Autor Thema: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2  (Gelesen 93250 mal)

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Wieselchen

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #555 am: 30.01.09, 13:07 »
Ja eben... wer sagte das ??

Es wird alles so zerhackt und einem das Wort z.T. im Mund rumgedreht... was soll das?

Ich hab im ersten Post dazu auch nur brini gefragt wie sie das wohl macht, ganz ohne eigenes Gefühl zu reiten, so habe ich ihre Kritik an die "fühlenden" reiter verstanden und wollte wissen wie sie es denn macht.

Sofort wird mir unterstellt ich würde NUR auf das Gefühl beim reiten bauen und alles andere außer acht lassen. Dabei habe ich in meinem ersten Post dazu schon genau gesagt, MIT kompetenter Leitung.
« Letzte Änderung: 30.01.09, 13:10 von Wieselchen »

Offline brini

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #556 am: 30.01.09, 13:10 »
@ Wiesel:

Ich reite schon nach FN-Skala der Ausbildung. Ich meine aber, dass ich im Laufe der Jahre gelernt habe zu sehen, ob ein Pferd sich locker und in vernünftiger - dem Ausbildungsstand entsprechender - Selbsthaltung bewegt. Das ist wie bei guten Tänzern oder Turnern - alles was übertrieben exaltiert aussieht ist nicht mehr "locker". Soweit so gut. Weiterhin habe ich einige wirklich gute Leute (und NICHT NUR aus dem *FN-Lager*) reiten sehen bzw. die Pferde unter ihnen und zum Vergleich unter anderen Reitern gesehen. (Wie schon erwähnt, u. a. Phillipp Karl). Soweit so gut. Dann hatte ich auch noch das Glück, gute Pferde (sowohl von der Veranlagung als auch von der Ausbildung) nachreiten zu dürfen. Und glaube mir  ;D ;D es ist ein Unterschied ein Pferd zu reiten das sich geschmeidig und selbstverständlich bewegt, so dass die Hilfen minimal werden können, zu dem, was manch ein Otto-Normal-Reiter als "gut geritten" bezeichnet.

Man sollte also mindestens 1 mal auf einem GUTEN Pferd dieses und jenes geritten haben und somit gefühlt haben wie sein kann und soll um hinterher behaupten zu können: Mein Gefühl sagt gut also ist es gut.

Also habe ich sowohl das Bild als auch das Gefühl dieser lockeren und geschmeidigen Bewegungen im Kopf - das ist mein Ziel. Hat aber lange genug gedauert und es gab auch mal Irrwege  ::). Trotzdem behaupte ich NICHT, mein Gefühl ist das einzig richtige. Manchmal fühlt es sich besser an als es aussieht oder umgekehrt. Sicherlich verlasse ich mich zum großen Teil auf mein Gefühl (mittlerweile), lasse mich aber auch immer wieder kontrollieren und korrigieren. Wenn es dann einen Unterschied zwischem dem was ich fühle und dem was der  "Trainer" sagt, überlege ich ob er Recht hat und versuche das umzusetzen was gesagt wird.
Wenn es dadurch besser wird - gut - wenn nicht - muss man einen neuen Ansatz suchen, aber nicht zum nächsten Trainer rennen, der einem Fehler schönredet. Wenn mir z.B. 5 Leute sagen würden: Dein Pferd latscht auf der Vorhand laufe ich nicht zum 6. weil ich hören will das mein Pferd schön locker v/a läuft.

Das ist doch der Kernpunkt dieser ganzen Diskussion - ein gewisses Maß an Objektivität bewahren und nicht zu sagen:

Ich sage das ist so und dann hat es auch so zu sein, weil ich und mein Pferd, wir sind eben anders.

Au weia, Mädels ihr wart zu schnell ..................



Offline Mettie

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #557 am: 30.01.09, 13:14 »
Eva, achso gut dann hab ich nur schon zu weit gedacht. War nur verwundert weil du das Tragen des Nackenbandes nicht mit Dehnungshaltung in Verbindung gebracht hattest.

BP, das was der Dysli da sagt entspricht auch dem, was ich vermute. Also quasi durchaus eine Reitweise, mit der man jedes Pferd sehr weit bringen kann, aber erst nachdem man selbst sie auf mehreren Pferden mühsam erlernt hat. Ist halt nur die Frage in wiefern dass die meisten Balance-Freizeitreiter überhaupt hin bekommen, wenn sie einmal die Woche Stunde nehmen und das bei einem Reitlehrer, der selbst noch "Schüler" ist.
Ich wage ja fast zu vermuten, dass man auf konventionellem Weg erstmal auf L/M Niveau reiten muss, bevor man motorisch überhaupt dazu in der Lage ist, die Balance-Reitstunden umzusetzen. Ich habe mal eine Schulstunde bei einer PK-Reitlehrerin mit Schulkindern auf Schulpferden gesehen und das hat mich sehr abgeschreckt, da hat wirklich gar nichts geklappt und die Pferde sind durch die Gegend gehirscht. Klar, man kann ja nicht einfach wie bei den FN-Reitanfängern Ausbinder reinhängen um den Reitanfängern wenigstens die Hälfte der Reiterhilfen abzunehmen. Dafür hat man es als fortgeschrittener Reiter sicherlich schwerer bei der Umstellung, sich alte Gewohnheiten abzugewöhnen. Aber ist sicher trotzdem einfacher als ein absoluter Anfang nach Balancereiterei.

