Autor Thema: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3  (Gelesen 58737 mal)

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Offline Karotte

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #15 am: 30.01.09, 18:42 »
wieselchen: nicht alles bezieht sich auf dich ;-)

ich find´s hier immer noch, oder nein, sogar zunehmend spannend. und mal abgesehen davon, dass ich schon zu blöd bin, rein nach gefühl meine zügel gleich lang zu halten, ist mir´s auch egal, ob man fürs balance-reiten-lernen noch länger braucht als fürs FN-reiten-lernen. das ergebnis ist doch das, was zählt.

meine schwungvoll-PRE-reitende freundin ist vom lehrgang zurück und willens, mir ihr ross trotz langer pause und schwabbeloptik für den thread hier vorzureiten. vielleicht klappt´s nächsten dienstag.
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Offline Olli

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #16 am: 30.01.09, 19:02 »

sieht aus wie ein dreicker,nur im kappzaum.
wenn funzt ist doch super!

@ karotte-arrogante fn reiter ;D
ach langsam finde ich diese box doch wieder herlich

nichts desto,ich mach nen reitfreien abend,mit salat,filmchen(keine pferd) und meinem bestem freund und evtl ein glaserl gutem rotwein
bis morgen

oder doch heute abend,weils nicht lassen kann noch mal vorm einschalfen zu luschern ;D ;D
« Letzte Änderung: 30.01.09, 19:08 von Olli »
Wir dürfen das Pferd nicht vermenschlichen,
wir müssen uns verpferdlichen.“

Offline pedro

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #17 am: 30.01.09, 19:20 »
Ich setzt auch mal ganz schüchtern ein Lesezeichen.

Hab mich durch die beiden vorangegangen Boxen "durchgequält" und möcht mich einfach mal bei denen bedanken, die hier engagiert, kontrovers und doch zum größten fair diskutiert haben und hoffen auf eine spannende Fortsetzung!
Problemlösung a la Captain Becker: Kann ich nicht einfach auf was schießen?

Offline Hafi77

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #18 am: 30.01.09, 19:27 »
*lesezeichen*

Offline Sonne

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #19 am: 30.01.09, 21:26 »
lese zeichen..

bin heute reel scheisse geritten. Pferde wegen Dauereis, seit 10 tagen nicht auf der Koppel - Pferd dankt es mit extremer "Losgelassenheit" und ich krampfe blos noch.. da ist nix mit entspanntem reiten. Gefilmt wurde das heute auch noch - ich war erschrocken  :-\ :'(

Offline baura

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #20 am: 30.01.09, 21:28 »
Kannst es natürlich auch so auslegen, aber meine Intention war eigentlich nur, dass es ewig dauert, über die Balancereitweise gut zu werden (weil die besonders viel Körpergefühl verlangt),
aber braucht nicht jedes Reiten viel Körpergefühl? Und muss man nicht alles irgendwie mal lernen? Nein, die Argumentation find ich nicht schlüssig.

Und um nochmal speziell auf das Balancereiten zu kommen, woher nimmst Du den Erkenntnis, dass es dieser Weg besonders lange dauert, um ihn richtig zu lernen?  

Ich persönlich kenne NIEMAND, der Reiten gelernt hat von Anfang an auf diesem System. Ich würde sogar die These aufstellen, dass man in Deutschland vermutlich kaum jemand zu finden wird, der von Anfang an in diesem Reitsystem unterwegs war. Das sind doch eher alles Umsteiger. Und Umsteiger kämpfen prinzipiell mit alten Bewegungsmustern (und das dazugehörige Pferd natürlich auch ;)).
Mag man das dann der Reitweise ankreiden?

Womit wir wieder beim Thema sind, schlechte Reiter gibt es in jeder Sparte, das hatten wir ja schon.


Ich persönlich fände es gut, wenn man versuchen würde, etwas mehr von den Schubladen wegzudenken und Leute darin einzusortieren.

