Autor Thema: Pro Contra Pflegepferd vergeben  (Gelesen 19786 mal)

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Jezabel76

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #15 am: 16.01.09, 20:55 »
Also ganz ehrlich, ich finde man kann ein Pferd auch zum Unterhaltungsjunkie machen. Man ist doch nicht nur auf der Welt, um sein Pferd zu bespaßen.

Meine junge Stute (5) ist grad auch ganz schön knackig unterwegs. Aber damit muss man halt leben zu der Jahreszeit. Sie steht den ganzen Tag draussen mit ihren Kumpels, hat Unterhaltung und Platz. Ich kann sie trotzdem gut handeln, manchmal bemerkt man halt die überschüssige Energie - aber damit kann ich leben.

Je mehr du mit deinem Pferd machst, desto mehr wird es doch fordern!!!

Wenn das Tier dann noch mehr Ausdauer hat und noch mehr Muskeln aufgebaut hat, wenn es noch fitter ist - willst du dann dreimal am Tag hingehen und es bespaßen?


Ich habe nicht jeden Tag zeit für mein Pferd. Mal hab ich mehr Zeit, mal weniger. Grade diese Woche bin ich ziemlich erkältet und ich konnte mir schöneres vorstellen als bei der Kälte draußen zu sein. Da muss sie dann eben mal zurückstecken. Ich bin ja halt doch nicht die Sklavin von meinem Pferd.

LG Isa

carienchen

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #16 am: 11.03.09, 09:45 »
Hallo!
Ich bin (wieder) eine Reitbeteiligung und ich finde, dass eine RB nur dann sinnvoll ist wenn
a) ein Pferd vorhanden ist, dass von seinem Besitzer nicht bzw. nicht mehr geritten wird (war bei mir aus unterschiedlichen Gründen bisher immer so, z. B. Beisteller, Pferd eines TA der es gerettet hatte, z. Zt. Zweitpferd für das der Besitzerin die Zeit nicht reicht, dass sie aber nicht weggeben will weil sie ihn von Geburt an hat).

b) wenn es wirklich passt und ein Besi das Pferd zwar reitet aber zu wenig Zeit hat, damit meine ich jetzt nicht 3 x die Woche!

Ich hätte als RB keine Lust, mich zu 100% auf den Besi einstellen zu müssen! Wenn dieser die Reiterei so ernst nimmt wie ihr das hier beschreibt (ich kann das grundsätzlich verstehen, ich hatte auch ein eigenes Pferd und hätte da nur zwei Personen drauf gelassen, von denen ich wirklich überzeugt war, dass sie weit mehr davon verstehen als ich - in den meisten Fällen bezahlt man dann jedoch Geld und es nennt sich dann Beritt und nicht RB  ;) dann soll er sich auch selber darum kümmern! Jeder reitet nunmal anders und 100% Übereinstimmung wird man m. E. nicht erreichen! Natürlich spreche ich mich mit der Besi ab, wie was zu machen ist. Wiir haben da auch keine Probleme weil wir ziemlich auf einer Wellenlänge liegen, trotzdem möchte ich als RB (bin 27, reite auch schon ein paar Jahre... die meiste Zeit als RB) auch mal etwas so ausprobieren dürfen, wie ich es für richtig halte! Bei einem Pferd, das täglich von der Besi gearbeitet wird und vielleicht auch Turniere gehen soll, halte ich das wirklich für schwierig. Mir ist schon klar, dass das bedeutet dass die Besi mir vertrauen, aber ich hatte da bisher auch noch nie Probleme, da ich immer Pferde geritten bin, die eben nicht noch zusätlich von den Besitzern geritten wurden. Was anderes käme für mich auch nie in Frage, denn auch von diesen gibt es, warum auch immer genug. Meine jetzige RB ist übrigens "trotzdem" ganz gut ausgebildet, geht eine schöne A-Dressur, ist A-VS gegangen und reagiert wunderschön! Die Besi reitet ihr VS-Turnierpferd (M) und alle sind glücklich! Das heisst aber auch nicht, dass er "nur mir" gehör, manchmal kommt die Mutter oder die Schwester der Besi und reitet auch mit ihm aus. Das ist aber auch total OK, wenn ich an dem Tag eh nicht kann. Wenn ich ein Problem hab ist sie da und hilft mir und zum Unterricht nimmt sie mich auch mit, da sieht sie mich dann auch mal reiten... DAFÜR zahle ich dann ehrlich gerne meine fünfzig Euro und helfe, wenn Not am Mann ist auch mal im Stall (reinstellen, rausbringen, Füttern)... für nur betüddeln würde ich nicht zahlen, ebenso nicht für Reiten + tägliche Arbeit im Stall!

