch nicht mal sieht ob das Pferd wirklich über den Rücken geht oder das Hinterbein durchschwingt - wird auch sein "Schüler" das niemals lernen.

Und das sehe ich als die eigentliche Krux bei der ganzen Sache: Viele, die sich Reitlehrer nennen und unterrichten, sollten sich lieber um eigene Fortbildung bemühen. Was man nciht einmal durch Kopf und Hintern (d.h. verstandes- und gefühlsmäßig) erfasst hat, wird man auch nie vermitteln können.

Reiten lernen ist generell durch Erlernen von Bewegungen und Entwicklung von Feingefühl und -motorik für den eigenen uns den Körper des Pferdes geprägt.

Bewegungslernen und Gefühlslernen sind aber wirklich schwierig zu vermitteln. Da braucht es umfassende Kenntnisse der menschlichen und der Pferdeanatomie, der Unterrichtende muss sich in den Schüler einfühlen können, also auch ein gut Teil wissen, was und wie derjenige da oben gerade fühlt und er muss Formulierungen und Bilder finden, die dazu führen, dass es bei dem da oben "klick" macht.

Das geht nicht, indem man stupide Lehrsätze wiederholt oder das wiedergibt, was man selber vor ....zig Jahren mal im Schulbetrieb als Korrekturen bekommen hat.

Das heißt, dass man
a) das System hinter der Geschichte kapiert hat
b) die bestehenden Probleme gewichten kann
c) dem Reiter umsetzbare Lösungsmöglichkeiten aufzeigt und dennoch
d) dabei nicht ungeduldig wird.

Und das findet man in der Regel nicht im Schulstall, die Leute dort sind doch meistens recht abgestumpft.

Oft zu recht, denn so richtig von der Pike auf lernen sit irgendwie aus der Mode gekommen, es muss alles sehr schnell sehr gut werden, wenn das nicht klappt, wird eben das Erreichte (was immer das auch ist) schön geredet...

Wieselchen

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #32 am: 31.01.09, 12:17 »
Sahen,
würd ich voll so unterschreiben. Die Grundlage des lernens ist natürlich der Lehrer, egal welche Reitweise, ist der Lehrer nicht kompetent und fähig sein Wissen weiterzugeben nützt die beste Reitweise und die besten Absichten nichts.
Wir haben im Stall auch einen Barock-RL, ich persönlich finde auch, daß der seine Reitweise nicht richtig rüberbringen kann und bin ebenfalls nicht begeistert von den Pferden, die bei ihm im Unterricht geritten werden, obwohl ich mich zur Klassik-Reiterei zugehörig fühle würde ich bei uns immer eher auf eine der beiden FN-RL zurückkommen, weil die für mich reeller unterrichten.

Karotte,
ich fühlte mich nicht angesprochen....  ;D ich hatte es auch wie Mettie als "Angriff" auf sie verstanden so unterschwellig und fand das einfach nicht angebracht. Ich fühlte mich selbst nicht angesprochen wie schon gesagt.  ;)

Offline Anja

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #33 am: 31.01.09, 12:33 »
Zitat
Das heißt, dass man
a) das System hinter der Geschichte kapiert hat
b) die bestehenden Probleme gewichten kann
c) dem Reiter umsetzbare Lösungsmöglichkeiten aufzeigt und dennoch
d) dabei nicht ungeduldig wird.

Und das findet man in der Regel nicht im Schulstall, die Leute dort sind doch meistens recht abgestumpft.

Ich glaube nicht nur abgestumpft, um diese Voraussetzungen zu erfüllen braucht es jahrelangen Unterricht bei den besten Lehrern und ein unerschütterliches Nervenkostüm......
Herr, wirf Hirn vom Himmel oder Steine, was ist egal Hauptsache Du triffst.

Offline zaino

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #34 am: 31.01.09, 13:15 »
aber die, die vorher schon schön geritten sind, reiten weiterhin schön, da wo es vorher nicht geklappt hat, da klappt es auch nach pk nicht. spricht dafür, dass das system egal ist, wenn man schlecht reiten will  8).