Dich, liebste Mettie, habe ich auch gar nicht in die Schublade "arroganter FN-ler" gesteckt, den Schuh hast Du Dir ganz alleine angezogen, ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass die  Sichtweise vielleicht doch etwas sehr vom eigenen Umfeld eingeengt ist. (wie gesagt, es gibt Millionen von Reiter weltweit.)
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Offline Aleike

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #21 am: 30.01.09, 22:13 »
Ich denke, man muss für PK einfach nur in irgendeiner Reitweise auf L/M-Niveau reiten. Einfach, weil er einen gewissen Sitz und ein Gefühl vorraussetzt, damit seine Anweisungen und Ideen umgesetzt werden können, er aber keine Lust (oder kein Geschick?) zu Grundschulung hat.
Man darf nicht sagen: "Was, du Mistvieh, du willst nicht?" Sondern: "Entschuldige, mein Tier, ich werde schon noch dahinterkommen, wie ich es lerne, dich peu à peu auf den rechten Weg zu führen." (Udo Bürger)

Offline baura

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #22 am: 30.01.09, 22:49 »
aber das ist doch Quark, und an der Realität vorbei, denn wer lernt schon reiten bei PK himself.

stell Dir vor, Du hast vom Reiten gar keine Ahnung, und der einzige greifbare Lehrer in der Nähe ist ein Lehrer, der nach "Balancereiterei" reitet (natürlich einer von den Guten ;D), denkst Du, der bringt Dir jetzt erst FN bei und sagt, irgendwann reitest Du Balance. 
Nee, natürlich macht der das nicht.
Der wird genauso mit Sitzschulung anfangen wie andere auch, und wird ihn dann an die Lenkung und die Bremse ranführen, und irgendwann anstelle was von mit dem Kreuz an die Hand reiten, wird er dann was von getrennten Hilfen Hand ohne Bein, Bein ohne Hand sagen.

Es gibt nichts, was ernsthaft belegt, dass Reiten (und auch das reiten lernen) nach FN das Allerbeste für Pferd und Reiter ist, weil einzig reeller Weg.
 
Es gibt Leute, die lernen als allererstes western reiten, und dann womöglich gar nix anderes mehr, und die haben möglicherweise noch nie was von der FN gehört, weil sie in Montana in den Bergen leben, ohne Internet und Fernseher, reiten die jetzt unreell und gehen dort alle Pferde kaputt?
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Offline Mettie

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #23 am: 31.01.09, 01:13 »
Zitat
Es gibt nichts, was ernsthaft belegt, dass Reiten (und auch das reiten lernen) nach FN das Allerbeste für Pferd und Reiter ist, weil einzig reeller Weg.
Hat doch auch keiner behauptet?  ???

Zitat
sieht aus wie ein dreicker,nur im kappzaum.
Olli, soviel ich weiß mit dem Unterschied dass der Dreiecker oben am WR frei läuft und somit Stellung ermöglicht.

Zitat
nd um nochmal speziell auf das Balancereiten zu kommen, woher nimmst Du den Erkenntnis, dass es dieser Weg besonders lange dauert, um ihn richtig zu lernen? 
Ich persönlich kenne NIEMAND, der Reiten gelernt hat von Anfang an auf diesem System. Ich würde sogar die These aufstellen, dass man in Deutschland vermutlich kaum jemand zu finden wird, der von Anfang an in diesem Reitsystem unterwegs war. Das sind doch eher alles Umsteiger. Und Umsteiger kämpfen prinzipiell mit alten Bewegungsmustern (und das dazugehörige Pferd natürlich auch ).
Mag man das dann der Reitweise ankreiden?
Siehst und ich hab so ne PK-Reitschule quasi um die Ecke bei der auch einige Totalanfänger angefangen haben und fand für die Zeit, die sie reiten, das Ergebnis mehr als bescheiden. Ich denk, dass Anfänger, die mit eigenem Gleichgewicht kämpfen, mit der Aufgabe das Pferd ins Gleichgewicht zu bringen, noch sehr überfordert sind. Ich sage nicht, dass es nicht funktioniert, nur dauert es scheinbar bedeutend länger bis eine solide, sagen wir A-Basis vorhanden ist. Gut möglich dass dafür anschließend einiges schneller geht weil die Vorbereitung besonders sorgfältig war, aber nutzt das was dem Pferd Nummer 1, das sozusagen das Testkaninchen war?  :-\
Ich spinne mir das ja nicht zurecht, ich hab es auf 2 PK-Höfen beobachtet und der Dysli scheint ja ne ähnliche Meinung dazu zu haben.
Nochmal präziser: Ich denke, dass ein FN-Reiter, der nach 2, 3 Jahren auf PK umsteigt, in gesamter Lernzeit schneller bei L ankommt als einer, der direkt mit PK anfängt. Weil das PK-System sehr Zügellastig ist und man wirklich sehr fein einwirken muss, um das gewünschte Resultat zu bekommen, ansonsten klappt es gar nicht und diese Zeit bis zum ersten Durchbruch kann man vermutlich auf die gesamte Lernzeit drauf addieren.