... wollte hier mal meinen Senf dazu geben.... die Besi's meiner letzten RB Pferde sagen auch, dass es schwer ist jemanden zu finden, Moritz hat auch fast zwei Jahre gestanden.... aber ich denke auch eine RB kann was erwarten dürfen, für ihr Geld!

LG Carienchen

Offline Gismo

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #17 am: 23.03.09, 11:17 »
Ich finde wer ein Pferd hat, MUSS Zeit und Geld dafür haben um sich allein darum zu kümmern.
Egal ob das Pferd im Offenstall lebt, den ganzen Tag draußen ist oder in der Box steht, es braucht regelmäßige Ansprache und Bewegung.
Eine RB für X-Tage ist dann ein Schmankerl, etwas das schön ist zu haben aber nicht notwendig um zu überleben.

Ich kenne eine die BRAUCHT Betrag X und Y RB, sonst könnte sie sich ihr Pferd nicht leisten. Dementsprechend mau ist es bei Sonderausgaben wie TA, Physio, Zubehör :-X

Ich hatte an meinem früheren Pferd eine RB (Teenie) die 1 - 2 mal die Woche geritten ist und dafür nix gezahlt hat, dafür war sie aber zum Schluß hin auch nicht mehr so zuverlässig. Und trotzdem war ich an diesen Tagen im Stall, obwohl es nicht zwingend notwendig gewesen wäre.





Offline tara

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #18 am: 27.03.09, 13:23 »
Meine Meinung:
sollte ich je wieder als RB auftreten müssen, dann nur ohne daß ich was dafür zahle.
Ich halte mich für mittlerweile so weit fortgeschritten, daß Pferd und Besi davon profitieren könnten.
Beritt kostet. Ich würde es umsonst machen.
stell dir vor, du hast ein Pferd und es kann nicht t ö l t e nin diesem Sinne...
Gruß tara

"Ausbildung heißt, das zu lernen, von dem du nicht einmal wußtest, dass du es nicht wußtest."
(Ralph Waldo Emerson, (1803 ‐ 1882)

Offline terra

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #19 am: 27.03.09, 14:08 »
na ja, Tara, es gibt auch RB-Pferde denen man eigentlich nix mehr beibringen muss - auf denen also ein guter Reiter schlicht und einfach Spass haben und sich ohne grosse Anstrengung selbst noch weiterentwickeln kann :D. Dafür kann man dann auch vom guten Reiter wiederum Geld verlangen :D

Beim gemeinen Feld,-Wald- und Wiesen-Durchgehrasbuckelsteiger gebe ich Dir allerdings recht, da würde ich sogar Geld verlangen, dass ich mich draufsetzte....

Offline Schnett

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #20 am: 03.07.09, 12:41 »
Meine Meinung:
sollte ich je wieder als RB auftreten müssen, dann nur ohne daß ich was dafür zahle.
Ich halte mich für mittlerweile so weit fortgeschritten, daß Pferd und Besi davon profitieren könnten.
Beritt kostet. Ich würde es umsonst machen.

Das ist eine gute Einstellung.

Ich sehe das auch so.

Ich habe mir vor 4 Jahren einen Absetzer gekauft, welcher vor 2 Jahren mit Kumpel zu uns zog.
Als wir den Stall verließen um Selbstversorger zu werden haben wir ein zweites Pony gesucht.
Warum nach den Sternen greifen, wenn das Ziel so nah?

Wir haben den Kumpel gekauft.