*alexzustimm*
Gibt ja auch Beispiele für gute Reiter, die setzen sich auf ein Tier aus ganz anderen Händen, mit ganz anderer Ausbildung, fummeln sich kurz ein und kommen relativ schnell relativ gut zurecht.

Das ist ja auch der Punkt: Erst ab einem bestimmten Stand von Wissen und Können kapiert man bestimmte Zusammenhänge, hat genug Körpergefühl und Erfahrung, um guten Unterricht egal welcher couleur auch gut umzusetzen. Am Anfang steht immer das gleiche, ob im Western- oder Stocksattel, oder auf 'ner "Briefmarke" oder mit barocker Ausstattung - du musst lernen, sicher und geschmeidig zu sitzen, mitzugehen, das Pferd nicht zu blockieren, den Zügel nicht zum Ausgleich fürs eigene Gewackel zu gebrauchen.
Erst DANN solltest du überhaupt Zügel in die Hand kriegen, aber genau das passiert in den meisten Reitschulen leider eh viel zu früh, andere Kiste. (Die Ausbinderdiskussion hatten wir in einer anderen Box - für Anfänger sind die GUT, schonen das Pferd, fertig).

Erst nach einer ganzen Zeit des bewussten Lernens - Fühlens - Lesens und NACHDENKENS und dann wieder Ausprobierens wird man bestimmte Dinge verstehen.
Ach sooo fühlt sich das an - und ach DARUM ist das so. Das gepaart mit einer guten Portion Pferde-Erfahrung.
Und ein Freizi mit nur 1 Pferd über Jahre und gelegentlichen Gastritten auf den Heitern von Freunden oder im Urlaub wird sich rein technisch!!! nie messen können mit einem Bereiterlehrling, der 10 Pferde pro Tag unter Anleitung arbeiten muss. Da muss man auch mal die Kirche beim Dorf lassen.

PK hat halt keine Lust, an der Basis rumzueiern und mit Wackelanfängern an der Longe das Leichttraben und Aussitzen zu exerzieren.
Denn diese Basis ist für alle gleich, wurscht in welchem Sattel sie am liebsten sitzen. Sehr sehr viele kommen da auch nie sehr weit drüber raus - und das muss ja auch gar nicht unbedingt sein.

PK z. B. will halt Multiplikatoren heranbilden, Leute die intellektuell kapieren was sie da tun und das dann auch auf gleichem NIveau weitergeben können, eben weil sie es verstehen und selber umsetzen können. Und dann eben eine größere Chance besteht, für die Reitweise positive Beispiele zu setzen. Und die sportlich gesehen, in der Lage sind, entsprechend zu Pferd zu sitzen und zu machen was er sagt. Logisch.

Das heisst jetzt nicht, daß nicht jeder nach "FN" oder "PK" oder Dysli oder Western oder HH oder BB von der Basis an, theoretisch, GUT REITEN lernen könnte, je nachdem, welche Richtung ihm liegt und ob er gute Anleitung findet und genug Biss zum Weiterlernen aufbringt.

Insofern ist das Gezänk hier mal wieder total überflüssig. Denn wie gesagt: Die Basis ist eh für alle gleich - gescheit oben sitzen. 

Wieselchen

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #35 am: 31.01.09, 19:08 »
Überflüssig finde ich es nicht, denn wir diskutieren ja eigentlich über reell oder unreell in verschiedenen Reitweisen, was es für wen bedeutet. Überflüssig sind Angriffe oder allzu garstige Kritik, aber diskutieren und Meinungen austauschen zu diesem Thema find ich gar nicht überflüssig.

Das das Ideal der perfekte Reiter ist, da sind wir uns auch einig, nur wie kommt man reell dorthin und wer kann einem am besten dabei helfen und wie wirkt es sich auf's Pferd aus?