Tara, bei dem Bild sieht man wieder den wie ich finde schon recht ausgeprägten "Unterhals" bei dem Rappen. Habe heute inspiriert durch Eva  ;) im Bürger geblättert und da nochmal die Ausbildung der Halsmuskulatur bei korrektem Reiten nachgelesen, und nach dieser Meinung sollten sich die Muskeln ab Halswirbelsäule und weiter darunter im Laufe der Ausbildung zurückbilden. Klar, der Rappe ist an sich feister und massiger als das Warmblut, aber dennoch finde ich diese nach unten konvexe Halswölbung nicht so vorteilhaft.
Wobei man wiederum sagen muss, dass beim Warmblut dafür diese typischen falscher-Knick-Muskeln am 3. Halswirbel sehr stark ausgeprägt sind. Auch nicht das Wahre - wie mans macht, macht mans falsch  ;D
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Offline Olli

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #558 am: 30.01.09, 13:16 »

Ansonsten: Wenn Dir das hier zu viel "Gesabbel am Thema vorbei" ist, dann komm doch wieder zurück zum Thema und nöl' nicht rum. ;)

*quengel*
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Wieselchen

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #559 am: 30.01.09, 13:21 »
Trotzdem behaupte ich NICHT, mein Gefühl ist das einzig richtige.

Behauptete das denn sonst irgendwer?


 Sicherlich verlasse ich mich zum großen Teil auf mein Gefühl (mittlerweile), lasse mich aber auch immer wieder kontrollieren und korrigieren. Wenn es dann einen Unterschied zwischem dem was ich fühle und dem was der  "Trainer" sagt, überlege ich ob er Recht hat und versuche das umzusetzen was gesagt wird.

Genau das wollte ich wissen, dann hab ich Dich nur falsch verstanden, daß man nicht nach seinem Gefühl gehen soll heißt nicht, daß man gar nicht fühlen soll. Da bin ich mit Dir einer Meinung. Eben auch wegen kompetenter Hilfe von außen. Da bin ich auch bei Dir.
Das war alles was ich wissen wollte aufgrund deines Posts....  ;)

Offline Mettie

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #560 am: 30.01.09, 13:23 »
brini hat ja eigentlich des Pudels Kern schon genannt:

Wer nie gefühlt hat, wie es sich anfühlen soll, kann gar nicht wissen ob es gerade gut oder schlecht ist.

Ich bin wie schon gesagt leider kein Genie der Reiterei, ganz im Gegensatz zu meinem Exfreund, der sich einen Großtei autodidaktisch einfach nur durch Fühlen beibringen konnte, regelmäßig kontrolliert von Reitlehrern, um das Gefühl mit dem äußeren Bild abzugleichen. NEID!
Bei mir ists eher so, dass ich versuche, die Momente, in denen der/die RL sagt "SOOO ists gut!" in mein Hirn einzubrennen und das Gefühl abzuspeichern, aber das dauert halt immer.

Ganz extrem waren solche Schlüsselmomente wie
- erstmals eine stete Verbindung am äußeren Zügel zu haben und allein mit Schenkeln und Außenzügel Biegung und Stellung zu bewahren, kein Eiern mehr, kreisrunde Zirkel in echter Geraderichtung
- das Pferd zieht das erste Mal richtig an die Hand ran und auf einmal fühlt es sich an, als sei man ab der Hüfte abwärts ans Pferd angewachsen, die Schenkel kleben am Bauch des Pferdes, jede Drehung des Körpers wird vom Pferd übernommen...
- erstmals völlig zügelunabhängig richtig über den Rücken geritten, man spürt förmlich wie einem der Widerrist entgegenkommt und das Pferd sprichwörtlich bergauf läuft

vorher hatte ich schon so oft das Gefühl "jetz aber, jetzt ists richtig", aber als ich dann diese Schlüsselmomente erleben durfte, wurde mir erst klar wie weit weg von richtig ich davor immer war. Es gibt halt einen Knackpunkt, an dem es nicht mehr ein "ein bisschen anderes Reitgefühl" ist sondern ein richtiges "WOW, da liegen Welten dazwischen".
So war es zumindest bei mir.  ;)
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Wieselchen

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #561 am: 30.01.09, 13:28 »

Wer nie gefühlt hat, wie es sich anfühlen soll, kann gar nicht wissen ob es gerade gut oder schlecht ist.