Nun sind sie 4. Mein Dicker wird seit August geritten und seit Oktober gefahren, Kumpel braucht länger aufgrund diverser Wehwehchen.
Kumpel wird diesen Sommer angeritten und gefahren.

Ich habe 1 mal die Woche meine RL und einmal die Woche meinen FL (Fahrlehrer) da.
Sie unterstützen mich, sie helfen, sie arbeiten die Pferde selber, sofern ich mal im Urlaub bin, sie sind teuer. Je Unterrichtseinheit 25 Euro. Manchmal bekomme ich an Tagen wo beide gearbeitet werden eine Einheit geschenkt.

Aber ich selber habe zu den Unterrichten nicht die Zeit, dass jedes Pony 2-3 mal die Woche bewegt wird.
Darunter ist mir zu wenig weil a lernen sie noch und b vertrete ich die Meinung, dass weniger der Kondition schadet und den Pferden nicht gut tut da sie von Muskelkater zu Muskelkater schleichen, mit Pech.

Ich habe eine Wackelkandidatin als RB. Sie reitet sehr gut, mit und ohne Sattel. Sie reitet besser als ich und hat null Angstschwelle.
Aber sie meldet sich auch schonmal 2-4 Wochen gar nicht und kommt auch gar nicht.
Ich versuche die Regel 1-2 mal die Woche aufzustellen aber sie ignoriert diese.

Sie war anfangs total euphorisch, super glücklich und 3-4 mal die Woche am Stall - wennauch nur zum Füttern oder kuscheln -.
Ich verstehe es nicht. Ich  möchte nichts haben, ich "brauche" nur die Leistung, kann aber nichts bezahlen. Sie bekommt ebenfalls Unterricht, hat aber anscheind mehr Spaß auf Feten und Feiern im Stall und überall (sie ist 22)
Wir haben uns einmal morgends um 7 zum Verladen verabredet weil ich auf ein Seminar wollte. Sie konnte nicht mit aber wollte morgends helfen.
Abends um 9 rufe ich sie an, ob es bei morgen bleibt. "Wie nee? Ich nicht? Ja ich hatte zwar zugesagt, aber ich habe jetzt schon 3 Bier getrunken und ich kann dir jetzt sagen: Morgen kann ich nicht zu dir fahren wg. Restalkohol"

Ich leide so darunter, dass ich niemanden zuverlässiges finde, der mir hilft und Spaß dran hat, dass ich überlege den Kumpel abzugeben.
Ein älteres Pferd oder ein Beisteller würde wesentlich besser mit Arbeitspausen klar kommen als ein Jungspund
Gönnen können ist eine Kunst denn neiden kann jeder

carienchen

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #21 am: 03.07.09, 13:56 »
@ Schnett: Das ist wirklich schade für Dich! Willst Du denn nicht nochmal versuchen, jemand anderes zu finden? Klar ist es schwierig für ein junges Pferd jemanden zu finden, der auch längerfristig dabei bleibt und sich auch darum bemüht, dass das Pferdi weiter kommt. Ich bin ja seit 1 Woche auch selbst wieder Pferde- Besitzer. Seit dem steht meine letzte RB auch nur noch rum.... Der war 12, als die Besi auf ein Großpferd umgestiegen ist, damals ging er A-VS! Dann stand er ein Jahr, damm kam für 2 Jahre eine RB, dann stand er 2 Jahre, dann kam ich ein dreiviertel Jahr.... jetzt steht er wieder. Ist dick und rund und eigentlich hat er sich über jeden Ausritt oder Springunterricht usw. gefreut. Da hab ich auch schon mal gedacht, hätt sie sich von ihm getrennt als er 12 und voll im Saft war, dann hätte er vieleicht noch eine liebe Person gefunden die sich länger um ihn gekümmert und  noch viel mit ihm gemacht hätte. Es bestünde aber auch die Gefahr, dass er dann immer für Turnierbegeisterte Kids hätte herhalten müssen, die ihn 3 Jahre genutzt und dann weiterverkauft hätten, weil sie ebenfalls auf ein Pferd umgestiegen wären.... Es ist echt eine schwere Entscheidung! Ich wünsch Dir viel Glück dabei!
Verkaufen ist echt schwierig, man kann den Leuten halt nur vor den Kopf gucken und nicht hinein! Dass sie nur das Beste für den Knirps wollen erzählen sie Dir alle. Wenn es dann mal anfängt Geld zu kosten, z. B. weil man Pony bei viel zu viel Gras auf der Koppel hält und dann der TA kommen muss und die Haltung unbequem wird weils Pferdi nicht mehr auf die Wiese darf..... Da gibts dann leider auch echt Gruselgeschichten  :'(