Ich hab auch die ersten 10-12 Jahre meines Reiterlebens ganz klassisch nach FN gelernt, geschadet hat's mir sicher nicht, war 'ne solide Ausbildung, da ich als Kind angefangen habe ist vor allem wichtig gewesen viel zu reiten und egal welches Pferd, ich war da noch sehr sorgenfrei.... putzen, satteln, los. Perfekt.  :)

Erst mit meinem 2.Pferd, dem jetztigen musste ich mich zwangsläufig umorientieren, denn nach Schema F funktioniert sie leider so gar nicht und durch über den Tellerand der FN hinausgeschaut hab ich einen Weg bei den Klassikern gefunden der einfach funktioniert hat und den ich deshalb für mich als reell und richtig empfunden hab und deshalb versuche zu verteidigen....  ;D Wobei ich mich auch nicht zu den 100%-tigen PK Anhängern zähle, ich mag auch nicht so die schwarz und weiß Geschichte, entweder oder. Da gab es ja auch schon viele Meinungen, daß man nur entweder PK oder FN reiten sollte und nicht mischen oder sonstwas, aber ich kann mich da nicht wiederfinden, zu 100% nur in einer Schiene zu bleiben. Wenn etwas nicht funktioniert was PK aber lehrt übernehme ich es trotzdem nicht,wenn ich es nicht gebrauchen kann. Genauso bei FN, das was davon für uns nicht passt lasse ich weg.

Trotzdem finde ich kann man trotzdem reell arbeiten. Ohne meine Trainerin würd ich da auch nicht klarkommen, aber sie ist eben auch fähig sich auf Pferd und Reiter einzustellen und individuell zu unterrichten da läuft nie die Stunde nach einem Schema ab, weil jeder reiter und jedes Pferd einen ganz individuellen Trainingsplan bekommt. So etwas finde ich reell, weil genau geschaut wird und jeder sein für sich zugeschnittenes Programm bekommt was jedes Mal wieder überprüft und angepasst wird wenn nötig.

sahen

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #36 am: 31.01.09, 19:40 »
@Wieselchen: und ich hatte ziemlich genau den gleichen Werdegang, nur dass ich  dann nach einem ca. 8 Jahre dauernden Ausflug in die "klassische" Szene dann doch wieder übers junge-Pferde-reiten zurück zur FN gekommen bin. Solls ja auch geben.

Aus meiner Sicht ist die absolute Grundausbildung bei jungen Pferde eigentlich reitweisenunspezifisch: Junge Pferde sind junge Pferde sind junge Pferde.

Und müssen lernen, mit Sattel und Reiter klarzukommen. Das vorne mal Schluss ist im Sinne von Begrenzung und das es nachzugeben gilt. Wo der eigene Körper aufhört. Und das ein Hintern in verschiedene Richtungen schwenkbar ist. eigentlich, dass es angenehmer ist, den Anweisungen von dem da oben zu folgen, als sich zu widersetzen. Die Differenzierung fängt doch eigentlich erst nach der Grundinstallation von Gas, Lenkung und Bremse an.

Und gerade in dieser Anfangsphase (=Gewöhnungsphase lt. Skala der Ausbildung) werden die meisten Abkürzungen gesucht. Wobei jede einzelne direkt in Sackgassen endet. Wenn es um junge Pferde geht, gilt in meinen Augen der Satz "es gibt eigentlich nur gutes oder schlechtes reiten, egal welchen Namen es sich gibt" gleich dreimal.

Offline Mettie

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #37 am: 31.01.09, 20:43 »
Find ich ja witzig dass sich einige immer direkt auf die Füße getreten fühlen wenn man Anmerkungen zu "ihrem" System macht, und es dann direkt heißt, man sei von der Gegenfraktion und es wäre ja klar dass man das andere System dann schlechtmacht...

... denn ich werd nen Teufel tun und das PK System als solches schlecht machen, ich habe selbst allein durch PKs Bücher schon sehr viel lernen können, was ich aus dem FN-Bereich nicht kannte und was mein Pferd sehr viel weiter gebracht hat.