Aber das wird mir jetzt zu spekulativ, gibt sicher genügend Ausnahmen, aber entspricht eben den Erfahrungen die ich bisher mit PK-Schülern gemacht habe.
Hat jetzt halt keine Signatur mehr um Schleichwerbung für THM Strahlbalsam zu machen.

Offline brini

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #24 am: 31.01.09, 07:51 »
@baura

Es gibt Leute, die lernen als allererstes western reiten, und dann womöglich gar nix anderes mehr, und die haben möglicherweise noch nie was von der FN gehört, weil sie in Montana in den Bergen leben, ohne Internet und Fernseher, reiten die jetzt unreell und gehen dort alle Pferde kaputt?


DAS ist ja nun der größte Quark. So jemand hätte GAR keine Ahnung, dass es so etwas wie Deutschland überhaupt gibt (bei dem Bildungsnotstand in der amerikanischen Provinz  :o) *ironieaus*

Und ich denke schon, dass dort mehr Pferde "kaputt" gehen als wir uns vorstellen können - gibt ja genug Nachschub, der sonst per Hubschrauber gejagt und abgeschossen wird.

Aber das gehört jetzt wirklich nicht hierher. Genausowenig wie dein Vergleich zu den Islandreitern, bzgl. Hilfszügel.

Du kannst nicht reine Gebrauchsreiterei mit Freizeit- oder Sportreiterei vergleichen.

Wir haben hier (glaube ich  ??? ???) hauptsächlich auf der Basis der Dressurreiterei diskutiert. M. E. ist es also sinnvoll, eine gewisse Linie zu haben an der wir uns entlangbewegen. Sprich Hilfengebung, äußeres Erscheinungsbild, vllt. einzelne Lektionen.

Btw, habe eben mal nach Mary Wanless gegoogelt. Kenne zwar noch nicht ihre "harten Kernanweisungen" aber einer meiner Ausbilder hat das eigentlich auch immer gefordert. "Fühl doch ob dein Pferd auf allen 4 Beinen steht ........" usw.

Womit wir auch wieder beim eigentlichen Thema sind: Wenn z.B. jemand RU gibt, der selbst noch nicht mal sieht ob das Pferd wirklich über den Rücken geht oder das Hinterbein durchschwingt - wird auch sein "Schüler" das niemals lernen.


Offline Anja

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #25 am: 31.01.09, 08:19 »
Ich hatte letztes Jahr Unterricht (Lehrgang) bei einem Reitlehrer, der unter anderem von Nuno Oliveira ausgebildet wurde, und die Balancereiterei selber praktiziert. Aber ich bin den gesamten Unterricht über mit Schlaufzügeln geritten. Die Begründung dafür, "wenn ich den Reitschülern etwas beibringen will, dürfen sie nicht damit beschäftigt sein das Pferd an die Hand zu reiten." Der Unterricht bestand größtenteils aus Sitzschulung und zu üben, wie man z.B. einen Seitengang korrekt vorbereitet und durchführt. "Er meinte, wenn die Leute nicht zum sitzen kommen kann ich ihnen nichts beibringen. Also müssen die Pferde so gehen dass zuerst die Reiter fühlen wie es richtig ist. Ausbilden kann man damit noch kein Pferd aber wenigstens einigermassen vernünftig nachreiten."