Offline Schnett

  • die mit den Haffis flüstert
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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #22 am: 03.07.09, 14:18 »
Ich finds halt nur ungerecht, dass ich ihm nicht gerecht werden kann.
Hab mir das um einiges leichter vorgestellt.

Seit einem Jahr ist er immer mal wieder ausfällig und konnte von meinen Lehrern auch nicht so mit ausgebildet werden wie der andere. Nun hängt er hintendran.

Sicher hätte er ein schönes Leben bei mir auf Weide, mit gelegentlichem Longieren und mal etwas Unterricht, aber es ist in meinen Augen nicht ok.
Ich hab es damals nicht bedacht.

Ich möchte halt auch nicht jeden drauf setzen. Die Beste Freundin von der RB hatte früher mal mein Pferd in Pflege. Sie macht das toll aber sie hat Angst. Sie longiert und reitet nur in meinem Beisein, das ist ihr lieber. Ist auch ok. Damit entlastet sie mich insofern, dass ich mich den Tag um das andere Pony kümmern.

Ich setze halt auch voraus, dass derjenige mit der Reitweise meiner RL und mir klar kommt (viel CenteredRiding etc. wir fangen bei A an und nicht beim Galopp in der Bahn)
Gönnen können ist eine Kunst denn neiden kann jeder

dusty

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #23 am: 06.07.09, 22:17 »
Ich hab seit ner Weile mitgelesen... und ich als Pferdebesitzerin muss sagen: warum soll ich wen umsonst reiten lassen? Ich zahle für den Stall, den Beschlag, das Futter, die Ausrüstung. Und das soll ich wem anderes dann völlig kostenlos zur Verfügung stellen? Wenn man im Verein reitet, kostet es auch, oder? Meine RB's haben sich immer am Beschlag beteiligen und auch die Box misten müssen am Tag, wo sie im Stall waren. Damit ist längst nicht jeder klar gekommen und ich habe einige kommen und gehen sehen. Inzwischen ist das Pferd nicht mehr reitbar. Die letzte RB ist noch als Fahrbeteiligung für mein Shetty bei mir - dafür zahlt sie nichts mehr, weil ich froh bin, sie zu haben. Aber das sollte man doch mal in einer ruhigen Minute überlegen, bevor man auf alle Pferdebesitzer schimpft, die einem die Pferde nicht umsonst geben. Und nicht jeder Besitzer "saniert" sich auf Kosten von RB's. Es kommt auch immer drauf an, was ich haben will. Ein Turnierpferd wird halt mehr kosten - auch für die RB - als ein Freizeitkumpel. Bei uns waren alle 6-8 Wochen 20 Euro fällig. Mich selber regen die Anzeigen auf, wo Pferde für RB angeboten werden und als Kostenbeteiligung dann Beträge jenseits der 50 Euro stehen. Dafür kann man sich wirklich auch ein eigenes Pferd anschaffen. Ich bitte nur, nicht alles und jeden über einen Kamm zu scheren. Ich war nie von der RB abhängig, wollte nur ab und an auch mal einen freien Tag haben und jemandem schöne Ritte mit einem netten Freizeitkumpel, der weder stieg, noch buckelte noch durchging, ermöglichen. Zudem kann sich bei JEDEM im Beruf von heute auf morgen mal was ändern und man hat vielleicht auf einmal nicht mehr so die Zeit, wie beim Kauf des Pferdes. Da kann eine RB doch eine gute Lösung sein. Ich hatte selber vor den eigenen Pferden jahrelange RB's und beide Seiten haben voneinander profitiert. Ich von den Pferden und die Besitzer, wenn sie beruflich keine Zeit hatten, sich selber um die Pferde zu kümmern.
So Sprüche wie "Pferd UND BESI können noch von mir profitieren" finde ich dagegen ziemlich überheblich in einem Forum. Niemand kennt sich und kann das nun beurteilen, ob das wirklich so ist. Ging bei mir völlig schief, solche Überheblichkeit... Das Ende vom Lied: ein totes Pferd. Ich möchte niemanden persönlich angreifen! Aber mir kommen solche Sprüche wirklich bitter hoch.