Also ich habe bisher bei niemandem heraus lesen können dass er "sein" System für das einzig wahre hält und das andere auf Gedeih und Verderb schlecht macht. Ist doch okay, wenn jeder sagt, was genau ihm an den System gefällt oder stört, sonst bräuchten wir ja nicht diskutieren, oder?  ;)

zum thema: gutes balancereiten ohne fn ... hau mich nicht baura - bitte - aber ich hatte den gedanken auch schon mal. die meisten leute, die mich pk-mäßig echt voll überzeugt haben, sind vorher schon mind. m-niveau geritten (und das auch schön). und als alter fn-ler bilde ich mir klar ein, dass das schon etwas gutes über das fn-system aussagt  ::), ich kann nicht anders.
wenn ich auch sagen muss: das waren genau 2  ;D. und die andere gruppe der reiter, die mich nicht überzeugt haben, das waren auch nur 2  ::), nicht anders zu erwarten, in einer gegend, in der die balancereiterei einfach ... naja, sagen wir mal - nicht existend - ist.
aber die, die vorher schon schön geritten sind, reiten weiterhin schön, da wo es vorher nicht geklappt hat, da klappt es auch nach pk nicht. spricht dafür, dass das system egal ist, wenn man schlecht reiten will  8).
Damit hast du es viel besser getroffen als ich vorhin, ich bin fälschlich davon ausgegangen Ex-FNler würden deshalb so viel besser mit der Balancereiterei auskommen, weil sie auf eine gute Grundausbildung zurückgreifen können, als Neueinsteiger. Vielmehr ist es aber einfach so, dass diese Leute, egal mit welcher Reitweise sie sich beschäftigen, immer Erfolg haben werden, und untalentierte Menschen früher oder später an jeder Reitweise "scheitern". Vielleicht sind diese deshalb auch so wechselwillig...  ::)
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Offline baura

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #38 am: 31.01.09, 22:50 »
Zitat
Find ich ja witzig dass sich einige immer direkt auf die Füße getreten fühlen wenn man Anmerkungen zu "ihrem" System macht, und es dann direkt heißt, man sei von der Gegenfraktion und es wäre ja klar dass man das andere System dann schlechtmacht...
äh, falls Du mich damit gemeint haben solltest, ich bin doch nicht beleidigt, und es ist auch gar nicht "mein" System (ich bin im Grundsatz ein "pöhser NH-ler", Du weißt schon, das sind die, die gar nicht reiten können, weil sie immer nur am Boden rummachen 8)), und fühle mich in keinster Weise auf irgendwelche Füße getreten.

Es ist so, wie es ist, ich find die PK-FN-Diskussionen einfach ermüdend und wenig nutzbringend, und in Bezug auf "reell" noch dazu total einseitig und betriebsblind.

und auch jetzt, 1 Seite weiter, könnt Ihr Euch immer noch nicht von Vergleichen trennen. Find ich halt schade für das Thema...


Leonard: 'Herrgott noch eins, Sheldon, muss ich jedesmal mein Sarkasmusschild hochhalten, wenn ich mal den Mund aufmache?'
Sheldon: 'Du hast ein Sarkasmusschild?'

Wieselchen

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #39 am: 01.02.09, 00:10 »
Wie will man denn etwas beurteilen wenn man es nicht vergleichen kann?

Ich finde Vergleiche durchaus sinnvoll. Man probiert die eine Geschichte aus und vergleicht sie dann mit anderem Gesehenem oder Erlebtem und kann so für sich entscheiden in welche Richtung man gehen möchte.

Wenn ich verschiedene Dinge ausprobiere und vergleiche um zu testen womit ich am besten klarkomme oder was für mich und mein Pferd funtkioniert hab ich doch am ehesten die Chance genau das zu finden was passt. Oder ich vergleiche Reitlehrer, vielleicht kann mir jemand, der theoretisch alles ganz toll weiß es einfach nicht näherbringen und ich vergleiche verschiedene RL um zu sehen ob ich einfach nur zu blöd bin oder jemand anderes es tatsächlich besser und verständlicher rüberbringen kann.