Zum Thema Arbeitsreiterei kann ich auch ein bisschen beitragen letztes Jahr war ich drei Wochen in Argentinien und bin dort auf Criollos auf einer Estancia geritten. Gymastiziert wird dort nicht, aber die Pferde werden bewusst für diese Art der Reiterei gezüchtet. Es wird ausschließlich mit Kandarre geritten. Aber die Pferd haben schon die Chance alt zu werden. Das älteste Reitpferd dort war 29 Jahre. Der Unterschied zu unserer Reiterei ist die Haltung und Aufzucht auf riesigen Weiden und es steht immer mehr als ein Reitpferd zur Verfügung, die Pferde werden getauscht und haben dementsprechend Regenerationsphasen. Von Philipp Karl oder FN hat man dort auch noch nichts gehört und die einzige Wassertrense die ich außer im Reitladen gesehen habe wurde zum Fohlenvorführen genutzt.
Herr, wirf Hirn vom Himmel oder Steine, was ist egal Hauptsache Du triffst.

Offline baura

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #26 am: 31.01.09, 09:12 »
mettie,
wieviele mehrjährige Reiter soll ich Dir zeigen, die auch im FN-System noch nicht reiten gelernt haben, und z.B. auch noch nach 5 Jahren und länger mit Ausbindern rumreiten?
Und wenn FN-Reiten nicht zügellastig ist, dann weiß ich auch nicht. Und ist es nicht viel schwieriger zu lernen, mit dem Kreuz und Schenkel gegen eine nicht rückwärtswirkende Hand zu wirken (also 3 Hilfen gleichzeitig zu koordinieren), als einen Zügel isoliert zu benutzen.
Ich glaub, reiten lernen ist immer gleich schwer und Talent und Fleiß bringen einem weiter und nicht ein System.


brini,
Du denkst, dass da Pferde kaputt geritten werden, woher weißt Du das?
Ein gut ausgebildetes Reitpferd reitet man doch nicht mutwillig zu Schanden, in keiner Reitweise (außer im Turniersport *ironie*).
Und wer sagt, dass da nur zur Arbeit geritten wird im Westernbereich. Der Freizeitreiteranteil ist da sicher genauso hoch wie hier. So viele Rinderherden sind da auch nicht mehr zu betreuen.

Und wenn Du "reell" generell auf die Dressurreiterei hier in Deutschland einschränkst, dann ist es natürlich auch logisch, dass hier mal wieder die PK versus FN Diskutiererei losgegangen ist. Soviel Auswahl bleibt da ja nicht.  8)

Ich dachte schon, dass der Begriff spartenübergreifend zu sehen ist, und hier Gemeinsamkeiten ausgearbeitet werden bzw. auch keine gefunden, wie auch immer. Aber ob die Piaffe von dem FN-Gaul nun falscher ist als die von dem PK-Fert halt ich für ziemlich öd, weil dann eh nur jeder "seine" Seite vertritt und die andere für unfähig hält.

Aber diskutiert Ihr hier wieder weiter, ich klink mich aus...
« Letzte Änderung: 31.01.09, 09:23 von baura »
Leonard: 'Herrgott noch eins, Sheldon, muss ich jedesmal mein Sarkasmusschild hochhalten, wenn ich mal den Mund aufmache?'
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Offline Olli

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #27 am: 31.01.09, 09:19 »
Ich glaub, reiten lernen ist immer gleich schwer und Talent und Fleiß bringen einem weiter und nicht ein System.
aber deinen letzen satz, den unterschreib ich dir gerne!
zu dem rest sag ich mal nichts.
Wir dürfen das Pferd nicht vermenschlichen,
wir müssen uns verpferdlichen.“

Offline Beagle-Petra

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #28 am: 31.01.09, 09:35 »
Aber diskutiert Ihr hier wieder weiter, ich klink mich aus...

Immer gleich dieses Beleidigte-Leberwurst-Syndrom, und dann grad noch von Leuten, die Argumente bringen, die verkrustende Diskussionen wieder aufbrechen können.  >:(

Während ich meine Überlegungen niederschrieb, dass es bei der Balance-Reiterei anscheinend spürbar länger dauert, bis es dort zu nennenswerten Fortschritten des Reiters kommt, musste ich natürlich auch an Reiter aus Kulturen denken, die vom FN-Reiten nie etwas gehört haben und dennoch - oder gerade deshalb? - Hervorragendes im Sattel leisten. Mir kam da auch der Gedanke, dass das größte Problem bei der Balancereiterei das hundsmiserable Körpergefühl ist, das man dem modernen Menschen zunehmend attestieren muss. Und die Diskussionsansätze hier zu dem Thema weisen ja auch in diese Richtung.