Ich habe Hochachtung vor Schnett, wenn sie das zweite Pony doch eher verkaufen will. Es ist eben nicht einfach, jemanden zuverlässiges zu finden, dem man gerade so einen Jungspund ohne Magenschmerzen anvertrauen kann oder will. Je länger man sucht, umso länger steht das Tier herum. Hatten wir gerade im Stall, wo eine sich von ihrem Pony getrennt hat, weil es nicht paßte - entgegen aller Zureden - und seit gestern ist ein anderes Pony da. Ich selber könnte das nicht, aber ich habe Hochachtung vor jedem, der diesen Schlußstrich zieht.

Offline silvana

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #24 am: 26.12.10, 19:15 »
hallo wollte mich hier auch mal zu wort melden.habe auch erfahrungen auf beiden seiten gemacht.
erst war ich selber besi und habs mit RB versucht.leider hab ich damit nur schlechte erfahrungen gemacht.
die leute wollen sich nicht auf eine einheitliche behandlung des pferdes einigen, unterricht brauchen
sie grundsätzlich nicht, denn sie können und wissen ALLES.am ende ist das pferd platt und der BESI
hat die kosten. vielen dank dafür. dann war ich ne zeit reitbeteiligung. na toll , hab das pferd aufgepäppelt.
wieder antrainiert nach einem dreifachen sehneschaden.futter hab ich auf meine kosten besorgt.
als es wieder wie ein pferd aussah und gut zu reiten war, kam die freundin der BESI und hat sie so lange in tiefem boden
geritten bis die sehne wieder hin war. kommentar zu mir: die ist aber schlecht gymnastiziert!
als ich dann meinen unmut über die lahmheit geäussert habe war ich das pferd los.erstmal stand sie wochenlang rum
ohne das die besitzerin sich kümmerte und dann wurde sie verscherbelt und bei nacht und nebel weggeholt.
keiner hat gefragt ob ich sie vielleicht kaufen möchte, da ich mich ja vorher komplett alleine um sie gekümmert hatte
9 monate lang. danke dafür.
seit drei jahren hab ich jetzt wieder ein pony und hab noch mal vor kurzem anlauf genommen eine RB zu finden.
eine annonce im heiseen draht ergab 600 klicks aber es war nicht einer dabei ,dem ich mein pferd anvertraut hätte.
wussten alle nix , brauchten aber keinen unterricht, weil kostet ja geld. was glauben die lewute denn?
es geht immerhin um ein lebewesen und nicht um eine ware .ne danke ich verzichte.dann steht sie eben mal wenn ich arbeite.
was geht bloss in den leuten vor?wie schon gesagt wurde: dann versau ich mein pferd lieber selbst.


carienchen

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #25 am: 29.12.10, 17:39 »
Silvana, seit ich mein eigenes Pony hab geb ich Dir vollkommen Recht! Da will ich einfach niemand anderen drauf haben! Die sind so schnell versaut!!

Als RB hab ich das natürlich völlig anders gesehen  ;D Wobei ich mich, ähnlich wie Du, um die Pferde gekümmert und bemüht hab als wenn es die eigenen wären! Von den anderen Besis weiss ich aber auch, dass das die Ausnahme zu sein scheint. Eine RB die zuverlässig ist, einigermassen Reiten kann und sich darum bemüht mit dem Pferd weiter zu kommen scheint beinahe seltener als ein 6er im Lotto!