 

Seh ich auch so. Deshalb finde ich es ja auch wichtig, daß man das fühlen lernt. Eben wenn der Trainer sagt " So genau. Fühlst Du das? merk es Dir! Reite entsprechend."


Offline tara

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #562 am: 30.01.09, 13:29 »
mir wird das langsam zu kleinlich hier,so viel am thema vorbei gesabbel....
find ich nicht, daß es am Thema vorbeigeht.

es geht um reelles Reiten.
Und darum, wer das wie definiert.
Und woran macht man es fest, ob es reell ist.
Wenn es gut aussieht, oder/und wenn es sich gut anfühlt.

stell dir vor, du hast ein Pferd und es kann nicht t ö l t e nin diesem Sinne...
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Offline Eva

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #563 am: 30.01.09, 13:35 »
Ich wage ja fast zu vermuten, dass man auf konventionellem Weg erstmal auf L/M Niveau reiten muss, bevor man motorisch überhaupt dazu in der Lage ist, die Balance-Reitstunden umzusetzen.

Oh, die Aussage ist überhaupt nicht gewagt, in die Reitlehrerkurse bei PK dürfen erst Leute ab M-Niveau.
Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.
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Offline Olli

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #564 am: 30.01.09, 13:41 »
Oh, die Aussage ist überhaupt nicht gewagt, in die Reitlehrerkurse bei PK dürfen erst Leute ab M-Niveau.

aber was machen die vorher?ahnungslos reiten?
nein,das war als scherz gemeint.
ich fand die runde hier aus meiner sicht zu sehr ins gehackstücke gehend,
mir fehlte oftmal das bild, der "aufhänger" einer jeden sache.

@tara-
es geht um reelles Reiten.
Und darum, wer das wie definiert.
Und woran macht man es fest, ob es reell ist.
Wenn es gut aussieht, oder/und wenn es sich gut anfühlt.
zustimm,
aber doch glit das theama als zerhacken von bruchfetzen zu sehr auseinander.
ich fände es besser- video und dann zu diesem viedo oder den sequenzen schreiben.
so meinte ich das,nicht ob was wer und vor allem wie geschrieben hat.
das macht oft keinen sinn mehr,sondern geht nur noch um ,na ich sag mal, persönliches.
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Offline tara

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #565 am: 30.01.09, 13:58 »
ich fände es besser- video und dann zu diesem viedo oder den sequenzen schreiben.
so meinte ich das,nicht ob was wer und vor allem wie geschrieben hat.


ja, das wäre schon nett. kann leider mangels Video nix beisteuern. 1. hab ich niemanden, der ab 19:30 in einer frostigen Reithalle rumstehen mag. 2. ist es in der Reithalle eh zu dunkel für einen gescheiten Film und 3. weiß ich gar nicht, wie ich ein Video ins Netz stellen kann (*malschatziliebeaugenmach*)
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Offline Olli

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #566 am: 30.01.09, 14:03 »
ja, das wäre schon nett. kann leider mangels Video nix beisteuern. 1. hab ich niemanden, der ab 19:30 in einer frostigen Reithalle rumstehen mag. 2. ist es in der Reithalle eh zu dunkel für einen gescheiten Film und 3. weiß ich gar nicht, wie ich ein Video ins Netz stellen kann (*malschatziliebeaugenmach*)
och,in die halle stell ich mich schon ;-)
nur wo?
dunkel.stimmt,is echt grade ein problem....aber es wird ja langsam heller *auffrühlinghofft*
und das mit dem video erklär ich dir gerne
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Offline Beagle-Petra

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #567 am: 30.01.09, 14:06 »
na olli, aber im zerhacken und einstreuen von persönlichem bist Du und Dein Anhängsel aber auch nicht gerade schlecht, oder? Überlies die Passagen doch einfach, die Dich nicht interessieren.
Nur echt mit dem Beagle!

Offline Olli

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #568 am: 30.01.09, 14:08 »
na olli, aber im zerhacken und einstreuen von persönlichem bist Du und Dein Anhängsel aber auch nicht gerade schlecht, oder? Überlies die Passagen doch einfach, die Dich nicht interessieren.
was ist denn mein anhängsel?
ICH sprech hier für mich und sonst niemand,bitte merken!

einstreuen, mag sein, manchmal fehlt die zeit einfach einen monolog reinzustellen,leider.
aber hacken? och,komm,so schlimm?
zumindest halte ich mich aus persönlichen hickhack raus und mutmaße nicht.
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Offline Mettie

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Re: Von reellem und unreellem Reiten...Teil 2
« Antwort #569 am: 30.01.09, 14:09 »
Ich kann wohl doch bald ein Video beisteuern *freu*Bisher sieht es so aus als habe der Osteopathentermin letzte Woche die ganzen Probleme gelöst, mit denen wir schon so lange kämpfen.
Seitdem läuft der Bub wie ein Uhrwerk  :D

Werd nochmal etwas abwarten ob das auch so bleibt, aber wenn, dann würd ich mich trauen  ;)
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