Nur echt mit dem Beagle!

geolina

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 3
« Antwort #29 am: 31.01.09, 10:48 »
hallo,

soooo, wieder da. wow, in den paar tagen hat sich aber viel getan ... erstmal danke für`s nicht zerfleischen und für die positive einschätzung zu meinem pferd. ich kann jetzt viel lockerer an die filmsache rangehen. wobei ich trotzdem noch nicht weiss, wann es denn soweit sein wird, dass meine rl mal die cam mitbringt. leider ist die mindestens so vergesslich wie ich. *flüsteran* und da zur zeit anni von woche zu woche stabiler wird, find ich das noch nicht mal so schlecht *flüsteraus*.

wenn ich mal (da ich jetzt 8 seiten nachgelesen habe) kurz nen rückgriff machen darf?? *g*, man kann das ja jetzt auch überlesen ;).

ich wollte nur nochmal mettie zustimmen, lernen erfolgte bei mir auch in sprüngen. ich habe schon 3x endlich die richtige anlehnung gespürt, 6x wie sich richtig sitzen anfühlen muss und mind. 9x, wie nun ein guter arbeitstrab mit schwingendem rücken ist ... also mind 15x gespürt, dass das gefühl vorher mich ziemlich betrogen hat. und wetten was? ich werde nochmal eine bessere anlehnung fühlen, nochmal fühlen, wie echt im pferd sitzen ist und bestimmt noch mal fühlen, ahhhh, das ist nun also ein guter durchgeschwungener trab.

und zum glück, denn das heißt, ich lerne weiter und bleibe nicht in völliger selbstzufriedenheit auf einem punkt stehen. leider hatte ich noch nicht den vorteil ein echt gutes pferd mal probefühlen zu dürfen. ich dachte mal, dass ich das schon gehabt hätte, aber heute find ich das pferd nicht mehr sooo toll ;) - auch das kann es geben.

das gefühl ist so ne sache, weil es subjektiv sein muss, es geht ja gar nicht anders, deshalb finde ich, ist so eine box hier, in der dem subjektiven mal kurz die füße weggezogen werden, nicht ganz falsch. denn oft hat die rl einen tunnelblick, die freunde sagen nicht so offen, was sie denken, was durchaus hilfreich wäre und reitfreunde haben eh die gleichen ansichten, so dass man es sich schön in seinem subjektiven gefühl gemütlich machen kann.

zum thema: gutes balancereiten ohne fn ... hau mich nicht baura - bitte - aber ich hatte den gedanken auch schon mal. die meisten leute, die mich pk-mäßig echt voll überzeugt haben, sind vorher schon mind. m-niveau geritten (und das auch schön). und als alter fn-ler bilde ich mir klar ein, dass das schon etwas gutes über das fn-system aussagt  ::), ich kann nicht anders.

wenn ich auch sagen muss: das waren genau 2  ;D. und die andere gruppe der reiter, die mich nicht überzeugt haben, das waren auch nur 2  ::), nicht anders zu erwarten, in einer gegend, in der die balancereiterei einfach ... naja, sagen wir mal - nicht existend - ist.

aber die, die vorher schon schön geritten sind, reiten weiterhin schön, da wo es vorher nicht geklappt hat, da klappt es auch nach pk nicht. spricht dafür, dass das system egal ist, wenn man schlecht reiten will  8).

übrigens, auch viele fn-reiter aus den usa haben noch nichts von der fn-gehört. um auf den reiter aus montana zurückzukommen. wenn ich mir vorstelle, was mir die fn-reitlehrerin meiner patin aus washington so in der stunde erzählt hat, dann wird mir heute noch ganz anders. ich habe meiner patin damals geraten auf eine westerntrainerin umzusteigen, die ich da zufällig beim pferdekauf kennengelernt hatte. die kannte ihr system und wusste, was sie wollte. das war viel besser, als das gegurke der selbsternannten dressurreiterin (die mit ihrem jungpferd natürlich die olympiade anpeilte - kein witz, hat sie gesagt  ::)).

alex