Nun bin ich glücklicher 2-Pony Besi, hab meinen eigenen Offenstall und das erste Mal das Gefühl, meinen Ponys geht es so richtig gut! Ich kann sie füttern wie ICH es für richtig halte, wenn das Wetter es zulässt können sie auf die Weide, der Paddock ist genau so groß wie ICH es für richtig halte usw! Nie würde ich mir da jemanden dazu holen!

Einzige Ausnahme: Jemand, den man WIRKLICH gut kennt und auch schätzt und wo man weiss das man zumindest grundsätzlich die gleiche Meinung über Fütterung, Auslauf und so weiter hat wie er! Den könnt ich mir dann sowohl als RB als auch als Einsteller vorstellen  ;)

Offline Hexenkind17

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #26 am: 29.12.10, 18:27 »
Hallo,
zum eigentlichen Beitrag von Epona wurde schon alles gesagt.

Ich bin aber doch sehr überrascht, wie vehement hier manche Leute niemanden auf ihrem Pferd haben wollen.
Ich habe meinen Norweger inzw. seit 15 Jahren und war als Teenie als ich ih bekam. Für mich war es zeitlich also notwendig eine RB zu haben. Ich hatte am Anfang ein Mädels, die Anfängerin war und etwas Unterricht auf meinem Dicken nahm oder halt so rumzuckelte. War für alle Beteiligten absolut harmlos und nett.

Und das obwohl ich dabei war, das dicke Fjord dressurmäßig vernünftig auszubilden, hat das super geklappt. Er war froh mal 2x die Woche nur so durch die Gegend zu schludern und das Mädchen liebte ihn. Natürlich musste einiges erfüllt sein, dass Mädel musste vorsichtig mit den Händen sein und durfte sich am Boden (da war er anfangs ein Aas) nicht total die Butter vom Brot nehmen  lassen.
So clever sind Pferde doch, dass sie die Menschen unterscheiden können.  ;)

Danach hatte ich eine Stallkollegin in meinem Alter als RB. Sie war defintiv eine bessere Reiterin als ich und davon profitierte das Pony. Außerdem ritt sie auch schön viel mit ihm aus, was ich mich damals noch nicht so recht traute. Auch wieder Gewinn fürs Pony.
Wir hatten eine Stallkollegin die bitterböse war, weil alle RBs besser mit ihrem Pferd klarkamen als sie.  ::) Ich habe mich immer gefreut, wenn meiner was gelernt hat.

Dann gab es erstmal keine RB, aber eher weil Pony weiter weg sand und es dort schwieriger war eine zu finden und ich auch nun mehr Zeit hatte. (Studium)  ;D
Daraufhin stand ich in einem ganz tollen, aber recht teuren Stall. Ich hatte eine junge Widereinsteigerin als RB, die auch bei meiner RB Unterricht nahm (das probiere ich immer, machten die meisten auch), alles super.

Nachdem das Pony älter wurde und auch tw. stehen musste, gab es erstmal keine RB. Schnell wurde aber klar, dass Pony was tun WOLLTE. Er ging also bei einer guten Freundin 1-2 Tage im Kinderunterricht mit, was er klasse fand. Durch Spondylose im Rücken sollen nur noch leichtere Leute auf ihm reiten und er liebt es wenn die Gören auf/an ihm rumpusseln-  :D

Nach meinem und seinem Umzug geht er 1x die Woche mit einem Mädchen im Unterricht mit, 3x die Woche reiten ihn zwei Schwestern abwechselnd. Einmal davon ist Unterricht. Diesmal habe ich Rücken und kann leider kaum noch reiten.  :-[ :-[ Aber die Mädels vergöttern ihn und die Reitlehrer sind immer total begeistert, weil er soviel kann und so artig ist.
Und wenn ich mich mal wieder draufsetze und teste, kann er noch ALLES, nix von wg. hartes Maul und Durchlässigkeitsprobleme.
Für mich eine optimale Lösung, Pony wird bespaßt, ich bekomme etwas Geld und die Kinder lernen etwas.