So gesehen würde mir viel verloren gehen wenn ich nicht auch verschiedene Reitweisen vergleichen könnte. Bin ich von einer überzeugt spricht ja auch gar nichts dagegen bei dieser zu bleiben.

Offline Mettie

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #40 am: 01.02.09, 01:08 »
Ja, wenn du es so sagst, baura, hab ich dich gemeint  ;)
Also ich finde es wie Wiesel viel betriebsblinder die Systeme NICHT zu vergleichen. Wie sonst soll man denn die Unterschiede herausfiltern und die Vor-und Nachteile erkennen?

Und ich hab auch ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass sich wie so oft die Fronten verhärten und jeder nur noch blind und unsachlich "sein" System verteidigt. Wir haben doch schon einiges an Vor- und Nachteilen beider Reitweisen heraussuchen können. Dass die von den beiden Lagern unterschiedlich gewichtet werden und auch mal nicht anerkannt werden, ist doch logisch, schließlich hat sich jeder bewußt für "sein" System entschieden.

Aber nach deiner letzten Aussage mit dem NH (der Honza kommt übrigens an unseren Stall, siehe Klassiker-Klönbox *freu*) geh ich mal davon aus dass du es gewohnt bist sofort kategorisiert und in Schubladen geschoben zu werden, da entwickelt man bestimmt direkt eine innere Abwehrhaltung bei solchen Gesprächen.
Schade.  :(
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Offline brini

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #41 am: 01.02.09, 08:45 »
brini,
Du denkst, dass da Pferde kaputt geritten werden, woher weißt Du das?
Ein gut ausgebildetes Reitpferd reitet man doch nicht mutwillig zu Schanden, in keiner Reitweise (außer im Turniersport *ironie*).
Und wer sagt, dass da nur zur Arbeit geritten wird im Westernbereich. Der Freizeitreiteranteil ist da sicher genauso hoch wie hier. So viele Rinderherden sind da auch nicht mehr zu betreuen.

Und wenn Du "reell" generell auf die Dressurreiterei hier in Deutschland einschränkst, dann ist es natürlich auch logisch, dass hier mal wieder die PK versus FN Diskutiererei losgegangen ist. Soviel Auswahl bleibt da ja nicht.  8)

Ich dachte schon, dass der Begriff spartenübergreifend zu sehen ist, und hier Gemeinsamkeiten ausgearbeitet werden bzw. auch keine gefunden, wie auch immer. Aber ob die Piaffe von dem FN-Gaul nun falscher ist als die von dem PK-Fert halt ich für ziemlich öd, weil dann eh nur jeder "seine" Seite vertritt und die andere für unfähig hält.

Aber diskutiert Ihr hier wieder weiter, ich klink mich aus...

@ baura:

Mach dir bitte deine eigenen Aussagen nicht "krummgradepassend".

DU hattest von dem Amerikaner aus den Bergen in Montana ohne Fernsehen und I-net angefangen ......... und der wird nicht nur zum Vergnügen reiten.

Und ich habe reell GARANTIERT NICHT auf die Dressurreiterei in Deutschland beschränkt - wo zum Teufel willst du das gelesen haben???? Ich habe gesagt (nochmal langsam zum begreifen) wir diskutieren hier auf der Basis der Dressurreiterei, weil eben das einen Vergleich erst möglich macht.

Es geht um GGAs, Balance (von Reitern UND Pferden) und weiterführenden Lektionen.

Mir würde es jedenfalls sehr sehr schwer fallen, ein Dressurpferd mit einem Polopferd zu vergleichen.  :P

Ich finde, gerade solche Aussagen wie die von dir zu dem Vergleich der Piaffen machen die Diskussion zäh und unergiebig. Wir haben seitenlang meist verhältnismäßig freundlich und *reell* argumentiert, und dann kommst du und haust einfach nur drauf, ohne wirkliche Argumente zu haben.

Nach dem Motto: Ihr seid sowieso alle blöd.