Einfach zu sagen "auf mein Pferd kommt niemand anders" finde ich etwas kurzsichtig, klar, es gibt einige sehr spezielle Pferde, aber es können (!) alle davon etwas haben.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich am Anfang sehr, sehr kleinlich war. Es gab einige Regeln, die eingehalten werden mussten (gerade was Führen und Gelände betraf), beim Reiten weniger. Außer dieser paar Regeln ließ ich den RBs ziemlich freie Hand, was ich auch wichtig finde. Denn auch ich war vorher RB (auf diesem Pony) und weiß wie das sein kann.  ;D
Inzwischen bin ich aber auch deutlich lockerer.  ;D

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Offline Bonsai2

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #27 am: 30.12.10, 12:59 »
Pflegekind geht bei meinem nicht, der geht mit denen spazieren. Aber ich habe seit Sommer ne prima RB, die ihn zu nehmen weiß, Spaß und sogar Tuniererfolge mit ihm hat. Allerdings kannte ich sie schon und konnte sie dann irgendwann für mich gewinnen. Mein Glück jetzt, weil ich seit 4 Monaten nicht reiten kann. Geld muß sie aber nicht zahlen. Ich kann ihr blind vertrauen.

Was ich allerdings schwierig finde, eine zuverlässige RB aus dem Internet zu finden. Die überschätzen sich fast alle.

Wieselchen

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #28 am: 30.12.10, 19:25 »
Pflegekind geht bei meinem nicht, der geht mit denen spazieren.

Wenns wirklich um ein Kind geht, ok, Kinder sollte man nicht allein mit Pferden hantieren lassen. Aber ansonsten ist das Pferd schlecht erzogen, wenn es sich bei anderen Personen nicht zu benehmen weiß.
Das Pferd sollte von jedem händelbar sein, der grundsätzlich weiß wie man mit Pferden umgeht. Ansonsten ist das auch für jede RB oder Pflegerin zu gefährlich.

Ich verstehe auch nicht ganz warum auf das eigene Pferd niemand anders reiten können soll. Ich habe auf dem Wiesel immer nur RBs, die zwar nicht so super reiten können, aber sehr ruhig und besonnen sind, nicht auf Krampf was erreichen wollen und gerne Unterricht nehmen. Perfekt. Ich bin mit meiner RB zur Zeit super glücklich, das Wiesel lernt nix bei ihr, aber sie ist sooo zufrieden wenn sie reitet, das ist schön. Sie wird halt bewegt, darf mehr oder weniger so laufen wie sie will, wird nicht wirklich hart gearbeitet, bekommt genug Möhren.... für sie perfekt. Und ich hab ein motiviertes Pferd wenn ich Dressurarbeit machen will, denn ausgeruht hat sie sich ja.  ;D

Offline Hexenkind17

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Re: Pro Contra Pflegepferd vergeben
« Antwort #29 am: 30.12.10, 21:33 »

Ich verstehe auch nicht ganz warum auf das eigene Pferd niemand anders reiten können soll. Ich habe auf dem Wiesel immer nur RBs, die zwar nicht so super reiten können, aber sehr ruhig und besonnen sind, nicht auf Krampf was erreichen wollen und gerne Unterricht nehmen. Perfekt. Ich bin mit meiner RB zur Zeit super glücklich, das Wiesel lernt nix bei ihr, aber sie ist sooo zufrieden wenn sie reitet, das ist schön. Sie wird halt bewegt, darf mehr oder weniger so laufen wie sie will, wird nicht wirklich hart gearbeitet, bekommt genug Möhren.... für sie perfekt. Und ich hab ein motiviertes Pferd wenn ich Dressurarbeit machen will, denn ausgeruht hat sie sich ja.  ;D
Genau so war/ist das bei mir auch.  ;D

UNd das einzige "Pflegekind" hatte immer die Mama dabei (auch Reiterin). Ich war auch noch minderjährig und die RBs meist in meinem Alter, das ging. Ich hatte aber immer einen Vetrag.
Die Mädels jetzt sind um die 16, entweder ist die RL dabei oder sie reiten (in der Halle/auf Platz) alleine, finde ich absolut ok.
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