Offline Anja

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #42 am: 01.02.09, 08:58 »
Zitat
Und wer sagt, dass da nur zur Arbeit geritten wird im Westernbereich. Der Freizeitreiteranteil ist da sicher genauso hoch wie hier. So viele Rinderherden sind da auch nicht mehr zu betreuen.

Es gibt noch Länder in denen fast nur die Arbeitsreitweise vorherrscht, wie z.B. Argentinien. Da dort aber die Freizeitreiterei auch zunimmt gibt es dort ein ähnliches Phänomen mit den Criollos und der Reitweise wie hierzulande. Wenn sie nicht konsequent gearbeitet sondern nur noch spazierengeritten werden und das von einem Menschen der aufgrund seiner Bürotätigkeit keinen vernünftigen Sitz mehr hinbekommt, kann es sein dass sie durchknallen. Die Gauchos, die ja stundenlang im Sattel sitzen müssen das Sitzen und ausbalancieren nicht lernen, sie machen das automatisch und haben solche Probleme nicht, im Gegenteil sie lieben es anzugeben, weswegen die Mestizos als Arbeitspferde eher die etwas meschuggeren sind. Ausgenommen natürlich Polo und Springen, aber im Polosport arbeiten auch viele Gauchos.

Die Dressurreiterei wie sie aus der HDV entstanden ist, macht es einem normal begabten nicht stundenlang im Sattel sitzendem Menschen einfacher das Reiten zu lernen, weil nicht gleich ein unabhängiger Sitz verlangt wird.

Und ganz klar, ein Dressurpferd das jahrelang ausgebildet wird wird bewusst kaputtgeritten, dann sollte man das Geld doch lieber gleich zum Heizen verwenden.
Herr, wirf Hirn vom Himmel oder Steine, was ist egal Hauptsache Du triffst.

sahen

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #43 am: 01.02.09, 09:54 »
Die Dressurreiterei wie sie aus der HDV entstanden ist, macht es einem normal begabten nicht stundenlang im Sattel sitzendem Menschen einfacher das Reiten zu lernen, weil nicht gleich ein unabhängiger Sitz verlangt wird.

Echt? Das steht so in der HdV 12? Wo denn? *interessiertguck*

Gerade für die eigentlichen Adressaten der HdV 12 war es lebenswichtig, zügelunabhängig zu sitzen, weil nämlich nur so neben der Bedienung des Kriegsgerät Pferd auch noch die Waffe zum Einsatz gebracht werden konnte.

Offline baura

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #44 am: 01.02.09, 10:00 »
brini,
hab ich Dir was getan?
Hab ich Piaffe verglichen?
und warum Du Dich über das Montana-Bild so aufregst, bzw. Dinge reininterpretierst, an die ich nie gedacht habe, Rätsel über Rätsel.

und ich habe schon verstanden, dass Du (Ihr?) auf der Basis der Dressurreiterei diskutiert, besser gesagt, auf Basis der Deutschen Dressurreiterei, und ich wollte lediglich einwenden, dass ich das ein bisschen enggefasst finde.
Muss ich nicht verstehen, warum Du mir jetzt deswegen an die Gurgel willst.


@mettie,
siehe oben, ich finde die Vergleiche der letzten Seiten zwischen PK und FN zu eng gedacht (*leieransetz* es gibt auch noch anderes reiten), und wollte dies lediglich zum Ausdruck geben und so der Diskussion ein weiteres Feld bieten, und vielleicht einen Schubs in eine andere Richtung. Stattdessen bin ich hier nun auf dem Opfertisch gelandet *leidensmieneaufsetzt*, aber macht nix, gerne geschehen, gibt ja auch Stoff  ;D.  

Zitat
geh ich mal davon aus dass du es gewohnt bist sofort kategorisiert und in Schubladen geschoben zu werden

nö, bin ich nicht und werd ich auch nicht, es sei denn, Du willst das jetzt machen.  8)
Leonard: 'Herrgott noch eins, Sheldon, muss ich jedesmal mein Sarkasmusschild hochhalten, wenn ich mal den Mund aufmache?'
Sheldon: 'Du hast ein Sarkasmusschild?'